The Big Serien-Fieber Update: Falling Skies, V, Louie, Silk, Teen Wolf, Modern Family, Come Fly with me, School of Comedy, Twenty Twelve

35 Comments

Ahhhh Serien. In Zeiten in denen Event-Filme immer ereignisloser und enttäuschender werden, bieten Serie willkommene Abwechselung und wohlige Heimat in unruhigen Zeiten. Denn auch wenn TV-Produktionen mittlerweile durchaus aufwendig produziert werden, haben sie doch nie das Budget eines Blockbusters und müssen sich deswegen notgedrungen auf altmodische Tugenden beschränken: Gute Schauspieler, packende Dialoge und… Stories.

Zeit also mal wieder einen Blick von der Leinwand auf den kleinen Bildschirm zu werfen. Einzutauchen ins Serienfieber.

V – USA 2009
★★★☆☆

Ausserirdische Echsenwesen, die sich als Menschen tarnen kommen angeblich in Frieden. Dank gelungener PR-Maßnahmen glaubt ihnen die Menschheit auch, wäre da nicht eine kleine Gruppe Widerständler, die sich nicht auf die Heilsbotschaften der Visitors einlassen wollen.

Der Reboot des SciFi-Klassikers aus den 80ern versucht wie sein Vorgänger politische Motive und Massenmanipulation als zentrale Themen neben der Action zu etablieren. Waren die V’s damals als eindeutige Nazi-Metapher zu lesen, die Hitlerjugend-ähnliche Organisationen aufbaute, ist die Message diesmal weniger eindeutig und kann sowohl als simplifizierte Warnung vor der Macht der Massenmedien, wie auch als Anti-Obama-Agenda gelesen werden, wenn die Ausserirdischen Schurken mit Global Health-Care locken, in Wirklichkeit aber die Freiheit der guten, gläubigen Amerikaner bedrohen.

Das wäre vielleicht bedenklich, wäre die ganze Serie nicht ein insgesamt eher harmloses, oftmals beeindruckend käsig-getrickstes Trashfest, das mit so platten Figuren aufwartet, dass jegliche politischen Botschaften letztlich doch im B-Movie-Plot untergehen. Nach zwei Staffeln, die leider auch recht viel Leerlauf bieten, bleibt aber doch eine gewisse Faszination für den Kampf der Rebellen gegen die V’s – was nicht zuletzt an den sympathischen Darstellern liegt – auch wenn sich nie ganz der grimmige Unterton der originalen Mini-Serie einstellen will.

Falling Skies – USA 2011
★★★☆☆

Ausserirdische Wesen haben die Erde im Handstreich übernommen. Nur noch wenige Überlebende ziehen unter dem Schutz der letzten Militäreinheiten durch die Lande und versuchen verzweifelt zu überleben und eine Schwachstelle ihrer grotesken Besatzer zu finden…

Spielberg kann trotz vieler Flops nicht vom TV lassen. Seine Variante der ausserirdischen Invasion kommt nicht übermässig Original daher und erinnert an eine Mischung aus V, Battlestar Galactica, seinem eigenen War of the Worlds und Aliens die direkt District 9 entstiegen sind. Statt auf Massenverführung setzen die tricktechnisch beeindruckend inszenierten Aliens hier allerdings eher auf Massenvernichtung und so spielt der Großteil der Handlung in Ruinen und heruntergekommenen Fabrikhallen und ähnlichem. Statt auf Spaß setzen die Macher auf düstere Endzeitstimmung, die sich leider ein bißchen sehr ernst nimmt und die Serie insgesamt weniger unterhaltsam als V macht. Der Konflikt Zivilisten-Militär wurde in Galactica schon ziemlich zu Tode diskutiert und bisher hat Falling Skies dem nicht wirklich viel hinzuzufügen und leider sind auch die Schauspieler der Hauptrollen eher aus dem Fundus einer Direct-to-Video-Produktion zusammengeklaubt und erreichen nicht das Niveau der Kampfstern-Crew.

