szmtag

Ursprüngliche sollte ja jeder große Release von Warner in den nächsten Jahren eine 3D-Veranstaltung werden. Ob der Film in 3D gedreht war und ob die Regisseure das ganze wollten oder nicht. Die Aussicht auf z.T. über 50% Aufschlag pro Ticket ließen bei allen Filmverleihern die Synapsen durchbrennen, dass sich die Frage ob es sinnvoll sei den Film in 3D zu präsentieren gar nicht mehr stellte.

Doch nachdem der 3D-Hype sich seit einer Weile schon umkehrt und die Kinogänger dieses Jahr schon mit einigen halbgaren bis extrem miesen Konvertierungen malträtriert wurden (Clash of the Titans, Die Legende von Aang, Alice in Wonderland, Piranhas 3D) werden die Verleiher langsam vorsichtiger, denn nicht nur die 3D-Prediger wie Cameron warnen, dass sich die wahnsinnigen Preisaufschläge nicht mehr rechtfertigen lassen, wenn man den Zuschauern hingeschludertes FakeD präsentiert.

In einer Pressemitteilung vom Wochenende zeigt Warner jetzt, dass sie 3D-Fassungen wohl doch nicht um jeden Preis in die Kinos drücken wollen. Auch wenn der erste Teil von “Harry Potter and the deathly Hallows” schon lange als 3D-Konvertierung angekündigt war, rudern die Warnen Brüder jetzt zurück: Bis zum Kinostart würde die Konvertierung nicht in der dem Potter-Status angemessenen-Qualität fertig, deswegen habe man sich entschlossen den Film in einer 2D-Fassung in die Kinos zu bringen.

Eine gute Nachricht für Potter-Fans und Kinogänger im allgemeinen, sparen sie ja nicht nur Geld, sondern können den Film auch so genießen wie er gedacht war, ohne das Gefühl ihn durch eine schmutzige Glasscheibe zu sehen, ohne blöde Doppelbilder und vor allem ohne die lästige Brille auf der Nase.

Doch wie jede gute Nachricht hat auch diese einen kleinen Beigeschmack: Warner betont, man werde sich jetzt mit aller Macht drauf konzentrieren den im nächsten Sommer anlaufenden zweiten Teil von “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” (wie er bei uns heißen wird) in 3D zu konvertieren. Und bis dahin ist dann sicher auch der erste Teil nachbearbeitet, damit sie ein paar kassenträchtige 3D-Double-Features veranstalten können.

Aber wie heißt es so schön: Man soll ja dankbar sein für die kleinen Dinge im Leben.

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Lesenswert zu dem Thema ist immer noch die 3D-Rentabilitätsanalyse aus dem Slate-Magazin “Is 3D dead in the water?” – die eine These aufstellt, die die Studios wohl eher ungern hören: Dass 3D schon vor Avatar seinen Höhepunkt überschritten hatte und das Publikumsinteresse (zumindest in den USA) eher ab- als zunimmt.

25 Kommentare

  1. Wollt ihr nur mehr Klicks oder wo ist das Problem mit Piranhas 3D?

    Kommentar #1 von Akuya am 10.10.2010 um 14:29 Uhr

  2. Piranhas 3D ist ne FakeD – Konvertierung – Was für einen Film der das 3D sogar im Titel trägt schon sehr armseelig ist. Und man sieht es sehr deutlich, besonders in Massenszenen, die zu einem einzigen Brei verschmelzen. Aber selbst explizite 3D-Gags bleiben ziemlich “flach”.

