Kurzreviews: Ich – Einfach unverbesserlich, Hot Tub – der Whirlpool… ist ne verdammte Zeitmaschine, Der Letzte Exorzismus (Review)

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Und wieder die Reviews der Woche: Diesmal mit Ich – Einfach unverbesserlich +++ Hot Tub – der Whirlpool… ist ne verdammte Zeitmaschine +++ Der Letzte Exorzismus

“It’s so fluffy!!!”

Ich – Einfach unverbesserlich (Despicable me) – USA/FR 2010
★★★★☆

Superschurke Gru (gesprochen von Steve Carrel im Bela Lugosi-Mode) will endlich beweisen, dass er der Größte ist und plant den Mond zu stehlen. Dumm nur, dass ihm ein anderer Schurke namen Vector (Jason Segel) droht den Rang abzulaufen. Und obendrein sind da auch noch diese lästigen, kleinen Mädchen mit ihren Pfadfinderkeksen.

Originalität kann man der Story von Despicable Me nun wirklich nicht vorwerfen. Superschurken a la Incredibles, süsse Mädchen aus der Disney-Kiste und extrem knuffige Sidekicks die wie eine Mischung aus Spongebob und den Adiposis aus Doctor Who aussehen. Und trotzdem macht diese von einem französischen Team animierte CGI-Produktion jede Menge Spaß. Der Slapstick sitzt, die optischen Gags sind gut getimed und inspiriert und auch wenn alles extrem familienfreundlich und harmlos bleibt, gibt es eine paar schwarzhumorige Untertöne und Zitate.

Dabei balanciert der Film gekonnt zwischen Pixar, alten Warner Cartoons und Dreamworks – wobei er sich nie zu einer platten Popzitaten-Schleuder wird wie beispielsweise die letzten Shrek-Filme. Es fehlt zwar auch die charakterliche und emotionale Tiefe eines Toy Story, doch als knuffige Unterhaltung mit hohem Lachfaktor macht sich der Film in jedem Fall besser als beispielsweise der etwas gezwungen wirkende “Monsters vs. Aliens”. Die Macher von Gru haben schlicht Spaß mit ihren Figuren, besonders den zu Recht in der Werbung hervorgehobenen Minions, die sowohl im Vordergrund wie in Background-Szenen extrem witzig anzusehen sind. Sie bilden letztlich auch das Herz des Films, vor dessen Hintergrund sich die Menschwerdung Grus vollzieht, der sich vom ungeliebten Misantrophen zu einem Vater für die drei Waisenmädchen wandelt. Die Minions alleine machen den Film sehenswert, denn die Animatoren haben sich viel Mühe gegeben den gelben Wichteln eigene Persönlichkeiten und Marotten zu verpassen. So sind sie gleichzeitig niedlich, slapstickfutter und anrührend in ihrer kindlichen Begeisterung die irgendwo zwischen Glücksbärchi und Gremlin liegt.

Natürlich ist das inhaltlich alles sehr absehbar, aber in der Mischung mit der schicken Cartoon-Animation, den hanebüchenen SciFi-Einschüben, den pointierten Voice-Performances und dem hohen Tempo schon sehr unterhaltsam. Das 3D ist hier mal wieder etwas ausgeprägter als beispielsweise bei Toy Story 3 oder Shrek, bleibt aber bis auf ein zwei Spielereien im Abspann eher unbedeutend. Die Musik sorgt für Stimmung und fügt sich, selbst in den Popnummern angenehm in Gesamtbild ein. Einzig das etwas aufdringliche Productplacement für NBC/MSNBC hätte vielleicht nicht sein müssen, aber das ist letztlich nur Nitpickerei an einem fluffig-fröhlichen Funfilm, der genau das abliefert was er verspricht: Quietschig, witzige Unterhaltung für die Familie. Harmlos aber unglaublich knuffig.

Nilz N. Burger meint:

Es gibt diese Fälle von Filmen, da wäre ich gerne so kackdreist mich auch mal ein Ein-Wort-Review zu trauen (so wie René bei seiner legendären “Bierfest”-Review), weil mir dann auch einfach nicht mehr viel einfällt. So ist das auch bei diesem Film: Ich hab mich ja nach dem Trailer und allem total drauf gefreut, aber was ich dann im Kino gesehen habe war vor allem Eins: Langweilig.

