Zombiefilme übers Ficken: L.A. Zombie

24 Comments

Für moviepilot hat sich Kollege Axel beim Filmfestival in Locarno mit dem Skandalfilmer Bruce LaBruce unterhalten, dessen neuestes Werk “L.A. Zombie” dort gezeigt wurde und auf eher verhaltenen Enthusiasmus stieß. Sein erster Zombiefilm “Otto; or up with dead people” behandelte das Thema schwule Zombies schon einmal und war damals ein echter Geheimtipp, denn statt Exploitation gab es einen düster-melancholischen Zombie-Film mit überraschend schön-morbiden Bildern.

Für seinen L.A. Zombie ließ es LaBruce jetzt derber zugehen und engagierte gleich einen Hardcore-Darsteller für die Hauptrolle eines Zombies der Tote ins Leben zurückfickt. Was er sich dabei gedacht hat, könnt ihr HIER IM INTERVIEW in voller Länge nachlesen.

mp: Dein Film verwirrt, er macht Angst, Lust, es gibt auch komische Effekte. Welche Reaktion willst du beim Zuschauer hervorrufen?

LaBruce: Melancholie! L.A. Zombie ist ein trauriges Gedicht über Los Angeles.

Und natürlich gibts hier auch schon mal den Trailer zu sehen:

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About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • http://www.vietnam-aktuell.de Vietnam Urlaub

    Der Trailer machte mir schon etwas Angst. Ich weiß nicht, ob ich den ganzen Film anschauen werde. Mal sehen, mir wird es auf jeden Fall jetzt schon schlecht.

  • http://www.techngames.de Holger

    Ich bin ein Zombie Fan, aber es gibt Filme, die möchte ich wirklich nicht sehen…

  • Binding

    “Otto” war nicht uninteressant, nun aber geht es dem Interview zufolge um einen außerirdischen Zombie??? Erklärt das die seltsamen Hauer, die ihm offensichtlich wachsen? Eigentlich widerspricht sich hier LaBruce doch, wenn er andererseits sagt, das Aus-dem-Meer-Steigen sei die direkte Fortsetzung eines früheren Films von ihm – oder ging’s da auch um Außerirdische? Auf die Gefahr, hier als Purist gebasht zu werden: Dieses Detail scheint mir fast so eine Genre-Verhunzung wie das Sonnenglitzern der Vampire in “Twilight” zu sein.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman (Oliver Lysiak)

    Ich glaub das “Hauer”-Problem ist nicht das geringste in L.A. Zombie. – Hab den Screener gesehen und fand den Film leider wirklich richtig schlecht. Das stimmungsvolle, die morbid-romantische Stimmung von “Otto” fehlt völlig, ebenso eine Handlung die wirklich involviert.

    Nichts gegen krasse Szenen und die Vermischung von Porno und Horror, aber diesmal isses wirklich öde und nur reiner Ekel. Klar gibt der Film das bunte, schrille und nuttige von L.A. durchaus wieder und auch das Gefühl des Verfalls und das runtergekommen sein, aber es ist einfach wenig unterhaltsam auf Spielfilmlänge jemand zu sehen, der Leichen wieder lebendig fickt…

    Bruce LaBruce war ja immer son Hit/Miss-Regisseur, der einige sehr spannende, aber auch einige sehr öde Streifen gemacht hat – dieser Film ist leider ein Griff ins Klo.

  • Tino

    ” eines Zombies der Tote ins Leben zurückfickt”

    Die bin wirklich nicht prüde, aber so ein Film macht für mich null Sinn…

  • Exultate

    ist wohl auch eher so als “special interest”-film zu verstehen, oder batz?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ Exultate: >ist wohl auch eher so als “special interest”-film zu verstehen, oder batz?

    Selbstverständlich. Genauso wie „Man on Wire“, „Enter the Void“ und „Titanic 2“. What is so special here? Oh, ich vergaß… men fucking men. This so special, indeed.

    Go, learn… about nature.

  • Fetz Daniels

    Guter Punkt, René. Ich gucke keine Schwulenpornos, ergo bin ich homophob.

  • petit

    Also ich bin Homophob und mag so ein dreck nicht!
    Sind ja schließlich in einer Demokratie und da kann ich für und gegen etwas sein wie ich gerade lustig bin!!

  • Patrick

    Ja, genau, darum gehts hier: um demokratische Freiheiten…

    Oh, bitte…
    Ansonsten wird hier doch auch über Filme gestritten, ohne die Verfassung zu bemühen, oder täuscht mich das?