    Kommentar #2 von Batzman (Oliver Lysiak) am 10.10.2010 um 14:44 Uhr

  3. Was für ein Quatsch. Deutscher Anteil der 3D-Fassung gegenüber 2D: stets 70-85%, einige Filme kommen sogar ausschließlich stereoskopisch (für die Statistiker: 100%). Und der Umsatz aus dem 3D-Anteil rettet 2010 bisher den Kinobetreibern ihr Ergebnis. Doch zu recht ist der Zuschauer skeptisch mit den 3D-konvertierten Produktionen, die vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Für Qualität zahle ich gerne einen guten Preis.
    Und wie lustig sind eigentlich Zahlenspielchen, die Avatar als Ausgangslevel nutzen. Ich mach mal ne Grafik, die alle Oscargewinner mit Avatar vergleicht. Mit dem diesjährigen Tiefpunkt The Hurt Locker dürfte demnach Hollywood komplett am Ende sein.

    Kommentar #3 von Gerold am 10.10.2010 um 14:47 Uhr

  4. Du hast den Artikel nicht wirklich gelesen oder kapiert oder?

    Kommentar #4 von Batzman (Oliver Lysiak) am 10.10.2010 um 14:53 Uhr

  5. Also ich würde mich da tatsächlich drüber freuen-obwohl-ich finde HP grundsätzlich eher doof und von daher kann er auch in 4D sein. Ich hoffe, dass unser Kino bitte bitte nicht nachrüstet und ich dann nur noch mit Brille im Kino sitzen kann, es dann aber gar nicht mehr werde. Ich bin dafür, dass man dann stets die Wahl hat, aber die hat man eben dann bald gar nicht mehr. LG Kaddi

    Kommentar #5 von Kaddi am 10.10.2010 um 15:43 Uhr

  6. Ihr tut so, als ob man den Film unbedingt in 3D gucken muss (und automatisch mehr Geld hinblättern muss), wenn er in 3D rauskommt. Aber man hat doch nach wie vor die Auswahl, ob man die schlecht konvertierte 3D-Fassung oder die normale 2D-Fassung gucken will. Wenn ich höre, dass das 3D bei einem Film scheiße aussieht, dann seh ich mir halt den Film in 2D an (so geschehen bei Clash of the Titans und Alice, und ich wurde bei beiden gut unterhalten ohne mich über sperrige Brillen und mieses Bild ärgern zu müssen).

    Kommentar #6 von Jule am 10.10.2010 um 17:23 Uhr

  7. @ Jule

    Aber wenn das einzige Kleinstadt Kino 3D gerade als DIE Proiftmaximierung entdeckt hat man eben nicht die Wahl, wenn man nicht Lust hat die 60 km bis zum nächsten Kino zurückzulegen, dann frisst man entweder was auf den Tisch kommt oder hungert ein bisschen

    Kommentar #7 von SuppenkaZper am 10.10.2010 um 17:30 Uhr

  8. @Jule

    Ich gucke Filme nur in OF. Und da gibt es in Berlin genau ein Kino, das dafür in Frage kommt. Und dort hat man dann eben einfach oft nicht die Wahl zwischen 3D/2D sondern muss ihn in 3D gucken – oder eben nicht.

    In den USA sieht das auch oft ähnlich aus. Es ist ja auch interessant, dass sich Leute dort wo sie die Wahl haben oft für 2D entscheiden. Nur: Die Wahl haben sie nicht immer.

    Kommentar #8 von Batzman am 10.10.2010 um 17:42 Uhr

  9. wow ok, ich wusste nicht, dass es so übel aussieht. da hab ich ja echt glück, dass ich hier in meiner stadt die wahl hab. finde ich echt ne frechheit, dass es nicht überall so ist…