Ja, das ist ein Film für Kinder, die finden den lustig und haben ihren Spass und die finden Slapstick toll und und und. Tu ich auch alles. Aber etwas mehr Handlung als in einen Satz passt darf es dann auch für Kinder heutzutage schon sein. Und für Erwachsene sowieso. Die meisten zunmindest. In “Ich, einfach unverbesserlich” geht es um so gut wie nichts. Zwei Bösewichte bekämpfen sich. Und einer von denen adoptiert drei Kinder durch die er von einem lieben Bösewicht zu einem sehr lieben Bösewicht wird, während der andere Bösewicht mehr oder weniger ein wirklich böser Nachwuchs-Bösewicht ist, der aber auch noch etwas grün hinter den Ohren ist. So. Handlung zusammengefasst. Dazwischen laufen lustige gelbe Zäpfchen mit Augen durchs Bild und treiben Schabernack, was ein bisschen dem Charme von Sergio Aragones Bildchen am Rand der MAD-Hefte entsprechen soll, aber letztenendes doch eher so brachial Tom-mässig rüberkommt.

Ausserdem zwingt mich der Film zu zwei Aussagen, die ich über alles hasse und immer vermeide, wo es nur geht, um die ich aber in diesem Fall nicht drumrum komme:

– Die besten Szenen waren alle schon im Trailer. Leider wahr. Echt. Lustiger wirds nicht mehr.

– Die deutsche Synchronisation ist schrecklich. Wobei hier der Begriff “Katastrophe” wohl angebrachter wäre. Ein grösseres Synchrondebakel gab es in Deutschland nur noch bei “Waterboy”, in dem Sandler von SupaRitchie gesprochen wurde und wofür ich noch heute die Verantwortlichen vierteilen möchte. In “Ich, einfach unverbesserlich” lässt man den jungen Bösewicht von Jan Delay sprechen. Was in den Marketingabteilungen deutscher Verleiher wohl für großes Raunen und Begeisterungsstürme gesorgt hat. Man kann einen allgemein als cool wahrgenommenen, authentischen und durchaus sympathischen deutschen Pop/Rap/Soul-Star aufs Plakat schreiben. Super. Was leider vergessen wird und zwar in solchen Fällen immerwieder: Synchronisieren ist eine Art schauspielen. Nicht-Schauspieler können nicht synchronisieren, ich habs selber mal probiert, ich weiss wovon ich rede. Und Jan Delay hat zwar eine, wirklich, super Stimme, die man sofort erkennt, aber man erkennt auch das er nicht spielen kann. Und das macht seine Figur ka-putt. Die funktioniert nicht mehr. Im Original sprechen so Menschen mit unglaublich geschultem Timing wie Steve Carrell, Jason Segel (aus HIMYM), Kristen Wiig oder Will Arnett die Figuren. Was. Für. Ein. Unterschied. Und das sagt hier ein absoluter PRO-Synchronisations-Mensch, der die deutschen Sprachfassungen diverser Filme und Serien immer vertedigt. Hier wurde aber extrem geschlampt.

Liebe deutsche PR-Abteilung: Die Amis haben Pharell auf dem Plakat, weil der den Soundtrack gemacht hat. SO kriegt man coole Musiker ins Boot, okay? Danke schön.

Der Film kann einem eventuell an einem Sonntagnachmittag auf DVD den Katerkopf retten, mehr aber auch nicht. Und auch dann nur eventuell. Dafür muss am Vorabend aber auch brav wirklich alles durcheinander getrunken werden. Sonst hauts nicht hin.

Hot Tub – der Whirlpool… ist ne verdammte Zeitmaschine (Hot Tub Time Machine) – USA 2010
★★★☆☆

Vier Loser-Typen trauern ihrer Vergangenheit nach und werden auf einer Männertour unversehens im Whirlpool zurück in die 80er geschleudert. Hier müssen sie das tun was Marty McFly schon besser und witziger gemacht hat. Und ohne Kotzen.

Nicht so schlimm wie der horrible deutsche Titel vermuten lässt, aber leider auch nicht halb so lustig wie die gelungen-schräge Grundidee verspricht, ist Hot Tub Time Machine im wesentlichen ein Beispiel für verschenkte Chancen.
Mit John Cusack und Clark Duncan hat der Film zwei ansprechende Hauptfiguren und auch mit Nebendarsteller wie Chevy Chase und Crispin Glover ließe sich viel machen. Leider vergeigt der Film sich selbst viele Chancen. Bis auf platte Klamotten und Musik-Scherze wird mit dem Thema 80er nicht viel angestellt, genau wie die Story insgesamt völlig ziellos dahinplätschert. Die Figuren rennen ohne rechte Motivation herum. Es scheint keine festen Regeln zu geben und erst in letzter Sekunde wird ein halbherziger Grund gefunden, der etwas Zug in die Geschichte bringt. Der Rest ist bisweilen warmherzig sympathisch, manchmal klamottig und an einigen Stellen überflüssig zotig und mit schlimmsten Ekelszenen – die eher aus der Handlung reißen, als sie sinnvoll zu unterstützen.

