The Tourist (Kommentar / Review)

83 Comments

It all started when he met a woman.

Originaltitel: The Tourist
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Graf Florian Henckel von Donnersmarck
Darsteller: Angelina Jolie, Johnny Depp, Paul Bettany, Timothy Dalton, Steven Berkoff, Rufus Sewell, Bruno Wolkowitch, Mhamed Arezki, Ralf Moeller
★☆☆☆☆ Jet Strajker
★★☆☆☆ Batzman

Was ist eigentlich schlimmer – Florian Henckel von Donnersmarck oder die Filme, die er macht? Der Größenwahn eines Mediengespensts oder die Zelluloidverwurstungen eines Wenigkönners? Das elitäre Geschwafel über die Adelshoheit oder die klebrige Filmhochschulsülze? Erinnerung: Das bayrische Wunderkind Florian gewann den Oscar für seinen Hollywoodanbiederungs- und Uni-Abschlussfilm “Das Leben der Anderen”. Anschließend hat er öffentlich Henry Hübchen verunglimpft und sich an die Poperze von Tom Cruise gekuschelt. Dann organisierte er schnurstracks einen Umzug nach Los Angeles und verschwendete 100 Millionen US-Dollar für “The Tourist”, den ödesten Starfilm seit der Erfindung von Starfilmen. Und nun macht er Promotion für dieses Vehikel, z.B. in der Süddeutschen, wo er über den glorreichen Hitler-Widerstand der Adelsklasse und seinen Cousin “KT” zu Guttenberg sinniert. “Die Donnersmarcks sind ja die Erben von Goethe.”, sagt er. Und: “Vielleicht hat es noch nie in der Geschichte der Menschheit irgendjemand besser gehabt als ich.”

Florian ist also der Auserwählte. Er hat einen kulturellen Bildungsauftrag und er hat sich mit zwei Filmen sowohl als politischer Filmemacher wie auch Unterhaltungsregisseur beweisen wollen. Neo-Flo, the One, ist ein viel beschäftigter Mann zwischen Goethe-Erbe, Oscarjunge und gesellschaftlicher Selbstaufgabe. Und den Hollywood Dream muss er auch noch träumen. “You’ll never get over this”, soll ihm Steven Spielberg nach der Oscarverleihung zugeflüstert haben – Flo hat lange über diesen Satz gerätselt, ist aber zu dem bequemlichen Schluss gekommen, dass Spielberg Filmpreise wahrscheinlich viel wichtiger als er nehme. Und sowieso habe F. H. v. D. den Oscar ja nicht für sich, sondern für uns gewonnen: “Da ist ‘Germany’ eingraviert.” – Adel verpflichtet, die Mission eben. Nächster Halt: Bundesministerium für Bildung. Dann kann Flo seinem KT mal von Minister zu Minister die Hand schütteln.

Drei Jahre Zeit nun hat er sich nach seinem Stasi-Siegeszug genommen, um Drehbücher zu wälzen, Projekte zu sortieren, Kontakte zu knüpfen. Und dann fiel seine Wahl ausgerechnet auf ein US-Remake des französischen Films “Anthony Zimmer” von Jérôme Salle, einer seichten Spionagekomödie mit Urlaubsflair. In den Hauptrollen zwei der bestbezahlten Hollywoodstars, erstmals gemeinsam vor der Kamera. Alles streng auf Kurs, Kino nach Plan. Möglichst früh an der eigenen Vielseitigkeit werkeln, um es auch als großer Auteur zu schaffen. An denen hat sich Flo schließlich schon immer orientiert: “Das Leben der Anderen” adaptierte Prämisse und Ästhetik von Coppolas “The Conversation” auf Schmalspurniveau, “The Tourist” bemüht sich um die komplexe Leichtigkeit eines “To Catch a Thief” oder “Charade”. Hitchcock und Donen, die massakrierten Paten.

“The Tourist” ist letztlich ein reines Branchenerzeugnis, eine formschöne gewollte Visitenkarte fürs Ego seines Regisseurs und ein so derart irrelevanter Film, dass eigentlich jede Zeile über ihn eine Zeile zu viel wäre. Aalglattes Starkino gut und schön, doch was Angelina Jolie und Johnny Depp hier zwischen gelangweilter Möchtegern-Laszivität und aufgedunsener Unansehnlichkeit an komatösen Dialogen aufsagen, das grenzt an vollständige Arbeitsverweigerung. Der Film ist in einem derartigen Schneckentempo erzählt, mies geschrieben und einfallslos in Szene gesetzt, dass die Academy besser auf der Stelle ihren Goldjungen zurückordern sollte.

Diese einschläfernde, dröge, lahmarschige Krimikomödie tut mit ihren dilettantischen Actionszenen und dem hundsmiserablen Schnitt nicht nur physisch weh, sie leistet sich in ihrer nicht gekonnten Laissez-faire-Attitüde auch noch eine widerwärtige Selbstgefälligkeit, die man wohl nur auf ihren Regisseur zurückführen kann. Dieses Nichts an Story, dieses hoch hinaus wollen und ganz unten landen, diese streberhafte, aber durch und durch ungenügende Nullnummer von einem Film ist nichts anderes als das ganz große Scheitern – und wird die erschlichene Karriere unseres Auserwählten, wenn es ihn schon nicht auf den Boden der Tatsachen bringen sollte, mit ein wenig Glück ins vorschnelle Aus befördern.

Interviewquellen: SZ / FAZ

BatzmanBatzman meint:

Läuft der Film rückwärts? Nein das ist die normale Geschwindigkeit mit der The Tourist eine haarsträubend blöde und vorhersehbare Romantic-Krimicomedy erzählt, die wohl selbst ZDF-Zuschauern das nervöse Zucken in die Kniescheiben treibt.
Die edle Kameraarbeit tröstet dabei leider nie darüber hinweg, das dieser Streifen, der sich selbst wohl für eine charmante Hommage an die goldene Hollywoodära hält, so behäbig und spritzig ist wie stilles Wasser im Seniorenwohnheim.
Johnny Depp, der seine Rolle irgendwo zwischen Samson aus der Sesamstrasse und dem dicken Schwippschwager von Captain Jack spielt, taumelt wie frisch bekifft und mit minimalem Mimikaufwand durch durch den Film und entwickelt so absolut gar keine Chemie mit Angelina Jolie, die in Salt schon wesentlich besser eine Agentin gegeben hat – hier aber auch nur mit geschürztem Schmollmund herumsteht und versucht irgendwie pitoresk zu wirken.
Es fällt schwer zu entscheiden was langweiliger ist: Die Fremdschäm-Dialoge für die Katharine Hepburn und Doris Day Drehbuchschreiber hätten auspeitschen lassen oder Die undynamischsten Actionszenen der Filmgeschichte, wie eine Zeitlupenverfolgungsjagd in einem Motorboot das in halber Schrittgeschwindigkeit durch Venedigs Wasserwege strullert, während ein paar Russenkleindarsteller möglichst drollig herumturnen.
Der unausweichliche Schlusstwist ist etwa halb so überraschend wie Dinner for One, allerdings weder so lustig noch so dramatisch gespielt.
Wären nicht Timothy Dalton und Paul Bettany als Ermittler zu sehen, gäbe es wohl überhaupt keine Momente die einem irgendwie im Gedächnis blieben – die beiden scheinen zumindest kapiert zu haben in was für einem Cheesefest sie mitspielen und betreiben entsprechend augenzwinkerndes Overacting.
Wer tatsächlich schöne Bilder von Venedig sehen will, schaut sich dann vielleicht doch lieber nochmal “Wenn die Gondeln Trauer tragen” an. Und wer eine Romantik-Krimicomedy sehen will ist mit so ziemlich jedem Klassiker besser bedient. Ob “über den Dächern von Nizza” oder “Charade” – gegen “The Tourist” sind das alles nervenzefetzende Funfeuerwerke.

