The Amazing Spider-Man (Review)

22 Comments

“I’m on your computer?”

Originaltitel: Amazing Spider-Man, The
Herstellungsland: USA 2012
Regie: Marc Webb
Darsteller: Andrew Garfield, Emma Stone, Rhys Ifans, Martin Sheen, Sally Field, Denis Leary

★★★☆☆

Peter Parker (Andrew Garfield) wird von einer genetisch veränderten Spinne gebissen. Dadurch bekommt er Superkräfte die ihm dabei helfen seine Beziehungsprobleme in den Griff zu bekommen.

Marc Webbs 500 Days of Summer war eine RomCom die keine war und überraschte vor allem durch Originalität. Die Sprünge in der Chronologie waren mehr als Gimmick sondern machten die Geschichte erst sehenswert. Den Ansatz etwas altbekanntes auf neue Weise zu sehen und zu erzählen hat Webb für den vorzeitigen Reboot des Spider-Man-Franchise leider nicht gewählt (oder nicht wählen dürfen).

Auch wenn ich meine Probleme mit den Visionen habe, die hinter den Reboots von Bond und Batman stehen, so anerkenne ich fraglos das es grundlegend andere Ansätze sind. Bei Spider-Man – not so much. Es sind Nuancen die anders sind als im Vorgänger. Ja Spidey hat ne Freundin mit anderem Namen, ja er hat technische Vorrichtungen für den Spinnenfaden statt ihn selbst im Körper zu produzieren. Aber seien wir ehrlich: Das ist Kleinkram, denn grundsätzlich fühlt sich der neue Spider-Man nicht wesentlich anders an, als Raimis Version. Und Gerüchten zufolge waren die wichtigsten Gründe für den Reboot auch sowieso keine künstlerischen, sondern pragmatische: Raimi wollte zuviel Geld für Teil 4 und die Produzenten hatten durch Twilight erkannte, dass man mit einem noch stärkeren Fokus auf RomCom-Elemente zugleich Geld sparen und kleine Mädels ins Kino locken kann. Klar: Szenen in denen Leute herumstehen und reden sind billiger als aufwendige Effekte – von denen der neue Film gemessen an anderen Spektakelfilmen der letzten Monate ziemlich wenig zu bieten hat.

Was nicht bedeutet, dass Webbs Film schlecht ist. Garfield ist ein sympathischer und talentierter Schauspieler (wie er u.a. in Boy A bewiesen hat) und Emma Stone deutlich knuffiger als Kirsten Dunst. Das beide rund zehn Jahre zu alt aussehen und man ihnen in vielen Szenen deutlich ansieht, dass sie Teenager-Manierismen nachspielen (und dabei ähnlich bemüht wirken wie Tom Cruise der in Rock of Ages Rockerposen nachstellt) ist ärgerlich, aber verkraftbar. Vergisst man, dass sie Teenager sein sollen, sind sie als Figuren schon ganz okay. Wobei sie locker von Nebenfiguren wie Martin Sheen und Sally Field an die Wand gespielt werden.

Spider-Man ist in vielen Bereichen solide. Er spult seine Geschichte ab, unterhält passabel und liefert das was die Zuschauer vom Netzschwinger erwarten. Er ist eben “nicht schlecht”. Für mich liegt die Messlatte allerdings nach X-Men First Class und besonders den Avengers ein wenig höher – zumal wenn ein Franchise Rebooted wird bei dem wirklich niemand erklären kann, warum ein Reboot notwendig ist.

Zuwenig ist anders als bei Raimi und dort wo es abweicht sind die Veränderungen nicht unbedingt Verbesserungen. Die holprige Ubahn-Szene mit nicht sehr gut getimetem Slapstick (der die ganze “Peter entdeckt seine Kräfte”-Phase durchzieht) ist eher anstrengend als charmant und wirkt gehetzt, während sich der Film für Banales viel zuviel Zeit nimmt. Was durchaus ein Problem ist, denn mit weit über zwei Stunden ist Spider-Man deutlich zu lang. Zeit in der im Grunde nicht soviel passiert und die dazu führt, dass Fragen aufkeimen, die bei rasanterer Inszenierung wahrscheinlich untergegangen wären.

