Neues von Hansi Hinterzimmer *brääääm*

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Dass die Musik von Zimmer und Co. (Co. meint seine Joint-Venture-Crew, die herangezüchteten Button-Pusher-Zöglinge wie Tyler Bates und Klaus Badelt etc. mitinbegriffen) sich permanent gegenseitig klont und recycelt, weiß man ja zu genüge (“The Rock” klingt wie “Black Hawk Down” klingt wie “Fluch der Karibik” und so weiter und so fort). Die ja besonders von ahnungslosen Filmmusikfreunden gefeierten Scores zu Zimmers Nolan-Arbeiten entpuppen sich hingegen mittlerweile nach und nach als von Fremdmaterial stibitzte Kraut-und-Rüben-Anordnungen, was auch deshalb bemerkenswert ist, da die Scores sich sowieso schon durch eine beispiellose Einfältig- und Ideenlosigkeit auszeichnen (Höhepunkt: das Ein-Ton-Thema des Jokes in “The Dark Knight”).

Nach der ja hinlänglich bekannten Edith-Piaf-“Inspiration” für “Inception”, wurde nun ein weiterer Zimmer-“Einfluss” (all das sind freilich schlichte Euphemismen) ausgemacht, diesmal aus dem “Dark Knight”. Ich bin gespannt, was da noch so kommt.


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Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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  1. Ranor

    Das Zimmer sich so wie viele andere Komponisten (John Williams, anyone?) gerne mal bedient ist nicht neu. Und das Herumhacken auf dem sehr effektiven Ein-Ton-Thema des Jokers auch nicht.

  2. Songception

    Den Kommentaren unter dem “Edith Piaf Beweis” kann man entnehmen, dass Hansi Zimmer bestätigt hat, dass er die Hörner von Piaf bewußt nahm, verlangsamte und so darstellen wollte, dass die Zeit im Traum langsamer läuft. Film nochmal kucken.

    Der Tröööt-Button Link ist trotzdem klasse!.

  3. Frybird

    Auch ohne Hans Zimmer Fanboy zu sein lese ich im gesamten Textteil vom Artikel nur “Mimimimimimimimimi”.

    Cheapshots gegen potenzielle User der Seite sind ja auch immer sehr gerne gesehen…

  4. Moosbett

    Nicht originell, aber effektiv. Wenn in einem Film Popsongs verwendet werden jammert ja auch keiner rum, dass es die auch vor dem Film schon gab. Oder klassische Stücke wie in Clockwork Orange. Solange es passt und nicht ein Großteil der Leute ausm Film gerissen wird weil er denkt “Das schon wieder?” ists doch okay.

  5. Mein Senf

    Ridley Scott, Gore Verbinski, Michael Bay und -achja- Christopher Nolan als “vollkommen ahnungslose Filmmusikfreunde” hinzustellen, halte ich persönlich für gewagt, aber grundsätzlich ist Jet wahrscheinlich eh einfach wieder schlauer, edgier und erfahrener als der ganze Rest.

    Oder solche Texte erklären sich einfach nur dadurch, dass hier jemand das dringende Bedürfnis verspührt, sich innerhalb der eigenen Subkultur nochmal scharf abgrenzen zu müssen.

    Mich persönlich erinnerte der Score von “Fluch der Karibik” vor allem frappierend an “Gladiator”. Beide stammen meines Wissens aus der Feder der Hans-Zimmer-Schmiede. Ihm solche Dieter-Bohlen-Methoden zum Vorwurf zu machen, kann ich sogar noch verstehen, aber warum ihn die Verwendung anderer musikalischer Einflüsse nun zum ultimativen Antichristen der Filmmusikkunst stempeln soll, verstehe ich nicht ganz.

    Mein Musiklehrer hatte uns mal ein Stück der Beatles vorgespielt, das im Hintergrund einen bekanntes französisches Volkslied 1:1 verwendet hat. Sind die Beatles deshalb der größte anzunehmene Unfall der Musikgeschichte?

    Und…. Minimalismus als “beispiellose Einfältig- und Ideenlosigkeit” hinzustellen ist speziell aus dem Mund von Jet “Arty Farty” Stryker ziemlich amüsant.

  6. Frank

    Wenn so ein Kommonist/Kommonisten-Team auch Scores im Massenwaren raushauen muss, weil die pro Jahr ein Haufen Filme vertonen müssen, dann ist es kein Wunder, dass denen irgendwann die Ideen ausgehen. Mich stört es nur, wenn man es sofort raushört. Wenn die Musik im POTC total nach GLADIATOR klingt, dann wirds langweilig.

  7. Morbo

    Everything is a Remix. Get used to it.

  8. Roland D.

    Ich find das 1-Ton-Thema vom Joker eigentlich recht gelungen. Zeigt, dass Filmmusik nicht immer in den üblichen Bahnen verlaufen muss (was sie ja bei ironischerweise grad bei Zimmer oft tut).

