Oscar Gewinner 2011 – Die komplette Liste

45 Comments

Hier die Gewinner der vergangenen Oscar-Nacht Nicht sehr überraschend aber verdient hat sich Kings Speech den besten Film geschnappt. Ansonsten war es eine eher freudlose Veranstaltung die bis auf ein Autotune-Special und den Intro-Clip nicht viel anzubieten hatten, mit konfuser überdehnter Auswalzung nervte und zugleich gehetzt wirkte, weil sie sich keine Zeit für echte Show und echtes Spektakel nahm. Der Trend der vergangenen Jahre setzte sich also fort: Der Oscar degeneriert weiter zu einer Show, für Leute die zugucken weil sie wissen wollen wer gewinnt. Das die Ehrenoscar mal eben als SchnulliEvent ausgelagert wurden sprach ebenso für die fehlende Vision der Macher, wie die Entscheidung ein Bühnenbild zu präsentieren, dass mehr an Ein Kessel Buntes, als an die teuerste TV-Show des Jahres errinnerte. Das am Ende ein krepeliger Kinderchor Somewhere over the Rainbow vergewaltigte passte ins Bild einer Veranstaltung, die TRON im Soundtrack-Bereich ignorierte, Scott Pilgrim bei Ton/Tonschnitt links liegen ließ und Wolfman den Best Make-up-Award verlieh.

Und James “High as a kite” Franco war die nächste Fehlbesetzung als Host nach der Schnarchnase Baldwin im vergangenen Jahr.

Alle Gewinner nach dem Klick.

Best Picture

“The King’s Speech,” Iain Canning, Emile Sherman and Gareth Unwin, Producers

Achievement in directing
“The King’s Speech,” Tom Hooper

Actor in a Leading Role
Colin Firth in “The King’s Speech”

Actor in a Supporting Role
Christian Bale in “The Fighter”

Actress in a Leading Role
Natalie Portman in “Black Swan”

Actress in a Supporting Role
Melissa Leo in “The Fighter”

Animated Feature Film
“Toy Story 3″ Lee Unkrich

Achievement in Art Direction
“Alice in Wonderland”

Achievement in Cinematography
“Inception,” Wally Pfister

Costume Design
“Alice in Wonderland,” Colleen Atwood

Documentary (Feature)
“Inside Job,” Charles Ferguson and Audrey Marrs

Documentary (Short Subject)
“Strangers No More”

Film Editing

“The Social Network”

Foreign Language Film

“In a Better World,” Denmark

Makeup
“The Wolfman,” Rick Baker and Dave Elsey

Music (Original Score)

“The Social Network,” Trent Reznor and Atticus Ross

Music (Original Song)
“We Belong Together” from “Toy Story 3,” Music and Lyric by Randy Newman

Short Film (Animated)
“The Lost Thing,” Shaun Tan and Andrew Ruhemann

Short Film (Live Action)
“God of Love,” Luke Matheny

Sound Editing

“Inception,” Richard King

Sound Mixing
“Inception,” Lora Hirschberg, Gary A. Rizzo and Ed Novick

Visual Effects
“Inception,” Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley and Peter Bebb

Writing (Adapted Screenplay)
“The Social Network,” Screenplay by Aaron Sorkin

Writing (Original Screenplay)
“The King’s Speech,” Screenplay by David Seidler

In : News

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • kuchenkinder

    gut

  • http://www.pewpewpew.de reeft

    “Der Trend der vergangenen Jahre setzte sich also fort: Der Oscar degeneriert weiter zu einer Show, für Leute die zugucken weil sie wissen wollen wer gewinnt. Das die Ehrenoscar mal eben als SchnulliEvent ausgelagert wurden sprach ebenso für die fehlende Vision der Macher, wie die Entscheidung ein Bühnenbild zu präsentieren, dass mehr an Ein Kessel Buntes, als an die teuerste TV-Show des Jahres errinnerte. Das am Ende ein krepeliger Kinderchor Somewhere over the Rainbow vergewaltigte passte ins Bild einer Veranstaltung, die TRON im Soundtrack-Bereich ignorierte, Scott Pilgrim bei Ton/Tonschnitt links liegen ließ und Wolfman den Best Make-up-Award verlieh. ”

    Ack. So much ack.

