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Enter the Void – Trailer und Poster

Standard, 11. 8. 2010, Renington Steele, 31 Kommentare


(Youtube Direktvoid, via IheartPluto)

Hier der Trailer zu „Into the Void“ von Gaspar Noé (Irréversible). Letzteren habe ich ja immer noch nicht gesehen, was ich dringend nachholen muss, werde ich vor Void auf jeden Fall tun.

Loosely inspired by the „Tibetan Book of the Dead,“ Enter the Void centers on Oscar and his sister Linda, recent arrivals in Tokyo. Oscar is a small-time drug dealer, and Linda works as a nightclub stripper. One night, Oscar is caught up in a police bust and shot, but true to a promise he made Linda as a child—that he would never leave her—he refuses to abandon the world of the living. As he lies dying, his spirit wanders through the city, his visions growing evermore distorted, evermore nightmarish. Past, present and future merge in a hallucinatory maelstrom.

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31 Kommentare

  • Reply TopF 11. 8. 2010 at 13:41

    er plott klingt interessant.
    sieht aber irgendwie aus wie n mix aus „requiem of a dream“ und dem musikvideo „smack my bitch up“.

  • Reply Okarola 11. 8. 2010 at 14:01

    Das beste an Gaspar Noé Filmen sind die Vor- und Abspänne, die sehen immer irre gut aus.

  • Reply Silent Rocco 11. 8. 2010 at 14:02

    Es gibt ein paar Filme, die sollte man gesehen haben, bevor man überhaupt einen Filmblog startet ;)

    Und „Enter The Void“ ist einer der ganz, gsnz wenigen Filme, auf die ich seit Ewigkeiten warte. Hier werden mal wieder Grenzen ausgelotet. Solche Filme hat das Kino viel zu selten. Ist mir dann auch egal, ob er auf allen Ebenen funktioniert. Er geht weiter als 99% seiner Kollegen. Experimentierlabor Kino ahoi!

  • Reply hermann hesse 11. 8. 2010 at 14:08

    „…Grenzen ausgelotet“ Wenn ich sowas schon lese, bekomm ich das Kotzen.
    Der Trailer war nicht sehr beeindruckend.
    Noé ist für mich das perfekte Beispiel für einen überschätzten „Skandal“-Regisseur. Menschenfeind war okay aber sonst?

  • Reply Silent Rocco 11. 8. 2010 at 14:17

    Gib Dich ruhig gern mit dem Brei zufrieden, den Dir die Industrie als tolles Kino verkauft. Mir sowas von Wurst. Ich suche aber nach Abenteuern der Filmgeschichte, seien es ältere Filme wie „Letztes Jahr in Marienbad“ oder „2001“ oder neuere Werke wie „Valhalla Rising“ oder „Antichrist“… Filme, die auf Konventionen schei**n und wirklich neu sind. Da kannst Du Dich leerkotzen, wenn das nicht Dein Ding ist. Ich freue mich wie verrückt drauf.

  • Reply tanko 11. 8. 2010 at 14:54

    zu Okarola: Vor(-und Abspann) gibt es schoen und knapp vorab im wahnsinnmach-superfast-tekkno-geruckel und nach dieser kurzen Aufregung wird man direkt in die Person von Oscar gezogen. Wenn ich auch den 3D-Drogenrausch von Oscar am Anfang nicht nachvollziehen konnte, so war doch alles weitere ziemlich ueberzeugend. Etwas anstrengend, weil so lang, aber der beste Film seit einiger Zeit (Melbourne Film Festival). Ich fand die Geschichte perfekt erzaehlt und absolut ueberzeugend gefilmt. Gehoert absofort in meine Top10, weil selten ein Film so einen intensiven Eindruck hinterlassen hat bei mir.
    So sieht Kino aus! (Scheiss auf Avatar!)

  • Reply Okarola 11. 8. 2010 at 17:41

    @tanko
    hört sich prima an!

  • Reply Comedian 11. 8. 2010 at 18:10

    Sehr interessanter „Mindfuck“ wie man heute so sagt. Sieht aus wie Renton aus Trainspotting in Blade Runners L.A…. so sieht Kino aus!

