The Tree of Life – Terrence Malick arbeitet an einer Sechs-Stunden-Fassung

52 Comments

In einem Gespräch mit der Cahiers du Cinéma verriet das Team um Terrence Malicks “The Tree of Life”, dass der Regisseur an einer sechsstündigen Version seines Opus Magnums arbeitet. Hinsichtlich der außerordentlichen Sorgfalt im Schnitt seiner Filme heißt es im Interview:

Does Malick think about editing when he’s filming?

We speak about it almost everytime. But most of the ideas about the editing we share on the set don’t make the final cut. We maybe have been shot 600.000 metres (around 370 miles) of film. The first cut was 8 hours long. Terry is working on/preparing a 6 hours long version of the movie. What I’ve seen (of this) is absolutely incredible, it’s wonderful. The longer version will have to/will likely, for the most part, relate to the children part. There were outstanding things, we’ve shot many, many things about Jack’s childhood : his friends, his evolution, his changes, his awareness of the loss of his childhood. I don’t know if I’m supposed to say all of this!

Es wäre zu schön, diese Fassung sehen zu können.

Komplett offtopic und eigentlich kein Extraposting wert: René machte mich darauf aufmerksam, dass Malick angeblich ein großer Fan von Ben Stillers “Zoolander” sei.

“I think ‘Zoolander’ is one of Terry’s favorite movies ever,” said Jack Fisk, Malick’s longtime production designer, who has known him for nearly 40 years. “He watches it all the time, and he likes quoting it.”

(via / via / Dank an Sebastian Selig)

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About the author

Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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  • Anguy

    Also ich fand Tree of Life teilweise zum gähnen langweilig und auch ziemlich unsinnvoll durch den ganzen Film hinweg. Ausserdem nervt Brad Pitts vorgeschobener Unterkiefer

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Vielleicht wirkt er ja in 6 Stunden nicht so heillos zerschnitten. Das lass ich mir dann aber nur noch erzählen. Sehen will ich davon nix mehr. Und Anguy, ich bin mit Dir, fand den Film ebenfalls unendlich langweilig, prätentiös und so erzkonservativ religiös, dass es aus den Ohren blutet. Und ja, den Unterkiefer kann man seit Inglourious Basterds nicht mehr ernst nehmen :)

  • Anguy

    achja den religiösen touch hatte ich ganz verdrängt…

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Zur Vervollständigung der Kunstbanausenpeergroup fehlt noch Dr. Strangelove.

  • Dr. Strangelove

    Gestern im Kino “The Tree of Life” gesehen. Vorneweg. Ich mag “Kunst Kino” wie zum Beispiel “Frühling, Sommer, Herbst, Winter… und Frühling” von Kim Ki-duk. Oder “Stalker” von Tarkowski. Oder “Cremaster” von Matthew Barney.

    Aber was Terrence Malick da abgeliefert hat ist einfach nur unerträglich. die ganze Zeit christliche Botschaften, oder eine Stimme flüster aus dem off: Vater, Mutter, Bruder. Sean Penn muss im Anzug durch einen karge Wüste laufen. Nachdem das “Meer von unteen gefilmt” 100 mal gezeigt wurde. Und ebenso oft Baumwipfel wo die Sonne durch scheint.

    Leben/Natur = Baum, Vögel, Meer
    Tod = Wüste

    Einfache, simple Symbolik den ganzen Film über. Die Bilder des Alls sind super. Aber auch recht flach. Es entsteht Leben. Der Dino kommt. Danach schlägt ein Meteroid ein. Am Ende des Films christlicher Pathos. Sean Penn darf noch mal im Anzug durch eine Holztür in der Wüse latschen. Und eine Maske (wie aus Venedig) gleitet in die Tiefen des Oceans.
    Dann wird so einen Art “Paradies” gezeigt wo sich alle Menschen noch mal vereinen. Jung und alt. Im Hintergrund auch einige schwarze. Das sieht aus wie bei den Zeugen Jehovas.

