Videoessay: The Spielberg Face

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Sehenswerter, wenn auch inhaltlich etwas profaner bzw. unsauberer Videoessay zum Close-Up in Steven Spielbergs Filmen als Ikonographie begleitende melodramatische Geste. Hübsch.

In : Classics

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Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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  1. burns

    @Jet/FFF: Ist denn die Close-Up-Technik bei Spielberg tatsächlich eine ganz spezifische im Vergleich zu Close-Ups bei anderen Regisseuren?

  2. Jet Strajker

    Eigentlich nicht, aber seine Nahaufnahmen sind schon recht eigen. Geht auch mehr um die Gesichter/Gesten als solche, weniger um die reine Handhabung des Close-Ups. Finde allerdings andere Inszenierungsmerkmale bei Spielberg wesentlich ausgeprägter.

  3. Ben

    Hmmm ich würde jetzt auch nicht so weit gehen solche Close-Ups als “Spielberg Faces” zu bezeichnen.

  4. jim

    Was ,glaube ich, einen Spielberg oder auch andere außergewöhnliche Regisseure ausmacht ist das gottgegebene Talent,Hingabe und eine Form von Bessenheit.Eine durchkomponierte Inszenierung,gebunden an…letztendlich Knochenarbeit.Klar schälen sich dabei mit der Zeit individuell handwerkliche Manirismen raus – obwohl ich auch nicht unbedingt die Close up’s bei Spielberg hervorheben würde – mehr daß er ein waschechter Visionär ist.Wenn ihn ein Thema interressiert,beschert ihm seine Intuition vermutlich genau den Plan für die Ausführung.Die Betonung hier nochmals auf Intuition.Intellekt interessiert ihn nicht wirklich.Seine Arbeit hat was schlafwandlerisch souveränes – und die lebendige Phantasie ist sein Metier.Das ist was ihn ausmacht:die Emotion einer Phantasie 1:1 in Bildern umzusetzen – was letztendlich mit dem Team orchestriert sein will.Ein inszenatorisches typisches Merkmal sehe ich beim Casten seiner Schauspieler – die sich den jeweiligen Sujets absolut anschmiegen – und d a n n kann er den Spielbergflow in Gang setzen – alles ein Guss.Ein Parallellgedanke zu der Idee von den Spielbergfaces

  5. jim

    Möchte gerne noch ein paar Gedanken hinzufügen. Auch deswegen, weil Spielberg jemand ist ,der für mich persönlich nicht unwichtig ist. Mein vorhergehender Kommentar(den ich an dieser Stelle weiter auffächern werde) – der sich nicht wirklich auf das Video bezieht(welches aber auch einige meiner Punkte aufgreift und kommentiert)zeigt generell eine rudimentärere Perspektive auf. Außergewöhnlichkeit bei einem Künstler – welcher Couleur auch immer – braucht einen potenten Samen.Woraus dann alles entspriessen kann.Schwächelt also bei einem Filmemacher der „cineastische“ Same, gibt’s keine ausgefeilten Scripts, wohltemperierte Kamerafahrten oder bemerkenswerte Close Up’s.Das sollte man,glaube ich, nicht unterschätzen .Talent,Hingabe,gepflegte Obssesivität und viel,viel,viel üben(Same:Integrität)…und alles zusätzliche kommt als Geschenk. Außergewöhnliche Künstler beziehen ihr (detailliertes)Können aus einem universellem Prinzip.
    Aber darauf bezieht sich das Video nicht.Es fragt also nicht explizit woher der Herr Spielberg das wohl hat.Eher was er mit uns Zuschauern macht(und thematisiert seinen Brancheneinfluß).Aus meiner Warte heraus wiederhol ich das nochmal gerne:Das was im Video als Spielbergspezifisch gehandelt wird, ist einer natürlichen Entwicklung geschuldet – die in einem potenten Samen angelegt war und bestens gedeihen konnte.Das hat ,in Spielberg’s Fall, was “kollektiv-schicksalhaftes”,wenn man so möchte.Aus einer Außenperspektive heraus neigt man dazu Dinge in Spielberg hineinzuinterpretieren – z.B. wo er wann für sich was entdeckt hat.Close Encounters ,sagt Kevin B.Lee der das Video gemacht hat,sei ein Schlüsselfilm für Spielberg gewesen,wo jenem konkret bewußt wurde,das die Close Up’s(Dolly Fahrt/Zoom) eine cineastische wie persönliche Bedeutung hatten – und quasi im Alleingang den zitierten emotional wuchtigen und nebenbei epochalen Effekt erwirken. Und das Spielberg über die Jahrzehnte hinweg weiter diesen Effekt bewußt einsetzte – und zusätzlich die Kollegen aus Mainstreamhollywood anfingen es zu übernehmen.
    Ich persönlich glaube da mehr an den natürlichen Prozess der Entwicklung ,ganz ohne rationalem Kalkül – weil bei Spielberg geht es um’s Filmemachen und seinen Instinkten/Intuitionen freien Lauf zu lassen.Und d a d u r c h Befriedigung zu finden. Die zitierte „Spielbergtechnik“ ist ein handwerklicher Kniff, wurde etabliert, verfeinert und zum festen Bestandteil – wie ein John Williams z.B., – der mindestens einen gleichen Stellenwert einnimmt im Spielberguniversum – vorallem auch bei Close Encounters.
    Ich glaube Spielberg ist Spielberg egal – er kokettiert nicht mit Projektionen seiner selbst – er will Filme machen. Insofern kann sich das Essay inhaltlich Spielberg nicht wirklich nähern – aus meiner Sicht. Es gibt aber definitiv interessante Einsichten und Schauwerte. Und ist durchaus inspirierend. Nichtsdestotrotz: die Steven Spielberg Faces sind Detail seiner orchestrierten Intuition ,die ein cinephiles Netzwerk an Details bereithält, aufeinander abgestimmt und einander bedingend. Es ist,denke ich, diese orchestrierte Intuition* – die Spielberg handwerklich unverwechselbar signifikant macht.Wie das Steven wohl sieht….:-)
    Zu guter Letzt:Was mir an Kevin.B.Lee’s Film gefällt ist die Art von Metaebene,auf die er seine Narration hebt – und damit Impulse setzt, genauer über das Medium Film nachzudenken.