  • http://soundcloud.com/blackholebird/we-all-need-mirrors-to-remind-ourselves-who-we-are andreas

    seh ich das richtig das inception genauso viele oscars hat wie kings speech ? <3 :D

    ziemlich unspektakulär, im allgemeinen

  • flx

    Wolfman ? ein Oscar?
    Gesehen habn die den aber nicht, oder?….

  • dlb

    Die Verleihungen gehen weitestgehend in Ordnung, aber dass True Grit nichts bekommen hat finde ich schade. Allerdings konnte sich um den Film auch kein richtiger Hype bilden und außerhalb der US of A ist er auch gerade erst angelaufen. Vielleicht ist man so einen Film von den Coen Brüdern aber auch schon gewohnt und wäre enttäuscht, wenn die was unter Niveau abgeben.
    Der Oscar für Trent Reznor und Atticus Ross für Social Network fetzt aber!

  • Denis

    @andreas:

    ja, sind jeweils 4. Allerdings hat The Kings Speech mit Bester Film, Beste Regie und Bester Nebendarsteller die “wichtigeren” Kategorien gewonnen (Wem welche Kategorien wichtig sind, halte ich persönlich für eine reine Geschmackssache).

    Schöner wärs gewesen, wenn The Social Network noch einen mehr bekommen hätte (oder Inception einen weniger). Dann hätten sich eventuell die Nolan & Fincher – Fanbases wieder vertragen ^^

    Und die portman hats ja echt drauf angelegt dieses Jahr… Wo hatte die die Zeit her, bei so vielen Filmen mitzuspielen oO?

  • senf

    Weiß jemand, wo man die Oscarverleihung nochmal im WWW anschauen kann?
    Am besten nicht nur “Das best of”. MIch interessieren auch die “Nebenkategorien”.

    VIelen Dank schonmal im voraus!

  • Michael

    Inception bekam die Matrixkategorien, Kings Speech die Creme de la Creme und Social Network den besseren Skriptoscar und Soundtrack. Damit liegen Social Network und Inception gleich auf und Kings Speech steht über allem ;-)

  • phylthia

    Der gleiche Schnarch wie die letzten Jahre, bin ich froh dass ich nach der ersten dreiviertel Stunde lieber Schlafen gegangen bin.

    Überraschungen sind ja offensichtlich auch mal wieder Mangelware.
    Und ich bin nachwievor sehr unglücklich mit Toy Story.

    Der gehypteste Animationsfilm des letzten Jahres.
    Ich war selten so enttäuscht 12,50 € fürs Kino rausgeworfen zu haben.
    Naaaaja.
    War ja trotz allem zu erwarten.

  • elena

    ich fand den auftritt von Florence Welch noch ganz schön, trotzdem eine wirklich lieblose Veranstaltung.
    “Please Welcome [insert name]” -> Iwer rennt rein, sacht was, geht wieder. 4 Stunden lang. Wer´s mag.

    Und Wolfman Best Makeup. Also wirklich.

  • kahlcke

    Toy Story war schon zurecht gehypt, der war eben auch einfach gut. Das True Grit komplett leer ausgegangen ist find ich sehr Schade, den mochte ich persönlich dann doch noch mehr als “The Kings Speech”… gut aber das ich mir das Event nicht gegeben hab. Da hätte ich keine lust drauf gehabt.

  • Rudi Ratlos

    @Phylthia:

    Ganz ehrlich, über Toy Story 3 ärgere ich mich am meisten. Leider nach dem Motto “if Pixar then Oscar” – schade für die anderen Nominierten…

  • phylthia

    Ich fand Toy Story 3 fad.
    Die haben da bei Pixar auf das Winning Team gesetzt, und sich nicht wie sonst, mal was getraut.
    Der Film war in Vergleich zu anderen Pixar Produktionen gradezu detailarm, und die sonst so hochgepriesene Pixar Perfektion konnte ich in Toy Story 3 nicht wiederfinden.