    Kommentar #9 von Jule am 10.10.2010 um 18:55 Uhr

  10. Ich kapiere dieses “in 3D Umkonvertieren” einfach nicht. Das Studio sagt also das wenn die Qualität besser wird… die das machen. Ich glaube da sitzen Leute die überhaupt nicht begreifen wie das menschliche Auge und Kameras funktionieren. Man kann nicht Bildinformationen schaffen die man gar nicht aufgezeichnet hat. Erinnert mich an frühere Kunden die wollten das man eine Laterne wegretuschiert damit man den Typ sieht der hinter der Laterne steht. Nein, das geht nicht. Klar können die die paar Pixel im Hintergrund interpolieren/stempeln die durch einen Darsteller verdeckt werden. Das wars dann aber auch.
    Das reicht aber nicht. Weil selbst die Person im Vordergrund, die nichts verdeckt… wird einfach von einer leicht anderen Perspektive aufgezeichnet. Und die Information fehlt. Und die kann man ganz sicherlich nicht simulieren… dazu bräuchte man 3D Daten (von der Person) … um den Kamerawinkel ein wenig zu ändern. Das ist einfach nicht möglich. 2D Umwandlung wird nie an echtes 3D ran kommen. Nicht mal annähernd. Wollte ich nur mal sagen.
    Weil mich dieses “wir warten noch ab bis die Technik besser ist” -Gerede ankotzt. Gesichter werden immer flach bleiben. Und das für die nächsten 10, 20 Jahre. Außer man nimmt es mit 2 Kameras auf. So.

    Kommentar #10 von Dr.Strangelove am 10.10.2010 um 20:43 Uhr

  11. Wird der Film dann NUR in 3D angeboten? Bisher hatte man doch häufig die Wahl ob 2D oder 3D. Ich würd mich für 2D entscheiden. Gfällt ma einfach besser.

    Kommentar #11 von Sumit am 11.10.2010 um 01:15 Uhr

  12. falsch gedacht ;-)
    Ein kumpel macht grad ein Praktikum in nem Frauenhofer Institut hier in Berlin. Da wird gerade an einer TOF-Kamera geforscht, die in jedem Pixel noch die Tiefeninformation speichert. Frag mich nicht, wie das genau funktioniert, aber es scheint zu funktionieren. In der neuen 3D Steuerung der X-box 360 scheint das schon drinnenzustecken. In Zukunft könnte also auch eine Einzige Kamera Tiefeninfos aufzeichnen. Natürlich löst das nicht das Problem eines verdeckten Gesichts. Aber wer weiß, wann die Technik sowas auch retuschiert – zum Beispiel wenn die verdeckte Person ein paar sekunden vorher zu sehen war.

    Nochmal zu 3D.
    Ob Konvertierung oder nicht, ich finde beides nicht besonders. Alice Im Wunderland habe ich mir in 3D angeguckt und es hat mir nicht besonders gefallen. Bei jedem neuen Bild musste ich erst einen Moment “verstehen”, was ich da sah (was ist vorne, was hinten usw).
    Nagut – ist ja nachbearbeitet. Was solls.
    Jetzt habe ich mir aus Neugierde aber extra nochmal den Resident Evil 4 angeguckt (ich arbeite in nem Kino – bezahlen will ich für den Scheiss nicht). Der Film hat genauso genervt (optisch).
    Ja, obwohl er mit der tollen Cam-Cam (Cameron Camera) gefilmt wurde, stören viele Bilder. Fast immer, wenn es refliktierende Gegenstände gibt, irritiert das Bild. In der Cam-Cam wird soweit ich weiß mit Polarisationsfiltern gearbeitet. Bei Reklektierenden Scheiben ist das ein Problem, da Bei bestimmten Polarisationswinkeln die Reflexe einer Scheibe komplett verschwinden.
    Das eine Auge kann durch eine Scheibe durchgucken, das andere nicht. Oder : Mit einem Auge sieht man glänzende Reflexe, mit dem anderen sieht man eine matte oberfläche. Das wirkt unnatürlich, und irritiert den Zuschauer.

