Reviews: Zero Dark Thirty, Lincoln, Frankenweenie, Flight (Review)

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Mit leichter krankheitsbedingter Verspätung, die Reviews der aktuellen Starts

Zero Dark Thirty – USA 2012
★★★☆☆

Maya will Bin Laden finden und töten. Das dauert mehrere Jahre, am Ende schafft sie es.

Vielleicht muss man US-Amerikaner sein um wirklich nachfühlen zu können, welche immense Wirkung dieser Film auf viele Zuschauer wie Kritiker hat. Für jemand wie mich, den weder die Jagd auf Bin Laden noch sein Ende wirklich so fasziniert hat, ist Zero Dark Thirty leider dann doch “nur ein Film”. Ein Film der sich losgelöst von der wahren Story als Unterhaltung behaupten muss. Und also solcher kann er es leider nicht mit fiktionalen Werken aufnehmen. Das mag unfair erscheinen, zumal auch die Wahrheit hinter ZDT zumindest umstritten ist, aber nimmt man dem Film den Mythos Bin Laden bleibt eine streckenweise durchaus langweilige und langatmige Story mit einer Hauptfigur über die wir wenig bis gar nichts erfahren.
Wirklich packend wird es erst in der letzten halben Stunde, obwohl auch dort jeder Ablauf, jede Nuance schon aus Dokus und Nachrichtenmagazinen bekannt ist. Aber zumindest passiert etwas und es fasziniert die Ambivalenz der Bilder, die uns nicht nur zeigen wie Bin Laden erschossen wird, sondern wie in just diesen Sekunden die nächste Generation fanatischer Terroristen entsteht – eben jene Kinder und Frauen die mitansehen wie das Militär bei einen einfällt.

Davor hält sich spannung, anteilnahme oder auch generelles Interesse in überschaubaren Grenzen und spielt eher wie eine schaumgebremste Episode von Homeland, Spooks oder 24 in der Valium-Variante. Ja, das wahre Leben ist halt kein Drehbuch und tatsächliche Ermittlungen brauchen ihre Zeit – aber ohne Menschen im Mittelpunkt die so etwas wie eine eigene Persönlichkeit haben, ist das leider nicht sehr spannend anzusehen. Über Maya erfahren wir nichts, was über ihre Handlungen hinausgeht, sie ist eine leere Hülle deren Tränen am Ende kalt lassen, weil wir nichts über sie wissen. Wie ihre ganze Figur verstehen wir die Tränen als kalkuliertes Symbol der Filmemacherin, das uns zeigen soll wie sinnlos das Unterfangen war und die Frage stellen, ob es das alles wert war. Doch da wir nie die Alternative sehen, nie wissen was Maya tatsächlich aufgegeben hat oder wer sie eigentlich ist, fällt es schwer mit ihr zu trauern. Und also jemand der kein US-Amerikaner ist und der das nationale Trauma eher von außen betrachtet, als tatsächlich verinnerlicht hat, bleibt ein Achselzucken, ob der Verspäteten Erkenntnis der Beteiligten, dass die Dämonisierung Bin Ladens und der übersteigerte Symbolwert der seinem Tod zugesprochen wurden eben genau das sind: Blödsinn.

Und so sehr sich Bigelow und ihr Autor auch dagegen wehren und so wenig ZDT eindeutige “Folter ist super”-Propaganda im Stile von “24” ist, genausowenig ist er kritische Auseinandersetzung mit ihr. Er bleibt relativ haltungslos und ermöglicht es genau deswegen Folterbefürwortern den Film für sich zu vereinnahmen, wie er es Gegnern ermöglicht kritische Zwischentöne hineinzudeuten.

Am Ende ist er einfach nur ein Film, kein wirklich schlechter, aber auch keiner der wirklich große Beachtung finden würde, wenn er nicht “auf wahren Ereignissen” beruhen würde.

Lincoln – USA 2012

★★½☆☆

Lincoln will die Sklaven befreien, das dauert mehrere Jahre. Am Ende schafft er es.

Lincoln ist… ein braver Film, dem der gute Wille aus jeder Pore tropft. Was nichts daran ändert, dass er brav bleibt und trotz der großen Darsteller die sich die Klinke in die Hand geben, immer mal wieder nach Schulfernsehen schmeckt und permanent das Star Spangled Banner zu summen scheint.

Denn auch wenn Spielberg sich auf die entscheidende Phase der Sklavenbefreiung konzentriert und die üblichen Stationen eines Biopic ausspart, ist es natürlich Heldenverehrung vom Feinsten, bei der die Figur letztlich nicht wirklich greifbarer wirkt.