*SOME SPOILERS*

Fragen wie: Warum kam Peter in 17 Jahren nicht einmal drauf den Namen seines Vaters zu googlen? Warum können Praktikanten und Schülerbesucher unbehelligt in einem hochgeheimen Industrielabor herumlaufen? Wieso provoziert Peters Onkel seinen eigenen Tod durch nicht-zu-fassende DUMMHEIT, obwohl er eigentlich bis zu dem Zeitpunkt sehr smart rüberkam? Warum braucht Spidey in einer der pathetischsten Szene des Films plötzlich Kräne um sich durch die Stadt zu schwingen, wenn links und rechts Häuser stehen, an denen er wahrscheinlich genauso schnell vorankäme? Warum muss jedesmal jemand sterben um für eine Szene Trauer in Spiel zu bringen, die dann gleich darauf wieder vergessen ist? Warum muss der Film DREI Vaterfiguren killen, für das was Raimi mit einer einzigen geschafft hat? Warum ist Spidey so dumm und markiert seine Kamera mit diesem Stanzklebeband das wirklich niemand mehr verwendet? Warum sind die anderen Echsenwesen keine Bedrohung und werden im ganzen Film kaum thematisiert? Warum ist der Showdown eine lächerliche Rangelei auf einem Hausdach bei der kaum was auf dem Spiel steht? Brauchen wir wirklich soviel Kleinkinderhumor wie in der “Autodieb wird an die Wand getackert”-Szene? Warum kreist der ganze Film nur um Teenie-Probleme und hat noch weniger Tiefgang als Raimis Filme? Wo kommen in einer Stadt wie New York die ganzen kleinen Gekkos her? Wieso produziert ein Wissenschaftscomputer kleine Animationsfilme mit Mäusen? Wieso steht auf einem Polizeifunkscanner groß “NYP Police-Scanner” drauf? Wieso kann Spidey durch drei Wände gedonnert werden und es macht ihm nix aus, aber eine Kugel ins Bein ist für 5min fast tödlich und danach völlig vergessen?

Klar das sind zum Teil beckmessereien, die in einem besseren Film nicht stören würden. Da Spider-Man aber leider nicht frei von Längen ist und die ausgespielten Romanzen-Szenen zwischen Peter und Gwen fast mehr Zeit einnehmen, als der Plot um The Lizard, beschäftigt sich das Gehirn eben mit Kleinigkeiten, während es darauf wartet, dass es weitergeht.

Was bleibt ist der Eindruck eines Films der absolut routiniert produziert wurde, der von Marketing-Strategen designed und genau auf eine sehr junge, mindestens zu 50% weibliche Zielgruppe zugeschnitten wurde um sie perfekt zu bedienen. Das schafft er durchaus. Was Webb nicht schafft, ist einen überzeugenden Beweis dafür zu liefern, dass es auch nur einem der Beteiligten ein wirklich dringendes Bedürfnis war diese Geschichte zu erzählen. Denn auch wenn die letzte Szene zwischen Peter und Gwen eine nachfühlbare Tragik aufkommen lässt, fehlt es dem Rest des Films leider doch an Herz, Hirn und Witz um über den Durchschnitt zu kommen. Joss Whedon hat mit Avengers beweisen, dass es möglich ist auch einen Sommerblockbuster als Autorenfilm zu drehen, Christopher Nolan mit seinen Batman-Filmen ebenfalls. Webb wirkt dagegen leider nur wie der Erfüllungsgehilfe der Marketingabteilung, der passend zur Kampagne noch einen Film abdrehen musste.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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22 Comments

