Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger (Review)

18 Comments

“I can eat the biscuits, but God made tigers carnivorous, so I must learn to catch fish. If I don’t, I’m afraid his last meal would be a skinny vegetarian boy.”


Originaltitel: Life of Pi
Herstellungsland: USA 2012
Regie: Ang Lee
Buch: David Magee
Darsteller: Suraj Sharma, Irrfan Khan, Ayush Tandon, Gérard Depardieu, Rafe Spall

★★★★☆

life_of_pi

Der Junge Pi, eigentlich Piscine, ist auf dem Weg mit seiner Familie von Indien nach Kanada auszuwandern. Seine Familie besaß einen Zoo und nimmt deswegen alle Tiere mit um sie in Kanada zu verkaufen. Doch das Schiff geht in einem Sturm unter und Pi kann in letzter Sekunde in ein Rettungsboot springen und sich als einziger retten. Soweit so schlecht, doch es gibt noch ein Problem: Der bengalische Tiger Richard Parker hat es ebenfalls ins Boot geschafft und Pi muss sich irgendwie mit ihm arrangieren …

Oh bitte, nicht noch so ein Lavalampen-Film, nicht noch ein Tree of Life, nicht noch ein Streifen, der irgendwie fernöstliche Weisheit, Spiritualität und Glauben propagieren will. Und nicht noch ein CGI-Film… und nicht- okay das waren so ungefähr meine Gedanken, als ich die grobe Synopsis des Buches Life of Pi las. Einzig der Regisseur ließ mich hoffen, dass hier kein verquaster Quark kommen würde, denn auch wenn ich kein Fan von Brokeback Mountain und vom Hulk bin, konnten mich Ang Lees andere Filme durchaus begeistern. Im Besten Fall verströmen sie wie “Taking Woodstock” eine harmlose Feelgood-Fluffigkeit, die sie einfach sehr angenehm anzuschauen macht. Und Life of Pi hat mich dann doch sehr positiv überrascht. Es ist ein extrem flauschiger Film, der dennoch seine Ecken und Kanten hat. Er ist im Grunde genommen eine Verfilmung von Calvin & Hobbes, bis hin zu seinem Schlusstwist. Er sieht fantastisch aus und bietet surreale Bilder, deren Reiz ausnahmsweise durch das 3D unterstützt wird. Ich würde nicht sagen, dass es zwingend ist, den Film in 3D zu sehen, aber er gehört zu den wenigen Filmen, die die Räumlichkeit tatsächlich mal effektiv nutzen und damit neben Dredd wohl die beste 3D-Kameraführung des Jahres bieten.

Warnung: Spoilers Ahead

Lee inszeniert auf Schönheit und auf Eleganz und das wirkt stellenweise irritierend, wenn sich beispielsweise fliegende Fische über das Rettungsboot ergießen, absurd elegante Himmelsspiegelungen das Meer verzaubern und Quallen und Neonwale nur knapp am Kitsch vorbeispringen. Doch der Film kommt damit durch, denn Pi und der Tiger (der zum Großteil und das meist sehr überzeugend aus dem Rechner stammt) bringen immer wieder einen gewissen filmischen Realismus ins Spiel – ganz einfach, weil es spannend ist, den Macht- und Überlebenskampf der beiden zu verfolgen und der Film auf diesem simplen Abenteuerlevel sehr gut funktioniert. Doch das Ende des Films schafft es sogar in einem tatsächlichen überraschenden (wenn auch zu holzhammermässig erklärten) Schlusstwist die ganze Irrealität des bisher gesehenen zu rechtfertigen. Wobei zugegeben die Klammerteile des Films, in denen der alte Pi (sehr gut: irrfahn Khan) einem Schriftsteller (egal: Rafe Spall) seine Geschichte erzählt, die schwächsten Stellen des Films sind. Dennoch macht es Spaß, wenn die Handlung im letzten Akt dann derartig auf den Kopf gestellt wird und viele der Sachen, die einem unbewusst als unrealistisch und seltsam erschienen plötzlich neuen Sinn machen.