    Und generell finde ich das Konzept von 3D-Filmen blöde. Ein Film soll uns die Illusion geben, einem bestimmten Ereignis gerade *live* beizuwohnen. Viele Dinge, die in Filmen gezeigt werden wären aber viel zu schnell, wenn wir sie live auf der Straße sehen würden.
    Zum Beispiel ein Martial-Arts Kampf; Würden wir direkt vor unserer Nase 2 Ninjas kämpfen sehen, dann würden wir das gar nicht kapieren. Die wären einfach zu schnell. Wenn da mal eben eine Faust in unsere Richtung saust und einen Moment Später von uns weg, könnten unsere Augen das gar nicht schnell genug fixieren/fokusieren.

    Wenn wir ein Objekt IRL “sehen” passiert nämlich folgendes: Beide Augen drehen sich in den Augenhöhlen so, dass wir mit beiden auf exakt denselben Bildpunkt schauen. Objekte hinter oder vor dem fixierten Punkt sehen wir als Doppelbilder. Jedesmal, wenn wir also ein neues/anderes Objekt ansehen müssen sich unsere Augen darauf fixieren. Das dauert jedesmal einen kleinen Moment. Aus diesem Grund wären 2 kämpfende Ninjas vor unseren Augen völlig verwirrend.
    Die Reduzierung des Filmes auf eine konstante Entfernung (Kinoleinwand) macht uns bestimmte Dinge erst möglich.
    Das elementarste Mittel in jedem Film ist der Schnitt würde ich sagen. Kein Film (außer ein paar kuriose Ausnahmen) kommt ohne Schnitte aus. Ein Schnitt ist völlig unnatürlich, wenn wir vom realen Leben ausgehen – Ich wache nicht morgens auf, und sitze sprungartig am Frühstückstisch. Alles ist kontinuierlich – kein Perspektivwechsel, keine wuchtigen Kameraschwenks. (Ohne Alkohol passieren diese Dinge nicht!)
    Im Film kann man Schnitte gut machen, da unsere Augen nicht jedesmal neu die Filmleinwand fokusieren müssen. Bei 3D jedoch schon. Bei jedem Schnitt werden unsere Augen eigentlich durcheinandergebracht. In Szene A fixieren sie ein bestimmtes Objekt im Vordergrund, während in Szene B ein Objekt im Hintergrund wichtig ist. In Szene B sehen wir also zunächst erstmal ein Doppelbild. (Man kann als FilmemacherIn natürlich die Schnitte so machen, dass Die Person in Szene B an der Position (auch von der Tiefe her) von der Person in Szene A erscheint. Jedoch kann es auch sein, dass Zuschauer 1 die Nase und Zuschauer 2 die Ohren anschaut, die unterschiedlich weit weg von der Kamera sind).

    3D ist für Spielfilme ne dämliche Idee meiner Meinung nach. Viele Dinge kann man im Film nur dadurch verständlich zeigen, weil man sie auf eine Ebene reduziert. Außerdem entsteht 3D nicht nur durch stereoskopie. Nach ungefähr 30 Metern unterscheiden sich das rechte und das linke Teilbild kaum (= gar nicht ) mehr. Trotzdem können wir über Objekte, die 30 Meter entfernt sind Aussagen zur relativen Entfernung treffen. Objekte, die weiter weg sind, bewegen sich anders, als welche, die näher dran sind usw.

    Stereoskopie ist manchmal ganz nett: Vor 2 Wochen war ich im Technikmuseum in Berlin. Dort haben sie auch was zur Entwicklung des Films/Foto. Auch ne kleine Abteilung zu 3D. Dort konnte man sich alte und neue stereoskopische Fotographien ansehen. Das war toll – es hat auch wirklich dreidimensional gewirkt. Ein schönes Bild war eine Hornisse auf einer Blüte. Großartiges Bild – man konnte die Tiefenwirkung genau sehen – jedes faszinierende Detail.
    ABER – ich habe mir das Bild eben auch ne halbe Minute angesehen. Es hat sich währenddessen nicht bewegt. Diese Tiefenwirkung kommt zustande, wenn man das, was man sieht erstmal begreifen kann.
    In einem Film bewegt sich vieles und man kann es meist nur kurz sehen – da bringt 3D nix und verwirrt nur. Basta!

