X-Men: Erste Entscheidung (Review)

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“Peace was never an option”

Originaltitel: X-Men: First Class
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Matthew Vaughn
Buch: Ashley Miller, Zack Stentz
Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Rose Byrne, January Jones, James McAvoy, Nicholas Hoult, Kevin Bacon

★★★★☆

Anfang der 60er Jahre. Hochzeit des kalten Krieges. Vor dem Hintergrund der Kubakrise kreuzen sich die Wege von Professor Charles Xavier (James McAvoy) und Eric Lehnsherr (Michael Fassbender) – beides Mutanten. Im Dienst der zunächst skeptischen US-Regierung nehmen sie zusammen mit einer Gruppe junger Mutanten den Kampf gegen den übermächtigen Gegner Sebastian Shaw (Kevin Bacon) auf…

Was für eine erfreuliche Überraschung. Nachdem dummen Wolverine-Soloabenteuer und dem wirklich dummen Trailer hatte ich schon die schlimmsten Befürchtungen für dieses X-Men-Prequel. Zumal die beiden neuen Darsteller jetzt nicht wirklich viel gemein mit Patrick Stewart und Ian McKellen zu haben schienen und nur die übliche Blockbuster-Krach-Bumm-Action im Vordergrund zu stehen schien. Doch das glatte Gegenteil ist der Fall. X-Men:First Class ist ein Charakter-Film, der sich trotz Mutanten-Effekten immer auf seine Figuren konzentriert und die beiden Hauptprotagonisten in all ihren Ambivalenzen lebendig werden lässt. Als würdiges Prequel (trotz einiger ärgerlicher Continuity-Fehler zu den ersten drei X-Men-Filmen) inszeniert Vaughn teilweise mit kammerspielartiger Intensität und nimmt sich die Zeit Figuren emotional aufzubauen, ehe er sie ins Actiongetümmel schmeisst.

Auch wenn das gesprochene Deutsch der Darsteller in der Eingangsszenen im KZ nicht ohne komische Momente ist, legt dieses Intro einen wuchtigen Grundstein für Magnetos Figur und all das, was später aus ihm wird. Kevin Bacon spielt den Schurken hier mit diabolischer Präsenz und einem perfekten Gespür für den feinen Grad zwischen comichafter Überhöhung und völliger Karikatur. Zwischen ihm und Eric spielt sich eine teuflische Hassliebe ab, die als Parabel über Kindesmissbrauch angesehen werden kann, wenn aus dem Opfer langsam ein neuer Täter wird. Fassbender überrascht hier mit einer Intensität, die ich ihm bislang nicht zugetraut habe. Sein Eric Lehnsherr ist genau wie McKellens ein getriebener, unsteter Geist. Zerrissen zwischen Angst und Rachegefühlen. Wenn er sich in Südamerika an ein paar Altnazis rächt ist das sowohl als Actionthrill, wie auch als Psychodrama hochspannend – genau wie seine finale Konfrontation mit Bacons Sebastian Shaw.

McAvoy bildet den ruhigeren Gegenpool und es scheint folgerichtig, das aus dem behüteten Jüngelchen aus reichem Hause, ein arroganter und bisweilen naiver junger Mann wurde – der erst durch seine Erfahrungen zum nachdenklichen Professor X aus den späteren Filmen reifen wird. Es ist die fehlende Reife, die den Reiz in dern Konfrontation der beiden Erzfreunde ausmacht – denn noch steht die moralische Überlegenheit Xaviers auf wackligen Füssen, wenn er sich anmaßt die Führung übernehmen zu können. Vaughn nimmt sich viel Zeit für die Gespräche der beiden, die in vieler Hinsicht spannender sind, als jede Actionszene. Das Vaughn dabei trotz Drama den Humor nicht vergisst (selten war das eine “Fuck!” das einem PG13-Film erlaubt ist so brillant eingesetzt wie hier) macht ihn nochmal sympathischer, denn er schafft es meist witzig zu sein ohne albern zu werden.

