The Cabin in the Woods (Review)

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“Good work, zombie arm.”

Originaltitel: The Cabin in the Woods
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Drew Goddard
Buch: Joss Whedon, Drew Goddard
Darsteller: Kristen Connolly, Chris Hemsworth, Richard Jenkins, Fran Kranz, Bradley Whitford

★★★☆☆ Nilzenburger
★★★★☆ Batzman
★★★★☆ Renington Steele

Warnung: Man muss spoilern, wenn man nur irgendwas über diesen Film erzählen will. Wenn man die volle Experience haben will, dann lese man am besten gar nicht weiter, sondern gucke erst den Film. Dazu vielleicht als Satz: Es ist ein vermeintlich klassischer Horrorfilm, aber dann doch nicht. Das muss reichen. Wer es mag, sollte sich nun überraschen lassen. Alle anderen: Ich versuche nicht zu hart zu spoilern, aber irgendwas muss ich ja schreiben. :)

Eine Gruppe von Teenagern fährt zum Wochenendtrip in eine verlassene Hütte im Wald. Eine Streberin, eine Tussi, ein Kiffer, ein Sportler und ein latenter Besseriwsser (der ausserdem schwarz ist). Auf dem Weg zur Hütte halten sie an einer Tankstelle, an der ein unfreundlicher, versiffter Hillbilly mit schlechten Zähnen und blutunterlaufenen Augen ihnen andeutet, das sie verloren seien.

So weit, so schon 1000mal gesehen.

Aber Cabin in the Woods hat noch eine zweite Ebene. Was die Jugendlichen nicht wissen, ist das sie Teil eines großen Plans sind. So scheint es zumindest. Eine woauchimmer lokalisierte Zentrale beobachtet jeden Schritt der Jugendlichen, scheint direkten Einfluss auf ihre Handlungen zu nehmen und besonders zynisch mit ihnen zu sein. Desweiteren scheint es mehrere dieser “Zentralen” zu geben und es ist nicht wirklich klar, was ihr richtiger Auftrag ist. Es fällt nur sehr bald auf: Was auch immer die da machen, es bedeutet nichts Gutes für die Wochenendtrip-Gemeinschaft.

Wie gewarnt, ich musste jetzt schon spoilern und das wird auch im Rest dieses Reviews nicht ausbleiben. Wie gesagt, ich versuche es so weit wie möglich zu umgehen, so unkonkret zu bleiben wie ich kann, was die Story angeht, aber um zu kritisieren muss ich auch mal ins Detail gehen.

“The Cabin in the Woods” wurde als Revolution gefeiert. Als Neubeginn des Horrorfilms. Nun bin ich kein besonders regelmässiger Horrorfilmgucker, eher im Gegenteil. Das ist nicht so mein Genre. Aber die Genre-Meilensteine gefallen mir doch gut, wie die Evil Deads oder Screams (Jaja, nicht direkt Horror, aber doch dem Genre zuzuordnen) dieser Welt. Ich bin also ein casual Horrorgucker und solche möchte man ja eigentlich im Kino haben. Also, eine fette Produktionsfirma jedenfalls, denn nur mit Freaks macht man keinen Umsatz.

Cabin in the Woods macht vieles richtig. Das Abbilden von Klischees wird gerade genug nicht überzogen, damit es trotzdem noch funktioniert. Die Figuren sind natürlich bewusst vom Teenie Slasher Reissbrett, aber die meisten Schauspieler können sie noch mit genug Leben füllen, um sie glaubwürdig zu machen (ausser die “Tussi” und der “Besserwisser”, die haben wirklich schlimm geactet). Die alte “Der Kiffer muss sterben, weil Drogen schlecht sind!”-Regel wird auf eine gute Art gebrochen und kurz vor dem Showdown gibt es ein Finale furioso, das ich so noch niemals irgendwo gesehen habe. Das ist tatsächlich die Eintrittskarte wert.