    Kommentar #12 von lukipuki am 11.10.2010 um 02:12 Uhr

  13. kleiner Zusatzpunkt kontra 3D-Kino: Wenn man nicht genau in der Mitte der Leinwand sitzt widerspricht die perspektivische Verzerrung der Leinwand den Tiefeninformationen, die auf ihr zu sehen sind. Wenn man also nicht Loge + Mitte-Mitte-Karten hat sieht das Bild nicht mehr so toll aus. Außerdem kann es auch schonmal vorkommen, dass Kinos zwar den Digitalprojektor nachgerüstet haben, aber nicht die Projektionsscheibe ausgewechselt haben. Alte Projektionsscheiben sind doppellagig und dick (Wegen Feuerschutz etc). Die doppelten Scheiben sind jedoch nicht gut für 3D-Kino, da die Polarisierung teilweise wieder aufgehoben wird. Selbst eine einfache Scheibe ist da nicht die absolute Lösung :(

    Kommentar #13 von lukipuki am 11.10.2010 um 02:19 Uhr

  14. @batzman (4). naja, leicht hast du es einem ja auch nicht gerade gemacht.
    dies ist EIN satz:

    Doch nachdem der 3D-Hype sich seit einer Weile schon umkehrt und die Kinogänger dieses Jahr schon mit einigen halbgaren bis extrem miesen Konvertierungen malträtriert wurden (Clash of the Titans, Die Legende von Aang, Alice in Wonderland, Piranhas 3D) werden die Verleiher langsam vorsichtiger, denn nicht die die 3D-Prediger wie Cameron warnen, dass sich die wahnsinnigen Preisaufschläge nicht mehr rechtfertigen lassen, wenn den Zuschauern man ihnen hingeschludertes FakeD präsentiert.

    da fehlt mir auch das verständnis, oder ein teilsatz. spätestens um den dreh von “denn nicht die die”.

    Kommentar #14 von uh am 11.10.2010 um 10:44 Uhr

  15. @lukipuki

    das erklärt soeiniges!
    und genau deshalb löst dieses gehypte “3D” eher ein müdes gähnen als ein “wooooah!” bei mir hervor!

    Kommentar #15 von hund ohne körperöffnungen am 11.10.2010 um 12:53 Uhr

  16. @Jule (#7) und Sumit (#11): Das sind ja nett gemeinte Ratschläge. Ich weiß nicht, in welchen Kino-Paradiesen ihr wohnt, aber hier in Hamburg, das durchaus ein großes Kinoangebot hat, ist es sehr schwer, einen Blockbuster in 2D zu gucken, wenn man ein durch Arbeit und Familie eingeschränkten Terminkalender hat. Klare Strategie der Kinos und/oder Verleiher: Biete 2D nachmittags um 15 Uhr an, dann kann niemand behaupten, die 2D-Version hätte es nicht gegeben, und trotzdem sind die meisten genötigt, sich abends den 3D-Mist anzugucken. Das Theater hatte ich auch für Potter 7 befürchtet, deshalb bin ich über diese gute Nachricht hier erfreut.

    Kommentar #16 von latze am 11.10.2010 um 13:30 Uhr

  17. @Lukipuki: Danke für den langen Text. Echt interessant. Ebenso gibt es beim echten 3D Kino ja auch das Problem mit den Rändern… das da nicht angeschnitten sein darf. Kann man nachvollziehen. Aber in Avatar war bestimmt auch was angeschnitten. Und da soll es ja gut funktioniert haben. Ansonsten muss man bei 3D eben komplett umdenken. Das Problem mit den Schnitten war mir nicht bekannt. Ist aber logisch.

