The Social Network (Review)

24 Comments

“One suggestion: Get rid of the “the”. Just *Facebook*. Flows better.”

Originaltitel: The Social Network, The
Herstellungsland: USA 2010
Regie: David Fincher
Buch: Aaron Sorkin
Darsteller: Andrew Garfield, Jesse Eisenberg, Justin Timberlake
★★★½☆ Batzman
★★★★☆ Jet Strajker

Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) wird von seiner Freundin abserviert. Zusammen mit seinem Kumpel Eduardo Saverin (Andrew Garfield) gründet er deswegen Facebook, das weltgrößte Social Network Facebook, damit er ihr eine Nachricht schicken kann, ob sie seine Freundschaft annimmt. Und verklagt wird er auch. Und der Napster-Gründer Sean Parker (Justin Timberlake) ist auch dabei.

David Fincher liefert mit The Social Network zweifellos seinen süffigsten und unterhaltsamsten Film seit Fight Club ab. Vorbei die reinen Kamera-Wichsereien von “Panic Room”, die Digispiele von “Zodiac” und “Benjamin Button”, hier konzentriert er sich drauf die Story zu erzählen und das funktioniert wirklich gut. Was wohl zum Großteil Aaron Sorkin geschuldet sein dürfte, der nicht erst seit West Wing als einer der begnadeten Dialogschreiber Hollywoods gilt. Solange die Figuren reden (und das tun sie viel und oft) funktioniert der Film, entfaltet sich ein bisweilen sogar mitreißender sprachlicher Drive, den das sehr gute Ensemble Eisenberg, Garfield und Timberlake – zusammen mit den ebenfalls ansprechenden Nebendarstellern – kurzweilig und oft auch witzig zu tragen weiß.

Großartig die erste Bekanntschaft Zuckerbergs mit seinem Idol, dem Napstergründer Parker, den Timberlake als hyperaktiven Hütchenspieler mit Killergrinsen gibt. Ebenfalls schön, die direkt einer College-Klamotte entsprungenen Szenen in denen Arnie Hammer die Winkelvoss-Zwillinge spielt, die beiden Jocks, denen Zuckerberg die Grundidee zu Facebook geklaut hat und die ihn schließlich dafür verklagen.

Natürlich sind das alles Karikaturen, wie der ganze Filme eher fluffiges, ein bißchen großspuriges Entertainment, als tatsächliche Charakterstudie ist. Tiefgang oder tatsächliches Verständnis für Zuckerberg oder das was seine Erfindung Facebook so faszinierend macht, wird hier nicht geboten. Sorkin erzählt eine simplere Story und reduziert Zuckerberg auf den Nerd mit dem keiner spielen will und der letztlich alles nur macht um ein Mädchen zu beeindrucken und weil er nie drüber hinweg kam, nicht dazu zugehören (um diese Theorie zu stützen kommen in der filmischen Variante von Zuckerbergs Überraschungserfolg Facemash nur Frauen vor – während in der Realität sowohl männliche wie weibliche Studentenfotos bewertet werden konnten). Sorkin scheint hier, zumindest ergibt sich im Gespräch mit ihm der Eindruck, viel eigenes Trauma aufzuarbeiten und Zuckerberg wohl einiges zuzuschreiben, was zumindest zweifelhaft ist. Denn so gut Eisenberg als Zuckerberg innerhalb der narrativen Logik auch funktioniert – das reale Wunderkind ist lange nicht so ein freudloser Stock-im-Arsch, wie uns der Film glauben machen will. Er mag introvertiert sein und ein bißchen scheu, aber wer Interviews mit ihm gesehen hat, weiß das er einen gewissen Charme hat und witzig sein kann. Eisenbergs Mark passt in den Film, wirkt aber viel ernsthafter, humorloser und erwachsener, als es der echte Zuckerberg je sein könnte. Der Film Zuckerberg dürfte mit der realen Figur weniger zu tun haben, als Bill Gates mit Tim Robbins Figur in Antitrust.