  • Reply reeft 12. 8. 2010 at 1:55

    Hier der Trailer zu „Into the Void“ von Gaspar Noé

    -> Enter ;)

    Ich bin übrigens als Korrekturleser kostenlos anzustellen ;)

  • Reply öfchtzchen 12. 8. 2010 at 15:30

    Freue mich ebenfalls wie ein Kind darauf den Film beim Fantasy Filmfest endlich zu sehen. Den Trailer will ich gar nicht sehen.

  • Reply Thomas 12. 8. 2010 at 15:59

    Huh`huh, auch wenn der Film deutlich farbenfroher zu sein scheint als Irréversible (übrigens einer der krassesten, härtesten und fiesesten Filme, die ich jemals gesehen habe und mich echt scheue, noch mal zu sehen), habe ich seit der Erfahrung (s. Klammer) echten Respekt vor Herrn Noés Werken und bin mir sicher, dass sich auch dieser Film in mein Gedächtnis einbrennen wird.

  • Reply hoidoi 12. 8. 2010 at 19:29

    @Thomas #11

    „einer der krassesten, härtesten und fiesesten Filme, die ich jemals gesehen habe“

    Menschenfeind mal angeschaut?

  • Reply Binding 13. 8. 2010 at 2:18

    „Irreversibel“ lief damals fast zeitgleich mit „Memento“, und beide sind allein schon wegen ihrer Rückwärts-Erzählweisen genial. Ersterer ist aber auch noch ein echter Schocker, weil die Feuerlöscher- und die Vergewaltigungsszene fast unerträglich sind. Gaspar Noé ist ein ganz Großer!

  • Reply tanko 13. 8. 2010 at 13:13

    eine gute kritik gibt es hier, wenn ich das posten darf…
    http://joergbuttgereit.com/deutsch/filmkritiken/enter-the-void/
    wobei ich enter the void nicht als experimentalfilm sehe, weil die gesamte erzaehlstruktur einfach zu stark ist. es ist ein kompletter film. und banal mag erscheinen, dass oscar’s seele am ende ein neues zuhause findet.
    aber wie hier erzaehlt wird, dass die seele aus dem koerper heraustritt und nicht weiss wohin sie gehen soll, … ist filmisch einfach gut!

  • Reply Nebenbei 13. 8. 2010 at 17:37

    Ob’s wieder ne krasse Vergewaltigung oder sowas geben wird? Ist dann bestimmt wieder krass der Skandal, weil er so voll die Grenzen von uns allen auslotet und so. Interessant auch, dass es die Szene aus Irreversibel auf allen möglichen Pornoseiten gibt. Der Noé ist schon ein ganz Großer!

  • Reply Silent Rocco 13. 8. 2010 at 19:56

    Die Skandale waren stets lächerlich. Und der Film besteht auch nicht nur aus Feuerlöscher und GCI-Penis. Aber die ganze Machart ist schon ein
    wahnsinniges Experiment. Muss nicht für jeden funktionieren. Das ist dann aber scheitern auf hohem Niveau. Dahin trauen sich sonst nur sehr wenige Regisseure.

  • Reply Binding 13. 8. 2010 at 19:57

    @ Nebenbei: Man kann zwar darüber streiten, ob die explizite Darstellung nötig war, aber große Kunst muss meiner Meinung nach immer verstören, irritieren, provozieren, weh tun. Und ja: Kunst übernimmt in unserer Gesellschaft unter anderem auch die Funktion, die Grenzen des Zumutbaren auszuloten. Die Szene aus dem Kontext gerissen allein zu betrachten und sich daran aufzugeilen, ist dagegen mehr als krank. Und was andere im Nachhinein damit machen, kann man nicht dem Regisseur anlasten.

  • Reply Andi 15. 8. 2010 at 10:38

    Ich finde die Filme von Noe auch richtig groß. Krass (vom technischer her) war auch die Fahrt mit dem Auto (Taxi?) bei Irreversible, wo die Kamera wie wild ums Fahrzeug kreiste, mal im Auto war, dann wieder draußen etc,. Und das ganze ohne sichtbaren Schnitte, obwohl alle Scheiben des Fahrzeugs nicht runtergekurbelt waren. Irreversible ist eines der wenigen Filme, bei denen ich mir das Making-Off angeschaut habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie man sowas dreht.

