Kurzreviews: Cowboys & Aliens, Red State, Hesher, Super, Stake Land (FFF 2011 Review)

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Cowboys & Aliens -USA 2011
★★★☆☆

Outlaw Daniel Craig erwacht erwacht nahe eines Westernkaffs und kann sich nicht erinnern wer er ist oder was passierte. Ehe der örtliche Sherrifs ihn jedoch der Gerechtigkeit zuführen kann fallen Alienraumschiffe über den Ort her, entführen Menschen und richten Verwüstung an. Zusammen mit Rinderbaron Harrison Ford nimmt Craig den Kampf gegen die Alienschergen auf.

Erwarten Sie nix… dann werden Sie positiv überrascht. So ungefähr gings mir mit diesem Film, der letztlich doch ein “besser als erwartet” bekommt, weil die Western-Elemente tatsächlich ziemlich gut funktionieren, Daniel Craig hier im Gegensatz zur Bond-Rolle (in der er mit seiner physischen Raubautz-Art immer etwas wirkt wie der Klassenrowdy bei der Konfirmation) wirklich glänzend besetzt ist und glaubwürdig den zwilichtigen Helden gibt und auch die Supporting-Cast mit Sam Rockwell, Paul Dano und Keith Carradine stimmungsvoll überzeugt.
Obendrein ist der Film für ein PG13 ziemlich brutal und erinnert in einigen Szenen eher an seelige Zeiten des Italo-Westerns als die edlen Kuhtreiberfilme eines John Wayne.

Die Plotkonstruktion ist relativ simpel und nicht wirklich logisch, setzt sie die Aliens eher als Plotdevice, denn als wirkliche Gegner ein. Und auch der zweite Star, Alt-Indy Harrison Ford mag als rassitischer Despot nicht so ganz überzeugen und nimmt der Redemption-Storyline von vornherein jede Spannung, da Ford einfach zu knuffig sympathisch wirkt, als das man ihm wirklich abnehmen würde einen Menschen zu foltern und zu töten.

Noch schlimmer als Ford, der ja zumindest generell im Westernoutfit zuhause wirkt, ist jedoch das darstellerische Vakuum Olivia Wilde, die den ganzen Film spielt wie eine GNTM-Kandidatin auf Koks. Sie wirkt so blank und leer, als habe sie ihren gesamten Part vor der Greenscreen gespielt und komplett nichts mitbekommen, was um sie herum abgeht. Hatte ich zu Anfang des Films noch die Hoffnung, die sympathische und entfernt an Salma Hayek erinnernde Barkeeperin wäre die starke Frauenfigur des Films, brach diese Hoffnung mit Wildes Auftreten zusammen – und damit jegliches Interesse an ihrem Handlungsstrang, der ihre Darstellung auch dann nicht entschuldigt, wenn man die dusselige Plotwendung kennt, die ihre Figur umdefinieren soll.

Ebenso unnütz ist leider Legende von Aang-Star Noah Ringer, der hier zwar mit seinem breiten Akzent besser aufgehoben ist, aber dennoch außer großen Kulleraugen schauspielerisch wenig vorweisen kann und im Grunde für den Film relativ überflüssig ist.

Es bleibt ein gemischtes Vergnügen, das dann am Besten ist, wenn es sich auf Craigs Charme und typisches Westernfeeling verlässt und immer dann versagt, wenn es zu dramatisch, zu emotional und irgendwie logisch erscheinen will. Die Aliens spielen hier allerdings eh immer nur die zweite Geige und ein wenig bleibt der Verdacht, dass alle Beteiligten eigentlich doch wieder einen richtigen Western gedreht hätten, als diesen bizarren Hybriden, der unspannender wird, je mehr er versucht das zu enthüllen, was er für seine Geheimnisse hält – was im Grunde aber eh nur das ist, was sich jeder Zuschauer ab der ersten Szene gedacht hat.

Zum stumpfen Weggucken spassig und garantiert besser, wenn man so gar nichts erwartet. Was nach Ansicht des Trailers ja nicht so schwer sein dürfte.