    *Bei Tim Burton seh ich’s übrigens ähnlich….und vielleicht noch, was ich konkreter mit orchestrierter Intuition meine: Prinzipiell im Vorfeld den fertigen Film“channeln“(sehen,fühlen,hören…)

  6. Doughnut

    Meiner Meinung nach (die nicht viel Gewicht haben sollte, da ich nicht sonderlich cineastisch beschlagen bin) hast du einen etwas sehr romantischen Eindruck von Filmemachern wie Spielberg, jim.
    Ich find den auch sehr toll, mag seine Filme und glaube auch nicht, dass er irgendwas aus reiner Routine heraus macht, also ohne Herz und wie ein Automat (bzw wie Michael Bay).
    Ich denke aber, dass Integrität, cinephile Besessenheit und das Bedürfnis, eine Geschichte möglichst authentisch auf die Leinwand zu bringen, nicht ausreichen. Da gehört noch eine ganze Menge Schweiß und harte, nervenzehrende Detailarbeit dazu. Ich denk da z.B. an Chaplin, der ja auch geradezu besessen von Details war. Trotzdem wirken seine Filme nicht konstruiert oder kopflastig, sondern sprechen den Zuschauer auf einer eher emotionalen Ebene an und wirken geradezu verspielt. Man könnte den irrigen Eindruck gewinnen, dass Chaplin einfach von der Muse geküsst wurde und locker von der Leber weg drauflosarbeitete, so leicht und natürlich wirkt das alles.

    Auch bei Spielberg würde ich sehr viel von seiner unverwechselbaren Handschrift dadurch erklären, dass er einfach ein großartiger Handwerker ist und bestimmte Dinge handwerklich perfektioniert hat. Er weiß eben in jeder Szene genau, was er tun muss, um maximalen Effekt beim Zuschauer auszulösen. Die Tricks und Kniffe kennt er alle und weiß aus Erfahrung, wann er sie wie einzusetzen hat.

    Und Timing! Timing war auch Chaplin extrem wichtig. Viele Filmschaffende sind in Bezug auf Timing/Spannungsbögen und andere Fragen bzgl des Einflusses von Zeit auf die Dramaturgie nicht wirklich gut.
    Spielberg kann das perfekt. Ich kann mich z.B. nicht entsinnen, mich schon mal in einem seiner Filme gelangweilt zu haben. Manche waren vielleicht etwas “flach”, mag sein, aber langweilig war bisher keiner.

