-”What makes you so special?”
-”Nothing. I’m just a kid from Brooklyn.”

Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Joe Johnston
Buch: Christopher Marcus, Stephen McFeely
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Stanley Tucci, Tommy Lee Jones, Natalie Dormer, Dominic Cooper





Mitten im zweiten Weltkrieg: Durch ein Experiment wird aus dem schwächlichen Hungerhaken Steve Rogers (Chris Evans) der hunkige Supermann Captain America. Nachdem ihn seine Regierung zunächst nur als Helden-Darsteller einsetzt um die Kriegsmoral zu erhöhen, kann er sich in einer Notsituation beweisen und als echter Held reüssieren, der im Kampf gegen den Nazi-Okkult-Kult Red Skull und deren Anführer (Hugo Weaving) dringend gebraucht wird, denn natürlich steht nicht weniger als das Ende der freien Welt auf dem Spiel.
Überraschung gelungen. Nach dem unterwältigenden Sitcom-Thor und der fürchterlichen Grünen Leuchte kommt mit Captain America tatsächlich wieder ein sehenswerter Superheldenfilm in die Kinos. Nicht ganz so gut wie X-Men:First Class, aber in seinem nostalgischen Look optisch ansprechend, kämpft der sympathische Chris Evans (der hier eine bessere Figur macht, als aös fliegender Grillanzünder in den unglückseeligen Fantastic Four Filmen) als Captain Americas bekanntester Schild-Träger Steve Rogers gegen den mal wieder blendend aufspielenden Hugo Weaving, der selbst als Tomatentotenkopf noch beeindruckende Präsenz beweist.
Optisch erinnert der Film an den unterschätzten Sky Captain and the World of Tomorrow, auch wenn er eindeutig mehr Geld zur Verfügung hatte. Der Film kommt etwas schwer in die Gänge, nimmt sich viel Zeit die Wandlung vom (sehr eindrucksvoll zum Schwächling getricksten) Rogers zum durchtrainierten Captain America, nicht ohne süffisante Seitenhiebe in Richtung der amerikanischen Kriegspropaganda und Mentalität zu verteilen (am schönsten in der Form des japanisch-stämmigen Jim Morita, der kurz den ganz eigenen Rassismus Amis zu spüren bekommt – und an die Internierung japanisch-stämmiger US-Einwohner im zweiten Weltkrieg erinnert).
Im Comic schon immer die politisch polarisierenste Figur des Marvel Kosmos, der vom Nazi-Basher über den Kommunistenfresser, den desillusionierten Patrioten bis zum Systemgegner schon jede Wandlung durchlaufen hat, ist der Film drauf bedacht sich bis auf das akzeptable Feindbild “Nazi” nicht großartig aus dem Fenster zu lehnen. Und selbst der Kampf gegen die Nazis wird letztlich entpolitisiert durch den Wahn Red Skulls, der sich keiner Nation verbunden fühlt, als dem eigenen Ego. Das macht den Film leicht konsumierbar, da er es schafft seinen Patriotismus eher als nostalgisch-apolitische Haltung zu verkaufen, denn als American-Supersoldier und Balsambringer für die angeschlagene Supermacht.
*SOME SPOILERS AHEAD*
Die Besetzung, inkl. Toby Jones und Tommy Lee Jones gibt der Story die eher gemütlich erzählt wird die nötige Gravitas, auch wenn Haley Atwell als Love Interest und Sebastian Stan als Bucky leider etwas blass bleiben und nie wirkliche Chemie zwischen ihnen und Evan zu spüren ist. Eine leichte Enttäuschung ist nach dem stimmungsvollen Setup und der gelungenen und durchaus heroisch-überzeugenden Befreiung von Buckys Truppe aus Red Skulls Festung, dann der dritte Akt der hauptsächlich aus eher unterwältigenden Kampf-Montagen besteht, die aussehen als müsste um jeden Preis gleichzeitig das 3D bewiesen, Trailerschnippsel geliefert und klassische Comic-Panels nachgestellt werden.
Hier hängt die Spannung durch, weil es mehr Action-Posen als tatsächlich wichtige Schlachten sind und auch der als dramatisch gedachte Tod Buckys plätschert eher so weg, weil er recht undramatisch inszeniert ist und die Figur als Ganzes kaum Charakter oder Charme besaß. Statt den emotionalen Drive für den Showdown zu liefern, wirkt es eher als sei Rogers Meerschweinchen gestorben. Die folgende Schlacht in Red Skulls Lair und seinem Stealth-Fighter sind okay, wirken aber auch unnötig zerdehnt, genau wie die Selbstopferung Rogers mangels emotionaler Bindung an sein Love Interest und dem sicheren Wissen, dass er eh überlebt, kaum dramatische Spannung aufkommen lassen, sondern eher den Wunsch des “get it done with” erzeugen. Ganz nett ist dann allerdings sein Erwachen in der Neuzeit.
Trotz der Schwächen ein Film der Spaß macht und vom optischen Gesamtkonzept, im erkennbarem, artifiziellem Digi-Retro-Look eine gute Figur macht und dann doch noch Hoffnung gibt, für den anstehenden Avengers Film… und das gerade weil Captain America sehr viel mehr als Thor und Iron Man 2 wie ein eigenständiger Film wirkt und nicht wie zurückhaltendes Anteasen für den eigentlichen Hauptgang. Auch wenn die Verweise auf Avengers deutlich sind, steht Captain America als eigenständiger, sehenswerter Film sehr viel besser da als die anderen Helden Vehikel.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- August 18th, 2011 •
- 56 Kommentare
- Schlagwörter: Avengers, Captain America, Green Lantern, marvel, Thor


















Was mir hier fehlt, istr die eindeutige Ausage, dass der Film diesen albernen Comic so weit ironisiert wie möglich, anders könnte ich das nämlich nur schwerlich ertragen.