In : Review

About the author

Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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  • http://hybrissimo.com Lino

    Ähm… nix gegen “Kritik im Kontext” – aber die hier liest sich dann doch etwas zu persönlich. Habe nicht sonderlich viele Interviews mit FHvD gelesen und vielleicht ist er ja unheimlich arrogant. Ach, verdammt, der Typ hat mit seinem Abschlussfilm nen Oscar abgeräumt, da ist abheben allzu einfach.
    Inhaltlich hab ich jetzt nur mitbekommen, dass es sich um nen einfaches Agentenfilmchen handelt. Und dass Jet FHvD nicht mag. ^^

    P.S.: Wurde der Film nicht eh als seichtes Agentendings geteased? Warum diese Aufregung? Hat sich FHvD in irgendwelche Interviews mit der filmhistorischen Bedeutsamkeit der vollkommenen Neuerfindung des Agenten-Genres durch “The Tourist” gebrüstet?

  • andi

    “Vielleicht hat es noch nie in der Geschichte der Menschheit irgendjemand besser gehabt als ich.” hört sich bei euch an als würd er denken er hätte einen gottkomplex. im interview kontext liest es sich komischerweise sehr viel menschlicher.
    ich geh auf eure seite eigentlich nur um die trailer auszuchecken. als witzige youtube sammelstelle funktioniert eure seite ja ganz gut aber eure kritiken steigern sich leider viel zu oft in unnötige polemik.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman (Oliver Lysiak)

    Flo vom Donnerbalken ist in jedem Interview so “full of himself”, dass gegen ihn Michael Bay wie ein schüchterner unsicherer Pennäler wirkt. Sein Leben der Anderen ist gnadenlos überschätzter Breitenschmalz, bei dessen Audiokommentar Flo ständig auf seine eigene Geilheit zu masturbieren scheint – und das war vor dem Oscargewinn.

  • Gerrit

    Ich schließe mich dem Vorrednern an. Du bewertest hier eine Person und keinen Film. Bei diesem aggressiven Tonfall könnte man fast denken, der Typ hätte dir mal einen Platz an der Filmhochschule weggeschnappt, oder so.

  • Deacon

    Leider eine der enttäuschensten
    Kritiken, welche ich bisher hier lesen konnte. Bei Batzman, weiß ich wenigstens das ich für mich noch einen Stern draufschlagen kann. Hier wußte ich gerade nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Etwas so extrem subjektives ist selbst für euch 5 Filfreunde unter eurem Niveau.

  • der alte Sack

    Tja so ist es halt oft, die persönliche Abneigung gegenüber einer Person schlägt sich in der miesen Bewertung eines vielleicht nicht so guten Filmes wieder. Ob dieser Typ arrogant ist oder nicht ( waren das nicht auch viele anderen Regisseure?) ist nebensächlich. Wichtig ist ob der Film ein Herz, eine Story und eine Geschichte hat. Das kommt in dieser Kritik nicht so rüber. Und darf nicht jeder mal einen Film versemmeln? Der Typ ist ja noch jung. Und als Fazit: Ich habe den Stasi-Schmalz nicht angesehen und diesen Film tue ich mir nicht an, weil Jonny Depp und Angelina in Venedig, dat iss mir zuviel “Wenn die Gondeln Action tragen”….

    Wenn Venedig dann Nicolas Roeg!!

  • Wonschi

    Habe den Artikel im letzten Spiegel “Unter Genieverdacht” gelesen, der Herr Donnerbalken (oder wie auch immer) ist völlig abgehoben. Da kann ich den persönlichen Artikel hier bei den 5FF ganz gut verstehen, denn auch im Spiegel wird Herr von und zu nicht gerade als “normal” beschrieben, er schnuppert halt “Höhenluft” und die Luft da oben ist dünn, da kann man schon Visionen haben (und wie unser Kanzler-AD sagte: “Wer Visionen hat, sollte … ;o)

    Nach der gestrigen Meldung (SPON) ist The Tourist recht schlecht gestartet und die Presse freut sich auf den ersten 100 Mio.-Flop von Herr Guttenbe.. äh Donnersmarck!

  • http://www.bka.de Akuya

    Wieder mal ein absichtlich provozierendes Review vom Jet…

    Ich frag mich ja langsam, ob du nicht sachlich schreiben kannst oder willst. Habe den Film gesehen und kann ihn nicht empfehlen. Dein Review übrigens auch nicht. Du übertreibst es mittlerweile viel zu offensichtlich, denk vlt mal darüber nach und google bei der Gelegenheit mal “objektiv”.

    Wenn du provozieren willst, dann doch bitte nicht banal und unkreativ.

    Film: 1 Stern
    Review: 0 Sterne

    Danke!

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    Kommentar: – 10 Sterne

    ;)

  • Medem77

    Puh. Diskutieren wir hier Filme oder führen wir schon eine Neiddebatte?

    Strajker außer Rand und Band und Batz verteidigt ihn auch noch. Seriös ist was anderes, ob von Donnersmarck nun ein Sympath ist oder nicht (wobei mich mal brennend interessieren würde, was genau das mit seinen Filmen zu tun hat).

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    Warum darf man etwas und jemanden, der sich auch noch so aufplustert, nicht einfach mal so richtig scheisse finden, ohne das gleich jemand weinend angerannt kommt und einem “Neid” vorwirft? Wie albern ist das bitte schön?

  • http://kuenstliche-welten.net JMK

    Wenn ich den nochmal Blödsinn von wegen Objektivismus lesen muss, muss ich brechen. Wie dämlich kann man sein?

  • http://symparanekronemoi.blogspot.com Flo Lieb

    Hach, Jet, für solche Kritiken könnte ich dich knuddeln. Punktgenau und mehr als treffend. Und das bei einem scheiß Regisseur ein scheiß Film bei rausspringt, sollte eigentlich niemanden verwundern.

    Review kriegt 5 von 5 Sternchen von mir!

  • Medem77

    @ Nilz: Scheiße finden, unbedingt ja! Das in die Bewertung eines Films einfließen lassen, unbedingt nein?