Natürlich hat der Film seine Schwächen: Er braucht eine Weile, bis er in Gang kommt, bis Pi endlich im Rettungsboot ist. Aber auch wenn sich seine Vorgeschichte etwas zieht, ist sie nicht unwichtig, denn um seinen Verlust zu verstehen, muss man seine Familie kennenlernen und um ihn zu verstehen, muss man seine offene Weltsicht und seinen Humor erleben, ehe es ins große Drama geht. Das ruckelt zwar tonal ein bisschen, funktioniert im Gesamtkontext dann aber dennoch leidlich gut, da zwar die Exposition oftmals etwas platt ist, die sympathischen Schauspieler das Ganze aber irgendwie dann doch erträglich machen. Und Lee schafft es auch die religiösen Motive, die Glaubensmetaphern so in die Geschichte einzubinden das sie zwar deutlich, aber nicht anstrengend sind und gerade mit Blick auf das Ende nie unangenehm missionierend wirken. Er stellt Fragen und gibt Ideen, lässt sie aber den Film nicht dominieren, der trotz seines phantastischen Settings überraschend simpel und unprätentiös daherkommt. Hier wird nicht groß geschwurbelt oder gepredigt, sondern in erster Linie extrem fluffig erzählt, in einer Haltung, die nahelegt, dass der Film sich nicht mehr vornimmt und nicht wichtiger daherkommt, als er es letztlich ist. Ist Gott tatsächlich nur “Die bessere Story” – darüber kann, aber muss nicht zwingend diskutiert werden, um Life of Pi genießen zu können. Er stösst nicht vor den Kopf, er will nichts erzwingen und er behauptet nichtmal zwingend Recht zu haben und das macht ihn, neben seinen anderen Qualitäten, sehr sympathisch.

Ein Glücksfall ist neben den wirklich sehr gut animierten Tiger (der es locker mit Gollum aufnehmen kann, was seinen Realismus und Ausdrucksfähigkeit angeht), vor allem Suraj Sharma, der hier seine erste Rolle spielt und auf dessen Schultern der Großteil des Filmes lastet. Er macht Pi glaubwürdig vor allem, wenn man bedenkt, dass er nicht nur Schauspielnovize ist, sondern obendrein für den Großteil des Films auf Luft reagieren musste und weite Teile des Films im Wasser herumdümpelt. Pi bleibt dabei immer sympathisch, menschlich, humorvoll und interessant und hilft auch über die unglaubwürdigsten Wendungen hinweg, und wenn der Film mal wieder zu einer Fototapete eines Jungmädchenzimmers mutiert, weil einfach alles zu magisch aussieht und zu schön ist, dann erdet er die Story und erinnert daran, dass es es immer noch um einen Überlebenskampf geht.

Wenn wir am Ende die wahre Geschichte erfahren, wir wissen, wer der Tiger ist, warum Depardieu überhaupt im Film war und was mit den anderen Tieren passiert ist, dann erhöht dies noch den Reiz, denn bei aller zuckerwattigen Flauschigkeit, die die Story ansonsten ummantelt, durchzieht sie doch ein düsterer Unterton von nicht zu unterschätzender Grausamkeit. Die Kollegen von Slashfilm brachten eine interessante Idee ins Spiel und meinten, dass das Ende noch stärker wäre, wenn es einen Hinweis darauf gäbe, dass der Tiger Pi nie ganz verlassen hat und immer nur unter der Oberfläche darauf lauert zurückzukehren. Das Ende funktioniert auch so, aber in der Tat hätte ein kurzer Hinweis darauf, dass der Tiger immer noch in Pi schlummert, das Ganze durchaus noch reizvoller gemacht und der narrativen Klammer eine wichtigere Rolle verliehen.

Nichtsdestotrotz: Der Film versöhnt zum Ende nochmal gewaltig mit dem Filmjahr 2012 und genau das richtige für die Weihnachtszeit.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

Related Articles

  • nico

    meine güte, “tree of life” muss dir ja richtig, richtig weh getan haben, spätestens jetzt hat das auch der letzte mitbekommen…

  • nico

    meine güte, “tree of life” muss dir ja richtig, richtig weh getan haben, spätestens jetzt hat das auch der letzte mitbekommen…

  • droggelbecher

    3 D

    hmm

    Ich habe schon aus diversen Reviews entnehmen können das Life of Pi explizit dafür gelobt wird 3D einigermassen sinnvoll einzusetzen…aber es wurde, wie in deinem Review auch, leider immer nur kurz angeschnitten und nicht wirklich begründet.