… Wobei ich mich wohl eh nicht trauen werde, an eine Kinokasse zu treten und nach einem Ticket für den Mist zu fragen, das wär mir einfach zu peinlich. ;)
Kommentar #1 von Doughnut am 18.08.2011 um 10:14 Uhr
ja das wäre fast noch peinlicher als dein kommentar!
Kommentar #2 von Yona am 18.08.2011 um 11:44 Uhr
“unterwältigend” scheint dein neues Lieblingswort zu sein
Kommentar #3 von keen am 18.08.2011 um 11:52 Uhr
Na immerhin stimmst du mir zu, Yona. ;)
Kommentar #4 von Doughnut am 18.08.2011 um 12:09 Uhr
Bevor hier gleich wieder die unreflektierte “Captain America ist dämliche amerikanische Propaganda”-Diskussion beginnt, lohnt sich ausnahmsweise mal ein oberflächlicher Blick in die Wikipedia… de.wikipedia.org/wiki/Captain_...
Kommentar #5 von justus_jonas am 18.08.2011 um 12:12 Uhr
Danke für die Review. Schon der Trailer macht auf mich den Eindruck das dies eine Comicverfilmung wird, in der etwas mehr Liebe gesteckt wurde und es evtl. gar die beste in diesem Jahr sein wird. Optik und Stil sehen jedenfalls für eine Comicverfilmung recht angemessen aus – und damit hat der Film schon mehr als andere aktuelle “Comicverfilmungen” mitbringen. (erste Bilder von den neuen Batman-, Spiderman- und Superman-filmen sehen in der Hinsicht übrigens ebenfalls recht Enttäuschend aus)
Ich werd mich heut mal ins Kino trauen.
Kommentar #6 von Ufomuschi am 18.08.2011 um 12:16 Uhr
Macht Lust auf mehr! Ich hatte gehofft und gebetet, daß der Film nicht auch noch stinkt. Zu viele Comic oder Popkulturfilme waren echt herbe Enttäuschungen in der letzten Zeit… Wenn er nur annähernd so gut ist wie “First Class” bin ich schon happy!
Ich bin weit entfernt ein USA-Lover zu sein, aber Cap ist einfach eine der inkonischten und vom Stil her beeindruckensten Mainstream-Comicfiguren der Welt. Ich hatte Angst, daß man sich wieder nicht an die originäre WWII Thematik traut und ähnlichen Humbug wie den 1970er Captain America Film verbricht.
Kommentar #7 von Fluffy Bunny am 18.08.2011 um 12:32 Uhr
… der im Kampf gegen den Nazi-Okkult-Kult Red Skull und deren Anführer (Hugo Weaving)…
Oh, mann.
Die Gruppe ( oder der “Kult”) heisst Hydra.
Und der Anführer, gespielt von Weaving, heißt Red Skull.
Ein bisserl Recherche hätte schon sein dürfen…
Kommentar #8 von Proton am 18.08.2011 um 13:58 Uhr
“Nicht ganz so gut wie X-Men:First Class…”
und der war schon ein fremdschäm-debakel und rausgeworfenes geld für das kino-ticket.
Kommentar #9 von jAnsen am 18.08.2011 um 14:06 Uhr
Frage an Batzmann, hört man im Film explizit das Wort das NAZI und sieht man Hakenkreuze oder ist es wiedermal watered down history?
Kommentar #10 von Mark am 18.08.2011 um 15:06 Uhr
Schön und gut, justus_jonas, nur leider ist mir meine Zeit zu schade, mich intensiver mit der sicher oft eh nur als Verkaufsargument vorgeschobenen “Gesellschaftskritik” von Comicheftchen zu beschäftigen.
Die Comicverleger sind da fast wie die Kirchen, immer schön mit der Zeit gehn, immer sein Fähnchen nach dem Wind richten. Ist ja nichts dran auszusetzen, nur tu bitte nicht so, als wär das dann auch noch irgendwie von gesellschaftlichem Wert, es sei denn, du möchtest gern lauthals ausgelacht werden.
Wenn einer mit Glatze und Springerstiefeln durchs Dorf paradiert, ist mir ja auch egal, ob er nun nur Skin oder Nazi ist, für mich ist er einfach ein dummes Arschloch. So ähnlich geht es mir eben auch mit einem, der sich in die Flagge einer Nation hüllt und dann damit rumstolziert, völlig egal, welche Nation das nun sein mag. ;)
Kommentar #11 von Doughnut am 18.08.2011 um 15:17 Uhr
Wobei, unter Umständen drück ich doch mal ein Auge zu, wenn es ums Rumstolzieren mit Flaggen geht:
totalprosports.com/2010/06/09/...
;)
Kommentar #12 von Doughnut am 18.08.2011 um 16:39 Uhr
@doughnut
Seit wann gehen Kirchen mit der Zeit? Wow, die musst du mir mal zeigen.
Den “Blabla” den sie jetzt als Gesellschaftskritik nennen, wurde auch schon vor 2000 Jahren genannt! Also nichts mit Fähnchen im Winde. Aber dein Vergleich zwischen Comicverleger und Kirche, interessant.
Das Capt. America in ner Flagge rumläuft soll den amerikanischen Patriotismus darstellen.
Wenn du das scheiße findest, dann müsstest du jeden U.S. Film scheiße finden, der nur annähernd patriotisch ist. Das wären dann ´ne Menge!