  1. Spider

    wichtiges zum reboot: sony hätte die rechte an spiderman verloren (wären wieder zurück an marvel gegangen), wenn sie keinen neuen film gemacht hätten. und hast ja selbst gesagt, dass ein vierter teil mit alter crew zu teuer geworden wäre. zak, musses eben ein reboot sein.
    ich fand ihn ehrlich gesagt aber nich schlecht, wenn nich sogar besser als den ursrpünglichen ersten von raimi. die erwähnten längen sind mir nich so aufgefallen, die paar dummen wendungen (wie den namen auf der kamera, wo übrigens das halbe kino gestöhnt hat, weils einfach wirklich blöd gelöst ist) allerdings schon. kann da aber ganz gut drüber hinweg schauen.
    auch der rom-com-kram war meiner meinung nach nich so störend, weil nicht so schnulzig inszeniert, wie ich es aus den anderen drei teilen in erinnerung habe.
    der film war einfach insgesamt ein wenig lockerer und dynamischer, was mir gut gefiel.

  2. Peter

    wichtiges zum reboot: sony hätte die rechte an spiderman verloren (wären wieder zurück an marvel gegangen), wenn sie keinen neuen film gemacht hätten. und hast ja selbst gesagt, dass ein vierter teil mit alter crew zu teuer geworden wäre. zak, musses eben ein reboot sein.
    ich fand ihn ehrlich gesagt aber nich schlecht, wenn nich sogar besser als den ursprünglichen ersten von raimi. die erwähnten längen sind mir nich so aufgefallen, die paar dummen wendungen (wie den namen auf der kamera, wo übrigens das halbe kino gestöhnt hat, weils einfach wirklich blöd gelöst ist) allerdings schon. kann da aber ganz gut drüber hinweg schauen.
    auch der rom-com-kram war meiner meinung nach nich so störend, weil nicht so schnulzig inszeniert, wie ich es aus den anderen drei teilen in erinnerung habe.
    der film war einfach insgesamt ein wenig lockerer und dynamischer, was mir gut gefiel.

  3. Lynsch

    3 Sterne? Wirklich?
    Totaler Mistkäse der Film. Lohnt sich 0 und als 3D noch weniger als 0.

  4. Alreech

    3 Sterne? Wirklich?
    Totaler Mistkäse, das Review. Lohnt sich 0 und darauf zu hören noch weniger als 0.
    Just kidding. ;)

    Fand die “Längen” übrigens grade schön, und das als Mann. Unfassbar, ich weiß. ^^

  5. Doughnut

    3 Sterne? Wirklich?
    Totaler Mistkäse, das Review. Lohnt sich 0 und darauf zu hören noch weniger als 0.
    Just kidding. ;)

    Fand die “Längen” übrigens grade schön, und das als Mann. Unfassbar, ich weiß. ^^

  6. Doughnut

    Sry, Alreech, wer auch immer du sein magst.

    Wenn mir nun noch jemand erklären könnte, wie der Name und eine mir unbekannte E-Mail-Adresse dazu in meinen Browser kommt?! *FFFFFUUUUUUUU*
    Könnte irgendwas damit zu tun haben, dass ich grad über UMTS im Internet bin, IP-Sharing usw … aber werden solche Daten nicht eigentlich in meinem Cache auf meinem Rechner gespeichert? Wie zum Geier kommt der Name dahin? … Cache geleert, weg ist er wieder … Was ist hier los? o.O

  7. Renington Steele

    @ Doughnut: Das ist… strange und darf nicht vorkommen. Du siehst also die Mailadresse des Vor-Kommentierers im Formularfeld?

  8. mightymib

    Der Film erzählt im Grunde dieselbe Geschichte wie derjenige von 2002, aber weit weniger elegant. Beispiele gefällig? Um jaaaa nicht den ikonenhaften Satz “with great power comes great responsibility” zu bringen, brabbelt der Onkel jetzt einfach ca. zehn Abziehkalendersprüche, die dasselbe umschreiben. Während im alten die Enstehung des Kostüms einigermassen plausibel und in mehreren Evolutionsstufen dargestellt wurde, kracht Peter hier – *vorsicht Spoiler* holzhammerartig durch die Decke einer alten Ringkampfarena, sieht Zack ein Poster an der Wand, gefühlte fünf Minuten später turnt er als Spidey herum. Die grösste Frechheit ist allerdings die Vermarktung: Im Trailer wird was von “the untold story (haha!) posaunt und der Schwerpunkt auf Parkers Eltern gelegt, über die man nun mehr erfahren würde, ein Versprechen, das der Film überhaupt nicht einlöst, sondern vielmehr noch frech im Abspann noch schnell eine Sequelbait-Szene platziert.