    Wenn man da nicht über den eigenen Schatten springen kann, sollte man von allen journalistischen Ausdrucksformen/-medien besser die Fingerchen lassen. ;-)

  • qbert

    worum geht es in dem film nochmal?

  • burns

    Es ist nun freilich die Seite der FFF und KANN auch als Sprachrohr ihrer ganz persönlichen Meinung über z. B. Herrn Donnersmarck herhalten, ist ihr gutes Recht.
    Ich denke mir nur, dass alle, die sich hierher klicken, einfach eine gute Kritik lesen wollen – die ich bisher auch zu 90 % erwarten konnte, da lass i nix drauf kommen.
    Dass Jet hier aber einen Stern vergibt, das Ganze als Kritik aufgemacht ist und man dann doch einige Minütchen die Kritik liest – dafür erwarte ich trotzdem FAKTEN.
    Dass der Film schlecht ist – naja, okay. Dass der Florian ein Arsch ist – selbst wenn – das ist mir wurscht, wenn er denn gute Filme machte.

    So aber weiß ich nicht:
    Was ist daran nicht gut und warum (von wenigen hin geworfenen Anspielungen auf Schnitt und Schauspiel mal abgesehen) und inwiefern hat Jets Abneigung gegenüber unser Wunderkind denn nun wirklich Hand und Fuß, wenn es um schlechtes Handwerk im Film geht?

    Ich habe ja nichts gegen polemische Kritik. Bei Batz habe ich mir schon oft einen Ast gelacht bei Völligverreißkritiken, deren Filme ich sogar mochte – einfach nur, weil es so gut und pointiert geschrieben war und ich VERSTAND und gut nachvollziehen konnte, wieso er den Film nicht mochte.

    Und: Es ist seeeehr schwierig, die menschlichen Züge eines Regisseurs auf sein Filmhandwerk zu übertragen. Es ist schlichtweg unseriös.

  • SgoTscH

    So langsam wirken die Objektivismusmissionare hier wie die Scientology oder was ähnlich fanatisches. Wo kommen die denn alle her? Warum haben die eine so unverschämte Ausdauer? Und warum erkennen sie nicht einfach mal irgendwann, dass Meinungen auch mal völlig zurecht auseinander gehen dürfen.
    Dann lest die Kritiken halt als Satire, wenn ihr euch ansonsten in Magengeschwüre reinsteigert.
    Ich schau mir den Donnerschmockfilm halt mal bei Gelegenheit an… obwohl ich weiß wie die Sache ausgehen wird. :>

  • bassline8

    Könnte es sein, dass der Rezensent uns ganz subtil zwischen den Zeilen vermitteln will, dass er weder Film noch Regisseur mag. ;-)

    Kotz dich ruhig mal aus. Manchmal braucht man das. :)

  • Doughnut

    Außerdem hat er ja nix weiter getan, als einen sowieso schlechten Film verrissen.
    Und dass der schlecht ist, war mir schon nach dem Kinotrailer klar. Schon da kommt der Film langweilig und selbstgefällig rüber und Angelina Jolie kann ich langsam nicht mehr sehn. Salt war auch nur solala und eine gute Schauspielerin war die noch nie. Völlige Fehlbesetzung imo.
    Das muss man erst mal schaffen, einen so miesen Film zu drehen, dass es nicht möglich ist, daraus einen Trailer zusammenzuschnippeln, der es schafft, die unterirdische Qualität des Streifens zu kaschieren und die Leute neugierig zu machen. ^^
    Aber ich wurde leider mit reingeschleift, Pech gehabt. :(

    So persönlich Jets Verris sein mag, er hat auch was zum Film selbst geschrieben und dazu, warum der so überhaupt nicht funktioniert.

  • Medem77

    Kinder, Burns hat oben alles gesagt. Punkt.

  • http://blog.freeqnet.de beetFreeQ

    Leute, ich glaub, ihr vergesst, dass es sich hier immer noch um ein Blog handelt, das nicht unbedingt den journalistischsten Stil und Auftrag hat sondern die Meinungen der fünf wieder gibt.

    Die Jungs können gern mal persönliche Reviews schreiben, das ist es doch, was Blogs wie die Fünf Filmfreunde gegenüber den oft zu gekünstelten, fake-objektiven Reviews vieler jorunalistischen Publikationen so sympathisch macht! Wenn man “professionell”-objektive Reviews will, geht man woanders hin, wenn man schön geschriebene Meinungen will, liest man hier. So einfach ist das!

  • burns

    @SgoTscH:
    Ich glaube, dass da Dein Anspruch an “Filmkritik” durchaus unter dem der FFF selber ist.
    Von Objektivismusmissionarismus kann keine Rede sein. Dass Kritik persönlich und polemisch sein kann, habe ich doch beschrieben.
    Aber ein “böööööh, alles schlecht” – dafür brauche ich die FFF nicht. Da kann ich auch zu meiner Omma ihre beste Freundin gehen.

    Ich finde nix Falsches dran, die FFF an ihrem eigenen Anspruch zu messen. Und wenn ich Kritiken lese – die NATÜRLICH gerne Mein ungen sein dürfen – , dann will ich auh Fakten auf dem Tisch. So einfach ist das.
    Der Jet steckt sowas schon weg.
    Dann hat er sich halt mal ausgekotzt und nicht alle fanden es so dolle.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    @burns: sorry, aber die arbeit eines regisseurs von ihm selbst als person abzukoppeln, scheint mir dann auch eher “unseriös”. löse mal “jules et jim” von truffaut, entferne spielberg von “e.t.”, lass boll “full metal jacket” machen. da kommen dann überall trotzdem die gleichen filme raus, weil die persönlichkeit des regisseurs egal ist?

    ist klar.

  • Thomas Demuth

    Also, die Seite ist schon seit geraumer zeit immer erste Wahl in Sachen Filmkritik. Obwohl man weiß Gott nicht immer eurer Meinung sein muß.
    Also im Falle “The Tourist” bin ich es einfach mal, obwohl ich ihn noch nicht gesehen habe (bin aber auch kein Freund von Agentenfilmen….schon gar nicht von romantischen).
    Ein Freund von Donnersmark bin ich allerdings auch nicht. Dennoch ist für mich “Das Leben….” das Besten was aus deutschen Landen seit Jahren gekommen ist.

    Muß den meisten Vorschreibern allerdings auch recht geben.
    Eine objektive, gehaltvolle Kritik liest sich aber irgendwie anders.

    Plädiere sowieso dafür das man Künstler und Werk prinzipiell in ihrer Betrachtung voneinander trennen sollte (also die Burns These).

  • bugenhagen

    mal wieder was gehässiges zum Frühstück.zumindest habt ihr “fünf selbstgerechten” es mal wieder geschafft der unsympathischsten Filmseite des Universums gerecht zu werden.

  • http://chevaliers-music.de/ Ancketill Brewer

    So unsympathisch er sein mag, die SZ-Zitate so aus dem Kontext zu reißen, ist fehlgeleitet. hat der typ es wirklich verdient, so ernst genommen zu werden? gegenüber KT ist er nur ein harmloser Spinner.