Kommentar #13 von Tscherno am 18.08.2011 um 17:17 Uhr
@Doughnut
Dafür, dass du das recht albern findest, schreibst du aber ziemlich viel. Ein Viertel der Kommentare bisher hier ist von dir. Fühlst du dich gut, wenn du über deiner Ansicht nach Mist herziehen kannst? Oder brauchst du das, weil du ansonsten keine Bestätigung erhälst? Ich hab den Film noch nicht gesehen, insofern weiß ich nicht, ob er gut oder schlecht ist. Aber dir scheint das schon klar zu sein. Wie war es denn im Kino?
Kommentar #14 von toasted am 18.08.2011 um 17:19 Uhr
Wie es war? Nett, schön kühl, besser zu ertragen als die Kühle draußen.
Hab btw Super 8 gesehn.
Zum Thema, warum ich hier überhaupt Kommentare schreibe:
aus demselben Grund wie jeder von euch, Langeweile ;)
Und ja, ich geb es ja zu, ich zoff mich auch gerne. Am liebsten mit Comicnerds, die find ich einfach so richtig putzig.
Kommentar #15 von Doughnut am 18.08.2011 um 19:25 Uhr
edit: Schwüle, nicht Kühle ^^
zu den Kirchen:
Und wie die mit der Zeit gehn, aber hallo!
Wenn die weiter so machen wie in den letzten Jahrhunderten, bleibt von ihrer “frohen Botschaft” am Ende nicht mehr übrig als der Weihnachtsbaum und der dicke Zottelbartträger, der die Geschenke bringt. Juckt mich aber auch nicht, finde die Blauäugigkeit der ganzen Ökumene-Verfechter und Reformer nur einfach herrlich. Glauben als Folklore-Veranstaltung, damit man die ganze Welt so richtig herzig lieb haben und sich dadurch gut fühlen kann, einfach niedlich, diese jungen Christen. XD
Aber was geht mich das an, bin eh Atheist.
Kommentar #16 von Doughnut am 18.08.2011 um 19:34 Uhr
Und nein, ich hab kein Problem mit amerikanischem Patriotismus, ich hab ein Problem mit Hurra-Patriotismus. Der ist nämlich nicht nur saublöd, was allein schon ausreicht, ihn zu verdammen, ohne sich auch noch masochistisch den Werken auszusetzen, die auf ihm gediehen sind. Der ist außerdem auch noch ein klitzekleinwenig gefährlich, zum Beispiel wegen so unschöner Nebeneffekte wie unreflektierter Rezeption von Feindpropaganda.
Und ja, in der Hinsicht misstraue ich den Amis, ich weiß, dass die ein etwas überhöhtes Bild ihrer Nation eingeimpft bekommen und ihr Pendeln zwischen selbstverliebtem Isolationismus und nicht minder gockelhaftem missionarischem Weltverbesserungsgestus spricht auch Bände.
So eine Figur wie dieser Captain America, die aus der damaligen Zeit heraus durchaus nachvollziehbar ist, aber dann auf ganz und gar nicht nachvollziehbare Art auch noch mit fadenscheinigen Vorwänden jahrzehntelang am Leben erhalten wurde, statt sie beschämt als den peinlichen Propaganda-Auswuchs in der Versenkung verschwinden zu lassen, der sie ist, die macht da nicht unbedingt den allerbesten Eindruck.
Vor dem Hintergrund echter Bedrohungen wie dem kalten Krieg hätte ich ja sogar noch einen Restfunken Verständnis für eine solche Form nationaler Selbstbestätigung und Beschwörung vergangener Größe. Aber heute, wo dieses Land beinahe bankrott ist und sich nicht mal mehr seine Kriegsabenteuer leisten kann, ja am Ende vielleicht sogar so weit abstürzt in seinem politischen und wirtschaftlichen Einfluss, dass man beim Wort Ami irgendwann eher an Kanadier denken wird, wer weiß, vor diesem Hintergrund ist diese Flaggenposiererei einfach nur schrecklich peinlich, wie ein vertatterter Opa, der von den glorreichen Zeiten schwadroniert, als er noch Panzer fahren durfte.
Kommentar #17 von Doughnut am 18.08.2011 um 19:58 Uhr
@Doughnut: Mit WEM “redest” Du hier eigentlich genau?
Kommentar #18 von justus_jonas am 18.08.2011 um 22:02 Uhr
so, komm grad aus dem kino – und bin nicht enttäuscht!
der film hat wirklich ne schöne Optik die für eine comicverfilmung sehr passend ist. die erste filmhälfte baut alles schön auf und erklärt auch die Kostümierung, welche man dann auch tatsächlich akzeptiert. der film hat auch genau die prise humor erhalten um ihn weder lächerlich noch unpassend ernst zu nehmen.
ist definitiv eine der besseren comicverfilmungen geworden. Und auch allgemein einer der besseren blockigster die im kino laufen. super 8 und planet der Affen steckt der locker in die Tasche – obwohl man diese filme natürlich nicht vergleichen kann – aber bei CA hat man sich einfach irgendwie ne spur mehr mühe gegeben und das sieht man dem film an. (und festhalten: der streifen ist in gewisser weise sogar glaubwürdiger als S8 oder PA!)
ich war übrigens kein fan von CA, kannte die Comics eigentlich gar nicht und war zuerst auch skeptisch. aber schon den ersten Bildern und Trailern konnte man wohl ansehen, das der film nicht nur runtergekurbelt wurde, sondern das da wirklich ein wenig liebe reingesteckt wurde.
also ruhig ins kino gehen und positiv überraschen lassen! kann man gucken!
Kommentar #19 von Ufomuschi am 18.08.2011 um 23:26 Uhr
Ordentliches Review!
Den Film ist mehr als gelungen. Am besten gefiel mir Hugo Weaving als Red Skull mit seinem Größenwahn :)
Kommentar #20 von Kiran am 19.08.2011 um 09:19 Uhr
Das Review kann ich komplett so unterschreiben. Super!