    Übrigens: Ich fand Irreversible krasser als Menschenfeind. Ich kenne im Moment drei Filme, bei denen ich mich scheue, die noch mal anzuschauen (neben einigen richtig kranken Asia-Filmen, die ich aber niemandem empfehlen kann): Beide Filme von Noe und der „Mann beißt Hund“ (seltsam, dass alles drei fanzösische Filme sind, und das, obwohl ich das fanzösische Kino eigentlich gar nicht mag).

  • Reply Binding 15. 8. 2010 at 11:26

    @ Andi: Auch die Feuerlöscher-Szene mit dem vermatschten Gesicht in „Irreversible“ war ohne Schnitt nur durch CGI-Bearbeitung möglich. Allein solche Sachen verdienen aus cineastischer Sicht schon Respekt, weil sie die vorhandene Technik nicht für Superhelden-Effekte, etc. nutzen, sondern in „normalen“ Szenen auf eine Weise, dass man es gar nicht unbedingt bemerkt.

    „Mann beißt Hund“ ist übrigens ein belgischer Film, was auch in der Kinolandschaft noch ein feiner Unterschied ist. Aber es stimmt: Die Franzosen spielen schon seit einigen Jahren in der Liga der Oberkrassen. „Das französische Kino“ ist allerdings schwer zu definieren, weil es so vielfältig ist. Genau deswegen kommen aber eben auch abitioniertere und Grenzen auslotende Genre-Filme von dort. Da ist Deutschland leider noch weit davon entfernt.

  • Reply Binding 15. 8. 2010 at 11:28

    Wo ist die Edit-Funktion der F5 eigentlich hin? „Abitioniert“ sollte eigentlich noch ein „m“ haben. Hat nämlich nichts mit filmenden Gymnasiasten zu tun. ;-)

  • Reply El_Skeletto 15. 8. 2010 at 23:23

    „Irréversible“ ist ganz sicher der verstörendste Film, den ich je gesehen habe. Aber das hier scheint mehr narratives/perspektivisches Experiment als (meiner Meinung doch recht kalkulierte) Provokation, die in genanntem Film in einigen Szenen das Zuschauen beinahe unmöglich machten.

  • Reply doc 17. 8. 2010 at 15:27

    „enter the void“ war ein sehr beeindruckender film , meiner meinung nach der beste beitrag am diesjährigen nifff . optisch durchaus experimentell , und auch die erzählweise war nicht 0815 . wie üblich hat er auch wieder szenen (mindestens zwei) gezeigt , die durchaus als gewollten tabubruch angesehen werden können . und nein – es war diesmal keine vergewaltigung ;)

  • Reply doc 17. 8. 2010 at 15:31

    übrigens enthält die kritik bei buttgereit ganz üble spoiler .

  • Reply armond white 17. 8. 2010 at 17:26

    „@ Nebenbei: Man kann zwar darüber streiten, ob die explizite Darstellung nötig war, aber große Kunst muss meiner Meinung nach immer verstören, irritieren, provozieren, weh tun. Und ja: Kunst übernimmt in unserer Gesellschaft unter anderem auch die Funktion, die Grenzen des Zumutbaren auszuloten.Die Szene aus dem Kontext gerissen allein zu betrachten und sich daran aufzugeilen, ist dagegen mehr als krank. Und was andere im Nachhinein damit machen, kann man nicht dem Regisseur anlasten.“ “

    also zwischen expliziter darstellung und einer 9minütige vergewaltigungssequenz besteht schon noch eine unterschied, bei irréversible lässt sich ein drang nach offensichtlicher provokation wohl kaum von der hand weisen. leider muss ich sagen das man die szene kaum aus dem kontext reißen kann, da sie zwar ausgangspunkt bestimmter handlungen ist, aber noe eher an der filmtechnischer spielerei und inszenierung seinen spass hat, als an charakteren und drehbuch. irréversible ist einfach hohl wie brot und bietet nur die plumpe binsenweisheit „zeit zerstört alles“ als ausgangspunkt des filmes an, eine inszenierte vergewaltigung ob nun 4, 9 oder 60 minuten lang hat erstmal überhaupt keinen erzählerischen oder ästhetischen mehrwert. aufklären will noe damit ja wohl kaum jemanden. „oh da wird ja jemand vergewaltigt, das ist schon schlimm“. (mal abgesehen von den homophoben untertönen, vom rectum bis zu der tatsache das der vergewaltiger ein schwuler zuhälter ist) warum die szene bei pornoseiten auftauchst ist btw. nicht verwunderlich und ist nicht mal besonders kranken hirnen geschuldet, sondern schlichtweg der tatsache das da monica belluci auf dem bildschirm liegt.

