Holy Motors – Trailer

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Hier der erste US-Trailer zu „Holy Motors“ von Leos Carax (Die Liebenden von Pont Neuf, Boy meets Girl). Der Film ist, glaube ich, derjenige, der mir dieses Jahr am allermeisten empfohlen wurde und über den ich so gut wie nichts weiß. Der Trailer sieht auf eine tolle Art sehr merkwürdig aus, der Plot liest sich wie Chuck Palaniuk auf Acid und ich bin sehr, sehr gespannt – der Film läuft seit Ende August in Deutschland, hier ein Kino-Finder für den Film.

YT Direktholy, via Badass Digest

Over the course of a single day, Monsieur Oscar travels by limousine around Paris to a series of nine “appointments,” transforming into new characters or incarnations at each stop.

Fetched in the morning by Céline, his trusty chauffeur on this surreal journey, Oscar begins the day as a captain of industry. Then he becomes a gypsy crone, begging for spare change on a bridge over the Seine. Inside a digital production facility, heʼs a ninja warrior transformed by cutting-edge technology into a reptilian sex god. Next heʼs a gibberish-spewing troglodyte who kidnaps a fashion model from a photo shoot in Père-Lachaise cemetery, ferrying her to his underground lair in the sewers. Then heʼs the melancholy father of a teenage daughter, followed by a shadowy assassin sent to kill his own doppelgänger, a dying old man, and finally a thwarted lover revisiting a flame from his past atop a decaying Right Bank department store next to the Pont-Neuf. Monster movie, film noir, romantic drama, musical, crime thriller, futuristic sex fantasia…

HOLY MOTORS is all of these and, then again, none of these. It is a ravishing, shape-shifting, fever dream of becoming, unraveling and starting all over again. From celluloid magic to the digital data stream, Monsieur Oscar’s epic journey of the soul is all of our dreams.

In : News, Trailer

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  1. burns

    Danke, Renington. Ich bettle schon länger drum, dass einer von Euch mal was dazu schreibt. :-)
    Holy motors ist ein magischer Albtraum, ein Film-Film-Film, ohne deswegen “meta” zu sein. Es geht irgendwie um alles, das gesamte Menschsein und zugleich auch um alles, was Film und Identität eigentlich ist. Irre Bilder, faszinierende Settings, perfekte Dialoge, ein wüster Ritt durch alle Genres – vor allem aber ist HOLY MOTORS die purste Kinomagie, die mir jemals untergekommen ist. Ich bin absolut geflasht aus dem Kino gewankt und seitdem süchtig danach, dieses monströse Stück Film nochmal anzuschauen. Ich würde übrigens vorher einfach NICHTS darüber lesen und auch keinen Trailer anschauen. Nichts wissen, nichts erwarten, reingehen.

  2. Nils

    Holy Motors ist der Beweis dafür wie verrückt, phantasievoll und innovativ Kino noch sein kann. Man sollte nur nicht an den Film mit dem Ziel herangehen alles verstehen zu wollen.

  3. Kryll

    Scheint mir eher in die Richtung von David Lynch zu gehen als Chuck Palahniuk, dessen Geschichten sind eigentlich ziemlich klar, halt praktisch immer mit dem obligaten Plot-Twist.

  4. Haina

    ein großartiger film, überhauptnicht anstrengen oder so schwer zu verstehen fand ich. ein film über das kino an sich.
    das merkt man ziemlich schnell – und ober geil: lavant wieder als kobold!

  5. Dr.Strangelove

    Kinofilme übers Kino / über Filme selbst … da gibt es ja einige. Und die meisten sind schlecht. ich bin dennoch sehr sehr gespannt. Ich mag Lynch. Lynchs Film “Mulholland Drive” ist das beste Beispiel das auch einzelne Szenen gut in einen Film passen… auch wenn sie später gar keine Relevanz mehr habe.. zu anderen Szenen. Jedenfalls nicht auf eine direkte Art.
    Aber HOLY MOTORS wirkt dennoch komplett anders. Würde ich jetzt gar nicht mit Lynch vergleichen. Habe den Film noch nicht gesehen. Ich hoffe das der Film funktioniert. Und nicht nur abgefeiert wird weil er “anders” ist.

    Und auch nicht zu flach daherkommt. Die Motion Tracking Szene
    ist lustig aber auch recht plakativ.
    Letztens habe ich was über M. Night Shyamalan gelesen, der ja sehr wenig Schnitte in seinen Filmen hat. Er schreibt das viele Filme einfach nur Material sammeln würde… und erst im Schnitt wird dann darauf der Film. (So läuft das wohl in Hollywood) Diese “Motion Tracking” Szene verstehe ich jetzt erstmal nur als direkte Kritik an alles “künstliche” was so in Hollywood gedreht wird. Digitaler Spiderman und so. Darauf kann man reagieren.. in dem man eben einen “Meta Ebenen Film dreht” … oder man dreht eben einen Film mit langen Einstellungen und ohne digitalen Effekte und erzählt einfach eine Geschichte. Aber so getrennt will ich das gar nicht sehen.

    Ich hoffe stark das Holly Motos mehr zu bieten hat als eine Kritik aufs Mainstream Kino.

  6. burns

    @7167c3603a76fdca9c7c01ae086d1408:disqus: Es sind tatsächlich keine getrennten Geschichten, sondern ein runder, ganzer Film – der aber etwas stark Labyrinthisches hat.

  7. Silent Rocco

    Wohl der beste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe. Arthouse, der gleichzeitig Arthouse den Mittelfinger zeigt und auch noch den ausgebufftesten Kinofreak irre oft zu überraschen weiß. Ein absolut einmaliges Erlebnis. Meisterwerk!

  8. BarryLyndon

    Und wieder ein Beweis dafür, dass unsere westlichen Nachbarn es einfach mehr drauf haben als wir. Sie schaffen es relevantes und interessantes “Arthouse” Kino zu kreieren, welches öfters mit einem Augenzwinkern daherkommt.
    Wir haben dafür die Berliner Schule, super…

  9. burns

    Nix gegen die Berliner Schule; ich fände es ungünstig, das zu vergleichen. Carax ist schlichtweg EIN REGISSEUR, von dem jetzt gleich auf alle Franzosen zu schließen, wäre nationalistischer Dünkel. MOTORS ist auch in Carax’ Schaffen ein ziemlicher Monolith. Wenn ich so auf das Gesamte schaue, bin ich in der BRD ja um die Berliner Schule wirklich noch froh und weiß bloß nicht genau, wie ich reagiert hätte, wenn mir vor 15 Jahren jemand gesagt hätte, dass der tumbe Bauer aus “Manta, Manta” später mal die erfolgreichsten deutschen Filme schreibt, dreht und produziert. Ich wär’ vermutlich ausgewandert. Und womit? Mit Recht!
    Jedes Land hat so ein paar geile Regisseure. Und Dresen, Petzold und Co können nun wirklich tolle Filme drehen.

  10. burns

    Nix gegen die Berliner Schule; ich fände es ungünstig, das zu vergleichen. Carax ist schlichtweg EIN REGISSEUR, von dem jetzt gleich auf alle Franzosen zu schließen, wäre nationalistischer Dünkel. MOTORS ist auch in Carax’ Schaffen ein ziemlicher Monolith. Wenn ich so auf das Gesamte schaue, bin ich in der BRD ja um die Berliner Schule wirklich noch froh und weiß bloß nicht genau, wie ich reagiert hätte, wenn mir vor 15 Jahren jemand gesagt hätte, dass der tumbe Bauer aus “Manta, Manta” später mal die erfolgreichsten deutschen Filme schreibt, dreht und produziert. Ich wär’ vermutlich ausgewandert. Und womit? Mit Recht!
    Jedes Land hat so ein paar geile Regisseure. Und Dresen, Petzold und Co können nun wirklich tolle Filme drehen.

  11. burns

    Nix gegen die Berliner Schule; ich fände es ungünstig, das zu vergleichen. Carax ist schlichtweg EIN REGISSEUR, von dem jetzt gleich auf alle Franzosen zu schließen, wäre nationalistischer Dünkel. MOTORS ist auch in Carax’ Schaffen ein ziemlicher Monolith. Wenn ich so auf das Gesamte schaue, bin ich in der BRD ja um die Berliner Schule wirklich noch froh und weiß bloß nicht genau, wie ich reagiert hätte, wenn mir vor 15 Jahren jemand gesagt hätte, dass der tumbe Bauer aus “Manta, Manta” später mal die erfolgreichsten deutschen Filme schreibt, dreht und produziert. Ich wär’ vermutlich ausgewandert. Und womit? Mit Recht!
    Jedes Land hat so ein paar geile Regisseure. Und Dresen, Petzold und Co können nun wirklich tolle Filme drehen.

  12. Binding

    Man kann sich von “Holy Motors” absolut verarscht vorkommen, aber das ändert nichts daran, dass er mal ein gänzlich “anderes” Kinovergnügen ist (das ist positiv gemeint). Vor allem gibt es keine wirkliche Erklärung für das, was man sieht, und das macht das Ganze ähnlich faszinierend wie etwa “2001” – den man ansonsten aber in keinster Weise damit vergleichen kann. Aber egal, wie man auf den Film reagiert: Allein wegen des absolut genialen Verwandlungskünstlers Denis Lavant lohnt er sich schon unbedingt!

  13. BarryLyndon

    Mir geht es mehr darum, was für ein kreatives Umfeld in Frankreich geschaffen wurde und dass der französische (Arthouse) Film international gesehen größere künstlerische sowie kommerzielle Relevanz hat. Vielleicht liegt es am Savoir Vivre, dass die Franzosen ernste Themen mit einer gewissen Leichtigkeit, einem Augenzwinkern bearbeiten können.
    Der Stil (mal eben lapidar alles in einen Topf geworfen) der Berliner Schule strahlt für mich die Eleganz eines schwäbischen Rechnungsprüfers in einem mittelständischen Betrieb aus. Dabei ist insbesondere Hochhäusler zu nennen, der auf seinem Blog gerne mal so nebenher die technische Imperfektion eines Fassbinders ankreidet und bei seinen pedantischen Untersuchungen zum Thema Film alle Faktoren ausklammert, die er nicht irgendwie quantifizieren kann. Außerdem halte ich es einfach für eine Unverschämtheit, wenn jemand einen Film wie “Unter dir die Stadt” dreht, ca 2/3 seines 2 Mio Budgets aus Fördergeldern erhält und am Ende erklärt seine Filme sollen sich ihr Publikum selber aussuchen. So redet nur einer der aus einem endlosen Topf schöpfen kann.
    Ich glaube das einzig positive was ich zu Til Schweiger oder Til Schweiger Jr. alias Matthias Schweighöfer sagen kann, ist dass ihre Filme wenigstens das Budget wieder einspielen. Ja das wars dann aber auch.

  14. tobi

    Da muss ich auch den Barry zustimmen. Schön und richtig geschrieben.

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