Auch die Stories hauen bisher noch nicht so recht um, auch wenn der durchgehende Subplot – die Befreiung der durch die Aliens versklavten Jugendlichen – durchaus Potential hat. Dennoch dominiert bisher das Mission-of-the-Week-Konzept, das einer raschen Progression im Wege steht und auch wenn erst wenige Folgen ausgestrahlt wurden, beginnt sich – trotz einiger netter Actionszenen und toll animierter Kampfroboter und Aliens – eine gewisse Redundanz einzustellen. Aber warten wir mal ab, noch hat die Serie alle Chancen sich zu entwickeln…

Louie – USA 2011

★★★★☆

Louis C.K. spielt sich selbst – zumindest eine Variante seiner selbst, die Louie heisst. Zwischen Stand-Up-Auftritten und Midlife-Crisis, Vaterschaft und Geldsorgen übersteht er wie wir alle irgendwie sein Leben.

Louis C.K. ist großartig und einer der besten derzeitigen Stand-up-Comedians, dessen Humor deshalb so bitter ist, weil er hauptsächlich auf sich selbst zielt. In seiner Depredy-Serie stehen diese Auftritte in denen er sein eigenes Leben schonungslos seziert, neben Stories aus seinem Alltag, in dem er mit den ganz kleinen, ganz normalen Alltagssituationen zu kämpfen hat. Ob sich die verhasste Mutter als Lesbe outet, die dauerdepressive Schwester heulend anruft oder Louie einfach nur versucht als Wochenend-Vater im Umgang mit der Tochter alles richtig zu machen: Immer sind die Szenen so real, so hart ausgespielt, das es oft schwerfällt hinzusehen. Zwischend Fremdscham, Trauer und verzweifelten Lachen pendelt diese Serie die in ihren komprimierten Vignetten soviel wahres Gefühl einfängt, dass es schwer fällt sie noch im Comedy-Bereich neben dämlichen Sitcoms anzusiedeln.

Silk – UK 2011
★★★½☆

Eine Gruppe Anwälte die alle nur das eine wollen: Silk, die seidenen Roben die mit dem Titel “Queens Counsel” verbunden sind, dem höchsten anwaltlichen Titel im Vereinigten Königreich. Natürlich kann nicht jeder den Titel erlangen und so bekriegen sich die Anwälte der Kanzlei, während sie nebenbei private Affären und ihre Fälle durchkämpfen.

Silk ist die mittlerweile vierte Anwalts-Serie von Peter Moffat, der selbst als Rechtsanwalt Erfahrungen sammeln durfte, ehe er sich aufs Schreiben verlegte. Er beherrscht sein Metier und kann sich, obwohl die Serie nur solide Gerichts-Unterhaltung liefert, auf seine überzeugende Besetzung verlassen, die in all ihrer moralischen Ambivalenz überzeugt und mitreisst. Die aktuellen Themen der Fälle bieten dabei einen wohltuenden Kontrapunkt zu den persönlichen Kämpfen der Anwälte und den politischen Schiebereien in der Kanzlei. Für Fans des Genres, auch dank dem üblichen britischen Understatement und dem im Vergleich zu US-Serien rauerem Stil, eine Anschauempfehlung.

Teen Wolf – USA 2011
★★★½☆

Scott McCall ist ein durchschnittlicher High-School-Typ, der eine ungewollte Veränderung durchmacht, nachdem er von einem Werwolf gebissen wurde. Zusammen mit seinem Freund Stiles versucht Scott seine animalischen Ausbrüche im Zaun zu halten, ein halbwegs normales Leben zu führen und rauszukriegen, wer ihm den ganzen Schlamassel eingebrockt hat.

Okay ich hab auch erst gedacht: Das kann nicht euer ernst sein. Vor allem nachdem MTV die US-Adaption der genialen UK-Serie Skins so völlig in den Sand gesetzt hatte, waren meine Erwartungen an Teen Wolf nicht wirklich hoch. Und überhaupt: Wie sollte aus einem käsigen 80er Klamaukfilm, dessen übler Fortsetzung und der noch viel schlimmeren Cartoon-Serie etwas ansehbares entstehen? Doch die Überraschung ist gelungen: Teen Wolf ist eine ansehbare und überaus unterhaltsame Serie, die sich deutlich mehr an Buffy, als am alten Film orientiert, von dem sie zwar einige Grundelemente übernimmt, sie aber in eine ganz andere Richtung dreht.