    Der einzig gute Teil ist die Mitte des Films. Doch auch da laufen die Protagonisten oft irgendwo herum, blicken über die Schulter und schauen bedeutungsvoll an der Kamera vorbei. Immer und immer wieder.

    Die einzig großartigen Momente sind die mit Handlung. Wo ein Junge im Schwimmbad stirbt. Wer den Trailer kennt… hat eigentlich alles gesehen. Wartet bis er im Fernsehen läuft. Erspart euch den Kitsch-trivial Bilder-Christentum-Werbefilm.

    Übrigens war der Schnitt in dem Film mit das schrecklichste was ich seit langem gesehen habe. Kaum vorzustellen das er da 3 Jahre für gesessen hat. Aber natürlich hat er da viel Material. Vielleicht hätte er das anderen Regisseuren zum schneiden geben sollen… und dann wären vielleicht 3, 4 unterschiedliche Filme entstanden. Das kann ich mir gut vorstellen.

    Ich mag prinzipiell auch die Idee der 6 Stunden Kinofassung. Auch die Idee weniger Handlung zu zeigen… etwas dokumentarischer. Ein Gefühl anfangen. Ich mag auch kitschige Traumbilder. Es muss nicht alles super real sein. Aber Malick’s Bilder… von Bäumen, Meer, Universum, … und das Bild was er für “Leben” hält, für das Paradies. Das ist schrecklich.

    Irgendwo gstern im Internet gefunden. Quelle unbekannt:
    “Wer den ins spirituelle Delirium überhöhten Psychoanalyse-Überbau, das immergleiche Hiob-Gemurmel, die naturlyrisch dräuenden Gesamtkunstwerk-Wirkungstreffer, den irren Digi-Dino und den ironiefreien Jenseits-Kitsch des Finales aushält, wird allerdings mit einigen sehr schönen Passagen entschädigt.”

    100% agree

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Wenn man vom Teufel spricht.

  • http://www.pewpewpew.de reeft

    Angeblich soll Ben Stiller sich auch einmal ins Kostüm geschmissen haben und einen persönlichen Geburtstagsgruß in-character für Malick aufgenommen haben. :)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2007/07/bela.jpg Batzman

    Das Malick Zoolander mag ist das einzige was ihn mir sympathisch macht. Ansonsten möchte ich von seinen Lavalampen-Filmen mit Heilsbotschaft bitte auch ganz dringend verschont bleiben.

  • http://www.filmforen.de bekay

    Malick ist so vielseitig interpretierbar… ich halte ihn ja für nen Materialisten und all das Christliche für Hirngespinste der Zuschauer :D

  • hermann hesse

    kein Wunder, Zoolander ist ja auch ein toller Film….

    was anderes, Malick, hab von ihm nur the last world gesehn, fand ich zum sterben langweilig, sind seine anderen Filme genauso??

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Bekay, Du hast The Tree of Life nicht gesehen.
    Oder ich bin um diese Uhrzeit schon blind für Ironie.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    THE LAST WORLD fand ich auch doof.

    THE NEW WORLD hingegen ist wunderschön.

  • burns

    Ja, ist er…!

  • http://www.filmforen.de bekay

    Man /könnte/ allen Malick-Filmen Spiritualität vorwerfen. Da macht TREE OF LIFE hoffentlich keine Ausnahme. Na, ich werd es ja sehen, wenn ich mal in das einzige Kino Thüringens komme, wo der spielt :D

  • http://www.filmforen.de bekay

    Ach ja, THE NEW WORLD gehört zu den schönsten Filmen, die auf dieser Erde wandeln!

  • hermann hesse

    aja, new world, last world, beides kackfilme…und ja, der Film war schön, tolle Bilder, nur alles andere war irgendwie, nun, für die katz….