Das ganze wirkt wie ein Haufen halbgarer Ideen, nachdem jemand den genialen Titeleinfall der Hot Tub Time Machine hatte, aber niemand so recht wußte, was sie damit anfangen sollen. Der Film funktioniert nicht richtig als John Hughes-Referenz, noch als Back to the Future-Paraphrase. Zugegeben, er ist bei allem Ekel warmherziger als die Arschlochtruppe in The Hangover – zumindest wenn man von Rob Corddry absieht, der zwar ein bißchen wie Gollum aussieht, aber nicht halb so sympathisch ist.
Seine Figur ist es auch, die den Film in ihre tiefsten Tiefen zerrt, sie ist es die bis zum Schluss am wenigsten Entwicklung durchmacht – wobei auch der Rest der Truppe nicht gerade zu den hellsten Birnen im Adventskranz zählt und man nicht so recht weiß, warum man sich jetzt genau für ihr Schicksal interessieren sollte.

Die Euphorie über den Film, die ihn im Vorfeld umfing, ist leider nach seiner Ansicht nicht mehr so recht zu halten. Das Konzept ist toll, aber die witzigsten Szenen sind mal wieder im Trailer. Er ist nicht superschlecht und hat einige Lacher – aber die Sketchmomente werden nie zu einem befriedigenden Ganzen und am Ende steht das etwas frustrierende Gefühl, das der Film mit den vorhandenen Talenten um sovieles besser sein müsste.

Und mit weniger Kotzfontänen und Sperma-im-Gesicht auskommen müsste.

Der Letzte Exorzismus (The Last Exorcism) – USA 2010
★★★½☆

Ein von der Realität seines Tuns enttäuschter Exorzist namens Cotton Marcus (Patrick Fabian) will für ein Doku-Team Exorzismen als gefährlichen Betrug entlarven. Dazu lässt er sich zu seinem letzte Auftrag begleiten, zu einem Mädchen in einem kleinen US-Kaff, dessen hochreligiöser Vater fürchtet seine Tochter sei von Dämonen besessen. Beim Versuch sie zu “heilen” wird Marcus und das Doku-Team selbst auf eine harte Probe gestellt.

Für einen Film der ein so ausgelutschtes Thema behandelt, das zudem immer noch die schwere Bürde des alten Klassikers trägt, ist “The Last Exorcism” eine wirklich positive Überraschung. Statt staatstragender Ernsthaftigkeit geht Daniel Stamm die Story gerade im ersten Akt mit viel Augenzwinkern und Humor an. Patrick Fabian liefert hier eine Glanzleistung als charmanter Prediger, der seit Kindesbeinen auf der Kanzel steht, ein geborener Showman ist und jetzt dem ganzen falschen Zauber ein Ende setzen will. Spätestens wenn er beweist, dass ihm seine Schäfchen so ergeben sind, das er in die Predigt sogar das Rezept für Bananenbrot mit einbauen kann, ohne dass es jemandem auffällt (und er dabei einen triumphierenden Blick in die Kamera wirft) hat er die Sympathien des Zuschauers auf seiner Seite.

Gerade die ironische Note, die Verspieltheit mit der er seine Tricks vorführt, machen den Film wirklich unterhaltsam. Und auch wenn sich im Laufe der Handlung dieser Mockumentary die Stimmung langsam wandelt und ins unheimliche kippt, sobald klar wird, dass tatsächlich irgendetwas mit Nell (creepy und verletzlich: Ashley Bell) nicht stimmt, behält der Film seine Spannung. Auch wenn das “Found Footage” eindeutig bearbeitet wurde und Musik und Soundeffekte untergelegt wurden, stören diese Einschränkungen kaum, denn Stamm setzt immer wieder gekonnt auf “zufällig” eingefangene Nuancen. Ein Blick ehe sich die Tür schliesst, ein Geste im Hintergrund, eine Andeutung. Bis kurz vor dem Ende präsentiert sich der Film als spannend und smart und kann auch über kleinere Holperer hinwegtrösten. Würde der Film sechs Minuten früher enden, wäre er vermutlich ein echtes Genre-Juwel statt nur ein guter Gruselfilm, der mehr auf Stimmung denn auf Effekte setzt. Eine schöne Abwechslung im Folterporno-Einerlei, irgendwo zwischen Blair Witch und Rosemaries Baby.

