Piranha 3D (Review)

29 Comments

“Fish with boobies.”

Originaltitel: Piranha 3D
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Alexandre Aja
Buch: Josh Stolberg and Pete Goldfinger
Darsteller: Elisabeth Shue, Steven R. McQueen, Christopher Lloyd, Eli Roth, Adam Scott, Richard Dreyfuss, Jerry O’Connell, Dina Meyer, Ving Rhames

Batzman: ★★★½☆
Renington Steele: ★★★★½

Durch ein Seebeben werden Urzeitkrebse (pardon: Piranhas) freigelassen, die sich munter durch eine Horde Spring-Breaker fressen. Nur eine mutige Gesetzeshüterin versucht das Schlimmste zu verhüten…

Regisseur Aja dreht hier eine Horrorkomödie, die sich offenkundig eher an Dantes “Gremlins” als an dem Original orientiert, das sich eher durch unterschwelligen satirischen Witz, denn durch offene Comedyeinlagen auszeichnete. Was vielleicht keine so schlechte Idee ist, denn Piranhas sind alles mögliche, aber bestimmt nicht gruselig oder bedrohlich. Sie schauen aus wie Dolph Lundgren mit Verstopfung, sind wuselig und irgendwie sieht man nie genau, was sie eigentlich machen außer als blubbernder, giggelnder Schwarm herumzuschwimmen. Eine echte Manifestation des Grauens, eine unbegreifliche Bedrohung wie “Die Vögel” oder ein Ikonographischer Gegner wie “Der Weiße Hai” wird aus den kleinen Knabberguppies wohl nie werden.

Alexandre Aja hat das kapiert und versucht deswegen auch nie ernsthaft Spannung aufzubauen. Lieber ergeht er sich in mal mehr, mal weniger gelungenen Referenzen an das 70er und 80er Jahre Horrorkino. Da singt Richard Dreyfuss, der seine Rolle aus Jaws weiterspielt nocheinmal das Lied aus einer der Schlüsselszenen des großen Klassikers, da darf Christopher Lloyd nochmal den Doc Brown für Arme geben und Ex-Teeniestar Jerry “Stand by me & Ultra Man” O’Connel gibt mit Inbrunst den schmieren Girls Gone Wild-Pornoregisseur. Der Film stürzt sich mit Verve in das trashige Genre und versucht mit aller Macht den Spaß und die Unbeschwertheit der dummen, Blut-Effekt überladenen Filme vergangener Dekaden nachzustellen. Alles ist grell und laut und bunt und blutig und teilweise auch ganz witzig, wobei die beste Szene des Film die ersten 2 Minuten sein dürften.

Auch der Gimmickfaktor von 3D wird voll ausgespielt. Aja hat kein Interesse am “künstlerischen” 3D das so subtil ist, dass man es nichtmal mehr bemerkt. Er verspricht In-You-fucking-face-Effects und liefert sie auch: Piranhas schwimmen direkt nach vorne und grimmassieren in die Kamera und auch ansonsten fliegt so ziemlich alles nach vorne was nach vorne fliegen kann: Kotze, Titten, Blut, Pimmel, mehr Titten und noch ein bißchen Blut und Titten just for the damn of it. Was ein guter Ansatz ist, denn wenn 3D irgendeine echte Berechtigung hat, dann in solchen billigen Thrill-Rides, die tatsächlich ohne 3D einen Teil der Wirkung einbüssen werden.

Was jedoch enttäuscht ist wieder mal das FakeD, das postkonvertierte 3D, das einfach an keiner Stelle mit echtem 3D mithalten kann. So plakativ Aja auch mit Effekten spielt, selbst wenn eine blonde Uschi direkt in die Linse reihert, bleibt die digitale Kotze seltsam auf Abstand. Spätpubertäre Jungs die hoffen die dicken Hupen mal ordentlich in den Kinosaal ragen zu sehen, werden selbst beim breit ausgewalzten lesbischen Unterwasserballet wohl ein wenig enttäuscht sein. Konvertiertes 3D bleibt konvertiert und hat selbst wenn es so albern und gimmicky eingesetzt wird wie hier einfach keine echte Tiefe.