    Das erinnert mich an Prometheus der in der Hinsicht auch gelobt wurde. Als ich letzteren gesehen habe(in 3D) hat mir das auch optisch gut gefallen, ja, es sah hübsch aus….aber im endeffekt schwierig zu beschreiben. Wenn ich mir aber die Frage stelle, ob ich das was ich da so ganz hübsch fand in der 2D Version vermissen würde…mhhh…nee nicht wirklich. Solange kein Film daherkommt der die Antwort auf meine Frage in ein Ja Verändert kann mir 3D also gestohlen bleiben.

    Theoretisch.

    Praktisch gebe ich dem 3D-Kram(leider) immer wieder ne Chance, einerseits aufgrund von Techniksprüngen(Avatar) andererseits weil angeblich endlich ein Film vorliegen soll der den Aufpreis rechtfertigt(z.B. Prometheus). Langsam verliere aber auch ich meine Geduld…

    Drum:

    Kann Life of Pi meine 3D-Gretchenfrage positiv beantworten? Und wenn ja, ist das dann auch nüchtern(vielleicht mit Beispielen) begründbar?
    Anyone? Anyone? Batzman?

  • http://fuenf-filmfreunde.de/ Oliver Lysiak

    3D ist auch in diesem Film kein muss. Aber Ange Lee verwendet es sehr verspielt. Lässt also beispielsweise 3 Objekte aus dem Leinwandframe ausbrechen wie in der Szene mit den fliegenden Fischen. Ausserdem schafft er es 3D länger wach zu halten. Normalerweise habe ich bei 3D immer das Problem das ich nach ca 10mins wenn die Credits durch sind vergesse das es überhaupt 3D, weil die Raumtiefe meist nicht mitinszeniert wird. Auch Avatar hat das bei mir nicht geschafft, Außerdem gibts derzeit anscheinend zwei Ansätze bei 3D: Guckkasten 3D das möglichst kaum auffallen soll und den Raum bestenfalls etwas nach hinten verlängert (die meisten Pixarfilme zB) und das offensive Fun-3D wie es z.B. Piranha 3D zelebriert. Beides finde ich nicht wirklich toll – beim ersten spielt es kaum eine Rolle und ist egal und beim zweiten ist es nur ein Gag der sich aber schnell abnutzt.

    Wirklich als Teil des Films begreift fast kein Film 3D wenn man mal von Pixars Day and Night absieht. Ang Lee nutzt das 3D zum Teil im Extrem, lässt es aber dabei nie wie ein Jumpscare aussehen und hängt die Kamera oft sehr tief um z.B. die Wasseroberfläche zur Tiefeninszenierung zu nutzen. Ähnliches macht Dredd mit langen Gängen. In den beiden Filmen blieb mir das 3D über den gesamten Film in Erinnerung ohne das ich es als lästig empfand.

    Muss man den Film in 3D sehen? Nein. Und wie immer wäre IMAX wohl das interessantere Format, aber für das bißchen was 3D kann ist Life of Pi schon durchaus gut gemacht.

  • http://www.jensprausnitz.com/ Jens Prausnitz

    Sorry droggelbecher, LIFE OF PI braucht das 3D nicht. Gerade in der Rahmenhandlung empfand ich es sogar als ziemlich überflüssig bis störend. Aber(!) auf dem Meer, im Rettungsboot… wahnsinnig gut. Hat auch damit zu tun, dass Stereoskopie begrenzte Räume und einen “übersichtlichen” Horizont mag. Beides ist im Pazifik naturgegeben. Immer noch wird bei 3D zu sehr auf Spektakel gesetzt, dabei ist bei Film doch gerade das Weglassen stets spannender, und ein mit Bedacht eingesetztes 3D bei dem langsamer geschnitten wird und nicht alle paar Minuten was “vor die Leinwand” ragen muss, darf sogar mal angenehm für die Augen sein. Also der begrenzte Raum tut der Sache (3D) gut, also heißt es weiter auf GRAVITY von Alfonso Cuarón warten – wenn der es nicht reißt ist 3D für Real(spiel)filme (mal wieder) tot. Wobei… der Schiffsuntergang war auch fantastisch – ich hab jetzt die konvertierte Version von TITANIC nicht gesehen aber bevor ich jetzt Rajko auf den Plan rufe bin ich lieber still :)

    Lange Rede – es führt kein Weg dran vorbei sich eine eigene Meinung bilden zu müssen.

    PS: In LIFE OF PI wird “Gott” häufiger erwähnt, als in TREE OF LIFE, lieber Batzman – misst da etwa wer mit zweierlei Maß: Malick böse Lee darf aber? Na, na, na.

