Let Me In (Review) (UPDATE)

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Originaltitel: Let Me In
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Matt Reeves
Darsteller: Kodi Smit-McPhee, Chloë Grace Moretz, Richard Jenkins

★★★½☆

1984.
Der zwölfjährige Owen (Kodi Smit-McPhee) ist ein klassischer Außenseiter, der von seinen Klassenkameraden gehänselt wird. Wer kann es ihnen verdenken, sieht Owen doch verdammt unheimlich aus, mit seiner blassen Haut und diesem ständig abwesenden Blick. Dass er auch nachts halbnackt mit einer seltsamen Maske seine Nachbarn beobachtet, macht ihn auch nicht wirklich normal.

Aber ein Vampir ist er trotzdem nicht. Den Job übernimmt die neue Nachbarin Abby (Chloë Grace Moretz), die gerade nebenan eingezogen ist. Owen und Abby freunden sich schnell an und was sich bis hierhin wie eine ekelhafte Twilight-Imitation anhört, täuscht gewaltig. Die Art und Weise wie sich die zarte Bande, die sich zwischen den beiden Kindern knüpft ist zwar ziemlich untypisch für einen Horrorfilm, aber das Blut sprudelt trotzdem literweise. Freunde von abgerissenen Gliedmaßen und spritzendem Blut kommen hier genauso auf ihre Kosten, wie die Liebhaber von charmanten Boy meets Girl Filmen.

An Abbys Seite steht noch ein namensloser Mann (Richard Jenkins), der ihr dabei hilft an die tägliche Blutsration zu bekommen. Dafür macht er sich, mit einer schwarzen Plastiktüte über den Kopf, auf die Suche nach Blutspendern. Dass ihm diese Aufgabe ziemlich zu schaffen macht, macht die Figur umso interessanter. Aber das wäre jetzt einer dieser fiesen Stellen, an denen man Gefahr läuft zuviel von dem Film zu verraten.

Der einzige Wehmutstropfen ist die abgehackte Bewegung, die sich einstellt, sobald Abby auf die Jagd geht und sich auf ihre Beute stürzt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das auch besser hinkriegen kann. Aber darüber können wir schnell hinwegsehen, wenn man den beiden jungen Schauspielern bei der Arbeit zuschaut: Chloë Grace Moretz macht sich als Vampirmädchen mit Tendenz zur schlachtenden Lolita ziemlich gut, und wäre schon ganz alleine ein Highlight, wenn nicht der Kodi Smit-McPhee ihr stellenweise die Show stehlen würde. Eine Einstellung mit ihm reicht manchmal schon aus, dass ich mir ein Kissen vors Gesicht drücken möchte.

Der Trailer fasst das Gefühl eigentlich ziemlich gut zusammen:

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UPDATE
Weil es in den Kommentaren bemängelt wird: Hier wurde mit keinem Wort erwähnt, dass es sich um ein Remake handelt. Das hole ich nicht nur hiermit nach, sondern verweise auch gleich mal auf dem Batz sein Review!

In : Review

About the author

Bei den Filmfreunden bloggt Malcolm über die wunderbare Welt der seichten Unterhaltung. Auf eye said it before bloggt der freundlichste Filmfreund (Nilz N Burger) über Flausch, Werbung und WTF. Wenn er gerade nicht bloggt, arbeitet Malcolm freiberuflich als Digital Creative, wo er das Internet zu einem schöneren Ort macht. Nichts zu danken.

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20 Comments

  1. Ollyy

    Und? Ist es besser als das Original “Let the Right One In”?

  2. reto

    find ich jetzt doch grad ein bisschen krass, dass ihr das grandiose original dieses films mit keinem wort erwähnt.

  3. connor

    Seltsam uninspiriertes Review. Kein Wort zum Original? Und darüber, dass “Let Me In” so viel mehr ist als ein Vampirfilm über eine “schlachtende Lolita”? Und könntest du eventuell aus “Dafür macht er sich, mit einer schwarzen Plastiktüte über den Kopf, an junge Männer zu schaffen … Dass ihm diese Aufgabe ziemlich zu schaffen macht, macht die Figur umso interessanter” ein macht oder ein schaffen rausnehmen?

  4. Ellen

    Hab mich ein wenig gewundert, dass du “So finster die Nacht” nicht erwähnst. Das Original hatte ich mal gesehen und fand’s ziemlich gut.

  5. Mal Sehen

    @Connor: Danke für den Hinweis! Habe es geändert.

    Zum Original: Den habe ich leider nicht gesehen und kann deswegen nichts dazu sagen.
    An diejenigen, die das Original kennen: Kommt das Remake dran, oder eher nicht?

  6. Chris

    Das Remake ist absoluter Schrott im Vergleich zum Original (oder dem Buch).

  7. DasNeX

    Das Original ist ein großartiger und recht verstörender Film.
    Dann werde ich das Remake mal begutachten und sehen, wie sehr das Material verstümmelt wurde ;-)

  8. Erik

    @Mal Sehen: Hättest Du gleich geschrieben, dass Du das Original nicht gesehen hast, dann wäre mir auch nicht so sauer aufgestoßen dass das Review so blutleer (haha, Wortspiel) daher kommt. Dieses Versäumnis solltest Du beheben. “So finster die Nacht” kommt zwar stets mit leisen Tönen und nur ganz selten mit einem Paukenschlag, ist dafür aber umso atmosphärischer. Ich finde es zwar irgendwie überflüssig dass es überhaupt ein Remake gibt, aber ich erdreiste mich mal nicht darüber zu urteilen, solange ich es nicht gesehen hab. So hat mir das Review zumindest in Erinnerung gerufen was ich noch tun wollte.

  9. Ken Takel

    Alle reden vom Original und keiner redet vom Buch. Der Roman von Lindqvist ist richtig gut. Mit dem Film kann ich mich nicht anfreunden. Ich fand den langweilig. Hatte mir das mehr im Stil von Nightwatch (Ole Bornedal) erhofft aber stattdessen fand ich die Inszenierung künstlich. Immer dieses anschweigen. Fast wie bei Kaurismäki, nur halt nicht lustig.

  10. Diogenes

    Bei dem Begriff “Wehmutstropfen” wird mir ein bisschen wermütig ums Herz.

  11. Binding

    “So finster die Nacht” ist einer der besten und außergewöhnlichsten Vampirfilme ever! Wer das nicht erkennt, hat nicht wirklich Ahnung vom Genre.

    Das Remake ist zwar ähnlich gut, weil es bis auf wenige kleine Abweichungen (und völlig unnötige CGI-Attacken!) im Prinzip derselbe Film ist. Aber wer braucht so etwas, wenn es schon ein geniales Original gibt?

    Ich weiß: die Amis – aber das war eine rhetorische Frage.

  12. Wilfried Ritz

    An das Original kommt kein Remake.
    Meine Empfehlung: Erst das Buch lesen und dann das Original schauen.

    Ich habe Chloë Grace Moretz nicht abgenommen, das Sie eigentlich einen Vollkastrat darstellen soll.
    Bei Lina Leandersson gelingt mir das schon eher.

  13. Deadpool

    Lustig, dass hier alle vom “Original” reden. Davon abgesehen, dass manche Szenen Einstellung für Einstellung nachgedreht wurden, ist die amerikanische Version sehr viel näher am Buch. Europäischer Kultursnobismus ;)

  14. Binding

    @ Deadpool: Wir befinden uns hier beim Thema Kino, und da geht es nunmal um Filme. Wenn es ein Remake von einem anderen Film gibt, ist der ältere das Original – egal, ob es eine Buchvorlage dazu gab oder nicht. Für den Film muss es eh wurscht sein, ob es schon ein Buch von der Story gibt, denn er muss als Film funktionieren und soll keine Literatur abbilden. Du kannst höchstens sagen, dass die Originalstory aus dem Buch stammt, aber das interessiert mich als Filmfan nicht die Bohne. Legitim ist natürlich die Frage, wie werkgetreu ein Film einen Roman o. Ä. umsetzt, aber das ist zu großen Teilen auch keine cineastische Fragestellung. Oder anders gesagt: Der Film muss für sich selbst stehen (können).

  15. leonJFkennedy

    WOW… voll lange her, gestern gesehen (remake) und als schwule Vampir-Romanze abgestempelt… voll gay – die rezension muss wohl von einer edward liebenden emo braut geschrieben worden sein. igitt…

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14