  9. Doughnut

    Also das Edith-Piaf-Beispiel ist einfach nur albern. Imo hat sich der Ersteller dieses “Beweis”-Videos einfach nur einen Scherz erlaubt, denn vom simplen Takt dieses Chansons auf den ebenso simplen Takt eines Filmscores zu verlangsamen ist keine große Kunst, zumal es selbst dann immer noch nicht gleich klingt.
    Und das Beispiel hier nehm ich auch nicht ernster. Im vollständigen Joker-Theme wird das hier völlig aus dem Kontext gerissene Ein-Ton-Motiv sehr stimmig eingeleitet und wirkt folgerichtig und passend. Hier klingt es dagegen wie ein Rip-Off. Man könnte da auch böse Absicht unterstellen, denn das wirkt so ähnlich wie absichtlich aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.
    Dazu kommt, dass dieses Ein-Ton-Thema nicht grad kompliziert ist und dass ich ähnliche Violinenstücke auch schon aus anderen Filmen kenne. Das Instrument wird gerne mal zur Erzeugung von Spannung genutzt, mit oft sehr simplen musikalischen Mitteln (wie eben hier dem Ein-Ton-Thema).

    Ich hab ja nix gegen Zimmer-Bashing, seine Scores sind wirklich oft etwas zu bombastig und unsubtil, aber dieses Niveau der Auseinandersetzung wird dadurch imo trotzdem nicht entschuldigt.

  10. ph0

    Hmm, lieber gut abgeändert als schlecht neugemacht.

  11. The Director

    Solange mir niemand beweisen kann, dass der Lion King Soundtrack geklaut ist, lebe ich weiterhin in meiner Zuckerwattentraumwelt.

  12. Doughnut

    bombastisch natürlich, nicht bombastig

  13. Flo

    Der Vorspann im Video (“I am not a musician”) sagt eigentlich schon alles. Ich finde diesen Beitrag (inkl. Video) ziemlich lächerlich. Das ist ein simples rythmisches Muster, welches so wahrscheinlich noch in der ein oder anderen Komposition weniger bekannter (Film) Musiker wiederzufinden ist.

    “herangezüchteten Button-Pusher-Zöglinge wie Tyler Bates und Klaus Badelt ”

    Haben die beiden dir das Praktikum in Los Angeles weggeschnappt, oder woher kommt diese abschätzende Haltung?

    Ich weiß, dass auch unter professionellen Musikern (ein Großteil meines Freundeskreises besteht aus diesen Wesen) Hans Zimmer nicht als die Krönung der musikalischen Evolution gilt, aber dieses ewige Bashing ist meiner Meinung nach wirklich übertrieben. Selbst bei John Williams erkennt man wiederkehrende Läufe, aber das stört komischerweise niemanden.

  14. Finnef

    ich kann hans zimmer auch nicht ab! echt gar nicht!
    aber!
    die musik zu sherlock holmes gefällt mir! das is aber auch die absolute ausnahme.

  15. Silent Rocco

    Ach Jet, die Antipathie sitzt echt tief, was? :)

  16. Martinmartin

    Äußerst unreflektiertes Zimmer-Bashing. Wieso muss man immer erst überheblich diejenigen denunzieren, denen etwas gefällt, um seinen entgegengesetzten Standpunkt darzustellen? Aus dem Artikel geht jedenfalls nichts hervor, was den Autoren als besonders “ahnungsvollen” Filmmusikfreund kennzeichnen würde.

    Ich bin selbst nicht der größte Zimmer-Fan, aber auch Komponisten deren Oeuvre ich mehr schätze, bedienen sich offensichtlich bei sich selbst und anderen. Neulich kamen Apollo 13 und Der Sturm mal wieder im TV, optimale
    Nachmittagsbeschäftigung in der vorlesungsfreien Zeit, und mir ist mal wieder aufgefallen dass Horner das exakt gleiche 4-Ton-Gefahrenthema verwendet wie in Avatar und einigen anderen Werken. John Williams, John Powell..alles Komponisten, die ich sehr bewundre, doch allen kann man mehr oder weniger vorwerfen, sich selbst und andere zu kopieren.

    Zimmer ist kein begnadeter Komponist, er ist Entdecker. Und wenn er nur Melodien neu entdeckt, die bereits existieren, aber die Szenen des Films wundervoll einfangen, und dieses Verhältnis herzustellen ist meiner Meinung nach in erster Linie die Aufgabe eines Filmkomponisten. Außerdem unterstützt der Mann junge, aufstrebende Komponisten, was man ihm auch anrechnen muss (was den Nachteil mit sich bringt, dass ich mir nie sicher bin wie viel Zimmer denn nun in einem Album steckt).

    Bei Hansi Hinterzimmer musste ich allerdings schmunzeln!

  17. Thies

    In “Sherlock Holmes – Game of Shadows” war eine Stelle an der ich dachte “Hoppla, das klingt aber stark nach Italo-Western”. Im Abspann wurde dann als Fremdmusik tatsächlich das Titel-Thema von “Ein Fressen für die Geier” von Ennio Morricone genannt.

    Und dann wäre da noch das “You’re so cool”-Thema aus “True Romance”:
    http://www.youtube.com/watch?v=jq5kbNW8VKU
    Dieses weist zumindest Ähnlichkeiten zu einem Stück von Carl Orff auf:
    http://www.youtube.com/watch?v=TQ9_6W6bVoQ

    Hier fehlt mir allerdings das Hintergrundwissen ob man dies noch als Hommage, Variation oder schon als Plagiat verstehen kann. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass diese Ähnlichkeit zufällig entstanden ist.

  18. Der Paul!

    Der Jet scheint mir auch allzu gern zu vergessen (oder zu ignorieren), dass Verleumdung und üble Nachrede eine Straftat ist.
    Wir verlangsamen hier und drehen ein paar Knöpfe da und schon klingt’s ein bisschen ähnlich – na und? Das beweist gar nichts!

  19. josh

    das ein-ton-thema vom joker fand ich ziemlich super(hab mir im making-of auch angeguckt, warum er das so gemacht hat => schlüssig.) aber ich find auch das zwei-ton-thema des weißen hais hervorragend. naja, hab halt keine ahnung. aber selbst solche genialen komponisten wie frank zappa haben manchmal sich selbst recycelt (sogar recht oft benutzt er wiederkehrende themen). und bei johnny cash, den man heutzutage gar nicht scheiße finden DARF, kling jeder song gleich. ich gehör dann wohl recht gerne zur kategorie ahnungslose musikfreunde

  20. Deschi

    Also so ganz langsam kann ich Jets negative Haltung ein wenig besser nachvollziehen. Klar: “Everything IS Remix” aber dann frag ich mich, ob bei solcher Arbeitsweise der Ausdruck “Komponist” in den Credits wirklich noch zutreffend ist. Komponiert hat es ja anscheinend wirklich jemand anderes häufig. In Anlehnung an den englischen Ausdruck für Kameramann, sprich “Director of Photography”, schlage ich hiermit augenzwinkernd den Aternativausdruck “Director of Background Music” vor…
    Etwas ernsthafter nun wieder: ich kann die Kritik an der Arbeit von Hans Zimmer verstehen aber auch ich kann mich nicht davon freisprechen, dass sie gerade in Kombination mit Film gut für mich funktioniert.

  21. Deschi

    Also so ganz langsam kann ich Jets negative Haltung ein wenig besser nachvollziehen. Klar: “Everything IS Remix” aber dann frag ich mich, ob bei solcher Arbeitsweise der Ausdruck “Komponist” in den Credits wirklich noch zutreffend ist. Komponiert hat es ja anscheinend wirklich jemand anderes häufig. In Anlehnung an den englischen Ausdruck für Kameramann, sprich “Director of Photography”, schlage ich hiermit augenzwinkernd den Alternativausdruck “Director of Background Music” vor…
    Etwas ernsthafter nun wieder: ich kann die Kritik an der Arbeit von Hans Zimmer verstehen aber auch ich kann mich nicht davon freisprechen, dass sie gerade in Kombination mit Film gut für mich funktioniert.

  22. Deschi

    Also so ganz langsam kann ich Jets negative Haltung ein wenig besser nachvollziehen. Klar: “Everything IS Remix” aber dann frag ich mich, ob bei solcher Arbeitsweise der Ausdruck “Komponist” in den Credits wirklich noch zutreffend ist. Komponiert hat es ja anscheinend wirklich jemand anderes häufig. In Anlehnung an den englischen Ausdruck für Kameramann, sprich “Director of Photography”, schlage ich hiermit augenzwinkernd den Alternativausdruck “Director of Background Music” vor…
    Etwas ernsthafter nun wieder: ich kann die Kritik an der Arbeit von Hans Zimmer verstehen aber auch ich kann mich nicht davon freisprechen, dass sie gerade in Kombination mit Film gut für mich funktioniert.

  23. Deschi

    … und sorry wegen des unabsichtlichen Tripple-Posts.

  24. christoph

    Um den Konsens wieder herzustellen, liebe Kinder:
    Besser als der Elfman.

  25. Nitpicker

    Pff. Also eine ablehende Haltung gegen dies und das – dagegen ist ja überhaupt nichts zu sagen. Aber dieser Beitrag ist wirklich schon etwas peinlich. Ich finde “mimimimimimimimi” trifft’s gut!

  26. Ted Mosby

    Den TDK-Soundtrack fand ich eigentlich super und könnte ihn mir jederzeit anhören. Die Frage ist doch, ob die Mucke zum Film bzw. den gezeigten Szenen passt – und das tun sie in Zimmers Fall. Ob er sich da nu von anderen “inspirieren” lässt oder nicht, ist doch völlig Latte. Besser gut geklaut als schlecht kopiert (und wer macht das im Business nicht?!)

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14