Kommentar #21 von Renington Steele am 19.08.2011 um 09:19 Uhr
film hat mir auch überraschend gut gefallen. stimmt es, dass chris evans für 8 filme unterschrieben hat? wär ja krass…
Kommentar #22 von curv am 19.08.2011 um 09:30 Uhr
Ich find ja interessant, was doughnut so erzählt. Hiermit gehe ich aber gar nicht d’accord: “Wenn einer mit Glatze und Springerstiefeln durchs Dorf paradiert, ist mir ja auch egal, ob er nun nur Skin oder Nazi ist, für mich ist er einfach ein dummes Arschloch”
Über Nazis müssen wir nicht reden, aber Skins sind doch niedlich. Und auch nicht anders als Punks, Mods, Popper und was es sonst noch so gibt und gab.
Kommentar #23 von christoph am 19.08.2011 um 12:36 Uhr
@ justus_jonas:
unter anderem mit dir, du Nase.
s. deinen albernen Kommentar Nr. 5
und dann noch mit Tscherno
Meine Meinung, und nichts weiter hab ich hier kundgetan (es geht mir btw am Allerwertesten vorbei, welche Motive mir dabei unterstellt werden), ist nun mal, dass es keinen nachvollziehbaren Grund gibt, warum diese Witzfigur Captain America überhaupt noch verlegt wird. Was soll man den auch halten von einer Ikone, zu der man aufblicken soll und die alles, zu dem man dann aufblickt, damit automatisch auch auf das Land projiziert, für das sie permanent Werbung macht?
Und für was soll der denn eigentlich stehen? Die USA sind heute ein weitgehend wertefreies und zwischen den Ethnien sowie arm und reich zerrissenes Land, in dem in manchen Städten fast schon Zustände herrschen wie im Wilden Westen. Wüsste echt nicht, wofür dieser Hansel da stehen soll, außer dafür, dass die gemeinsamen Werte dieser Nation nie mehr als hohles Geschwätz waren. Ich kenne jedenfalls kein anderes demokratisch regiertes Land, in dem Eigenwerbung und Realität so weit auseinanderklaffen wie in den USA. Die haben Ghettos wie in der Apartheit und sind auch noch stolz darauf! (Stichworte: Eigeninitiative, weniger Staat, prothestantische Arbeitsethik, von der die N– Afroamericans natürlich noch nie was gehört haben etc pp)
Wahnsinn, erst werden Milliarden und Abermilliarden in Kriegen gegen völlig bedeutungslose Drittweltstaaten verballert, außerdem wird dafür gesorgt, dass die Reichsten der Reichen so gut wie keine Steuern mehr zahlen müssen, und dann, wenn man fast bankrott ist, stellen sich dieselben Leute hin und geben dem jetzt bereits völlig unterfinanzierten Sozialsystem die Schuld an der Misere. Dieses Land ist so voll von amoralischen Arschgeigen, dass man gar nicht drüber nachdenken möchte, und trotzdem bringen die solche Selbstbeweihräucherungen ins Kino. Wahnsinn!
Imo MUSS eine Verfilmung diesen Stoff also so weit es geht ins Lächerliche ziehen, möglichst mit Slapstick-Einlagen und ironisiertem nationalem Pathos (z.B. eine Szene mit einem vertrottelten Präsidenten, der davon schwärmt, dass man sich in der Demokratie selbst aussuchen kann, von wem man regiert wird oder etwas in der Form). Erst dann wird das für mich erträglich und das scheint ja laut Review nicht wirklich der Fall zu sein. Nichts weiter wollte ich eigentlich ursprünglich schreiben.
Kommentar #24 von Doughnut am 19.08.2011 um 12:50 Uhr
Wobei, wenn ich das hier lese, dann hab ich doch etwas den Eindruck, dass der Film sich vielleicht wirklich nicht ernst nimmt und man ihn als reine Klamotte abtun und damit zumindest ertragen kann:
dasmanifest.com/01/captainamer...
Irgendwie muss ich mich jedenfalls mit dieser strunzdummen Figur arrangieren, sonst müsste ich ja auch dem kommenden Whedon-Film gegenüber negative Vorurteile haben, und das will ich nicht. Whedon ist nämlich so ziemlich der einzige mir bekannte Comicnerd, den ich aufrecht bewundere.
Kommentar #25 von Doughnut am 19.08.2011 um 14:33 Uhr
Doughnut Doughnut du bist mir vielleicht einer. Du Nerd.
Kommentar #26 von Mark am 19.08.2011 um 16:32 Uhr
XD
Kommentar #27 von Doughnut am 19.08.2011 um 16:35 Uhr
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach’ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ….
Kommentar #28 von toasted am 19.08.2011 um 17:33 Uhr
Dass es bei dir nicht zu mehr reicht als nem Kinderreim als Antwort, überrascht mich auch nicht mehr wirklich. ;)
Kommentar #29 von Doughnut am 19.08.2011 um 18:47 Uhr
Wäre mir auch extrem peinlich, ne KArte für so einen Quatsch zu kaufen.Im internet gibbet den Mist ja umsonst ;-p
Kommentar #30 von soil am 19.08.2011 um 20:18 Uhr
niedlich wie ihr euch zankt XDD
Kommentar #31 von TopF am 19.08.2011 um 22:38 Uhr
Die Witzfigur Captain America wird noch verlegt um Antiamerikanern eine Vorlage für ihre geistigen Ergüsse zu liefern.
Und wie man als Antiamerikaner Joss Whedon bewundern kann, dessen Serien vor typischen amerikanischen Gedankengut strotzen ( Warum ruft Buffy nicht die Bullen damit die sich um mit den Monstern kümmern ? Warum akzeptiert Malcom Reynolds nicht die Allianz als starken Staat sondern verfolgt weiter seinen übersteigerten Individualismus ? ) erschließt sich mir nicht.
Kommentar #32 von Alreech am 21.08.2011 um 13:57 Uhr
Soso, man muss also Antiamerikaner sein, um dieses Land nicht mit der Rhetorik der Tea-Party-Bewegung zu glorifizieren und um so eine anachronistische Witzfigur wie Captain America zu peinlich zu finden für einen Kinoticket-Kauf. Das sagt eigentlich schon alles über dich aus, was ich wissen muss, danke.
Und wo du in Whedons Serien jetzt “typisch amerikanisches Gedankengut” erkennen willst, ist mir noch viel schleierhafter, aber schreib ruhig irgendwelchen Müll, Papier, auch elektronisches, ist geduldig.
Kommentar #33 von Doughnut am 21.08.2011 um 14:12 Uhr
ok, ein kleinwenig mehr kann ich ja zu den Beispielen schreiben:
Buffy macht das, weil die Prophezeiung es nun mal so von ihr erwartet. Sie hat ein Schicksal, eine Verantwortung, und was passiert, wenn der Staat ihr die abzunehmen versucht, wird ja in S04 gezeigt. Was natürlich nicht ohne alberne Klischees abläuft, aber wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, ist einem bewusst, dass Whedon Klischees liebt und im Zweifelsfall fast jede moralische Botschaft seiner Serien für einen guten Lacher opfern würde.
Ich sehe in Whedon einen Kosmopoliten, Familienmenschen und atheistischen Humanisten, was alles nicht das Geringste mit Amerika zu tun hat, sondern mir einfach universell sympathisch ist.
Die Familie/Freundesclique zB vor den Staat und die Gesellschaft zu stellen, ist in keiner Weise “typisch amerikanisch”, weil das ja im Umkehrschluss hieße, woanders wären die Prioritäten andere.
zu Firefly (noch schlimmeres Beispiel):
Die Allianz ist böse. Die demokratischen Staaten der westlichen Gesellschaft sind es nicht. Noch Fragen?
Kommentar #34 von Doughnut am 21.08.2011 um 15:21 Uhr
>>Noch Fragen?
… hmm. Worum gehts?
Kommentar #35 von pipapop am 21.08.2011 um 23:36 Uhr
@ pipapop:
#31 fasst es eigentlich perfekt zusammen ;)
Inhalt ist eigentlich relativ wurscht, wie so oft
Kommentar #36 von Doughnut am 21.08.2011 um 23:50 Uhr
tl;dr
Kommentar #37 von pipapop am 22.08.2011 um 00:13 Uhr
@Doughnut -> shut up! Dein Gelaber ist ja sowas von Banane! :)
Fand den Film nicht “sehr gut” aber immerhin “gut”. Schließe mich den
Review daher komplett an. Xmen First Class war definitiv noch etwas besser.
Als DC (Comic) Fan muss ich leider gestehen das die Marvel-Filmadaptionen
momentan echt mehr hergeben.
Das 3D kam aber im Film so gut wie gar nicht zu Geltung. Außer einmal als
der Schild abprallt und dann dem Zuschauer entgegen kam.
Und bei einigen Szenen musste ich irgendwie immer an Star Wars denken.
Wie beispielsweise als der Captain mit dem Motorrad durch den Wald brettert.
Was ich richtig klasse fand, ist die eingebrachte Selbstparodie. Der Captain als Werbeikone zum motivieren der Truppen. So waren ja viele Helden des “golden Age” ja wirklich gedacht. Fand ich gelungen.
Allem in allem, war es keine schlechte Comicverfilmung.
Und ich muss jetzt ehrlich mal zugeben das ich auf die “Avengers” gespannt bin.
in diesem Sinne…
mfg.
.menne
Kommentar #38 von .fringer am 22.08.2011 um 12:38 Uhr
@ .fringer:
Skandal! Zensur! Das hier ist ein freies Land! …
Ach Scheiß drauf, ich geh jemand anderen ärgern.
Kommentar #39 von Doughnut am 22.08.2011 um 13:51 Uhr
Dass Captain America als Comicfigur ultrapatriotisch ist (oder zumindest mal war), ist ja klar und erklärt sich allein schon durch die Entstehungszeit. Da der aktuelle Film auch im Zweiten Weltkrieg spielt, konnte man die patriotischen Elemente – bis auf zwei oder drei allzu pathetische Momente – auch ganz gut ertragen, finde ich. Interessant wird es diesbezüglich aber doch eigentlich erst, wenn der “Avengers”-Film kommt und man sehen wird, wie sich Captain America heutzutage verhält.
Was mich allerdings etwas irritiert hat, war die Dominanz von Hydra und Red Skull, womit meiner Meinung nach die wirklichen Nazis verharmlost werden, denn sie spielen ja praktisch gar keine Rolle. Genau dieser Punkt und solche Gaga-Elemente (wozu natürlich auch schon das Tuning der Hauptfigur gehört) weisen “Captain America” aber andererseits erst als waschechten Comic aus (ein Mann ohne Gesichtshaut, hallo?) – den man deswegen dann halt auch nicht bierernst nehmen kann.
Und noch was ganz anderes: Hoffentlich nimmt der Film nicht zuviel von “Iron Sky” vorweg. Zumindest am Ende mit dem ufomäßigen Flugzeug dachte ich dauernd, das könnten jetzt auch Sequenzen mit den Mond-Nazis sein …
Kommentar #40 von Binding am 22.08.2011 um 15:47 Uhr
erst mal: Wieso ist die Seite wieder so lahm? Oder liegt das an meiner Verbindung?
zum Thema … mehr oder weniger:
demnächst im Kino:
Il Capitano Mexicano
von Robert Rodriguez
garantiert noch grüner als die grüne Leuchte
als Gegenspielerin mit dabei: Sarah Palin, die vom Capitano in ein Pökelfass geschubst wurde, das jedoch bedauerlicherweise irgendwie überlebt hat und nun in einem Interview in den FOX-News ewige Rache schwört … und die Abschiebung aller mexikanischen Dienstmädchen
des weiteren in den Startlöchern:
Kapitän Deutschland, mit Michael Ballack in der Hauptrolle und Jogi Löw als dämonischem Erzbösewicht.
Kommentar #41 von Doughnut am 22.08.2011 um 20:12 Uhr
@Doughnut
Ja, Buffy ist die Auserwählte welche die Welt rettet.
Siehst Du da keine Parallele zu dem christlichen Fundamentalismus der Amis ?
-
Warum ist die Alliance in Firefly böse ?
Wehdon selber hat gesagt das dies nicht so eindeutig ist.
Die Allianz ist in erster Linie ein starker Staat, der eben nicht für das lazier fair des neoliberalen Amerikas steht.
Malcom Reynold ist dagegen das Abziehbild eines typischen Amerikanischen Cowboys der Probleme am liebsten mit der Waffe löst und versucht sich dem Staat zu entziehen.
Er unterscheidet sich kein bisschen von den rechtsradikalen Teaparty Anhängern, die nach Möglichkeit keine Steuern an die Zentralregierung abführen wollen und sich auch weigern einem Waffenverbot zuzustimmen.
Was für Werte hat den die Besatzung der Firefly ?
Geld zusammen raffen, notfalls mit Gewalt. Eben typische Wild West Methoden.
Bildung such man auch bei diese typischen Westernhelden vergebens, der einzige der als Intellektuell dargestellt wird ist ausgerechnet der religiöse Fanatiker Sheperd Brook.
Kommentar #42 von Alreech am 24.08.2011 um 00:44 Uhr
Die Allianz zwingt den Browncoats ihre Vorstellung von Zivilisation und Rechtsstaatlichkeit auf, die dagegen wollen einfach nur unabhängig bleiben.
Die Browncoats scheinen auch keine homogene Gruppe mit womöglich barbarischen Bräuchen zu sein, sondern ein bunter Haufen von Abenteurern, die nur eint, dass sie von dieser Zentraldiktatur in Ruhe gelassen werden wollen.
Das ist mir böse genug. Außerdem scheinen alle negativen Dinge wie Sklaverei und Missachtung von Freiheitsrechten generell auch unter Allianz-Jurisdiktion zu passieren, dadurch fällt auch das Ape-Lincoln-Argument weg. Die Allianz mischt sich zwar gerne in alles ein, aber offenbar sind ihr die Bewohner der Randwelten dabei völlig egal. Mag sein, dass Whedon auf Amerika anspielen wollte und teilweise ist ihm das sicher auch gelungen (die “Operatives” als Parallele zur CIA und zu deren zT rechtsfernen Methoden zur Durchsetzung amerikanischer Interessen zB), grundsätzlich ist mir das Bild aber dann doch viel zu verzerrt, um es auf die USA beziehen zu können.
Whedon hat sich in Bezug auf die Allianz auch meines Wissens nicht endgültig festgelegt, er meinte zwar, dass unsere Wahrnehmung durch die Perspektive der Outlaws verzerrt wird und dass die Allianz nicht wirklich böse sei, meine Definition von böse erfüllt sie jedoch schon zur Genüge und ich seh die Allianz auch eher in der Nähe von China als der der USA.
Reynolds ist außerdem kein Abziehbild eines Rednecks, sondern einfach ein Sturkopf, der nicht akzeptiert, dass seine Seite den Krieg verloren hat. Was ihn mir auch sehr sympathisch macht, weil er seine Ideale, für die er gekämpft hat (Recht auf Selbstbestimmung) nicht einfach so wegwirft.
Das hat nichts mit der Tea Party und ihren neoliberalen Forderungen zu tun, denn ein Arbeitsloser auf dem freien, ungebremsten Fall ins gesellschaftliche Abseits und ein dank fehlender Steuereinnahmen handlungsunfähiger Staat haben beide keine Freiheit, irgendwas zu tun, außer vielleicht den sich in ihren streng bewachten Apartheits-Bezirken einigelnden Superreichen beim Golfen zuzusehn.
Kommentar #43 von Doughnut am 24.08.2011 um 09:42 Uhr
Bei Buffy seh ich btw null Parallelen, Buffy ist einfach Unterhaltung und die Prophezeiung ist cheesy genug, um sie als MacGuffin beiseite zu schieben und sich auf den Spaß zu konzentrieren, den die Geschichten bereiten, die Whedon aus diesem albernen Aufhänger herausdestilliert hat. Wer Buffy ernst nimmt, ist selbst schuld.
Kommentar #44 von Doughnut am 24.08.2011 um 09:45 Uhr
Sorry, aber Wehdon hat in diversen Interviews selber gesagt das er sich bei der Schaffung des Firefly-Universums am amerikanischen Bürgerkrieg orientiert hat.
Und tatsächlich ist Reynolds ein Sturkopf der nicht akzeptiert das seine Seite den Krieg verloren hat.
So wie die konförderierten Sturköpfe die damals den Krieg gegen die Union verloren haben. Und deren Recht auf Selbstbestimmung bestand auch darin, weiter Sklaven halten zu dürfen.
Reynolds ist gegen einen starken Zentralstaat. Er will diesem Staat keine Steuern zahlen, deswegen weicht er in die Illegalität aus.
