Tron Legacy (Review)

71 Comments

“Don’t mess with my Zen!”

Originaltitel: TRON: Legacy
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Joseph Kosinski
Buch: Edward Kitsis, Adam Horowitz
Darsteller: Garrett Hedlund, Olivia Wilde, Jeff Bridges, Michael Sheen, Bruce Boxleitner

★★★☆☆ Batzman

Encom-Chef und Supercoder Flynn (Jeff Bridges) verschwand vor Jahren spurlos. Sein mittlerweile erwachsener Sohn Sam (Garett Hedlund) bekommt jedoch plötzlich eine Nachricht von Flynn, die ihn in dessen alte Spielhalle führt. Dort entdeckt er das letzte Projekt an dem sein Vater arbeitete… und wird wie sein Dad zuvor in die Computerwelt gesaugt. Eine brutale und feindseelige Umgebung, mit tödlichen Spielen und einem von Perfektion besessenen Programm namens CLU (auch Jeff Bridges), welches die Welt beherrscht und obendrein Flynn wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Zusammen mit der rebellischen Quorra und seinem Vater versucht Sam in die Realität zurückzukehren…

Ich freue mich seit vielen Monaten auf diesen Film, denn trotz seines Alters und seiner vorhandenen Schwächen zählt der originale Tron noch immer zu den Filmen, die mich am nachhaltigsten beeindruckt haben in den 80er Jahren. Nicht nur durch den außergewöhnlichen Look, sondern auch durch das Konzept des digitalen Lebens, von Programmen die ihrem Zweck dienen und Sinn suchen und natürlich dem ewigen Reiz der Oz-artigen Flucht in eine fremde Welt, die als Spiegel der Wirklichkeit funktionierte. In der die Probleme der Realität auf metaphorische Weise gelöst werden.

Die Idee eine Fortsetzung zu Tron zu drehen, kursierte ja seit vielen Jahren immer mal wieder, doch es dauerte tatsächlich 28 Jahre bis sie tatsächlich in die Kinos finden sollte. Und natürlich stellt sich die Frage, hat sich das Warten gelohnt? Für die Zuschauer, von denen viele sich wahrscheinlich nichtmal mehr ans Original erinnern oder es mit Wissen um die heutige Tricktechnik milde belächeln. Und für Disney, die ein nicht unbeträchtliches Risiko eingingen, eine Fortsetzung zu einem finanziellen Flop zu drehen, der erst später zu einer Art Kultfilm mutierte. Ja nicht nur ein Sequel zu drehen, sondern es zum wichtigsten Release 2010/11 zu machen, das die ausgetüftelste und wohl beste Marketingkampagne der letzten Jahre verpasst bekam.

Angefangen beim Proof-of-Concept-Clip zur Comicon 2008, über die unzähligen viralen Clips, Fake-Encom-Seiten, die Flynn-Lives-Kampagne die mit einer aufwendigen stuntbewehrten Show in San Francisco gekrönt wurde und natürlich die Comicon 2010 und die Enhüllung das niemand anders als Daft Punk den Soundtrack zu dem Spektakel abliefern würde. Es wurde nicht nur aus allen Rohren gefeuert um Filmfans und Publikum anzuteasen, es waren tatsächlich viele fantasievolle Ideen dabei, die neugierig machten und viel versprachen. Wieviel davon würde der Film einlösen können?

Ich gab mich deswegen eher diplomatisch, als ich aus der Pressevorführung kam und sagte zunächst nur: Der Soundtrack war toll! Denn das ist er. Mag manch einer bemäkeln, ihm klänge das ganze zu orchestral und gewöhnlich, ich mag diese Mischung aus Elektrosound und großem Pathos, die die beiden schrägen Franzosen abgeliefert haben. Denn es ist zu keinem kleinen Teil ihrer Soundkulisse zu verdanken, wenn sich beim Flug durch über das Raster, den Grid doch immer mal wieder das epische, beeindruckende Gefühl von Erhabenheit einstellt, welches dem Film an vielen anderen Stellen leider abgeht.

Denn die Macher und hier wohl hauptsächlich die Drehbuchschreiber, zwei LOST-Autoren, haben leider nicht im Ansatz kapiert, das Tron bei allem Hang zum Kitsch und simplen Storytelling doch etwas mehr war als “nur” die stylishe Oberfläche. Welche zweifellos gelungen ist. Das Design, die behutsame Modernisierung des klassischen Looks macht tatsächlich Spaß anzusehen und sorgt in den besten Szenen für eine wohlige Mischung aus Staunen und kuschliger Retrogemütlichkeit. Die alte Spielhalle, der aufgejazzte Disc-Battle, das Lightcycle-Rennen – das sind (auch wenn man das überflüssige Gimmick 3D ignoriert, was auch in Tron Legacy mal wieder relativ unbeeindruckt und überflüssig ist) schon kraftvolle Bilder die Spaß machen und zeigen wieviel Potential der Film hat.

Spoilers AHEAD

Es ist eine Schande, dass die Story so meilenweit hinter dem Look und der Musik herhinkt. Denn selbst mit dem großzügigen Bonus eines SF-Blockbusters, funktioniert die Geschichte so gar nicht, obwohl sie so stimmungsvoll und spannend beginnt: Sam Flynn ist nach dem Verlust seines Vaters ein zurückgezogener Eigenbrödler geworden, der sich weigert den ENCOM-Konzern seines Vaters weiter zu führen, aber gleichzeitig mit subversiven Aktionen Sand ins Getriebe des Software-Giganten streut und mal eben dessen neustes Produkt zum kostenlosen Download ins Internet stellt (mich würde interessieren ob der Held diese Aktion auch hätte machen dürfen, wenn sein Vater Boss einer Filmfirma gewesen wäre). Der Sam den wir hier kennenlernen funktioniert eigentlich recht gut. Er wirkt ein bißchen tollkühn, etwas selbstzerstörerisch und im Gespräch mit Alan Bradley (Bruxe Boxleitner in Zwei von den drei Minuten Screentime die er im ganzen Film hat) entstehen Momente die tatsächlich eine sehr dichte Atmosphäre heraufbeschwören. Wenn Boxleitner in seiner gewohnt verschmitzten Art “Wouldn’t that be something?” sagt, nachdem Sam ihn fragt ob er glaube, er brauche nur in die Flynns Arcade zu gehen und sein Vater würde einfach in seinem alten Büro sitzen und sagen “Sorry Kiddo, i just forgot the time…” – das evoziert die Möglichkeiten die der Film hätte, genau wie dies die klug konzipierte “Flynn Lives”-Viral-Kampagne getan hat.

Doch leider wandelt sich Sam ab dem Moment in dem er Das Raster betritt vom aktiven Draufgänger zum tappsigen Staunebär, der nur mehr reagiert anstatt die Handlung selbst voran zu treiben. Er wird herumgeschubst, gejagt und befreit und verkommt dabei zur Hülle ohne Eigenleben. Und wenn wir schon dabei sind: Wo ist die Handlung? Galt es im Vorgänger reale Ereignisse in der virtuellen Welt zu beeinflussen und spielte das ganze im Computer eines Riesenunternehmens, sitzen Sam und sein Vater jetzt in einer digitalen Sandkiste ohne jegliche Relevanz. Weder mit dem Internet ist dieser Kasten verbunden, noch mit den ENCOM-Rechnern – denn die spielen alle keine Rolle. Im Grunde hätte ENCOM und Alan Bradley auch komplett aus dem Skript gestrichen werden können (zusammen mit dem bizarr-sinnfreien Mini-Cameo von Cillian Murphy) – denn sie sind für den Film vollkommen bedeutungslos. Ja sie wirken im Nachhinein wie so vieles als achtlose Brotkrume die den Altfans hingeworfen wird.

Auch wenn der Film das Zauberer-von-Oz-Motiv seines Vorgängers wiederholt und sogar noch betont, indem er den Film in 2D starten lässt und erst mit dem Eintritt in die Computerwelt in 3D wechselt, so wie im Klassiker von s/w auf Farbe gewechselt wurde, als Dorothy Oz betritt, so sehr ist diese Wiederholung oberflächliches Zitat ohne inhaltliche Relevanz. Tron Legacy ist immer nur der Oberflächenreiz, das – gerade im ersten Akt sehenswerte – Spektakel ohne Substanz. Es steht nichts auf dem Spiel in dieser Sandkiste, diesem privatem Raster das Flynn als digitale Experimentierfläche erschaffen hat. Kein Wunder, dass die Programme in dieser Welt auch keine echte Identität mehr haben, weil sie keine funktionellen Programme mehr repräsentieren. Sie sind irgendwas aus Code, das irgendwie in einer Welt existiert, die sich Flynn ausgedacht hat als er Mitte 30 war und in der er durch einen dummen Zufall gefangen ist.

Gut Sam will seinen Vater wieder sehen und zurück in die Realität, das ist der einzige dramaturgische Zug, den der Film aufbaut und auch den verfolgt er eher gelangweilt. Es ist absolut erstaunlich, wie wenig Action Tron Legacy bietet. Für einen Film, der so mit Schauwerten jongliert und der als absolute gestyltes Eye-Candy (nicht umsonst fand die Deutschland Premiere auf der Fashion Week statt) wahrgenommen werden will, verschiesst er sein Pulver sehr frühzeitig und schleppt sich dann über den gesamten Mittelteil ziemlich hüftlahm über die Runden, ehe er sich am Ende zu einem halbherzigen und ziemlich doofen Showdown aufrafft der sich anfühlt als habe man das Drehbuch mal eben schnell fertig schreiben müssen und beim Brainstorming die erstbeste Idee genommen.