    Was genau du mit deiner “orchestrierten Intuition” meinst, außer eben cinephiler Besessenheit (denkt den ganzen Tag über Filme bzw seinen aktuellen Film nach) und Einfühlungsvermögen (wissen, was beim Publikum wie ankommt), ist mir übrigens nicht ganz klar.

  7. jim

    Danke für dein Feedback ,Doughnut.Letztendlich sind wir in den Einschätzungen,was einen outstanding Filmemacher ausmacht, komplett d’accord.Während du vom Handwerk sprichst,rede ich über die Quelle,woraus sich das Handwerk entfalten kann.Laß mich aufzeigen,daß ich im Grunde ähnliche Dinge sage wie du.Aus deinem Kommentar:
    >Ich denke aber, dass Integrität, cinephile Besessenheit und das Bedürfnis, eine Geschichte möglichst authentisch auf die Leinwand zu bringen, nicht ausreichen.Talent,Hingabe,gepflegte Obssesivität und viel,viel,viel üben(Same:Integrität)…und alles zusätzliche kommt als Geschenk.Ich denke aber,dass Integrität( – meinem Talent,passionierter Hingabe und dem Willen hart zu arbeiten gegenüber)meine cinephile Bessenheit erlöst.Und
    das Bedürfnis,eine Geschichte möglichst authentisch auf die Leinwand zu bringen,deswegen niemals gebrochen werden kann. Got me? Schon haben wir den halben Maestro.
    dein Text:
    >Da gehört noch eine ganze Menge Schweiß und harte, nervenzehrende Detailarbeit dazudie Steven Spielberg Faces sind Detail seiner orchestrierten Intuition ,die ein cinephiles Netzwerk an Details bereithält, aufeinander abgestimmt und einander bedingend.dass er einfach ein großartiger Handwerker istEine durchkomponierte Inszenierung,gebunden an…letztendlich Knochenarbeit.Auch bei Spielberg würde ich sehr viel von seiner unverwechselbaren Handschrift dadurch erklären, dass er einfach ein großartiger Handwerker ist und bestimmte Dinge handwerklich perfektioniert hat. Er weiß eben in jeder Szene genau, was er tun muss, um maximalen Effekt beim Zuschauer auszulösen. Die Tricks und Kniffe kennt er alle und weiß aus Erfahrung, wann er sie wie einzusetzen hat.Und Timing!Spielberg kann das perfektWas genau du mit deiner “orchestrierten Intuition” meinst, außer eben cinephiler Besessenheit (denkt den ganzen Tag über Filme bzw seinen aktuellen Film nach) und Einfühlungsvermögen (wissen, was beim Publikum wie ankommt), ist mir übrigens nicht ganz klar.
    ich:
    >was ich konkreter mit orchestrierter Intuition meine: Prinzipiell im Vorfeld den fertigen Film“channeln“(sehen,fühlen,hören…)(komm.5)<

    Eigentlich sprach ich von einem cinephilem "Netzwerk" das in seiner Seele verankert ist(oder zumindest dort in der Nähe).Intuition.Der Ort,wo er gezeigt bekommt was er in seine Arbeit verrichten soll ,neben allen Routinehandlungen.
    Eine Form von Bessenheit(komm.4),die geplegte Obsessivität(komm5) – benennt …eigentlich Genie(Wahnsinn und Genie gehen Hand in Hand)…oder wenn du etwas wirklich,wirklich liebst ,mobilisiert es die gleiche Schaffenskraft – wo mir persönlich der Begriff Liebe auch besser gefällt.

    Kommentar5 kommuniziert näher am Videoessay,das mich dazu anhielt das Ganze genauer zu beleuchten.
    Greetz and read you soon :-)

  8. jim

    …da ist irgendwas schief gelaufen,sorry -poste morgen nochmal sauber…:-)

  9. Doughnut

    Musst du nicht, ich versteh (glaube ich), worauf du hinauswillst.
    Es klingt bei dir halt so extrem romantisierend. Wenn ich dich richtig verstehe, dann ist handwerkliche Perfektion für dich ein Ergebnis der Liebe des Filmschaffenden zu seinem Werk. Das seh ich ein kleinwenig anders.
    Ich glaube, Perfektionismus in seiner extremen (und für einen guten Regisseur imo notwendigen) Ausprägung wird nur zum Teil durch Hingabe ausgelöst. Teilweise ist das auch einfach ein Persönlichkeitsmerkmal, das unabhängig vom Zusammenhang wirkt.
    Daher die Bemerkung, dass Liebe und Talent allein imo nicht ausreichen und dass vieles von der Wirkung des Films am Ende davon abhängt, wie präzise gearbeitet wird.
    Sonst wäre ja beispielsweise auch aus Ed Wood ein großartiger Regisseur geworden (insofern Burtons Portrait dem realen Ed Wood nahekommt).
    Gut, falls du einfach sagst, dass Wood kein Talent hatte oder dass ihm Spielbergs Genie fehlte, dann kann ich schlecht dagegen argumentieren.
    Für mich sind Talent und Genie allerdings eher so etwas wie letzte Ausflüchte, wenn man sonst keine bessere Erklärung parat hat. ;)