  • http://www.filmforen.de bekay

    Das berühmte Diktum des modernen Kinogängers: Bilder waren schön, nur die Story war scheiße/nicht vorhanden etc. pp. Malicks Filme im Besonderen sollten ja eigentlich helfen, dieses Form/Inhalt-Trennung zu überwinden – seine Filme handeln ja gerade von Weltwahnehmung, insofern ist in seinen Filmen kein Bild für die Katz…

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2007/07/bela.jpg Batzman

    Wenn die Bildmetaphern nicht über Hörzu-Titelbilder, Apothekenkalender und Imax-Naturfilmchen hinausgehen ist das durchaus für die Katz ^^. Gebrauchsphilosophie ist ja per se nichts schlechtes, wenn sie nicht mit einer derartigen Genie-Nimbus daherkommt.

  • http://www.filmforen.de bekay

    Projektion ist des Menschen liebste Beschäftigung. :D

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    :D

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Bekay, guck doch einfach erstmal den Film.

  • connor

    Wenn man nur Hörzu-Titelbilder, Apothekenkalender und Imax-Naturfilmchen kennt, kann man die Bildmetaphern in Filmen natürlich nur als Hörzu-Titelbilder, Apothekenkalender und Imax-Naturfilmchen identifizieren.

  • David

    lol
    Der Vorwurf von (erz)christlichen Botschaften Malicks ist einfach nicht gültig, weil er ne Geschichte von ner Familie mit christlichen Werten erzählt.
    Eure Aufmerksamkeitsspanne, die ihr Uwe Boll Filmen angepasst habt, hat euch nicht erkennen lassen dass Malick in seinem Film auch Zellen im Rahmen des Urknalls teilen lässt & von Religionsbotschaften weit und breit keine Spur. Spirituell ist er allemahl. Vater Mutter Bruder sind auch keine christlichen Begriffe, strangelove.
    Einfach Symbolik, teilweise, ja zugegeben, allerdings würd ich nicht soweit gehen zu behaupten die Symbolik auch richtig zu interpretieren.

    Und der Schnitt…
    lol
    Nur weil er sich jeder Norm entzieht ihn als schlecht zu bezeichnen find ich gar ignorant

    In diesem Sinne…
    Facepalm.Haters Gonna Hate.

  • Dr. Strangelove

    connor: Das ist Quatsch. Ich habe gerade ein einziges Mal ein “Erwachet” Heft von den Zeugen Jehovas in den Händen gehalten. Diese Bildsprache habe ich nirgendwo anders gesehen. Erst in diesem Film tauchte sie wieder auf. Malick zeigt zudem hundertfach das Meer von unten, und die Baumwipfel, und die Sonne dahinter. Am Ende viele Hände die sich festhalten (alt und jung). Solche eine flache Symbolik findet man wirklich nur im Apothekenheft wo für “Miteinander mit alten menschen” geworben wird. Andere Bilder findet man so nur Christentum, oder einer kitschigen BBC Doku darüber wie schön doch unsere Erde ist.
    Und oft beschränkt sih die Schönheit auf Wassermassen, einen grünen Baum.
    Wenn ich einen Wolf auf einen Felsen sehe der bei nächtlichen Vollmond heult dann ist das nunmal Kitsch. Wenn man so etwas in seinem Film haben will muss man eben den Vollmond weglassen, und den Wolf nicht zentriert in die Mitte des Bildes pflanzen. Dann funktioniert es vielleicht.
    Hörzu Titelbilder, Apothekenrundschau, usw… auch Poster die man im Baumarkt findet… das passt schon ganz gut.

  • Dr. Strangelove

    @David: Entweder hört man “Vater, Mutter, Bruder Geflüster” ODER “christliche Texte”. Und das die Familie im Film christlich eingestellt ist… damit habe ich keine Probleme. Es geht um ganz andere Bilder. Aber scheinbar hast du meinen Text und den Text von anderen nicht gelesen.