  • http://www.palastmagazin.de chris

    die review klingt, als bräuchte jemand dringend ne freundin ^^
    die jet-reviews lesen sich zur zeit ohnehin wie einzige hass-gegen-film-orgien. (nix dagegen – ehrlich nich – hätte aber trotzdem gerne was über DEN FILM gelesen ;)

    ob jetzt donnersmark symphatisch ist oder nicht, “das leben der anderen” fand ich großartig, batzmann und mal sehen waren da übrigens derselben meinung: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/12/04/das-leben-der-anderen/

    sfw!

  • burns

    @Nilz & Demuth:
    Stoooopp! Klar hat alles Mögliche am Regisseur mit seinem Filmprodukt zu tun. Ich arbeite selber mit einem, und das IST eine persönliche Sache.

    Was ich verfehlt finde, ist wirkliche (auch evtl. nur unterstellte) menschliche Züge im Filmhandwerk wiederfinden zu wollen. Eine “Aufgeplustertheit” Donnersmarcks als Mensch übersetzt ins Filmhandwerk wiederfinden zu wollen, ist einfach unprofessionell.
    Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass das nicht auch vorkommen kann.
    (Auch wenn das Wort “Boll” besser nieniewieder hier fallen sollte ;-)…) :
    Natürlich ist es durchaus drin, dass ich die Person im Film wiederfinde.

    Trotzdem finde ich es unglaublich schwierig und es ist auch – no offense – laienhaft, wie selbstverständlich davon auszugehen, dass das so einfach funktioniert.
    Würde Jet nicht Donnersmarck als Mensch so unmöglich finden, wäre er gar nicht drauf gekommen, das gleichzusetzen, und hätte eine etwas ergiebigere Kritik geschrieben.

    Es VERSTELLT den Blick auf einen Film, so ranzugehen.
    Und da bin ich mir deswegen so sicher, weil ichs auch schon gemacht habe. Da mussten erst Jahre ins Land gehen, bis ich den Film neu, anders (teils spaßvoller) und klüger ansehen konnte.

    Sorry, Nilz, klar kommt so ne Polemik wie oben auch bei Euch vor, und das macht Euch auch sympathisch – trotzdem möchte ich auch sagen dürfen, dass Ihr das besser könnt.

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    Das Review liest sich großartig. Und wo wenn nicht bei den 5F sollte man auch mal so richtig austeilen können?

  • http://its-just-a-film.blogspot.com/ Hitmanski

    Dem ganzen obigen Objektivitäts-BlaBla wird ja bereits in der Überschrift der Boden unter den Füßen weggezogen, denn wer bei einem Kommentar zu einem Thema Objektivität als Maßstab heranzieht, der sollte noch einmal den Deutsch-Unterricht besuchen, oder wahlweise zumindest einmal google bemühen…

    Außerdem viel zu mäkeln gibt es auch so nicht; dass “Tourist” ein durch und durch kalkuliertes Starvehikel im Stile von “Mr. & Mrs. Smith” mit Anleihen bei Hitchcock ist, wird doch schon im Trailer klar, ebenso wie eine Sichtung von “Das Leben der Anderen” offenbart, dass von und zu Donnerknispel letztendlich viel weniger kann, als man ihm landläufig unterstellt.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    @burns: wir verstehen uns…:) (auch wenn ich teilweise zu anderen schlüssen komme als du, aber das beweist immerhin das wir beide nicht schizophren sind und nur in der vorstellung des jeweils anderen existieren…gnihihihih)

  • Gerrit

    Puh anstrengend, jetzt versucht sogar Nilz im blinden Verteidigungsmodus dieses als Review getarnte Donnersmarck-Bashing zu rechtfertigen. Hast du FHvD tatsächlich mit Uwe Boll verglichen?

    Jetzt mal im Ernst: Ihr könnt doch nicht allen Ernstes abstreiten, dass es sich hier nicht um Filmkritik, sondern in aller erster Linie um einen polemischen Kommentar zu einer Person, die ihr persönlich scheiße findet. Diese ganzen halbgaren Rechtfertigungsversuche machen den Artikel jedenfalls auch nicht besser oder sagen mir irgendetwas über die Qualitäten des Films, um den es ja eigentlich geht.

  • Jan

    Ich musste lachen. Unterhaltsame Kritik : )

  • burns

    Wo ist ein ugly smilie, wenn man einen braucht… ;-)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    p.s.: @gerrit: ne, hab ich nicht. nicht mal ansatzweise. :)

  • burns

    (Bezog sich auf Nilz. )
    (Jott, seid ihr alle schnell…)

  • dlb

    Film scheiße, Donnersmarck scheiße – alles was ich wissen wollte! :P

    Aber ja, bei einem Streifen, der mich wirklich interessiert, hätte die eigentliche Kritik etwas länger ausfallen dürfen. ;)

  • Dr.Strangelove

    Wenn an anderer Stelle Donnersmarck (Der Regisseur) in höchsten Tönen gelobt wird. (Und wir reden hier über die Person) dann darf man hier auch mal ganz direkt schreiben das einen das ankotzt.

    Ansonsten trifft es das Wort “Hollywoodanbiedrungsfilm” (Das leben der Anderen) exakt! Habe mir den dann mal auf DVD angeschaut … was für ein Drecksfilm. So scheiße Oberflächlich. So simpel die Wendungen. Und dann dieses Ende mit dem Buch… und der Träne. (hat doch geweint, oder?) egal. Das hat Schundroman Niveau. Und der Oscar ist ja nun auch nicht unfehlbar. Ich sag nur Titanic. 12 Oscars oder so. Und die standen die letzten Jahre ja eh auf Nazikram. Vor allem wenn er dann aus Deutschland kommt. Und Donnersmarck hat eben Hollywood 1:1 kopiert. Absolut super Leistung. Handwerklich gesehen.

    “The Tourist” soll ja so unendlich schlecht sein… also sooooo schlecht… das man es gar nicht glauben mag und geneigt ist sich den Film selbst mal anzuschauen. (Mit Sicherheit nicht) … vielleicht in 3 Jahren dann auf Pro Sieben.

  • http://xesier.de Henry

    Ich mag “Das Leben der Anderen” sehr gern. Meiner Meinung nach der einzige gute deutsche Film.

  • http://its-just-a-film.blogspot.com/ Hitmanski

    “Das Leben der Anderen” ist in der Tat ein sehr deutscher Film, steht er doch in der Tradition anderer Historicals der Marke Eichinger und Co.
    Auch er benutzt sein Thema nur als vordergründiges Marketing, denn in seiner Konzeption, die Wirkungsweise von Überwachungsapparat und Stasi wieder auf persönliche Belange herunterzubrechen, wird dem Anspruch, den er vorgibt zu haben, in keinster Weise gerecht.
    Letztendlich ist es die Geschichts-LK-Variante von Ostalgiefilmchen wie “Good Bye, Lenin!”…

  • hermann hesse

    lustig ist es aber schon, dass das Leben der Anderen damals gefeiert wurde =)

  • Rosenkranz007

    Der Film ist SCHLECHT. Da paßt NICHTS. Plot, Cast, Kamera, Schnitt, Action, Dialoge, Sound – alles unterirdisch. HvD schafft es erstmals, Johnny Depp (und Venedig) richtig mau aussehen zu lassen. Dämlichster Dialog gleich am Anfang. Jolie: “Frank ist ein grauenvoller Name. Vielleicht finden wir einen anderen für Sie.” Depp: “Okaaay”. (Dieses gedehnte, auf Silbe zwei betonte, schulterzuckende “Okay”, angesichts dessen inflationärer Verwendung man inzwischen zuschlagen möchte). Widerliches cineastisches Separatorenfleisch.