  • Reply Binding 18. 8. 2010 at 0:49

    @ armond white: Eine Funktion hat die Drastik der Vergewaltigungsszene auf jeden Fall: Sie erklärt die Brutalität der Feuerlöscherszene, weil sie die Ursache dafür ist! Übrigens wird ja Monica Bellucci nicht nur vergewaltigt, sondern gleichzeitig auch fast noch totgeprügelt. Sich daran pornomäßig aufzugeilen, liegt für mich daher jenseits jeglichen Verständnisses – wenn man das überhaupt so nennen kann.

    Die genannten Vorwürfe kann man dem Film zum Teil machen, vielleicht sind sie sogar zutreffend. Aber trotzdem ist das Ganze für mich letztlich auch ein absolut tragischer Liebesfilm, dessen komplette Tragik sich erst am Ende vollends erschließt. Und das finde ich dann sogar außerordentlich phänomenal. Also dass ein zunächst vermeintlich nihilistischer Film voller extremer Gewalt diese Biegung noch hinbekommt. Und diese Wirkung entfaltet er nur durch seine spezielle Dramaturgie. Ich bleibe dabei: „Irreversible“ ist ein ganz großes Kino-Kunstwerk!

  • Reply armond white 18. 8. 2010 at 18:55

    „Eine Funktion hat die Drastik der Vergewaltigungsszene auf jeden Fall: Sie erklärt die Brutalität der Feuerlöscherszene, weil sie die Ursache dafür ist! Übrigens wird ja Monica Bellucci nicht nur vergewaltigt, sondern gleichzeitig auch fast noch totgeprügelt.“

    nö dazu hätte cassels figur die szene ja miterleben müssen, cassel sieht nur seine misshandelte frau und schlägt dafür in einem schwulen fetish club (der natürlich ganz schön evil inszeniert ist und auf eine seltsame fantasie schliessen läss und na klar der schwule vergewaltigungs-pimp hängt natürlich auch in der schwulen sm-klischee-vorhölle rum) eine unbeteiligte figur zu brei. höhöhö, die welt ist ungerecht, zeit zerstört alles und vom baum fällt der apfel. ansonsten finde ich seltsam, dass du die schwangerschaft als tragödie siehst, aber das totprügeln von irgendjemandem, nuja. ein liebesfilm müsste auch irgendwelche charaktere anbieten und charakterinteraktionn außer bumsen, vergewaltigen und menschen zu brei schlagen. letztendlich hätte noe genasuo gut die schlümpfe verfilmen können, im dreissigjährigen krieg und am ende neonfarbig ein nietzschezitat einfügen. GANZ GROßE KUNST. noe ist nichtmal ein entäuschter moralist, sondern der französische alice cooper.

  • Reply Binding 18. 8. 2010 at 20:05

    Man kan sich ja wohl einigermaßen zusammenreimen, was passiert ist, wenn man einen so zugerichteten Menschen direkt nach der Tat sieht. Wenn man ihn dann noch liebt, wird man ausrasten vor Schmerz und Wut. Cassels Figur bekommt ja einen Hinweis, wo er den Täter finden kann. Ich hatte das dann so verstanden, dass er in seiner Raserei entweder einer Verwechslung aufsitzt oder halt einfach einen packt, der ihm in die Quere kommt. Das soll ihn nicht entschuldigen, denn seine Reaktion ist natürlich so oder so nicht in Ordnung. Aber es erklärt sein Verhalten, finde ich, auf sehr gut nachvollziehbare Weise. Und dass Noé eine andere Art von Liebesfilm dreht, dürfte auch klar sein. Genau das ist ja die Kunst dabei.