    Das du den Urknall als rein “wissenschaftliches Ding” siehst,… und nicht als christliches Symbol, finde ich etwas seltsam. Wobei. In Amerika gibt es ja auch christliche Gruppen die behaupten die die Erde sei nicht älter als 6000 Jahre. (Colbert hat ja darüber erst einen Witz gerissen). Der Papst (aka die Kirche) hat vor 10, 20 Jahren (keine Ahnung wann genau) irgendwann die Urknall Theorie akzeptiert. Und gesagt: Urknall und Gott schließen sich nicht aus. (müssen sie ja auch nicht. Aber die Kirche fand es lange Zeit eben doch zu Wissenschaftlich oder so)
    Urknalltheorie hat in meinen Augen weder was christliches, noch ist es unchristlich. Es ist vielmehr so das Christen lange Zeit damit Probleme haben. Und Malick scheint das in seinem Film zu verarbeiten.

    Malicks Film strotzt nur so vor christlichen Kitschbildern am Ende. Leben = Natur / Tod = Wüste (was ja ebenso natur ist) Dann noch eine Tür eingefügt durch die man durchgehen kann. Junge und alte Hände. Hände die sich in den Himmel strecken, in ein gleißendes Licht. Dazu Kitschbilder die das “loslassen” beim sterben symbolisieren sollen. (vermute ich mal) .. die Maske die im Meer versinkt. (als hätten alle Menschen zu lebtagen eine Maske auf, hinter der sie sich vestecken.. und mit dem Tod, dem Eintritt ins Paradies (Licht, jung und alt vereint, etc…) fällt dann auch die Maske)

    Das waren meine ersten Assoziationen. Wenn das jemand ganz anders interpretiert soll er es schreiben.

    Und ein schlechter Schnitt ist ein schlechter Schnitt. Da kann man nicht einfach behaupten das er sich jeder Norm entzieht. Der Jump-Cut zum Beispiel galt früher als “Schnittfehler”. Heute ist es ein Stilmittel. Jedoch ist Malicks Schnitt einfach nur nervig. Er setzt wahllos Schwarzblenden ein und auch so war es einfach Murks. Der Rythmus passte einfach nicht.

    Und ich habe auch erklärt das ich Filme wie “Stalker” von Tarkowski.oder “Cremaster” von Matthew Barney schätze. Die Unterstellung man würde nur “Uwe Boll Actiondrecksfilme” sehen.. und könne sich deswegen auf so Filme wie die von Malick gar nicht einlassen ist einfach dumm.

  • Mark

    wer soll sich sowas 6 stunden anschauen? danach braucht man nen psychiater weil die seele korrumpiert wurde?

    ich bin jetzt schon bei der 160 minuten version fats bewusstlos geworden und hatte kopfschmerzen

    arthouse autoren kino quatsch.

    bring on captain america

  • manu

    @bekay

    der film läuft in thüringen?? wenn ja, sag mit bitte in welcher stadt! Danke:)

  • http://keine olo

    geht doch bitte hangover 2 schauen. ihr nervt tierisch.

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Ich mag Arthouse Autorenkino, wenn es kein Quatsch ist.

  • Claas

    wo is euer review?
    würde denken, dass ihr tw. extrem unterschiedlicher meinung seid diesesmal

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Um zu diesem Film ein (adäquates) Review zu verfassen, müsste man sich ja erst einmal mit ihm auseinander setzen, statt ihn mit irgendwelchen “witzigen” Begriffen vorschnell ins Aus zu befördern…

  • aldous

    wer kino nicht mag, kann sich nen schönen dvd-abend zu hause machen und chipmunks oder kung fu panda gucken und einfach die finger von malick lassen.
    wenn jemand mal existentiellen frage nach leben und tod nachgeht (egal wie), dann ist das immer gleich kitsch und religion. alles schön 08/15 und nach dem schnitt-lehrbuch und bloß keine ernsten themen. und dann noch tarkowskij ins feld führen, der mann, dessen hauptthema “religiösität” bzw. “spiritualität” und die frage nach gott und was das ist, waren, das zeugt ja wirklich von hohem sachverstand. kann mich über die sogenannten kino”liebhaber” nur wundern.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Truer words were never spoken.