Etwas durchwachsener sind die jungen Mutanten die hier die Grundlage der späteren X-Men bilden. Während einige, wie der vom nerdig-putzigen Nicholas Hoult dargestellte Beast oder die junge Mystique, sehr gut funktionieren und ihr eigenes Dilemma und Drama durchleben, bleiben andere eher blass und touchieren mit ihren Kräften mehr als einmal die Albernheitsgrenze. Zugute zu halten ist dem Film, das er sich der Lächerlichkeit bewusst ist und diese sogar thematisiert, wenn die Jungmutanten ihre Kräfte vorführen und sich gegenseitig aufziehen und mobben. Leider bleiben die meisten von ihnen etwas flach und austauschbar, ob nun die Stubenfliegenfrau, der Evolutionsmann, Havoc oder Sonic Boom.

Überraschend gut funktioniert hingegen Swarowski-Girl als Bacons Handlanger. Sieht sie auf den ersten Blick auch eher albern aus, entpuppt sie sich doch als würdiger und vor allem gefährlicher Gegner mit ihrem ganz eigenen sadistischen Charme.

Der gelungene optische Look, der sich stark vom geleckten Blockbuster-Style der Vorgänger unterscheidet schafft es die Retro-Stimmung gut einzufangen und auch die Actionszenen sind insgesamt effektiv und vor allem deutlich inszeniert. Keine Wackelcam kein hibbeliges Schnittgewitter – Vaughn kann – wie er schon mit Kick Ass bewiesen hat – Action so inszenieren, dass sie rasant wirkt und trotzdem jederzeit deutlich ist, was eigentlich passiert. Ein größerer Wermutstropfen sind dabei lediglich die Spezialeffekte, die für einen Film dieser Größenordnung erschreckend billig und schäbig aussehen. Gerade das Finale mit seinen dutzenden Schiffen wirkt dabei in einigen Einstellungen fast wie einem Asylum-Film entsprungen. Detailarme Texturen sorgen dafür, dass die digitale Herkunft der Flugzeugträger und U-Boote jederzeit offensichtlich ist, genau wie beim Rest der Umgebung. Für einen Film der sich mit Effekten insgesamt zurückhält, überrascht es, wie schlecht hier teilweise gearbeitet wurde. Während die Mutanteneffekte im großen und ganzen okay sind (kein Vergleich zu den billigen Digi-Klingen die Wolverine im letzten Film tragen musst) sieht die gesamte Seeschlacht aus wie mit der heißen Nadel gerendert, ja streckenweise als hätte man ein halbfertiges Previz genutzt.

Einem schwächeren Film, wie dem Vorgänger, würde das vielleicht schaden – doch da hier die Story und die Figuren im Mittelpunkt stehen, ist es nur ein kleiner Störfaktor, der den Genuss des Films, der vom Gefühl zwischen klassischem Bond und dem ersten X-Men anzusiedeln ist, nicht wirklich schaden kann.

Vaughn hat die Serie erfolgreich revitalisiert – nicht rebootet, denn bis auf ein paar dumme Kleinigkeiten funktioniert der Film als normales Prequel, und dafür gesorgt, dass nach all dem überkandidelten und albernen Comic-Buch-Mist der letzten Marvel-Verfilmungen wieder die berechtigte Hoffnung besteht, das Genre auch zukünftig ernst nehmen zu können.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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36 Comments

  1. Mark

    Dankeschön Batzmann. Also doch noch ein Review. Rajko hat er ja wohl auch halbwegs gefallen.

    Wiedermal gut geschrieben, und ich finde das man euch spätestens jetzt nicht mehr vorwerfen sollte das ihr automatisch allen Mainstream trollt und scheisse findet. Das war ein ehrliches Review obwohl die Erwartzung zuerst (wohl auch deine) sehr niedrig waren.