Aber so sieht die Revolution aus? Das ist der beste Film des Jahres? Das glaube ich nicht, Tim. Der Film macht nämlich genauso viel falsch wie richtig. Das Buch ist auf den ersten zwanzig bis dreissig Seiten wirklich unglaublich Hüftsteif. Nichts kommt aus dem Quark und die ungewöhnliche Exposition wird bis zum erbrechen durchgekaut, damit sie auch der letzte Depp im Kino begriffen hat, der vielleicht die ganze Zeit abgelenkt war, weil er die Hand im Höschen seiner Freundin hatte. Das muss man durchstehen, obwohl man nach zehn Minuten schon rufen möchte: “Ist okay, ich habs kapiert!”.

Dann tappt er in die gleiche Falle, wie alle Genre-Sezierer vor ihm: Er hält sich so damit auf, alles neu zu erfinden, dass das Herz ein wenig auf der Strecke bleibt. Jede Figur hat ihren Zweck und wird brav zu Ende erzählt. Keine Ecken und Kanten, die hat man alle dem Setup gegeben. Kann man machen, ja, finde ich aber sehr theoretisiert. Das begeistert dann Filmkritiker und Horrornerds, aber da geht es nur um Formalismen. Mich als Horrorn00b ärgert es ein wenig, nicht in die Geschichte involviert zu werden. Alles schreit immer nach einer ganz lauten Ironie. Andauernde Meta-Ebene. Vielleicht ist deswegen der “Funny Movie”-Titelgag-Ripoff bei Cabin auch nicht ganz zufällig gewählt. Vielleicht verstehen die Macher ihren Film eher als Kommentar aufs Genre, denn als eigenständigen Film. Das würde in vielerlei Hinsicht Sinn machen: Alles sind nur Versatzstücke, die abgefrühstückt werden müssen, damit man alle Horrorfilmklischees kommentiert. Dadurch wird das aber zum Flickwerk. Wie aus einem Guss wirkt das Buch deswegen fast nie. Aber wie gesagt: Ein begeisterter Horrorfilmgucker wird ganz andere Schlüsse aus diesem Film ziehen als ich, da bin ich mir sicher.

Ich war nach dem lahmen Start dann ganz gut unterhalten, deswegen will ich mich nicht beschweren. Ich kann dieser Truman-Show des Horrors nun keinen Originalitätspreis vergeben, denn eigentlich ist das nur ein Mash Up, mit ganz vielen, zum Teil abgeschmackten, Zutaten. Aber als solches ist es solide gemacht. Keine Revolution, aber gut zum Freundin beschützen. Und die Drehbuchlücken lassen genug Zeit zum ausgiebigen knutschen. Das ist doch auch schon was.

P.S.: Eigentlich hätte ich dem Film eine 2,5 gegeben, aber da mein Lieblingstier einen großartigen Auftritt hat, konnte ich nicht anders als den halben Stern noch draufzugeben.

————————————-

Batzman meint:
★★★★☆

Cabin in the woods ist vielleicht nicht “The Slasher to end all slashers”, noch ist er das Defintive-Irgendwas zum Horrorgenre. Aber er macht als ironisch-intelligentes Vexierspiel mit Tropen und Themen eine Menge Spaß. Die Besetzung ballanciert gekonnt zwischen ihrem Klischee und realer Person, die Anspielungen und Zitate auf Klassiker sind Legion und dazu kommt das angenehme Gefühl, das die Macher ihre Zuschauer ernst nehmen.

Abseits vom ennervierenden Torture-Porn der die Nuller-Jahre so unangenehm dominiert hat, ist Cabin in the Woods Meta-Horror für die Post-Meta-Generation. Anders als Scream geht der Film einen Schritt weiter, denn nicht nur die Figuren des Films kennen die Klischees, sondern sie werden von anderen Figuren bewusst als solche instrumentalisiert.

Was den Film angenehm und so unterhaltsam macht ist, dass er aber eben nicht nur als Fanboy-Referat funktioniert sondern einfach gut unterhält und als Horror-Comedy mitfiebern lässt. Das es nach dem recht gemächlichen Anfang und den überschaubaren Settings zum Schluss dann nochmal richtig rund geht und die absolute Monstershow zu bestaunen ist, zeigt wie sehr Whedon und Goddard eben doch auch Fans sind, die ein diebisches Vergnügen dabei haben alle ihre Idole zum ganz großen Blutbad zusammenzutrommeln.

Whedon und sein Regie-Kumpel Goddard sind Fans des Genres, ärgern sich aber gleichzeitig über seine Formelhaftigkeit. Also servieren sie einen überaus spassigen Cocktail aus Klischee-Szenen, die wie mit Fussnoten sofort seziert und erklärt werden, wenn wir in die unterirdischen Steuerlabore umschalten und dort die genervten Wissenschaftsmalocher bei der Arbeit erleben.

Dabei wird schön die Schizophrenie des Publikums herausgearbeitet, denn natürlich kennen auch wir die ganzen Dämlichkeiten und Vorhersagbarkeiten und spotten ab und zu darüber – und trotzdem mögen wir sie und können sie wieder und wieder sehen. Die Götter denen die Teenies geopfert werden sind letztlich wir die Zuschauer. Zumindest die, die den Horrorfilm lieben.

———————————–

Renington meint:
★★★★☆

Ich halte Cabin für den wichtigsten Genrebeitrag seit 20 Jahren, seit Scream nämlich. Ähnlich wie Wes Cravens Dekonstruktion des Slasher-Genres ist Cabin ein Meta-Film für das komplette Horror-Genre, wollte man Cabin beschreiben, käme man wohl am besten mit Westworld meets Evil Dead meets Lovecraft hin, angereicht mit ungefähr drei Millionen Zitaten aus ungefähr allen existierenden Horrorfilmen. Und was sich (zurecht) anhört, wie ein extremes Filmmashup und eine Zitatorgie ergibt innerhalb des Plots einen erschreckend schlüssigen Sinn.

Fünf junge Menschen fahren in ‘ne Hütte im Wald, finden im Keller seltsame Artefakte und das Tagebuch einer Frau, lesen daraus vor und werden daraufhin von einer Familie Redneck-Zombies umgebracht. Dieses klassische Slasher-Setting wird gesteuert von einer geheimnisvollen Firma im Untergrund, deren Rolle im Verlauf des Films nach und nach offenbart wird.

Das Drehbuch ist fast schon zu clever, jede Szene und jede Handlung jeder Figur ergibt Sinn und bringt den Plot voran, der Unterhaltungswert des Films ist extrem hoch, der Gorefaktor mehr als ausreichend und der Film macht gigantischen Spaß. Die absichtlich zunächst flachen Figuren gewinnen im Verlauf der Handlung an Profil im gleichen Maße, in dem der Film an Komplexität gewinnt. Überhaupt: Der Rhythmus und das Timing von Cabin ist fantastisch: Schockeffekte zünden und kommen in einer Form, die man so nicht erwartet.

Als Kenner des Genres knallt Cabin nochmal doppelt, da man die tausenden Anspielungen und Insider-Jokes erst dann versteht und dankenswerterweise erklärt der Film hier nichts (Minor Spoiler: etwa, wenn im Finale des Films einer der Mitarbeiter von einem Monster gekillt wird, das eindeutig als Remix des Monsters aus “Troll 2″ erkennbar ist und der Mann daraufhin ein “Awww, come on!” brüllt… da “Troll 2″ einer der schlechtesten Filme aller Zeiten ist). Sowas sind Perlen und Jokes von Fans für Fans und der Film ist voll von solchen Anspielungen.

Cabin ist brillant, clever und superunterhaltsam, hat Subtext und tausend Ebenen und angesichts dieser 90minütigen Awesomeness muss man von einem Arsch voll Glück sprechen, der (2009 fertiggestellte) Film wäre beinahe nie erschienen, da Metro-Goldwyn-Mayer 2010 Konkurs anmeldete, woraufhin Cabin in der Production Hell landete. Schließlich wurde er nach endlosen Verzögerungen von Lionsgate gekauft und hatte im März auf dem SXSW Premiere. Ich hoffe, dass Cabin durch Whedons Regiearbeit an der ziemlich erfolgreichen Avengers-Verfilmung nochmal ein wenig Aufmerksamkeit auf Cabin in the Woods lenkt, denn eins kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Der Film dürfte in meiner Topliste 2012 auf der Eins landen und er hat einen Platz in meiner Top 10 der Lieblingshorrorfilme aller Zeiten. Cabin ist für Genre-Fans ein absolutes und indiskutables Must Watch, jetzt bereits ein moderner Genre-Klassiker – und der Rest hat auch seinen Spaß.

Und nach dem Klick ein paar richtige Spoiler, weil ich die Awesomeness, die dieser Film ist, selbst nochmal in Worten wiedergeben muss, um zu fassen, was ich da gesehen habe.

——————–MASSIVE SPOILERS——————–
——————–MASSIVE SPOILERS——————–
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Die Firma beschäftigt Wissenschaftler, von denen einige tausend Jahren alt sind. Die opfern seit dem Anbeginn der Zeit Jugendliche an die “alten Götter” und zwar immer eine Hure, ein Sportler, ein Narr, ein Gelerter und nur die Jungfrau wird verschont und nur das Schicksal entscheidet, ob sie überlebt. Das Nebenprodukt sind Horrorfilme. Die Firma ist in einem unterirdischen Gebäudekomplex untergebracht, in dem ein ganzes Waldgebiet inklusive Berg gesteuert wird. Die Götter wohnen in der Erde und werden einmal im Jahr mit dem Blut der frisch gemordeten Slasher-Opfer besänftigt. Dieses Szenario ist eine riesige Verbeugung vor Lovecraft.

Die Szenen in diesem unterirdischen Firmenkomplex sind wahnsinnig komisch und strange, paaren eine seltsam-wissenschaftliche Götterverehrung mit trocken-zynischem Humor und zeigen das in einer retrofuturistischen Optik, die unter anderem an Westworld erinnert.

Das Vorlesen aus dem Tagebuch (die Beschwörungsformel) löst einen Mechanismus aus, der ein Szenario aus einem ganzen Katalog von Monstern auswählt (in diesem Fall die Redneck Zombie-Familie), die Firma hat einen ganzen “Monster-Zoo”: ein Konstrukt wie aus The Cube, das sich “Wall of Nightmares” nennt und in dem man von den Zenobiten aus Hellraiser bis zum Werwolf alle möglichen Horror-Ikonen wiedertrifft. Als die letzten beiden Überlebenden (natürlich) im unterirdischen Komplex ankommen und dort ausgeschaltet werden sollen, befreien sie die Biester und es folgt das wahrscheinlich unterhaltsamste und kurzweiligste Gemetzel aller Zeiten, das höchstens noch von Braindead getoppt wird inklusive einem passenden, kurzen und großartigen Ende.

Cabin ist eine grandiose, große Verbeugung vor seinem Genre, von Fans für Fans. Außerdem hat er die wahrscheinlich erotischste Bestiality-Szene aller Zeiten.

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31 Comments

  1. Cabin in the Woods (Review) › Nerdcore

    […] habe grade bei den Filmfreunden mein Review (neben dem von Nilz und Batzman) zu Joss Whedons und Drew Goddards „Cabin in the […]

  2. Silent Rocco

    Wow, mal wieder ganz viel Review auf einmal, schön! Ich fand den Film bis zum grandiosen Finalfeuerwerk arg dröge und einfach viel zu unlustig, mit verdammt unsympathischen Darstellern und zu viel Erklär- und Zeige-Bär. Die letzten Minuten machen aber schon Spaß. Ist aber weder Horror, noch Komödie. Und meta ist auch nur cool, wenn es richtig Spass macht. Für mich völlig überhyped. Aber nette Unterhaltung für den frühen Sonntag Abend.

  3. Peterstrucku

    Schönes reviews :),
    Nun kann man sich darüber streiten ob der Film a)spannend
    und b) gut ist.

    Ehrlich gesagt hat man sich beim Film ganze Zeit überlegt (als dann schon der Spruch kam “Sie entscheiden selbst wie sie sterben” etc,) ob der Film wirklich SO einfach ist wie man sich es vorstellt und schon denkt. UND dann kommt es.
    Leider endete Dieser Film genauso spannend und leider nicht “zu Ende geführt” wie man es aber gerne hätte.

  4. Roger Willemsen

    Ich hab mich echt ewig nicht mehr so gut unterhalten wie bei diesem Film. Und auf was das ganze dann am Ende hinausläuft hab ich nicht mal ansatzweise geahnt, was auch so gut wie nie bei mir vorkommt. Die Schauspieler sind allesamt sehr nett, der Humor ist angenehm, die Effekte gut bis richtig gut, spannend auch, gruselig not really, aber was soll´s. Werd ich mir definitiv nochmal im Kino ansehen müssen. Abgefahrene Scheiße! :)

  5. Marcel Anacker

    @Renington Ich hab das “Awww, come on” eher so verstanden, dass er ausgerechnet vom Merman erwischt wurde, auf den außer ihm sonst keiner wetten wollte.

  6. tieser

    .. genaui!

  7. KenTakel

    Entweder ich war im falschen Film oder ich habe zu wenig geraucht. Der erste Teil war schontausendmalbesserwoandersgesehen.
    Der Teil mit der Steuerung im Labor klamaukig und nicht lustig. Die Schauspieler 0815.
    Der Film hat also weder auf der Cube-Ebene noch auf der Comedy-Schiene funktioniert. Das größte Problem war aber, dass man von Anfang an beide Ebenen gesehen hat und somit gar keine Spannung aufgekommen ist. Ich hatte mir viel mehr Twists und Turns erhofft.
    Einzig die Idee mit den Monstern in den Cubicles fand ich ganz gut. Daraus haben sie aber nicht gemacht. Fazit: 4/10

  8. Doughnut

    Schließe mich KenTakel an
    Wahrscheinlich seh ich aber auch all die tollen Referenzen und Anspielungen pro Sekunde einfach nicht…
    Wo wir grad dabei sind:
    “etwa, wenn im Finale des Films einer der Mitarbeiter von einem Monster
    gekillt wird, das eindeutig als Remix des Monsters aus “Troll 2″
    erkennbar ist und der Mann daraufhin ein “Awww, come on!” brüllt… da
    “Troll 2″ einer der schlechtesten Filme aller Zeiten ist”
    Ich dachte zB einfach nur, dass das “Come on!” sich darauf bezog, dass derselbe typ dasselbe Vieh die ganze Zeit im Metzelprogramm wollte (wollte schon immer mal einen Wassermann sehen). o.O

  9. Doughnut

    Insgesamt fand ich’s aber trotzdem recht unterhaltsam.
    Vielleicht 6/10 oder so ^^

  10. Binding

    Die beiden Titel wurden zwar schon genannt, aber im Prinzip ist der Film wirklich nur so eine Art Horror-Version von “Truman Show” trifft “Cube” – angereichert mit vielen Genre-Zitaten. Ich fand das Ganze als Over-the-Top-Spielerei recht amüsant und zum Schmunzeln, aber mehr nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass “Cabin” als Meisterwerk in die Horror-Filmgeschichte eingeht – dafür ist er schlicht und einfach zu gaga. Wenn ich es recht überlege, fällt mir dazu sogar noch was Schlimmeres ein, nämlich Kinderkacke. Tut mir echt leid: Ich bin auch Horrorfan, aber ich konnte die Story nicht ernstnehmen – sie war mir selbst als Groteske noch irgendwie zu dämlich.

  11. dasnex

    Ich habe mir den Film gestern Abend angesehen und war begeistert.
    Ich kenne mich jetzt eher “so mittel” im Horror Genre aus, aber ich habe auch schon einige Zitate und Hommagen an ältere Filme entdecken können. Die Sache mit dem Merman habe ich auch so verstanden, dass er das Biest die ganze Zeit sehen wollte und dann letztendlich von ihm gekillt wurde. (Ich habe übrigens die ganze Zeit an seine Rolle als Joshua Lyman in The West Wing denken müssen und nur darauf gewartet, dass Martin Sheen irgendwo um die Ecke kommt xD)
    Am Schluss musste ich auch ständig an Lovecraft denken, vor allem bei dem ständigen “the ancient ones”, und habe gehofft, dass sie Cthulhu erwecken ;)
    Alles in Allem ein wirklich gut gemachter Horrorstreifen, der bewusst die Klischees auf die Spitze treibt und das ganze dann mit dem Wissenschaftssetting konterkariert.

  12. Doughnut

    “Am Schluss musste ich auch ständig an Lovecraft denken, vor allem bei
    dem ständigen “the ancient ones”, und habe gehofft, dass sie Cthulhu
    erwecken ;)”
    Ich hab da immer an Buffy und Angel denken müssen, nicht zuletzt, weil Fred immer im Bild herumsprang. ^^
    Aber klar, Lovecraft ist der Ursprung.

  13. Frybird

    Oh je, so viel Zynismus hier. Natürlich ist die Story nicht so clever wie es der “don’t spoil it!” Hype versprochen hat, aber imo war der Film dennoch enorm clever.

    Das Manipulierspiel um die Opfer Charaktere genau an ihren Archetyp anzupassen, das abarbeiten notwendiger “Rituale”, insbesondere die hirnlose Sexszene, “die Japaner” und vorallem Kleinigkeiten wie der Controller der mit der zurecht gestutzen Heldin symphatisiert weil sie “ihren Mut bewiesen hat”….eine großartige Dekonstruktion, weniger der Horrorfilme als mehr der Horrorfilmzuschauer, ohne dabei so prätentiös konfus zu sein wie “Rubber” oder schlimmer noch, so agressiv, pampig und herablassend wie Funny Games….stattdessen lieber lustig ohne zu albern zu sein, und dennoch in den richtigen Momenten “echt”

    Also meine Hoffnungen hats erfüllt

  14. Realistikus

    Reden wir hier vom selben Film?

    Mit Donnie Darko kommt der Streifen auf die Liste der schlechtesten Filme aller Zeiten. Die ganzen Reviews (aber wirklich alle) heben nur die massenhaften Anspielungen des Filmes wieder und die Idee dahinter. Dafür vielleicht 3/10.

    Aber der Film selbst gerade mal 1/10, weil die Idee gut ist, aber mehr nicht.

  15. MRJ

    so siehts aus!

  16. Silent Rocco

    Rubber und Funny Games mit diesem Mittelmaß zu vergleichen ist Blasphemie. Enorm clever? Outch…

  17. some

    Hach, wieder mal unzufrieden ausm Kino. Ich muss Nilzenburger bei einem recht geben: Versatzstücke. Dass Horrorfilm-Freaks das sicherlich anders sehen, kann ich jedoch als Betroffener entkräften.

    Ich hatte mich wenigstens auf ein bisschen “Horror” gefreut, aber der blieb gänzlich aus. Stattdessen bei 2 Szenen durchaus geschmunzelt und das Metzel-Finale war auch nett, nur zu kurz und ohne Konsequenzen. Leider waren 75% der Monster auch dann nur schemenhaft als solche zu erahnen.

    Die Meta-Ebene hatte nicht die Spur einer Überraschung und wird schon von vornherein völlig ausgewalzt. Leider hatte ich die meiste Zeit das Gefühl, eben einen solchen schlechten, trashigen, abgenuddelten, eindimensionalen B-Movie zu schauen, welcher hier eigentlich gekonnt persiliert werden sollte.
    (Böse Erinnerungen an “Machete” werden gerade wach)

    Für mich wie ne warme Flasche alkoholfreies Bier mit 2,3 prickelnden Kohlensäurebläschen darin.

    Immerhin hats mal einer versucht.

  18. ar

    “persifliert”

  19. Doughnut

    Donnie Darko ist schlecht? … Aha. ^^

  20. Doughnut

    Donnie Darko ist schlecht? … Aha. ^^

  21. Hannes Dirkenbauer

    Also ich komm gerade vom Kino und musste jetzt einfach mal das hier los werden: Ich war so unglaublich maßlos enttäuscht wie zuletzt von A-Team… Der Film hinterlässt bei mir einfach nur das gefühlt von tiefer unendlicher Leere, welches nur von dem Schauer übertrumpft wird, welcher mich überkahm als ich eine fürchterlich alte, breite und missbrauchte Sigourney Weaver sah. Diese Frau hat mehr verdient, als in den letzten 2 Minuten eines Filmes zwei Teenagern zu erklären, dass diese gerade das Schicksal der Welt in den Händen halten. Aber was mich am meisten ärgerte: Genau die winzigen Segmente die interesant hätten werden können, wie z.B. die abgefahrene Spiegel-Fenster-Bild-Kombination in der Hütte selbst erwiesen sich als völlig belanglos. Statt dessen bekommt man 40% Zombieflick, 40% Ghostbusters und 20% Deus Ex Machina, aber nichts davon auch nur irgentwie gelungen…

    Also sorry wenn das jetzt sehr pessimistisch klingt, aber ich würd mir das Geld echt sparen, bis es den Film irgentwann mal für 50 Cent aufn Flomarkt zu kaufen gibt. Das war übrigens das erste mal, dass ich das Internet dazu nutzte mir über irgentwas das Maul zu zerreisen. Das will was heißen!

  22. Gastator

    Aber sowas von!

  23. Gastator

    Aber sowas von!

  24. FrostQ

    Richtig, das ist ein Merman, wie er ihn sich immer gewünscht hat.

  25. FrostQ

    Richtig, das ist ein Merman, wie er ihn sich immer gewünscht hat.

  26. GeorgieBoy

    OMG Die Leute hie haben eindeutig keine Ahnung von Filmen. Ich bin kein Filmanalytiker aber ich weiß genug, um The Cabin in the Woods als vollkommen Reinfall zu bezeichnen. Hunger Games wirklich schlechter zu bewerten als den Rotz hier zeugt einfach nur davon, dass ihr Filme oberflächlich bewertet.

  27. GeorgieBoy

    OMG Die Leute hie haben eindeutig keine Ahnung von Filmen. Ich bin kein Filmanalytiker aber ich weiß genug, um The Cabin in the Woods als vollkommen Reinfall zu bezeichnen. Hunger Games wirklich schlechter zu bewerten als den Rotz hier zeugt einfach nur davon, dass ihr Filme oberflächlich bewertet.

  28. burns

    Und dafür hast Du, im Vergleich zu unseren ahnungslosen Rezensenten, auch gleich mal so wertvolle Anhaltspunkte wie “vollkommener Reinfall” und “Rotz” angeführt, um Deine Meinung, die natürlich nicht subjektiv, sondern das Maß aller Dinge ist, nachvollziehbar zu begründen. Dankeschön, wie gut, dass Du hier gepostet hast!

  29. burns

    Und dafür hast Du, im Vergleich zu unseren ahnungslosen Rezensenten, auch gleich mal so wertvolle Anhaltspunkte wie “vollkommener Reinfall” und “Rotz” angeführt, um Deine Meinung, die natürlich nicht subjektiv, sondern das Maß aller Dinge ist, nachvollziehbar zu begründen. Dankeschön, wie gut, dass Du hier gepostet hast!

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    jurassiraptor:

    fromdirectorstevenspielberg:

    Whoever created this: thank you!!

    Haha! Well done!

    11/27/14

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


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    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14