Neuer bzw. überhaupt der erste längere Trailer zu Pedro Almodóvars “The Skin I Live In” (OT: La piel que habito), auf den ich mich immer mehr freue. Offenbar dreht Almodóvar wieder reichlich Filmgeschichte durch seine ganz persönliche Mangel, könnte erneut in Richtung Noir à la Wilder gepaart mit Obsessionen und Fetischen aus Hitchcocks Werk gehen (wie bereits in “La mala educación”). Deutscher Kinostart: 20. Oktober.
A brilliant plastic surgeon, haunted by past tragedies, creates a type of synthetic skin that withstands any kind of damage. His guinea pig: a mysterious and volatile woman who holds the key to his obsession.
- Jet Strajker •
- August 31st, 2011 •
- 9 Kommentare
- Schlagwörter: Pedro Almodovar, The Skin I live in


















Auf dem Trailer-Standbild wähnte ich zunächst den jungen Sean Connery vor mir. Aber das ist ja Antonio Banderas.
Kommentar #1 von mein Senf am 31.08.2011 um 09:47 Uhr
Großartiger, verstörender Film!
Kommentar #2 von caliban am 31.08.2011 um 10:14 Uhr
Ich habe bereits die Pressevorführung gesehen und bin absolut begeistert! Dieser Film wird für heftige Diskussionen sorgen und in gewissen (Fan-)Kreisen ein Kultfilm werden. Ich hätte nicht gedacht, dass Almodóvar nochmal so was Kontroverses und Provokatives hinbekommt. Zunächst mal ist es eine Rückkehr zu härteren Filmen von ihm wie “Matador” und “Fessle mich!”. Im Verlauf der Handlung wird dann aber doch auch wieder ein waschechter Almodóvar daraus – mit vielen komplexen Verwicklungen und melodramatisch-tragischen Schicksalsverknüpfungen. Und die geniale Grundidee hat es diesmal absolut in sich; der Filmtitel ist diesbezüglich übrigens sehr sehr treffend. Ich bin mir nicht sicher, ob man den Film als Horror oder sogar Science-Fiction einstufen kann. Mehr als alles andere ist er nämlich ein total perfider, fieser Rache-Thriller. Meiner Meinung nach ein absolutes Meisterwerk (was die Arthouse-Fraktion wohl wegen des kontroversen Inhalts leider nicht so sieht, denn in Cannes gab es dieses Jahr keinen Preis dafür und eher nur negative Kritiken). Unbedingt sehenswert – vor allem auch für Phantastik-Fans! Auf dem Fantasy-Filmfest hätte “Die Haut, in der ich wohne” zum Beispiel ein mehr als würdiger Eröffnungs- oder Abschlussfilm sein können.
Kommentar #3 von Binding am 31.08.2011 um 10:24 Uhr
Stimme Binding zu: Genialer Streifen vom Pedro. Der Racker aus La Mancha ist eben doch einer der letzten Guten seiner Branche.
Kommentar #4 von Ferris Bueller am 31.08.2011 um 13:00 Uhr
Hm der Trailer gefällt mir ganz gut. Allerdings ist das Lied deutlich größer als der Trailer. Trentemøller – Shades of Marble.
Dennoch ne interessante Wahl für diesn Film. Würde mich freuen, wenn in dem Film noch mehr musik von ihm vorkommt.
Kommentar #5 von lukipuki am 31.08.2011 um 15:14 Uhr
Die Musik macht Alberto Iglesias. Konnte mich zumindest nicht an eine Stelle mit elektronischer Musik erinnern.
Kommentar #6 von Ferris Bueller am 31.08.2011 um 16:01 Uhr
Wow, sehr spezieller Trailer, aber auf seine Weise absolut faszinierend und fesselnd. Und die begeisterten Kritiken dreier meiner Vorredner haben mich noch neugieriger auf den Film gemacht!
Kommentar #7 von filmtoast am 31.08.2011 um 16:15 Uhr
Kann alles von Binding nur unterschreiben! War unfaßbar verstörend, aber genial
Kommentar #8 von caliban am 01.09.2011 um 11:06 Uhr
Habe den Film gestern gesehen und war ziemlich enttäuscht – was hauptsächlich die Schuld der ersten Laufzeithälfte war. Diese ist in meinen Augen so unglaublich konfus inszeniert, so absurd, albern und vollgestopft mit zwei absolut unnötigen Sub-Plots (der “Tiger” und die uneheliche Herkunft des Schönheitschirurgen), dass ich mich fast in der falschen Vorstellung wähnte. Gott sei dank setzte in der zweiten Hälfte dann endlich die “richtige” Handlung ein, die, das muss ich zugeben, überaus verstörend ist. Die Enthüllung der Identität des “Versuchskaninchens” hat mich sehr überrascht, umso schmerzlicher ist es dann, “Vera” als Frau agieren zu sehen. Allerdings haperte es bei der Darstellung der Hassliebe, die die beiden Hauptcharaktere verbindet, enorm. Enttäuschend fand ich auch, dass das angeschnittene Thema “Kunsthaut durch Genmanipulation” praktisch sofort fallen gelassen wurde und somit zur reinen Fußnote verkam.
Fazit: Erste Hälfte streichen, zweite Hälfte besser ausarbeiten – perfetto. Aber in dieser Form kann ich “The skin I live in” nicht akzeptieren. Einer der wenigen Filme, von denen ich mir ein amerikanisches Remake wünschen würde.
Kommentar #9 von Olli am 03.11.2011 um 20:16 Uhr