  • Julian

    Naja, mit dem Film hat der Kommentar nicht ganz zu viel zu tun und mir ist das auch eine Spur zu viel Bashing.

    Allerdings wird dem obligatorischen Donnersmarck-Hype in den Printmedien hier mal wenigstens etwas entgegengesetzt, was seinem Bild mehr entspricht, als dem allseits gezeichneten.

    Schon vor dem Oscar fand ich seine Medienauftritte zum Film furchtbar und was nach dem Oscar kam? Keine Worte.

  • hermann hesse

    “obligatorischen Donnersmarck-Hype in den Printmedien” Wtf? Der wurde durch die Bank weg kritisiert, ob von Stuckrad-Barre als lächerlich dargestellt oder die Rezensionen in der FAZ oder SZ. Die Interviews sprechen ja für sich…

  • rob

    Hehe, schöner Kommentar.

  • http://kuenstliche-welten.net JMK

    Hitmanski is da man. Mehr gibt es über “Das Leben der anderen” nicht zu sagen.

  • Robert

    Danke für den Text zu The Tourist! Großartig!

  • willtrop

    hm kann mit diesen bashings nichts anfangen. etwas mehr degen als axt würde mr. jet wirklich ganz gut tun in allen seinen reviews. der verriss als therapie?
    zurück zu tourist…das spon review hat das imho besser hinbekommen. aber bei den reviews hier erwarte ich leider auch nich mehr als meinungsgeblogge inzwischen. dafür gibts dann auch mal eine positive überraschung.

  • bale

    moment mal……. heißt das jetzt etwa der film ist schlecht?!

    und: who the fuck is henry hübchen ???

    ;)

  • Pingback: Golden Globes: Henckel von Donnersmarcks Film dreimal nominiert

  • herpes

    man ich hatte selten so viel spaß. kann diesen ganzen das leben der anderen hass überhaupt nicht nachvollziehen, aber wenns spaß macht…

    also das der film nix wird, konnte man ja schon dem plakat ansehen. dieser pornobart von depp ist ja schon ziemlich bescheuert.

    äußerst amüsant auch die filmkritik-debatte. die geschriebene “filmkritik”, wie sie im moment existiert ist des namens kritik einfach nicht würdig. “meinung” passt da besser. das ist es schlicht und ergreifend. die meinung des autors zu einem film mit ner wertung drunter die im endeffekt völlig banane ist. ich habe bis jetzt noch keine “kritik” gelesen, die mir über die floskeln “hundsmiserablen Schnitt”, u.ä. erklären konnte was am schnitt so schlimm ist. begriffe wie “bildaufbau”, “perspektive” “kameraführung” existieren nur um aufzuhübschen und die kritik schlauer erscheinen zu lassen. einmal hinter die optik zu schauen und zu begründen warum etwas gut oder nicht gut funktioniert ist erschreckend abwesend.
    jeder kunstlehrer kann dir erklären warum z.b. “guernica” die wirkung hat, die es hat. in diesem bild ist nichts zufällig, sondern von vorne bis hinten durchgeplant. und filme basieren eben auch auf gewissen regeln und werkzeugen die bestimmte effekte erzielen. ich hab davon keine ahnung, aber das kann man erlernen und wenn man von sich aus sagt man ist filmkritiker sollte man das auch können in meinen augen. ich wünsche mir einfach ein wenig mehr analytik von zeit zu zeit.
    das soll jetzt kein ff-bashing werden, wahrlich nicht. nur ein aufruf mal ein bischen runter zu kommen. das ist hier ne fucking internet-review (nicht das die zeitungsschreiber besser wären) auf einem blog und es liegt eben in der natur der sache, dass es die meinung des autors ist. dafür liebe ich das i-net, für all die rants, die unglaublig unterhaltsam sind.
    jets hass gegen donnersmark ist so witzig, weil er so over the top ist. donnersmark scheint für ihn die pinata des konservativen, neu-adels-bonzen zu sein auf die er einschlagen kann. da kann man gegen an schreien und in einen schreikrampf verfallen oder drüber lachen.

    lol ralf möller spielt mit.

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    Ralf Möller ist am Start!? Jetzt muss ich auf jeden Fall ins Kino!

  • http://www.bka.de Akuya

    Guter KOMMENTAR ;)

  • genervt

    hab gerade ein interview mit donnersmarck auf youtube gesehen und wollte eigentlich schon ab 00:26 abschalten, das “hahahaha” reicht mir schon, aber hab es dann doch bis 1:10 ausgehalten, als er eklärt, daß er doch schon auch mit der stasi zu tun hatte damals, weil er ja an der grenze gewohnt hat. auweia… *reiche jet einen knüppel zum fester draufhauen*

  • Julian

    @hermann hesse:
    Ich kann mich jedenfalls an Zeiten erinnern, in denen es nur Lobhudeleien gab, die ich nicht nachvollziehen konnte. Das war zu Zeiten, als “Das Leben der anderen” ins Kino kam und als es den Oscar gab.

  • herpes

    @akuya
    made my day.

    würde mal gern wissen, ob private ryan genauso gehasst wird, wie das leben der anderen. ich finde nämlich der hat ein bisschen hass verdient.

  • herpes

    @julian
    lustigerweise dachte ich das gleiche, als er den oskar bekam und fands typisch das man in hollywood nur mit vergangenheitsfilmen als deutscher was reißen kann, bis ich das leben der anderen dann mal gesehen hab und ihn klasse fand.
    unglaublich sauer dagegen war ich als haneke keinen oskar bekommen hat, sondern diese spanier (grr erst die em, dann die wm und dann auch den oskar)

  • http://zeitzeuge.blog.de zeitzeuge

    SPIEGEL: “Ein deutscher Adeliger in Hollywood, ein Film wie aus den Fünfzigern: Florian Henckel von Donnersmarcks “The Tourist” ist Gute-Laune-Kino der altmeisterlichen Art – und ein Star-Vehikel für Angelina Jolie und Johnny Depp. Liebhaben kann man ihn trotzdem.”

  • kumi

    @ Henry:

    »Der einzige gute deutsche Film«? Bitte?

    Wenn das der Fall sein sollte, zitiere ich mal Werner Enke aus »Nicht fummeln, Liebling« (Enke zum Bavaria-Pförtner):

    »Nehmse sich mal’n Spaten, da hinten liegt der deutsche Film begraben«.