    Einziges was ich nicht verstehe ist was ihr gegen die Effekta habt. Sicher, es hätte besser sein können, aber soooo schlecht waren sie nicht. gerade das Finale auf See bei Kuba, mit dem ganzen Endkampf und Raketengedöns. Sah doch alles sehr sehr smooth aus. Find eich zumindest.

    Azazels Teleport Action war aucj arschcool. Die einzige CGI die mir nicht gefallen hat war die Mystique Verwandlung. Die sah irgendwie sehr sehr fake aus.

  2. Hans

    Und das Beste: Endlich mal kein Wolverine!

  3. Renington Steele

    Beziehungsweise: Die zwei Sekunden Wolverine im Film sind die ehrlichste Wolvie-Verfilmung, ever! ;)

  4. UDZGuru

    Ich hab den Film gestern gesehen und kann das so unterschreiben.

    Die Visual Effects sind teilweise echt bissl einfach .. Vor allem als das Uboot an Land rollt (die Palmen!!)

  5. Yona

    Genial… “comic buch mist” und “genre ernst nehmen”. klever…

  6. Ranor

    Ja, ich stimme durchgehend zu. Der tolle Score wäre aber auch noch eine Erwähnung wert gewesen.

  7. Ben

    Ich würde den Film noch etwas schwächer einschätzen.
    Der Weltrettungs-Plot wirkt furchtbar auf- und schlecht umgesetzt (das ganze Finale) und steht dem eher klein gehaltenen Charakterdrama erschreckend oft im Wege. Drehbuch, Schnitt und Kamera würde ich auch eher uninspiriert einordnen, wenig herausragende Einstellungen, viele unmotivierte Ortswechsel, viel abgearbeitete Drehbuchklischees (etwa die rockytypische from Zero to Hero-Montage)… Kostüme und Sets sind dagegen stimmig, auch wenn der Oberschurke etwas an Elvis erinnert.
    Kein schlechter Film, aber auch nicht das was ich als “rund” oder besonders gelungen bezeichnen würde.

    Die deutsche Übersetzung ist in Ordnung, aber die Synchro teils mit solcher Lustlosigkeit eingesprochen, dass das wirklich negativ auffällt.

  8. Tino

    4 Punkte von Batz…ich habe gerade sofort für 20 Uhr Vorstellung Karten vorbestellt. Das muß ich mir anschauen.

  9. Mayhem

    Der Film ist wiedermal ein Beweis dafür, dass Punktebewertungen (egal ob Sterne, Prozente, Punkte oder Bananen)
    1. nicht gleich Punktebewertungen
    und
    2. scheiße sind.

    Der Film war/ist korrekt, weder richtig gut noch schlecht. Kann man anschauen.

  10. Nico

    Ich fand den Film – vor allem zu Beginn – zu kitschig. Die Magneto-Sequenz aus dem ersten X-Men hat wie damals sehr intensiv gewirkt, aber alle weitere Vorgeschichte war für mich einfach zu viel des Guten. Xavier allein in dem riesen Haus mit altklugen Sprüchen (abgesehen von dem Schauspieler, der wirklich stark an Patric Steward erinnterte), seine College-Geschichten.
    Gut wurde es dann erst mit der Rekrutierung, sobald dann auch ein echter Gegenspieler vorhanden war und die Konflikte sich langsam ausgebreitet haben.

  11. justus_jonas

    SPOILER

    @Renington: Hätte ich den Film noch nicht gesehen, hätte ich mich über Deinen Spoiler-Kommentar ernsthaft geärgert. Kommt die Szene doch mindestens doppelt so gut, wenn man nicht mit ihr rechnet.

  12. reeft

    Bezüglich der Effekte sei zu beachten, dass der Film fast nur ein Jahr oder weniger Produktionszeit hatte. Ja, die Effekte sind eher mau, aber bei aller Kritik wäre auch ein bisschen Verständnis gegenüber den Kreativen angebracht.