  • Binding

    Nee, oder? Sechs Stunden dieses cineastischen Kitsch-Gottesdienstes??? Wie war das nochmal mit dem Weg der Gnade? Malick, bitte wähle ihn ebenfalls und verschone uns mit dieser Tortur! Ich war wirklich aufgeschlossen und offen für alles – zumal ich “Der schamle Grat” und “The New World” beide sehr gut finde. Aber mir kam das ganze Ding vor wie ein Gebet und ich fühlte mich, wie ich mich in einem Gottesdienst auch immer fühle: einfach unwohl, weil ich gequirlten und realitätsfremden Bockmist ertragen muss und damit bevormundet werde. Katholischer geht’s jedenfalls kaum noch, da muss ich einigen hier absolut beipflichten. Neutral ist jedenfalls anders.

    So, und jetzt das Allerschlimmste: Wie um Himmels Willen kommen einige Leute darauf, diesen Film mit “2001″ zu vergleichen (wie es nach der Uraufführung in Cannes mancherorts zu lesen war)??? Ich glaube, ich muss brechen! Solche Leute haben leider gar keine Ahnung und meinen wohl, nur weil sie etwas nicht sofort verstehen und es auch was mit Kosmologie und “Gott” zu tun hat, muss es so mysteriös und geil wie “2001″ sein. Weit gefehlt! Denn “2001″ ist unter anderem deswegen so genial, weil darin nichts erklärt wird und sich die Zuschauer selbst irgendwie zusammenreimen müssen. In Malicks Film wird dagegen die ganze Zeit religiöser Stuss gelabert und alles genau so hingerückt, wie man es verstehen soll: dass Gottes Gnade trotz allem existiert und Gott seit dem Urknall entsprechend wirkt (ja zum Beisiel sogar Velociraptoren gnädig sein lässt). SPOILER: Wenn Malick dann als Quintessenz per Off-Stimme seiner Darsteller dazu aufruft, den eigenen Weg zu gehen und möglichst alle zu lieben, weil sonst das Leben verschenkt ist (SPOILER ENDE), komme ich mir wirklich vor wie beim “Wort zum Sonntag”. Nichts gegen solche Überlegungen, aber sorry: banaler geht’s doch kaum noch. Und dann werden dazu ein paar bunte Hubble-Bilder und zappelnde Ursuppen gezeigt, und schon ist es große Kunst? So, so. Hört, hört …

    “The Tree of Life” ist für mich – um die Einschätzung aus der WELT-Kinokritik zu zitieren – leider ein cineastischer Totalschaden.

  • JOCCHHEN

    WORD!!!

  • http://www.filmforen.de bekay

    @manu: TREE OF LIFE läuft im Lichthaus in Weimar -> http://www.lichthaus.info/

    Ich habe mir die folgende Entwicklung der Diskussion nicht durchgelesen. Will mich ja auch ein bisschen vom Film überraschen lassen.

  • Ralf Frank

    Vor der Vorführung hatte ich meiner Begleitung davon erzählt, dass irgendwann wohl eine 6h Fassung geplant wäre. Die Quelle (dieser Artikel) war mir leider entfallen.

    Nach dem Kinobesuch war ich überzeugt, dass ich wohl einen satirischen Artikel nicht verstanden hätte.

