
Vicco von Bülow ist tot. Und wehe uns die Welt ist wieder ein wenig ärmer geworden. Klingt pathetisch, ist mir aber egal, denn mit Loriot verlieren wir den wohl profiliertesten deutschen Humoristen, Regisseure, Schauspieler, Autoren, Cartoonisten und Opernfan. Einen derjenigen dessen Einfluss auf die Popkultur so groß ist, dass es Generationsübergreifend möglich ist, sich nur in Zitaten seiner Werke zu unterhalten. Ein Künstler der seine Arbeit ernstgenommen hat ohne sich selbst je zu ernst zu nehmen und jemand der grandioses Talent für Wortwitz hatte.
Mit nur zwei Filmen schaffte Loriot es witziger zu sein als alle anderen TV-Klamaukis zusammen. Seine Specials und Serien sind zurecht fester Bestandteil des Kulturkanons, denn sein Witz war immer intelligent, doppelbödig und oft schwärzer als er wahrgenommen wurde. Loriot war mehr als “die Nudel” und die “Herren im Bad”, ohne deren Wert schmälern zu wollen.
Mit 87 Jahren war er kein Jungspund, der zu früh aus dem Leben gerissen wurde, aber dennoch macht sein Verlust traurig. Vielleicht auch deswegen, weil er so schmerzlich bewusst macht, wie wenige Künstler es hierzulande gibt, die ihm ebenbürtig wären.
Loriot ist tot. Zeit also, sich nochmal an sein Leben zu erinnern.
Ich weiß schon was ich mir heute abend ansehen werde.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- August 23rd, 2011 •
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- Schlagwörter: loriot r.i.p. rip









































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