Der Humor ist düsterer und ironischer, die Action und Gewalt ist härter und die Schauspieler sind gar nicht mal so schlecht. Klar, die Werwolftricks sind eher recht digital und nicht überragend, werden aber effektiv genug inszeniert das in den unheimlichen Szenen genug Spannung aufkommt. Dazu entwickelt die Serie eine schicke eigene Mythologie, die sich nie ganz ernst nimmt, aber auch Meilen entfernt ist vom Klamauk des Films. Zudem wimmelt es von Verweisen auf andere Werwolf-Filme von The Howling bis zu Pakt der Wölfe. Doch Teen Wolf macht Spaß und findet bislang eine gute Ballance zwischen leichtem Grusel, Spannung, Mystery und der unvermeidlichen Romantik. Kein Überknaller aber solides Serienfutter für Freunde des Übernatürlichen.

Modern Family – USA 2009
★★★½☆

Drei Familien: Der Familienpatriarch gespielt von Ed O’Neil, der eine viel jüngere Frau mit Kind geheiratet hat, seine Tochter mit ihrem Mann und Kindern, sowie sein schwuler Sohn mit seinem Lebensgefährten und der frisch adoptierten Tochter. Moderne Familien und ihre Probleme.

Natürlich ist es befriedigend zu sehen, dass Ed O’Neil nach verschiedenen Anläufen jetzt eine Serie gefunden hat, die ihn wohl dauerhaft zu mehr als nur “Al Bundy” machen wird. Doch die Serie und ihren liebenswerten Witz nur auf ihn zu beschränken wäre ungereicht, denn in Modern Family spielt ein wunderbares Ensemble. Irgendwo zwischen Drama und Sitcom lebt die Serie von ihren Figuren und Dialogen, die natürlich gewisse Probleme auch mit didaktischem Impetus behandelt, dabei aber immer selbstironisch leichtfüssig bleibt und nie in moralin-sauren After-School-Special-Tonfall verfällt, den andere Serien mitunter drauf haben. Zwar ist Modern Family im Vergleich zu “United States of Tara” immer noch ein dramatisches Leichtgewicht, bietet aber fluffige Unterhaltung mit gewitzten Dialogen, die wirklich Spaß machen.

Come Fly with me – UK 2011
★★★½☆

Mockumentary über einen britischen Flughafen und die unterschiedlichen Menschen die dort arbeiten, von den Check-Inn-Stewardessen über den Besitzer einer Billig-Airline bis zum Flugbegleiter und dauergenervten Touristen.

Nach dem Vorbild echter Airport-Reportage-Serien nehmen sich Matt Lucas und David Walliams diesmal die Reiseindustrie vor. Das Konzept ist dabei ihrem Erfolg Little Britain sehr ähnlich: Von einer Off-Stimme anmoderiert erleben wir unterschiedliche Charaktere, alle von Lucas und Walliams gespielt, die ihre wiederkehrenden Marotten präsentieren. Man könnte auch sagen, das ganze sei Little Britain am Flughafen mit neuen Figuren und ohne die süffisante Erzählstimme von Tom Baker.

Die Gags und abstrusen Make-Ups der beiden treffen dabei nicht immer ins Schwarze und nicht ganz zu unrecht fühlten sich diverse Minoritäten von den rassistischen Klischeefiguren verunglimpft, dennoch haben die beiden ein Talent dafür ihre Figuren, so nervig sie auch sind, nie völlig unsympathisch werden zu lassen. Selbst die furchtbarsten Kreaturen besitzen genug naive Unschuld, dass man ihnen ihre furchtbaren Verhaltensweisen verzeihen möchte und wissen will, was sie das nächste Mal anstellen. Und für Fans von Little Britain wird wohl eh kein Weg an der Serie vorbeiführen.