Gut, wir wissen das Daniel Day Lewis wahrscheinlich echter ist als Lincoln selbst. Und er lehrt uns dass Lincoln eine sehr nervige Stimme hatte, für jemand den man großen Redner nannte Und das er zum Scherzen und zu ausufernden Anekdoten neigte. Das macht ihn menschlich leider nur bedingt spürbarer, denn die permanente Ehrfurcht des Films vor seinem Hauptcharakter wirkt bei allem Willen zur Unterhaltung wie Reliquienbestaunung. Da hilft es bedingt, dass Maske und Ausstattung gewohnt untadelig ist und wir vermittelt bekommen, wie schwieriges Taktieren es wohl war das Gesetz wider die Sklaverei durchzubekommen – so richtig lebendig wird der Film selten und ein echtes Gefühl für das Grauen der Sklaverei will sich auch kaum einstellen.

Klar wir wissen es natürlich, aber es wäre gerade von einem Emotionsregisseur wie Spielberg schön gewesen etwas mehr zu bekommen, als eine Folge The West Wing meets Lincoln. Etwas mehr Scope, etwas mehr Gefühl dafür das es wirklich um die Einheit eines ganzen Landes geht und um eine grundsätzliche moralische Entscheidung.

So bleibt Heldenverehrung, böse Demokraten die so eindimensional Böse sind, dass sie an Kraft verlieren und viele, viele Anekdoten von Lincoln Day Lewis – sowie ein unnötiges Drama-Ende, in einem Film den eine Abblende zehn Minuten vorher besser zu Gesicht gestanden hätte.

Bei all dem ist Lincoln natürlich nie schlecht, nur eben mehr Discovery-Channel-Special als Kinofilm und inhaltlich dann doch zu flach um wirklichen Eindruck zu hinterlassen. Aber andererseits: Er ist nicht War Horse – und dafür muss man bei Spielberg-Filmen ja mittlerweile dankbar sein.

Frankenweenie – USA 2012
★★★½☆

Victor will seinen Hund wieder zum Leben erwecken, das dauert eine Nacht und er schafft es.

Nach einigen eher mittelprächtigen Filmen, stellt Frankenweenie Burtons willkommene Rückkehr zur Form dar. Und tatsächlich hat er seinem Kurzfilm, dessen Story die Stop-Motion-Version durchweg treu bleibt, etwas neues hinzuzufügen. Denn statt sich nur am klassischen Universal-Horror und Frankenstein abzuarbeiten liefert Burton hier einen Rundumschlag über alles was ihn beeinflusst hat und stellt all seinen Lieblingsmonstern ein kauziges Denkmal hin. Von Godzilla über den Wolf-Man bis zu den Gremlins wird hier fröhlich referenziert und auf „Jugend forscht“-Größe eingedampft.

Das ist optisch gewohnt burtonesk, witzig und überraschend anrührend – was bei Burtonfilmen ja nicht immer selbstverständlich ist. Und die Ballance zwischen Mad Science und Liebeserklärung an die Wissenschaft sorgt sogar für ein paar nachdenkliche Zwischentöne, auch wenn die großen Überraschungen ausbleiben. Depp fehlt diesmal und auch Helena Bonham Carter ist auffällig abwesend, dafür glänzt Martin Landau als Vincent Price-Ersatz und Winona Ryder darf in der leicht unterschriebenen Elsa-Rolle düstere Stimmung verbreiten.

Dazu kommen die wirklich schönen Sets, der unerwartete Scope der Bilder und eine Liebe zum Detail die spüren lässt, das Burton wirklich mit Leidenschaft an das Projekt herangegangen ist – eine Leidenschaft die bei „Alice…“ und „Dark Shadows“ zu fehlen schien.

Was er nicht verhehlen kann und will, ist das auch Frankenweenie Burtonland nicht neu erfindet und wir es mit einem Regisseur zu tun haben, der sich nie aus seiner Comfort Zone herausbewegt – vielleicht stecken ihm dafür die schlechten Erfahrungen mit „Planet der Affen“ noch zu tief in den Knochen. Burton bleibt Burton – den gibt es in unterschiedlich gelungenen Iterationen aber gemein ist ihnen alle die gewisse zeitlose 60er Jahre Vorstadtwelt, die Zuneigung zu socially awkwarden Protagonisten und kuriose Nebenfiguren, die sich alle aus den Jugendeinflüssen des Jungen Tim zu speisen scheinen. Das ist okay, macht wie in diesem Falle viel Spaß und ist auch optisch beeindruckend – ohne allerdings zu überraschen. Der erdgebundenere Humor eines Paranorman, das konkretere Setting und die modernen Referenzen und neue Wege zu erkunden, dass überlässt Burton anderen. Das ist einerseits klug, aber auch ein wenig schade – denn vielleicht würde er jenseits der vertrauten Umgebung auch neue Inspiration entdecken.