Kurzer Spoiler

Was enttäuscht und ärgerlich ist, sind die letzten Minuten, die der Story eine ebenso merk- wie fragwürdige Wendung geben. Sie stellen nicht nur die nüchterne Sichtweise des Films auf den Kopf, sondern geben der unsympathischsten und verrücktesten Figur des Films letztlich recht, ja legitimieren im Grunde deren Handeln und verpassen dem im Grunde smarten Film eine bigotte und konservative Aussage, die nicht so recht zum Rest passen will und obendrein jede Spannung nimmt, weil wirklich keine Fragen zurückbleiben und der Zuschauer mit dem Gefühl einer sauber aufgelösten Story aus dem Kinosaal entlassen wird. Eigentlich würde das einen halben Punkt Abzug rechtfertigen, aber da der Film einen wirklich starken, glaubwürdigen Anfang und einige sehr coole Momente hat, hebt ihn das doch über den Durchschnitt. Und im Direktvergleich mit einem miesen Stinker wie “The Exorcism of Emily Rose” ist dieser Streifen wirklich Gold.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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7 Comments

  1. dagon

    The Town nicht gesehen Batz?

  2. Christopher

    Ich möchte bitte auch einen Gru ray Player ;)
    Fand den Film (Ich – Einfach unverbesserlich) auch wirklich sehr nett anzuschauen. Nach langer Zeit mal wieder ein Film, den ich selbst sehen wollte und nicht einfach mit ins Kino getrottet bin.
    Die Synchro von Jan Delay passt sehr gut zu der Figur und auch ansonsten denke ich ist er tadellos umgesetzt.
    Besonders nett fand ich die Unzahl von versteckten Anspielungen, die den Film auch für ein älteres Publikum mehr als interessant machen…

  3. hubertus

    oh nein….synchro von jan delay, der penetranten witzfigur. da muss ich wohl auf dvd bzw. orginal warten….

  4. Chris

    Daniel Stamm war bei der Last-Exorcism-Vorstellung auf dem FFF hier selber da, und hat im Anschluss noch ein Q&A gemacht. Da hat er erzählt, dass im Anschluss an die US-Premiere Quentin Tarantino auf ihn zugerannt kam, und ihn angeschrien hat, er hätte sich jetzt anderthalb Stunden auf den Endkampf gefreut. Ist wohl nix geworden.

    Naja, das Ende war auch sonst beim Q&A großes Thema. Der Regisseur hat’s auch nicht besonders eifrig verteidigt. Ich hatte den Punkt gemacht, den Batz auch machte (5 Minuten früher einfach aufhören) und er meinte so: “Jo, hätte man machen können”.

    :D

  5. Frybird

    Hmm, werde “Ich etc. pp.” nicht ganz aus dem Kopf schlagen, aber der “Konkurrenzfilm” Megamind macht einen interessanteren Eindruck.

    …dann wiederum hat der das Dreamworks-Gesicht und ist auch nicht wirklich konsequent mit seiner witzigen Idee…..

    …Hrm, vielleicht sollte ich es ganz lassen : /

  6. Doughnut

    Wirklich in einem Satz zusammengefasst hast du die Handlung von “Ich, Einfach unverbesserlich” aber nicht, Nilz. ^^
    Das waren 2 Sätze und die haben grad mal eine grobe Skizze geliefert. Diese Verrenkung könnte man übrigens bei so ziemlich jedem Film hinkriegen, inklusive so verkopfter Sachen wie Inception oder Donnie Darko. Also was bitte willst du eigentlich damit aussagen?
    Außerdem waren die besten Szenen eben nicht alle im Trailer (Werwolf, Knicklicht, Eiserne Jungfrau, etc.). Das ist eine imo bewusste Falschaussage, nur damit du über diesen Film noch mehr Negatives schreiben kannst.
    Und Jan Delays Stimme passte zu dem nerdigen Schurken wie die Faust aufs Auge! Besser casten kann man das doch gar nicht.
    Ach ignoriert den Rant einfach und schaut euch den Film selber an. Wer drüber hinwegsehen kann, dass viele Elemente des Films (lustige Sidekicks, was für den Niedlichkeitsfaktor, Familienwerte, eher ulkige als bedrohliche Bösewichte) altbekannt und auch teilweise eher auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten sind, wird es nicht bereuen, denn der Film strotzt nur so vor guten Gags und weiß zu unterhalten.
    Naja, Batz hat das ja alles schon sehr schön beschieben. :)

  7. Charle

    Echt ein goettlicher Film :D . Ich liebe ihn xD.

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14