Red State – USA 2011
★★★★☆

Eine durchgeknallte Christensekte bestraft die verkommene Jugend der Kleinstadt indem sie sie umbringt. Als die jüngsten Opfer sich anfangen zu wehren, steht die Sekte bald unter Polizeibelagerung und macht sich bereit für das letzte Gefecht…

Smith Filme ausserhalb seines selbstgeschaffenen Askweniverse waren bislang eher ein zwispältiges Vergnügen. Im besten Falle waren sie “noch ganz okay” wie Zak und Miri, im schlimmsten Fall peinlicher Möchtegern-Mainstream wie “Jersey Girl” und “Cop Out”. Da war es natürlich, einen Horror-Film von Smith zumindest mit Verwunderung und einer gewissen Skepsis zu erwarten, selbst als Smith-Fan.
Umso befriedigender ist es festzustellen, dass “Red State” tatsächlich richtig gelungen ist. Smarter als gewöhnlicher Backwood-Horror, mit gewohnt guten Smith-Dialogen in denen er diesmal ungewohnt sardonisch textet, liefert er einen Film ab der politisch in alle Richtungen austeilt, das Waco-Fiasko ebenso wie die Phelps-Familie durch die Mangel dreht und sich mit erfrischender Rücksichtslosigkeit klaren Helden verweigert. Smith schafft es mehr als einmal zu überraschen und liefert mit der Sekten-Familie einen sehenswerten Einblick in geschlossene Weltbilder, das sehr viel differenzierter ist, als man es hätte erwarten dürfen.

Super – USA 2011
★★★★½

Loser Frank wird von seiner Frau verlassen und verliert endgültig den Halt: Er glaubt Gott hätte ihn ausgewählt als Superheld Crimson Bolt für Recht und Ordnung zu kämpfen. Zusammen mit dem verrückten Comicfan Libby als sein Sidekick Bolty und dem Schlachtruf “Shut up, Crime!” zieht er in den Krieg gegen das Böse.

Der Film der Kick-Ass hätte werden können, wenn die Macher mehr Eier gehabt hätten. Ein verdammt bitterer Schlag in den Magen, der von der erschreckenden Brutalität, der ungeschönten, unglamourisierten Gewalt und der deprimierenden Stimmung her irgendwo zwischen Taxi Driver und Observe & Report liegt.

Mit letzterem eint in auch der gekonnte Spagat zwischen tiefschwarzem Humor und niederschmetterndem Drama – was vielleicht auch sein Problem werden könnte, denn für die Fun-Zielgruppe die bei Superheldenfilmen abfeiern will ist der Film sicher zu düster und für die Arthaus-Crowd ist er dann vielleicht doch zu nerdig.

Was schade ist, denn James Gunn liefert nach Slither hier einen zweiten rundum gelungenen Film ab, der sich bewusst zwischen viele Stühle setzt, es schafft zu schockieren ohne pubertär zu sein und zugleich interessante Fragen aufwirft, die auch nach dem Film noch wiederhallen – wenn sich die Zuschauer darauf einlassen.

Rainn Wilson und Ellen Page liefern genau wie der wunderbare Kevin Bacon hier bewusst ambivalente Performances ab und schaffen es Figuren zu kreieren, die nie völlig sympathisch, aber immer überzeugend und interessant sind.

Bleibt zu hoffen, dass wir nicht zu lange auf den Deutschlandstart warten müssen.

Hesher – USA 2010
★★★½☆

Vater und Sohn sind traumatisiert vom Unfalltod der Mutter. Während der Vater in völlige Apathie verfällt, der Sohn in der Schule drangsaliert wird, drängt sich der schrille Anarcho-Metallhead Hesher in ihr Leben, nistet sich bei ihnen ein und stellt alles auf den Kopf.

Ein blendend besetzter Film, der eine unglaublich morbide Stimmung verströmt. Der Tod der Mutter überschattet jede Szene und die Figuren sind komplett Unfähig positive Gefühle zu erleben. Sympathisch ist in Hesher wirklich niemand, nichtmal der kleine Sohn dessen grimmige Entschlossenheit pathologische Züge annimmt. Die Weigerung des Films, bis auf die letzten paar Minuten irgendeine Katharsis, irgendeine menschliche Wärme zuzulassen ist durchaus eine herausforderung für den Zuschauer, macht das Werk aber sehr eigenständig.
Natürlich macht Joseph-Gordon Levitts Figur eine Wandlung durch, aber sie passiert so langsam und erodierend, das er jede Erwartungshaltung die dem Genre innewohnt vor den Kopf stösst. Hesher verfällt nicht nach der Halbzeit dem Charme des Kindes und erkennt, dass er sich ändern muss – er bleibt über weite Strecken ruppig, brutal, gedankenlos und selbst als er beginnt Interesse zu entwickeln, sieht er sich der ebenso starken Ablehnung des Jungen gegenüber.