    Das war ein klarer Seitenhieb mit den “special interests” und zwar unter der Gürtellinie. Sowas kommt vor, aber die Anschlussdiskussionen entwickeln sich nur dann so wie hier, wenn es eben um das angesprochene Thema geht.

    Apropo: Wer sich selbst als homophob bezeichnet, ist… ach, überlassen wir es doch der Wikipedia:
    Homophobie (von griech. ὁμός homós[1]: gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet hauptsächlich eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit[2] oder „die irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen“.[3] Homophobie wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Xenophobie oder Sexismus unter den Begriff „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ gefasst und ist demnach nicht krankhaft abnorm.

  • Exultate

    @7: aaaaaaaaalter, gewöhn dir endlich diesen albernen englisch-quatsch ab!!! ist ja super-peinlich…

    der film ist halt ein schwulen-zombie-porno. und warum besprecht ihr dann nicht auch hetero-pornos? finde ich ungerecht.

  • Patrick

    Sonst noch Probleme?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ Exultate: You are welcome. Die Hetero-Pornos kommen hier übrigens auch vor, nur findet hier seltsamerweise ‘ne Diskussion statt. Interessant. Nicht mehr, nicht weniger.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ Fetz: Habe ich nicht gesagt. Petit (9) ist wenigstens ehrlich, auch wenn ich glaube, dass er Spaß macht.

    Ich gucke auch keine schwulen Pornos, weil sie mich nicht anmachen. Ich würde sie aber auch nicht als „Special Interesst“ bezeichnen, wobei ich da vorhin zu heftig reagiert habe. Zugegeben, sorry.

    Homosexualität ist eine supergewöhnliche, natürliche Sache. Live with it. I’d love to be gay… they have rainbows.

  • bjoern l

    @Renington Steele: wie verstehst du denn Special Interesst? Ich komme nur auf “für eine bestimmte Personengruppe von Interesse” und einen Hardcore-Zombie-Gorefilm als Special Interesst zu bezeichnen finde ich doch sehr naheliegend.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2007/07/bela.jpg Batzman

    Also als Porno funktioniert DER Film glaub ich wirklich nur für einen eher überschaubaren Personenkreis ;) Ich bin ja recht offen was die Verbindung von Sex und Gewalt angeht – das kann ja durchaus gewisse erotische Momente haben, soweit es einvernehmlich ist – aber hässliche Schniedel in zermatschte Brustkörbe zu stecken ist echt so sexy wie Guido Westerwelle. Bruce LaBruce “Otto” war was das angeht wesentlich erotischer und geiler ;)

  • pebbles

    I’d love to be gay… they have rainbows: klischee ahoi, es gibt auch schwule die interessieren sich nicht für regenbogen, sie unterscheiden sich vielleicht sogar überhaupt nicht von mir und dir, ausser dass sie auf männer stehen. und das schwulenpornos kein special interest sein soll? heisst also dass sich nicht nur schwule sondern eigentlich alle für schwulenpornos interessieren sollten? ich finde es schon gut wenn man zb homosexualität verteidigt, aber man darf nicht jeden als homophob betrachten nur weil er schwulenpornos als special interest ansieht. dazu ist es wahrscheinlich nicht für jeden einfach sich seine homosexualität einzugestehen. ich bezweifle, dass der renington, wenn er seine homosexualität entdecken würde als erstes sagt “i love to be gay”, da stehen zuvor einige gesellschaftliche hürden im weg.

  • Patrick

    @ pebbles:
    “Renington” hat nie behauptet, dass es KEIN “special interest” ist.

    Ich frage mich aber, warum “Exultate” da so großen Wert drauf legt und batzman anspricht. Hätte er das auch bei einem Film mit hetero-erotischem Inhalt, bei einem Redakteur, der heteronorm lebt, getan?

    Ich glaube irgendwie nicht. Aber warum? Hmmm…

    Ich hab keine Lust mir ständig von bestimmten Leuten anzuhören, dass ja jede/r tun kann was er oder sie will, aber dass man doch bitte nicht andere damit belästigen soll (oder wie Renington sagen würde: “Don’t be all in their face about ist!”) und dann wird man doch wieder, bei der kleinsten Bewegung (z.B. bei dem Hinweis auf den neuesten Film von einem umstrittenen Regisseur) auf das eine reduziert.

    Insofern stimme ich Renington zu, wenn er auf den “special-interest” Kommentar nur ein “so what?!” übrig hat.

  • bjoern l

    ok, jetzt habe ich verstanden. Batzman lebt nicht heteronorm (btw was soll das bitteschön sein: nur Blümchensex?).

  • lolrus

    @Patrick: “Ich frage mich aber, warum “Exultate” da so großen Wert drauf legt und batzman anspricht. Hätte er das auch bei einem Film mit hetero-erotischem Inhalt, bei einem Redakteur, der heteronorm lebt, getan?”

    Die Frage macht irgendwie keinen Sinn und geht an die falsche Adresse. Warum sollte er als Hetero bei einem Hetero Film fragen ob der “special interest” ist? Die Frage müsste doch eigentlich an die Schwulen hier gehen: Ob Hetero Porno XY z.B. auch für Homos anguckbar ist. Aber das wäre ja dann im Prinzip das, was Exultate hier vorgeworfen wird. Was aber im Prinzip völlig OK is.
    Darf man jetzt bei einem Post über einen Schwulenporno (was anderes scheint mir der Film nicht zu sein) nicht mal fragen ob man den auch als nicht-schwuler gucken “kann”? Was anderes wollte er doch garnicht wissen: Ob der auch für Heteros taugt oder der Anteil an Männer Popo Sex so hoch ist, dass man besser die Finger von lässt.

    Aber Hauptsache Renington kann ein Affen Video posten und sich als Freidenker aufspielen lol.
    @Renington: Guckst du denn, so als “Hete”, Schwulenpornos? Müsstest du ja deinen Argumenten zufolge. (Falls du schwul sein solltest, kannste die Fragestellung natürlich auf Hetero Pornos ummünzen).

  • Svean

    Was für ein Mist. Amateurdreck.

    Da gab es in den 90ern bessere Zombie-Movies, welches das Thema “Sex & Zombies” besser…lustiger..professioneller umgesetzt haben.

  • http://www.play4skill.de Patrick

    WTF?!
    Was will mir der Trailer sagen!? Mal ist der Dude ein Zombie, dann wischt er sich die Schminke ab und ist ein Mensch, und dann wieder Zombie?!
    Ich versteh nix.
    Abgefahrere Scheiße!

  • Peter

    Musste ziemlich schmunzeln, als ich hier die ganzen Sachen gelesen habe,-))
    Also vorweg,
    1.) ich bin schwul.
    2.) LEUTE das ist ein SCHWULENPORNO, und Ja, genau deshalb hab ich ihn mir ja auch gekauft.
    3.) ich schaue auch Heteropornos (auch wenn das nicht meine Liga ist)
    4.) ich würde diesen Film bei Porno unter “special interest” stellen

    aber nach all dem geschriebenen hier, der Film als solche, wenn man ihn als Film sehen möchte und nicht als Porno (da ist eh die Handlung meist Nebensache, oder kennt ihr hardcorestreifen it guter Handlung???)
    ist ECHT SCHLECHT!

    wie Binding schon schrieb “Otto” war nicht uninteressant, doch hier stimmt gar nichts LaBruce hat das Ding an die Wand gefahren. Da retten auch nicht die Pornostars François Sagat, Adam Killian, Francesco D’Macho,…

    Hier wurde wie bei den meisten großen Hollywood-blockbustern die Geschichte gegen “Stars und Sternchen” ausgetauscht, dazu noch ein kleiner Skandal an die Seite gepackt (Zombie fickt tote zum Leben) was aber sehr komisch aussieht, da dieser wiederum ein Gummi trägt um selbst zu schützen,-)) (ich möchte hier jetzt weder auf bareback noch auf andere “Porno spezifische Sachen” näher eingehen, wollen uns ja über den FILM unterhalten und dieser möchte ja eine Illusion verkaufen)

    LaBruce hält es auch nicht ganz so mit der Kontinuität, was
    manchmal verwirrt und zum schmunzeln einlädt, gibt sich LaBruce doch die größte mühe zu provozieren. Manchmal erinnert dieser film mit seinen Bildern an Matthew Barneys Cremaster-Cycle, doch leider wird L.A.Zombie durch seine Wiederholungen schnell langweilig und die Schockmomente verlieren an Kraft.

    Also wenn du nicht unbedingt ein großer Fan von François Sagat bist kannst du dir die zeit mit besseren streifen vertreiben…

    um Bruce LaBruce kennen zu lernen würde ich dann doch eher zu “Otto; or up with dead people” greifen.

  • someone

    schade das die anderen deinen komentar wohl nicht gelesen haben… also GEILER PORNO dreck zombiefilm… und ja, mir fehlen die titten und ich fühlte mich ein wenig vergewalltigt

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