    Ne, sorry. Ein vierter Teil mit neuen Darstellern wäre besser gewesen. Seit Indy 4 hab ich mich nicht mehr dermassen über einen Film aufgeregt.

  9. Bommel

    Das diese Frechheit hier überhaupt rezensiert wird, ist sehr unschön. Aber gut, geht alle rein und sorgt dafür, dass wir nur noch aufgewärmten 3D-Müll aus Hollywood bekommen. Vielleicht ein Reboot des Reboots von Spider-Man?

  10. Lino

    Weiß nicht, ob es an der deutschen Übersetzung gelegen hat, aber mir sind vor allem die Dialogperlen im Film aufgefallen. “Du musst das blaue Gegenmittel machen!” oder auch “Du musstest es ihm versprechen.” (pause) “Um mich zu beschützen.” (falls es irgendeiner nicht verstanden haben sollte). Und natürlich der großartige “Dann will ich deinem Gedächtnis mal auf die Sprünge helfen”-Erklärdialog…

  11. Doughnut

    @ Renington:
    Inzwischen nicht mehr.
    Ich sag ja, Cache geleert und weg war sie wieder.
    Davor konnt ich sie auswählen, als hätte ich sie selbst eingetippt.
    Deswegen hab ich den Fehler wohl überhaupt erst gemacht, einfach blind 2x auf das Feld geklickt, in der Erwartung, mein Nickname/Adresse taucht auf.
    Wirklich seltsam.

  12. burns

    Ich habe eigentlich alle hier angesprochenen Schwächen im Film auch so gesehen.
    Was ich allerdings sehr mochte, sind zwei Dinge:
    1.) Andrew Garfield. Grandios, was er da für eine eigene, fiebrige Figur hingelegt hat. Ich habe Garfield vor wenigen Wochen am Broadway gesehen (Death of a salesman) und bin nur wegen ihm in Spiderman gegangen – und wozu? Zu recht. Ich mochte den schüchternen Nerd von Maguire durchaus gerne. Aber Garfield ist einfach der bessere Schauspieler, der noch viel mehr Nuancen in die Figur hineingelegt hat. Er ist die Sensation des Films; dass er von der wie immer furchtbar nervigen Sally Field an die Wand gespielt wird, Batzman, ist – sorry – Schwachfug. Nicht zu sehen, was Garfield in diesem Blockbuster-Kino an schauspielerischer Fertigkeit abliefert, hätte ich Dir nun nicht zugetraut.
    Nur wegen Garfield ist auch die extrem lange Zeit, die sich das Drehbuch lässt, bis sich Parker durch – durchaus ungewöhnlich betonte – Tiefen zu Spiderman entwickelt hat, sehenswert. Als solche aber natürlich zu lang, da stimme ich zu.
    2.) Szenen mit Emma Stone: RomCom-Element für die Mädels, richtig. Auch da finde ich aber Batzens Kritik zu kurz gefasst, weil er anscheinend zulässt, dass der Blockbuster-Bau drumherum seine Sicht auf die Szenen selbst verstellt: Ich hab mich im Vorfeld schon kundig gemacht: Fast alle Zweierszenen der beiden sind improvisiert, sie hatten eine immense Chemie zueinander und konnten am Set sehr viel ausprobieren. Das sieht man diesen Szenen an, die inmitten eines Millionen-Projekts ungewöhnlich intim, authentisch und “Schauspieler-Kino”-mäßig daherkommen.

    Ein noch nicht erwähnter Riesenmalus des Films:
    The Lizard. Schade um Rhys Ifans, der vor den Lizard-Szenen eine durchaus diffizile eigene Figur hingestellt hat und dann mit Erklärbär-Mumpitz a la “Der Mensch muss verbessert werden!, haha!, hahaha!, hahahaHAAH!” auf einmal komplett aus seiner Figur springt. Das Gesetz, dass ein Film nur so gut ist wie sein Bösewicht, zeigt sich beim “”neuen”” Spiderman schon sehr extrem. Die Tragik und die gesamte Entwicklung des Dr. Connor, der durchaus das Potential zur Figur gehabt hätte, mit dem man bis zum Schluss mitfühlt und so emotional umso stärker beteiligt ist, war sowohl Drehbuch als auch Regie frontal egal. Ein erstaunlicher Fehler, der nicht mal Batzmans Feststellung, der Film sei von Routiniers gemacht, noch zulässt.
    Ich finde schon, dass der neue Spiderman in einigen Ecken Potential gehabt hätte. Läuft bei mir wieder unter der immer beliebteren Rubrik “Missglückter Film”…

  13. andreas(mag inception)

    ich schließ mich der kritik an, auch wenn sich 3 sterne irgendwie falsch anfühlen. soviel seelenloses brimborium, dieser verkorkste 3d effekt und diese platten dialoge die ins nichts führen waren einfach peinlich. das schlimmste war der tod vom onkel, der nicht EINMAL danach weiter thematisiert wurde.

    red letter media trifft es ganz gut: durch webbs spidey weiß man raimis überhaupt erst zu schätzen!

  14. der grüne blop

    alter! der grüne blop hat zugeschlagen!

    nuff said! die review passt. aaaaaaaaabsolut!

    aber nix gegen Emma Stone. die macht den Job doch echt gut. genauso gut wie sheen, find ich! garfield… naja ist eben garfield (lasagne!)

    danke für ihr vertrauen und bis zum nächstenmal wenn es wieder heißt:
    Der grüne blop!

  15. genervt

    “Warum braucht Spidey in einer der pathetischsten Szene des Films…”
    Das war eher die patriotischste Szene des Films. Fehlten nur noch die Twin Towers im Mondlicht…

  16. mrFryday

    Nicht wirklich überraschend, da Batzman fast alle Filme mit 3 oder 3.5 Sternen bewertet. Also eigentlich die Filme garnicht bewertet. Alles Durchschnitt. Schade.
    Ich fand den Film allerdings überraschend lustig und war super unterhalten. Und dafür dass 3D immer Scheiße ist fand ich es bei Spidey ganz angenehm zurückhaltend und stellenweise richtig schön.
    Zeitweise war der Pathos kaum zu ertragen, das hat Raimi besser gemacht.

  17. amigr01

    ich hoffe schwer auf den nächsten film. schließlich ist gwen stacy eben NICHT nur eine freundin mit nem anderen namen sondern spielt bei spider-man die rolle überhaupt. falls sie den grünen kobold vernünftig angreifen lassen und sich einigermaßen an die comics halten wird das klasse. und dann wirds auch definitiv die “untold story”. so doof ist die reboot idee nicht. wenn sie denn dann richtig ausgeführt wird.
    andrew garfield hat mir als spiderman sehr gefallen. die art des humors gehört eben zu spiderman und diesen hier zu kritisieren ist wie wenn man an nem actionfilm kritisiert dass nen auto explodiert. ich hätte gerne noch mehr blöde sprüche von spiderman gehört :)
    und dass spiderman jetzt nicht einfach-so netze schießen kann, sondern ihm die fäden ausgehen können oder eben das gerät kaputt geht und seine fäden nicht einfach immer irgendwo hängen bleiben sondern auhc mal zu kurz sind oä macht den film nen ganzes stück frischer als die vorigen drei. bietet zudem viel mehr möglichkeiten kämpfe spannender zu gestalten.
    für mich war der erste teil eher ein grundstein und hat gute ansätze geliefert, wie eben benannt. ich hoffe das ganze bekommt die nötige tragik und wird dabei aber nicht zu sehr dark knight.