Kein Sirup, kein Kuschelkurs sonder Wut und Schmerz, die so bitter schmecken, das das Aufblitzen menschlicher Gefühle immer mal wieder überrascht. Das Konzept des Fremden der in eine Familie eindringt ist nicht neu, doch dieser Hesher ist näher an Takashi Miikes absurd-fatalistischem Visitor Q als an Entertaining Mr. Sloane. Spannend, aber auch anstrengend.


Stake Land – USA 2011

★★★½☆

Die Welt wurde von zombiehaften Vampiren überrannt, die Zivilisation ist zusammengebrochen. Zusammen mit dem kryptischen Mister, schlägt sich ein Teenager in den Norden durch, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Für gerade mal 6 Mio.$ überrascht Stake Land mit viel handwerklichem Geschick und teils beeindruckenden, apokalyptischen Bildern, die mit vielen Andeutungen glaubhaft das Bild eines Amerika in Anarchie illustrieren. Masken- und Ausstattung sind sparsam aber effektiv eingesetzt und auch die Besetzung, die gerade in den Nebenrollen von knorrigen Charakteren wimmelt, mag zu überzeugen. Leider wirkt der Film, der sich anfänglich nicht ganz entscheiden kann, ob er nun Zombieland-Coolness oder doch reine The Road-Depression sein will, streckendweise recht beliebig und unfokussiert.

Und während Nick Damici einen passablen Mickey Rourke-Look-A-Like abgibt und Mister mit konsequentem Minimalismus spielt, wirkt Gossip-Girl-Beau Conor Paolo doch etwas zu alt und “cool” für die Coming-of-Age-Rolle. Und irgendwie fehlt dem Road Trip, trotz sehr guter Episoden (hauptsächlich dann wenn Kelly McGillis dabei ist), eine straffere Dramaturgie. Figuren kommen und gehen recht beliebig ohne ernsthafte Auswirkungen auf die Handlung, ganze Passagen wirken untereinander austauschbar und der Hauptantagonist wirkt unterschrieben und schaut nur zu sporadisch vorbei, um tatsächlich etwas Zug in die Story zu bringen.

Das ist schade, denn an allen Ecken ist das Potential dieser Welt und auch des Vampirkonzepts spürbar, doch es bleibt alles zu viel Herumgeirre in Variation ähnlicher Szenen und zu wenig Entwicklung. Und ein Quentchen weniger nölige Weltuntergangs-Voice-Over und etwas mehr Humor täten dem Ganzen streckenweise ganz gut, denn für einen Film der sich so ernst nimmt, ist dann doch etwas wenig inhaltliche Substanz zu spüren. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert und eine frische Brise im von Glitzervamps verseuchten Genre.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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13 Comments

  1. Silent Rocco

    Super – für mich ganz klar einer der besten Filme ever. Was für ein Ritt auf der Gefühlsachterbahn. Hesher trifft dieselbe Kerbe, geht emotional auch bergauf und bergab – in Regionen, die viele Big-Budget-Filme schon gar nicht mehr kennen – ist aber nicht so genial wie Super. Trotzdem, beides Pflichtindiefilme, die vor Herz und Liebe zum Detail und zum Medium geradezu platzen.

    Die anderen 3 Filme will und werde ich auf jeden Fall noch gucken. Aber mal eine sehr interessante Zusammenstellung. Von Filmfreunden für Filmfreunde. Danke.

  2. Flinx

    Habt Ihr auch “Perfect Sense” geschaut? Das ist mein Favorit des diesjährigen FFF.

  3. doc

    wenn ein film seinem namen gerecht wurde am nifff , dann war das … super :) .
    und ich teile die einschätzung , dass der kein grosses publikum finden wird :( . bis der nur schon auf dvd erschienen ist hat’s ewig gedauert (im tv soll er schon gezeigt worden sein !) , eine normale kinopauswertung hat hierzulande (ausserhalb der festivals abgesehen) schon mal gar nicht stattgefunden …

  4. freakpants

    Find ich ja extrem lustig das die 5F mal mit mir einig sind. Super hat mir nämlich auch gefallen, ist aber bei den Kritikern gnadenlos durchgefallen.