Es liegt eben auch an den fehlenden Steuermitteln, das es der Allianz nicht gelingt die Randwelten unter ihre totale Kontrolle zu bringen ( Serenity, Überfall auf die Lohnbank ) um dort den Sozialstaat einzuführen.
Die Ablehnung eines starken Zentralstaates und seines Rechts auf unbegrenzte Erhebung von Steuern sind aber die Kernpunkte der neoliberalen Tea-Party Bewegung.
Kommentar #45 von Alreech am 24.08.2011 um 19:17 Uhr
Ich denk mal, wir haben 2 verschiedene Serien gesehn. ;)
Kommentar #46 von Doughnut am 24.08.2011 um 19:32 Uhr
Wie geschrieben, mag sein, dass Whedon die USA meinte, kann sein, dass er auf den Sezessionskrieg anspielt, meine Meinung zur Allianz ist trotzdem eine negative und ich seh keine direkten Parallelen zu den heutigen USA, bis vielleicht auf die Operatives. Dieses Grundthema, Staat und wie man mit dessen Machtbefugnissen umgeht und wie man dazu steht, ist sicher universell und auch für Demokratien relevant, aber Firefly trägt da imo nicht viel bei zum Diskurs.
“Es liegt eben auch an den fehlenden Steuermitteln, das es der Allianz nicht gelingt die Randwelten unter ihre totale Kontrolle zu bringen”
So weit ich mich entsinnen kann, wird in der Serie nicht angedeutet oder nahegelegt, dass es da sehr viele wie Malcolm Reynolds gibt, drum halte ich die Aussage für extrem gewagt. Vielmehr gibt es eine Menge korrupte Gouverneure und andere Gauner, die von der Zentralregierung geduldet werden, trotz extrem mächtigem Militär. Diese Zentralregierung macht sich zwar nie selbst die Hände schmutzig (obwohl, eine Ausnahme gibt es, Parlamentsvertreter besuchen River in ihrem Foltergefängnis), aber mit Demokratie hat das alles trotzdem nicht viel zu tun, dafür sorgt schon diese Operatives-Gestapo, vor der offenbar kein Allianzbürger sicher ist. Und wählen kann man zumindest auf den Randplaneten auch nicht. Ich versteh schon, warum Reynolds denen nicht traut. Mal davon abgesehen, dass die Randwelten sich im Gegensatz zu den Südstaaten der USA nicht abgespalten haben, sondern frei waren … Vielleicht hat die Zentralregierung das Terraforming bezahlt und betrachtete die Welten dann als Eigentum, nachdem man vorher einfach ein paar Siedler dort abgeworfen und sich unter erbärmlichen Umständen sich selbst überlassen hatte. Als die dann nicht vor Dankbarkeit jubelten, als die Allianz ihre selbst aufgebauten Kolonien einzugliedern versuchte, ist nur verständlich.
…
Irgendwie schön, über Firefly könnt ich stundenlang schwätzen. Sry für die Frotzeleien am Anfang, Alreech, ich hab mich hier einfach zu sehr an Leute wie .fringer gewöhnt. Außerdem mag ich es nicht, wenn man mich in Schubladen steckt.
alles extrem off topic, aber das ist bei 99% der Comments hier eh so, also seid bitte gnädig. ;)
Kommentar #47 von Doughnut am 24.08.2011 um 20:04 Uhr
Na na Dougie, was wetterst du denn gegen mich?
Ich finde nur dein “Why-i-hate-the-Captain-Geschwafel” unnütz.
Dabei stimme ich dir sogar in vielen Punkten bezüglich Firefly, Buffy
und Joss Whedon zu. Anderes Thema, aber egal…
Beim Review von Super 8 sind wir zwar auch vom eigentlichen
Thema etwas abgekommen, aber dafür gab es eine dicke fette
Warnung am Anfang des Postings…
Ich finde halt solche selbsternannten Möchtegern-Experten wie “Dr. Strangelove”
(siehe Super 8 Review) oder hier in dem Falle dich, ziemlich daneben,
die mir dann erzählen möchten warum Star Trek scheiße ist und
warum der Captain ja sooo eine Witzfigur ist. Obwohl sie nicht einmal
grundlegendste Kenntnisse besitzen.
Meinung kann ja jeder haben, sollte aber auch auf gewissen Wissen basieren.
Strangelove wusste nichtmal das Vulkan <- so geschrieben wird, oder
gar das es Wüsten und schroffen Felsgebirge ebenso wie Hightech Städte gibt…
Und bei dir konnte ich entnehmen das du null Peilung vom "Golden Age"
amerikanischer Comics hast. Tja, da muss ich dann immer leicht schmunzeln, sorry… :D
mfg.
.fringer
Kommentar #48 von .fringer am 25.08.2011 um 14:14 Uhr
Ach was solls, muss die Schwüle draußen sein (siehe oben, hab ich schon mal geschrieben^^), die mich so aggro macht, also sry und nix für ungut.
Bei Star Trek bin ich übrigens völlig bei Dr. Strangelove, auch wenn ich kaum einen seiner Kritikpunkte verstanden hab und völlig andere Dinge bemängeln würde.
Zeitreisen -> würg, immer derselbe Mist; die nicht vorhandene Motivation des Romulaners, das Bergbauschiff mit den Superwaffen, der völlig überflüssige Nimoy-Cameo, Vulkan fliegt in die Luft – ich meine, überleg mal, VULKAN FLIEGT IN DIE LUFT!!! Das ist einfach nur krank.
Ich find eigentlich alle Star-Trek-Filme total schrecklich, bis auf die mit der ersten Crew, die warn teilweise anschaubar und einer war sogar richtig toll. Von der alten Crew wiederum fand ich die Serie schrecklich… Eigentlich find ich Star Trek allgemein schrecklich, wenn ich drüber nachdenke, wir haben es damals nur irgendwie alle geguckt, also konnt ich nicht anders.