Was nicht heißt, das Tron Legacy nichts zu bieten hat. Doch die sehenswerten Stellen sind leider alle am Anfang. Sams Hochhaus-Stunt, der Disc-Battle im Matrix-Style, das Lightcycle-Rennen (das auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet und wirklich inspiriert inszeniert ist), die Flucht mit Quorra… und dann kommt eine ganze Menge Leere.

CLU – der digitale junge Bridges, der leider in jedem Szene wie ein digitaler junger Bridges aussieht (leider auch in einer Szene am Anfang die in der realen Welt spielt), ist ein ziemlich unbeeindruckender Gegner, dessen Motive schwammig und Pläne schlecht durchdacht sind. Der echte Bridges spielt im wesentlichen den Dude, serviert ein paar nette Sprüche und bemüht sich ansonsten viele Szenen zu haben in denen er irgendwo meditierend sitzt oder bedächtig herumsteht. Wenn er nicht gerade als Jedi verkleidet herumhuscht und plötzlich unzusammenhängend irgendwelche Superkräfte auspackt, um sie dann nur halbherzig zu nutzen.

Und schließlich Quorra, die einzige Aktive Figur des ganzen Films, die ein bißchen Kick-Ass rüberkommt (aber dennoch etwas die schüchterne Schwester von Leeloo aus The 5th Element channelt) narrativ aber auch völlig verschenkt ist. Denn um die schwurbelige Andeutung vom Filmanfang zu rechtfertigen, dass Flynn etwas entdeckt habe, dass die Welt für immer verändern würde (Ländern, Religionen, Medizin… alles), ist Quorra nicht nur ein rebellisches Domina-Programm mit kindlichem Gemüt sondern auch noch die letzte der Isos. Von selbst im Computer entstandene digitale Lebwesen (“digital Jazz”, wie Flynn sagt, als er mal kurz wach ist), die… ähm… ja genau. Also ziemlich wichtig sind. Weil sie halt so… Zeug und so… Whoaaa.. und ähm ja. Auf jeden Fall hat CLU an den Isos einen Genozid verübt und Quorra ist die einzige die noch lebt und deswegen superwichtig. Genauso wie Flynns Identity-Disc, die das allerwichtigste und mächtigste im Grid und die CLU seit Ewigkeiten haben will, weswegen sie Flynn ewig vor ihm versteckt hat. Okay, es wird nicht so ganz klar warum CLU nicht einfach bei Flynn vorbeischaute, obwohl er ja anscheinend weiß wo dieser wohnt, noch wird klar, warum Sam, Flynn und Quorra nicht der Identity-Disc nachjagen, als diese ihnen geklaut wird und statt dessen lieber den langsamsten Schienenbus des Raster in Richtung Ausgang nehmen.

Es ist zum verrückt werden: Dem Film mangelt es nicht an Ideen, doch er interessiert sich einfach kein Stück für seine eigene Story. Der Genozid einer ganzen neuen Rasse die die Welt verändern könnte wird als Nebensatz abgehandelt. Was genau waren die Isos? Wie könnten sie die Welt verändern? Und warum hat Flynn seine Identity-Disc Jahrhunderte (Digitale Zeit vergeht schneller als Realzeit) versteckt, wenn es letztlich doch egal ist, was mit der Sandkastenwelt passiert und es ihnen in keiner Sekunde darum geht das Raster und die versklavten Programme zu befreien, sondern nur irgendwie rauszukommen. Und was bitte verfolgt CLU für einen dümmlichen Plan zur Weltherrschaft? Wo liegt die Bedrohung, wenn im Basement einer alten Spielhalle plötzlich ein paar Tausend Typen mit glimmernden Hockeyschlägern auftauchen? Was würden die machen wollen? Rollerderby in der 80s Disco spielen? Ist CLU irgendwie mit Doctor Evil verwandt, so doof wie er sich benimmt?

Kurz: Whats the fucking point? Sam stolpert ins Raster, sagt kurz seinem Vater Hallo der in seiner digitalen Sandbox gefangen war, die im Endeffekt aber keinen interessiert und am Ende gelingt ihm ohne seinen Vater aber mit Playbabe Quorra die Flucht in die Realwelt… und an genau welcher Stelle, soll das jemanden interessieren? Wenn unsere Helden mit ihrem Schienenbus nicht zufällig und bequemerweise durch das Hauptquartier des Bösewichts geschippert wären, hätte es nichtmal einen Showdown gegeben, nachdem zuvor schon gefühlte 40min nichts passiert ist an Action und lediglich der Auftritt von Michael Sheen als verräterische Fashion-Tunte davon abhielt langsam wegzudösen. Sheen ist natürlich klasse und eindeutig die unterhaltsamste Figur des Films, der als Einziger zu verstehen scheint in welchem Film er ist. Er spielt (obwohl sein Figur ebenfalls absolut verschenkt und überflüssig ist) seine Mischung aus Ziggy Stardust und Freddy Mercury mit einem Schuss Joel Grey wirklich wunderbar und viel campiger und trashiger als der Rest der Truppe. Der ganze stylishe Blödsinn ließe sich nämlich viel leichter ertragen, würde er sich nicht ansonsten so bitter ernst nehmen.

Tron Legacy ist bis auf ein paar gute Bridges-Sprüche und abgesoffene One-Liner von Hedlund (der leider jegliches Charisma verliert sobald er in der Cyberwelt ist) absolut humorfrei und verhandelt die verworrenen Un-Story mit einer Ernsthaftigkeit die befürchten lässt die Macher glauben tatsächlich, sie hätten mit dem Ganzen irgendwas zu sagen zum Thema virtuelles Leben, Technoparanoia oder digitalen Lebensentwürfen. Was sie nicht haben. Lisbergers Tron spielte wie Wargames noch gekonnt mit den Ängsten des Publikums, doch hinter Tron Legacy steht leider nur die große inhaltliche Leere.

Die ja verzeihlich wäre, wenn sie wenigstens durch coole Action vorrangetrieben würde, die wenigstens für die Zeit des Kinobesuchs vergessen ließe, dass das alles keinen Sinn macht. Aber gerade die vielen ruhigen und geschwätzigen Szenen des Films lassen zuviel Zeit zum Nachdenken. Wenn Flynn und Sohn endlos quatschen und sich statt großen Bildern plötzlich optisch-statischer Serien-Einheitsbrei über die Leinwand quält, der im TV besser aufgehoben wäre, als im Kino. Wenn es einen mehr beschäftigt, wie in der digitalen Welt plötzlich ein gebratenes Schwein serviert werden kann (ist zufällig ein echtes Schwein in Flynns Basement in den Scanner gestolpert?) oder warum die Helden jetzt überhaupt den Trip zum End-Of-Line-Club unternehmen, warum es in einer digitalen Welt staubt und regnet, dann läuft irgendwas falsch.

Warum sollte ich mich für die Ideen des Films interessieren, wenn er es selbst nicht tut. Wenn er nichtmal simpelste Erzählroutinen bedient, die zu einem Blockbuster dazugehören. Tron Legacy ist eine Ansammlung an Set-Ups ohne (befriedigendes) Pay-Off und darin enorm frustrierend. Sam bekommt als Kind (das Garett Hedlund nebenbei bemerkt keine Spur ähnlich sieht und selbst eine andere Augenfarbe hat) von seinem Vater eine Münze geschenkt, die er als Erwachsener immer noch hat. Tolles Setup – für eine Situation indem er genau diese Münze in einer bedrohlichen Situation einsetzt. Passiert leider nicht, sondern sie landet im Automaten und fällt wieder raus. Aus einer Münze die ein Symbol für eine Verbindung zwischen Vater und Sohn sein könnte wird so ein unglaubwürdiges Gimmick – sollen wir wirklich glauben, Flynn habe Sam extra eine Münze gegeben, die aus dem Automaten fällt, damit dieser die Schleifspuren am Boden sieht und merkte das sich der Automat zurückklappen lässt…? Und wenn nicht, whats the fucking point? Und warum bekommen wir erzählt, das Flynns altes LightCycle immer noch das beste und schnellste Fortbewegungsmittel im ganzen Raster ist, wenn es für die Story keine Rolle spielt weil Sam damit nur 2 Meilen in die Innenstadt fährt und es dort stehenlässt? Warum die ganze Iso-Geschichte, wenn sie eigentlich völlig egal sind? Warum das Vorspiel mit Encom, wenn es kein Pay-off am Ende gibt? Warum das Bohei um die blöde Identity-Disk, wenn sie eigentlich auch egal ist und die Helden nichtmal im Ansatz versuchen denjenigen der sie geklaut hat zu jagen? Und bitte wessen grandiosen Idee war es Bruce Boxleitner (der in seinen paar Minuten Screentime mehr Charme und Charakterzeichnung rüberbringt als Hedlund im ganzen Film) mit einer Cameo-Rolle abzuspeisen und völlig aus dem Allerwertesten gezogen am Ende mal beiläufig zu sagen “Ach übrigens, der Darth-Maul-Verschnitt der da vorhin mal den Helden genervt hat, das war übrigens Tron, der ist jetzt böse aber gleich isser wieder gut”.