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Binding, danke.
    Und ja, beim Vergleich mit dem wohl wirklich größten Kinofilm aller Zeiten wurde mir auch schlecht. Und ja, schade, dass man sich hier nicht an ein Review traut (weil das Werk wohl so genial ist, dass man es mit irdischen Worten nicht beschreiben kann), obwohl es, wie man hier sieht, ein absolutes Traffic-Zugpferd wäre. Ich fänd hier ja einen Batzman-Verriss schön. Die Leser dürfen das ja nicht, die sind ja doof, haben keine Ahnung, ‘nen schlechten Geschmack usw.

  • manu

    @bekay: danke man, es gibt also doch noch (zeitgenössische) kultur in weimar:) diesmal also nich lange warten, wenn der im kinoklub erfurt kommt!

  • DocSolo

    Interessant wie extrem manche Leute auf Religiösität in Filmen reagieren…
    da werden ein paar Zeilen aus der Bibel zitiert, und schon ist der Film unanschaubar — sinnlose Gewaltdarstellung geht da schon eher, nicht wahr? Aber Religiösität?? Das ist ja wohl der üble Schocker schlechthin! So eine Art neues, völlig abartiges Genre des Horrorfilms. XD

    Ich glaube nicht an die Kirche und ich würde mich auch nicht als gläubiger Mensch bezeichnen, aber mir ist durchaus aufgefallen, dass Mallick sich nicht auf streng katholische Glaubensaspekte beschränkt, sondern vor allem unitarische Ansätze im Film zu erkennen waren. Das mache ich vor allem an Jacks Mutter fest.

    Erinnerungsfragmente mit einem stark abgehackt wirkenden und daher eher unorthodoxen Kameraschnitt zu versehen ist denke ich keine so schlechte Idee.

    Das einzige was mich etwas enttäuscht hat: Mir ist es bis zum Schluss nicht gelungen, mit Jack oder sonst irgendwem im Film mitzufühlen. Der Trailer hat mich emotional sehr mitgenommen, aber der Film blieb da sehr weit hinter meinen Erwartungen zurück.

    Aber gelohnt hat sich der Kinobesuch allemal.

  • Alex

    10 Leute sind vorzeitig aus dem Kino raus. Wirklich eine Qual der Film!!!

  • burns

    Malick verweigert konsequent eine Erklärung oder eigene Statements zu seinen Filmen. Da, wo alle anderen schon 1 Jahr vor Drehbeginn Interviews dazu geben, was sie da machen und warum und wie man es sehen soll, macht Malick einfach und überlässt es uns, den Zuschauern, in seinen höchst offenen Filmen das zu sehen, was wir uns selbst zu sehen erlauben.

    Und das ist schon ein springender Punkt bei den Postings, die hier so stehen:
    Jeder geht mit seinem Horizont an den Film heran – und dieser Horizont lässt eben Dinge zu oder nicht zu.
    Manche brauchen eben eine “Botschaft” und glauben tatsächlich, das Voice Over im letzten Teil (“Love…” etc.) sei die Botschaft, um die es geht.
    Andere sind allen Ernstes der Meinung, es handle sich um ein religiös verbrämtes Machwerk seitens des Regisseurs – weil der Horizont der FIGUREN religiös funktioniert und sie sich mit dem (amerikanisch-)christlichen Background die Sinnfrage stellen:
    Warum gibt es Leid? Warum bin ich da und was ist das Leben?
    Gerade mit der Kindheits-Erzählung hat Malick einen der zärtlichsten, sinnenfreudigsten und künstlerisch aufregendsten Momente der gesamten Kinogeschichte geschaffen.
    Ich konnte mit der Sean-Penn-Rahmenhandlung (v.a. am Schluss) wenig anfangen (auch die Voice Overs wurden mir am Schluss zu dick, da kann ich schon verstehen, warum pathetischer Kitsch empfunden wurde), aber wie hier nur mit Bildern, mit einer schier unglaublichen Komposition aus Kamera, Schnitt, Licht und Sound-Design eine Geschichte einer Kindheit erzählt wird mit all seinem Zauber, seiner Gefahr, seinem Gefühl von Schuld und Grenzüberschreitung, das hat mich tief bewegt.
    Die Entstehung des Universums bis zum Wunder Mensch ist die konsequente Bebilderung des Kontextes, in den sich die Frage “Wer sind wir?” und “Wo kommen wir hier?” und “Gibt es einen Sinn?” automatisch stellt.
    Und dass so viele hier die unglaubliche Schönheit und das einmalige Handwerk des Zeigens dieser Entwicklung nicht sehen und von all dem gelangweilt sind – ich muss sagen, mich bestürzt das.