    Und zu “die in jedem Pixel noch die Tiefeninformation speichert”. So eine Kamera müsste man dann aber schon beim Dreh nutzen. Und ich kenne solche Verfahren. Da werden mit einem Beamer Rasterstreifen auf den Körper geworfen.. und dann kommt man irgendwie an die Tiefeninfo ran. Siehe Radiohead Video “House of Cards”. Kann gut sein das die Technik nun auch schon so weit ist aus “normal gefilmten” Aufnahmen die Tiefeninformation zu ziehen. Dennoch müsste das doch dann beim Dreh passieren.Und wenn man 2k aufzeichnet werden Pixel interpoliert. Man müsste also in 4k diese Information haben… damit es auf 2k runtergerechnet noch gut aussieht.
    In der Digitalen Nachbearbeitung wird das oft gemacht weil ein Trackingpunkt sich ja auch nur an einem Pixel orientieren kann. Und manchmal reicht das eben nicht. Dann geht man kurz auf 4k, macht dort das tracking, dann zurück auf 2k.
    Deswegen sage ich ja… die 2D konvertierung wird die nächsten 10 Jahre scheiße aussehen. Wenn da irgendein Studioboss behauptet das es beim jetzigen Harry Potter doof aussieht… beim nächsten aber gut.. weil die Technik weiter sein wird… dann ist das einfach nur lächerlich. Das sind so Typen die glauben das mit Computer alles möglich ist und man nur noch den richtigen Knopf oder Weg finden muss. Die aber nicht begfreifen das man eben Tiefeninformation braucht. Man bräuchte vom Kopf eigentlich 3D Informationen. Vielleicht gibt es ja Tools die das in Zukunft aus einem 2D Bild erstellen können, dann gleichzeitig noch mappen und die Textur dann auch noch gut aussieht. (Und nicht wie billiges Spiderman 2 oder Matrix 2 .. 3D aussieht).
    Und wenn man Tiefeninformation hat.. was du sagst. das ist ja eigentlich ncoh eine Stufe weiter als echtes 3D. Das ist dann wirklich 3D (und nicht nur 2 Bilder) .. sondern damit wären viel mehr Positionen möglich.
    Wenn man dann noch den Raum wo sich die Schauspieler befinden aus 3 Positionen abfilmt. So wie Satellitten die Erde umkreisen…. dann kann man sich den Schauspieler quasi von allen Seiten anschauen.

    Vielleicht wird das ja dann in Zukunft auch gehen. Die Schauspieler stehen auf einer Bühne und der Zuschauer kann drum herum gehen. Das Holodeck wird kommen. Das große Problem wird dann sein wie man die Umwelt darstellt.. der Unscharfe Bereich. Und die Figur kann sich erstmal nicht so viel bewegen. Aber das läßt dann das Theater wieder aufleben. Theater wird sterben… und durch 3D evtl. wieder aufleben.

    Kommentar #17 von Dr.Strangelove am 11.10.2010 um 13:40 Uhr

  18. “…denn nicht die die 3D-Prediger wie Cameron warnen…wenn den Zuschauern man ihnen hingeschludertes FakeD präsentiert.”

    Ich habe diesen Satz jetzt mehrmals gelesen und kapier ihn nicht. Umständlich geschrieben, verschachtelt, wahrscheinlich grammatikalisch falsch. Aber das ist alles egal, wenn es nicht dazu führen würde, dass ich ihn wirklich nicht kapiere. Liegt bestimmt an mir.