    (http://www.metacritic.com/movie/super)

    Von daher dachte ich auch der Filmist so schlecht bewertet weil er auf sinnlose Unterhaltung setzt – macht er aber gar nicht.

  5. mein Senf

    “Super” ist keine Komödie, keine Satire, sondern eine waschechte “Groteske” – und genau deshalb wird er es trotz der Starbesetzung kommerziell recht schwer haben. Das finde ich in Ordnung, weil er ja auch schrottbillig war (2,5 Mio Dollar Budget) und seine Fans so ewig reklamieren können, dass er niemals vom Mainstream vereinnahmt wurde.

    Dort wird er definitv niemals ankommen, denn die Wandlung des Helden vom sympathischen Looser zum gewaltbereiten Soziophaten mit Realitätsverlust ist eben alles andere als massenkompatibel. Der Assoziation mit “Observe & Report” hatte ich auch und fande ich recht treffend. Der ist ebenfalls eine recht bittere Pille und schließlich an den Kinokassen komplett untergegangen.

  6. Claas

    Ich war leider sehr enttäuscht von “SUPER”, der sein Potential leider in schlechter Regie- und Kameraarbeit verloren hat.

    Er hatte spitzen Momente, wie der, wo Frank sich umständlich im Auto in sein Kostüm umzuziehen versuchte – und ein paar weitere. Aber alles in allem, war er einfach nicht gut gemacht und doof erzählt, viel zu übertrieben gespielt. Die Szene in der Frank am Anfang seine Frau im Auto von Kevin Bacon trifft, war peinlich. Sehr schade!

    “HESHER” hat mich hingegen schwer begeistert!

    Finde Deine Kritik gut, hätte ihm aber einen halben bis einen Stern mehr gegeben. Er fühlte sich so anders und toll an, so wie lange nicht gesehen. Zuvor nur im grandiosen “Animal Kingdom”, der strangerweise auch von Hesher-Autor David Michod inszeniert wurde.
    Mehr davon!!

  7. doc

    die deutsche dvd von “super” wird sicher der renner in deutschen landen , kommt sie doch angeblich nur mit englischem ton und ohne jegliche untertitel daher ( http://www.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=199252&vid=324933 ) . das nenne ich mal aufwendiges marketing . bestimmt wird als nächstes das land mit plakaten überzogen .

  8. Jet Strajker

    Doc, der Eintrag bezieht sich auf die Fantasy-Filmfest-Vorführungen und die sind nun mal immer OV (steht ja auch dort). Wie man davon jetzt auf eine deutsche DVD schließen kann, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

  9. doc

    sorry , habe ich total übersehen . und in meinem zorn nicht noch einmal geschaut . äxgüsi :(

    also dann hoffe ich noch auf eine ordentliche dvd , noch dieses jahrzehnt please :)

  10. doc

    “koch media” , das war’s ! kenne ich nur als dvd-label . deshalb habe ich gleich angenommen , es wäre die dvd .

  11. Hans

    Cowboys & Aliens hatte leider für meinen Geschmack ein zu standard 0815 Drehbuch. Da gab es wirklich keinerlei Überraschungen. Und da Action und Humor jetzt auch nur durchschnittlich waren, hat mich der Film etwas gelangweilt. Super klingt jedenfalls gut, mal vormerken.

  12. Seba

    Irgendwie (und ich weis nicht warum) hatte ich mir von C&A mehr erhofft. Mmmhpf!

  13. Turtle

    Nach dieser Review von Cowboys&Aliens bin ich mit der Erwartung ins Kino gegangen, so gut wie gar nicht zu erwarten.
    Leider war dann das was kam, noch weniger. Erst habe ich mich gelangweilt und dann nur noch geärgert über soviel Einfallslosigkeit und schlechte Darsteller.
    Ich würde diesen Film schon fast als Lebenszeitverschwendung bezeichnen. Dabei will ich mir noch nicht mal vorstellen, wie die dämlichen Dialoge nach der Synchro klingen, die waren im Original schon schwer zu ertragen. Lichtblick war eigentlich nur Daniel Craig, Harrison Fords Rolle war so wenig überzeugend wie Paul Dano als Weichei-Sohn. Die Gegend war allerdings schön.

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14