  18. Binding

    Es ist ein Film, dem man aus den Gründen, die burns (#12) anführt, nicht wirklich böse sein kann. Man MUSS ihn vor dem Hintergrund der im Hinblick auf Raimis Filme fast exakt identischen Wiederholung aber auch negativ beurteilen – insofern hat Batzman mit seiner Rezension absolut recht. Die Echse war mit ihrer dämlichen delfinartigen Grinsfratze zudem wirklich grützig. Aber das schlimmste ist die extreme Anbiederung an die Teenies und Nerds, während Raimis Filme immer auch erwachsenenkompatibel waren.

  19. fewfewfew

    Wie oft wollen uns FIlmemacher noch erzählen wie Spiderman zu Spiederman wurde. Selbst Leute die keine Marvel-Fans sind wissen wie das passiert. Dafür brauche ich nicht einen halben Film.

  20. Machiavelli

    Ihr wisst ja wie es mit Diskussionen im Internet aussieht aber ich kann es mir einfach nicht verkneifen. Vielleicht bin ich zu kritisch, aber gerade mir als Comic-Fan der ersten Stunde ist dieser Teil besonders sauer aufgestoßen. Jedem mit einem IQ über dem Gefrierpunkt ist bewusst, dass die heutige Jugend eine Aufmerksamkeitsspanne hat, die zwischen 2 dünne Blätter Papier passt, aber praktisch ein- und denselben Film nochmal zu drehen und das “nur” 10 Jahre nach dem formidablen ersten Teil, ist peinlich. Auch sehe ich zu keinem Zeitpunkt, das die Besetzung auch nur Ansatzweise mit der aus den anderen Folgen mithalten kann. Lediglich Emma Stone passt optisch besser in die Rolle der Mary-Jane als die doch etwas “durchschnittliche” Kirsten Dunst. Aber Garfield besser als Tobey? Ich bitte euch. Ich habe den Film gestern erst gesehen und habe mich nie wirklich “heimisch” gefühlt. Garfield sieht recht dämlich aus und ist ein auf cool getrimmter Highschoolschüler, der Peter Parker nie war. Das ging bei Maguire viel besser. Der Regisseur schafft es den ganzen Film über nicht, einem die Akteure nahe zu bringen und zwischen der Onkel-Ben-Sterbeszene von Teil 1 und 4 liegen Welten. Wo Raimi spielerisch und in windeseile Handlung aufgebaut hat, stümpert der neue Regisseur fade herum. Der Gegner ist lahmer als der Grüne Kobold und über die schauspielerische Leistung im Vergleich zu Willem Dafoe sprechen wir besser erst gar nicht. Aber wenn diese Teeny-Schmonzetten heutzutage das Maß darstellen, an dem man sich messen lassen muss, dann wird auf solche Dinge auch wohl kein Wert mehr gelegt. Schade. Chance vertan.

  21. Hans

    Ist ja lustig, wie Machiavelli, der “Comic-Fan der ersten Stunde”, folgendes schreibt: ” Lediglich Emma Stone passt optisch besser in die Rolle der Mary-Jane”. Dann braucht man den Rest gar nicht mehr lesen.

  22. FunkyVogelmann

    Oh
    my, Peter Parker hat das selbe Handy wie ich. Der neue Streifen ist
    leider die nächste Comicfilmenttäuschung dieses Jahr. Gestern auch endlich gesehen. Nach 55min ging’s
    endlich mal los, vorher fast nur Wiederholungen und unglaubwürdige
    Szenen (als wenn sich Peter und Gwen noch nie in der Schule begegnet
    wären), unerträglich käsige Dialoge, Plot arg nach Schema F konstruiert,
    billiger, glatter Studio- und CGI-Look, die Brückenszene sah aus wie
    ein Videospiel, eben noch uncooles Wunderkind, das ‘ne megaknusprige
    Formel löst, dann plötzlich ultrakrasser Sprücheklopfer (die einzig
    wirklich gute Szene bei den Straßenschlägern), Peter sieht aus wie Dave
    Lizewski, nicht wie Peter, Anpassungsschwierigkeiten an die neuen Kräfte
    bei Spidey, nicht aber beim Lizard. Fanboys, nehmt Eure rot-blaue
    Brille ab. Die paar marginalen Verbesserungen machen noch keinen guten
    Film bei so viel Grütze drumherum.

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