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Diese Meldung hat es tatsächlich geschafft, dass mir der Mund aufklappte und mir ein Stück Käsebrot auf den Bauch plumpste: Eines meiner drei Lieblingsbücher wird verfilmt.

Ich rede hier nicht von einem Buch, das ich mal “ganz gerne” gelesen habe, sondern eines, das mir so viel bedeutet, dass ich es fast jedem zum Geburtstag schenke, der nicht danach fragt (Nilz, hast du dein Exemplar eigentlich gelesen?). Ich habe kaum ein anderes Buch so oft gelesen, wie das. Und jetzt lese ich, dass die Dreharbeiten im Januar losgehen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich dazu sagen soll, denn immerhin war die Verfilmung von Dave Eggers “Wo die Wilden Kerle wohnen” eines der gelungensten Buchverfilmungen, die ich je gesehen habe. Auf der anderen Seite haben hohe Erwartungen immer zur Folge gehabt, dass ich mich auf “Transformers” und “A-Team” gefreut habe und mich im Nachhinein arg darüber ärgerte.

Jetzt kommt noch dazu, dass Tom Hanks in der Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher mitspielt. Irgendetwas stört mich enorm daran, aber wenn man sich so nah wie möglich an das Buch hält, könnte sein Gesicht relativ selten auftauchen, was gut ist. Die erste Reaktion, als ich las, dass Sandra Bullok ebenfalls mit von der Partie ist, war: “Scheiße, nein!!!
Dann fiel mir aber ein, dass ich erfolglos mein Bestes gab, um Sandra Bullock in ihren letzten Filmen scheiße zu finden. In L.A. Crash war sie spitze und in “The Blind Side” konnte ich auch nicht anders, als sie zu mögen. Ich fand sie sogar in “Selbst ist die Braut” lustig!

Jetzt fehlt nur noch die Besetzung des liebenswerten neunjährigen Klugscheißers, der sein Vater am 11. September verlor. Wenn ich das Buch lese, habe ich die ganze Zeit das Bild von Haley Joel Osment im Alter von neun vor Augen. Es passt perfekt. Leider ist der Kleine in letzter Zeit ziemlich in die Höhe geschossen und kommt deswegen nicht in Frage. Spontan würde mir niemand einfallen, aber es ist wahrscheinlich sowieso das Beste jemanden zu nehmen, der unverbraucht daher kommt.

Ich möchtenoch auf diesem Wege jedem das Buch nahelegen. Überhaupt jedes Buch von Jonathan Safran Foer. Kauft sie alle gleich zweimal und verschenkt das übrige Exemplar gleich weiter.

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24 Kommentare

  1. juhui :)

    Kommentar #1 von KWentin am 23.08.2010 um 21:40 Uhr

  2. OK, die Nachricht an sich: Sehr, sehr schön, ich liebe das Buch, ich glaube, es hat Potential als Film. Aber Tom Hanks und Sandra Bullock? Bitte nicht.

    Kommentar #2 von Sebastian am 23.08.2010 um 21:41 Uhr

  3. Ich fand ja schon “Everything is Illuminated”, welches von Liev Schreiber verfilmt wurde, gigantisch gut. Für mich sind das trotz der “großen” Namen erfreuliche Neuigkeiten!

    Kommentar #3 von thebrotz am 23.08.2010 um 21:54 Uhr

  4. Danke dass ihr mich daran erinnert, endlich jetzt doch mal das Buch zu lesen. Aber erst mal die ganzen Hausarbeiten machen, dann kann ich mich darum kümmern. Derweilen: Interessant :-)

    Kommentar #4 von Andi am 23.08.2010 um 21:59 Uhr

  5. Oh ich freu mich! Das Buch war super!

    Kommentar #5 von Steffy am 23.08.2010 um 22:45 Uhr

  6. Hab es – im Gegensatz zu “Everything is Illuminated” – nicht gelesen. Doch hat mich bei der eigentlich recht gelungenen “EiI”-Verfilmung schon gestört, dass so viel Subtext einfach nicht verfilmbar ist. Und das scheint ja bei “EL&IC” nicht unbedingt anders zu sein… Wichtiger finde ich als Info eigentlich, dass Stephen Daldry hinter der Kamera steht. Da kann man zumindest von einer werkgetreuen, stil- und geschmackvollen Inszenierung ausgehen.

    Kommentar #6 von justus_jonas am 23.08.2010 um 22:45 Uhr

  7. Nach dieser Lobeshymne sollte ich mein Exemplar wohl endlich mal lesen. Wären da nicht die anderen 10-15 Bücher auf meinem To-do-Stapel.

    Kommentar #7 von Vagabond am 24.08.2010 um 00:05 Uhr

  8. Wow… da bin ich mal gespannt. Ich habe dieses Buch verschlungen, es hat mich damals beim Lesen (auch wenn ich es in Englisch gelesen habe und hier und da vielleicht mal eine Vokabel nicht kannte) unheimlich berührt.

    Mal sehen, ob es die Verfilmung auch schafft…

    Kommentar #8 von bunz am 24.08.2010 um 01:18 Uhr

  9. Da ich deine Meinung zu diesem Buch zu 100% teile, wüsste ich jetzt sehr gerne: Welche sind deine beiden anderen Lieblingsbücher?

    Kommentar #9 von kate am 24.08.2010 um 06:40 Uhr

  10. Ist nicht ganz einfach, aber Matt Ruffs “Fool on the hill” und Richard Dawkins “Gotteswahn” habe ich ähnlich oft gelesen, wie “Extrem laut und unglaublich nah”. Ähnlich gut fühlte ich mich nur noch beim Lesen von Matt Ruffs “Ich und die anderen” und Dave Eggers “Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität”.

    Es gibt einfach zuviele gute Bücher für eine ordentliche Top Ten!

    Kommentar #10 von Mal Sehen am 24.08.2010 um 08:17 Uhr

  11. Mal – “Wo die wilden Kerle wohnen” ist nicht von Dave Eggers, sondern von Maurice Sendak – auch wenn die Verfilmung tatsächlich sehr gut war *für den DVD-Verleih vormerken*

    Und gibt’s einen Link zu der Originalmeldung?

    Kommentar #11 von Alex am 24.08.2010 um 10:28 Uhr

  12. @ alex: knapp dran vorbei kluggeschissen: das drehbuch zu den wilden kerlen ist tatsächlich von eggers, genauso wie der roman, den er basierend auf sendaks kinderbuch und dem filmdrehbuch, geschrieben hat. der heisst aber, zugegeben, “bei den wilden kerlen”. aber so gesehen ist es eben doch von eggers.

    Kommentar #12 von Nilz N Burger am 24.08.2010 um 10:35 Uhr

  13. Vielen Dank, lieber Nilz. Wollte gerade loslegen!

    Kommentar #13 von Mal Sehen am 24.08.2010 um 10:42 Uhr

  14. Dass das Drehbuch von Eggers ist wusste ich – dass es eine Romanisierung des Films gibt, wusste ich nicht, habe ich aber direkt nach meinem Kommentar entdeckt. Asche auf mein Haupt. Macht wieder ein großes Fass über Originalität von Kunstwerken auf :)

    Kommentar #14 von Alex am 24.08.2010 um 13:12 Uhr

  15. Oh, »Fool on the hill« muss ich dringend wieder lesen. Danke für den Anstoß. Ist auch ganz klar eines der 20 bis 100 Bücher, die ich auf die berühmte Einsame Insel mitnähme, und mit das erste, das ich einpackte. :-)

    Kommentar #15 von kumi am 24.08.2010 um 16:21 Uhr

  16. Hmm ich hab das Buch seit 2 Jahren zu Hause rumliegen,
    ich denke nach deinem Artikel werd ichs endlich mal lesen, so Neugierig hast du mich gemacht.

    Evtl. ists dann aber schlauer es NACH dem Film zu lesen, um nicht enttäuscht zu sein, oder was meinst du?

    Kommentar #16 von Kai am 24.08.2010 um 18:25 Uhr

  17. Nein, unbedingt vorher lesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film auch nur annähernd den Zauber des Buchs hinkriegen wird und es wäre zu schade, wenn du deswegen das Buch wieder zurücklegst!

    Kommentar #17 von Mal Sehen am 24.08.2010 um 18:27 Uhr

  18. Fett, fett, fett. Da bin ich sehr gespannt.
    Das Buch habe ich mittlerweile auch gut und gerne 5x verschenkt, da es einfach unglaublich großartig ist.

    Ich habe gerade “Killing animals” durch. Das Buch kann ich aber nur jedem Empfehlen, der nicht so gerne grillt oder auf Fleisch in anderen Formen steht.

    Kommentar #18 von Thomas am 25.08.2010 um 13:13 Uhr

  19. Habe alle Werke von J.S. Foer gelesen und neben Michael Chabon, E.L. Doctorow und Cormac McCarthy einer meiner Lieblinge in der amerikanischen Modernliteratur.

    Ob die Verfilmung was wird kann ich nicht sagen, da Literaturverfilmungen in den meisten Fällen schlecht verfilmt werden. Entweder zu kurz oder umgeschrieben oder einfach nur schlecht gedreht.

    Kommentar #19 von Kilgore Trout am 25.08.2010 um 19:47 Uhr

  20. Ich ahne die Antwort, trotzdem: Sollte man es auf englisch lesen? Danke schonmal für den Tipp, klingt ja großartig!

    Kommentar #20 von fridge am 26.08.2010 um 12:36 Uhr

  21. Also ich habe es auf Deutsch gelesen und war schon hin und weg. Keine Ahnung, ob es auf Englisch noch hin und wegger macht!

    Kommentar #21 von Mal Sehen am 26.08.2010 um 12:37 Uhr

  22. @Malcom: Eating Animals schon gelesen? Tolle, erschreckende Recherche!

    Kommentar #22 von Thoma am 26.08.2010 um 13:35 Uhr

  23. Noch nicht, steht aber auf der Liste der Bücher, die ich demnächst inhaliere.

    Allerdings stehe ich dem etwas skeptisch gegenüber. Ich bin zwar Teilzeit-Vegetarier (meine Kleine ist seit 14 Jahren Vegetarierin, was sich auf unsere Ernährung unweigerlich auswirkt), aber ab und zu esse ich gerne mal einen Burger.

    Ich werde es definitiv lesen und kann mir schon fast denken zu welchen Ergebnissen er gekommen ist, möchte mich aber aufkeinenfall so fühlen, als wolle man mich missionieren.

    Kommentar #23 von Mal Sehen am 26.08.2010 um 13:42 Uhr

  24. dazu dieses schöne interview mit foer, vor allem die vorletzte frage, da du von “missionieren” sprachst.

    faz.net/s/RubBE163169B4324E24B...

    Kommentar #24 von mio am 20.10.2010 um 01:08 Uhr

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