    Das stimmte schon in den 60ern und stimmt mit »Das Leben der Anderen« erst recht. Von wenigen Ausreißern mal abgesehen.

  • Ralph

    Wer sich selbst zum großen Schatzmeister deutschen Kulturguts ernennt, der darf auch schon mal vom Kritiker emphatisch zerstückelt werden. Für mich ist Jets erster Absatz geradezu zitierwürdig. Danke!

  • Zetterberg

    Liebe Filmfreunde führt ab jetzt doch bitte die “objektive Kunstkritik” ein. Ich weiß, dass der Film an sich eine Handlung ist und ein Gegenstand der Handlung, aber ich schlage vor, dass ihr ab jetzt die Filme in ihren einzelnen Frames bewertet und dabei die Handlung und den ganzen subjektiven Kram einfach mal vergisst, wie zum Beispiel die Künstler, die dahinter stecken und ihre Absichten. Achso, Audio-Spuren sind ja mal total unobjektiv, also das am besten auch ignorieren. Nennt euch dann auch am besten “die Fotofreunde”, dabei spielt natürlich die Message des Fotographen auch keine Rolle und die Bilder werden nach ihren objektiven Gesichtspunkten bewertet, zum Beispiel Anzahl der Farben und Bildpunkte. Nennt euch dann am Besten “die Zähler von objektiven Ereignissen”. Dann ist das mal endlich hier ein vernünftiger Blog.

  • Flo

    Fassbender soll menschlich auch ein kleines Arschloch gewesen sein, trotzdem würde ich seine Filme nicht als schlecht bezeichnen. Von der Persönlichkeit des Regisseurs würde ich also nicht auf den Film schließen.

    Mal ganz fernab von dem “reviewten” Film.

  • http://www.neurosenthal.de neurosenthal

    objektivität ist eh unmöglich, daher: weiter so :-)

    und nach dem interview im SZ magazin, das ich am sonntag lesen musste, kann ich nur sagen: jet, du hast dich ja noch zurückgehalten.

    und hier noch ein schönes zitat von ihm:

    “The Tourist” ist ein hoffentlich schöner Ritt oder vielmehr Flug durch das Schönste, was unsere Welt zu bieten hat, und der Inhalt ist eigentlich zweitrangig.”

    danke, passt. den film werde ich mir also auf keinen fall antun.

  • TopF

    ich liebe johnny depp… aber in diesem film ist er einfach sowas von fehlbesetzt.

  • Thies

    Komme gerade aus dem Kino und kann der Kritik von Jet Straiker voll und ganz zustimmen.

    Dazu muß ich sagen: ich bin trotz negativer Vorabpresse mit positven Erwartungen an den Film rangegangen. Die Zutatenliste las sich doch wirklich lecker. Und der Trailer war so geschnitten, dass es zumindest so aussah, als wäre die Rechnung der Macher aufgegangen: große Stars + schöne Drehorte + romantisch angehauchte Verwicklungen = ein Film den jeder sehen will.

    Nach zwei Stunden die mit dem gleichbleibenden Tempo eines Sehenswürdigkeiten abfahrenden Touristenbusses abliefen, frage ich mich ob ich wirklich einen Film gesehen habe oder einen überlangen starbesetzten Venedig-Werbespot?

    Die Jolie war zwar schön anzusehen und in jeder Einstellung perfekt gekleidet und geschminkt. Das machte die von ihr gespielte Figur jedoch vollkommen unwirklich und unnahbar. Und als gegen Ende ihr Leben in Gefahr sein sollte, schien es mir höchst unwahrscheinlich, dass die Filmemacher sich trauen würden ihr auch nur ein einziges Haar zu krümmen.

    Depp lief dafür mit einem Gesichtsausdruck herum, als hätte er innerlich mit dem Film bereits abgeschlossen und nur noch des Geldes wegen weiterhin starr die Fresse in die Kamera halten. Die Leidenschaft zwischen ihm und der Jolie brodelte daher auch gerade mal knapp über dem Gefrierpunkt.

    Man könnte zumindest einen Teil der Schuld an diesem Desaster dem Drehbuch geben, dass nicht nur so durchsichtig wirkt wie ein Negligé im Mondlicht, sondern auch für alle an Sekundenschlaf leidende Zuschauer, alle fünf Minuten die wichtigsten Plot-Points noch einmal wiederholt.

    Aber das Hauptproblem für dieses Nichts von einem Film liegt bei der Inszenierung, die zu keinem Zeitpunkt für auch nur einen Hauch von Dramatik sorgt. Bei einer der “Verfolgungsjagden” mit Angelina Jolie durch die Kanäle von Venedig habe ich mich gefragt, warum sich die drei Parteien nicht gleich ein Boot geteilt haben, da eh klar war, dass alle zur gleichen Zeit ans Ziel kommen.

    Mein Fazit: mir ist eigentlich egal, wie sehr Herr von Donnersmarck nun von sich selbst eingenommen ist oder nicht. Aber dieser Film qualifiziert ihn nur noch für das Drehen von Ferrero-Rocher-Werbespots: da könnte er in Zukunft weiterhin mit großen Stars zusammen arbeiten ohne das Publikum dabei übermäßig zu langweilen.

  • Glitch

    Liebe Filmfreunde, bitte macht so weiter wie bisher! Dieser Ruf nach Objektivität ist unerträglich. Ich mag Meinungsmache, wenn sie als solche erkennbar und begründet ist. Nicht die nächste aller Lobhudeleien. Die kann ich in dem Werbeblättchen im Kino Warteraum lesen.

  • Rosenkranz007

    @Glitch: Genau auf den Punkt! Rezensionen SIND “Meinungsmache”. Andernfalls braucht sie keiner.

  • Binding

    Natürlich ist das Verhältnis von Regisseur und Film immer klar gegeben, sonst könnte man ja niemals einen Stil, bestimmte Marotten, Lieblingsthemen oder Leitmotive in einem Oeuvre benennen. Okay, es kommt vielleicht noch drauf an, wieviele Freiheiten ein Regisseur bekommt bzw. wieviel Autorenfilm-Anteil ein Film hat, aber tendenziell ist die Verbindung immer da, die die entsprechenden Rückschlüsse zulässt. Es gibt ja sogar die psychologische Interpretationsmethode, die genau nach den Verbindungen zwischen Regisseur und Film sucht und ohne sie sinnlos wäre. ABER: Trotzdem muss ein Film auch als Film an sich betrachtet werden können, was zum Beispiel bei Literaturverfilmungen mehr Sinn macht, als zu schauen, wie genau der Film die Buchvorlage umsetzt. DENN: Es geht ja um den Film – nicht um den Regisseur oder das Buch.

    Im Fall von “The Tourist” macht es meiner Meinung nach nicht viel Sinn, ihn auf der Basis des Regisseurs zu verreißen. Das ändert allerdings nichts daran, dass “The Tourist” grottenschlecht, öde und überflüssig ist – und daraus kann man natürlich dann doch schon auch wieder gewisse Rückschlüsse hinsichtlich des Regisseurs ziehen.