Zur Handlung bleibt wenig zu sagen, außer das sie insgesamt etwas unspektakulärer ist als die Werbung vermuten lässt. Ein wenig wirkt der Film wie um die große Strandparty-Szene herumgebastelt, die wohl die meisten finanziellen Ressourcen verschlungen haben dürfte. Sie ist das “Sahnestück” des Films, an dem Aja auch gleichzeitig zeigt, was ihn von wirklichem Funsplatter-Regisseuren wie dem frühen Raimi oder Jackson unterscheidet: Der Hang zum Sadismus, den er ja auch schon in seinen frühren Werken weidlich ausgekostet hat. Er maskiert seine Bloodscapades hier zwar als augendzwinkernd albern als Splatstick (oder fabuliert in Interviews von einer kritisch-satirischen europäischen Annäherung an die US-Kultur und scheint zu glauben, er sei der erste der auf die Idee gekommen sei das Abschlachten von dummen Jocks und Hupenludern als Seitenhieb auf die US-Kultur zu inszenieren), doch immer wieder weidet er sich genüßlich an Schmerz, Wimmern und Elend.

Nach dem Fressangriff sieht der Strand eher aus wie bei Private-Ryan als dem Ende von Evil Dead. Sterbende Menschen, keine Karikaturen sondern Menschen, die vor Schmerzen und Angst schreien. Das könnte als subversive Genrekritik umgedeutet werden, die durch seine restliche Inszenierung allerdings nicht gedeckt wird. Aja liebt sein Leiden. Was er nicht so liebt sind seine Figuren oder eine wirklich packende Dramaturgie, denn spannungsmässig plätschert es gerne mal dahin, fehlt es an wirklichem Zug und Ziel. Nicht kulminiert und der Showdown ist dann, bis auf den netten und absehbaren Schlussgag, auch eher ein Antiklimax – so klein und unscheibar wirkt er nach dem furiosen Strandgemetzel.

Die Darsteller schmeißen sich in das wenige was sie haben und spielen die Klischeefiguren so gut es geht, doch im Grunde haben nur Stephen R McQueen, Jerry O’Connel und Jessica Szohr wirklich nennenswerte Screenzeit – vielleicht von den beiden unnötigen Kindern mal abgesehen. Der Rest der durchaus ansehnlichen Cast darf sich im wesentlichen mit Extended Camoes abfinden, selbst Elisabeth Shue als überzeugend toughe Polizistin ist nicht wirklich so oft zu sehen. Ving Rhames hat im Grunde die eine Szene die in der Werbung ausführlich präsentiert wurde und das wars, Eli Roth und Christopher Lloyd sind ebenfalls im Minutenbereich zu sehen.

Letztlich erwartet natürlich auch niemand eine wirklich ausgefeilte Handlung, wenns nur darum geht ein bißchen blutigen Spaß mit Titten und Killerfischen zu haben, doch ein bißchen mehr klare Linie, etwas weniger Herumlavieren an einem dutzend Orten wäre auch für einen B-Trasher bisweilen ganz nett. So erinnert das Ganze in seinen schlimmen Momenten immer wieder an Jeannot Swarks furchtbaren JAWS 2, bei dem auch nur ein haufen völlig egaler Kids bei einer Beachparty gefressen wurde.

Und manchmal versucht Aja auch einfach zu sehr cool und retro und spassig zu sein. Die Filme von damals hatten bei all ihrer Trashigkeit oft eine gewisse rührende Naivität und einen leichtfüssigen Optimismus in der Art wie sie ihre dummen Stories erzählten – Aja fehlt diese unverkrampfte Leichtfüssigkeit, die Robert Rodriguez in seinen besten Momenten mühelos einfängt (und die auch Machete zu einem so viel besseren Film macht als Piranhas 3D). Aja will den Spaß erzwingen, was ihm streckenweise gelingt, aber trotzdem eher nach gut gelerntem Kunststück aussieht, als nach echtem Naturtalent.

