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Kann Kino die Welt verbessern?

Standard, 6. 2. 2011, Jet Strajker, 6 Kommentare

Dieser Frage gehen anlässlich der in wenigen Tagen beginnenden Berliner Filmfestspiele heute im ZDF-Nachtstudio um 0:25 Uhr Berlinale-Direktor Dieter Kosslick, sowie Dani Levy, Hans-Christian Schmid, Erwin Wagenhofer und Wim Wenders nach.

Vor 10 Jahren ist Dieter Kosslick als Festivaldirektor angetreten die Berlinale politischer zu machen. Sie solle immer auf der Seite der starken Filme stehen, die sich auf die Seite der Schwachen dieser Welt stellen, wie er einmal in einem Interview sagte.

Mit den Mottos „Towards Tolerance“ und „Accept Diversity“, setzte sich die Berlinale programmatisch gerade nach dem 11. September 2001 für Toleranz und Völkerverständigung ein. Heute gelten die Berliner Filmfestspiele als das politischste der großen Filmfestivals. Sie steht für Filme, die globalisierungs-kritisch sind, die von Krieg und Gewalt erzählen oder sich auch dem Hunger und den Folgen der weltweiten Ernährungskrise widmen.

Ganz aktuell das Thema politische Verfolgung: Der iranische Regisseur Jafar Panahi, der für seinen Film „Offside“ 2006 den Silbernen Bären erhielt, wurde kurz nachdem er in die diesjährige Internationale Berlinale-Jury eingeladen wurde, im Iran zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Weltweit wird gegen dieses Urteil nun, das gegen die Meinungs- und Redefreiheit verstößt, protestiert. Stattdessen wird die Berlinale 2011 in mehreren Sektionen jeweils einen Film von ihm präsentieren, um die Aufmerksamkeit auf das großartige Schaffen dieses Künstlers zu lenken.
Ist Film ein probates Mittel die Welt zu beobachen und darzustellen, dabei Stellung zu beziehen und Zuschauer zum Nachdenken anzuregen? Lassen sich gesellschaftspolitische Themen in ein Kinoformat pressen? Ist das Kino gar eine moralische Bühne mit Wirkung? Welche Beispiele gibt es dafür? Kurz: kann Kino die Welt verbessern?

Darüber diskutiert Volker Panzer bei einem Gipfeltreffen der Filmemacher zum Auftakt der 61. Berlinale im ZDF-nachtstudio am 6. Februar 2011, um 0.25 Uhr im ZDF.

(via)

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6 Kommentare

  • Reply zero_content 6. 2. 2011 at 21:32

    ja,ja,der kosslick.
    nicht nur,dass er die getränkefahrer,die dafür sorgen,dass er und seine alkifreunde aus den beständen der berlinale ein ganzes jahr komasaufen können,anpöbelt,wenn sie die bei der abholung offenen,nicht mehr verkehrsfähigen weinflaschen selber trinken,er behauptet auch in einem gespräch mit dem deutschlandfunk,dass er den hunger in der welt am besten damit bekämpft,dass er sein essen 32-mal kaut!
    es ist unerheblich,welche filme dort gezeigt werden,wenn das publikum aus überheblichem grünen wohlstandsverwahrlostem pack besteht!
    „totschlagen,wer lesen und schreiben kann“
    -pol pott

  • Reply Dr. Strangelove 6. 2. 2011 at 23:30

    ZDF Mediathek link:
    http://tinyurl.com/6ya52jt

    @zero_content: ??? Kosslick leitet dir Berlinale verdammt gut! Mir egal ob der pöpelt. Hab‘ das nicht mitbekommen. Mir ist auch sein Kommentar über den Hunger der Welt egal. Mir scheint das eher so als hätte er sich doof ausgedrückt, oder man hat ihn falsch verstanden. Und selbst wenn. Wäre mir auch egal.

    Till Schweiger fordert ja jetzt auch den Pranger. Total über und dumm! ABER… es wäre mir egal wenn (ja, wenn) er wenigstens gute Filme machen würde.
    Das sind alles Künstler, nicht immer Grün. Oft sind da auch Rassisten drunter, militante Raucher, oder andere Arschlöcher… ABER … es ist mir egal so lange sie das was sie beruflich machen GUT machen. Und sich ihr „Arschlochtum“ doch nur meist auf Worte beschränkt.. in doofen Talksendungen. Das ist völlig okay. Ich mag das sogar!

  • Reply zero_content 7. 2. 2011 at 18:31

    @ dr strangelove
    lieber mitkommentator
    es mag ja sein,dass es für Ihre beurteilung ausreichend ist,wenn solche personen ihren job zufriedenstellend erledigen.
    für mich ist es selbstverständlich,dass gestalten,deren salär (kosslick) überwiegend aus öffentlichen mitteln bestritten werden,auch dafür „arbeiten“.
    Ihre aussage betrachte ich somit als irrelevant.
    grade bei öffentlichen personen,die in überheblicher (und ich benutze dieses wort hier bewusst) gutmenschenmanier sich zum zwecke der egomastrubation in alle scheinwerfer schieben,ist auf ein zusammenfallen von rede und tat zu bestehen!
    es ist ein leichtes, bei einem kartöngchen rotwein mit seinen überpriviligierten claqueuren ein gespräch über die zustände in den coltanminen in afrika zu simulieren,wenn solche
    a:ihre handys als werbegeschenk erhalten
    und
    b:es ihnen eh egal ist,solange „die neger“ von nordafrikanischen diktatoren davon abgehalten werden,in deren starbucks zu stören.
    p.s.
    danke,dass Sie mir durch artikel und kommentar die möglichkeit zu diesem rant gaben.

  • Reply Dr. Strangelove 7. 2. 2011 at 19:01

    geil.

  • Reply Colonel Trautman 11. 2. 2011 at 15:02

    Wer also (wie wir alle) die Annehmlichkeiten der Wohlstandsgesellschaft genießt (wohlmöglich sogar in privilegierter Position) darf über Ungerechtigkeit nicht mehr diskutieren? Das ist ähnlich beschränkt wie die Auffassung, dass linke Politiker kein Haus besitzen oder einen alten Porsche fahren dürfen…..Und wer aus öffentlichen Geldern bezahlt wird muss selbstverständlich immer gute Arbeit leisten bzw. darf dafür nicht gelobt werden? Lächerlich.

    Mir ist die egozentrische und überhebliche Art der Berlinale-Schickeria auch oft zuwider aber immer noch 1000mal lieber als das selbstverliebte Geschwätz von Kritikern, die sich nicht mal entblöden ihr merkbefreites Geschwurbel mit Pol Pot-Zitaten zu illustrieren.

  • Reply zero_content 14. 2. 2011 at 15:01

    @ Colonel Trautman
    geil

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