School of Comedy – USA 2008-2010
★★★★½

Eine Sketch-Show für Erwachsene in der Kinder Erwachsenen-Rollen spielen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen.

Die aus einem Theater-Projekt entstandene Comedy-Truppe School of Comedy schafft was viele andere Comedy-Shows nicht schaffen: Sie ist tatsächlich witzig. Die Jugendlichen zwischen 12 und 17 bewiesen dabei einen Sinn für Timing und skurrile Figuren, der manch erwachsenem Comedian zu wünschen wäre. Shooting-Star der Serie ist dabei zweifellos Will Poulter, der durch “Son of Rambow” und den letzten Narnia-Film auch Kinozuschauern ein Begriff sein dürfte. Wie John Cleese spielt Poulter am besten absurde Authoritätsfiguren und Unsympathen, schafft es zwischendurch aber auch immer wieder absurd-dramatische Momente einzubauen. Ob als Showmaster, bösartiger Lehrer oder genervter Ehemann, Poulter setzt seine Pointen gekonnt und wird vom restlichen Ensemble des ebenfalls wirklich großartig ist trefflich unterstützt.

Booohooo cry my a fucking river!

Wall Street – Was Oliver Stone nicht erzählte

Twenty Twelve – UK 2011
★★★★☆

Noch ein Jahr bis zur Olympiade in London und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – die Mockumentary begleitet das Organisations-Team auf ihrem schwierigen Weg zwischen Bauproblemen und PR-Gaus.

Inspiriert von einer australischen Serie, liefert das britische Pendant einen ungemein spassigen, wie fiktiven Blick hinter die Kulissen eines Mega-Events. Klasse Schauspieler und einige echte Sportler und Funktionäre machen die Mockumentary auch für einen Sport-Hasser wie mich zu einem Vergnügen, denn wenn ausländische Delegationen dank schlechter Verkhersführung endlos durch London kutschiert werden, die beauftragte für die Nachnutzung bei Anfragen von einem Nervenzusammenbruch in den nächsten fällt und die von Jessica Stevens (of Spaced-Fame) grandios-zickige gespielte PR-Beauftragte weder Website noch Kunstausstellungen oder auch nur ein Logo hinbekommt, dann ist das so nahe an der Realität, dessen was man in London so bestaunen kann, dass man sich streckenweise fragt, ob die Doku nicht doch real ist.

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.
  • Alex

    He he he, School of Comedy ist schon cool. Aber gleichzeitig ist es auch traurig, wenn ich das mit unseren “1.Liga.Comedians” vergleiche, die anscheinend sogar gegen Englands B-Jugend abstinkt.

  • http://www.pewpewpew.de reeft

    Toller Artikel, Batz.
    Finde jedoch, dass sowohl V als auch Falling Skies ein bischen bis deutlich zu hoch bewertet wurden.

    V hat natürlich einen gewissen Trashcharme und hat trotzdem dank seiner Schauspieler einen immer wieder vor den Bildschirm gelockt. Aber für ganze 3 Sterne finde ich, dass die Story einfach zu schlecht ist. Auch wenn diese sich glücklicherweise stets schnell fortzubewegen wusste, blieb sie immer auf einem ultraschlechten Niveau. Hinzu kommt das CGI, das direkt aus einem DirecttoDVD-Film gestohlen zu sein scheint. Die Dialoge sind ebenfalls schlecht und der Cliffhanger bzw. das Serienende sind unbefriedigend, wenn auch wesentlich besser und befriedigend für Fans als das anderer abgesetzter Serien. Dennoch, mehr als 5 Punkte hätte ich hier nicht gegeben.