  13. Alex

    Coole Review, deckt sich zunehmend mit meinem Bauchgefühl als ich aus dem Kino kam. Was die Effekte angeht, das hat sich im Großen und Ganzen die Waage gehalten. Es gab einige Effekte die sahen grottig aus (Daimant-Effekt, Fische, Uboot etc) und manche sahen richtig gut aus (Crash der Blackbird, Sebastian Shaws-Effekte..).

    Der Film hatte definitiv ein paar Logiklöcher, die man verschmerzen konnte. Leider gab es auch noch den ein oder anderen peinlichen Dialog, aber das war zum Glück eher die Ausnahme. Und eine gute Portion Selbstironie war auch dabei, Sebastian Shaw’s beiläufiger Kommentar zum Helm war großartig.
    Ich fand die Uniformen der X-Men äußerst gut umgesetzt. Das ist einmal ein gutes Besipiel wie man es den Fans Recht machen kann, ohne die Otto-Normal-Verbraucher gleich zu entfremden. Ohne viel zu Spoilern, aber am Schluss wenn man Magneto mit dem neuen Kostüm sieht (rot & lila), das ist zwar wieder sehr nah an der Comicvorlage, die Farbpalette sieht aber in echt ein wenig albern aus.
    Die deutsche Tonspur war so dermassen schlecht, dass ich mich diesmal für die Französische entschieden habe (OV gabs leider nicht), und das obwohl ich nur die Hälfte verstehe. Ich konnte der Geschichte dennoch gut folgen, was wieder für den Film spricht.

  14. Fluffy Bunny

    Meiner Meinung nach hatte der Film gerade die richtige Portion Witz und Selbstironie um wunderbar in sein leicht (neues Wort) bond-esques 60er Jahre Setting zu passen. Das Weltgeschehen wird ebenso locker und beinahe augenzwinkernd abgehandelt, wie Magnetos bisheriger Werdegang oder die Gründung einer Regierungs-/CIA-Organisation. Diese Lockerheit, wieder geradezu remineszent der alten Bondfilme, die sich dann auch in Charakteren und Konflikten wiederfindet passt wunderbar zu Marvel.
    Während DC Comics (und deren Filme) viel eher grübelige Helden, düstere Grundstimmungen und tatsächlich völlig wahnsinnige Schurken bieten, ist das mit Marvel nicht zu machen. Das Maximum ist hier so ziemlich der stets heulende, dauerunzufriedene Peter Parker.
    In diesem Licht betrachtet, die Spielfreude der kompletten Schauspielerriege und die detailverliebtheit der Produktion, das quasi Realworld Setting und den wirklich starken, stimmungsvollen Score einberechnend muss ich mit völliger Überzeugung sagen, daß sich “X-Men First-Class” noch vor den bisherigen Marvel Paradefilmen “X-Men 2″ und “Iron Man” eingereiht hat und in meinen Augen wirklich der “Dark Knight” von Marvel Comics ist.

  15. Turtle

    Ich habe den Film gestern gesehen und ich war einigermassen beeindruckt. Nach Thor mal wieder ein Marvel-Film wo ich nicht die ganze Zeit zum Fremschaemen das Kino verlassen moechte.
    Von den X-Men-Filmen habe ich bisher noch keinen gesehen, hat mich einfach nicht interessiert. Gestern bin ich ein wenig ueberredet worden, allerdings hatte der Film auch den OV-Bonus.

    Die Schauspieler in den Hauptrollen (Prof. X, Magneto, Mystique, Beast, Shaw) fand ich auch allesamt ueberzeugend, insbesondere Kevin Bacon hatte die diabolische Ausstrahlung die zu seiner Figur gehoert. Von den Schauspielern lebt auch der Film, Spezialeffekte und Kamerafuehrung fand ich nicht so dolle. Das Setting ist auch heutiger Sicht schon irgendwie seltsam, aber im Kontext der damaligen politischen Lage durchaus passend.

    X-Men: First Class ist meiner Meinung nach in einer Liga mit Iron Man und Kick-Ass. Die anderen X-Men-Filme werde ich mir dann auch mal anschauen.