    Alle Charaktere waren animiert als ob sie Puppen wären, mit Ausnahme einiger kleinerer Kindergartenkinder,
    Und Busters Fell sah mal grottig aus. Fell konnten sie schon in Monsters Inc. besser.
    Das sind nur Kleinigkeiten, aber ich mochte Pixarfilme eigentlich immer weil sie immer Wert darauf legten dass alles überzeugend ist, und nicht nur die Maincast.
    Auch wenn die in Toy Story zugegebenermaßen groß ist.

    Das einzige worüber ich mich sehr freute war Totoro.
    Weil Totoro großartig ist.

    Im Bezug auf Drachenzähmen bin ich wirklich zu parteiisch, weil es der erste Dreamworks Film war, der mich in allen Punkten überzeugte, und zwar dermaßen dass ich 3x verschiedenen Leuten zusagte den mit ihnen in 3D gucken zu gehen.
    Ja. Ich bin schlimm ich weiß.

    Aber The Illusioniste war auch ein wirklich ein schöner Film, wenn auch nur nominiert um den Eindruck zu wahren das die Academy sich nicht nur um den Hype schert.

    Und Trent Reznor fand ich auch unpassend, für best Score.
    Ich finde die Kategorie sollte richtigen Komponisten vorbehalten werden und nicht Leuten die Musik machen die so klingt als ob sie bei CSI oder House läuft. Wobei ich sonst nichts gegen ihn habe.
    War dann wohl die Überraschung des Abends, oder so ;)

    Wobei ich auch sagen muss dass der Tron Soundtrack mir schon irgendwie gut gefiel, und er wenigstens hätte berücksichtigt werden sollen.

  • Deschi

    Das beste an der wirklcih recht öden Verleihung waren die spitzen Kommentare im Chat. Besten Dank dafür

  • Thomas Demuth

    Geil das der trendige Trent nen Oscar bekommen hat. Daft Punk wirds verkraften….

  • Pingback: Links (24. Februar 2011 – 28. Februar 2011) - Testspiel.de

  • Binding

    @ phylthia: Mit “richtige Komponisten” kannst Du ja wohl nur die langweilige Klassik-Kacke meinen, die fast jeden Film mit altmodischem Gegeige zukleistert. Es ist doch gerade gut, dass mal jemand aus dem Rock- bzw. Electro-Bereich gewinnt. Der Score ist übrigens wirklich sehr gut. Und die Kategorie heißt außerdem “Original Score”; da kann also theoretisch jeder gewinnen, der einen Score abliefert – und das ist auch gut so, denn Musik ist nicht nur klassisches Zeug von “richtigen Komponisten”.

  • Dr. Strangelove

    Ich habe mir gestern die nominierten angeschaut und das sind alles Filme auf die man auch gut verzichten kann. Mir geht 127 Hours genauso auf den Kecks wie The Fighter, Inception, King Speech, Toy Story oder The Black Swan.
    Berlinale feiert einen komische Iran Film ab. Aber immerhin liefen das interessante Filme im Wettbewerb. Und Oscars .. Oscars das geht gar nicht. Ich muss da immer an Titanic, Avatar, oder Gladiator denken. naja. Die Oscars passen doch ganz gut in die USA um so Bombastfilme auszuzeichnen.
    Aber verdammt. Berlinale wird immer politischer (was nervt) und in Canne werden seit ein paar Jahren nur noch Dramen ausgezeichnet (Die Klasse, 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage, Fishtank, …)
    das ist alles so lächerlich geworden.

  • Gerriam

    Dass “Somewhere Over The Rainbow” am Ende doch schon ganz schön schmalzig war ist schon klar, Grund für den Auftritt ist aber denk ich eher der Internet-Fame des entsprechenden Chors gewesen:

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/PS22_Chorus
    Halt ein weiterer verzweifelter Versuch, sich an irgendeine Zielgruppe zu wenden…

    Ich würde Billy Crystal oder Whoopi wiederholen und einfach ne ganz klassische Show, wie Mitte/Ende der 90er draus machen. Vielleich auch mit der Nostalgie-Brille auf, fand ich die damals immer am Besten…

  • Claas

    langweilige show mit fehlendem show-faktor
    blasse, gefällige, unlustige moderatoren
    unpolitisch und unkritisch – ohne biss
    zu erwartende entscheidungen – nur regie hat mich negativ überrascht.

    das einzig gute dieses jahr war, dass wirklich sehr viele gute filme nominiert waren, was mich betrifft.

    leider hat der zeitgeist nicht gewonnen

  • phylthia

    @15: Danke für die Aufklärung, ich wusste doch dass ich keine Ahnung von Musik habe ;)

    Nein ernsthaft, ich mag NIN, ich mag auch Einzelprojekt Sachen von Trent, und meine Güte ich neide ihm nicht den Oscar, aber ein Orchester ist schon was anderes als das ganze nur im Studio nachzubasteln.

    Für mich zeichnet einen guten Soundtrack auch seine Wiedererkennbarkeit aus, Cues die Szenen oder Charaktere unterstreichen, und davon ist mir bei The Social Network nichts geblieben.
    Ich erinnere mich an den White Stripes Song, und das wars.

    Wenn ich aus dem Kino komme und mich an keine Melodie erinnere stelle ich so für mich fest, dass der Soundtrack wohl nett untermalt hat, aber es dass dann auch schon war.

    Ich mag auch keine aufdringlichen Soundtracks, aber an sich ist es mir schon wichtig dass er eben so passend war, dass ich mich wenn ich mich an eine Szene erinnere auch an die Musik erinnere.
    Oder eben nicht.
    Was manchmal auch Stimmungsvoll sein kann.

    Aber wer weiß, vielleicht ist der Social Network OST ja losgelöst vom Film ganz nett.
    Müsste ich nochmal hören.
    Für mich war das halt so ein “In-Score”. Wie aus ner Serie oder so.
    Wie schon weiter oben erwähnt.

  • http://symparanekronemoi.blogspot.com TheRudi

    @Dr. Strangelove: Gibt ja noch die MTV Movie Awards ;-)

  • Michael

    Schindlers Toybox war toll und zu Recht gewonnen. Inception gönn ich es sowieso (nur leider keine Nolannomminierung) und der SN Soundtrack ist sehr gut. Hat gepasst.

  • http://mannaz.cc asaaki

    Nett, nett. Warum aber Inception so viele Oscars bekam … nunja, reden wir nicht drüber.

    Die Königsrede muss ich mir zwar noch anschauen, aber ich denke, das lohnt sich ja wirklich.

  • kuchenkinder

    inception bekam nur sekundärzeug

    the social network hatte imerhin drehbuch dabei

    und the kings speech ist besser als the social network. ist einfach so. geht schon in ordnung.

    die moderation war aber echt öde.

  • armond white

    “Nein ernsthaft, ich mag NIN, ich mag auch Einzelprojekt Sachen von Trent, und meine Güte ich neide ihm nicht den Oscar, aber ein Orchester ist schon was anderes als das ganze nur im Studio nachzubasteln.”

    ein orchester ist schon was anderes? ja so wie das orchester keine e-gitarre ersetzen kann oder einen roland 808. das was du so faselst klingt so nach der unterscheidung von e- und u-musik. außerdem hat reznor nicht im studio ein orchester nachgebastelt, da tsn einen reduzierten score hat der größtenteils auf piano basiert. einen track mit streichern aus der dose gibt es nicht, die z.b. zimmer durchaus verwendet. aber hey dann ist es ja unglaublich talentierte komposition. die einzige verbidnung zur klassik ergibt sich durch die verwendung von grieg in der regatta sequenz und das wollte explizit fincher im wendy carlos stil.

    “Für mich zeichnet einen guten Soundtrack auch seine Wiedererkennbarkeit aus, Cues die Szenen oder Charaktere unterstreichen, und davon ist mir bei The Social Network nichts geblieben. Ich erinnere mich an den White Stripes Song, und das wars.”

    erst einmal muss ein score zum film passen und diesen unterstützen, was nützt ein wiedererkennbarer score wenn er über dem film thront und szenen vereinahmt. mal abgesehen davon , dass das ein subjektive sache ist. hängen geblieben ist durchaus was, wie das 8-bit geplucker bei der harvard szene oder die reinterpretation von grieg für die regatta, sonst würden diese szenen in reviews nicht vermehrt genannt werden.

  • GMT

    Das Beste war immer noch Bily Crystal “Where was I?”.
    Das haben wir uns auch gefragt.

    Lasst ihn die nächste Show moderieren!

  • http://www.kknd.org chrisse

    wie ihr macht nicht für jeden einzelnen oscar nen post?

  • Binding

    @ Dr. Strangelove: Auch wenn ich viele A-Festival-Filme ebenfalls zu dröge finde und rein politische Stoffe filmisch oft nicht viel hergeben – Deinem cineastischen Namen wirst Du ja nicht gerade sehr gerecht. Was wären denn Deine Favoriten gewesen? Da bin ich echt mal gespannt.

    @ armond white: Ich glaub’, wir sollten mal zusammen einen trinken gehn. Nahezu dasselbe wollte ich auch gerade antworten.

  • Dr. Strangelove

    Binding: Keine Ahnung ob Greenberg schon zu ‘alt’ ist. Aber das Drehbuch von Greenberg ist tausendmal besser als das Drehbuch von Juno (was wohl so extrem gelobt wurde (Ich vergleiches jetzt eher mal mit sowas wie Juno… anstatt mit ToyStory oder Inception oder so. Weils besser passt). Ansonsten war 2010 schon recht schwach…
    Im Moment schaue ich ältere Filme. Aus den letzten Jahren die nie großartig irgendwo erwähnt wurden. Aber von denen ich eben jetzt höre das sie einfach GUT sind.
    Aktuell fallen mir kaum Beispiele ein. Sofia Coppolas Film vielleicht noch.
    Ist jedenfalls mutig.
    The Kids are Allright” erinnert mich eher an “Desperate Housewifes”. Natürlich viel besser durchdacht. Handwerklich eben top.
    Aber das ist doch kein Film der was verändern will. Außer bei Omas die Lesben komisch finden… oder so. Sofia Coppolas Film zeigt “Gefühle” die man noch nicht gesehen hat. Bei “The Kids are Allright”, “True Grid”, “Inception”, “Toy Story 3″, “Social Network” … werden doch immer nur die gleichen Gefühle abgespult. Vater verloren, Mutter verloren, Freund verloren, freundin. Dann hier und da eine kleine Behinderung, oder fehlendes Selbstwertgefühl. Kino für die Massen.

    Bei Greenberg und Somewhere muss der Hauptdarsteller keine großen Heldentaten vollbringen… ist kein Stotterer, oder ne Lesbe, oder oder oder.

    Bei den Oscar Filmen komme ich mir vor wie bei den den “Fake Trailern” von Ben Stiller…. für Tropic Thunder.
    - Behindertenfilm (stotternder König)
    - Schwule in Kirche (Kids are allright)
    - Actionfilm (…)
    - Komödie mit Fetten (…)

    Natürlich gibt es auch mal tolle Oscars. “There will be blood” war echt unkonventionell und der Soundtrack war der Hammer. Genauso auch “Brokeback Mountain”. Das lag eben an den tollen Regisseuren.

    Was “Hollywood” sonst so produziert hat war ja echt mau. “A-Team” oder “Harry Potter” oder so. Da ist man dann ganz schnell beim “Underground” wie Miranda July angelangt. Aber “so was” bei den Oscars. Das würde ja auch nicht passen. Das ist schon okay so das Incpetion und Co. Preise abräumen. Aber die Filme die ich bis jetzt gesehen habe.. aus der Liste der Nominierten Filme… da haben mich echt ALLE Filme enttäuscht. Da war nicht eine Überraschung drunter.

  • Binding

    “Greenberg” fand ich genauso klasse wie “Juno”, und Kino hat halt mehr Facetten als nur Schwarz und Weiß. Natürlich erfüllt die Story über den stotternden König auch ein Klischee, aber sie ist dennoch gut erzählt, interessant und vor allem phänomenal gespielt. Was Du “Kino für die Massen” nennst, ist zu einem Großteil AUCH Arthouse-Kino. Ich finde sogar gerade solche Filme in der Schnittmenge eigentlich immer am gelungensten. Kino ist nunmal immer gleichzeitig Kunst UND Kommerz.

  • bale

    “the oscars sucked so hard my cat got stuck to the tv when he walked by.”

    seriously was für eine gülle? wie alt ist kirk douglas jetzt 167? absolut weird ihn so zur schau zu stellen. hathaway und franco waren sooooo schlecht, franco hat wohl in den werbepausen an der bong gezogen, der wirkte higher als ein flugdrachen. der wurde auch mit zunehmender länge immer schlechter! wahrscheinlich hat er sich gedacht:”hm, das wird wohl sowieso das letzte mal gewesen sein, das ich das moderieren werde… also fuck it!”

    da hätten sie wirklich gleich charly sheen nehmen können! wäre noch abgefahrener geworden und bis nächstes jahr hält der charly ja sowieso nicht mehr durch… historische chance verpasst! :)

  • AMH

    Yeah, ein Oscar für Reznor und Grieg. Das hat mich wirklich gefreut, war auch eine der schicksten Geschichten in dem Film.
    Ansonsten: Keine Überraschungen, nicht mal das Kleid von Helena Bonham Carter war spannend…

  • Doughnut

    “Aber das ist doch kein Film der was verändern will.”

    Wie meinst du das mit dem verändern wollen? Die Sehgewohnheiten?

    Wo genau ist das Problem dabei, wenn man einfach bloß mit den handwerklichen Mitteln, die man beherrscht, Geschichten erzählen möchte, ohne damit irgendwen zu manipulieren, zu belehren, zu irritieren oder am Ende ratlos zurückzulassen?
    Glaubst du echt, das führt automatisch zur Horizonterweiterung, wenn man im Kino mit merkwürdigen, nie dagewesenen Bildern oder Klängen konfrontiert wird oder dramaturgisch gegen den Strich gebürstete beziehungsweise absichtlich verflachte (denn das wahre Leben ist nun mal langweilig und öde, dem muss man natürlich Rechnung tragen, genau!) oder gar völlig absurde, also keinen Sinn ergebende Geschichten erzählt bekommt? Ich denke, du überschätzt das Medium Film etwas, wenn du das ernsthaft glaubst.
    Warum also nicht einfach die “Massen” erfreuen und ihnen einen schönen Kinoabend bescheren? :)
    Was ist so schlimm daran und warum schaust du darauf herab?
    Klar, Hollywood dreht sich inzwischen wirklich häufig im Kreis, die Zahl der Remakes und Fortsetzungen allein ist unglaublich. Das kann man gerne kritisieren. Aber seit wann muss ein Film irgendwas verändern wollen, damit man ihn gut finden und mit Preisen ehren darf?

  • Dr. Strangelove

    Mit ‘verändern’ meine ich einfach mal was ‘neues’ erzählen. Oder ein ‘Gefühl’ zeigen… was noch nicht 1000 mal gezeigt wurde. Wie schon geschrieben. Bei Greenberg und Somewhere gibt es interessante Figuren die man sich gerne anschaut. Es geht auch da um Unterhaltung. Da ist auch nichts “gegen den Strich gebürstet, oder absichtlich verflacht”. Und das sind auch keine Geschichten ohne Sinn? … Ich meine.. HÄ. Macht für dich eine Geschichte nur Sinn wenn eine Prinzessin gerettet werden muss, oder jemand den Tod des Vaters rächen will, oder so?
    Pixar/Disney und 80% von Hollywood erzählen immer wieder die gleichen flachen Gefühlswelten. Das Handwerk wurde immer besser. Und ab und zu kommt auch was interessantes heraus. Und ich mag auch Actionkino wenn es toll gemacht ist wie Matrix oder 5th Element. Und das sind klassische “Heldengeschichten” die aber wirklich auf neue Art und Weise erzählt wurden. Aber die diesjährigen Nominierungen sind einfach super langweilig. Handwerklich gtu gemacht. Aber die Erzählungen selbst ‘überraschen’ nicht.
    Reale Menschen sind vielschichtiger. Hollywood kann Trauer verfilmen wenn die Frau stirbt. Zack. Und jetzt Emotion. Wir haben trauer, freude, angst, selbstzweifel, usw… das bekommen die SUPER hin. Und Behinderungen auch… der Schwule, der Autist, der Behinderte. Selbst “diese Figuren” werden in der jeweiligen szene gehasst. Ich kenne jedenfalls mehr Schwule die “Philadelphia” hassen als lieben. Warum wohl?
    Für mich sind die Figuren alle zu Abziehbilder geworden. Leonardo in Inception heult um seine Frau. Absolut lächerlich, oder etwas nicht? Hat das jemand wirklich bewegt? oder Natalie als Schwan. die Verzweiflung und der Wahnsinn.. war das wirklich spürbar? Nö. Und ich bin ganz sicherlich abgestumpft.
    Und ich schäme mich schon etwas so was zu schreiben. Weil es großartige Regisseure sind, und großartige Schauspieler. Und die ganze Produktion ist großartig… und dennoch funktioniert es einfach nicht.
    Manchmal ähnelt das an Musikern. Da hört man sich auch gerne die ersten Alben an. Und das dritter und Vierte Album dann nicht mehr so gerne.. obwohl die Musiker die gleichen sind und die Produktion fetter geworden sind.. und sie sich sogar mehr Zeit lassen konnten, mehr ausprobieren konnten, mehr Geld hatten, usw.
    Filmemachen ist eben eine Kunst. Und gute Schauspieler, gutes Drehbuch, gute Bilder sind nicht alles. Es kann dennoch kompletter Schrott bei raus kommen.
    Bei “True Gritt” schwärmen alle von diesen Bildern. Mir gingen die auf den Sack. Genauso wie in 127 Hours oder bei Benjamin Button. Ich glaube Filmemacher haben sich das immer gewünscht. Das perfekte Bild. Aber es sieht einfach nur wie eine Postkarte aus. Kitschbilder. Genauso wie King Kong…. jede Welle, jeder Felsen, alles perfekt. Genauso eben auch die Emotionen der Schauspieler.
    Und die Regisseure wie Darren Arronofsky hatten früher eben noch interessante Geschichten.. (Pi) . Und heute merkt man es ihm an das es ihm mehr um das Handwerk geht. Genauso Cameron, Scott, Nolan. Die Liste ist endlos.
    Da zieh ich mir lieber Godard rein, oder Bergman.

  • genervt

    Uh, der Short Film (Animated) ,“The Lost Thing,” ist ja unglaublich öde.
    Ein Viertelstunde opulentes Nichts. Wahrscheinlich dachte die Jury, “Oh, Kunst, wow.”. Schnarchnasen.

  • Dr. Strangelove

    Der Shortfilm mit den “Dart Liebespfeilen” sieht genauso bescheuert aus.

  • Binding

    @ Dr. Strangelove: Seltsam, dass Du im Zusammenhang mit der “Verändern”-Diskussion “127 Hours”, “Benjamin Button” und “Black Swan” als schlechte Beispiele nennst. Das sind doch gerade Filme, die was “Neues” bzw. ihre Storys mal auf ganz andere Art erzählen! Ich hasse zum Beispiel 08/15-Liebesfilme, aber “Benjamin Button” war doch in dieser Hinsicht wirklich mal was TOTAL anderes (auch wenn man ihm trotzdem noch genug vorwerfen kann).

  • Doughnut

    Hmm, verstehe, was du meinst, Dr. Strangelove.
    Hat aber vielleicht auch ein wenig was mit Übersättigung zu tun. Wenn man so viele Filme sieht, die immer wieder dieselben Drehbuchkniffe nutzen, dieselben glatten vor Pointen wimmelnden und damit unwirklichen Dialoge enthalten oder dieselben Stereotypen abbilden, dann wird das irgendwann möglicherweise nervig (es sei denn, man wird selber zum Filmgeek und zitiert freudig mit ^^).
    Ich schau garantiert bei weitem nicht so oft Filme wie du, drum geht mir das noch nicht so sehr auf den Sack und drum find ich solche routinierten Perfektionisten wie die Coens auch einfach toll, selbst wenn sie wohl nie wieder solche Meisterwerke wie Blood Simple bringen werden. ;)

    Vielleicht ist auch einfach der Ideenvorrat der ganzen Szene ein wenig erschöpft und man muss einfach mehr zitieren als früher. Oder aber kleine, unspektakuläre Geschichten aus dem “wahren Leben” erzählen (manche dieser Filme find ich extrem toll) beziehungsweise sich mit arthousigen Konventionsquerschlägereien profilieren (die meisten dieser Filme find ich extrem schlecht, weil ich glaube, diese Künstlermasche durchschaut zu haben und denke, diese Machwerke bilden nur die Grundlage für die anschließende gegenseitige Eierschaukelei abgehobener Möchtegernintellektueller… wie beim Großteil der modernen Kunst eben… pauschal, klar, doch es gibt erstaunlich viele Filme, die sich selbst ganz offen in diese Ecke stellen).
    Man kann auch noch poetische Ergüsse auf die Leinwand bringen, wenn man mag, quasi ein Gedicht in Bild und Ton, hab ich auch nix dagegen. Oder man schreibt sensationell tiefgründige Dialoge voller provokanter Weisheiten und bastelt dann notdürftig eine Filmhandlung drum herum. Das ist zwar näher an Literatur und ignoriert die Möglichkeiten des Mediums Film völlig, aber wer es mag, wieso nicht.
    Ansonsten kreist das meiste in den sicheren Bahnen bekannter Erzählmuster oder gibt sich den Anstrich von Mut und Experimentierfreude, indem es die altbekannte Story mit einem kleinen überraschenden Twist an entscheidender Stelle versieht oder die Story auf ein völlig neues Setting überträgt.
    Das muss aber nicht schlecht sein.
    Ein schicker Postkartenwestern wie True Grit (zumal mir die düstere Weltsicht der Coens schon immer sehr sehr gefallen hat, da stimmt die Wellenlänge einfach :) ) oder ein weiterer unter den Dutzenden und Aberdutzenden scheinbar smarter Mindfuckfilme wie Inception gefallen mir persönlich trotzdem, ist einfach schöne Unterhaltung.

    Früher war beim Film möglicherweise tatsächlich irgendwo alles besser, damals, als das alles noch Neuland war, die Studios noch nicht so groß und in ihren Machtstrukturen gefestigt und die Filme noch nicht so teuer waren und das Kino ein Abenteuerspielplatz für (echte, keine Hochstapler) Künstler, Poeten und Verrückte war.

  • rom

    @ doughnut@ strangelove
    hm, damals war alles (möglicherweise) besser… ich denke nicht. heute werden halt mehr filme produziert und es ist daher auch mehr müll dabei. aber, was ist z.b. mit “Pans Labyrinth”, Walz with Bashir”, GranTorino”, “Inglourious Basterts” usw. alles oscarfilme der letzten 5 jahre. die sind nicht besser oder schlechter als die filme von damals…
    natürlich ist es eine möglichkeit in alte Godard und Bergmann zeiten zu schwelgen. es findet trotzdem innovatives und neues kino heute statt. der blog heisst 5 filmfreunde, also geht es um freu(n)de am film. da sollte man nicht nur in alten zeiten schwelgen.
    grundsätzlich kann ich aber euren frust verstehen. das wirklich innovative findet meiner meinung nach in genreproduktionen statt. das war schon immer so. der oscar ist da nun wirklich kein maßstab.

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  • Doughnut

    @rom:
    Weit gefehlt, ich hab überhaupt keinen Frust und stimme dir voll und ganz zu. ;)
    Hab nur mal zur Abwechslung versucht, mich in ner Internetdiskussion in die Gegenpartei reinzuversetzen (ich weiß, gaaanz merkwürdiger Ansatz) und der obige Erguss kam raus dabei. XD

  • Lukas

    best adapted script für aaron sorkin, best soundtrack an trent reznor, best actor colin firth und best actress natalie portman, alles komplett richtig gemacht.
    was mich geärgert hat: beste regie TOM HOOPER? AL! TER! das is unnötiges gepushe des films, der ist in vielen aspekten ganz ganz groß aber doch sicher nich wegen der regie im vergleich zu aronofsky oder fincher.

Fünf Facefreunde
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    Part of the cast of Avengers: Age of Ultron.

    07/27/14

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    07/25/14

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    » Because only Vin Diesel could ever be ridiculously nerdy enough to attend the UK world premiere red carpet for Guardians of the Galaxy wearing a “I am Groot” t-shirt and walking on stilts

    07/25/14

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    Eeeewwwww

    07/24/14


  • Ohgott Transformers!


    07/12/14