WTF? Die Titelfigur des Films, der selbstlose Held des ersten Teils ist der dunklen Seite verfallen und erkämpft sich am Ende sein Gewissen zurück, tut das Richtige und opfert sich für seinen alten Freund Flynn… und das ist ein verdammter Nebensatz in Tron Legacy? Ein Nebensatz bei dem man sich nichtmal sicher ist, ob er nicht sogar noch nach Drehschluss im Schnitt hinzugedichtet wurde, weil wahrscheinlich die Sekretärin sagt “Hm, wieso heißt denn der Film Tron Legacy, wenn Tron gar nicht vorkommt?”. Kleines Memo an die Macher: Da wäre euer Drama gewesen. Da wäre eure Story gewesen und nicht in irgendeiner Augsburger Puppenkisten-Rolle-Rolle-Blechbüchsen-Arme mit Leuchstäbchen, von der wohl weder Drehbuchschreiber noch Bösewicht wußten was das eigentlich soll.

Es ist so verdammt schade, denn der Film und der narrative Teil seiner Viral-Kampagne bieten soviel Potential für eine packende Story. Die Ideen und Grundlagen sind da, das Design ist klasse und der stylishe Look des Films sorgt im Zusammenspiel mit den gelungen Action-Sequenzen für so einige starke Momente, die für Fans ganz sicher die Kinokarte lohnen. Doch es bleibt auch soviel verschenkte Chance und merkwürdige erzählerische Mutlosigkeit. Im Gespräch sagte mir Regisseur Joseph Kosinsky (der übrigens wie ein netter Kerl wirkt und sicherlich nicht wenig Arbeit in den Film gesteckt hat), er wolle bewusst keinen Film über das Internet machen sondern die Welt des Original-Films weiterentwickeln und modernisieren. Was er auch gemacht hat: Alles was am neuen Tron cool ist und gut wirkt, sind die modernisierten und auf 11 gedrehten Referenzen des ersten Teils: Disc-Battle, Light-Cycle-Race die Beamrider und Space-Invaders-Raumschiffe. Leider fällt Kosinski und seinen Autoren danach nicht mehr viel ein und der Showdown, ein hektisches Herumgefliege ohne Sinn, dass sich nicht auf ein direktes Vorbild in Tron berufen kann, wird dann auch prompt zu langweiligen Ausfall.

Steven Lisberger, ein knarzig-liebenswerter Bär und Alt-Hippie (der dem alternden Flynn nicht unähnlich ist von der Art her) hätte es wahrscheinlich genau anders gemacht. Er hätte gezeigt wie die digitale Welt in Zeiten des Internet aussieht. Doch es war nicht sein Film. Tron wäre unter ihm sicherlich relevanter geworden und hätte sich nicht im Aufkochen der bekannten Ikonographie erschöpft. Lisberger erzählte uns von den verschiedenen Drehbuchideen die er über Jahre an Disney gepitched hatte und die auf mal mehr, mal weniger Interesse gestoßen waren (er meinte als er irgendwann nur noch Formschreiben von einem Praktikanten zurückbekam, wusste er, wie hoch die Chancen standen, das er seinen Tron 2 je würde drehen können). Dennoch ist er natürlich froh, dass Disney sich überhaupt an die Wiederbelebung wagte – was heutzutage nicht gering geschätzt werden darf, denn TRON LEGACY war ein Risiko, da die unmittelbare Fangruppe des Originals sich doch eher auf mittelalte Nerds beschränkt und heutige Kids alleine mit Computergrafik nicht mehr zu locken sind. Ich respektiere den Mut sich so rückhaltlos und mit viel Geld für ein Sequel zu einem Flop zu bekennen und würde mir wünschen, dass der mässige US-Erfolg nicht dazu führt, dass Disney zukünftig keine Risiken mehr eingeht.

That being said: Ich wünschte mir dennoch, Tron Legacy wäre ein wirklich guter Film, anstatt nur stylishes Augenfutter mit grandiosem Soundtrack. Ansehen solltet ihr ihn euch dennoch. Ihr habt ja schließlich auch jahrelang drauf gewartet.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • Christoph

    Ich stimme grösstenteils zu. Vor allem hat mich gestört, dass der Film quasi nichts mit der Titelfigur zu tun hat. Zu viele potentielle Handlungsstränge, die allenfalls Erwähnung finden (s.o. Isos, Tron, Encom).

    Aber vor allem
    WTF is Tron?

  • z_me

    Habe den Film Anfang Jänner in den USA gesehen und mich wahnsinnig gefreut. Bin zwar noch zu jung um das Original im Kino gesehen zu haben aber schon lange ein großer Fan des Originals.
    Dieses Review ist das erste was zu 100% meine Eindrücke wiederspiegelt! Toll!

  • Christian

    Großartiges Review, vielen Dank! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

  • Lupetto

    Kleine Korrektur. Tron ist von 1982 und hat sogar schon 28 Jahre auf dem Buckel.

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    Schönes Review! Sehr informativ und vor allem nicht mit deinem manchmal etwas… fragwürdigem Humor zugeballert ;)

    Was mich aber wundert, Batzman: Der Score, so großartig er auch ist, könnte so oder so ähnlich auch von Zimmer kommen (was er ja auch irgendwie tut, wenn man sich die Credits anschaut) – dann hättest du aber wieder kein gutes Haar daran gelassen, oder?

  • y

    Der Film ist doch mit dem Siegel für Story- und Dramaturgie-Freiheit versehen. Es ist deutlich “in 3D” zu lesen.

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Batz, das ist das beste Review, dass ich hier je gelesen habe. Wirklich großartig! Du hast nahezu alle relevanten Punkte, Dämlichkeiten und Ungereimtheiten (inkl. Essen, Nebel usw.) erwähnt. Ich bin auch der Meinung, die ersten 15 – 30 Minuten sind noch stark, der Dialog im versteckten Quartier war atmosphärisch wunderbar und an dieser Stelle war ich wirklich positiv überrascht und freute mich auf den Rest. Dann wurden kurz ein paar ziemlich spektakuläre (wenn auch timingtechnisch arg lahme) Actionszenen im Schnelldurchlauf abgehakt und das war es dann, der Rest des Filmes war langweilige, dumme Sülze mitsamt einer gandalfartigen Finalaufopferung. Herlich auch Deine Vermutung, warum es Tron als Figur noch in den Film geschafft hat :)

    Danke, das Review wird verlinkt, gezeigt, empfohlen. Absolut klasse.
    Nur eigentlich liest sich der Text eindeutig wie 2 Sterne :)

  • http://thereelgeek.com The Reel Geek

    Ich lese es am Samstag. Gehe Freitagabend in die IMAX OV und will für die 14!! Tacken nicht noch mehr gespoilert bekommen, als ich sowieso schon weiß. Ich hoffe einfach auf das Beste.

  • Thomas

    Eine der ganz wenigen Kritiken, bei denen ich Batzmann vollkommen zustimme. Du hast aus auf den (doch etwas langen) Punkt gebracht.

  • haina

    Auch schlimm: Ich hab gelesen das Joseph Kosinsky als nächstes den für mich aus der Kindheit eben so großen “Das Schwarze Loch” von Disney remaken will. Schon seltsam, beide Filme haben für mich einen ähnlichen Stellenwert und nun kommt einer und haut sie beide weg!?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman (Oliver Lysiak)

    @Ranor

    Ich führe keine Privatfehde gegen Zimmer. Ich mochte seinen Inception-Soundtrack einfach nicht sonderlich. Gibt dennoch genug Filme bei denen ich seine Musik passend fand und mochte (nicht zuletzt Lion King) und auch seine Pirates-Sountracks sind sehr eingängig und schick. Im Vergleich mit sonem inspirationslosen Lohnhobel wie Harry Gregson-Williams ist Zimmer wirklich gut, auch wenn ich ihn nicht in einer Liga mit Goldsmith und Williams sehe. Aber schon ähnlich wie Elfman oder Silvestri.

  • http://alsicheinhamsterwar.de Sebastian

    “Okay, es wird nicht so ganz klar warum CLU nicht einfach bei Flynn vorbeischaute, obwohl er ja anscheinend weiß wo dieser wohnt…”
    => “We have found Flynn’s bike and traced it back to its origin.” (Was es nicht wirklich besser macht.)

    Ansonsten: Sehr schönes Review und Recht haste. Ich fand’s glaub ich sogar noch ein Bisschen schlimmer, sogar die Lightcycle-Nummer hat mir nur bedingt gefallen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass für Sam irgendeine Gefahr besteht. Der Film hat mich, so wichtig wie er sich nimmt, ohne wirklich was zu sagen zu haben – vor allem mit Bridges’ ellenlangem Exposition-Gerede, was dann aber letztlich doch nüscht erklärt – unangenehm an die Matrix-Sequels erinnert.