  • Reply Ich Du Nicht 24. 8. 2010 at 1:12

    Ihr könnt sagen was ihr wollt und streiten wie ihr wollt. Ich kann mich selbst als recht objektiven Cineasten beschreiben, der immer versucht „naiv“ zu schauen, was wohl am meisten zu empfehlen ist. Meine Vorliebe für Filme von Noé, Lynch oder Jodorowski haben sich auch nur durch ein „naives“ Zuschauen entwickelt und unterliegen keinerlei „Coolness“ und keinem „Hype“. Es sind Filme, die unsagbare Emotionen in mir auslösen können . Und liebe Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unfassbar grandios Enter The Void ist. Selbst ich hätte nicht damit gerechnet, dass es solch ein wahnsinniger Film wird. Noé war zu Gast (Fantasy Filmfest) und meinte, dass dies das Projekt sei, was er seit Ewigkeiten machen wollte und das merkt man auch! Dieser Film hat natürlich Elemente aus Menschenfeind (Carne) und Irreversible, geht aber weit darüber hinaus. Sobald etwas wirklich unglaubwürdig, unlogisch oder lächerlich überdreht rüberkommt, bin ich die erste, die dem Film seine Autorität abspricht. Nicht so bei Enter The Void. Er hat mich stimmungsmäßig die vollen 160 Minuten gefesselt, ich dachte, ich sei Oscar, ich würde sterben, ich habe den Trip! Zeitweise war es natürlich langweilig, aber interessant langweilig, nie dachte man „Wann ist das denn vorbei?“ – weil gewollt und auch verständlich (DMT – Gebrauch, wie am Anfang von Alex erklärt wird). Szenen bis zu 3 Mal gezeigt – absolut nachvollziehbare Traumsequenzen, wie jeder sie von uns hat. Die vermeintliche Langeweile und die wiederholten Sequenzen hatten eine Funktion, die womöglich auch jeder verstanden hat, erschienen sie doch teilweise in verschiedenen Kontexten…
    Meiner Meinung nach setzt dieser Film einen neuen Standard in Sachen Drogen-/Astral-/Todeserfahrung. Darüber hinausgehend sogar.

    Fortschritte wurden stets durch Grenzüberschreitungen und Provokation legitimiert. Was Noé aber macht ist schlichtweg Kunst. Es ist schlichtweg großartiges, beeindruckendes und absolut innovatives Emotions-Kino! Man sollte ihm diesen Ruhm neidlos zuerkennen, er hat es verdient.

  • Reply Ich Du Nicht 24. 8. 2010 at 1:29

    @armond white

    „letztendlich hätte noe genasuo gut die schlümpfe verfilmen können, im dreissigjährigen krieg und am ende neonfarbig ein nietzschezitat einfügen.“

    Ich weiß ja nicht, welchen Film du geguckt hast. Aber ich hab Irreversible gesehen. Und selbst wenn Noé nackte Schlümpfe im Dreißigjährigen Krieg auf Chrystal gedreht hätte: Wenn er dabei einen Kontext, der emotional sowie logisch deutbar aufgebaut wird, einarbeitet, dann hat dieser Film eine stringente Handlungsebene und somit einen Kontext. Du aber sprichst Irreversible gänzlichen Kontext ab, als hätte jemand Farbe auf die Filmrolle gespritzt und verkauft es nun als Weltschmerz oder so. Der Film ist eine Tragödie in seiner ganzen Bandbreite an menschlicher Verzweiflung, Liebe und Rachsucht. Es geht um Bindungen, um Lebenseinschnitte.
    Natürlich ist Noé ein expliziter Filmemacher – keine Frage, aber er darf es auch sein, weil er seine Filme eben nicht einfach so „hinklatscht“, wie du es behauptest. (Er sagte, dass er für Enter The Void nahezu 15 Jahre gebraucht hat, seit seiner Jugend hatte er dieses Projekt im Kopf. Dieser Mann ist ein Vortuose – wenn auch ein radikaler.)

    Ich muss mir auf die Zunge beißen, um es nicht zu sagen, aber: Wahrscheinlich verstehst du den Film einfach nicht in seiner Gänze, weil mit sowas (wie Zitat oben) brauchst du als Kritik echt nicht kommen. Das ist simpel Unverständnis oder Geschmackssache. Und darüber braucht man nicht diskutieren. Das endet nie im Einvernehmen.