  • Binding

    @ burns: Ich wiederum verstehe den ganzen Bohei um den Film überhaupt nicht. Klar: sehr ästhetisch ist das alles. Aber: Wir haben drei Jahrzehnte Musikfernsehen mit tausenden ähnlich ästhetischen Videoclips hinter uns (von der Werbebranche will ich erst gar nicht reden), und vor diesem Hintergrund sind weder die Familien-Aufnahmen noch die kosmologischen Sachen besonders originell oder toll. Auch deswegen empfinde ich den Film als absolut banal. Das ist doch Standard heutzutage – wenn auch auf hohem Niveau. Wie verhalten sich denn die Szenen von Malick aus ästhetischer Sicht etwa zu den Filmen von Tarsem Singh? Die Weltraum-Anfangssequenz von “Contact” kann in Sachen Kosmologie auch locker mithalten. Und schon 1979 kam “Koyaanisqatsi” raus, den ich für wesentlich ästhetischer, meditativer und aussagekräftiger halte – ohne dass dort dauernd irgendwas drübergequatscht wird.
    “Tree of Life” ist leider nur eine riesige Seifenblase, die nervt. Da bevorzuge ich ja sogar lieber Aronofskys “The Fountain” – in dem es übrigens tatsächlich um verschiedene “Lebensbäume” geht, der ebenfalls von Trauer handelt, ästhetisch abgefahrene kosmologische Sequenzen hat und trotz einer gewissen Lächerlichkeit inhaltlich sehr tief geht und superinteressant ist.

  • burns

    @Binding: Die Filme habe ich ja nun auch alle gesehen und rein subjektiv ist für mich “The Foutain” ein inhaltlicher Fehlschlag – was mir damals sehr leidgetan hat, weil ich sowohl Optik als auch Idee mochte, aber auch hier – wie bei Malick – Regie und Buch nicht fähig waren, alles zu einem in sich geschlossenen Ganzen zusammenzuführen.
    Besonders Singhs “The Fall” mag ich sehr sehr gerne – da ist eine Symbiose aus Form und Inhalt perfekt gelungen.
    Wenn Dir aber “The Foutain” gefällt (“trotz der Lächerlichkeit”) , dann verstehe ich nicht so ganz, warum Du Malick ein künstlerisches Gesamtkonzept so konsequent absprichst und “Tree of Life” lediglich als hübsche Bilder mit Voice Over abtust.
    Bei einem Film steht doch immer auch die gesamte Konzeption zur Kritik – und dass ein Regisseur den größtmöglichen Bogen spannt von der Geburt des Universums bis zum Schicksal des Einzelnen, ist eben das Besondere, das den “Bohei” drumherum hervorruft. Da dann die Mittel von Malick mit denen von z. B. Videoclips zu vergleichen – ja mei. Wenn man den Fokus darauf nimmt, ist Malick sicher mit so einigem vergleichbar.
    Was für Dich schöne Bilder mit nervigem Voice over waren, war für mich eben ein erfahrbares Gesamtkonzept mit Mängeln innerhalb dessen.
    Da scheiden sich wohl die Geister – und das hier so geistlos und grimmig über einen wirklich großen Filmversuch gepostet wird, der NATÜRLICH herausfordert, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass man immer sauer ist, wenn man Zeit und Geld und Aufmerksamkeit einer Sache zuwendet, ohne dafür dann – in den eigenen Augen – dafür belohnt zu werden.
    Das ändert nichts dran, dass ich die Art der Kritikgebung von “religiös verbrämt”, “lächerlich”, “kitschig”, “scheiße” usw. einfach ALS Kritik daneben finde, weil den Kritikern vollkommen unbewusst ist, dass sie damit mehr von der eigenen Begrenztheit sprechen als von Malicks Film.