    Kommentar #18 von Hans am 11.10.2010 um 23:04 Uhr

  19. 3d? 2d? ihr steht doch alle auf http://www.fiesefische.de

    Kommentar #19 von bernd schneider am 12.10.2010 um 10:45 Uhr

  20. Gut, jetzt kann Batzmann dem Film auf wieder 5 Sterne geben.

    Kommentar #20 von reeft am 12.10.2010 um 11:53 Uhr

  21. @lukipuki:
    Interessanter Beitrag, danke dafür.
    Ändert aber nix dran, dass ich bei Avatar null Probleme hatte, das Geschehen zu verfolgen, und das ist ein Film, bei dem in allen Bildebenen ständig die Post abgeht. ^^
    Ich könnte mir also vorstellen, dass du unsere Wahrnehmungsfähigkeiten ein wenig unterschätzt. Keine Frage, 3D ist anstrengender als 2D und man bekommt manchmal wirklich nicht alles mit. Aber das liegt imo nicht nur am 3D, bei schnell geschnittenen 2D-Filmen geht mir das auch nicht anders.

    Kommentar #21 von DoughNut am 12.10.2010 um 11:59 Uhr

  22. Ich sehe eigtl nur bei Dokumentationen einen wirklichen Zugewinn durch 3D. Zum Beispiel bei Makro-Aufnahmen von Insekten (lukipuki’s Hornisse…), bei Unterwasser-Aufnahmen, bei Streifzügen durch Regenwälder oder ähnliches eben.

    Kommentar #22 von DonPablito am 12.10.2010 um 15:03 Uhr

  23. also was ich mit TOF kamera meinte – das ist ne Technik, die gerade erforscht wird – das ist noch weit entfernt davon, in Filmen angwandt zu werden.
    Und hm ja, ich war auch etwas erstaunt, wie lange der Text geworden ist :-)
    Ich bin auch kein Experte in dem Thema, aber habe ne Menge inzwischen darüber nachgedacht, weil ich ein paar Diskussionen darüber geführt habe. Ich fand die Idee von 3D Kino auch erst Spitze – aber so, wie die Technik das heute umsetzt ist das halt schlecht.
    Da kamen dann immer so Argumente wie “Ich hab in Disneyland den blablabla-Film in 3D gesehen – das war total cool”.

    Generell ist es ein Problem, wenn etwas künstliches sehr nahe an die Realität herankommt. Kleine Ungereimtheiten fallen dann immer stärker auf. So auch bei 3D. Mir wird vorgegaukelt, gerade tatsächlich dabei zu sein, aber wenn ich anstatt der Person vorne lieber sehen will, wie sich die andere Person hinten in der Nase bohrt, dann geht das nicht so wirklich – die Person hinten ist unscharf. IRL würde jetzt die Person hinten scharf werden und die vorne unscharf. Auch kann ich nicht den Kopf bewegen, um die Szene aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. (Mal ganz abgesehen davon, dass man im 3D-Kinofilm nicht den Kopf schräghalten sollte, da sich sonst die Polarisationswinkel der Brille verdrehen).

    zu Avatar: Ich habe den Film (leider?) nicht in 3D gesehen. Aber ich kann mir vorstellen, dass man dort ganz gut verstanden hat, was da gerade abgeht. Die Szenen waren glücklicherweise nicht so hektisch geschnitten, wie wir es aus anderen neueren Actionfilmen kennen (das hat mich auch an der 2D-Version sehr gefreut).

    Bevor Filme 3D werden, oder in 4k zu sehen sind würde ich mich freuen, wenn mal die Bildwiederholungsrate erhöht wird.

    Kommentar #23 von lukipuki am 13.10.2010 um 01:47 Uhr

  24. Mir ist das eigentlich egal. Ob 3D oder 2D. Schließlich hat man doch noch die Wahl. Ich bin kein Fan von 3D Filmen. Ersten, weil mir dabei immer schlecht wird und zweitens der klassische Film nun mal 2D ist. Alles andere sind für mich nur Spielereinen, die meist von einem schwachen Plot ablenken sollen..hauptsache die Effekte stimmen.

    Kommentar #24 von Vic am 20.10.2010 um 14:24 Uhr

  25. Für alle 3D-Hasser:

    http://xkcd.com/880/
    thinkgeek.com/interests/loofli...

    Kommentar #25 von Hans am 01.04.2011 um 19:49 Uhr

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