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Wenn nächstes Jahr “Titanic” und “Episode I” in 3D-Konvertierungen auf der großen Leinwand zu sehen sein werden, werkeln längst findige Produzenten an weiteren Back-Up-Titeln, die mit dreidimensionalen Re-Releases in die Melkmaschine gespeist werden. Disney, Star Wars, Cameron… so weit, so gut (somehow).

Eine 3D-Wiederveröffentlichung von Bernardo Bertoluccis 9fach oscarprämiertem Pu-Yi-Epos “The Last Emperor” (Der letzte Kaiser, 1987) aber muss man nun wirklich irgendwie unter Kuriosität verbuchen. Momentan wird bereits mit Kameramann Vittorio Storaro an der Konvertierung gearbeitet, und Produzent Jeremy Thomas ist ganz aus dem Häuschen: “We’ve experimented with only two scenes so far but Bernardo is thrilled with it.”

David Cronenberg soll Thomas’ Angebot hingegen abgelehnt haben – “Naked Lunch”, sein Fiebertraum über William S. Burroughs, wird nicht konvertiert.

Vor drei Jahren noch hätte man das für einen Aprilscherz gehalten.

(via)

18 Kommentare

  1. das geht vorbei, das geht vorbei, das geht vorbei…hoffentlich werden bald wieder filme gemacht. filme nach guten Drehbüchern, keine Reboots, Sequels…sondern wieder NEU Filme…von mir aus auch nach guten Romanvorlagen.

    Kommentar #1 von firejoe am 08.11.2011 um 00:04 Uhr

  2. Wenns gut gemacht ist, warum nicht.

    Kommentar #2 von Jumperman am 08.11.2011 um 00:26 Uhr

  3. Hängt wahrscheinlich wirklich davon ab, wie erfolgreich TITANIC und EPISODE I an der Kinokasse sind. Ich glaube bei beiden nicht wirklich dran. Nur wegen einer leidlichen Konvertierung nochmal Geld abzudrücken für einen Film, den man im Notfall ohnehin schon im Regal stehen hat…

    Kommentar #3 von justus_jonas am 08.11.2011 um 00:32 Uhr

  4. @firejoe Sowas wie ein “New New Hollywood”? Dafür müssen die Einspielergebnisse aber erstmal alle schön in den Keller gehen. Solang die Massen aber trotzdem weiterhin in schlechte Reboots, Sequels und Comicverfilmungen pilgern wird sich sicher nichts ändern.

    Kommentar #4 von Balkonschlaefer am 08.11.2011 um 00:35 Uhr

  5. wenn die einfach mal gute filme im original wieder im kino zeigen würden.

    Ich würde mir alien, terminator oder the thing sofort im kino angucken gehen warscheinlich sogar zum selben preis wie aktuelle filme.

    Kommentar #5 von samson am 08.11.2011 um 01:24 Uhr

  6. Nichts dagegen “ältere” Filme im Kino sehen zu wollen, die man evtl. nicht dort erlebt hat! Dafür würde ich auch sofort Geld ausgeben!!! (Schließe mich da völlig “samson” an! Treffen uns dann in der Vorstellung von Alien!) Aber krampfhaft Alles in 3D rauswürgen zu müssen, obwohl es weder kompositorisch noch sonstwie für 3D gedacht war ist völlig hanebüchen, sorry!

    Mittlerweile, wenn mich jemand fragt, ob ich mit ins Kino gehe sage ich nur noch: “Wenn es nicht in 3D ist gern!”

    Kommentar #6 von Fluffy Bunny am 08.11.2011 um 10:37 Uhr

  7. Es gibt gerade eine ganz coole (ich glaube) Vodafone-Werbekampagne, in denen angestaubte 70er-Jahre Chefs darüber palavern, dass sich “diese Internetsache” bestimmt bald wieder erledigt haben wird. Einige Kommentare gehen verdächtig in diese Richtung mit dem Unterschied, dass sie tatsächlich ernst gemeint sind.

    Über den Sinn, alte Filme nachträglich in 3D auf die Leinwand zu hieven kann man in der Tat streiten, kommerziell gesehen steht da aber nunmal “Der König der Löwen 3D” mit einem mehr als beachtlichen Einspielergebnis. Und darum geht es nunmal den Studios.

    Ich denke, die Zukunft des Kinos wird dreidimensional. Kino hat sich spätesten mit der Einführung des Fernsehens immer nach einem Mehrwert für die Zuschauer umgeschaut. Diesem Streben haben wir beispielsweise so überflüssige Technologien wie “Farbfilm” Cinemascope” und “THX-Sound” zu verdanken.

    Was wir momentan erleben, ist der erste ernstzunehmende Schritt in Richtung 3D (die ersten Versuche in den 1950er und 1980er Jahren waren dagegen eher Testballons). Alles sicherlich technisch noch nicht ausgereift, (In zwanzig Jahren werden sich meine Kinder bestimmt beäumeln, dass ich mich mit einer Spezialbrille ins Kino gesetzt habe) aber garantiert eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist.

    Natürlich wünscht sich jeder seine gute alte Zeit zurück, in denen Effekte noch handgemacht wurden, das Kino noch nicht dem bösen Kommerz anheim gefallen war und alles noch in 2D lief. Das alles ist so verständlich wie irrational. Jeder Mensch ist da wohl im Grunde seines Herzens konservativ, weil verklärte Erinnerungen dranhängen.

    Was wir jetzt erleben nennt man Fortschritt.

    Kommentar #7 von Mein Senf am 08.11.2011 um 11:38 Uhr

  8. Zu Leuten die hier schreiben “Wenns gut gemacht ist, warum nicht.” Hirn einschalten wäre da mal ganz gut… zu dem was “3D Konvertierung” bedeutet und WIE das gemacht wird. Im Grunde braucht man Bildinformationen von Schauspielern verdeckt werden. Schauspieler müssen mühsamm freigestellt, rostoskopiert werden. (Eigentlich). Wie das in der Praxis genau aussieht… und welche Tricks angewandt werden.. keine Ahnung. Habe da noch keinen Artikel drüber gefunden. Als nächstes bleibt die Welt und der Schauspieler ja dennoch flach. Für einfache Gemoetrie gibt es eine Technik die sich “Projection Mapping” nennt. Damit kann man aus einfach 2D Fotos auch schickes 3D bauen. Klappt aber nur wenn sich die Kamera nicht zu stark bewegt. Und ich kenne diese Technik eben auch nur bei 2D Fotos. bei 2D Bewegtbildern funktioniert Projection Mapping ja schon wieder nicht. Jedenfalls müsste diese Technik aber irgendwie angewandt werden damit der Raum in 3D erscheint.

    Ich habe mir noch kein 2D zu 3D konvertierten Film angeschaut. Aber was man so hört… da sagen alle das es ziemlich flach wirkt. Verständlich. Weil es eben keine Technik gibt die aus einem 2D bewegt bild mal eben so 3D zaubern kann. Im besten Falle werden die Schauspieler vom Hintergrund getrennt, dann ein wenig in den Vordergrund gerückt. Das wars. Und um einen Schauspieler optisch in 3D erscheinen zu lassen… da müsste man über ihn ein 3D Modell legen (aber 100% exakt) … auf das dann das “Bild” des schauspielers gelegt wird, damit der plastisch erscheint. Quasi unmöglich mit heutiger Technik.

    2D zu 3D ist Bullshit, Verarschung, usw.
    Wenn denen wirklich dran liegen würde alte Filme zu verbessern würden sie die auf 4K neu “restaurieren” (noch mal das original Footage digital hochauflösender scannen) . DAS wäre toll. Haben die bei “Taxi Driver” gemacht… und kam auf der letzten Berlinale super an. Aber für 4K zahlt eben niemand einen Zuschlag. Ausserdem stehen eh viel mehr 2K als 4K Projektoren in den Kinos. Noch. Das wird sich dank Peter Jackson nun ändern.

    Kommentar #8 von Dr.Strangelove am 08.11.2011 um 11:58 Uhr

  9. “da müsste man über ihn ein 3D Modell legen (aber 100% exakt) … auf das dann das “Bild” des schauspielers gelegt wird, damit der plastisch erscheint. Quasi unmöglich mit heutiger Technik.”

    @Dr.Strangelove: genau so wird es gemacht. technisch ohne weiteres möglich. kann jeder mit geduld am heimischen pc ausführen.

    Kommentar #9 von jAnsen am 08.11.2011 um 12:59 Uhr

  10. Who cares?

    *Seite überflieg*

    Wieder mal keine neuen Reviews, schade.

    *Fenster wieder schließ*

    Kommentar #10 von Doughnut am 08.11.2011 um 14:06 Uhr

  11. @ Dr. Strangelove:
    Ja, ich hab geschrieben “Wenns gut gemacht ist, warum nicht.”. Und so meine ich es auch.
    Ich produziere selbst gerade einen 3D-Film (richtiges 3D, nicht konvertiert) und weiß, wie die Techniken funktionieren. Dennoch kann auch 3D-Konvertierung ihre Wirkung erzielen, wenn sie wie gesagt gut gemacht ist.
    Ich habe fast alle Filme in 3D gesehen, die rausgekommen sind. Natürlich waren viele der konvertierten nicht so gut (also was die technische 3D-Qualität) angeht, aber nicht alle. “Clash of the Titans” hat man sofort angesehen, dass es ein Schnellschuss war. Bei “Green Hornet” habe ich während des Films lange Zeit gerätselt, obs echt ist oder nicht. Und nach dem Kino lese ich, dass es konvertiert war. Da hats gut funktioniert.
    Und warten wir erstmal “Titanic” ab. Technisch lässt Cameron ja alles unter Perfektion gar nicht zu, also kann man wirklich gespannt sein, was er so rausholt. Aber grundsätzlich zu sagen, konvertiert muss schlecht sein, ist falsch.

    Kommentar #11 von Jumperman am 08.11.2011 um 15:06 Uhr

  12. @jAnsen: Echt jetzt. Über jeden Schauspieler wird ein exaktes 3D Modell gelegt.. damit die Wölbungen und so alles stimmt. Jeder Gesichtszug müsste ja dann in 3D nachmodeliert werden. Und das für jeden Frame. Wenn die Augenbraue hochgezogen wird… muss das das 3D Modell auch. Und gibt es da ein Einheitsgesicht für alle Schauspieler?
    DAS würde ich ja echt gerne mal sehen. Dann könnte man ja gleiche eine Tim Und Strupi Film machen. Viel wahrscheinlicher ist das die einen Schauspieler einfach ein wenig “nach außen stülpen” aufgrund Aufgrund von Licht und Schatten.
    Irgendeine 3D Wirkung wird so ein konvertierter 2D Film schon erzeugen. Aber richtig gut wird das niemals aussehen. Dann lieber 4K Restauration.