  • Binding

    @ burns: Sorry, ich hatte gedacht, vorher schon klargemacht zu haben, dass mich der Film geistig UNTERfordert hat und dass ich ihn deswegen banal (= freundliche Variante) bzw. dämlich (= unfreundliche Variante) finde.
    Und wenn das bloße Vermengen von kosmologischen Motiven mit einer Familiengeschichte schon so große Kunst sein soll, dann werden ja demnächst lauter Filme kommen, die einfach nur ähnliche Weltraum-Aufnahmen, etc. zwischen ihre Handlung schneiden müssen – und fertig ist das beeindruckende Mega-Kunstwerk. Ich bleibe dabei: “Tree of Life” ist ein filmischer Privatgottesdienst von Malick, der eine Zumutung darstellt.

  • burns

    Weil heute Sonntag ist, der Tag des Herrn, will ich Dir diese Meinung nächstenliebenderweise gerne lassen. ;-)

  • http://www.filmforen.de bekay

    War jetzt endlich drin und bin sehr begeistert. Ein toller Film-Essay über fast alles – sollte entsprechend auch mit eigenen Essays beantwortet werden: http://www.filmforen.de/index.php/blog/1/entry-5939-fragend-kommen-wir-auf-die-welt/

  • Ralf Frank

    Der Film widerstrebt mir automatisch. Dass die Charaktere Christen sind ist für mich hier nicht relevant. Aber der “City of Angles” Kitsch am Ende war wirklich unerträglich.

    Insgesamt wird mir alles, wirklich alles, zu oft wiederholt und vorgekaut. Als mündiger Zuschauer fühlte ich mich schwer beleidigt und unterschätzt.

    Und ein Storytelling war nie wirklich vorhanden.

  • burns

    @bekay: Merci, hab ich sehr gerne gelesen.

    @Ralf Frank: Wenn man unter “Storytelling” nur: X geht zu Y, beide kaufen sich eine Wumme und bestehlen dann Z, woraufhin die Polizei … versteht, dann ist das kein Storytelling.
    Dann wäre aber Tristan und Isolde auch keine Oper und Tristram Shandy kein Roman und …..

    Sorry, aber ich habe noch keinen Film gesehen, der reicher an INNERER HANDLUNG gewesen wäre, wie die ungeheuer spannende Kindheitserzählung in Tree of Life.

  • Pingback: PHUTURAMA » Der schmale Grat zwischen Kitsch und Kunst – Terrence Malicks The Tree of Life

  • Christian E.

    “Sorry, aber ich habe noch keinen Film gesehen, der reicher an INNERER HANDLUNG gewesen wäre, wie die ungeheuer spannende Kindheitserzählung in Tree of Life.”

    Klar, wenn es keine wirklich guten Gründe gibt, sich etwas schön zu reden, kommt man mit Eso Gequatsche der Marke “Innere Handlung”.

    Die Kindheitserinnerungen gingen voll in Ordnung, diese Teile des Films sind zum Teil auch wirklich sehr gut gespielt. Ansonsten liefert der Film Bildsprache und Mystik aus der Grabbelkiste. Wer Spiritualität auf “Brigitte” Niveau mag, bitte. Jedem Tierchen sein Plaisirchen.

  • http://blog.jensprausnitz.com jp

    Mein Senf zum Baum, so im oberen Drittel geht’s los: http://blog.jensprausnitz.com/2011/epd-film/

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    Part of the cast of Avengers: Age of Ultron.

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