Kurzreviews: The Thing, Submarine, Real Steel, Tim & Struppi und das Geheimnis der Einhorn (Review)

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So nachdem ich aus dem Urlaub zurück bin jetzt ein paar aktuelle Starts und Filme zu dem ich jetzt erst gekommen bin im Kurzreview:

The Thing – USA 2011
★★★☆☆

Vorgeschichte von Carpenters The Thing in der wir erfahren, was im norwegischen Forschercamp passiert ist, die das Alien und das Raumschiff entdeckt haben.

Es hätte schlimmer kommen können. Ganz klar spielt das verspätete Prequel an keiner Stelle in derselben Liga wie Carpenters Meisterwerk, aber es versucht sich im respektvollen Umgang mit dem Original in dessen Anfang es immerhin nahtlos überleitet.
Was dem neuen Film fehlt sind starke Charaktere und die ruhige, suspensegeladene Stimmung des Originals. War im Original jede Figur auf ihre Weise einprägsam und interessant, dienen die viele Figuren des norwegischen Camps hauptsächlich als verheizbares Kanonenfutter, für das “Ding” das sich diesmal entgegen der Tagline von Carpenters Film (“Man is the warmest place to hide”) weniger versteckt, als wie ein Slasher-Killer hinter seinen Opfern her ist. Die verschiedenen Mutationen sind dabei durchaus originell und faszinierend konzipiert, kranken allerdings an ihrem digitalen Look, der sie nur in wenigen Momenten als so real und greifbar erscheinen lässt, wie Rob Botins Latexkreationen. Das diesmal eine außenstehende US-Forscherin (und Amerikanerin) als Identifikationsfigur in den Plot gepresst wurde, die sich mit dem eindimensionalen Mad Scientist rumstreiten darf, tut der Spannung auch nicht wirklich gut, denn so stellt sich nie das Gefühl echter Abgeschlossenheit ein und die Idee mit den Plomben als Nachweis der menschlichen Echtheit ist leider auch nicht halb so nervenzerfetzend, wie der Bluttest des Originals.

Die Musik und Kameraführung versucht sich schon dran Carpenters Werk zu imitieren und es gibt zugegeben viel langweiligere und ärgerlichere Filme als dieses neue Thing. Aber leider fügt das Prequel der Geschichte weder etwas interessantes hinzu, noch ist er je mehr als eine Fußnote zum Original. Und dessen Schicksal nach geflopptem Kinostart erst spät zum Kulterfolg zu werden, dürfte das Remake wohl auch nicht erwarten – denn dazu ist es einfach zu gewöhnlich.

Submarine – UK 2011
★★★★☆

Der eigenwillige britische Teenager Oliver Tate muss sich mit der Beziehungskrise seiner Eltern, dem Erwachsenwerden und der schwierigen Beziehung zur Freundin Yordana herumschlagen.

Nicht die originellste Coming of Age-Story, aber dennoch eine sehr skurril und sehr englisch, respektive walisisch erzählte Story über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe. Die Darsteller sind eher sympathisch, als schön und Meilen entfernt von den geleckten US-Kollegen. Der Soundtrack ist großartig stimmungsvoll und die Küste von Swansea bildet den passenden optischen Background, der die innere Melancholie und jugendliche Unsicherheit wie den Hang zum großen, prätentiösen Drama widerspiegelt. Als Geistesverwandter von Adrian Mole und Nick Twisp kann Oliver Tate durchaus überzeugen und wenn er mit seiner Freundin Freundin zusammen Dinge anzündet, sich selbst Super 8-Erinnerungen erschafft oder elaborierte Todesphantasien durchspielt, ist das eigenständig genug um davon abzulenken, dass die Themen natürlich universell sind und wir diese Teen-Angst schon dutzendfach gesehen haben. Letztlich funktioniert der Film auch eher darüber wie er die Story erzählt, als darüber was er erzählt. Besonders erwähnenswert neben den jungen Hauptdarstellern auch Noah Taylor, als dauerdepressiver Vater und Sally Hawkins als Olivers Mutter.

Real Steel -USA 2011
★★★☆☆

Heruntergekommener Ex-Boxer wird überraschend mit seinem Sohn konfrontiert und muss nicht nur seine Beziehung zu ihm kitten sondern auch einen abgetackelten Kampfroboter zum Sieg führen…

Ohne Hugh Jackmans Charme hätte diese Robo-Version von Rocky wirklich Probleme. Dank ihm bleibt der Film im soliden Fahrwasser des Kinderkinos, der ideale Sonntag-Nachmittags-Kost ohne jede Überraschung abliefert.
Tricktechnisch ist das ganze überraschend zurückhaltend und gerade deswegen beindruckend, die Roboter verschmelzen nahtlos mit der real gefilmten Action. Dramaturgisch wirds bisweilen etwas anstrengend, denn der kleine Junge überschreitet mehr als einmal die Grenze zum Nervigen, zumal er nie als Kind wirklich glaubhaft wird, so sehr ist er den Erwachsenen des Films überlegen.
Die Logik ist auch nicht der große Freund des Drehbuchs und Captain Kitsch schlägt im tränenseeligen Final dann auch härter zu, als jeder Kampfroboter.
Mit 12 hätte ich den Film vielleicht geliebt, aber als Erwachsenem bietet der Streifen dann doch zuwenig Überraschungen als das es für ein mehr als “ganz nett” reichen würde. Trotzdem ist der Film mit seiner warmherzigen Harmlosigkeit immer noch um Längen sympathischer als Transformers und Co.

Tim & Struppi und das Geheimnis der Einhorn – USA 2011
★★★½☆

Tim & Struppi lernen auf der Suche nach dem Geheimnis das sich in den drei Miniaturnachbildungen des Schiffs “Einhorn” Kapitän Haddock kennen und stürzen sich mit ihm in ein Abenteuer…

Wie erwartet setzt Spielberg im Bereich Motion-Capture-Film neue Maßstäbe. Technisch stellt er die Werke von Zemeckis deutlich in den Schatten und auch das Problem der toten Augen ist zwar nicht ganz verschwunden, aber deutlich besser als in anderen Werken. Problematischer ist da schon das Mischkonzept, die künstlerische Entscheidung die Figuren weder ganz menschlich, noch ganz stilisiert wirken zu lassen. So haben wir seltsam cartoonige Gestalten mit Sommersprossen, Poren und und Haaren auf den Armen – die zumindest für mich nie ganz den seltsamen Hauch des sterilen Abschütteln konnten.

Die Story geht im großen und ganzen in Ordnung, bietet klassische Abenteuerkost und einige rasante Actionszenen und wohl die schönste Intro-Animation der letzten Jahre, die Anklänge an “Catch me if you can” liefert – nicht zuletzt weil wir auch hier wieder mal John Williams im Jazz-Modus erleben dürfen.

Soweit ich es beurteilen kann, bleibt der Film auch den Figuren und dem Erzähltonfall Herges relativ treu, spielt mit kleinen Verweisen auf den Tintin-Kosmos, was Fans des Jungreporters sicher freuen dürfte. Mein Fall war der Mix aus relativ brutaler Action, in der ständig mit Maschinengewehren und Pistolen geballert und getötet wird und sehr kinderaffinen Slapstick-Humor allerdings schon in den Comics und Zeichentrickfilmen nicht ganz. Tim und Struppi sind noch ganz okay, aber Captain Haddock (schön gespielt von Andy Serkis) der ständig zwischen weinerlichem Säufer, Selbstüberschätzung und Trottel hin und herspringt ist auf Dauer genau wie Schulze & Schultze mit ihrer Dauerdebilität ziemlich anstrengend. Was ich in einem konsequent cartoonigen Film, mit überzeichneten Figuren wie Shrek oder Despicable Me akzeptieren kann, wirkt in diesem Halbrealistischen Look unpassend und merkwürdig. Zugleich passiert im Grunde relativ wenig und nach dem ganz unterhaltsamen Showdown mit dem Schurken bleibt das Gefühl, das wahre Abenteuer stünde erst noch bevor. Bei aller Kritik bin ich dennoch gespannt was Peter Jackson aus dem nächsten Film macht, denn Spielberg geht inszenatorisch doch zu oft auf Nummer Sicher und erinnert in den Actionszenen streckenweise unangenehm an Indiana Jones 4 – auch wenn er und seine All-Star-Screenwriter-Horde wohl versucht haben das Flair von Raiders zu imitieren.

Es bleibt kein schlechter Film, der die zahllosen Fans (so sie sich nicht an Beckmessereien aufreiben) und kleinere Kids wohl gut unterhalten dürfte (wenn man es okay findet sie Filme sehen zu lassen in denen Nonstop mit Waffen herumgefuchtelt und geballert wird), bei dem wir aber gespannt sein können, ob er viele neue Fans hinzugewinnen wird.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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21 Comments

  1. Nitpicker

    Kommt extrem selten vor, aber diese Mal entspricht das FFF-Review zum “Ding” absolut meiner Meinung. Grundlegend war ich positiv überrascht! Hatte niedrige Erwartungen, und die wurden überraschend stark übertroffen – auch wenn der Film am Ende natürlich ziemlich überflüssig ist. Ich finde allerdings, dass die digitalen Monstereffekte ausgesprochen gut aussehen! Nicht perfekt, aber schon ziemlich gut! Glitschige und reflexionsreiche Oberflächen sind nach wie vor ein bisschen das Problem, aber grundsätzlich haben sich die Effekte schon ein kleines Lob verdient, finde ich. Zumal sie erfrischend einfallsreich (wenngleich eklig-krank) waren. Trotz der modernen Machart passt das Prequel ganz gut zum Original von 82, hätte viel schlimmer kommen können!

  2. EddieBarzou

    “(wenn man es okay findet sie Filme sehen zu lassen in denen Nonstop mit Waffen herumgefuchtelt und geballert wird)”
    du hast mit cowboy und indianer, ganove und polizist etc. auch erst mit 18 gespielt ne? mach dir keine sorgen die werden nich alle zu serienmördern.

  3. Batzman (Oliver Lysiak)

    @Eddie

    Die Waffen in T&S haben eine andere Qualität als in anderen Filmen und stehen in merkwürdigen Kontrast zum Kleinkinderhumor den der Rest des Films hat. Es wird auch nicht nur geballert sondern auch gemordet, es sterben haufenweise Leute, einer wird von Maschinengewehrsalven durchsiebt – und der Film hat keine Haltung dazu, er nimmt das einfach so hin. Ich befürchte nicht, dass Kinder bleibende Schäden davon bekommen, ich finde es einfach eine ungesunde Mischung die dem Film schadet. Wäre er konsequent etwas erwachsener von der Haltung her, wären die Waffen kein Problem – aber zusammen mit dem fürchterlich unlustigen Slapstick-Klamauk und den sehr nervigen Tim/Haddock-Dialogen die wirklich eine unter 10 Zielgruppe haben, funktioniert dieser Waffenfetischismus nicht wirklich.

  4. KodyMonstah

    “Die verschiedenen Mutationen sind dabei durchaus originell und faszinierend konzipiert, kranken allerdings an ihrem digitalen Look, der sie nur in wenigen Momenten als so real und greifbar erscheinen lässt, wie Rob Botins Latexkreationen.” (zu “The Thing”)

    Meiner Meinung nach ist es genau umgedreht, dass das handgemachte Ding aus den 80ern viel zu steif wirkt, sich abgehackt bewegt und einfach nur unfreiwillig komisch ausschaut, wodurch der Spannungsbogen gleich wieder absinkt. Auch wenn man dem Computerding des aktuellen Films seinen Ursprung ansieht, nehme ich ihm die von ihm ausgehende Bedrohung durch seine flüssigen, flotteren Bewegungen weitaus eher ab.

    Im Großen und Ganzen fand ich zwischen beiden Filmen keine dollen Unterschiede. Es ist das Selbe in grün. Ich merkte dem alten seine Zeit an und der neue war insgesamt für mich etwas flotter inszeniert und spannender. Gerade die Zahnplombenszene war ein Knüller und der Höhepunkt, *SPOILER* in dem das Vieh nicht mal auftauchte.

    Hab den alten Streifen ein Tag nach dem neuen zum 1. Mal gesehen. Vielleicht liegt’s auch daran.^^

  5. eipi

    Ich habe den neuen “Thing” noch nicht gesehen, aber diesen Satz hier: “War im Original jede Figur auf ihre Weise einprägsam und interessant, dienen die viele Figuren des norwegischen Camps hauptsächlich als verheizbares Kanonenfutter” finde ich Blödsinn. Ich habe den Film vor kurzem mal wieder gesehen und wenn ich die heutigen Maßstäbe nach denen Charaktere eine gewisse Tiefe haben sollen, um mitfiebern zu können, ansetze, bleibt beim alten Film auch nur Kanonenfutter. Der einzige Unterschied ist, dass es eben 80er Jahre 0815-Figuren waren, die ins Gras bissen, statt 2011er. Die haben dann weniger weiße Zähne, sind alle ein bisschen älter und natürlich alle männlich. An Tiefe gewinnen sie dadurch aber auch nicht wirklich. Was wirklich hängen blieb waren natürlich die Effekte, aber wenn man die mal vom Film subtrahiert, haben wir nur nen ziemlich müden Alienverschnitt mit Kurt Russel, der auch wieder nur Kurt Russel spielt.

  6. Mein Senf

    “The Thing” sah schon im Trailer sehr gelungen aus. Schön, dass er diesen Eindruck auf Spielfilmlänge bestätigt.

    UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUNNNNNNNNNNNNDDDD;

    Cool, dass es wieder Reviews gibt, danke Batz!

  7. Picknicker

    Für mich ist der neue “The Thing” völlig überflüssig…lediglich ein Remake, welches als Prequel getarnt daher kommt. Zwar spielt die Geschichte zeitlich vor der Carpenter Version und schließt am Ende direkt an sie an, jedoch haben die Macher lediglich versucht den 80er jahre film einfach beat für beat nachzuahmen, anstatt etwas Eigenes oder Neues hinzuzufügen. Ist ein bisschen wie bei Hangover…da war der 2. Teil auch nur die Kopie des Ersten. Gegen eine gut gemachte Neuinterpretation eines alten Stoffes hab ich nichts, aber ich hoffe solche faulen 1:1 Kopien werden nicht zum neuen Trend in Hollywood!

  8. doc

    faule 1:1 kopien SIND doch längst trend in hollywood ;)

    next one please …

  9. Martinmartin

    Tim und Struppi hab ich mir gestern gegönnt. 3D war mal wieder nichts, ich weiß nicht wieso ich die paar Euro mehr immer wieder ausgebe, aber ansonsten fand ich den Film als Tim und Struppi & Indiana Jones Fan verdammt stark, obwohl, wie im Review erwähnt, eigentlich nicht allzu viel passiert.
    Die ausufernden Action-Sequenzen haben da wohl wertvolle Story-Zeit verschlungen, aber wenn sie einfach so herrlich “komponiert” sind wie in Tim und Struppi sei das verziehen!

  10. Doughnut

    was Martinmartin schreibt

    Irgendwie bin ich inzwischen wohl abgestumpft, was 3D angeht, denn auch wenn mir vollkommen bewusst ist, dass die Technik in dem Film gut und effektiv eingesetzt wurde, ich hatte null Mehrwert davon (hab Tim & Struppi zweimal gesehen, einmal 3D, dann noch mal 2D).

    Und schade, dass ihr so wenig Zeit findet zum Reviews schreiben. Wenn, dann sind es oft Kurzreviews, auch zu Filmen, bei denen man sich als Leser eine ausführliche Analyse wünschen würde.

  11. TopF

    im endeffeckt konnte man aus dem prequel nicht mehr machen als es geworden ist.

    ich hab gestern dasoriginal hinterhergeschoben und man muss dem regisseur anerkennen, er hat ziemlich viel herzblut in den film investiert.
    die axt in der wand , der zweiköpfige parasit, alles was im original drin steckte wurd hier verwendet… auch wenn die waffe im original eine völlig andere war.

    ich war positiv überrascht von dem film.
    auch wenn er kein meilenstein ist, oder gar genial, ist er trotzdem eine würdige ehrung des originals: alle details wurden eigentlich erklärt, auch wenn ich die amerikanerin etwas sinnfrei fand.

  12. Brausepeter

    “Mein Fall war der Mix aus relativ brutaler Action, in der ständig mit Maschinengewehren und Pistolen geballert und getötet wird und sehr kinderaffinen Slapstick-Humor allerdings schon in den Comics und Zeichentrickfilmen nicht ganz.”