  • Binding

    Die Nörgeleien zu “Das Leben der Anderen” kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, denn das ist einfach ein klasse Film. Und eigentlich finde ich Jets Worte auch zu hart. Aber nachdem ich “The Tourist” gesehen habe, kann ich nicht anders, als Jet voll zuzustimmen. Selten gibt es Filme, in denen ich hibbelig werde und am liebsten den Kinosaal verlassen möchte – doch bei diesem Film war es so. Wie in der Tat schon am Trailer zu erkennen war, ist “The Tourist” nur mäßig witzig, völlig unspannend, langweilig und zäh, ziemlich vorhersehbar und vor allem total unmotiviert inszeniert. Es ist ein einziges Desaster! Von Donnersmarck kann offensichtlich keine Actionszenen inszenieren, und die Hauptdarsteller wirken wie mit mit Tranquilizern gespickte Hundekuchen. Als dann noch Ralf Möller in einer Szene rumgrunzte, war ich echt knapp vorm Flüchten. Und dann noch oberdämliche Sachen wie Johnny Depp, der trotz Dauerbeschuss völlig ungerührt immer aufrecht im Boot stehen bleibt. Oder die Rekonstruktion des verbrannten Briefs, der schon bei den ersten drei Puzzlestückchen sofort zum Erkennen des entscheidenden Hinweises führt … Holy Moses! Wie kann so ein vergurkter Schmarrn für Golden Globes nominiert werden??? Ich bin sowas von froh, dass die Amis den Film an den Kinokassen abgestraft haben. Das ist dem Regisseur hoffentlich eine Lehre. Denn etwas Demut würde ihm tatsächlich mal zu Gesicht stehen.

  • special edition

    “Ich war 22, da habe ich einen Aufsatzwettbewerb gewonnen. Der Preis war ein Praktikum am Set, bei dem Regisseur Richard Attenborough. Es war „In Love and War“, über Hemingway im Ersten Weltkrieg. Es war mein erstes Mal auf einem Filmset, es war das erste Mal, dass ich mit Leuten vom Film zu tun hatte; und als ich das perfekt gebaute Set sah, entworfen von Stuart Craig, dem großen Szenenbildner, der auch schon den „Elefantenmenschen“ und „Gefährliche Liebschaften“ ausgestattet hatte; und alles war so perfekt ausgeleuchtet, von Roger Pratt, dem Kameramann von „Brazil“; als ich da hereinkam, habe ich mir gesagt: Okay, gut. Ich gehe jetzt also zum Film, und ich werde nie einen niedrigeren Standard akzeptieren als den hier.”

    Das hat er so gesagt, der Herr HvD… Hier das ganze Interview:
    http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~E520708ED63934FA3990557DFC66AB221~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Und er hat wohl auch gesagt, dass er auch in Hollywood keinen Film annehmen würde, bei dem ihm nicht die volle künstlerische (wenn ich das schon höre) Handhabe zugestanden wird (ich find das Interview leider nicht mehr). Nun: Wir haben ja gesehen was dabei rumgekommen ist, gelle…

    Es gibt da ein Lied, das ganz gut passt – es ist von einem Berliner Rapper:
    “Ich bin jetzt ein Goldjunge! Mit Goldplatten, Goldoscar, Goldschwanz und Goldzunge…” Oder so ähnlich… ;-)

    Ganz nebenbei stellte “das Leben der Anderen” nicht die Abschlussarbeit unseres Goldjungen dar. Wäre auch zu blöd wenn ein 1,0er Abiturient 10 Jahre an der HFF studieren müsste um mal zu Potte zu kommen… Für diesen Film hatte er vier Jahre (oh, sorry: VIER FUCKING JAHRE) Zeit! Er hat vier Jahre geschrieben, sich um die Finanzierung bemüht, organisiert und vorproduziert!!! Schön, wenn man sich das leisten kann! Traurig, wenn man die Schauspieler dafür nicht ordentlich bezahlen kann, da man so ein “geringes” Budget hat! Was hat der vier Jahre lang gemacht? Gepopelt und sich überlegt wie er seinen ersten Hollywood Streifen verscheißen kann? Ich weiß es nicht! Nach vier Jahren Zeit wird jeder Film gut: Scheiße, was hätte Mel Gibson mit seinem Team aus Braveheart gemacht, hätte er vier Jahre Vorbereitung gehabt? Einen noch etwa 100 mal besseren Film??? Wie viele Oscars hätte der dann bekommen? Jeden in jeder Kategorie??? Drei mal??? Dafür ist das Leben der Anderen zu schwach, sorry…

    Und zum Thema “Tolle Umsetzung von Das Leben der Anderen”… Solide, ja… Technisch gesehen… Wow, das war “Periode 1″ auch…

    Sorry für’s Haten… Aber es gibt so Leute…

  • special edition

    Ach ja, ganz vergessen: All die bösen Worte von Jet über einige wirklich gute Filme seien ihm verziehen ;-) Dieses Review ist DER HAMMER!!! Ich habe Tränen gelacht!
    Am Besten war der hier:
    “Florian ist also der Auserwählte. Er hat einen kulturellen Bildungsauftrag und er hat sich mit zwei Filmen sowohl als politischer Filmemacher wie auch Unterhaltungsregisseur beweisen wollen. Neo-Flo, the One, ist ein viel beschäftigter Mann zwischen Goethe-Erbe, Oscarjunge und gesellschaftlicher Selbstaufgabe.”

    Neo-Flo, the One… Tränen gelacht!!! Danke Jet!!!

  • tompi

    vielen Dank für die prima Rezension und auch die persönpichen Noten über FvD. Es fällt wirklich nach The Tourist noch schwerer, einen Regisseur zu entdecken. Die Familie mit einem Grundstock von 200+Mio€ Vermögen wird schon selbst einiges zum Aufstieg Florians beigetragen haben.
    Das mit dem Bildungsminister, wenn Guttenberg Kanzler ist, ist nicht von weit hergeholt. Aber das wäre dann eine andere Diskussion und …andere Zeit.

    Ich hoffe die Kritiken bleiben hier weiterhin persönlich scharf, wenn solche lieblosen Unerträglichkeiten an Hollywood-Abschreibungsprojekten auf die Leinwand kommen. Vielen Dank an Jet . Eine Kritik kann und darf durchaus zu einer scharfen Polemik werden. Bin heute das erste Mal hier auf den Seiten und komme gerne, sehr gerne wieder.

  • Binding

    @ special edition: Ich will HvD jetzt nicht verteidigen, aber vier Jahre Vorbereitung für einen Film sind durchaus normal, wenn es sich nicht um Fließband-Gülle aus Hollywood handelt und der Regisseur nicht nur ein Auftragsarbeiter ist. Jeder Filmemacher bestätigt in Interviews immer, dass die Beschäftigung mit einem Filmprojekt (Autorenfilm, wohlgemerkt!!!) so extrem viel (Lebens-)Zeit frisst, dass man nach Abschluss der Arbeiten ein Gefühl hat, als ob ein naher Verwandter gestorben wäre. Denk außerdem mal an Kubrick …

  • special edition

    @binding
    1: hvd – kubrick! hvd – KUBRICK!!! hvd (???) – KUBRICK (!!!!!!!!!)!!!!!!!
    Richtig, es ist dir bestimmt auch aufgefallen: Dieser Vergleich zieht nicht ;-)

    2: Mir ist sehr wohl klar, dass man mitunter gewiss sogar sehr leicht vier Jahre in so etwas investieren kann. ABER: Für einen HFF Abgänger ist das wohl nicht der “normale” Werdegang. Denn auch die müssen – es sei denn sie sind richtig richtig gut bzw. außergewöhnlich wie etwa ein Emmerich, was Herr HvD definitiv nicht ist – irgendwie erstmal jemand werden und vor allem: Geld verdienen. Vier Jahre an einem Film rumschreiben ist bei fast niemandem drin. Das heißt: Werbungen, Fernsehserien, Kontakte knüpfen…

    Vier Jahre mögen drin sein wenn man jemand ist. Und Fließband-Gülle aus Hollywood hat er ja auch ganz gut hinbekommen, gelle? Wenn es jemand richtig kann, dann macht er auch unter Zeitdruck mit einem Drittel des Budgets von HvD einen 100 mal so guten Film, er macht sogar noch seine Produzenten glücklich, weil er nicht rumjammert von wegen: “Ich nehme nur Jobs mit voller kreativer Kontrolle!”

    Und auch Hollywood-Gülle kann unterhalten. The Tourist kann das nicht im Ansatz!!!

  • hope

    wenn ich objektive (würg) null-acht-fuffzehn kritiken lesen will, geh ich auf irgend ne andere dröge filmseite, die für jeden film die gleichen abgedroschenen floskeln aus der kiste kramt um nur niemandem auf die füsse zu treten – die mir aber auch nullkommagarnix über den film oder die subjektive (hurra!) meinung des schreibers vermittelt. ich steh drauf, wenn man sich auch mal so richtig aus der haut schreiben kann vor lauter frust. das macht spass – auch dem geneigten leser. es sei denn, er geht zum lachen in den keller und nimmt sich selbst viel zu ernst.

    ich sage JA! zu subjektiven zerrissen. HA!
    :)

    ps: der film ist im übrigen wirklich der letzte grotten-olm-rotz.

  • Binding

    @ special edition: Das mit Kubrick war kein Vergleich, sondern nur ein (Extrem-)Beispiel! Und nochmal zu den langen Vorbereitungsphasen: Wenn nicht die Studios ständig an der Tür klopfen, weil jemand als “hot” gilt, dann braucht es ewig, bis ein Projekt gestemmt wird – vor allem wegen der Finanzierung. Wenn es anders wäre, würde es ja auch viel mehr Filme geben, weil lauter Möchtegern-Regisseure ungehindert zum Zug kämen.

  • Peter

    Schade, auf welchem Niveau der Rezensent und einige Teilnehmer hier schreiben.

    Neid und Missgunst mögen einige (typisch deutsche) Motive sein, es spricht jedenfalls für sich. Das war wohl auch bei Hübchen auf N3 so. Er hatte doch glatt (autobiogrphisch Klitterung!) die ach so lieben Kommunisten beim Umgang mit den DDR-Künstlern vor HvD in Schutz nehmen. Eine peinliche Nummer, er hatte sich in der DDR ja auch gesonnt.

    Ich habe letzte Woche jedenfalls “The Tourist” gesehen und mich sehr amüsiert. Gut es gibt noch bessere Filme, aber es war eine sehr gute Unterhaltung. Chapeau vor HvD!! Welche europäische Regisseur kann schon solche Namen aus Hollywood zu seinem zweiten Film in dem Alter versammeln?

    Da schäme ich mich richtig für die hier angezettelte und von einigen fortgeführte Diskussion!

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    :lol:

  • Pingback: The Tourist – Warum die Liebesgeschichte nicht funktioniert « Alles Evolution

  • special edition

    Naja, immerhin können wir davon ausgehen, dass er das letzte Mal solche Namen in einem seiner Filme erwähnen durfte… Einen Monat nach Erscheinungstermin fehlen dem Film noch immer über 20 Mio Dollar um überhaupt sein Budget wieder einzuspielen. Marketing nicht mit eingerechnet. Das ist ein gigantischer Flop und ein noch viel gigantischerer Schlag ins Gesicht für Frau Jolie, wie ich lese.
    Ach ja, @Peter: Mit Neid oder Missgunst hat das alles recht wenig zu tun. Ich gönne es gerade den Europäern wenn sie in den Staaten Erfolg haben. Marc Forster zum Beispiel. Aber einem arroganten Horst wie HvD gönne ich vor allem, dass er an den Kinokassen so abgewatscht wird, dass ihm nie wieder jemand auch nur einen Cent für einen Film in die Hand drückt.
    @Binding, ist mir auch klar. In Deutschland einen Film zu finanzieren ist schwer (ich weiß das, ich arbeite in dieser Branche), dennoch sollte man bei einem Privatvermögen in Größenordnung der HvD’s dieses Landes wohl annehmen dürfen, dass Schauspieler ordentliche Gagen bekommen. Es tut mir leid, ich mag ihn einfach nicht. Und bloß weil man aus politischen Gründen einen Oscar bekommt, muss man noch lange nicht so durchdrehen. Ich mochte “Nirgendwo in Afrika” auch nicht wirklich, aber Frau Link ist eine sehr sympathische Frau, der gönne ich alles Glück dieser Welt. Sorry…

  • genervt

    ” Das ist ein gigantischer Flop und ein noch viel gigantischerer Schlag ins Gesicht für Frau Jolie, wie ich lese.”

    Na, vielleicht entspannt das ja ihre zur Salzsäule erstarrten Gesichtszüge. Das war ja nicht mehr mit anzusehen, die Frau hat wirklich Null Mimik. Aber der ganze Film war so seltsam tot. Vielleicht sollte HvD mal einen Zombiefilm drehen. Das wird der Kracher.

  • http://oldmountainbbq.wordpress.com Jack the Ribber

    hab den “film” gestern gesehen, sehen MÜSSEN. entsetzlich. 5 von 5 sternen für die review, ich habe alle punkte bestätigt bekommen, vielen dank! mir fehlt nur noch ein hieb auf die unterirdische film-”musik”, denn die fügte sich wirklich nahtlos in dieses MACHWERK.

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Fünf Facefreunde
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    Part of the cast of Avengers: Age of Ultron.

    07/27/14

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    unamusedsloth:

    No CAPES!

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    strikerhercules:

    » Because only Vin Diesel could ever be ridiculously nerdy enough to attend the UK world premiere red carpet for Guardians of the Galaxy wearing a “I am Groot” t-shirt and walking on stilts

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    Eeeewwwww

    07/24/14


  • Ohgott Transformers!


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