Das ist legitim, vom Standpunkt eines Geschichtenerzählers und doch bleibt – bei aller Unterhaltsamkeit – das Gefühl, dass Sorkin es sich vielleicht etwas einfach macht, indem er mit seinen Nerds, Jocks- und Bitches-Klischees eine recht typische Story erzählt. Das er die Chance nicht nutzt, der wirklichen neiartigen Faszination nachzuspüren, die dem Stoff innewohnt. Zumal sich die fehlende Fallhöhe dann was die emotionale Anteilnahme am Geschehen angeht, doch deutlich bemerkbar macht: Es steht einfach nichts relevantes auf dem Spiel. Nichts. Auf keiner Ebene geht es The Social Network um irgendetwas, das wichtiger wäre als ein umfallender Chip im Intel-Lager.. Nichtmal das übliche nichts, was in anderen Filmen zum großen MacGuffin aufgeblasen wird. Wir wissen, dass die Gerichtsprozesse im Vergleich enden – der finanzielle Ruin Zuckerbergs oder gar Knast steht zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion. Und auch emotional bleiben die großen Bedrohungen aus, wenn man davon absieht, dass Zuckerberg zu Beginn abserviert wird. Die Freundschaften zu Sean Parker und die zu Eduardo Saverin sind nie wirklich greifbar. Der Zuckerberg des Films ist immun, er durchläuft – auch wenn es Sorkin zu glauben scheint – keine echte Wandlung, erleidet keinen Schaden und ist auf keinem Level in irgendeiner Gefahr.

Parker ist zuerst Idol und später Party-Kumpel und Saverin wird von Zuckerberg immer eher als Mittel zum Zweck, denn als wirklich intimer Freund behandelt. Was der Realität vielleicht nahe kommt, aber nicht wirklich dazu taugt in Tränen auszubrechen, wenn die beiden sich vor Gericht zerstreiten. Dort wo keine echte, innige Freundschaft war (und nichts im Zusammenspiel von Garfield und Eisenberg deutet auf diese innige Verbundenheit hin), bleibt auch der Schock über den Freundesverrat eher überschaubar. So guckt sich der Film zwar schön weg, funktioniert aber weder als Gerichts-Thriller noch als Drama so richtig gut. Und das Sorkin in Interviews immer großspurig von den multiplen Facetten des Films spricht und sogar Rashomon als Vorbild bemüht zeugt von wenig Einsicht ins eigene Werk oder bemüht auswendig gelernte PR-Worthülsen.

Was den Einblick in das Phänomen Facebook, mit seiner weltweiten Faszination angeht, bleibt der Film ebenfalls eher schwach oder wie es Sebastian drüben bei AlsIchEinHamsterwar schreibt: “… alles ändert nichts daran, dass David Fincher mit The Social Network einen weiteren Blender vorlegt, einen Film, der über den Einfluss von Facebook und die Person Mark Zuckerberg weniger aussagt als ein Statusupdate und der schon durch sein Konzept zum Scheitern verurteilt ist.” Das ist harsch ausgedrückt, enthält aber mehr als ein Körnchen Wahrheit. So nett die glatten Bilder auch sind, die Fincher souverän serviert, es wird immer auch die Angst spürbar sich dem Netz zu sehr zu nähern. Die Angst zu viele Leute am Rechner zu zeigen. Sorkin und Fincher präsentieren die Außensicht auf ein Medium das ihnen suspekt ist und dass sie nicht verstehen. Lieber wird ein Ruderwettstreit gezeigt, als filmisch greifbar zu machen, was die Leute an Zuckerbergs Idee denn wirklich so faszinierte. Fincher und Sorkin erzählen erstaunlich simpel, scheuen bei diesem scheinbaren Nerd-Thema jeden Ausbruch ins Komplexe. Nie darf der Zuschauer das Gefühl haben nicht mitzukommen, alles wird ihm mundgerecht und heruntergesimpelt in Häppchen serviert. So werden Figuren zu Karikaturen und geniale Erfindungen zu austauschbaren Kuriosa.

Sorkin gibt zu, vor dem Film nie was mit Facebook zu tun gehabt zu haben und es ist klar, dass er sich nicht mit dem Visionär Zuckerberg sondern dem rationaleren Eduardo (wunderbar gespielt von Andrew Garfield – der einen tollen Spider-Man abgeben wird) solidarisiert der in einer ebenso witzigen, wie bezeichnenden Szene zugibt nicht zu wissen, wie er in seinem Facebook-Profil seinen Beziehungstatus ändert. Das ist natürlich ein Lacher, zeigt aber auch wie Sorkin das Ganze einschätzt: Irgendein virtueller Spielkram, der im Grunde doch gar nicht so wichtig ist. Sorkin ist kein Internet-Geek und so fällt es ihm und Fincher schwer irgendein Bild, irgendeinen Ausdruck für das zu finden was eigentlich ihre Aufgabe wäre: Zu erzählen was The Social Network, bzw Facebook wirklich leistet. Doch da ist kein Verständnis, ja nichtmal der Ansatz einer Analyse, der über ein allgemeines “das ist doch irgendwie albern” hinausgeht. Nichtmal der zulässige kritische Ansatz geht tiefer als das. Soviel es zur Bedrohung durch Facebooks Datensammelwut und die fragwürdigen Privacy-Einstellungen auch zu sagen gäbe – dem Film ist es egal.

Der Erfolg wird lediglich als Zahl kommuniziert, die aber austauschbar ist und genauso Börsenkurse oder Lottogewinne sein könnten. Es ist traurig, dass sich der brillante Autor, der mit West Wing bewiesen hat, dass er vielschichtige und politisch wie emotional komplexe Stories schreiben kann, sich hier darauf beschränkt eine austauschbare Geschichte um angeblichen Freundschaftsverrat, nerdige Aussenseiter die endlich mal “cool” sein wollen und Rechtsblabla zu erzählen (das er sich entschließt den Napster-Gründer zum Bösewicht zu machen hat zudem den Beigeschmack der beleidigten Copyright-Owner-Leberwurst – wie Lawrence Lessig ganz richtig anmerkt), denn dafür ist diese Geschichte einfach nicht stark genug um wirklich emotional mitzureißen.

So guckt sich das Social Network gut weg, unterhält – ein bißchen wie der spannende TV-Movie “The Silicon Valley Story” gut unterhält – aber er bleibt doch letztlich sehr altmodisch und leer. Ein Außenblick, ein Old-Media-Blick auf “diese verrückten jungen Leute, mit ihren komischen Ideen” der sich jedem tieferen Verständnis, sowohl in der Analysy Zuckerbergs, als auch des Phänomens Facebook verweigert. Und das ist dann auch ein bißchen schade, auch wenn ich am Film meinen Spaß hatte. Die orgiastischen Kritiken, die Finchers Werk derzeit frenetisch abfeiern, bleiben zumindest rätselhaft – oder eben auch nicht, denn so bedeutungsschwanger und ernsthaft wie Fincher diese Popcornblase serviert, glauben vielleicht wirklich einige am Ende, irgendetwas bedeutsames gesehen zu haben. Wo schon Finchers selbst in Anfällen von Bescheidenheit vom “Citizen Kane des John Hughes-Films” redet.

Vielleicht sollten Orson Welles und John Hughes mit ihm doch mal eine Runde Schlitten fahren.