    Ich glaube übrigens, das mit dem Channeln versteh ich jetzt. Du meinst, dass der Regisseur schon beim Nachdenken über den Film und Planen der Szenen die Perspektiven, Kontraste, Schwenks, die Musikuntermalung und andere Stilmittel im Geiste durchspielt, dass also das “cinephile Netzwerk”, wie du es nennst, in ihm aktiv wird und in groben Zügen vorhersieht, was funktioniert und was nicht. Er denkt über sein Sujet also in filmischen Bildern nach und seine Phantasie liefert ihm Filmausschnitte, die er dann anhand ihrer Wirkung auf ihn (er verlässt sich generell nur auf sein Urteil, macht nur, was ihm selbst gefällt) aussortiert, verbessert oder umsetzt. Ist das in etwa richtig? (hab etwas Probleme mit deiner eher poetischen Ausdrucksweise)

  10. jim

    Guten Morgen! :-)))
    >Ich glaube übrigens, das mit dem Channeln versteh ich jetzt. Du meinst, dass der Regisseur schon beim Nachdenken über den Film und Planen der Szenen die Perspektiven, Kontraste, Schwenks, die Musikuntermalung und andere Stilmittel im Geiste durchspielt, dass also das “cinephile Netzwerk”, wie du es nennst, in ihm aktiv wird und in groben Zügen vorhersieht, was funktioniert und was nicht. Er denkt über sein Sujet also in filmischen Bildern nach und seine Phantasie liefert ihm Filmausschnitte, die er dann anhand ihrer Wirkung auf ihn (er verlässt sich generell nur auf sein Urteil, macht nur, was ihm selbst gefällt) aussortiert, verbessert oder umsetzt. Ist das in etwa richtig? (hab etwas Probleme mit deiner eher poetischen Ausdrucksweise)Ich glaube, Perfektionismus in seiner extremen (und für einen guten Regisseur imo notwendigen) Ausprägung wird nur zum Teil durch Hingabe ausgelöst. Teilweise ist das auch einfach ein Persönlichkeitsmerkmal, das unabhängig vom Zusammenhang wirkt.<
    Richtig.Dieser extra Portion Hingabe,Obssession-Liebe macht den feinen Unterschied – einer großen Künstlerpersönlichkeit zum weniger ambitionierten Künstler.Dafür ist auch ein hohes Maß an Integrität einem selbst (und in unserem Fall dem Filmschaffen)gegenüber notwendig.Find ich :).
    Spielberg ist aber auch einfach "nur" ein Träumer.Erspürt man leicht bei ihm – er hat deswegen auch keine Berührungsängste mit Pathos.Deswegen für so manch anderen Zeitgenossen schwer zu ertragen(kann ich komplett nachvollziehen) – ich seh ihn letztendlich um einiges kritischer als es hier vermuten läßt,ist aber wieder ein anderes Thema.Jetzt geht es mir um die Kraft des Traumes – und wo sie herkommt.Bis auf denne :-)