    Aber viel mehr muss ich dir bei Falling Skies widersprechen – also, im Hinblick auf die Punktzahl. Der Plot mit den Kindern nervt extrem. Ich bin froh, dass der Typ jetzt sein Kind hat – vielleicht beginnt die Serie jetzt einmal, etwas zu tun!?! Die wöchentlichen Einsätze sind ebenfalls monoton und erwecken nie den Anschein von Gefahr oder Tod – dabei sind doch Millionen, wenn nicht Milliarden bereits tot? Was machen die Aliens denn?! Apropos Aliens: Das Design der Aliens ist zusammengeklaut und sogar der Sound kommt aus dem Resteeimer von Jurassic Park. Dazu kommt das unglaublich schlimme Religionsgefasel am Ende der 4. Episode – ganz böse für internationale Zuschauer, was Spielberg aber wohl nicht stört. Jedoch am schlimmsten ist, dass sich, wie du genau sagst, die Serie so unglaublich ernst nimmt und gleich in die Endzeitstimmung springt, statt wenigstens in einer Pilotfolge die Invasion als Exposition für unsere Charaktere zu nutzen. Statt die Aliens als echte Gefahr darzustellen, kriegen wir eine Szene, in der es interstellare Reisende(!) nicht schaffen, mehr als einen der Leute dort zu töten – trotz hochentwickelten Waffen und fliegenden Untertassen! Die Aliens sind keine Bedrohung und wieso mehrere hundert Leute da in einer Schule unentdeckt chillen können / dürfen, ist mir auch nicht bewusst.
    Im Prinzip stimme ich Dir zu; die Serie hat selbstverständlich Potential und kann definitiv gute Action und eine gute Story auf den Bildschirm zaubern, jedoch glaube ich nicht, dass sie das vor hat. Das wird alles auf in einem Angriff auf diese mysteriösen Riesenbauten in den Städten enden im Finale, wo der Typ wahrscheinlich noch seine Frau wiedersieht als Twist, die er dann befreien muss. Alles großer Familienquatsch mit lächerlichem Setting, das sich aber als HardcoreAlienSurvivalSpaß verkauft. Maximal 2 Sterne bisher!

  • blablub

    Schön, dass hier auch mal ein paar Serien rezensiert werden. Könnt ihr öfter machen.
    Serien haben in vielerlei Hinsicht die Hollywood-Blockbuster überholt. Und ich hoffe, dass dieser Zustand noch lange anhält. Das schöne an Serien ist ja (zumindest im Moment), dass es nicht reicht, wie bei den Hollywood-Schmonz, die Leute einmal mit einer pervers teuren Werbekampgne ins Kino zu locken und ihnen dann Müll vorzusetzen. Serien müssen den Zuschauer bei Laune halten und kontinuierlich Qualität bringen, um zu überleben.

  • http://awesomatik.wordpress.com Ken Takel

    Ich sags ja schon seit Ewigkeiten. Filme werden schlechter, Serien werden besser. Hier noch zwei ganz heiße Tipps von mir:

    1. Bored to death – Geniale Serie über einen gescheiterten Krimiautor, der von seiner Freundin verlassen wird und sich entschließt als unlizensierter Detektiv zu jobben. Sehr intelligent und amüsant.
    http://www.youtube.com/watch?v=vEM5B4P8PIg

    2. Justified – Action-Serie mit super Schauspielern. US Marshal Raylan Givens wird aus Miami ins hinterwäldlerische Kentucky versetzt, wo er es mit Nazi-Rednecks und anderen interessanten Verbrechern zu tun bekommt. Quasi ein moderner Western mit super Athmosphäre und tollen Charakteren.
    http://www.youtube.com/watch?v=ved0rtv6XLs&feature=related

    “The Wire” & “Sherlock” brauche ich hier hoffentlich nicht erst zu erwähnen!

  • Mein Senf

    “…müssen sich deswegen notgedrungen auf altmodische Tugenden beschränken: Gute Schauspieler, packende Dialoge und… Stories.”

    100pro Zustimmung- nix gegen eskapatischen Budenzauber (auch der ist ein wichtiger Bestandteil des Mediums “Kino”), aber nur solange er die Story unterstützt und nicht ausbremst. Als Referenz sei hier “Indiana Jones Teil 1″ genannt.

