R.I.P. Wolfgang Menge & Sylvia Kristel

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Zwei Ikonen sind tot. Unterschiedlicher könnten sie kaum sein, aber beide prägten die 70er und 80er Jahre nachhaltig. Wolfgang Menge mit Fernsehklassikern wie “Stahlnetz” (die deutsche Antwort auf Dragnet), dem “Millionenspiel”, “Smog” und natürlich “Ein Herz und eine Seele”, einer der wenigen gelungenen deutschen Sitcoms mit satirischem Biss. Als Moderator prägte sein markanter Kugelkopf u.a. die Talkshow “3 nach 9″. Menge war in den 70ern seiner Zeit vorraus, gab wichtige Anstöße und hatte etwas, dass man heutzutage im Fernsehen oft schmerzlich vermisst: Eier. Mut neues zu wagen. In Zeiten der heutigen Copyright-Hysterie hat es was fast komisches, wenn man weiß das Menges “Millionenspiel” auch jahrzehntelang im Giftschrank bleiben musste, weil der Autor der Kurzgeschichte die als Inspiration diente Robert Sheckley vergrätzt darüber war, dass man die Rechte an seiner Story nicht ordnungsgemäß erworben hatte. Ein Schicksal das das Millionenspiel mit Nosferatu teilte und deutlicher Beweis dafür, dass Meisterwerke auch dort entstehen, wo Urheber-Recht gebrochen wird.

Intro zu “Das Millionenspiel”

Best of Ekel Alfred

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Sylvia Kristel wurde durch “Emanuelle” berühmt und machte damit jene Softsex-Erotik populär die sich jenseits von Schulmädchen-Reports, Hardcore und Sexklamotten etablierte. Sie war “nur” Darstellerin, doch auch sie prägte fraglos ihre Zeit. Ob in einer Nebenrolle in “Airport 80″ oder typischer in “Lady Chatterlys Liebhaber” – Kristel war die Verkörperung der “schönen Erotik”. Edel fotografierte Filme, die David Hamilton näher waren als Eis am Stiel. Vor allem aber war sie zusammen mit Laura Gemser einer der echten Stars des Genres, die wohl viele Jungs durch die Pubertät und erste sexuelle Phantasien begleitet hat.


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Zwei unterschiedliche Menschen, die beide ihre Zeit geprägt haben. In Erinnerung bleiben auch wenn sie die ganz großen Erfolge nicht mehr wiederholen konnten. Beide starben am 17. Oktober 2012.

In : News

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

9 Comments

  1. Thomas

    Krass, zufällig gestern zum ersten mal “Smog” geschaut!

  2. Marco

    Na dann Leute: schlaft gut! Und keine Angst, hier verpasst ihr nix..

  3. Marco

    Na dann Leute: schlaft gut! Und keine Angst, hier verpasst ihr nix..

  4. Marco

    Na dann Leute: schlaft gut! Und keine Angst, hier verpasst ihr nix..

  5. Oliver Lysiak

    Mach die Tür hinter dir zu wenn du gehst.

  6. Roland D.

    Fesch war sie ja schon, die Kristel, aber die Filme halt wirklich zum lachen.

  7. burns

    @Marco: Immer besonders erheiternd: Von nichts etwas wissen und das, wovon man nichts weiß, daher stolz als unwichtig einstufen. Wie nennt man so eine Einstellung nochmal…..

  8. burns

    @Marco: Immer besonders erheiternd: Von nichts etwas wissen und das, wovon man nichts weiß, daher stolz als unwichtig einstufen. Wie nennt man so eine Einstellung nochmal…..

  9. burns

    @Marco: Immer besonders erheiternd: Von nichts etwas wissen und das, wovon man nichts weiß, daher stolz als unwichtig einstufen. Wie nennt man so eine Einstellung nochmal…..

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14