  16. Christian

    Kann ich komplett nicht unterschreiben. Typischer Blockbuster ohne jegliches Niveau.
    1. Die Dialoge kommen aus dem “Standard-Floskeln”-Lexikon
    2. Es gibt keine Überraschung im Film. Keine.
    3. Ich habe mich ertappt dass ich nur darauf geachtet habe am Ende, dass alle “passt”. D.h. das Professor X noch gelähmt wird, das Mystique mit Magneto abzieht, etc.
    4. Zum Endkampf fällt mir nur ein: Mau. Unkoordiniert. Keine Ideen.
    Ich weiss es ist ein Summer-Blockbuster-Mvie (und davon kommen ja jetzt noch so einige), aber das X-Men Universum geht immer mehr den Bach runter (der Abstieg fing ja schon mit Teil 3 an und die Spin-Offs machen es nicht besser). Schade eigentlich.

  17. Tino

    Storytechnisch beeindruckend für einen Superheldenfilm und das Flair der damaligen Zeit wurde super eingefangen.

    Das Einzige, was mich ein wenig gestört, ist die Tatsache, dass man von den Teammitgliedern relativ wenig gesehen hat und auch die Kampfsequenzen doch länger und fantasievoller hätten ausfallen können.

    Der Film ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert und veranlasste diesmal auch nicht, dass die Freundin kopfschüttelnd das Kino verließ.

  18. fringer

    Mutant and proud! -> Der BESTE X-Men Film bisher!
    Hat mich echt richtig geflasht :P
    Mystic hat einen sehr guten Part bekommen und die Origin von
    Charles und Eric war echt klasse erzählt
    und die Darsteller fand ich absolut hervorragend gewählt! (Rhymetime) Hat mir alles sehr gefallen. Kevin Bacon als fiese Sau :) hat mich auch überzeugt.

    Die anderen Teile kann man da getrost in die Tonne treten, vor allem
    mit der schlimmsten Fehlbesetzung ever. Halle Berry als Storm!
    Die geht gar nicht!

    Einen kleinen Filmlogikfehler gab es trotzdem. Als Mystic sich zum
    Schluss in Shaw verwandelt mit dem Helm. Die wussten ja bis dahin
    gar nicht was den Charles blockiert…

    Naja egal… peace was never an option! :)
    In diesem Sinne…
    fringer

  19. Claas

    war auch sehr überrascht wie gut der film und vor allem die darsteller, allen voran michael fassbender, ist!

  20. derda

    ist wem die szene in diesem cia gebäude aufgefallen, als der oberschurke irgendwas von versklavung vorsichher schwafelt und die kamera urplötzlich auf darwin schwenkt … und sowieso why does the black guy always die first?

  21. Mozzerino

    Nachdem ich den jetzt endlich auch gesehen habe, kann ich sagen: Stimme dir so ziemlich in allen Punkten zu, Batz!
    Der Film hat halt wieder genau das gleiche Problem wie alle X-Men-Filme bisher: Es treten einfach zu viele Figuren auf, von denen einige dann zu lahmen Stichwortgebern reduziert werden. Nun ja, dass wird man wohl bei einer Story über ein Superhelden-TEAM niemals sinnvoll lösen können.
    Aber Michael Fassbender war grandios und sein Deutsch war auch überzeugend. In der Hinsicht hat sich auch Kevin Bacon wacker geschlagen, der auch mal wieder beweist, dass er sein Geld immer noch wert ist! Nur die blasse Blondine, die Emma Frost gespielt fand ich schon sehr dürftig. Mit der Superbitch aus den Comics hat dieses fade Blondchen ja nun nich mehr viel zu tun…

  22. smylex

    die Anfangsszene wo sich die Reichsmark zum X -Zeichen dreht, haha schräg gemacht ;-) fand den Film aber richtig gut, vor allem weil die Mutanten zum Ende des Filmes die alten gelb-schwarzen Outfits trugen… Und Kevin Bacon geht voll in seiner Rolle auf wie ich finde.