    “Teenwolf” werde ich mir dann wohl auch mal antun. Der hat ja schon einige wohlwollende Kritiken abgestaubt, den Trailer fand ich damals auch recht ansprechend.

  • http://www.eloQuentin.net KWentin

    ich schließe mich dem V und falling skies bashing an. V hatte potential, hat’s aber schnell verspielt. und falling skies hat gar nicht erst potential aufkommen lassen, dafür war es zu schnell soap-opera-lächerlich..

  • Dr. Strangelove

    Gestern in V reingeschaut… und ich war fassungslos. Ich wartetet immer auf einen Gag. Dieser Junge der sich über die Uniform freut, die zwei FBI Agenten, die lächerliche Versammlung und der Kampf. Reptilien-Aliens. lol.

    Für mich haben sich die Aliens ja verraten als sie sagten: “Ihr seit noch keine 18? Dann könnt ihr leider nicht mitmachen, oder ihr besorgt euch eine Einverständniserklärung der Eltern”…

    Purer Trash. Das es so was noch gibt. Großartig. Aber auch einfach sooo schlecht.

    Übrigens ist ‘Breaking Bad Staffel 4′ angelaufen. yeah.
    Und danke für die vielen Serien Reviews!

  • Dr. Strangelove

    Nachtrag. Noch ein schöner Satz aus “V” … als einer der Aliens ein paar Äpfel schweben lässt und dann sowas sagt wie: “Die Schwerkraft zu bezwingen/besiegen ist Grundvoraussetzung für lange Reisen durch All”. Und man so denkt…. yo, weil lange Reisen durchs All ja auch zu 99% im Weltall stattfinden wo es eh nicht so viel Schwerkraft gibt,da ist das sicherlich dennoch total super wichtig … gefolgt von dem Gedanken: “Was für einen Scheiß schaue ich hier gerade eigentlich?”

  • Claas

    Hm ja hmhm ja…
    falling skies und v haben son bisschen trashcharakter…

    guckst du/kennst du:
    - breaking bad!!
    - the wire
    - the killing
    - luther (bbc)
    - mad men
    und natürlich boardwalk empire

    ganz ganz groß!

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Game of Thrones… Kind of TV!

  • http://www.silentrocco.com Silent Rocco

    Ja, auch ein Kind, aber definitiv King :)

  • Claas

    game of thrones… ja echt? kommt mir nach drei folgen immer noch etwas trashig/prollig vor. so diese oft gesehene fantasywelt. die tw an fasching erinnernden kostüme von diesem langhaar king, der seine schwester an die mukkiboys verschachert hat… hmm.. wird besser?

  • http://teafortwofix.blog.de/ Casaloki

    Game of Thrones ist eben nicht die typische Fantasy-Welt mit Magie (vergleiche es nur mal Legend of the seeker oder Merlin, würg!). Es ist High-Fantasy, mit ganz wenig “Fremdrassen” und dafür ein so hoher Anteil an Intrigen, da können J.R. und Alexis einpacken. Wenn ich dran denke, was noch alles mit den Starks passieren wird (ich hab die großartigen Bücher gelesen), aber auch mit den restlichen Charakteren. Niemand, der im Vorspann der Serie steht, sollte sich sicher sein, dass er/sie dies in der nächsten Folge auch noch tut. Die Produktion ist für eine Fernsehserie auf 5-Sterne-Niveau. Was Vergleichbares habe ich im Fernsehen zu Fantasy noch nicht gesehen. Ich fürchte nur, die Serie läuft geschnitten sonntags um 17 Uhr auf RTL2, weil man in Deutschland so was nicht handlen kann.

  • soil

    Das V Remake ist einfach nur schrecklich schlecht un MINUS 3 Sterne wert.

  • def

    US Serien auf deutsch schauen ist prinzipiell schon mal keine gute Idee. Meist geschnitten, schlechte Synchronisation (sowohl Stimmen als auch Übersetzung) sowie teilweise nicht mit Originalmusik, sondern billigen Ersatzkompositionen.