    He Mr Batzmann: relativ brutale Action? Es wird ständig mit Maschinengewehren und Pistolen geballert und getötet? Dude, are you kidding us? Hast Du jemals ein Tim & Struppi Comic in der Hand gehabt?

    Wohl eher nicht.

    In den insgesamt über 22 Comic Bänden kommen glaube ich nicht mehr als 8 Menschen ums Leben. Zwei ertrinken im Meer (Der Arumbaya Fetisch), einer wird erschossen (dito), Einer wird von Krokodilen gefressen (Tim im Kongo), einer schwebt im Weltall davon (Schritte auf dem Mond), drei fallen als riesige Schneekugeln in eine Andenschlucht.

  13. Doughnut

    “Mein Fall war der Mix … allerdings schon in den Comics … nicht ganz.”

    Was an dem Satz hast du nicht verstanden, Brausepeter?

  14. Mein Senf

    “The Thing” fand ich wirklich überzeugend. Er merzt einige Schwächen des Carpenter-Remakes aus und bedient sich ausgiebig dessen Stärken. Die eiskalte Setting wird beispielsweise optimal inszeniert und verstärkt das Gefühl der Isolation, das später durch die um sich greifende Paranoia auf die Spitze getrieben wird.

    Darüberhinaus entpuppen sich einige von Batz verortete Schwachstellen als echte Stärken. So ist die Tricktechnik wirklich grandios geraten, ein überzeugender Mix aus Puppenspiel und CGI (quasi: “Wo die wilden Kerle wohnen” für Erwachsene). Den aus heutiger Sicht teilweise unfreiwillig komisch anmutenden Carpenter-Gummimonsterkreation jedenfalls haushoch überlegen. Auch der angesprochene “Plombencheck” ist nicht bloß eine Variation des Blutest, sondern durch den höheren Unsicherheitsfaktor eine gekonnte Steigerung des Originals.

    Die große Nähe zum Carpenter-Remake ist allerdings Fluch und Segen zugleich. Statt einen stimmigen Höhenpunkt zu finden, wirkt der letzte Akt seltsam unharmonisch, deplatziert und zu sehr darauf getrimmt, den Anschluss zur 82er-Version herzustellen.

    Ob nun es nun ein Remake, Prequel oder eine Fortsetzung ist. Qualität hat der Streifen auf jeden Fall. Irgendwie haben es die Norweger ein echtes Horrorgen.

  15. Binding

    Zu “The Thing”: Klar, Kurt Russell & Co haben damals gerockt, und der Film bleibt für alle Zeiten ein Kultding, das seiner Zeit weit voraus war. Alles, was in dem aktuellen Remake geil ist, nährt sich natürlich auch von Carpenter – und insofern ist der neue Film klar überflüssig. Aber der Kniff, ihn als Prequel hinzubiegen, funktioniert ganz gut. Und die glibbrigen Splatter-Effekte waren wirklich auch sehr gelungen, fand ich. Haben mich total an Cronenberg (speziell „Naked Lunch“) erinnert.

  16. Wunderhund

    The Thing ist einfach schlecht. Kein Timing, keine Spannung, kein Horror im Kopf. Eine Mutation nach der anderen wird abgefackelt. Billige Schocker. Sonst nur Ödness. Schade drum.

    Anfang gut, Ende gut, dazwischen nur Schrott.

  17. Patrick Zorn

    So, gestern “The Thing” gesehen. Im Ganzen fand ich ihn auch voll OK, wobei ich einfach sagen muss, dass mir das Original besser gefällt. Selbst die Effekte sind meiner Meinung nach im 80er Film besser.
    Aber für die, die das Original nicht kennen, wird der Film wohl richtig gut sein.

  18. Henry

    @Tim & Struppi und das Geheimnis der Einhorn
    Ich finde auch, dass die Figuren zu steril aussehen und insgesamt ist die Story doch ganz schön aufgeblasen – ein bisschen mehr Comic und etwas weniger Action hätte mir besser gefallen.

  19. Dirk

    Vielen Dank für eure Bewertung zu The Thing. Sie entspricht so ziemlich meiner Meinung.
    Habe für meine “zu gute” Bewertung auf cinemotions.de schlechte Kritik erhalten! Bin auch ein Fan des Originals. Aber so granatenschlecht ist er nun doch nicht!

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