  11. jim

    …irgendwie der wurm drin – letztiger Versuch den kompletten Text zu posten..
    Guten Morgen! :-)))
    >Ich glaube übrigens, das mit dem Channeln versteh ich jetzt. Du meinst, dass der Regisseur schon beim Nachdenken über den Film und Planen der Szenen die Perspektiven, Kontraste, Schwenks, die Musikuntermalung und andere Stilmittel im Geiste durchspielt, dass also das “cinephile Netzwerk”, wie du es nennst, in ihm aktiv wird und in groben Zügen vorhersieht, was funktioniert und was nicht. Er denkt über sein Sujet also in filmischen Bildern nach und seine Phantasie liefert ihm Filmausschnitte, die er dann anhand ihrer Wirkung auf ihn (er verlässt sich generell nur auf sein Urteil, macht nur, was ihm selbst gefällt) aussortiert, verbessert oder umsetzt. Ist das in etwa richtig? (hab etwas Probleme mit deiner eher poetischen Ausdrucksweise)Ich glaube, Perfektionismus in seiner extremen (und für einen guten Regisseur imo notwendigen) Ausprägung wird nur zum Teil durch Hingabe ausgelöst. Teilweise ist das auch einfach ein Persönlichkeitsmerkmal, das unabhängig vom Zusammenhang wirkt.<
    Richtig.Dieser extra Portion Hingabe,Obssession-Liebe macht den feinen Unterschied – einer großen Künstlerpersönlichkeit zum weniger ambitionierten Künstler.Dafür ist auch ein hohes Maß an Integrität einem selbst (und in unserem Fall dem Filmschaffen)gegenüber notwendig.Find ich :).
    Spielberg ist aber auch einfach "nur" ein Träumer.Erspürt man leicht bei ihm – er hat deswegen auch keine Berührungsängste mit Pathos.Deswegen für so manch anderen Zeitgenossen schwer zu ertragen(kann ich komplett nachvollziehen) – ich seh ihn letztendlich um einiges kritischer als es hier vermuten läßt,ist aber wieder ein anderes Thema.Jetzt geht es mir um die Kraft des Traumes – und wo sie herkommt.Bis auf denne :-)

  12. jim

    …setze folgenden Absatz hinter dein erstes Statement(poetische Ausdrucksweise) ->
    Richtig.
    Für mich war die wichtige Frage :woher bezieht er wirklich seinen Spielberglamour.Die Filme immer ein Guss(Timing,erzählerischer Flow)klar,immer großzügige Kamera,die Wahl der Geschichten,die er erzählt.Seine Empathie für Kinderschauspieler.u.s.w.Für mich heißt die Antwort: er fühlt seine Arbeit weitausmehr,als daß er sie erdenkt. Ausgeprägte starke Emotionen bestimmen seinen Arbeitsstil.Vorallem die Arbeiten der 70ger und ausgehenden 80ger.Und John Williams bestätigt, komplettiert das mit seinen z.T. sanft-kraftvollen Soundtracks.
    Jetzt hamwas komplett.

  13. Doughnut

    Ok, ich glaub, damit geh ich d’accord. :)
    Wir haben eben einfach nur verschiedene Seiten derselben Medaille beschrieben.
    Uch ich hab außerdem noch die sicherlich manchmal ziemlich unromantische Sisyphosarbeit und individuellen Charaktermerkmale angesprochen, die bei allem Gefühl und aller Hingabe nicht vergessen werden sollten und die große Regisseure wie Spielberg von Deppen wie Ed Wood oder 08/15-Klempnern wie Michael Bay unterscheidet.
    Am Ende seh ich das also durchaus wie du.

  14. Doughnut

    Uch? Und … Wie zum Kuckuck komm ich auf “uch”? o.O

  15. jim

    Yep.Spielberg ist immer bereit die extra Meile zu gehen. :-)
    Noch ein vielleicht interessanter Gedanke zum Thema Bessenheit-Obssession – einflußnehmend auf einen Künstler.Die Welt in der wir leben ist gekennzeichnet von Obssessionen.Vor allem auch in einem schädlichen Sinne.Grade auch im Film werden Obssessionen thematisch gerne verarbeitet.Wenn künstlerische Obssession(gesteigerter Ehrgeiz/Ambition) durch eine Transformation schreitet ,über die Innovation,Egoreduzierung sich zur puren Inspiration emporschwingt, zum Genius – (Da Vinci,Michelangelo z.B.)denen dieser Status zugeschrieben wird – fallen einem die Dinge zu,mit Leichtigkeit (und das Handwerk will beherrscht sein).Und daß sie für’s Kollektiv segensreich sind. Deswegen sind die “Künstlerhelden“ der Moderne durchaus differenziert zu betrachten. Betrifft natürlich und vorallem auch die Filmbranche. Außergewöhnliches Talent ist nicht gleich Genialität per se – mitgemessen an einem kollektiv-philantropischen Wertemaßstab.Wäre die Welt eine freundlichere,eine liebevollere(there’s where the Flow goes) – hätte “gegebenes Genie“ im Generellen und natürlich kreativen Sinne – viel mehr Chancen,sich zu verteilen.

  16. Jollyjoker

    Jim und doughnut. Bei euren Beiträgen bin ich mir nie sicher ob ich lachen oder weinen soll. Overanalyzing deluxe.

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