    Obiger Einschätzung schließe ich mich generell an. V wurde zurecht schon wieder eingestellt und selbiges prognostiziere ich für Falling Skies. Aber das hat leider oft nichts mit der Qualität zu tun, sondern vielmehr mit Austrahlungstag und -zeit, die der jeweilige Sender der Serie zuweist. Eine Serie, die parallel zu Formaten wie House, How I Met Your Mother oder Desperate Housewives läuft, hat einfach mal verloren, egal wie gut sie sein mag. Joss Whedon kann da sicher ein Lied drüber singen.

    Lustig finde ich, dass in jedem “Louie” Review immer wieder das Wort “Vignette” vorkommt, was FX Network Chef Landgraf 2009 mal verwendete, um Louie zu beschreiben. Journalisten sind wohl doch nicht so kreativ, wie sie meinen.

  • D

    @Dr. Strangelove

    Er sagt übrigens:” Die Beherrschung der Schwerkraft ist der Schlüssel”

    Und stimmt im All gibt es keine Schwerkraft. Deswegen ist es ja wichtig sie zu Beherrschen und erzeugen zu können.

    Bei Star Trek und Star Wars ist sie einfach da auf den Raumschiffen. Bei Babylon 5 wird sie z.b. auf Babylon 5 und auch vielen Erdschiffen durch Rotation erzeugt.

    Von daher ist die Aussage doch absolut in Ordnung.

  • Dr. Strangelove

    Breaking Bad ftw… Staffel 4 Episode 1 seit Montag Online. Jede Woche eine neue Folge. Sonntags wird ausgestrahlt. rip oft am Montag.

  • bale

    @strangelove: ‘nen tipp wo? hab total verplant das breaking bad schon weiter geht…

  • Dr. Strangelove

    Filename:
    breaking.bad.s04e01.hdtv.xvid-fqm.avi
    Breaking.Bad.S04E01.Box.Cutter.HDTV.XviD-FQM
    +
    google

    (ist das eigentlich erlaubt. Also downloadnamen zu nennen? hmm. Grauzone? Fall mein Kommentar gelöscht wird weiß ich Bescheid.)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman (Oliver Lysiak)

    @def

    Vignette ist einfach ein gebräuchliches Wort für im Grunde allein stehende Segmente einer Show, die nicht zwingend in eine übergeordnete Story integriert sind. Das vorzuhalten wäre als wolltest du Transformers-Reviews vorhalten, wenn sie die Worte “Action”, “Explosionen” und “mieser Scheissdreck” verwenden…

  • bale

    thx doc! hier von gewohnt guter quali zu sprechen wäre schwer untertrieben, …. der auftakt zur 4. season hat mich schier weggeblasen! (mal wieder… genau wie zuvor der zur 2. und 3.)

    grandiose serie! it gets better and better…

  • Andi

    Silk! Ja, absolut hervorragend! Kurz zuvor hatte ich noch die vierteilige BBC-Doku “The Barristers” aus dem Jahr 2008 gesehen, die vier angehende Anwälte in der Umbruchphase hin zum Berufseinstieg begleitet hat, das hat sich wunderbar ergänzt.

    Absolute Empfehlung für jeden, der Anwaltsserien mag aber dem doch immer gleichen US-Format mal entgehen will. Auch eine prima Charakterstudie mit hervorragenden Schauspielern.

    Sonstige Empfehlungen: Game Of Thrones, Treme, Justified, The Borgias, Terriers, The Good Wife, Boardwalk Empire.

  • http://www.pewpewpew.de reeft

    Wurde hier schon erwähnt, aber AMCs THE KILLING war wirklich gut. Langsam, ruhig, aber intensiv. Wer auf Breaking Bads Showing statt Telling steht, wird hier auch – wenn auch ein Level darunter – gut bedient.

  • Ozymandias

    The Shadow Line! Ganz großer Tipp, trotz nur 7 Episoden (UK halt) meiner Meinung nach die beste Serie des Jahres.