  • Stollentroll

    sehr schöne review. da macht das lesen spass.

    und ich versteh sogar alles. weil ohne viele fremdwörter. :)

  • Sven

    Altlast? Treffender könnte der Titel kaum gewählt sein. In vielen Köpfen scheint der Erstlingsfilm zu einer Offenbarung hochstilisiert worden zu sein. Dabei ist er zumeist nicht mehr, als seine Fortsetzung. Stylische, teilweise langatmige Unterhaltung mit einer guten, wenn auch banal-oberflächlichen Idee.
    Das ganze war 1982 natürlich noch etwas Geeklastiger. Zu Zeiten Pac-Mans musste man den Menschen noch erklären was ein Computer eigentlich ist.
    Aber auch unter diesem Blickwinkel und der Befreiung des Erbes des Vorgängers bleiben bei der Fortsetzung mehr als genug Kritikpunkte.
    Der Film erscheint teilweise wie ein einziges Zitat. Eine Würzmischung des alten Films mit ein wenig Star Wars, ein wenig Matrix sowie einen Hauch von Das fünfte Element.
    Jeff Bridges läuft in seiner realen Version teilweise provozierend unmotiviert, wie eine Mischung aus Rainer Langhans und Obi Wan Kenobi, durch das Bild.
    Sein Sohn, Garrett Hedlund, landet auf der Sympathieskala nur knapp vor Hayden Christensen und ist als Titelheld eine klare Fehlbesetzung.
    Olivia Wilde erscheint wie eine dunklere Version Leeloos aus dem fünften Element. Nach einer Weile erwartet man fast ein freudiges “MULTIPASS” von ihr.
    Die Figur des Castor/Zuse wirkt schrecklich hässlich und überzeichnet.
    Die Story? Sohn Flynn kommt zufällig in eine Computerwelt und versucht aus selbiger Papa und 13 zu retten. Mehr findet einfach nicht statt. Die böse Führung ENCOMs, die Spiele, das gefallene Programm Tron (das wohl nur eingebaut wurde, damit der Film seinen Namen hat – ein wegbleiben der Figur würde keinen Unterschied machen), Papa Flynns gestohlene Disc und mehr bleiben nur Ansätze. Die ganze Zeit bleibt das Gefühl, dass man mit etwas Mühe so viel mehr aus dem ganzen hätte machen können. So bleibt nur ein kleiner Storyfaden, der uns von Situation zu Situation, von Ort zu Ort begleitet. Ein Film der verschenkten Ansätze.
    Ach, und bitte lasst den unterdrückten Programmen in ihrer modernen Welt ein Stöckchen, damit sie in kriegerischen Massenszenen voller Testosteron damit auf den Boden schlagen und “Hohoho” rufen können.
    So viel Kritik, warum dann aber doch 7,5 Punkte?
    Weil mich der Film mit dem ersten Einsatz der Filmmusik in sich gezogen hat. In seinen besonders gelungenen Momenten wurden Bilder und Soundtrack eine Einheit, der ich mich nicht widersetzen konnte.
    Am Ende ist der Film gelungenes Popcornkino, welches mir oft wirklich Spaß gemacht hat.
    Wer mehr erwartet, die Offenbarung, den Sinn des Lebens oder ähnliches, wird sicherlich enttäuscht sein.
    Wäre ich heute so alt wie beim ersten Tron, hätte ich nicht so viele andere Filme gesehen, wahrscheinlich hätte ich mich in die Fortsetzung verliebt.
    Was kann der Film dafür, dass ich nicht mehr 12 bin?

  • ph0

    Gestern geguckt, gerade das Review gelesen und für gut befunden! ;)
    Beim Absatz über das original Lightcycle musste ich lachen, ist mir beim gucken SO nämlich nicht aufgefallen.. haha, traurig. Das war auch mein erster Pseudo-3D Film und das ist ja wirklich grauenhaft: Anstrengend zu gucken, zu dunkel (ich hab in den 2D-Szenen sofort die Brille abgenommen..) und in keiner Weise beeindruckend. Und ich war begeistert von Avatar (in 3D!). Mir hat auch der Part im End of Line club am besten gefallen und ich hab mir schon beim gucken mehr davon gewünscht (allein der Wechsel des Soundtracks durch Daft Punk wenn der Kampf losgeht, juhu!).
    Naja, aber als Fan von Tron war ich insgesamt dann doch einigermaßen zufrieden, nachdem ich das Review jetzt gelesen habe, was mir die zugegeben vielen Makel nochmal vor Augen gehalten hat (so beim selbst-gucken hält sich meine Analysefähigkeit doch stark in grenzen) allerdings etwas weniger.

  • Pingback: TRON: Legacy » André Herrmann

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    “Ich mochte seinen Inception-Soundtrack einfach nicht sonderlich.”

    Gerade das finde ich relativ erstaunlich da es imo frappierende Ähnlichkeiten zwischen den Scores von Tron und Inception gibt. Na ja, sei´s drum… :)

    Ansonsten denke ich, dass der Tron Score – so gut wie er auch ist – massiv von dem Namen Daft Punkt profitiert. Ich bin mir ziemlich sicher das der mediale Buzz (und auch die Begeisterung) deutlich kleiner wären, wenn der Score von… sagen wir mal Steve Jablonsky statt von Daft Punk käme. Und diejenigen, die jetzt Daft Punks Arbeit bejubeln würden wohl zu ihren üblichen Hasstiraden greifen…

  • Pingback: TRON Lunacy: Batz und manniac rocken das RASTER! « YouTube « BLOG OFF!

  • ph0

    Mich würde mal interessieren wie sehr Daft Punk für den Soundtrack wirklich selbst verantwortlich sind. “Letztens” habe ich erst durch Youtube erfahren dass die meisten bekannten catchy Melodien eigentlich samt und sonders nur gesampled wurden. :)

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    Daft Punk haben an dem Ding wohl zwei Jahre gearbeitet und sind vom Remote Control-Team dabei mehr oder weniger unterstüzt worden (wie gesagt, sieht man schon schön an den Credits). Der youtube-Link würde mich aber interessieren…

  • http://filmisch.es David

    Das mit den Ähnlichkeiten im Score zwischen Inception und Tron ist mir auch aufgefallen, konnte es aber nicht begründen. Weil Daft Punk != Zimmer. Wusste gar nicht, dass der da doch seine Finger im Spiel hatte… das erklärt so einiges. So toll ich Zimmer nämlich finde, bei ihm hört sich alles ziemlich ähnlich an. Trotzdem ist Zimmer für mich einer der ganz großen.

  • Sven

    Nein, ehrlich? Daft Punk haben ihre Melodien gesamplet?
    Gibt es ja nicht!

  • ph0

    Ist ja schön dass du das schon immer wusstest, ich bin aber normalerweise einem anderen Genre zugetan, fand Daft Punk aber immer ganz nett, eben wegen der catchy Melodien – dass die aber samt und sonders (ich habe allerdings auch keinen umfassenden Überblick über die ganze Discography) von irgendwelchen Bands aus den 60ern (+-10Jahre) geklaut waren hat meine Begeisterung dann doch stark vermindert. :P Sowas mag dann immer noch ganz nett sein und von gutem Geschmack zeugen.. aber das war’s dann auch schon FAST.

  • ph0

    Ach, fast vergessen.. ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=MJPdVVOmbz4 ;)

  • http://www.getchaos.de getchaos

    Auch ich schließe mich dem Rezensenten und den Kommentatoren an ;-)

    War gestern drin (zum Glück mit DailyDeal Gutschein und 5 € aufpreis, anstatt komplette 14 Euronen) und es war mein zweiter 3D Film nach Avatar.

    Obs jetzt an den leichteren Polarisationsbrillen statt Shutterbrillen lag oder an meiner besseseren Konzentration auf 3D…ich fand das 3D von Tron:Legacy um einiges besser und effektiver als Avatar….obwohl ich mich immer noch am dunkleren Bild und Ermüdungserscheinungen für Brillenträger wie mich störe.

    Das war das einzige,neben dem visuellen Style/Effekte, dessen Blau ich aber schon vor Ende des Films nicht mehr anblicken konnte, das für mich den Kinobesuch gelohnt hat.

    Habe das Original immer noch nicht gesehen und war von der ganzen “Tron” Sache noch verwirrter als wahrscheinlich Fans. Wieso war der Böse (umprogrammiert?)? Wieso konnte er sich innherhalb einer Millisekunde doch wieder zum Guten bekehren, obwohl kein Grund da war, der vorher nicht auch da war? Und was sollte der Charakter überhaupt?

    Wie der Rest des Inhalts des Films, hatte man dabei echt das Gefühl, das man die Kurzbeschreibung auf einem Buchrücken durchliest, aber den Inhalt des Buches nie zu Gesicht bekommt. Sehr schade…

  • Schwarzmaler

    Diesmal stimme ich überhaupt nicht mit der Kritikasterei ein. Logik. Pah. Handlung. Pah. Das spielte alles bei Tron keine Rolle und hat auch bei Tron Legacy nichts verloren. Was ich gesehen habe war eine Verbeugung, eine Referenz an einen wunderbar andersartigen Klassiker, der über all die Jahre in Erinnerung geblieben ist. Tron Legacy hat es geschafft, noch einmal Tron zu inszenieren. Fünf Sterne. Danke.

  • http://was? Sebastian

    boah ist die Review lang, aber gut. Dann bin ich mal auf Dienstag gespannt. Wollte den Film in Saigon anschauen, hatte aber leider keine Zeit dazu. 3D kann man sich dann wohl genauso sparen wie ich es bei Grenn Hornet hätte tun können. Die Effekte kamen erst im Abspann.

  • ph0

    Also, jetzt mal ne ernsthafte Frage zum 3D. Ich habe gerade mal ein bisschen gegoogled und nur gefunden, dass Tron Legacy wirklich in 3D gedreht worden sein soll? Ich hab davon wirklich nichts gesehen, man erkannte die Ebenen, aber Gesichter und andere Dinge hatten keine Tiefe (nur in den Topshots hatte ich manchmal den Eindruck) bei mir? Fragt sich jetzt ob das irgendwie an der Technik lag (waren Polarisationsbrillen), oder ob das einfach falsch ist, zumal es durch die 2D-Realszenen wirklich so wirkt als hätte man das 3D eben nur da eingesetzt, wo eh alles CGI ist, da ist 3D ja kein Problem.

    Wie sah es bei euch mit den Effekten aus?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2007/07/bela.jpg Batzman

    @pho

    Also ich kenn das eigentlich immer so wie du es beschreibst, selbst bei Sachen die mit dem tollen Fusion-System gedreht sind wie Resident Evil, es sieht gerade bei Nahaufnahmen von Gesichtern selten wirklich plastisch aus und hat auch bei “echtem 3D” sehr oft nur diesen Ebenen-Pop-Up-Look. Generell fand ich auch in Tron das 3D, mal wieder sehr zahm und unspektakulär.

  • Fluffy Bunny

    Toller Review – und definitiv nicht zu lang, sondern eher lang genug um den feineren Details ausreichend Platz einzuräumen. Danke dafür!

    Die Kritik spricht mir aus der Seele. Tron war einer der eindrucksvollen Filme meiner Kindheit und seither ein “Guilty Pleasure” meinerseits. Nicht religiösem Fan-Wahn erlegen, aber ein oft und gern gesehener Film.
    Was mich einem weiteren Kritikpunkt bringt, meinem ganz eigenen! Was mir an Tron immer sehr gut gefiel ist, der quasi “Low Poly Count” der Modelle, von den Lightcycles, bis hin zum Recognizer. Dieser wurde natürlich durch damals aktuelles Design und technische Möglichkeiten bedingt, für mich sprach es aber immer auch für einen hohen Grad Realismus. Ploygone, gefüllt mit Flächen, niedrige Renderzeit, schnell, effektiv.
    Klaro sind die heutigen Sehgewohnheiten und Effekt-Möglichkeiten ganz andere, und es wäre befremdlich, wenn sich die Design und ein Großteil der Effekte nicht maßgeblich verbessert hätte aber bei vielen Szenen in Tron Legacy überkam mich der Gedanke wie unsinnig die Redesigns sind.

    Schwarze Fahrzeuge mit Lichtlinien? So viele “zu rendernde” Details/Reflektionen und dann auch noch “Chrom”? Lightcycles ohne Dach? Ich dachte immer, man wird – wenn das Programm Lightcycle ausgeführt wird – in ein solches integriert (so á la “use with”) und nun kleben die Piloten ungeschützt oben drauf?

    Mannomann haben die Rechnerleistung zu verschenken in einem Rechner Baujahr irgendwann zwischen 1982 und 9 Jahre später wenn Flynn sr. verschindet… nee, is klar!

    Und dann noch die neue Art Lightcycle zu “spielen” – die strikt rechtwinklige Bewegungsart des Originalspiels/duells war brilliant, hat zu 100% Sinn gemacht und war in meinen Augen nicht nur effektiv, sondern auch Heute noch sehr beeindruckend. Heute fährt man einfach Kreise und Kurven, sieht den Gegner überhaupt nicht mehr um die Taktik planen zu können und hofft einfach, daß er irgendwann irgendwo auf irgendeiner Ebene in eine Wand fährt… schade!

    Ausser im Kostümdesign der Schauspieler sehe ich in Legacy neben den seitens Batz erwähnten Kritikpunkten, nur eine sehr schwache Weiterentwicklung. In allen anderen Bereichen hat das Original klar die Nase vorn.

  • art

    Danke für Deine Kritik, sie entspricht meinem Eindruck vom Film.
    Du fragst Dich, warum es in der digitalen Welt regnen muss? Um die Zitate an Blade Runner unterzukriegen. Am deutlichsten in der Szene bei der Frau mit dem Regenschirm. Auch der Flug zur Zentrale am Anfang entsprach dem Intro von Blade Runner, auch mit vergleichbar sphärischen Klängen wie damals Vangelis.
    So hatten meine Frau und ich Spaß an den unterschiedlichen Zitaten (Jeder aus seiner Zeit). Auch den weißen Raum mit den alten Möbeln als 2001 Zitat kann man noch erwähnen.
    Warum ein verschenkter Tron und Dillinger Junior? Als Hook für Tron 4x (mit Geruch oder ….)
    Auch der Humor, z.B. im Original durch das Bit vertreten hat uns gefehlt.
    In sofern, die Optik hat uns zugesagt, der Soundtrack war gut, aber in ruhigen Momenten wollte ich den Film dringender vorspulen als das Original.

  • marius

    ich bin ohne euer review gelesen zu haben in den film mit meiner freundinn weil ich eine freundinn hab..eine echte, mit brüsten, aus menschlichem gewebe mit so…tschuldigung mein gehirn ist noch beleidigt vom wochenende als ich ( sie hat auch eine echte vagina!!!!) im kino war mit meiner fr…schon ngut n tron n scheisse unsubtli formuliert und auch noch falsch geschrieben, leicht lockerer sprachwitz ist auch nicht am evolvieren bei mir nicht bei eucvh schon hab euch nämlich total lieb 5 filmfreunde….ich versuche gerade meine subjektive und natürlich unverbindliche meinung des abendlichen spektake….kacke kacke kacke wie kannst du schreiben drrrrr beruhigen langsam ihr habt nämlich taktisch clever keine buchstabenbegrenzung für kommentare als subroutine integrier..halts maul geordi(laaaaforge)…und heute werdet ihr dafür..sterben..methaphorisch wie gesagt hab euch total gern…kurz gesagt für den film gehört definitiv jemandem in den sarg gekackt! mir ist sogar egal wem. von mir aus sogar mir fallsdenkommentarüberhauptjemandliest…ausser meiner freundinn….mit der vaginagottistverkrampftversuchensympathischzubleibenschwerwennmandeneinzigenpotentiellenleserimplizitindietextgestaltungeinfliessenlässtssssssjjjaaaavollderhirninzesttutmirleidfürmichselbstichsolltenichtsooftichschreibenkommtsoegomanischfrüherwarichgutinderschule…heutetragichjogginghoseund kratzsenffleckenkrusterausanstellesie zuwaschen weil ich meinen nachbarn wegen seinen verkrusteten joggingklamottensoeklig find, und er die schlüsselzum waschraum hat…te..
    1. DESIGN: sollte man niemals einem team überlassen, dass sich den ganzen tag gegenseitig mit apple i phones fistet und den cumshot aufs i pad display mit seinem…mmmhm scheisse auch i phone filmt die können aber auch alles…das vor 10 jahren mal 2001 gesehen hat und das auch in jedem filmgespräch anbringt ( genau wie ich clever gemacht nicht..ich hasse mich manchmal..) aber deren hirn es irgendwie trotzdem geschafft hat zu glauben, das flynns stylerappartmentdesignappartment in apllehitlertown ihre kreation war….weisst du was dave sagen würde…genau wie meine verdammt nochmal..das würde der dave sagen. und da häte der dave recht. fickwichse…!
    hab folgenden satz zwar schon mal in ner sms verschickt (anderes subjekt,Thema)..aber wenigstens wirklich meeiine metapher und nicht…:
    um meinen seelenzustand möglichst genau zu visualisieren: nach den 1. 10 min, als 0815 zuckerjungs ich weiss nichtmalmehr seinenscheissnamenwasgutist weilichihnimfalleeinerschwerenekrankung meinerseitsnichtmitindentodnehmenkannauslangeweile.. seinen basejump poppt hätte ich gern mein noch nicht existentes oskar aus der tonne kostüm angezogen und mich entrüstungskotzefusselkotzend zum notausgang durchzuschlagen…
    ich weiss wirklich nicht womit ich anfangen soll
    :bereits erwähnte kritikpunkte weden nicht wiederhohlt ( die von batzmann)
    :bin ohnehin nicht davon ausgegeangen eine narrative…. oder sagen wir irgendeine art von versuch eine geschichte zu produzieren zu sehen, der die bereits erwähnten qualitäten des originals vertieft oder zumindest deren prinzipien erkennt…würd jetzt gern auf meinefilmanalysegehirninzestfähigkeitenegoonanieren um diese anzureissen, aber das oz beispiel triffts einfach schon….der durch die fast gänzlich fehlende realitätsbezogene assoziationsebene des interpcdesigns des 1. tteils erzeugte entfremdungs=abstraktionsgrat öffnete die metaphorische ebene auf eben nicht neue aber effektiv umgsetzte weise. der flair entführte einen wirklich in eine märchenwelt, weil der wiederspruch zum realen sehverhalten kreativere narrative asssoziationsketten erforderte als..ich mein dass die 3d objekte eben keine texturen hatten und polygonartig aufgebaut waren…die weitere entwicklung in der fähigkeit grafiken darzustellen in der neuen version zu implizieren ist einfach nicht zu ende gedacht, weil das konsequent dann wieder zu einem realfilm führen würde…dumm einfach dumm, keine bugs in figuren sagen etwas zweimal, oder bleiben im satz hängengengengengen usw hätt milllion möglivhkeiten gegeben die thematik noch methaphorisch wirksam reinzubasteln..logigfehler, bzw grenzen durch jeweiligen informationsgrat oder begrenzungrelationenodersorrystop
    was gibts anstelle: deaktivierer mit düsenabgastrahl…im regen…und zuse..die wirklich raussticht weil sie in weiss ist und nicht wie der ganze restliche film in darkem schwarz… muss nicht erwähnen, dass diese designentscheidungen in mir irgendwie den wunsch erhärtet haben mir nen kindergeburtstagsclown zu bestellen um ihm noch beim begrüssungwinkendiefresewegzuschiess..oder bis nach dem 1. schlechtenalso1.gag warten….3 (ungemixte inkl. weiss und schwarz) farben im optisch zur legende prädestinierten setup..
    der originalteil war neben oz und einigen wenigen andere3n perlen, filme, die in kindheitssicht eine unglaubliche weg von der realitätabstraktesanderesuniversumimkopfwelt erschufen, wie viele beliebige märchen im weitesten sinne aber diese paar speziellen erzielen sogar nach ichbin jetzt erwachsen erneutsichtung um zu sehen ob sie immer noch diese intensive realitätsdistortion auslösen immer noch diesen effekt. quasi wirklich was besonderes!
    ps auch kontrast zwischen menschlicher interaktion und der nicht durch organische lebensprinipien vorgegebene verhaltensweisen von programmen als bühne für drama komik egal was nutzen..
    wiso ärgert sich clu in jeffs wohnung, ich dachte clu ist nur auf logig raus und sehr ssakkuratsorry aber das hätt wenn er frei jeglicher menschlicher motivation eben noch ne aussage gehabt weil es einfach nur funktioniert..
    kurz ich will keine programme sehen, die anstelle von allegorien oder parallelen zur menschlichen motivation, emotion wenn sie angst haben den körper krümmen um einen potentiellen tritt in die eier zu verhindern..weil sie keine eier haben, weil sie nicht reproduzieren oder wenn sie die fähigkeit zur duplikation haben hat diese dann eine potentielle fehlinformationsquote wie die evolution usw..mono ….poly..omni?..da hätt man so derart weit in die prinzipien der menschlichen existenz un deren positionierung im sich aus der gleichung rausnehmen eindringen können bzw was würde der erfolgreiche versuch bewirken bsp. kein stoffwechsel mehr nicht essen müssen nicht jagen suchen sammeln weil zelle sowiso general daher überlebt usw…riesen potential für guten bösewicht, der sich eben nicht wie ein dummes menschliches arschloch verhält der rache und seinen trotzigen willen will, sondern nicht nachvollziehen kann warum der user kreischt und schreit während man ihn löscht…bzw vielleicht die reaktion der programme (wiederwille gelöscht zu werden auf die urheberintention des schöpfers=user rückrechnet scheissegalsovielpotentialverschenktblabla.) hilflosehitlerfigur funktioniert nicht (clu)..ps von zuse bis zu jeff gehts geradeaus gottverdammt..
    ps der iso, die überlegene neue stufe der evolutionlebensform, logisch, intelligenz, uswtechnischüberlegen führt erst alle in die einzige falle die überhaupt gestellt wurde, lässt sich dann denn arm abfetzen und den rest der zeit bewusstlos rumtragen…und emofrisuren aus der zeit um die jahrtausendwende findet sie auch cool..cool!
    es hätt für die story mehr sinn gemacht wenn jeff sie bewusstlos mit seinem digitalgandalfgottessperma geschwängert hätte und irgendwo zurückgelassen…mesogyn? nein!
    ps KUNG FU Funktioniert nicht! und die matrixstarwarsappledarkroomactionsequenzen kosten mich ein müdes arschrunzeln!
    manchmal hätt ich gern echte freunde die wirklch mit einem reden und…pscht mach weiter mit beeindrucken!
    : wo war bit
    :jeff bridges in diesem film so zu unterfordern ist wie die weltvernichtungsmaschine auf dem mond zu zünden..
    misanthrop? nein auch nicht, gebt mir den koffer, trust my face….menschen die viele fremdwörter verwenden versuchen meistens ihre eigene geistige kapazität virulent zu enhancen…solche finden dann sogar ihre eigenen wortspiele in kommentareeennniimmmiiinnnttteerrrneeeeetcoooooolundglaubendass es lustiger wird wenn man es selbstreflexiv wiederhohlt und dies dann auch noch eingesteht während man dem leser sogar diese intention verrät….moment ich geh mal kacken….
    :ich bin noch lang nicht fertig aber tipp jetz schon seit fast 1,5 stunden, weil ich nicht schnell tippen kann wenn finger wieder fröhlich weiter booyyyz.

  • marius

    ps die zeile die nicht will kann man lesen indem man rüberscrollt und markiert schatz

  • Pingback: Tron Legacy Review – Leder, Neon und Ducati :Fantasy Blog

  • marius

    scheisse hab grad den neuen song von ichbinsocrazykuckdirmeinpiercingan pink im radio gehört: zitat: “we will never be anything but loud”
    …………….
    wär also alles kürzer zu formulieren gewesen…
    sie sagt auch offensichtlich warum sie scheisse ist und merkt es nicht mal…vielleicht sollt sie ne filmproduktionsfirma gründen…..

  • marius

    hallo hier ist die freundinn vom marius der toll ist ich bin wirklich realität und habe eine v……würd ärger geben wenn sie existieren würd…was sie auch tut..was mach ich denn jetzt bloß? scheissabend nix funktioniert

  • Binding

    @ Batzman: Deine Einwürfe sind zwar alle berechtigt, aber mir ging es dennoch so, dass ich positiv überrascht wurde und im Großen und Ganzen sehr angetan war. Und deswegen bin ich ganz bei Schwarzmaler (# 24) und pfeife auf die Logik. Mich hat das Ding einfach geflasht. Wenn Techno sich als Film verkleiden würde, dann käme “Tron Legacy” heraus – die Ästhetik ist einfach grandios. Ansonsten musste ich auch an eine Mischung aus “Star Wars”, “Das fünfte Element” und “Matrix” denken, was aber sogar ziemlich gut gepasst und funktioniert hat. Dass die Computerwelt nicht sehr “virtuell” aussieht, hat mich zwar auch erst irritiert, gleichzeitig verschafft das dem Film aber eine ziemlich realistische Wucht, die dem Original diesbezüglich fehlte.
    Dass es um nichts geht, finde ich nicht, denn Flynn und sein Sohn können schließlich sterben, Quorra muss (hinüber)gerettet werden, und CLU will die reale Welt erobern bzw. die Menschheit auslöschen.
    Die Encom-Sache und Cillian Murphy weisen für mich auf ein weiteres mögliches Sequel hin, das in der realen Welt spielt und hinsichtlich Quorra und der Iso-Sache ebenfalls geil werden könnte.
    Und dass das Internet sowie der Encom-Hauptcomputer keine Rolle spielen, liegt daran, dass Flynn ja nach Teil eins alles “Böse” getilgt und nach seinen Maßstäben modifiziert hat, damals das Internet noch nicht kannte und seit dem Verabschiedungsabend schon jahrelang gefangen ist.
    Und zum Schluss: Ich wusste ja gar nicht, dass Lilo Pulver in “Das fünfte Element” mitgespielt hat … ;-)

    @ Ranor: Wer sich nur ein klein bisschen mit (elektronischer) Musik auskennt, muss sich leider über den Vergleich Hans Zimmer / “Daft Punk” totlachen! Das einzige Zugeständnis wäre, dass sie sich an manchen Stellen eventuell annähern – ansonsten sind das völlig voneinander getrennte Welten.

  • med

    @30
    scheisse, ich hab mir das ganze echt durchgelesen, geil :D

  • http://www.unigolftour.de/blog D.

    Ich bin auch positiv überrascht vom Film, auch wenn ich in fast allen Punkten der Review zustimmen kann – mich hat’s tatsächlich auch ziemlich “geflasht” (@34 :-). Beim Cameo-Auftritt von Daft Punk im Club hätte ich allerdings beinahe ins nicht vorhandene Popcorn gebrochen. Das war unnötig und hochgradig peinlich… wie die sich gönnerhaft zunicken und dann der Sound abfährt. Bah. Die einzige Stelle, an der ich mich irgendwie fremdgeschämt habe.

  • ph0

    Mhh, so kann man sich unterscheiden, ich fand das super. Habe das Nicken auch nicht als gönnerhaft interpretiert, vielmehr als “yeah.. jetzt geht’s ab”. Überhaupt ist die ganze End of Line Szene mal ein bisschen aus dem ganzen ernsthaften Geblubber herausgetreten und das hat mMn schon prima dazu gepasst.

  • Fluffy Bunny

    @marius (#30 – Hölle gefriert)
    Schrecklich zu lesen und einigermaßen zu lang, aber oftmals treffend und echt witzig! Du solltest in dem Stil (nicht in der Schreibweise) echt anfangen über Filme zu bloggen, Rezensionen zu schreiben oder sonstwas. Sehr amüsante Ansätze, gefällt mir!

  • nils

    #30 bis 33 geil, du gefällst mir :D

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Ja, Marius, war irgendwie lustig.
    Ist blogaufdrogen.de noch frei? :)

  • Sascha

    Mhh. Gerade gesehen und bis auf das Lightcycle-Rennen war da große Leere, schauspielerisch und inhaltlich. Der Soundtrack ist okay, rettet den Film nicht. Ich hatte gehofft, das vorhersehbare und lang vorab durchtelegrafierte Ende würde noch eine Überraschung bereit halten. 3 Sterne passen.

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    So, jetzt habe ich ihn endlich gesehen. Und er ist schlechter und gleichzeitg besser als erwartet.

    Die Story taugt zwar nichts und die Dialoge waren teilweise wirklich katastrophal schlecht, ABER Optik und Sound lassen dies sehr oft vergessen. Der Film sieht wirklich fantastisch aus, etwas, was ich nach den Bildern und Trailern nicht erwartet hatte – ich ziehe meinen Hut vor den Designern. Und ich wusste zwar schon das der Score von Daft Punk sehr, sehr gut ist, aber die Wirkung die er zusammen mit den Bildern entfaltet ist wirklich phänomenal.
    Leider, leider müssen die Charaktere immer mal wieder irgendwelchen Quatsch von sich geben und so sind es dann auch die ruhigen Dialogszenen die sehr an meinen Nerven gezerrt haben. Gerade die erste große Blabla-Szene im Grid war nur schwer zu ertragen. Aber kurz vor dem Totalabsturz setzen Daft Punk ein, die Bilder entfalten ihre Magie und der Film nimmt wieder Fahrt auf. So geht das ständig, aber zum Glück überwiegen die beeindruckenden Szenen.

    Tron Legacy ist das perfekte Beispiel für “Style over Substance” und ist in diesem Punkt seinem Vorgänger eigentlich ziemlich ähnlich. Ich gehe nächste Woche bestimmt nochmal rein.

  • http://hetschold.de Thomas

    Den inhaltlichen Kritikpunkten kann ich folgen. Mich wundert die gute Bewertung. Der Film war über weite Strecken hinweg gähnend langweilig, so dass ich oft auf die Uhr schauen musste, ob es nicht bald vorbei ist. Warum muss man den Zuschauer bei so einer dürftigen Handlung über zwei Stunden quälen? Wenn wenigstens die Special Effects herausragend gewesen wären. Aber selbst die waren nichts Besonderes mehr.

  • stb247

    Äh, ich höre seit 20 Jahren fast ausschließlich Soundtracks und lache mich seit Monaten schlapp, dass Daft Punk so in den Himmel gelobt werden. Klar, das hörte sich ganz gut an (und ich hab mir sogar die Special Edition CDs gekauft), aber soooo neu und bahnbrechend ist das nicht.

    Die Atmosphäre, also das Erschaffen von Klangwelten, die die Visuelle Eebene unterstützen bzw. aufwerten, klappt ganz gut, unterscheidet sich aber tatsächlich kaum von elektronischen Scores aus der Remote Controle Fabrik. Und selbst wenn man auf den elektronischen Aspekt verzichtet, dann hat Williams eine ähnliche Atmosphäre mit “traditonellem” Orchester schon vor 30 Jahren bei “Close Encounters” komponiert. Neueres Beispiel wäre Greenwoods “There will be blood”.
    Die Action wurde hauptsächlich durch zusätzliche Drumloops gescored und funktioniert auch eher auf der Jetzt-gehts-los-Eebene als auf der mitreißenden Schiene, wie sie Goldsmith, Williams, Zimmer oder Powell immer wieder erreicht haben.

    Aber es freut mich natürlich, dass mein Lieblingsmusikgenre mal Beachtung erfährt :)

    Zum Film selbst wurde fast alles in der Review gesagt und man kann dem bedenkenlos zustimmen. Es fehlt vorn und hinten an Substanz.

    Was hier aber total untergeht: CLU – also der digitale Jeff Bridges – funktioniert in keiner – KEINER!!! – Einstellung des gesamten Films. Ich kann doch nicht der einzige sein, dem das unglaublich negativ aufgefallen ist. Das war unglaublich störend. In der Tron-Welt hätte ich das ja noch durchgehen lassen, aber die Rückblenden in der echten Welt waren ja genauso Scheisse. Irgendwo im Netz gibt es wohl ein Bild von CLU, das jemand so verfremdet hat, das es wie der echte Bridges aussieht. Das würde zwar noch nichts an der schlechten Animation ändern, aber die Tatsache, dass Regie und Postproduktion von einem “falschen” Kopf ausgegangen sind und den dann auch noch schlecht gerendert haben, ist geradezu fatal. Das war ein EPIC FAIL ohne Vergleich.

    PS: Olivia Wilde ist hot hot hot – und ihre Leeloo-Impression hat mir zwei Dinge gezeigt: 1. kann sie ja spielen (13 hat nie so süß geguckt, geschweigedenn irgendeine Emotion ausgestrahlt) und 2. ich muss mal wieder “5th Element” gucken… es geht ja nix übers Original.

  • http://was? Sebastian

    so endlich gesehen, die Review liest sich nach dem Film noch deutlich lustiger. Vom Sound war ich aufgrund hoher Erwartungen etwas entäuscht. Klar diesen wabernden Klangteppich der das Bild unterstützt und so, klappt ganz gut, aber das Soundfinale, der akustische Knall zum Ende des Mopedrennens hat mir gefehlt. Es hat sich gesteigert und aufgebaut und dann, fertig. Außerdem hätte ich mir ein paar tolle Songs von Daft Punk gewünscht, statt nur das eine theme welches toll ist aber doch nur die Tonleiter runterläuft.
    Spass gemacht hat der Film trotzdem.

    @marius
    ist das geil!
    darf ich deinen Text in mein Facebook-Profil setzen? ich mach nur Spass.

  • David

    Also entweder ist bei Batz die Technik im Kino kaputt oder seine Erwartungen sind einfach viel zu hoch. Mag ja sein, dass in letzter Zeit ennorm viele Filme auf den Markt gekommen sind, bei dem der 3D-Effekt verläßlich und unnötig ist, aber “TRON: Legacy” ist da eine Ausnahme. Ehrlich gesagt hat mich der 3D-Effekt hier endlich mal wieder vollkommen überzeugt. Die Räumlichkeit in den Actionszenen und als Clu zu seinem “Volk” spricht, war einfach ennorm und reicht locker an die von “Avatar” heran. Und wo “Tron” sich ja als Effekte-Film verstanden sehen will, will “Tron: Legacy” sich als 3D-Effekte-Film verstanden sehen und das schafft er IMO auch. Ich jedenfalls möchte diesen Film hier nie in 2D sehen, dafür ist der Effekt hier einfach zu wichtig, gehört nicht nur als Eyecandy, sondern auch als bewusstes Stilmittel zum Film, und ist eben wirklich mal richtig gut umgesetzt. Genauso stelle ich mir einen guten 3D-Film vor. Pop-Up-Effekte mögen zwar durchaus auch mal ganz nett sein, aber eine galante Räumlichkeit ist mir dann doch wichtiger.

    Abgesehen davon aber auch von mir ein Lob an Batz zu dieser Kritik. Auch wenn ich einiges für zu eng gehalten sehe (nach “Tron” von “Tron: Legacy” nun einen wirklich guten Film zu erwarten ist vielleicht wirklich ein wenig töricht ;)), so ist es doch schon ziemlich beeindruckend, wie einem sooooo viel zu so einem Film einfallen kann. Daumen hoch dafür!!!

  • Mein Senf

    sehr gutes Review. Der Film hat in der Tat ein veritables Storyproblem, obwohl ich einen Drehbucheinfall ziemlich genial fand: Gut und böse in einer Figur zu haben: CLU tarnt sich nicht nur als Flynt, er ist tatsächlich ein Teil seiner Persönlichkeit.
    Das Potential dieser Konstellation ist für eine Story gigantisch wurde aber -wie so viele andere Sachen- auch nur gestriffen.

  • http://www.youtube.com/user/MPZRACEVIDEO MPZ

    Ich bin absoluter TRON Fan – habe auch dass Buch schon oft gelesen – und denke auch dass bei Legacy viel Potential vergeudet wurde.
    Vielleicht weil es ein Disney Film ist – da haben die Vater / Sohn Story Tradition…und da wollte/durfte man nicht mehr reinpacken…
    (Oh Mann, was/wer waren die Iso´s? Was war mit TRON los? Und, und, und…)
    Schade übrigens dass die Lichträder keine knallharten 90° Knicke mehr können, fand ich immer genial…
    Naja, mir hat Legacy trotzdem gefallen und die Musik erst recht.