    Kommentar #12 von Dr.Strangelove am 08.11.2011 um 17:34 Uhr

  13. @ Dr.Strangelove:
    Das mit dem 3D-Modell stimmt nicht. Ich kenne jemanden, der in einer Firma arbeitet, die unter anderem 3D konvertieren. Die arbeiten mit speziellen Softwares bzw. PlugIns, die schon sehr starke Automatismen haben. Es muss trotzdem fast alles von Hand maskiert werden. Die Masken lassen sich dann teils tracken. Beim Gesicht/Kopf wird der Umriss maskiert und dann noch bestimmte Punkte markiert, wie Nasenspitze, Augen usw. Die Tiefe wölbt sich dann entsprechend mit passenden “Dellen” an Nase oder Stirn. Ähnliche Presets sind für schräge Flächen, wie Wände, Böden, Decken usw. da. Auch die “fehlenden Pixel”, die durch die Paralaxe entstehen, können schon relativ automatisch interpoliert werden, indem das Bild entweder leicht verzerrt oder Bildinformationen aus vorangegangenen oder kommenden Frames verwendet werden. Wenn man da akkurat und intensiv genug arbeitet, ist das Ergebnis kaum mehr von “echtem” 3D zu unterscheiden.
    Auch in “Avatar” gabs bei den Realszenen viele Shots, die erst 3D nachbearbeitet wurden, weil das direkte 3D-Drehen bei manchen Einstellungen nicht möglich war. Deiner These nach müssten die ja sofort rausstechen.
    Ich bin auch eher Pro-Echtem-3D, aber Teilweise-Konvertierung lässt sich nicht vermeiden. Die Nachträgliche-3D-Technik steckt noch in den Kinderschuhen und man sollte es noch nicht verteufeln, bevor es sich entwickelt hat.

    Kommentar #13 von Jumperman am 08.11.2011 um 21:14 Uhr

  14. @Jumperman
    Danke für die Info. Genau so habe ich mir das gedacht. Habe noch nicht so viel 3D gesehen von daher kann ich die Wirkung nicht beurteilen bin aber überrascht das sich das Auge mit ein paar Dellen doch recht gut täuschen lässt. naa. Bei so “projection mapping” Sachen klappt es ja auch ganz gut, selbst wenn “Details” im Bild dann doch perspektivisch nicht 100% stimmen.

    Kommentar #14 von Dr.Strangelove am 09.11.2011 um 14:50 Uhr

  15. haha geil storaro soll das machen? der hat doch nachgewiesen nicht mehr alle latten am zaun und will alles seine filme ins vom ihm selbst erfundene univisum format konvertieren: en.wikipedia.org/wiki/Univisiu....

    sowieso ein unding… ich HASSE es wenn filmtransfers (für blu-ray oder dvd) von den kameragreisen”überwacht” werden da kommt zu 70% nur kacke raus. weil die im dementen alter doch sowieso solche sachen wie bildschärfe und farbgebung nicht mehr in der rübe haben oder aus einer pupslaune den ganzen film in magenta “restaurieren” weil sie das ja “so schon immer gewollt haben, aber damals nicht umsetzen konnten”

    Kommentar #15 von bale am 09.11.2011 um 17:58 Uhr

  16. @Mein Senf:
    Ich denke 3D mit Brille hat einfach keine Zukunft. Das wird jetzt noch ein paar Jahre laufen, dann haben die Leute (hoffentlich) die Schnauze voll von dunklerem, matschigerem Bild. Dazu noch die nervige Brille. Und richtiges 3D ist es auch nicht: einfach mehrere flache Ebenen übereinander. In 20 Jahren können Sie es gerne nochmal versuchen. Aber dann bitte mit Glasklarem Bild, kräftigen Farben, richtiges 3D und ohne Brille.

    Kommentar #16 von Saladdin57 am 09.11.2011 um 18:03 Uhr

  17. @ Saladdin:

    Du schreibst aus der Zukunft… krass! Wie ist es da?
    Man ist dort definitv weiser als Jetzt und Heute – ich stimme Dir nämlich absolut zu und ergänze um: “Ich hab jetzt schon die Schnauze voll davon, nach 20 Minuten im Kino absolut keinen Bock mehr auf den Film zu haben, weil meine Augen weh tun und ich die beschissene Brille nicht absetzen kann, weil ich dann nur noch gnadenlosere Kopfschmerzen kriege. Außerdem könnte man für das 3D Geld evtl. ein besseres Script und eine sinnvolle Handlung kaufen?!”

    Kommentar #17 von Fluffy Bunny am 09.11.2011 um 18:09 Uhr

  18. Ach so… die Uhr stimmt einfach nicht hier auf dem Server… verdammt…

    Kommentar #18 von Fluffy Bunny am 09.11.2011 um 18:26 Uhr

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