  23. Silent Rocco

    Film für Sonntag Nachmittag zu Hause, wenn man keine Lust auf ‘nen Knaller aber auch keine Lust auf Totaltrash hat. Für mich kam das 60er Feeling bei diesen Twilight-Teenies überhaupt nicht rüber. Die beiden Hauptdarsteller haben ihren Job aber wirklich großartig gemacht. Solche z.T. wirklich lumpigen Effekte darf es aber im Blockbusterkino einfach nicht mehr geben, das ist einfach nur lächerlich. Man guckt ihn durch, was man erwartet, passiert genau dann, wenn es am wenigsten überrascht. Die Musik ging mir durchweg auf den Wecker. Billigstes Pathosgedudel. Alles ist glatt und dadurch schon wieder relativ egal. Ich hatte mit Thor etwas mehr Spaß, da wirkte das Gesamtpaket frischer. Als TV-Pilotfilm super vorstellbar, im Kino kein Totalausfall aber auch meilenweit von ‘nem Pflichtfilm entfernt. Bacons Deutsch war aber putzig :)

  24. Claas

    geil!
    wo is eure “beginners” review?

  25. Jet Strajker

    Dieser sterbenslangweilige Pseudo-Indie-Mistfilm wird hier nicht reviewt.

  26. Claas

    hahaha so so

  27. David

    Was man daran nun so viel besser finden konnte, als an den beiden “Vorgängern”, werde ich nie begreifen. Ein völlig belangloser Aufguss, der alle Fehler des letzten Teils der Ursprungstrilogie wiederholt.

    Hier die (!!) Kritik dazu.

    http://www.youtube.com/user/Filmanalyse#p/a/u/1/JmYGCAbDANk

  28. bogomil

    Ich hab mir den Film jetzt auch endlich angesehen und mir hat er echt gut gefallen.
    Die 130 Minuten Länge hat man mit keiner Sekunde dem Film angemerkt. Rein auf die Unterhaltung bezogen war er daher echt klasse.

    Meine Kritikpunkte hingegen sind eher, dass mir die Geschichte zu schnell erzählt wurde und ich daher nie wirklich das Gefühl hatte, mich berührt zu fühlen bzw. wenn ein bestimmtes Gefühl aufkam, es doch zu schnell wieder von der nächsten Szene eingeholt wurde. Außerdem, wie schon in der Kritik von Batzman erwähnt, blieben einige Charaktere doch ziemlich blass. Havoc, Banshee, Angel und Darvin gingen mir so ziemlich am Allerwertesten vorbei. Mehr gewünscht, hätte ich mir dagegen von so ziemlich allen anderen Figuren. Das Gefühl, dass Charles und Erik „beste Freunde“ sind, hatte ich nie wirklich. Zu schnell wurden diese Figuren übergangen.
    Schade fand ich allerdings auch, dass unbedingt jede Anspielung auf die 3 folge Filme mit reingehauen werden musste. Charles landet im Rollstuhl, Charles und Erik werden Feinde, Mystique kommt auf die Seite von Magneto usw. (Ich könnte noch einige nennen). Es waren einfach unzählige Anspielungen auf die X-Men Reihe (1-3) mit denen man sich eigentlich hätte viel mehr Zeit lassen und sie evt. in weitere Fortsetzungen packen können.

    Gefallen hat mir indessen das Cast, angefangen bei McAvoy, Fassbender, Bacon und Jennifer Lawrence. All diese Charaktere wirkten auf mich sehr charismatisch und anziehend, so dass ich ihnen hätte gern länger zugehört und zugesehen. Auch January Jones, Jason Flemyng und Alex Gonzalez (Emma Frost, Azazel und Riptide) haben mir als Hinter-“Männer“ sehr zugesagt. Hier zeigt sich auch der Unterschied zu den blass gebliebenen anderen Mutanten, die ich bemängelt habe, denn diesen 3 Figuren habe ich eher abgenommen, dass sie eben “nur“ für die „Drecksarbeit“ zuständig sind und nicht bloß als Füllmaterial dienen.

    An einen The Dark Knight kommt X-Men: Erste Entscheidung zwar nicht ran (wie ich schon ein paar Mal lesen musste), aber spannend und unterhaltsam ist er alle Mal und auf jeden Fall einer der besseren Comicverfilmungen.
    Ich freue mich daher auf weitere Fortsetzungen. :)

  29. Binding

    Mir sind die teilweise billigen Effekte zwar auch aufgefallen, haben mich allerdings nicht weiter gestört, weil ich den Film auch so gut genug, unterhaltsam und interessant fand. Allerdings finde ich keinesfalls, dass man jetzt die ersten drei “X-Men”-Filme in die Tonne treten kann, wie es weiter oben irgendwo steht. Okay, Teil 3 war jetzt nicht so der Knaller, aber die ersten beiden zählen nach wie vor zum Besten und Intelligentesten, was es bisher an Comicverfilmungen gab – und daran wird sich auch nichts ändern. Der Subtext mit den Problemen der Andersartigkeit war auch dort schon genauso stark – wenn nicht sogar stärker. Und genug interessante Details sowie großartige Effekte gab es da auch schon.

  30. Didi

    Ist mir als einziger aufgefallen dass bei Wolverine am Ende wenn die Kinder aus dem Gefängnis fliehen Charles ja schon ein älterer Mann ist und laufen kann? Und das, obwohl er, diesem Film nach seit er etwa 20 ist, gelähmt ist?
    Vielleicht hat das schon einer geschrieben. Hab alles nur überflogen.
    Im Übrigen war der Film geil, und das obwohl ich dachte der wird scheiße. Alte Zeit, was kann da schon an großartigen Effekten gemacht werden? Aber ich fands Klasse. Geht gut ab und als Fan wird man mit Infos gefüttert, da schlägt das Comic-Herz höher.

  31. PeterPeter

    Ich fand den Film klasse, obwohl man im Vorfeld auch negative Meinungen, vor allem zur Qualität der CGI, hören/lesen konnte. Da die CGI (entgegen meinen Erwartungen) aber nicht so ausufernd eingesetzt wurde, stört das nicht wirklich, und da, wo sie eingesetzt wurde, fand ich sie ok. Der Film beschäftigt sich ja sowieso eher mit den verschiedenen Charaktern, vor allem natürlich mit Professor X und Magneto, warum sie sich entgegengesetzt entwickelt haben.

    Wirklich gewundert hat mich hingegen der massive Einsatz von Eye Candy. In einigen Szene wurde man massiv vom Geschehen abgelenkt, da man als Kerl gar nicht anders konnte, als den hübschen Frauen in Unterwäsche, Superheldenkostümen oder Miniröcken und Stiefeln (grrr…) auf den Hintern oder sonstwohin zu starren. Ok, gibt Schlimmeres, hat mich aber gewundert.

    Insgesamt ein absolut würdiges und irgendwie auch notwendiges (das ist wohl ein großes Kompliment) Prequel für die X-Men und dafür eine 8/10.

  32. NeoXtrim

    Ich sag nur “Und das mit dem KZ, tut mir Leid.” *huuuust*

    Der Film ist fast so unterirdisch wie The Expendables und der war für mich schlimmer als alle Trash-Filme, die ich je gesehen habe!

  33. Binding

    @ NeoXtrim: Äh, nee. Dieser Vergleich geht gar nicht! “The Expendables” war wirklich übelst und funktioniert nur mit positiver Retro-Fan-Haltung, da gebe ich dir recht. Aber das “X-Men”-Prequel ist doch alleine schon vom Drehbuch, der Story und den Schauspielern – ja sogar von der Ausstattung – her eine ganz andere Liga. You can’t see the difference? Dann bist du mir ein Rätsel.

  34. burns

    Kann mich Batz nur anschließen und hätte mir nur eine namentliche Würdigung von Leuten wie Jennifer Lawrence (!) und January Jones noch gewünscht.

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14