  • Reply armond white 3. 9. 2010 at 2:31

    „Wenn er dabei einen Kontext, der emotional sowie logisch deutbar aufgebaut wird, einarbeitet, dann hat dieser Film eine stringente Handlungsebene und somit einen Kontext.“

    was ein gefasel. die handlungsebene von irreversible ist ja mal ein witz, welche kontext wird den bitte gegeben außer: zeit zerstört alles, was der film selbst feiert. nihilismus für dummies. eine handlungsebene ist btw. für mich filmisch nicht wirklich nötig, mir reicht auch reine ästhetik, aber ästhetisierung von gewalt und vergewaltigung ist dann doch eher so 70er.

    „Du aber sprichst Irreversible gänzlichen Kontext ab, als hätte jemand Farbe auf die Filmrolle gespritzt und verkauft es nun als Weltschmerz oder so. “

    nö ich sage nur das der film allgemeinplätze bedient und diesbezüglich dumm wie brot ist. aja determinusmus ole. vielleicht hätte sich auch vergewaltigungen bedienen sollen um diese zu unterstreichen.

    „Der Film ist eine Tragödie in seiner ganzen Bandbreite an menschlicher Verzweiflung, Liebe und Rachsucht. Es geht um Bindungen, um Lebenseinschnitte.“

    uh shakespeare zittern post-mortem bei ieser bandbreite.
    über die behauptung und ein paar werbebildchen kommt der film aber nicht hinaus, küssende charaktere ungleich charakterentwicklung. sind mir charaktere egal sind mir deren bindungen und lebenseinschnitten egal, anonymus x.

    „keine Frage, aber er darf es auch sein, weil er seine Filme eben nicht einfach so “hinklatscht”, wie du es behauptest.“

    technisch macht sich der herr mit sicherheit gedanken, etv als arguement für irreversible zu nehmen ist aber dämlich. I repeat myself.

    „Ich muss mir auf die Zunge beißen, um es nicht zu sagen, aber: Wahrscheinlich verstehst du den Film einfach nicht in seiner Gänze, weil mit sowas (wie Zitat oben) brauchst du als Kritik echt nicht kommen. Das ist simpel Unverständnis oder Geschmackssache. Und darüber braucht man nicht diskutieren. Das endet nie im Einvernehmen.“

    am ende natürlich wieder das allgemein totschlagarguement : „du verstehst den film nicht“. (udn dann vermischt du noch shcön emotiale mit technischen und ästhetischen ebenen) stimmt rezeptiv ist da nämlich so viel zu verstehen. schön das du dir das du dir einen bewusst übertreibenden ironischen kommentar rauspickt auf alle anderen meiner punkte aber nicht eingehst. und das diskussionen mit fanboys wie dir neh müssig sind, surprise, surprise.

  • Reply classless 16. 10. 2010 at 10:42

    Enter The Void, oberflächlich gesehen die tragische Geschichte des Gelegenheitsdealers Oscar und seiner Schwester Linda, zeigt den Traum, den ein nicht-religiöser Psychedeliker in Tokio vom Tibetanischen Totenbuch träumt, einer Anleitung für den Zustand der Seele zwischen Tod und Wiedergeburt (Oscar: “Do you believe in Reincarnation?” – Linda: “I don’t have the mental state of a five-year old.”), die Leary und Alpert als Vorlage für eine Anleitung für einen LSD-Trip benutzten, aus dem wiederum einige Zeilen den Song “Tomorrow never knows” von den Beatles inspirierten. In der Deutung des Films wollen die Seelen ihr Leben nicht verlassen und existieren daher in einem körperlosen und psychedelischen Zustand bis zu ihrer Reinkarnation.

    Oscar: “You mean, we’re stuck in this world forever? There’s nothing better out there?”

    Der kommende Aufstand: “Aus welcher Sicht man sie auch betrachtet, die Gegenwart ist ohne Ausweg.

    http://www.classless.org/2010/10/15/tokio-love-hotel-am-ende-und-anfang-der-welt/

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