  • Hans

    Ist V nicht schon längst in den USA abgesetzt? Also wer sich eine weitere Serie anschauen möchte die nie aufgelöst wird – bitte.

  • Alex

    Die tolle Serie SMITH wurde leider auch mittendrin abgesetzt, trotz haufenweise Kritikerlob. Das CBS sogar zu knauserig war mal die letzten 5 Folgen abzudrehen grenzt schon an Dummheit. Denn jetzt kann man ja nicht mal ‘ne anständige DVD-Box rausbringen, die hätten dann immerhin die meißten Kosten decken können.
    Die Serie über professionelle Bankräuber hatte starke Paralellen zu HEAT was die Grund-Konstellation anging. Gehörte auch zu den teuersten Serien die je produziert wurden soweit ich weiß. Sehr gute Cast an Schauspielern: Ray Liotta (sollte eigentlich sein Comeback werden), John Lee Miller, Simon Baker, Virginia Madsen etc.

    Ist aber mittlerweile nicht leicht die Serie im Internet zu finden, es werden meißtens nur die miserablen synchronisierten Versionen auf spanisch oder russisch angeboten.

  • http://pewpewpew.de reeft

    @23: Prinzipiell, ja. Aber das Ende der zweiten Staffel – auch mit einem im Finale neu eröffneten Strang – kann gut als Ende der Serie interpretiert werden.

  • http://www.justcurv.de curv

    super… da ist wieder einiges dabei, wo ich mal reinschauen werde. bin ja dank batz voll in misfits abgetaucht… ;)

    ich find ja noch durham country, tremé & episodes sehr, sehr schick.

    also ruhig mal ein oder zwei serien gerne wieder erwähnen… dankeschön!

  • Haruchai

    Mein Lieblingszitat aus “V” stammt ja vom Pfaffen Jack und lautet wie folgt: “Tens of thousands dead, can you live with that if you’re wrong, Erica?”
    Und dies, während die ganze Crew auf der Gefahrenherdplatte im “Blue Energy Reactor” steht…

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  • henning

    Yeah habe gestern mal mit Teen Wolf gestartet und schaue gerade die letzte Folge.
    Super Serie die sich zum Glück nicht wirklich super ernst nimmt und keine Scheu davor hat superstereotype Charactere einzuführen aber der Linie treu bleibt. Super ist der die Art wie die Scott mit seiner Veränderung umgeht und im Zwiespalt steht zwischen “normaler” (amerikanische MTV) Jugendlicher zu sein und seine lasten als Werwolf zu meistern.
    Hätte ich Kinder im alter zwischen 10-16 würde ich ihnen die Serie verbieten da in der Serie viel zu viel vorgeschrieben wird wie ein aktuell beliebter Teenager zu sein hat (durchtrainiert, LaCross Mannschaft, top durchgestylt, Mädels knutschen usw.) aber wenn man diese Phase hinter sich hat und darüber schmunzeln kann ist es super! Ganz groß produzierter Trash!

    Danke für den Serientipp, ich bin da irgendwie nie up to date, wo bekommt ihr immer so eure Infos her?

  • http://www.jottunddiewelt.de Jott

    @henning: serienjunkies.de wäre ein guter Startpunkt…

  • y

    Ich werde mit ‘Pfau – Die Besucher’ nicht warm.

  • fiveash

    Öhm, werdet ihr auch Serien schauen/reviewen, die irgendjemand anders gesehen hat? V hab ich nach ein paar Folgen als grottig abgestempelt (nicht zu Unrecht), der Rest ist entweder so ungewöhnlich oder das andere Extrem – so eine Teenie-Scheiße – wo zieht ihr das raus???

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2007/07/bela.jpg Batzman

    @fiveash

    Also Sitcom-Scheisse wie TAAHM, King of Queens und Co. werd ich ganz sicher nicht reviewen. Und nur weil du die Sachen nicht kennst oder magst, bedeutet es nicht, dass sie niemand schaut. Zudem sollen die Reviews ja eben auch Serien aufmerksam machen, die hierzulande noch wenig bekannt oder sehr neu sind.

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr