Der Filmkritiker, Publizist, FAZ-Redakteur und Grimme-Preisträger Michael Althen ist im Alter von nur achtundvierzig Jahren verstorben.
Althen schrieb u.a. für die Sueddeutsche Zeitung, Die Zeit, steadycam und den Spiegel, er führte Regie bei “Das Kino bittet zu Tisch – Essen im Film” für den WDR oder gemeinsam mit Hans Helmut Prinzler bei der Dokumentation “Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte”. Er war außerdem Autor zahlreicher Sachbücher und Essays, für seine Arbeit mit Dominik Graf, “Denk ich an Deutschland – Das Wispern im Berg der Dinge”, erhielt er 1999 zum zweiten Mal den Adolf-Grimme-Preis. Dieses hochinteressante Videointerview gibt einen Einblick in Althens Wissen und Wissbegierigkeit.
Mit ihm verliert die deutsche Filmkritik eine ihrer Institutionen.
(via / via)
(Nachruf der SZ)
- Jet Strajker •
- Mai 12th, 2011 •
- 1 Kommentar
- Schlagwörter: Michael Althen, R.I.P.


















Wieder einer weniger, der wirklich noch Oldschool-Experte war. Was er im Interview zur allgemeinen Verfügbarkeit der Filme heutzutage gesagt hat, ist absolut wahr. Ich möchte zwar auch alles besitzen, was mich interessiert, und finde es genial, wenn man einfach nur ins Regal greifen muss oder ins Netz gehen kann. Aber irgendwie hat sich leider das Kino-Wissen dadurch auch etwas entzaubert. Bzw. man hat nichts mehr davon, dass man die Bilder, Szenen und Handlungen auch im eigenen Kopf gespeichert hat.
Kommentar #1 von Binding am 13.05.2011 um 02:52 Uhr