  • BillGate

    Das beste Review von Batzman. Es spiegelt absolut meine Meinung wieder. Man kommt aus dem Kino und ist auf der einen Seite total geflasht von dem Eye-Candy, auf der anderen Seite fängt man an, sich zu ärgern, weil so unachtsam so viel verschenkt wurde.

  • BillGate

    @marius: wo bekomme ich deine drogen her? bitte sagen, danke.

  • Vas

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit runtergeschraubten Erwartungen in den Film reingegangen bin… Ich meine mal, dass der Film so etwas wie eine sinnvolle Story beinhalten könnte habe ich nicht mal in Erwägung gezogen.
    Dennoch muss ich sagen, dass mich der Film rein technisch und Eyecandy-mäßig völlig von den Socken gehauen hat. Ich war und bin eigentlich immer noch voll gebasht. Dieser Film steht in meiner Gedanken- Videothek der visuell beeindruckendsten Filme direkt neben Avatar (bei dem die Story ja auch nur Nebensache *Pocahontas hust* war)

    Von daher bereue ich es überhaupt nicht den Film gesehen zu haben, stimme deswegen Batzman teilweise zu und auch Schwarzmaler irgendwo weiter oben

  • Binding

    Hier nocnmal zwei Zitate aus Kritiken, die meine Einschätzung (# 34) nochmal voll auf den Punkt bringen:

    Dieser Film ist ein einziger Designtraum, ein visueller Rausch in Neonorange und kühlem Türkisblau, eine Symphonie für die Sinne. “Let’s not relive the past, let’s design the future”, heißt es in einer Szene – ein philosophischer wie stilistischer Leitfaden für ein optisches Wunderwerk, das einem Meilenstein wie “Avatar” auf Augenhöhe begegnet. (“kulturnews” bzw. „mein Kinoprogramm“ Januar 2011)

    Der neue Tron, das ist tatsächlich ein Ungetüm von einem Film. Eine laute Digitaloper, ein dreidimensionales Cyberspace-Epos zwischen Western und Bibelfilm. Eine die Augen reizende Grafikexplosion, eine hemmungslose Design-Extravaganza. Vielleicht ist das der erste Mega-Experimentalifilm eines Major-Studios, vielleicht auch nur das erste Hyper-Commercial für ein neues Kino. Das ist Jules Verne auf Acid, das ist sicherlich der Cecil B. DeMille der Computeranimation. (epd Film 1/2011)

  • Pingback: TRON: Legacy *spoilers ahead* // Relativ Gern

  • droggelbecher

    Super review, kann da nur einhellig zustimmen!
    Und danke für die Erwähnung des Schweins…selten war eine szene irritierender ;)

  • kahlcke

    Schreiben die anderen Filmfreunde eigentlich auch noch Reviews? Gerade zu solchen Filmen sind hier doch früher mindestens 2-3 Reviews an den Start gegangen. In letzter Zeit hab ich sowieso das Gefühl das eher seltener Reviews als News,Mashups,Trailer,Poster,TV-Stuff etc etc. gepostet werden – ist ein bisschen Schade, vorallem weil im Vorfeld immer viel gebasht wird (Gerade bei den Trailern) – die richtige Abreibung in Form des Reviews dann aber oft ausbleibt.

  • Pingback: Tron: Legacy | Die Gefühlskonserve

  • Nalathni

    Ich mochte Tron: Legacy. Tron war 1982 nicht sonderlich erfolgreich. Nur wenige konnten was damit anfangen, als der Film erschienen ist. Die Story war nicht massentauglich. Aber er wurde mit der Zeit zum Kultfilm und so ist heutzutage praktisch jeder Fan (naja, und natürlich weil es für viele eine Kindheitserinnerung ist). Tron: Legacy ist nicht anders. Er trifft den Geist des Originals sehr gut, finde ich. Warum sollte es dieses mal eine ausgeklügelte Story geben? Nur weil wir erwachsen geworden sind? Und warum sollte jedes Detail realistisch und erklärbar sein? Das war auch damals nicht so. Wer sich fragt was das Schwein auf dem Tisch macht und der Staub und der Regen, muss sich auch fragen, wo das Wasser im ersten Teil herkommt, das so regenerierend wirkt, und was der tiefere Sinn des Bits ist? Und was den Humor angeht: ich bin froh, dass man nicht versucht hat, witzig zu sein. Wer darauf achtet, der findet Humor, sehr subtil und vielleicht nicht für jederman zugänglich. Und es gibt schöne Anspielungen auf den ersten Teil (die Tür war auch damals schon übertrieben), die 80er (“die einzige Möglichkeit zu gewinnen ist nicht zu spielen” oder so ähnlich) und Computertechnik allgemein (schön fand ich ja das Go-Spiel). Natürlich ist ein Teil der Kritik gerechtfertigt, und, ja, man hätte mehr aus Tron: Legacy machen können. Aber ich bin froh, dass es nicht “just another action movie” ist oder man auf Teufel komm raus tiefere Lebensweisheiten transportieren wollte. Das macht Tron zu Tron. Vieles wird nur angedeutet, es bleibt Raum für Fantasie, und massentauglich ist das ganze nur bedingt – es sei denn man definiert die Massentauglichkeit über die Visuellen Effekte. Die sind bei Tron: Legacy natürlich vorhanden. Aber visuell spielt das Original in einer anderen Liga. Zwar wirkt die Technik von 1982 heute veraltet, aber der Stil ist einfach unnachahmlich – ein Kunstwerk, das man kaum übertreffen kann.

  • Fluffy Bunny

    Ich muss mich mal ganz kurz räuspern…
    *mhhhrrrrggggg*

    Das “Wasser” im ersten Tron Film ist Strom… Energie… Saft… nix anderes.
    Hat nix mit Wasser zu tun. Ich dachte immer das wäre klar. Eine bildliche Repräsentation – nix weiteres. Wie so Vieles, das im Film metaphorisch dargestellt ist. Außerdem brilliant, wie ich finde.

    Das Bit… naja, ist halt ein Bit. Kann was ein Bit kann und hängt da rum, weil ich sonst nirgends wohnt. Tiefer Sinn? Nee, glaub nicht.
    Ist eher so wie die Droiden in Star Wars…

    Regen, Staub und derlei sind meiner Meinung nach in einer anderen Liga sinnlos.

  • Inyrie

    Kleine Anmerkung:

    “Lilo aus The 5th Element”
    Die Dame heißt “Leeloo”! Ich hab echt nen Moment gebraucht, bis ich wusste, wen du meinst ;)

    (so und jetzt les ich weiter!)

  • http://chliitierchnuebler.ch/blog ChliiTierChnübler

    Ich gehöre ja auch zu den Mädchen, die sozusagen getront wurden. Sprich, meine Freunde fanden den fantastisch und ich musste ihn mir ansehen. Damals noch auf VHS.
    Nach Sichtung des aktuellen Materials frage ich mich immer wieder, was eine bessere Story gewesen wäre. Viel dramatischer wäre doch, wenn da drin die wirklich perfekte, friedliche Welt gewesen wäre, so dass man sie NICHT verlassen wollte. Mehr noch, dass alle realen Menschen am liebsten darin gefangen wären. Aber eben… es hätte nie eine Fortsetzung geben sollen. Schade.

    Aber seien wir ehrlich. Der Soundtrack war es wert. Man macht dazu sogar freiwillig Sport.

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  • Elias

    Also ich fand ihn geil. Naja… okay. Ich hatte ordentlich was getrunken, bevor ich ihn mir ansah.

  • Chris

    Gradios fand’ ich, wie Flynn kurz vorm Showdown sagt: “Tron, was ist aus Dir geworden?”. Da gab es vor Lachen kein Halten mehr, damit hat der Film sich quasi schon selbst reviewed :D

  • Keith

    Sehr gut geschriebene Kritik – wieso man aber soviele Anglizismen und “Schrottwörter” nutzen mußte ist mir schleierhaft.
    Obwohl ich der Kritik voll zustimmen muss, sie ist fundiert, klar und uneingeschränkt gültig, habe ich den Film trotzdem genossen. Das liegt zu einem großen Teil an der Klangkulisse, die dem Ganzen erst die nötige Tiefe und Realität einhaucht.
    Schade um die Story, aber unterhaltsame Minuten im Kino.

  • Keith

    PS: Was mich noch viel mehr verwunderte, war die Touchscreen-Tastatur in der 1982er-Arcade-Spielhölle – sowas gabs damals garantiert noch nicht!

  • Pingback: TRON: Legacy *spoilers ahead* | Relativ Gern TRON: Legacy *spoilers ahead* | Bip, Bop!

  • Gerd

    @62: Diese Tastatur war schon im ersten Teil aus 1982 im Einsatz und sollte sicher zeigen wie modern und fortschrittlich Encom ist.

  • Pingback: TRON: Legacy *spoilers ahead* | Der Intendant

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr
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    Part of the cast of Avengers: Age of Ultron.

    07/27/14

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    unamusedsloth:

    No CAPES!

    07/25/14

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    strikerhercules:

    » Because only Vin Diesel could ever be ridiculously nerdy enough to attend the UK world premiere red carpet for Guardians of the Galaxy wearing a “I am Groot” t-shirt and walking on stilts

    07/25/14

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    Eeeewwwww

    07/24/14


  • Ohgott Transformers!


    07/12/14