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Pixies‘ Black Francis-Version of „Der Golem und wie er in die Welt kam“ completely online!

Standard, 22. 10. 2010, Renington Steele, 17 Kommentare


2008 beauftragte das San Francisco International Film Festival den Frontman der Pixies Black Francis mit dem Soundtrack zum Stummfilmklassiker „Der Golem und wie er in die Welt kam“ von 1920, ein Meisterwerk der deutschen expressionistischen Kinematik und (tatsächlich!) einer der Filme, die ich mir damals mit 13 oder 14 aus einer Bibliothek auslieh (zusammen mit „Nosferatu“, soweit ich weiß und: Ja, ich war schon immer seltsam).

Diese Version des Films mit dem Soundtrack von Black Francis veröffentlicht er im November, man kann sie auf seiner Website vorbestellen und das allerbeste: Er hat den Film inklusive Soundtrack offiziell bei Vimeo hochgeladen. w00t!

Falls einem die Awesomeness dieses Dings hier nicht bewusst ist: Das ist so ähnlich, als hätte Kurt Cobain den Soundtrack für Frankenstein geschrieben und das Ding online gestellt. Nur ohne Nirvana und Leichenteilen, dafür aber mit den Pixies und Lehm-Monster. DoubleTrippeW00t!

Often regarded as the height of German expressionism, the silent, black and white film „The Golem“ (also known in it’s German form, „Der Golem“) was the last of a series of three films by director Paul Wegener and was released in 1920.

Set in the 16th century, „The Golem: How He Came Into The World“ tells the story of the persecution of the Jews of Prague. The towns Rabbi (Rabbi Loew), foreseeing these events, constructs a giant ‚Golem‘ out of clay in order to protect his people. Mayhem ensues when the creature rebels and begins to destroy the ghetto. The highly expressionistic imagery seen in the film was captured by legendary cinematographer Karl Freund, who went on to do the classic „Metropolis“ in 1927.

Groundbreaking as it was, the film sat ’silent‘ for nearly 88 years until the San Francisco International Film Festival requested Black Francis score the film and perform it live for their annual film festival in April, 2008. Despite the sold out show at San Francisco’s Castro Theatre (with a line stretching around the block) the score has never been performed live since. However, BF recorded the resulting double album in a matter of days in SF at Hyde Street Studios, with help from longtime collaborator/producer Eric Drew Feldman. The album features Black Francis on vocals/guitar, Duane Jarvis on lead guitar (who has since passed away), EDF on keys, Joseph Pope on bass, Jason Carter on drums and Ralph Carney on horns.

In early 2010 the double album, along with the recordings of the live performance in 2008 and the DVD was compiled into a special, limited edition booklet. Only 500 copies were released and sold exclusively through the Black Francis web store.

However, November 16th, 2010 will see the release of The Golem ‚rock album‘: a stunning one-hour ‚rock opera‘ derived from the original 2-disc album. To accompany the album, the DVD with complete score (both housed in simple & elegant, eco-friendly packaging) will also be available exclusively through the Black Francis web store and Amazon.com.

(via Twitch)

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17 Kommentare

  • Reply arckanum 23. 10. 2010 at 1:06

    Na das ist ja wohl mal gehörig in die Hose gegangen.

  • Reply Renington Steele 23. 10. 2010 at 1:18

    Voll, ja. Schrecklich!

  • Reply Dr.Strangelove 23. 10. 2010 at 1:46

    Es muss ja nicht gleich die typische Klaviermusik sein. Habe mir nun die ersten 10 Minuten angeschaut und es passt rein gar nicht. Leider. Es klingt so als würde er eben ein paar Songs spielen. Dazu läuft eben Golem. Schade.

  • Reply Renington Steele 23. 10. 2010 at 1:48

    >Habe mir nun die ersten 10 Minuten angeschaut und es passt rein gar nicht.

    Dann haste was anderes gesehen, als ich. Man muss sich auf manche Konzepte halt auch einlassen können. No Offence.

  • Reply Ufomuschi 23. 10. 2010 at 2:18

    Furchtbar!

  • Reply Renington Steele 23. 10. 2010 at 2:27

    High Art and the Internet… Ahhh! It’s a Lust!

  • Reply das_Produkt 23. 10. 2010 at 3:38

    Hmm, ich hab mit 13 oder 14 auch das erste mal Nosferatu gesehen und ich fand den damals wie heute echt gut. Bin und war ich jetzt auch seltsam?

  • Reply Tomsen 23. 10. 2010 at 5:28

    René…meinen allerhöchsten Respekt!

  • Reply Frank Black Francis – Der Golem | via Fünf Filmfreunde | MartinBaron.net °°° Personal Homepage 23. 10. 2010 at 10:37

    […] was ich da gerade eben drüben bei den 5 Filmfreunden gefunden habe. Frank Black, aka Frontmann der Pixies, aka der Mann, der den Alternative Rock aus den 80ern in die […]

  • Reply Grundewick 23. 10. 2010 at 10:40

    Versteh auch nicht, was daran seltsam sein soll sich die Filme mit 13, 14 in der Bibliothek auszuleihen. Find eher die Leute seltsam dies nicht tun. xD

  • Reply AndiBerlin 23. 10. 2010 at 12:24

    Erinnert mich doch sehr an das was Neil Young zu „Dead Man“ fabriziert hat. Nur mit dem Unterschied das Young da mehr Gefühl reingelegt hat und wirklich wußte die Stimmung zu dem Film umzusetzen.
    Naja, ich persönlich halte Black Francis eh für total überbewertet.

  • Reply Christoph 23. 10. 2010 at 13:21

    Ist das eigentlich ein komplett eigener Score, oder was ganz neues? Fantômas haben da auf ihrer „Director’s Cut“ schonmal was von gecovert. Finde ich irgendwie stimmiger.

    http://www.youtube.com/watch?v=rdj8iRSh9wI

  • Reply justus_jonas 23. 10. 2010 at 13:50

    @AndiBerlin: Begründung?
    Ohne die Pixies (und insofern auch Frank Black) wären die 90er im Bereich der Alternative-Musik mit Sicherheit fundamental anders (und mit Sicherheit nicht besser) verlaufen.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Pixies#Legacy

  • Reply ‘Der Golem und wie er in die Welt kam’ | Publique 23. 10. 2010 at 15:04

    […] Fünf Filmfreunde Tweet Dieser Beitrag wurde unter Linse, Music abgelegt und mit Black Francis, Der Golem und wie […]

  • Reply SpielerZwei 23. 10. 2010 at 20:42

    Hm, das ist ja mal richtig schön scheisse geworden. Und ich fand die Pixies damals richtig groß.

  • Reply AndiBerlin 24. 10. 2010 at 9:03

    @Justus_Jonas, ich selber schätzte die Pixies sehr. Aber nachdem Black Francis die Pixies so radikal auflöste (ohne Wissen der Band) war der Typ für mich persönlich unten durch. Da hat sich gezeigt das er durch und durch Egomane ist (was eigentlich schon vorher jeder wußte). Und die Solo- Alben konnten mich partout nicht überzeugen.
    Black Francis ist nur mit den Pixies zusammen gut gewesen. Naja, und nach der Reunion war der Zug schon längst abgefahren für die Band. Das war meiner Meinung nach dann nur noch der Versuch Geld zu machen.
    Aber das ist, wie erwähnt, nur meine Meinung.

  • Reply Transpitti 24. 10. 2010 at 11:06

    Oh Gott, was für ein Müll! Schnell mal um-, …, ähh, ausschalten!

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