Doch bis dahin ist Frankenweenie für Burton-, wie auch Filmfans eine spannende Exkursion in die Vergangenheit, nostalgische Erinnerung an die große Zeit des phantastischen Kinos, Liebeserklärung an den Stop-Motion-Film und anrührende Liebensgeschichte zwischen einem Jungen und seinem Hund. Kleine Kinder und die auf quietschbunt konditionierte Generation Ice Age wird damit vermutlich wenig anfangen , aber Animation muss ja auch nicht immer kleinkindertauglich sein. Alle anderen sollten sich den Film ansehen und genießen.

Flight – USA 2012
★★★☆☆

Denzel will ein Flugzeug vorm Absturz retten, er schafft es obwohl er dabei nicht nüchtern ist.

Flight ist wohl der beste Film den Robert Zemeckis in den letzten 20 Jahren gedreht hat. Was nicht nur etwas über ihn aussagt, sondern auch über die nach vor unausgereifte MoCap-Technik mit der er seine Animationsfilme in den Sand gesetzt hat.

Was Flight nicht zu einem perfekten Film macht, aber zu einem der mit einem grandiosen Auftakt packt und im folgenden eine zumindest solide Charakterstudie abliefert. Denzel Washington spielt okay und das der Film nicht wirklich absolut mitreisst, liegt eher an der Malen-nach-Zahlen-Storyentwicklung – die wie die Dramaparaphrase von Hero (Ein ganz normaler Held) wirkt, als wie eine wirklich originelle Idee. Vielleicht hat man auch schon zuviele Alkoholiker/Drogen-Dramen gesehen um dieser recht zahmen Variante die ganz großen Gefühle nachzuwerfen. Vielleicht ist es auch ein bißchen der krasse Bruch zwischen dem adrenalinbefeuerten Auftakt und dem langatmigeren Rest, der immer noch hoffen lässt, es würde nochmal etwas aufregendes passieren.

Trotzdem ist Flight solide und zeigt, dass Zemeckis immer noch Spektakel wie Schauspieler führen kann und weiß wie man eine Geschichte erzählt und auch wenn es kein spektakuläres Comeback ist, so doch ein respektables, das beweist das der Regisseur nicht völlig im CGI-Wahn geschmolzen ist.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

13 Comments

  1. Case

    Witzige Randbemerkung: Lincoln 2,5 Sterne – Abraham Lincoln, Vampirjäger 3 Sterne!! ;) Überraschender Sieger!!

  2. Case

    Witzige Randbemerkung: Lincoln 2,5 Sterne – Abraham Lincoln, Vampirjäger 3 Sterne!! ;) Überraschender Sieger!!

  3. Case

    Witzige Randbemerkung: Lincoln 2,5 Sterne – Abraham Lincoln, Vampirjäger 3 Sterne!! ;) Überraschender Sieger!!

  4. Case

    Witzige Randbemerkung: Lincoln 2,5 Sterne – Abraham Lincoln, Vampirjäger 3 Sterne!! ;) Überraschender Sieger!!

  5. Doughnut

    zu Zero Dark Thirty:
    Und ob wir was über Maya erfahren. Sie ist eine Außenseiterin und irgendwie auch ein Opfer der Rekrutierungspolitik der CIA. Bevor sie überhaupt ein eigenes Leben aufbauen konnte, wurde sie aus ihrer Highschool wegrekrutiert. Sie ist ein Workaholic und extrem stur, unbeliebt und daher einsam. Am Ende des Films triumphiert sie zwar, doch ohne das Ziel, das sie die ganze Zeit vor Augen hatte, fühlt sie sich leer und orientierungslos. Was man daraus für Schlüsse ziehen mag, ist denk ich jedem selbst überlassen.

  6. blubb

    Zustimmung. Vor diesem Hintergrund verstehe ich ihre Tränen am Ende auch in erster Linie als Zeichen der Verzweiflung und Unsicherheit, weil sie nicht weiß was sie nach über 10 Jahren – in denen sie nur ein Ziel hatte – plötzlich mit ihrem Leben anfangen soll.
    Insofern auch eine schöne Parallele zu “Hurt Locker”, in dem der Protagonist im zivilen Leben ebenfalls völlig deplatziert und verloren wirkt.