Jet StrajkerJet Strajker meint:

Endlich ein Film über Arschlochstudenten. Verwöhnte, schnöselige, karrieregeile Arschlochstudenten. Schmierige Rich Kids in schlecht sitzenden Designeranzügen, Absolventen von Elite-Unis, die jede Statistik zerbröseln, aber keine vernünftige Unterhaltung führen können. Und David Fincher mag sie nicht. Aber das lässt er sich nicht anmerken, sein Film blickt nicht herab auf den Größenwahn der Jungunternehmer und Superverdiener von morgen, er begibt sich in ihr Milieu, untersucht, beobachtet, seziert es, bis es gänzlich entkleidet vor sich selbst zurückschreckt. “The Social Network” ist, wider Erwarten, kein Film über das Phänomen Facebook, er ergründet vielmehr das gesellschaftspolitische Phänomen eines Anfangzwanzigjährigen, der es mit einer einzigen Idee zum Multimilliardär schafft. Paradox, und letztlich selbst dem Film nicht ganz begreiflich, ist dies der zweistündige (Rekonstruktions-)Versuch, die unglaubliche und trügerische Erfolgsgeschichte des Harvardstudenten Mark Zuckerberg nachzuvollziehen.

Trotzdem “The Social Network”, wie schon erwähnt, kein Film ist, der am Massenphänomen sozialer Netzwerke sonderliches Interesse bekundet, ja, diese nicht einmal verhöhnt, lässt er es sich nicht nehmen, seine symbolträchtige Aufsteigerstory in einen kritischen Bezug zum Erfolgsobjekt der Begierde zu setzen: Im Grunde ist es nicht relevant, welches konkrete Unternehmen die Unverhältnismäßigkeiten der freien (oder sozialen?) Marktwirtschaft antreibt (dieser Film funktioniert auch gänzlich allegorisch), und doch besteht Fincher darauf, den Widerspruch eines globalen Netzwerks, das soziale Kontakte intensivieren, vergrößern oder überhaupt erst produzieren soll, ausgerechnet als Erfindung eines sozial weitgehend inkompetenten Egozentrikers herauszuarbeiten. Insofern geht es hier vor allem um die Machtkämpfe der Harvardstudenten, um finanzielle und kreative Beteiligungen, um Plagiatsbeschuldungen, um den unerbittlichen Konkurrenzkampf in der Mensa. Auf dem Weg nach oben gilt es schließlich einige Hürden zu überwinden. Oder, wie es die Tagline des Films so treffend formuliert: “You don’t get to 500 million friends without making a few enemies.”

Und natürlich amüsiert sich der Film über das, was er zu ergründen versucht. Das ist zum Teil Verzweiflung, weil ihm die hochstaplerischen Eliteheinis suspekt sind, aber auch seine Interpretation der kuriosen Vorstellung, dass man mit einem anfänglichen Universitätsnetzwerk zum weltweiten Erfolgsgiganten mutieren kann. Wenn der Trailer seine Bilder mit den Lyrics einer Coverversion des Radiohead-Songs “Creep” unterlegt, verrät er auch, dass er diese ständig vor sich her faselnden Kids zwischen Größenwahn und raffinierter Strategiewut nur als weirdos begreifen kann. Insofern bezieht “The Social Network” Stellung, bleibt aber größtenteils dennoch – ganz wie Finchers meisterlicher “Zodiac” – ein Film, der sich mittels seines sorgfältigen Drehbuchs hochkonzentriert auf das Faktische beschränkt. In einer unfassbaren Fülle an cleveren Dialogen, mit einer detailgetreuen und präzisen Beobachtungsgabe.

Auch wenn das letztlich kein Film sein mag, der die Herzen seiner Zuschauer erobern wird, so ist es doch zumindest Finchers bisher reifste Regiearbeit. Formal auf das Wesentliche beschränkt, im völligen Verzicht ausgestellter Inszenierungskniffe und ganz ohne die ästhetische Verliebtheit in blumige Ausschmückungen. Keine durch Türschlitze gleitenden Kamerabewegungen, keine visuellen Verspieltheiten, keine erschöpfenden Legitimierungsversuche der eigenen (einstigen) Disziplinlosigkeit. Diese Geschichte ist so spannend und stark, dass auch Fincher sie mit aller Konzentriertheit erzählen möchte. Nach seinem klebrigen Regierausch mit “Benjamin Button” ist “The Social Network” die unerwartete, erfreuliche Selbstbesinnung eines Regisseurs, der vom Budenzauber Hollywoods und seiner eigenen Videoclipvergangenheit rehabilitiert scheint. Und es ist ein inspirierender Film. Ich empfehle Christopher Nolan, ihn sich genau anzusehen.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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24 Comments

  1. Thomas

    Jep, war heute auch im Preview. Der Film hat nun bereits einige Stunden Zeit, sich zu setzen. Weiterhin würde ich sagen, dass ich positiv überrascht bin. David Fincher und den Protagonisten ist ein überraschend unterhaltsamer und kurzweilger Film gelungen, dabei aber der Presse der wahren Spieler der Facebook AG zu wider läuft. Es bleibt der schale Beigeschmack, dass es sich um eine Image-Kampagne handelt. – Ähnlich wie bei Wall-E herrscht heitel Sonnenschein, alle sind unschuldig, ja sogar ungerecht behandelt. Apple ist prima, Facebook noch prima-er!
    Mag ja son sein: Was aber die Person Zuckerberg betrifft, erschien mir sein milliardenschwerer Einfluss auf das Script deutlich erkennbar. – Aber gleichfalls: Guter Film. Die Punktvergabe hier bei 5FF ist mit weiterhin ein Rätsel …
    Greetz, Thomas

  2. Silent Rocco

    Ja Fincher, bitte hör auf, inszenierungstechnisch zu überraschen, unsere Reize zu fluten, solch einen Kinderkram brauchst Du nicht. Film ist Dialog. Nicht innovative Inszenierung. Das beweißt uns seit Jahren das fantastische deutsche Kino.

    Ich guck die Tage auch mal… vielleicht werde ich ja geläutert.

  3. Christian

    Vielen Dank für diese Reviews! Ich dachte schon, dass ich der einzige wäre, der den Film nicht als überzogene Facebook-Doku sieht, sondern als Unterhaltung, die ein großes und aktuelles Thema heranzieht, um möglichst viele Leute anzulocken und zu polarisieren. Auf das Review von Jeff Jarvis bin ich überhaupt nicht klar gekommen.

  4. Dr.Strangelove

    Danke Batzman. Genau das Gefühl kam schon beim Trailer auf. Sieht eben wie eine Außenansicht aus… und nie wirklich ‘nerdige’ beschrieben wird… oder eben nur am Rand.. als etwas kruioses was eben nur als Baustein dazu dient “große Gefühle” zu zeigen… Trennung, Schmerz, Verletzung, etc…

    Das sah man den Film in den ersten Minuten an. Bei Inception fand ich das übrigens ähnlich. Irgendwann heulten Leonardo und seine Frau. Perfekte Schauspielkunst. Aber der Hintergrund hat einfach nicht gestimmt. Wobei das noch mal anders war. Und das alles ‘erklärt’ scheint eine neuer Trend zu sein. Egal ob Toy Story oder Iron Man II. Das was der Zuschauer eigentlich noch alleine entdecken könnte. Der Bösewicht befreit den anderen Bösewicht aus dem und dem Grund … diesen Grund könnte man dem Zuschauer erstmal verheimlichen. Und oft ist er dann aber in den Dialogen drin, oder in einem Voice-Over.

    Das kommt mir immer wie Untertitel in der gleichen Sprache vor. Als Zuschauer (mit Ahnung) hat man eine Vermutung warum sich zwei Leute treffen. Und 3 Sekunden später sagt die Figur: “Wir treffen uns weil du willst… und weil ich will…” .. und machen dadurch alles kaputt. Ich kann das gar nicht richtig erklären. Vielleicht versteht man mich trotzdem. Scheinbar bekommen Drehbuchschreiber die Aufgabe das genau so zu schreiben… von irgendwelchen Studiobossen… damit auch der dümmste Zuschauer der Story folgen kann… und somit mehr Leute ins Kino gehen oder so. Ich hab’ keine Ahnung was da gerade abläuft aber es ist sehr auffällig. Einfach mal drauf achten.

  5. El_Skeletto

    @Dr. Strangelove:

    Ich weiß tatsächlich nicht ganz hunderprozentig was du meinst, aber gerade bei “Inception” fiel mir auch die extreme Erklärungswut auf. Und das nachdem man von allen Seiten gehört hat: “Wenn du bei dem Film nur eine Sekunde nicht aufpasst, verstehst du nichts mehr.” Von wegen.

    Auf “The Social Network” bin ich trotzdem sehr gespannt. Von Finchers letzten beiden Filmen war ich ja nicht so begeistert.

  6. Batzman (Oliver Lysiak)

    @El_Skeletto

    Die Reaktionen der Zuschauer sprechen doch aber für sich. Sie wollen alles erklärt bekommen, möglichst dreimal. Und der schmeichlerische Kunstgriff der Filme ist, trotzdem zu suggerieren der Zuschauer würde etwas wahnsinnig komplexes und tiefschürfendes sehen.

  7. Dr.Strangelove

    Ja. Und leider ist das bei immer mehr Filmen der Fall. Es ist wie ein “New Hollywood” oder so. Und DAS ist weit gravierender als so Gags wie das “Cool Guys” sich keine Explosionen mehr anschauen. *g*

  8. Timo

    “soziale Marktwirtschaft”? – Na, was durcheinander gebracht? Oder ich verstehe den Satz von Straiker nicht.

  9. Jet Strajker

    Wikipedia: Soziale Marktwirtschaft ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild mit dem Ziel, „auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden“. :)

  10. K-I

    Erster Kommentar hier und gleich mal klugscheißen! :D

    Soziale Marktwirtschaft = Deutschland
    USA = freie Marktwirtschaft!

    Sonst zu dem Film!
    Schätzungsweise werden der Großteil der Leute den Film wirklich als Facebookdocu verstehen und denken das war alles so.
    Genau der Aspekt, das dem nicht so ist, scheinbar Fakten verdreht wurden und es nur Unterhaltungsfilm mit falscher Verpackung ist, macht den Film für mich uninteressant!
    Werd ihn mir deshalb nicht anschauen … zumindest nicht jetzt im Kino!

  11. Jet Strajker

    Ok, der Gag ging wohl in die Hose. Ich hab’s mal editiert. :)

  12. Kabarettist Michael Niavarani erklärt uns, “Was ist eigentlich Facebook”? - Blokster

    […] Der österreichische Kabarettist Michael Niavarani tourt hin und wieder, mit einem mehr oder minder neuen Bühnenprogramm durch die Welt. Vor einer Weile auch mit “Encyclopaedia Niavaranica”. Oben ein Ausschnitt aus seinem Kabarettisten-wesen, in dem er auf seine ganz eigene, witzige und subtile Art erklärt, was eigentlich Facebook ist. Passt recht schön, denn gestern startete ja der Film über das Social Netzwerk in den Kinos “The Social Network” in den deutschen Kinos. […]

  13. Facebook-Rap | Publique

    […] sich den Fincher-Film ‘The Social Network’ über die Gründung von Facebook und seinem ‘Erfinder’ Zuckerberg nicht ansehen will, […]

  14. Binding

    Ich sehe es auch so wie Strajker: Es geht dabei nicht um Facebook, sondern um die Ironie und Tragik, dass der Erfinder des größten sozialen Netzwerks der Menschheitsgeschichte selbst der größte Loser in Sachen soziale Beziehungen ist. Wieso heißt denn der Film so, wie er heißt? Genau deswegen natürlich! Am bezeichnendsten finde ich in dieser Hinsicht die Schluss-Szene, wenn Zuckerberg eine Freundschaftsanfrage an seine Ex losschickt und danach ständig die Seite neu lädt, um die Antwort zu bekommen. Das sitzt! Die Anfangsszene ist ähnlich gut, wenn sie ihm sagt, dass er keinen Erfolg bei Mädchen haben wird, weil er ein Arschloch ist. Das vorangegangene Gespräch hat das auch ziemlich gut bewiesen. Für mich ist der Film ebenfalls Finchers bisher reifstes Werk, und meiner Meinung nach geht es dabei um die tragische Vereinsamung eines Genies.

  15. Manuel

    Sorry, aber der Film ist platt.
    Tiefe war noch nie Finchers Stärke. Aber hier erzählt er rein gar nichts ohne auf das Klischee zurückzugreifen.
    Aber mich wundern die guten Kritiken nicht, bei Leuten die Facebook tatsächlich für eine wertvolle oder revolutionäre Erfindung halten.

  16. Silent Rocco

    @Manuel:
    Die schlechten Kritiken kommen zumeist aus Facebook-Lagern, was ich absolut verstehe, da Facebook in diesem Film fast egal ist und das Netzwerk als solches so ziemlich ignoriert wird. Facebook ist hier ein Platzhalter für jedes erdenkliche Start-Up.

    Nichtsdestotrotz halte ich Schauspieler und Dialoge für großartig und mich hat der Film extrem gut unterhalten. Ohne Pause. Weit weg von Finchers Besten aber Meilen besser als die Button-Kacke.

  17. HollyBlue

    Ich sehe das genauso wie Silent Rocco.
    Der Film hat sehr hohen Unterhaltungswert. Wer jedoch Facebook verabscheut und allein deswegen meint den Film schlecht machen zu müssen, weiß nicht worauf bei Filmen ankommt:

    Unterhaltung!

    Und das tut der Film.

  18. Frank

    Ich fand bemerkenswert, dass man von den Gesetzen und Abläufen des Internets zumindest eine Ahnung bekam.
    Es geht ja im Netzu vor allem und die Besucherzahlen, ob und wieviel Werbung, mit welchen Themen “fängt” man Besucher, mit welchen Themen “bleibt man sich treu”…
    Dann geht es auch noch um das Know-How für die Scripts …
    Dann, wenn das Projekt groß wird, um Marketing, Kontakte zu Firmen…

  19. The Social Network « Mythopoeia 2.0

    […] Treffend schreibt Batz: »Ein Außenblick, ein Old-Media-Blick auf “diese verrückten jungen Leute, mit ihren komischen Ideen” der sich jedem tieferen Verständnis, sowohl in der Analysy Zuckerbergs, als auch des Phänomens Facebook verweigert. […] Die orgiastischen Kritiken, die Finchers Werk derzeit frenetisch abfeiern, bleiben zumindest rätselhaft – oder eben auch nicht, denn so bedeutungsschwanger und ernsthaft wie Fincher diese Popcornblase serviert, glauben vielleicht wirklich einige am Ende, irgendetwas bedeutsames gesehen zu haben.« (Fünf Film Freunde) […]

  20. The Social Network | Mythopoeia 2.0

    […] »Ein Außenblick, ein Old-Media-Blick auf “diese verrückten jungen Leute, mit ihren komischen Ideen” der sich jedem tieferen Verständnis, sowohl in der Analysy Zuckerbergs, als auch des Phänomens Facebook verweigert. […] Die orgiastischen Kritiken, die Finchers Werk derzeit frenetisch abfeiern, bleiben zumindest rätselhaft – oder eben auch nicht, denn so bedeutungsschwanger und ernsthaft wie Fincher diese Popcornblase serviert, glauben vielleicht wirklich einige am Ende, irgendetwas bedeutsames gesehen zu haben.« (Fünf Film Freunde) […]

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    jurassiraptor:

    fromdirectorstevenspielberg:

    Whoever created this: thank you!!

    Haha! Well done!

    11/27/14

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14