Terrence Malicks To the Wonder – Trailer

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Die Meisterwerke von Terrence Malick angemessen zu bewerben, ist fast unmöglich. Deshalb dauerte es wohl auch eine Weile mit dem Trailer zu seinem neuen Film “To the Wonder”, der bislang nur in dürftiger Qualität vorliegt. Erst am 30. Mai startet der Film hierzulande, bis dahin muss man mit den wunderschönen Eindrücken des Trailers vorlieb nehmen, die stark an “The Tree of Life” erinnern. Ben Affleck, Rachel McAdams, Olga Kurylenko und Javier Bardem spielen die Hauptrollen, Emmanuel Lubezki zeichnet erneut für die Bilder verantwortlich.

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Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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26 Comments

  1. Guder

    Wow. Sieht ziemlich großartig aus, und theologisch, philosophisch, abgefahren. Tree of Life war ja schon so ein krasser, nachdenklicher, prachtvoller Glaubensfilm.

  2. burns

    @Guder: Ich halte das mit dem Glaubensfilm ja für ein kräftiges Missverständnis. Den Rest unterschreibe ich. :-)
    Ich bin auch gespannt auf den Neuen vom Regie-Monolithen und hoffe zugleich, dass er diesmal mit seinem Off-Text weniger in Kitschnähe gerät. Tree of Life fand ich grandios, drum war es umso unheimlicher, WIE derbe der – gerade am Schluss – in die Trashrichtung umzufallen drohte. Die dicken Meta-Botschaften im Trailer-Offtext (Bardem in seiner Priesterrolle?…) lassen da aber durchaus so einiges befürchten…

  3. Dr.Strangelove

    Wenn “Tree of Life” kein Glaubensfilm war was dann? Auf jeden fall religiös aufgeladen. Paradies Bilder am Ende. Ewiges Sein. Ewiges Licht. Alte sind auf einmal wieder jung, junge Menschen sind alt. Jeder fasst sich bei den Händen.

    Dümmste Szene in der gesamten Kinogeschichte: Sean Penn geht in einer Wüste durch einen Türrahmen hindurch. Bedächtig. Voller Ehrfurcht.

    Zweitdümmste Szene in der Kinogeschichte: Eine Venezianische Maske taucht in die tiefen des Meer hinab. Als Symbol dafür das die Menschen mit ihrem Tod die Maske fallen lassen die sie zu Lebzeiten trugen.

    Ich mochte die alten Filme von Malick sehr. Aber Tree of Life ist ein Film wie eine Predigt. Nach dem Kinobesuch wollte ich ganz ganz schnell den Dreck abschütteln, die Gedanken und Bilder aus meinen Kopf bekommen.

    Bin sehr erstaunt das Malick 1, 2 Jahre nach Tree of Life gleich einen neuen Film raus bringt. Normalerweise braucht er ja 7, 8 Jahre.

  4. Oliver Lysiak

    Musik und Schnitt sehen aus wie Zigaretten/Autowerbung aus der /be-Ecke. Die Offtexte klingen nach Wort zum Sonntag. Also Mallick as usual. :)

  5. burns

    Dass in einem Film die Welt der Protagonisten mit dem Thema Glauben aufgeladen ist, bedeutet ja nun mitnichten, dass deren Haltung die Haltung des Regisseurs/Drehbuchautors ist und es sich daher um einen “Glaubensfilm” handelt. Das wurde damals latent durcheinandergewürfelt, deswegen hatte ich es hier im Kontext noch einmal erwähnt.
    In meinen Augen ging es eher um das “mütterliche” (= intuitive) versus “väterliche” (=kognitive) Prinzip, das im Film auch verbal thematisiert wird; hierin kann man die Haltungen zum Glauben in dem Film auch sehr gut einordnen. Das in TREE etwas über Glauben erzählt wird, heißt nicht automatisch, dass er auch ein THEMA des Filmes ist.

    Aber genau solche Diskussionen befeuert der Meister ja selbst durch sein Schweigen zu seiner eigenen Intention. :-)

    Die “schnelle” Abfolge der zwei Filme (was würde Woody Allen dazu sagen) hat mich in der Tat auch erstaunt.

  6. Binding

    “Tree of Life” war ein filmischer Gottesdienst der unerträglichsten Art – da halfen auch die ästhetischen Bilder nichts mehr. Genauso wirkt jetzt auch der neue Trailer: Sieht sehr schön und interessant aus, scheint aber genauso ein religiös aufgeladener Quark zu sein.

    @ Dr. Strangelove: Du hast bei den dümmsten Szenen noch die mit dem menschlich handelnden Dinosaurier vergessen!

  7. Dr.Strangelove

    Wenn du diesen Text über Ulrich Seidl verfasst hättest würde ich dir zustimmen. Oder über Paul Thomas Anderson. Oder Lars von Trier. In deren Filmen kommt Religion, Glaube, Familie drin vor. Malick ist das genaue Gegenteil. Da fehlt komplett der Abstand. Da geht es nicht mehr um die Figuren im Film… wenn diese ins Licht eintauchen, ins Paradies… und all das. Auch die Dinosaurier, die Schöpfungsgeschichte, die Planeten. Das ist Religion pur. Das sind ja nicht die Bilder die der Protagonist im Film hat. Sondern es sind Bilder vom Regisseur der seinen Film eben wie eine Predigt aufzieht. Würde man den Film in Worte fassen klänge es so: “Das Licht, siehst du dieses Licht. Und wir reichen uns an den Händen… und die alten werden jung sein… und wir lassen unsere Masken fallen die wir zu Lebzeiten getragen haben… und Sean Penn ist voller Sünde in der Wüste… und blah blah blah”.

    Klar. Der Regisseur ist in Wirklichkeit Atheist und Religion ist nur ein Aspekt des Films. Und es steckt eine ganz andere Botschaft in dem Film die nur niemand erkennt.

    Der Meister schweigt. Oh. Wie schlau und gewitzt er doch ist. lol.

  8. Silent Rocco

    Stimmt, sieht genauso scheiße aus (geil, erstes Bild wieder diese lustige Strahlensonne im Baum) und fühlt sich genauso scheiße an wie Tree of Life. Hat ja auch einen ebenso lächerlichen Titel. Und wird zeitlich geradezu Hinterhergeworfen. “Ey, Alter, so viele haben echt auf deinen Religionsquark gestanden. Mach mal noch so einen. Zeit für ‘nen durchdachten Schnitt brauchste ja wieder nicht.”

  9. aldous

    glauben scheint ein großes thema im malicks filmen zu sein und warum nicht. so funktioniert halt kunst. man setzt sich mit sachen auseinander, die einen beschäftigen und umtreiben. das hat tarkowski gemacht und all die anderen regisseure, die hier genannt wurden. das heißt aber doch nicht, dass das ganze automatisch eine predigt ist. in tree of life kann man alles mögliche reinlesen. so soll das sein. die einen sehen darin einen film über das erwachsenwerden oder ein klassisches opus dei oder eine auseinandersetzung mit dem tod. ne predigt ist, wenn dir jemand was einreden will und immer versucht, dich für seine sache zu gewinne. der film verführt, mit den szenen vom urknall und den dinosauriern, sicher nicht zum christlichen glauben. man kann ihn aber auch als meditation über glaube und liebe und tod sehen oder als film über die liebe zum leben… (im übrigen ist das thema glaube, ein ganz typisches thema in der kunst und als bei breaking the waves am ende im himmel völlig ironiefrei die glocken geläutet haben, hat sich doch auch keiner beschwert) predigten gibts in der kirche. die “gefährliche predigt” von terence malick wurde sicher auch noch nie in der kirche gezeigt und ich glaub auch nicht, dass irgendjemand nach dem sehen des films sich plötzlich hat taufen lassen. lasst doch mal die kirche im dorf… man könnte ja auch sagen, mir hat der film nicht gefallen, weil ich mich für das thema nicht interessiere und gut … man muss sich nicht für alles interessieren.

  10. burns

    Whaaaat? Gerade Kamera und Schnitt waren ja nun in TREE meiner Meinung nach wirklich oscarverdächtig…

  11. burns

    “Klar. Der Regisseur ist in Wirklichkeit Atheist und Religion ist nur ein
    Aspekt des Films. Und es steckt eine ganz andere Botschaft in dem Film
    die nur niemand erkennt.”
    Ömmm… Naja, tatsächlich gabs und gibt es ja darüber ganz erklecklich viele Diskussionen, das sage jetzt nicht nur ich, weil ich arme Wurst es nicht wahrhaben will.

    Und das ganze Konstrukt “Tree of life” einzig und allein auf das Thema “Glauben” zu verkürzen, weil man selber das böse und igitt findet, ist angesichts dessen handwerklicher wie inhaltlicher Konzeption schon ziemlich (- naja, sorry -) spießig…

  12. Jens Prausnitz

    Aber sowas von Zustimmung. Malick hat die drei Cutter übrigens gleichzeitig gebraucht, nicht nacheinander wie bei diversen anderen Produktionen :)

  13. Jens Prausnitz

    Dinosaurier sind Religion pur? Das war mir neu… ich geh aber auch seit Jahrzehnten nicht mehr in die Kirche.

  14. Silent Rocco

    Ich finde den Schnitt und die Kameraführung – wie ebenfalls in diesem Trailer – grausig.

  15. Jens Prausnitz

    Ach… 1) Kameraführung – ich setzte mal voraus, du weißt wie Malick arbeitet, dass kein Storyboard vorliegt, sondern dokumentarisch geschwenkt wird (wie bei von Trier) – nur dass der Kameramann bei jedem Take ein Veto einlegen darf ob es im Schnitt bleibt oder nicht (daher kein Rumgewackel und Unschärfen wie bei von Trier): woran machst du bitte die “grausige” Kameraführung fest? 2) Schnitt – assoziative Schnitte liegen dir anscheinend nicht, aber dennoch würde mich mal brennend interessieren, was dich präzise am Schnitt stört, die Unkenntnis des ganzen Materials mal außen vor gelassen. 3) Weder Malick noch seine Cutter werden etwas mit der Trailermontage zu tun gehabt haben – so viel Wissen setzte ich voraus. Und ja, dass ist wohl mein Fehler :)

  16. Silent Rocco

    Kein Rumgewackel? Ich habe ‘nen anderen Tree of Life gesehen…. hier wurde dermaßen aus der Hand geschossen, klar halbwegs steady… aber möglichst schräg auf die Darsteller, cut, vorbeischwenken, cut, nochmal draufhalten, cut, von der anderen Seite von unten nochmal vorbeifahren (idealerweiße mit der Sonne im Hintergrund). Das ganze Familiendrama geht so. Ich empfand das als durchweg störend. Und für mich ist z.B. Thin Red Line extrem elegant gefilmt und geschnitten. Aber ich hab von Film einfach keine Ahnung, Du bist da wohl Profi. Wollt nur mein persönliches Empfinden äußern.

  17. Jens Prausnitz

    Das mit der Sonne im Hintergrund ist aus dem Grund, um Takes von jeder Tageszeit in einer Szene zusammen schneiden zu können (Stichwort: Schattenwurf im Gesicht) – das hat nix damit zu tun “weil es so schick aussieht”. Das kann nerven, die Vorteile gerade im Schnitt überwiegen jedoch. Natürlich ist das auch fast alles Handkamera, aber ich glaube du störst dich mehr an der kurzen Brennweite des Objektivs dabei,und das ist in der Tat Geschmacksache. Mich freut es jedenfalls zu hören (Pressekonferenz mit Jack Fisk letztes Jahr), das Malick richtig Spaß am Drehen hat, seit er sich “seine Regeln” zusammengebastelt hat. TO THE WONDER scheint halt ein Liebes-/Ehefilm zu werden – wer so was mal richtig gegen den Strich gebürstet sehen will, sollte bei RUST AND BONE im richtigen Kinosaal sein. Aber auch da ist wieder Handkamera-Alarm…

  18. Silent Rocco

    Ein Dinosaurier mit Gnade ist der hilflose Versuch diese Tiere in irgendwelchen religiösen Kontext zu rücken, ja.

  19. burns

    Das ist jetzt aber schon ein bisschen – gewollt, gell? :-)
    Mit so hartnäckigen Fronten erkenn’ ich Dich ja fast nicht wieder, Rocco.

  20. Silent Rocco

    Der Gnadendinosaurier wird nicht nur von mir belächelt. Das ist einer der Dauerbrenner der Tree of Life Kritiken, zurecht :) Und dem Film erzkonservative Religiosität abzusprechen, zeugt davon, wirklich beide Augen derbe zuzudrücken. Dampfhammeriger und platter kann einem das gar nicht ins Gesicht geknallt werden.

  21. Jens Prausnitz

    Gnade? Also “schon satt” würde mich als Erklärung eher überzeugen :)

  22. Jens Prausnitz

    Das klingt alles eher nach dem Weltbild eines Mel Gibson, als nach Terrence Malick. Warum sich die “Kritiken” an der kurzen Dinosauriersequenz so abarbeiten, bleibt mir rätselhaft. An der Stelle ist kein Gequasel aus dem Off, und auch ein Raubsaurier kann mal “Völlegefühl” empfinden, und einfach keinen Bock mehr auf Fressen haben. Und nur weil das kleine Saurierhirn dafür eben länger braucht gleich von Gnade zu faseln, finde ich nun wieder befremdlich.

    Mir war das Ende zu verkitscht, aber sonst? Wütend macht mich eher Aronofsky – wie fandest du denn “The Fountain”? Da schüttel ich dann nur noch den Kopf.

  23. Silent Rocco

    Ich sag ja, beide Augen zu, damit man nichtmal den Holzhammer sieht :) Der Moment des Nicht-Fressens war ja quasi DER finale Moment dieser ganzen ewigen Szene. Klar, einfach satt. Darum der ganze Rummel. Hab Malick wohl falsch eingeschätzt.

    Ich mag “The Fountain” sehr ;)

  24. Jens Prausnitz

    Ist es nicht der “Holzhammer” wenn man aus dem Drehbuch zitiert? In der Inszenierung sehe ich das nicht, nur einen Dinosaurier der nicht so recht weiß, was er mit einem anderen, der verletzt am Boden liegt anfangen soll. Natürlich kann man dann viel reininterpretieren, man kann es aber auch bleiben lassen. Mir scheint du warst vorbelastet :)

    Und welcher Rummel? Keine fünf Minuten, und der Dinosaurierteil ist vorbei. Das Aufwachsen in der Vorstadt ist das Zentrum, die Dinosaurier ein Nebenschauplatz. Laufen lernen, Eifersucht empfinden (als der jüngere Bruder plötzlich die Aufmerksamkeit bekommt), Scham, Mitgefühl, Wut, Hass, Angst, Schuld… und alles OHNE Worte, nur in Bildern. Was will man denn mehr im Kino? Mehr Story? Plot? Wie langweilig.

    PS: Aronofsky hatte nicht den Mut und die Weitsicht es so zu machen wie Haneke in AMOUR. Stattdessen läuft der Held vor seiner großen Liebe davon (natürlich um sie zu retten – damit er die beste Ausrede hat um der “Krankheit” nicht zu nahe zu kommen) – und das auf mehreren Zeitebenen. Flucht in der Flucht. Anstrengend und zu angestrengt. Da sind mir die Dinos lieber. Allerdings die aus JURASSIC PARK. Frieden?

  25. Silent Rocco

    Amour (großartig) mit The Fountain vergleichen? Wir sollten wirklich aufhören. Alles gut. 2 unterschiedliche Meinungen zum Film, die sich eh nicht aus der Welt schaffen lassen :) Frieden. Jurassic Park, auf den können wir uns beide einigen, denk ich! :D

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