Ein harmloser Blutfilm, mit ein paar fiesen Untertönen, dessen angekündigtes Sequel jetzt schon spannender klingt als er selbst und nach dem bei allen Gags ein wenig das Gefühl zurückbleibt, dass er irgendwie nicht so viel Spaß gemacht hat, wie er mit den Zutaten eigentlich müsste. Und das Aja ganz eindeutig nicht der neue Joe Dante ist.

————-

Renington meint: Piranha 3D ist mein Film des Jahres. Selbstverständlich hat er seine Schwächen, aber das Schöne ist: Alexandre Aja weiß das und versucht erst gar nicht, sie zu verdecken. Ganz klar ist der Film um das zehnminütige Gorefest herumgebaut, aber: 1.) bietet Piranha 3D genug Unterhaltung (= Titten), um den Rest-Film so angenehm wie möglich zu gestalten und 2.) sind diese 10 Minuten das größte Splatterfest, dass man im Kino seit Braindead auf der Leinwand gesehen hat. Alleine dafür (und für die Motorboot-Haar-Szene) verdient der Film nichts anderes als Standing Ovations.

Piranha 3D ist ein sehr visueller Film und bietet jede Menge toller Bilder, das überdeckt natürlich die fehlende Substanz. Subtext oder Botschaft jenseits von der ollen Giftmüll-im-Meer-Story sucht man hier vergebens. Das Grandiose dabei: Aja ist sich dem extrem bewusst und verzichtet auf Pseudo-Messages und bietet genau das, was Fans sehen wollen, ohne den Nerds in den Arsch zu kriechen: Tits and Gore to the max… Piranha just delivers exactly that.

Gut: Piranhas würde auch als Kurzfilm oder Effekt-Demo funktionieren… ein bisschen Vorgeplänkel, die Szene, ein bisschen Nachgeplänkel und gut is. Aber dann müssten wir auf Dreyfuss’ Jaws-Homage (inklusive einem fucking Strudel), auf Christopher Lloyds Doc Brown-Einlage, auf Ving Rhames fighting Piranhas with a fucking Motor und jede Menge Titten verzichten. Will ja auch keiner.

Das alles zusammengenommen ergibt einen superunterhaltsamen Film, der Pulp in goldenen Großbuchstaben quer über die Leinwand schreibt und sein Genre vor allem auch visuell umzusetzen weiß. Piranja hat Eier. Und Gore. Und Titten. I’ll pick my Brainfood somewhere else and that’s okay.

Dass ausgerechnet der ausgewiesene Splatterfreund Batzman das olle „Sadismus“-Argument für Alexandre Aja auspackt ist ein weiterer Pluspunkt für den Film. Jeder einzelne Regisseur, der seine Wurzeln im Horror-Genre hat (Peter Jackson, Sam Raimi, Steven Spielberg [yes, Duell is Horror by definition] um nur ein paar zu nennen) hat sich mit diesem Argument konfrontiert gesehen, meistens aus der Ecke konservativerer Kritiker, ohne Batzi da jetzt irgendwie dazuzurechnen.

Alexandre Aja ist kein Scorsese, aber er stammt aus einer neuen (?) Schule von Regisseuren, die vor allem visuell absolut überzeugen. Ich würde da auf jeden Fall noch Zack Snyder mit zurechnen, mit Abstrichen auch Robert Rodriguez und vor allem – HA! – Sam Raimi. Die haben alle Stil und sie wissen, diesen visuell umzusetzen und ich freue mich aufrichtig, dass Alexandre Aja trotz seines Mirrors-Totalausfalls mit Piranhas im Mainstream angekommen ist. Aja weiß, wie man inszeniert und genau das sieht man an dieser grandiosen Umsetzung eines eigentlich eher mauen Stoffes wie Piranha 3D. Und für diese kurzweiligsten 85 Minuten des Jahres verneige ich mich. Summer, Blood, Tits, Gore and Fish. Hell yeah!