  7. Oliver Lysiak

    In letzterem wird auch immerhin ein Pferd geworfen!

  8. Oliver Lysiak

    In letzterem wird auch immerhin ein Pferd geworfen!

  9. Oliver Lysiak

    In letzterem wird auch immerhin ein Pferd geworfen!

  10. Leto

    Bei “Frankenweenie” fehlt die Erwähnung einer wichtigen Zutat in der ansonsten richtig analysierten Tim Burton-Standardrezeptur: Die Musik von Danny Elfman! Die ist diesmal nämlich besonders gelungen und untermalt die Wirkung des Films in vortrefflicher Weise und die Reminiszenzen an Horror/Fantasy-Klassiker beschränken sich nicht auf die Optik, sondern erstrecken sich auch auf die Akustik – wenn Elfman etwa während der “Re-Animation” (so heisst das Stück auch im Soundtrack) eine grossorchestralen Angriff mit den typischen Gruselmelodien, die früher in 50er-Jahre Filmen von einem Thermin gespielt wurden, auffährt, ist das auch für Filmmusikfreunde ein Hochgenuss.
    Ohne Danny Elfmans Musik wäre ein Tim Burton-Film oft nur halb so gut – das gilt auch für Frankenweenie. Hoffentlich bleibt er Burton noch lange erhalten.

  11. Leto

    Bei “Frankenweenie” fehlt die Erwähnung einer wichtigen Zutat in der ansonsten richtig analysierten Tim Burton-Standardrezeptur: Die Musik von Danny Elfman! Die ist diesmal nämlich besonders gelungen und untermalt die Wirkung des Films in vortrefflicher Weise und die Reminiszenzen an Horror/Fantasy-Klassiker beschränken sich nicht auf die Optik, sondern erstrecken sich auch auf die Akustik – wenn Elfman etwa während der “Re-Animation” (so heisst das Stück auch im Soundtrack) eine grossorchestralen Angriff mit den typischen Gruselmelodien, die früher in 50er-Jahre Filmen von einem Thermin gespielt wurden, auffährt, ist das auch für Filmmusikfreunde ein Hochgenuss.
    Ohne Danny Elfmans Musik wäre ein Tim Burton-Film oft nur halb so gut – das gilt auch für Frankenweenie. Hoffentlich bleibt er Burton noch lange erhalten.

  12. Leto

    Bei “Frankenweenie” fehlt die Erwähnung einer wichtigen Zutat in der ansonsten richtig analysierten Tim Burton-Standardrezeptur: Die Musik von Danny Elfman! Die ist diesmal nämlich besonders gelungen und untermalt die Wirkung des Films in vortrefflicher Weise und die Reminiszenzen an Horror/Fantasy-Klassiker beschränken sich nicht auf die Optik, sondern erstrecken sich auch auf die Akustik – wenn Elfman etwa während der “Re-Animation” (so heisst das Stück auch im Soundtrack) eine grossorchestralen Angriff mit den typischen Gruselmelodien, die früher in 50er-Jahre Filmen von einem Thermin gespielt wurden, auffährt, ist das auch für Filmmusikfreunde ein Hochgenuss.
    Ohne Danny Elfmans Musik wäre ein Tim Burton-Film oft nur halb so gut – das gilt auch für Frankenweenie. Hoffentlich bleibt er Burton noch lange erhalten.

  13. burns

    Elfman war als Genre-Filmkomponist auf jeden Fall stilbildend, ohne Frage. Batman, Edward, Nightmare… Was wäre die Welt ohne Mollmediant-Verbindungen und Glockenspiel? Aber so sehr ich Elfman in seinen (und Burtons, mit dem es mir damals ähnlich ging) jungen Jahren auch nur geil fand, so sehr nervt es mich, dass er – wieder zusammen mit Burton – entweder immer nur das Gleiche verwurstet oder egalen Brei hinrotzt (Alice – wieder so ein gemeinsamer Tiefpunkt beider – – meine Fresse…).
    Wenn ich bei Frankenweenie schöne Filmmusik geboten kriege, freu ich mich schon drauf, merci für die Anregung!
    Wegen Burton aber ins Kino gehen – das wird mir so schnell nicht mehr passieren. Der grandiose Zauber z. B. der oben drei genannten Filme – dieses Mojo scheint bei Burton absolut verschwunden zu sein – und Elfman folgt ihm jeweils gleichfalls mit freudigen Schritten…

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14