  • http://fuenf-filmfreunde.de/ Oliver Lysiak

    Ich habe keinen Gott-Word-Count an dem ich abmesse wann ein Film gut oder schlecht ist. Für mich zählt der Unterhaltungswert und ob ich das Gefühl habe eine gute Geschichte erzählt zu bekommen. Ich kann auch John Irvings “A Prayer for Owen Meany” zu meinen Lieblingsbüchern zählen, obwohl es ein sehr religiöses Buch ist in gewisser Hinsicht. Das Problem mit Tree of Life ist eher, dass er auf sehr uninvolvierende, dröge, humorlose und verbissene Art und Weise predigt und man Mallicks missionarische Inbrunst merkt, während Ang Lee das ganze spielerisch und ambivalent angeht und nicht versucht irgendjemand zu bekehren (bestenfalls neugierig zu machen) und die Aussagen sehr ambivalent hält. Lee ist ja selbst eher Agnostiker und ich glaube das merkt man in seiner offenen Darstellung. Und wie im Review gesagt: Die Auseinandersetzung mit Glauben überschattet nie den Film – und das Ende… nunja… es ist ja doch eher ernüchternd als erhebend ;)

  • http://www.jensprausnitz.com/ Jens Prausnitz

    Ah, ich glaube da liegt der Hund begraben: TREE OF LIFE erzählt keine Geschichte, und man sollte auch keine erwarten. Ich empfinde ihn auch nicht als missionarisch, sondern als Blick in den Kopf des sich erinnernden Protagonisten. Malick nimmt den Zuschauer da auf andere Weise nicht an die Hand, als Lee. Der lässt einem den ganzen Film über in einem Glauben, um ihn dann in Frage zu stellen. Kann man machen, kriegt dann aber einen Hauch Shyamalan, und das kann schwer ins Auge gehen (wie man bei seinen geschätzten letzten 10 Filmen sieht). Ang Lee lasse ich den Stunt aber gerne durchgehen, schließlich ist der Mittelteil des Films großartiges Kino.

    TOL nervt mich in seiner Rahmenhandlung genauso wie LOP – tolle Planetenbilder zu klassischer Musik braucht man nach 2001 nicht mehr machen. Ich meine jetzt das Jahr, nicht den Film :) Das gilt auch für Lars von Trier. Da kann ich aber mit leben, schließlich sind die Bilder ja vom gleichen Douglas Trumbull (und jetzt meine ich den Film, nicht das Jahr), der schon für Kubrick analog gezaubert hat. Wenn Malick seinen üblichen Naturflash auslebt, atmet der Film durch und die Story macht Pause. Manchmal nervt mich das, aber meistens freue ich mich, dass sich das nach Tarkowski noch jemand traut. Muß ich aber nicht haben. Überzeugend ist für mich TOL da, wo er sich auf das emotionale Aufwachsen in den 50er Jahren konzentriert, die auch Malick’s Kindheit war. Und die Bilder und Momente sind stark. Ich nehme dir nicht ab, dass dich da nix emotional berührt haben will. Das mag vielleicht nicht reichen um TOL für dich zu einem guten Film zu machen, aber ein paar anerkennende Worte sollte er dir doch irgendwo abgewinnen können.

    Und humorlos war Malick schon immer, das hätte dir also schon vorher klar sein können :)

    So, und wann schreibt Irving endlich mal wieder so gut, wie zu Zeiten von Owen Meany? Aber das ist eine rein literarische Frage, und soll zu einer anderen Zeit in einem anderen Blog beantwortet werden.

  • http://fuenf-filmfreunde.de/ Oliver Lysiak

    Bei Malick kommt viel zusammen was ich nicht mag: Humorlosigkeit, Religiösität, sich selbst viel zu ernst nehmen und dieses ganze “Uhh niemand darf mich fotografieren, I’m an Artist”-Gehabe ist anstrengend und ich finde man merkt es seinen Werken an… und jeder Fehler und jede Dummheit des Films wiegt um so vieles schwerer, wenn der Regisseur mit diesem übersteigerten Kunstanspruch daherkommt. Siehe auch Nolan. Ang Lee ist ein viel bodenständigerer Regisseur, der nicht in erster Linie Selbstverwirklichung betreibt oder Psychotherapie sondern etwas produzieren will das interessiert.