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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29 Comments

  1. gon

    cool, daß sich noch jemand an “ultra-man” erinnert :)

  2. Ken Takel

    Wieso so viele Sterne, wenn du am Ende den Film scheinbar nicht so dolle fandest?

  3. Batzman (Oliver Lysiak)

    @Ken

    Ich hab wirklich geschwankt. Der Film ist besser als 3 Sterne aber eigentlich auch nicht auf dem Level, welches ich für 3.5 Sterne normalerweise anlege. Eigentlich müsste er 3.25 Sterne bekommen ;) Wobei es gilt immer: Der Text ist wichtiger als die Sterne…

  4. Michael

    Ich fand den Film für das was er sein wollte super.

  5. Ken Takel

    Alles klar. 3,25 reicht mir um reinzugehen.

  6. Gerrit

    Ich fand Piranhas 3D ebenfalls super. Das Aja einen gewissen Hang zum Sadismus pflegt sehe ich genauso, allerdings wischt du in meinen Augen seinen Drang zum Horror mit Botschaft in seinen US-Remakes ein wenig sehr beiseite.

    Diese Eigenschaft Ajas mag polarisieren und nicht jedermanns Sache sein und beispielsweise Romero muss für seine Holzhammermoral-Filme ja auch regelmäßig Kritik einstecken.

    Bei Piranha 3D hat mich persönlich am meisten erstaunt, wie perfekt die Symbiose aus Funsplatter und Moralkeule funktioniert hat.

    In diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Auswahl der Piranhas als Bedrohung perfekt gelungen. Der Schwarm wird ja im Film geradezu auffallend parallell zu der fleischgeilen Spring-Break-Meute gezeichnet.

  7. Schwarzmaler

    David Fincher müsste für vier Punkte mehr leisten.

  8. K-I

    Mich würde ja interessieren, was Renington dazu sagt :D

  9. Hitmanski

    Insgesamt ein schönes und ausgewogenes Review, auch wenn ich in letzter Konsequenz zu einem anderen Ergebnis komme.
    Für mich eiert der Film nach seiner unterhaltsamen, aber absehbaren Introsequenz zu lange auf der Stelle herum und scheitert deshalb am Popcorn-Fun-Faktor, den Aja so ausgiebig propagiert. “Piranha” ist 80% seiner Laufzeit eine langweilige Collabo von “AmericanPie” meets “GirlsGoneWild” und legt tempomäßig wirklich erst in den letzten 20-30 Minuten zu; nervt dann aber mit seinem breit ausgetretenen Fetisch-Fantasie eines Blutgeiers und dem spektakulär unspektakulären Boot-Finale nebst dämlichen Zaunpfahlwink Richtung Remake.
    Die Trash-Attitüde halte ich für einen Marketinggag, und muss nur dauernd dafür herhalten, dass Aja keinen Bock auf ordentliche Charakterzeichnung oder Spannungsbogen hat.

    Würde ich Sterne verteilen, bei mir wär´s wohl nur ein halber geworden ;)

  10. Renington Steele

    @ K-I: Renington sagt: Das Review is okay. Bisl zu Batzig an manchen Stellen und ich hätte auch nen halben Stern mehr gegeben und es kommen zu wenig Titten und Killerfische darin vor, aber insgesamt kann man das durchaus so stehen lassen. Trotzdem, oder auch grade deshalb mein Film des Jahres ;D

  11. Paratrooper

    was für ein shit film…
    die highlights des filmes konnte man hier im geposteten 10min- trailer bewundern…

  12. fuxxe

    @Paratrooper
    Dann sollte mann sich sowas halt nicht anschaun!

  13. Smion

    @fuxxe: Genau, wem’s nicht gefällt der soll’s Maul halten. Eine andere Meinung wäre ja noch schöner. Ts,ts…

  14. Norman E.

    Batzmans Kritiken werden immer unlesbarer. In jeder Hinsicht.

  15. Binding

    Gerade weil Renington Rodriguez erwähnt: Bei “Machete” kann man sehen, wie die Trash-Attitüde mit Augenzwinkern funktioniert, ja damit sogar zu so einer Art Arthouse-Trash wird, den man auch als intelligenter Mensch mit viel Spaß schauen kann und dabei noch fürstlich unterhalten wird. Aja hat aber genau diesen Aspekt nicht drauf, denn sein Film ist wirklich sexistisch, reißerisch und plump. Ich hatte zwar kein Kunstwerk erwartet und habe auch überhaupt keine Probleme mit den Splatter-Szenen (außer dass sie teilweise lächerlich waren), wurde aber dann doch so sehr enttäuscht, dass ich mich am Ende als Zuschauer beleidigt fühlte.

  16. aratas

    wie beschissen schlecht dieses fake-3d in diesem film ist, merkt man bereits zu beginn, wenn man selbst die schrift des casts des films vor verwaschenheit nicht lesen kann.
    ansonsten hatte der film einen faden beigeschmack, wenn man sich die zB. loveparade-handycam-videos auf youtube angeschaut hat. das hat mir wirklich den spass an der abschlachterei verdorben. was nun weniger dem film an sich zuzuschreiben ist.
    übrigens glaube ich, dass das fuenf filmfreunde team zuviel vom wildwildgirls-koks abbekommen hat, um diesem rotz, der zwar trash sein will und trash ohne ende bietet, mehr als 2 sterne zu geben.
    ich hab echt nicht viel vom film erwartet, aber selbst das wurde nicht erfüllt. es hat sogar nichts gebracht mir den film “gut” zu saufen. dieser versuch ist gescheitert.

  17. Matty

    War auch eben drin. Muss aber sagen dass das 3D gar nicht so schlecht war wie viele schreiben. Auch die Schrift war gar nicht verwaschen.

    Ich hab mich alles in allem sehr gut unterhalten. Der Film war genau das was ich wollte. Hab mich zu keiner Minute wirklich gelangweilt.

    Ich fand auch die Penisszene tatsächlich lustig. ;-)

    Ich würde dem Film 4 Sterne geben.

  18. Niniel

    war auch grade drin. war echt guter splatter :) mehr lachen musste ich aber beim jackass trailer vorher als im ganzen film ;)

  19. marius

    aja ist ein dummer spasti der nen wikieintrag zu schwarzem humor gelesen und nicht verstanden hat…was für ein armer film! ich hab mich auf trashigen funsplatter eingestellt, hatte keine erwartungen und dachte je schlechter je lustiger. falsch, es war bestimmt schwer genau so unfasssbar langweilig zu sein. die umsetzung der gags ist vom timing usw so dillettantisch…ja war bestimmt absicht…musste exakt 1mal lachen, als zwei sanitäter ein mädel wegtragen und wie samson oooh nein vor sich hinnuscheln als sie sie ausversehen auseinanderreissen. die unterwasserschots warn schon ganz nett, aber der film hat für mich keine sekunde sein potential lustig schlecht zu sein genutzt. das kam nicht wie ein augenzwinkernd unabsichtlich schlechter film, sondern konstant wie von nem schlechten filmstudent mit zuviel budget, der auchmal grindhouse machen wollte wie der quentin…ernsthaft planet terror( ja rodriguez ich weiss) zb ist wirklich genial umgesetzt. weil das trashige in der dramaturgie auch selbstreflexiv verarscht wird, da passt wirklich alles zusammen.traut sich hier nur keiner zu schreiben wie müde lame piranha war, weil er angst hat ihm würde unterstellt werden den explloitation faktor nicht gerafft zu haben…bitte, das ist so bemüht, dass es einem einfach nur leid tut…klar kann man jetzt seitenweise irgendwelche einzelheiten referentzen und versuchte konzepte reininterpretieren, wenn das aber die hauptprämisse des films ist sollte n solche momente 1 vorkommen 2. funktionieren und 3 der gesamte film aus diesem flair bestehen, das er als gesamtgag und stimmung agiert….mir war zwischendrin so langweilig, das ich raus bin um eine zu rauchen. als ich wieder rein kam und gefragt hab ob ich was verpasst hätt musst ich selbst lachen bevor die antwort kam…ich wollt den film sogar mögen und war auch noch “fröhlicher” an dem abend..scheisse in dem zustand könnt ich mich theoretisch stunden über die moderatoren von homeshoppingsendern amüsieren, weil man da mit gewollt auch implizite infos rauslesen kan. ich liebe guten horror, exploitation, unterwasseraufnahmen, maritimes allgemein, titten und ärsche sind auch toll und find den gedanke an bodybuildingspastisuperzahnpastalächelguidos und billige strandschnecken ohne jegliches reflexionspotential, die repräsentativ für die hedonistische endzeitsituation ihres kulturkreises blubblubblubb aus ihrer scheissplastikwelt gerissen und abgemäht werden toll!!! vom prinzip her kann man das schier nicht verbacken… damit das läuft, müssen die charactere jedoch einen gewissen ooohpferlammcharme in ihrem völligen unverständniss die gesamtheit der situation einschätzen zu können, entwickeln..herausgestellt werden, ihr ungerechtfertigtes selbstvertrauen denunziert und verarscht werden, das exakt sie im vergleich zu anderen leuten, durch ihre eingeschränkte sicht der welt, natur usw auf die realität jenseits ihre glitzerscheisse, völligdeplatziert versagen mit ihrem way of life. ja aja hat versucht die pornoregiseurrolle comicartig in dieser richtung überzüchtet darzustellen, aber da geht ja garnix! entweder man nimmt wirklich nen c film pornodarsteller der so holzig schlecht kommt das es funktioniert, oder einen schauspieler der wenigstens so gut bzw clever ist, dass er seine darstellung mit seinem subtilen charme spielt der die eigene selbsterkennung in dem humoristischen konzept mit einfließen lässt….wenn man schon nachdem sein schwanz gesnackt wurde nen gag beim sterben braucht, dann wenigstens was, das wie ein von der figur schon ernst gemeinter kommentar dargestellt wird, der nur völlig die situation bricht, oder so schlecht emotional wirkt, dass es lustig ist, was weiss ich…aber wenn die figur schon nen plunmpen eizeilergag reisst, ( wet t-shirt contest…wet t-shirt..) der oh ja tschuldigung total gesellschaftskritisch ist weil er selbst im moment des todes an nichts als seine hedonistischen fantasien und ersatzwelt des konsumüberflusses denken kann…blabla, wiso kein gag der dass aussagt und zusätzlich lustig kommt und nicht völlig deplatziert poppt und man das gefühl hat der regisseur steht hinter einem und kichert sich tot weil jetzt gerade seine sarkastische wasserstoffbombe des jahrtausends geplatzt ist und alle ganz doll schlucken müssen weil er ja achso dreckig mit dem tod umgeht….1 mit stern der dirtyhumor des jahrtausends du arschloch…..der film funktioniert höchsten als verarschung von inspirationslosen möchtegernrenegadeindependentregisseuren die versuchen ihren doch so ausgefeilten scheiss mit pseudoaussagen zu garnieren, die weder ton noch flair des films trifft….bzw der film keinen spezifischen schlüßigen style entwickelt….ein mensch beim kacken hat mehr implizite misanthrophie intus als ajas film! seine aussage ist, das er gefährliches zehntelwissen über ein filmkonzept hat und sich dafür schon für zielich genial locker hält…..Pitanha 3d wirkt, als hätt er alles reingesteckt, was er hat…nichts. sein film funktioniert nur für eine zielgruppe perfekt, die art von kinogänger, die man im sommer beim springbreak trifft. und sein splatter ist weder schockierend noch funnig! Noch besitzt er einen funken selbstironie ausser in seinen speziellen ironischer moment szenen, von dehnen mit bestem willen vielleicht 2 bis 3 funktionieren, und die werden dann schier mit tshirtaufdruckkonfettimegafon angekündigt und zünden dann nicht mal richtig. der film ist jetzt 2 tage her und ich bin weder polarisiert noch provoziert! einfach belangloses aussussmaterial, dass keine ernsthafte diskussion wert ist…..jaah…wiso pups ich dann hier den viel zu langen kommentar…weil ich mir bewusst keine vorberichterstattung zum film reingezogen hab und echt n bisschen geschockt von eurer wohlwollenden kritik bin, ihr zerhackt doch sonst schon was zerhackt gehört! ps batzman hatt meiner meinung nach echt recht mit der art der goredarstellung….weil er bei randomcaststatistentoden die ausser verrecken nix zu tun haben ja keine eigentliche figurenzeivhnung hat aber die panik schrei angstmomente im vergleich zur sonstigen darstellung “relativ realistisch” kommt so als würd aja sich gern im keller einen auf n video runterhohlen, auf dem man sieht wie jemand ne frau mit nem kleiderbügel foltert….da würd er aber kichern wie damien.., und das wär außerdem intlektuäll weil frauen gibts ja auch in der gesellschaft..und und da haben die auch schmerzen zu ertragenn…puuuuchtscccch ( kopfschussgeräusch )…und gottverdammt wie kann man einen exploitationsplatterfilm drehen ohne auch schlechte analoge puppeteffekte zu nutzen…..alles gorige ist in scheisscgi umgesetzt…genau so real, das der billligproduziertcharme nicht aufkommt und genau so unplastisch billigcomputer, dass es so gar nicht schockiert…was war denn da der plan…
    ääh das passt zum heutigen begriff billig und ist nur eine analogie zur in den 70er 80ern genutzten technik, weil ich die exploitation idee ins neue jahrtausend bringen wollte und…halt die fresse aja, mit der idee verarscht du nicht die filmhistorischen süssen fehler der industrie sondern zerstörst deinen film, weil dieser eigentlich echt den nostalgiefaktor braucht oder diesen fanfilmproduktionslevelcharme.
    da wärs ja besser gewesen, wenn dreyfuss genau so vorahnungssuperschwanger in seine bootszene startet und dann vernünftig alle zeichen richtig deutet und der situation ganz schrecklich unspektakulär entgeht, weil er kein völlig zugedonnerter springbreaker ist, das wär dann in sich wenigstens n bißchen schlüssig. Aber seine pseudovorwandsozialkritik dann mal konsequent durch das restliche drehbuch zu denken fällt ihm nicht mal ein. ernsthaft, wenn der film keine eigene identität bzw tragenden humor
    entwickelt und nur auf schauwerte setzt, hab ich mehr von nem schlechten porno und ner meeresdoku! ok die fliegende tittenszene trifft ja schon ne möchtegern arthouseambitionierte idee die ein schlechter pornoregisseur haben könnte…
    Fazit: völlig drüberexploitation mit esprit und gutschlechten ideen die aber ein bewusstsein für das medium innehaben, und es einem nicht billig ins maul haun, was man sich dabei gedachthat, oder subtiler wirklich durchdacht gesellschaftskritischer film, der seine botschaft unter “schlechter augenzwinkernder” machart versteckt, wär ja locker…. sonst bleibt doch nur der gag nen scheissfilm ohne hirn gedreht zu haben…und den leistet sich doch ausfersehen 90% der aktuellen hollywood mainstream filmmacher….
    aktuelle produktionen sind doch derart scheisse undurchdacht inzwischen, das man sie fast alle als exploitationgagversion deuten müsste. Vielleicht war das ajas problem. die szenen so offensichtlich extraschlecht zu machen und sichergehen dass die intention auch jeder rafft ist heutzutage halt ohne echte keativität schwierig, weil die ernsgemeinten produktionen den heutigen zeitgeist unbewusst viel böser karikieren…krieg, schnell superheldenfilme rein!
    blablablub IGNORIERT PIRANHA 3D ER IST ECHT BORING BABY

  20. marius

    gott merk grad erst wie lang der kommentar geworden ist….aber der regisseur hat echt keine zujunft..sein grindhousebeitrag ist so durchdacht ( bewusst) wie auf die strasse gehn, und im hitlerkostümdie einem semitischen mitbürger die fresse wegzuschießen und dann zu sagen: dass ist meine form von Rassismuskritik…..verdammt

  21. tor7ten

    @marius: du hast das nicht wirklich hier on the fly reingepostet!?

  22. Sebastian

    haha
    was für ein geiler Kommentar, wie lang haste denn daran geschrieben?

    wir waren gestern dann lieber in Wall Street II, kaum Titten.
    Scheint mir hier ja ein neuer Maßstab zu werden.

  23. marius

    @ tor7ten, sebastian: Doch schon!….ah langsam lässt krampf in meiner hand nach…vom siegesfäustchen machen!…während nebenjob…im keller…ohne licht..ohne kommunikation…. hat aber fast 2 h gedauert bis ich mich leergemotzt hat…..bin nun stolzer träger des grünen ( und somit höchsten!!!!) motzgürtels unter fuckingfierce:oskar aus der tonne! nee ernsthaft freut mich, das sich jemand die mühe gemacht hat den ganzen krempel zu lesen!!

  24. CaptainCoffee

    Komme gerade aus dem Kino. Und was soll ich sagen: Irgendwie ist man doch ein wenig enttäuscht. So richtig trashig ist der Film nicht und besonders gut ist er auch nicht. T & A in Filmen sind immer willkommen, aber hier ein wenig zu sehr ausgewalzt. Wenn ich so viele Titten sehen will, kann ich mir doch vielleicht lieber einen Porno ansehen. Der 3D Effekt war bis auf einigen Szenen mäßig. Genau wie die Story und Überraschungen. Mitfiebern mit irgendwelchen Darstellern fällt hier auch komplett weg. Den Film hätte man sich besser als DVD mit den Freunden und ein paar Bier reinziehen sollen, als für den billigsten Platz im Kino 12 EUR zu bezahlen. Gute Nacht.

  25. 4t

    @Marius
    genau das ging mir auch so oder so ähnlich durch den Schädel.
    Der Regisseur der diese Moppelkotze verbockt hat, hat sich das Augenzwinkern aus der Nasse gezogen um es dann in 3D mit dem Finger wegzuschnippen.
    Mieser Film!

  26. Arctic

    Grässliches Teil …
    Ich bin völlig schockiert, dass dieser Bullshit hier so gut abschneidet, und möchte mich dem Kommentar anschließen :

    “David Fincher müsste für vier Punkte mehr leisten.”

    Das hat auch ncihts mehr mit lustigem Trash oder ähnlichem zu tun. Völliger Totalausfall der auch durch durchschnittliche visuelle umsetzung noch lange nicht in die Liga der zeitlosen Trash-Klassiker rutscht.

  27. stb247

    Ja, ich hatte auch merh erwartet.

    Vor allem die viel zu realistischen Shots der angefressenen Opfer, die überlebt haben oder kurz vorm sterben standen, waren der totale Abtörner. Ist schon klar, dass man in einem Genrefilm nicht allzu subtil sein muss, aber mein Gott… dieses genüssliche Draufhalten bei aller Art von Masakrierung… das muss man doch nicht haben in einem Film, der keine Handlung oder gute Charaktere hat. Das wirkt dann wie ein verzweifelter Versuch, in eine neue Richtung zu gehen, die keiner braucht.

    Als gutes Beispiel für eine gelungene Version eines Genrefilms empfehel ich immer noch “Arack Attac” (Eight legged freaks). Der hatte was.

    Pirhana 3D leider nicht.

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    Life is too short to be holding on to old grudges

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