Zum Cap schreib ich nur noch eins:
Ich find die Grundidee zu blöd, um mich näher damit befassen zu wollen. Drum blieb ich ja auch auf diesem völlig allgemeinen Betrachtungslevel und hab auch kein Interesse daran, irgendwelche Wandlungen der Figur nachzuvollziehen. Und ja, die amerikanischen “Golden Age”-Comics nerven mich langsam einfach nur noch. Als ich Burtons Batman zum ersten Mal sah, fand ich das noch total cool, aber langsam kann ich keine Comichelden mehr sehen. Batman geht zwar immer noch, weiß auch nicht, warum, aber die meisten Comicfilme rufen bei mir solche allergischen Reaktionen wie hier hervor.
Dachte halt, der ganz nüchterne “Was macht der kostümierte Clown da und warum lacht keiner über ihn?”-Ansatz würde hier irgendwie zu kurz kommen. ^^
Kommentar #49 von Doughnut am 25.08.2011 um 17:32 Uhr
Der Film war super. Das Ende aber auch besonders der Trailer zu den Avenger Movie nächstes Jahr, ach wie ich mich freu.
Kommentar #50 von Teddybomber am 29.08.2011 um 21:29 Uhr
Zack Snyder hätte diesen Film machen müssen, dann wär´s was geworden. Ziemlich schlampiges Production Design, mittelmäßiger Schnitt, Maske scheiße, Drehbuch furchtbar und zu allem Überfluss null Humor. Ansonsten fand ich ihn gut :)
Kommentar #51 von Okarola am 15.09.2011 um 23:26 Uhr
Capt. America ist ein Comic der nach dem II. WK irgendwie nur schlecht funktionieren kann. Die Deutschen setzten sich weitgehend für Frieden ein und die Amerikaner suchen ihr Heil in Kriegen weltweit. Die Vorzeichen haben sich umgekehrt. Der historische Kontext ist heute nicht mehr vorhanden und wirkt absurd.
Kommentar #52 von Wunderhund am 05.12.2011 um 12:39 Uhr
Mieseste Comicverfilmung, die ich jemals gesehen habe. Kaum Action-Szenen, die sich so nennen dürften, selbst für ne Comic-Verfilmung furchtbar unlogisch und er hat furchtbare Längen. Nach nettem aber auch schon zu lahmen Beginn läst er furchtbar nach. Allein, die netzten 2 Minuten in der Neuzeit sind wieder erträglich. Kann mich nur Kommentar 51 anschliessen und sagen wartet liener auf den Avenger-Film. Das muss man sich nicht geben.
Kommentar #53 von FranzKevin am 11.12.2011 um 15:48 Uhr
Hat eigentlich schonmal einer von euch captain-america-comics gelesen, und zufälligerweise bemerkt, dass die comics nicht vor hurra-patriotismus strotzen sondern gerne dazu genutzt werden, die diskrepanz zwischen schein und sein zu verdeutlichen? *koppschüttel
Kommentar #54 von alfred am 21.12.2011 um 15:41 Uhr
Kann mich Batzmans Kritik sehr gut anschließen, würde nur den absoluten Dramaturgie-Durchhänger im letzten Akt (eigentlich schon vorher) noch betonen wollen. Da war ja sowas von die Luft raus. Die Story war eigentlich schon erzählt und trotzdem plätschert irgendwelches Zeug mit Krachbumm noch so vor sich hin. Drehbuchtechnischer SuperGAU ab ca. dem gesamten letzten Drittel, dem man halt zusieht, weils draußen vor der Tür grad kein schönes Wetter hat.
Sonst insgesamt schön gemacht.
Kommentar #55 von burns am 17.01.2012 um 21:52 Uhr
als ich die kritik zu fright night las dachte ich mir, endlich mal nette infos zu potentiellen kandidaten für kinobesuche oder dvd abende. auch bei the thing war ich absolut der gleichen meinung, da die probleme des films gut erkannt und umschrieben wurden. /so jetzt kommts…iwie muss ich das so schreiben/ ABER, bei der kritik hier muss ich sagen kommt es mir vor als ob der film auf mdma geschaut wurde und du völlig verklärt alles gut fandest was du dir da angetan hast.
dieser film zeigt eindeutig warum amerika in so vielen ländern aus einer perspektive gesehen wird in der der schmalspurami überheblich, patriotisch und sofort nach seinen anwälten schreiend “ich bin amerikaner”ist. siehe filme aus den 80/90ern.
dieser film quillt über vor klischees, dummdenken und vorurteilen, daß es nicht ausreicht dies als karrikaturhafte hommage an alte zeiten zu sehen.
wer schon filme in solch retro stil gesehen hat wird nur eines erkennen können, mehr geld-mehr technik.das drehbuch, der inhalt und das setting sind eine beleidigung für normal konsumierende comicfilmfans.
selbst ein spiderman, welcher ja nun wirklich langatmig und lahm ist hat mich nicht sosehr zum fremdschämen gebracht wie dieser film. selbst der von dir eher abgewertete thor oder green lantern film waren konsumierbarer, da diese filme nicht (auch wenn es gewollte ironie sein soll) so auf die sry kacke hauen ohne etwas bieten zu können und laut einigen theorien hier auch garnicht zu wollen. frage ist da nur, warum dreht man sowas, nur um genug figuren für avenger zu haben, lachhaft.
ein dickes minus an diesen film, und dir sei verziehen dass du nachweisslich einen schönen abend hattest ;)
Kommentar #56 von captain germany am 11.02.2012 um 00:24 Uhr