    Malick lässt mich immer kalt, genau wie Kubrick.

  • Binding

    “Tree of Life” ist ein filmischer Gottesdienst der einseitig-christlichen Art und knallt den Zuschauern seine dogmatischen Ansichten ungestüm direkt vor den Latz. In “Pi” geht es dagegen um die Suche nach Gott, was sowohl Zweifel als auch Multireligiosität einschließt. Ist ziemlich einfach, was davon sympathischer und weniger enervierend ist!

  • http://www.jensprausnitz.com/ Jens Prausnitz

    Bei Nolan stimme ich dir zu – wobei der schon deutlich besser wäre, wenn er endlich mal die Hälfte seiner redundanten Dialoge streichen würde, dann wären die Filme auch endlich mal wieder auf eine gute Länge getrimmt.

    Und ob Malick sich durch “Gehabe” auszeichnet… ich weiß nicht. Als Jack Fisk auf der Pressekonferenz von der Arbeit mit ihm erzählte, klang das nach jemanden, der sehr entspannt ans Werk geht und mindestens so sympathisch rüber kommt, wie Ang Lee vor der Kamera. Das Malick selbst Kamerascheu ist, würde ich ihm nicht vorwerfen wollen.

    Das dir sein Stil nicht liegt… fair enough. Trotzdem ein Vergnügen mit dir drüber geplauscht zu haben :)

  • http://www.jensprausnitz.com/ Jens Prausnitz

    Also mir kommt die “Suche nach Gott” christlicher rüber, als die Naturprinzipien bei Malick. Ich glaube Christen können sich daran ziemlich stoßen, von wegen heidnisch und so. Aber bitte. PI hat die bessere Story (bzw. überhaupt eine) und TOL die natürlicheren Bilder. Mir ist beides sympathisch.

  • http://fuenf-filmfreunde.de/ Oliver Lysiak

    Und ein Vergnügen hier mal mit jemand der eine andere Meinung hat normal zu diskutieren und Ansichten auszutauschen ohne das es persönlich beleidigend wird oder auf Klippschulniveau ist. Kommt leider viel zu selten vor!

  • http://www.jensprausnitz.com/ Jens Prausnitz

    Das Vergnügen ist ganz meinerseits – nach TO THE WONDER können wir ja mit frischen Eindrücken (und vielleicht sogar neuen Argumenten) an dieser Stelle weiter diskutieren :)

  • Pingback: Pottblog

  • Mocca

    Ich hab jetzt ein paar Tage drüber nachgedacht, ob ich kommentiere oder nicht, aber ehrlich gesagt lässt mich eines nicht los: Deine Anmerkung über den Tiger, der in Pi schlummert (oder nicht).
    Ich weiß nicht, ob du das Buch gelesen hast, jedenfalls ist dort nicht explizit aufgeklärt worden, was der Tiger symbolisiert. Die filmische Deutung, dass er “der böse Pi” ist und Pi seine Schifffahrt damit verbringt, diesen zu bändigen, finde ich ganz furchtbar und platt für einen so spirituellen Hintergrund. Nach der Lektüre war meine Deutung, dass der Tiger das göttliche darstellt – Gott (welcher auch immer) war immer bei Pi und nimmt die Schuld des Mords von ihm. Mit der Umdeutung im Film bin ich echt unglücklich.

  • Mocca

    Ich hab jetzt ein paar Tage drüber nachgedacht, ob ich kommentiere oder nicht, aber ehrlich gesagt lässt mich eines nicht los: Deine Anmerkung über den Tiger, der in Pi schlummert (oder nicht).
    Ich weiß nicht, ob du das Buch gelesen hast, jedenfalls ist dort nicht explizit aufgeklärt worden, was der Tiger symbolisiert. Die filmische Deutung, dass er “der böse Pi” ist und Pi seine Schifffahrt damit verbringt, diesen zu bändigen, finde ich ganz furchtbar und platt für einen so spirituellen Hintergrund. Nach der Lektüre war meine Deutung, dass der Tiger das göttliche darstellt – Gott (welcher auch immer) war immer bei Pi und nimmt die Schuld des Mords von ihm. Mit der Umdeutung im Film bin ich echt unglücklich.

  • http://indienfan.de/ indienfan

    Dein Kommentar motiviert mich dieses Buch doch noch zu lesen.

  • Guest

    Dein Kommentar motiviert mich das Buch doch noch zu lesen!

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr