Review: Lone Ranger

44 Comments

“Horse, very strange”

Lone Ranger – USA 2013
★★★½☆

Der alternde Tonto (Johnny Depp) blickt im frühen 20 Jhd. auf seine ersten Erlebnisse mit dem Lone Ranger (Armie Hammer) zurück und rekapituliert ihr erstes Abenteuer.

Lone Ranger ist, entgegen des allgemeinen Tenors, ein sehr unterhaltsamer, witziger und selbstironischer Film der einige der besten Actionsetpieces des Jahres bietet. Was nicht bedeutet, dass er keine Fehler hat.

Gore Verbinski bleibt sich hier in allem treu, was schon die PotC-Filme auszeichnete – im Guten wie im Schlechten. Er hat ein Auge für große Bilder und einen generell stylishen Look, er traut sich Popcorn-Leichtigkeit mit überraschend grausamen Motiven zu mischen und er weiß wie man Action mitreißend und originell inszeniert.

Auf der Gegenseite steht genau wie in den PotC-Sequels der Hang zur Überlänge, zur Unfokussiertheit und seine “Everything but the Kitchensink”-Erzählweise muß man mögen. Zuschauer die schon mit den ersten beiden Sequels nicht warm wurden, werden vermutlich auch an Lone Ranger wenig Freude haben – orientiert sich der Film doch teilweise bis ins Detail an erfolgreichen Piratenstreifen. Das geht soweit, dass skurrile Nebenfiguren fast 1:1 übernommen wurden und gewisse Szenen augenzwinkernd re-encated werden (beispielsweise Jack Sparrows Einmarsch vom sinkenden Schiff auf den Bootssteg findet sich hier im Finale als Marsch über die Leiter wieder).

Die Adaption der hierzulande eher unbekannten TV/Radio-Serie ist dabei zweifellos zu lang, mäandert eher als das sie sich konzentriert und mischt Comedy, surreale Monty-Python-artige Gags mit Völkermord, Kannibalismus und einem wenig schmeichelhaften Bild des Wilden Westens – in dem die Eroberer des Westens fast Durchweg als skrupellose Hardcore-Kapitalisten gezeigt werden, die gnadenlos über Leichenberge gehen.

Wie in den Pirates-Filmen das United Kingdom, die West-India-Company für die Bedrohung durch den Turbo-Kapitalismus stand, der die romantisierten Piraten-Tage auszählte und sie zu vernichten drohte, ist auch hier Corporate-Amerika letztlich die Bedrohung die weder vorm eigenen Volk noch den Native Americans halt macht. Es ist ein düsteres Weltbild, dass Verbinski und seine Drehbuchautoren zeichnen, dass schon gleich in der etwas ungelenken Rahmenhandlung anfängt, in der Johnny Depps Tonto als “Edler Wilder” in einer Jahrmarktsattraktion ausgestellt wird. Im Grunde ist Lone Ranger den Spaghetti-Western näher, als dem idealistischen TV-Vorbild – denn die Verkommenheit ist nicht die Ausnahme sondern essentieller Bestandteil des Settings.

Verbinskis Welt ist ähnlich brutal und düster wie die Christopher Nolans, doch statt des moralischen Zeigefingers und der gewichtigen Miene, setzt er auf Ironie und Popcorn-Unterhaltung. Die Themen sind da, aber sie stehen dem Spaß nicht im Wege, nehmen sich nie zu ernst, behaupten nie grundsätzlich neues oder tiefe Wahrheiten zu transportieren. Deswegen stehen rausgerissene Herzen und der Massenmord an Indianern neben Monsterhasen und überdrehtem Slapstick und dem Dauergezicke zwischen Tonto und dem Lone Ranger.

Für mich funktioniert dieser Mix trotz seiner Längen gerade auch durch die tonale Varianz, die manche Zuschauer als Unentschlossenheit empfinden mögen. Johnny Depp verzeiht man sogar seine Brown-Face-Routine, ist Tonto doch der eigentliche Star des Film und Armie Hammer beweist einmal mehr, dass er sehr komisch sein kann und keinerlei Eitelkeiten hat. Zusammen sind sie ein Gespann, dass sich hinter den anderen Buddy-Movies nicht verstecken braucht. Die Chemie überzeugt und die Trust-Issues geben ihrer Beziehung die richtige Würze, genau wie die surrealen Gags, die absoluten Over-the-Top-Momente das Gegengewicht zur subtextuellen Düsternis bilden. Das die Schurken und ihre Enthüllung absolut vorhersehbar ist und wohl nur den Helden überraschen dürfte, ist etwas ärgerlich – wird aber durch das überzeugende Spiel von William Fichtner und Tom Wilkinson wett gemacht. Einzig und alleine Ruth Wilsons Rolle ist und bleibt unentschuldbares Ärgernis – denn ihr wird kein einziger cooler Moment gegönnt. Sie ist auch im Jahre 2013 die hilflose Jungfrau in Not, die weniger gerockt bekommt als ihr zehnjähriger Sohn und in nachgerade schändlicher Weise als Plot-Device mißbraucht wird. Das Helena Bonham-Carter eine selbstbewusste und unabhängige Hure mit Herz (und schießender Beinprothese) gibt, reicht leider auch nicht um den Film durch den Bechdel-Test zu schleusen.

Wenn man Verbinski zurecht vorwerfen mag sich nicht von Material trennen zu können und immer noch mehr und mehr draufzupacken, so muß ich anerkennen, dass er seine Actionszenen immer nachvollziehbar und klar inszeniert. Wo in vielen anderen Actionkrachern der letzten Jahre Orientierung Glückssache ist und alles in einem Brei aus hektischem Schnitt und Nahaufnahmen versinkt – der Überblick zugunsten von Wackelkamera und Hektik aufgegeben und die Szenen dadurch austauschbarer werden – da konzentrieren sich die Lone Ranger-Macher auf einprägsame, starke Bilder die den klassischen Actionfilmen der 80er und 90er näher sind als modernem Gewackel. Wenn zum Schluss die Wilhelm-Tell-Overtüre erklingt (im gelungenen Arrangement von Hans Zimmer) schafft Lone Ranger auch die etwas langatmigen Minuten davor und die nicht immer gelungenen erzählerischen Schlenker vergessen zu machen. Das Finale des Films ist einfach verdammt rasant, brutal (überhaupt ist der Body-Count des Films für eine Disney-Produktion erstaunlich), abwechslungsreich und erinnert an eine Mischung aus Indiana (oder besser Indianer) Jones und James Bond – und ist tatsächlich das beste am bisherigen Action-Jahr.

Untern Strich bliebt ein Film der zwar polarisieren mag und von der Bereitschaft abhängt sich auf Verbinskis typischen Stil einzulassen, dessen miese Kritiken und Box-Office-Performance wohl eher andere Gründe haben dürfte – denn wie mit John Carter (der zur selben Zeit in Produktion ging und vom selben Mann gegreenlighted wurde) scheint hier die schwierige Produktionsgeschichte und das mediocre Marketing wichtiger zu sein, als die eigentliche Qualität des Films.

Hiho Silver, Away….!

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

Related Articles

44 Comments

  1. Frybo

    Kann ich für einmal alles genau so unterschreiben! Kein Überraschungs-Meisterwerk wie POTC aber unterm Strich wirklich ein sehr unterhaltsamer Film.

    Man vergleicht ihn halt zu gerne und das ist für einen Film immer schlecht. Aber kann man es Verbinski wirklich vorwerfen, dass er seinen Stil weiterverfolgen will? Oder dass das Studio genau DAS verlangt haben wird weil man so einen potentiellen Blockbuster besser vorherzusehen glaubt?

    Mich stört einzig das Falsche Timing der Gags. Vieles das lustig gewesen wäre bleibt einem im Halse stecken durch einen verqueren Rythmus des Endschnitts. Aber das bleibt verzeihbar.

  2. Flo Lieb

    Auch von meiner Seite gibt’s ein dickes: WORD!

  3. lomexx

    Interessehalber: Was ist eine “Everything but the Kitchensink”-Erzählweise?

  4. MacGuffin

    “(…) reicht leider auch nicht um den Film durch den Bechdel-Test zu schleusen.” Warum auch? Muss jeder Film den Ansprüchen einiger Feministinnen genügen? Und warum sollte es 2013+ keine “hilflose Jungfrau in Not” geben, wenn es der Handlung dient?

  5. burns

    Weil es 2013 ist.

  6. burns

    Aha. Hmmm… Vielleicht schaue ich ihn mir dann doch noch an. “John Carter” fand ich grandios und bin heute noch ein bisschen schockiert von dessen Box-Office-Fiasko.

  7. Batzman

    Gemeint ist die Story und Actionszenen mit Figuren zu überladen – also tatsächlich alles außer der Küchenspüle ins Getümmel zu schmeißen.

  8. Batzman

    Wenn du wirklich denkst, dass vernünftige Frauenfiguren im Mainstream-Kino nur ein Anliegen und Problem “einiger Feministinnen” ist, dann bist du selbst Teil des Problems.

  9. MacGuffin

    @f478e16abb64a6cf55da5d7f7bfae619:disqus : Welches “Problem”? Dass Filme einfach nur Filme und Menschen einfach nur Menschen sein können? Falls ja, bin ich gern Teil des “Problems”.

  10. MacGuffin

    Und? Darf es deswegen keine solche Rolle mehr geben?

  11. MacGuffin

    Und was ist eine “vernünftige Frauenfigur”? Die kann jede(r) unterschiedlich definieren. Für mich spielt der Bechdel-Test da wirklich keine Rolle.

  12. Batzman

    Wenn du nicht siehst, warum es problematisch ist, wenn Frauen ausschließlich als Plot-Device vorkommen und nie tatsächliche Charaktere sind und warum es ein Trauerspiel ist, dass keiner der großen Starts des bisherigen Jahres den Bechdel-Test passieren würde – dann ist das ein ziemliches Problem.

  13. Batzman

    “Nur weil die Sklaverei unmenschlich ist, darf ich plötzlich keine Sklaven mehr haben? Wie doof und ungerecht ist das denn?”

  14. MacGuffin

    In sehr vielen Filmen spielen Männer und Kinder beiderlei Geschlechts ebenso wie Frauen sehr häufig nur die Rolle des “Plot Device” und sind keine tatsächlichen Charaktere (im Falle der Männer z.B. die anonymen “Handlanger”, die es auszuschalten gilt). Gibt es dazu auch irgendwelche Tests? Man könnte auch z.B. den “Lassie Test” erfinden: in welchen Filmen werden Tiere naturgemäß, d.h. gemäß ihres natürlichem Verhaltens, als tatsächliche Charaktere und ohne Assoziation mit menschlichen Figuren dargestellt? Den dürften die großen Starts des bisherigen Jahres auch nicht passieren-was für ein problematisches Trauerspiel…

  15. MacGuffin

    Was hat Sklaverei mit einer bestimmten narrativen Rolle zu tun? Sorry, der Vergleich hinkt nicht-er kommt gar nicht erst vom Fleck….

  16. Hanssen

    Was ist denn ein Actionsetpiece?

  17. b00mer

    Johnny Depp spielt seit gefühlten 20 Filmen immer den ewig gleichen Charakter. Mir ist das zu wenig. Zumal ich weiß, dass er auch anders kann. Ich freue mich auf den Tag, an dem Depp mal wieder “gegen den Strich” besetzt wird – in einem Thriller beispielsweise.

  18. Pans Dampf

    “Everything but the Kitchensink”-Erzählweise, “Brown-Face-Routine”, “Trust-Issues”, “Box-Office-Performance”? Kerl, komm mal klar!, echt! Dein Geschwurbel ist nicht auszuhalten!

  19. Messerpemsel

    Ein bessere Antwort kann ich mir nicht vorstellen.

  20. GroteskeAder

    Hahahahahahahahahaha.

    *hust*

    Hahahahahahahahaha.
    :D :D :D :D
    Kommentar der Woche.

  21. GroteskeAder

    Öhm…gut.
    Ab sofort benutz’ ich
    “Everything but the Brotschneidemaschine”-Erzählweise.
    Seems legit.

  22. Oliver Lysiak

    Sheesh warum antworte ich auch noch. Wenn du den Unterschied echt nicht siehst, bringt es absolut nichts das weiter auszuführen.

  23. Oliver Lysiak

    Sorry für die vielen Anglizismen. Ähm, bzw. go fuck yourself.

  24. René Walter

    Batzi, shhh… you have Trust-Issues ;)

  25. MacGuffin

    Stimmt-weil du ebensowenig auf meinen Standpunkt eingehen möchtest.

  26. MacGuffin

    Ich schon…;)

  27. GroteskeAder

    Ernsthaft?
    “Go fuck yourself” als Reaktion?
    Da wär’ ja ein “Dann lies es doch nicht, du Spast!” ‘ne bessere Reaktion gewesen…

  28. Batzman

    Das wäre doch aber deutsch gewesen ^^

  29. tomtom

    liegt das problem nicht darin, dass, wie oben erwähnt, es keiner der grossen starts des jahres durch den test geschafft hat?
    ich denke, nicht dass jeder film den kriterien gerecht werden muss, aber wenn es keiner schafft, ist das ein trauerspiel.
    und verteidigen kann man ein solches manko im film auf keinen fall, der hinweis in der review ist auf jedenfall gerechtfertig, denke ich.
    solange es keine bewusste entscheidung ist besagten kriterien nicht gerecht zu werden, sondern nur gewohnheit ist das ein problem, das auf jedenfall thematisiert werden muss.

  30. MacGuffin

    Siehe meine ursprüngliche Frage. Ist das wirklich ein “Problem”, @2adb52e456834ae76e269e23b768932a:disqus ? Müssen sich alle Filme dem aktuellen PC Zeitgeistverständnis einer Minderheit (die, verglichen mit der Gesamtheit an Zuschauern, winzig ist, selbst wenn Oliver sich dazu zählt) beugen und unterwerfen, oder können sie einfach “nur” Filme sein, die durch ihre Qualität überzeugen?

  31. René Walter

    Selbstverständlich ist ein medial verbreitetes rückständiges Frauenbild von 1950 ein Problem. Die angebliche “Minderheit” ist die Gesellschaft, die sich längst auf Werte wie Gleichberechtigung geeinigt hat.

    Es sind geldgeile Filmproduzenten, die wahrscheinlich den Drehbuchschreibern ins Handwerk pfuschen (“mehr Titten!”) und an Idiotie grenzende Zuschauer, die das fressen, die hier gegen seit den 60ern in harter Arbeit von Millionen von Aktivisten und Menschenrechtlern erkämpften Werte arbeiten.

    Deine Argumentation, Filme sollten doch bitte „nur Filme“ sein, zeugt von absoluter kultureller Inkompetenz. Der Bruder dieses Arguments ist: „Es ist doch nur Unterhaltung.“

    Ist es nicht. Filme sind Teil der Kultur und als solche gesellschaftlich eingebettet. Google mal nach dem Spruch: „Kunst imitiert das Leben imitiert die Kunst“. Dann schnallst Du vielleicht, wie beknackt, rückständig und auch gefährlich Deine Argumentation hier ist.

  32. Mr. Longbaugh

    Bei dem Satz “Was nicht bedeutet, dass er keine Fehler hat.” habe ich erleichtert aufgeatmet.

  33. burns

    @René und Batz: Ich hab nicht den Hauch einer Ahnung, warum Ihr auf so einen komplett verblödeten Quatsch wie so ein Posting überhaupt einsteigt. In der Tat ist die “filmkulturelle Potenz” von jemandem, der den hohen damsel-in-distress-Faktor von Kino 2013 für ein emanzipatorisches Unproblem hält, bedenkenswert niedrig (auf seinem Unwissen und seine Unfähigkeit zum differenzierten Denken muss man natürlich aber trotzdem ausdauernst beharren), also doch erst keiner Gegenargumentation wert.
    Und dass sich lauter Doofis und Proleten, die außerdem zu blöd zum Googeln (!!!) sind, dann noch über Batzens Insidersprech echauffieren, stößt genau ins gleiche Horn: Ich weiß was nicht, also ist der blöd, der es äußert. Sehr geil.
    Ich bin raus. Immer wenn ich auf dieser Seite Kommentare lese, verzweifle ich an der Menschheit.
    Batz und (fürderhin) Nilz:
    Ihr seid geil. Und Ihr habt einen größeren IQ und mehr professionelle Ahnung von Filmen als annähernd die gesamte kommentierende Blödbande hier zusammen. Ich wünsche Euch alles Beste und freue mich auf alles Weitere an guter Unterhaltung durch Eure launigen Reviews.
    Beste Grüße, burns!

  34. MacGuffin

    @burns: Indem du mich (und andere) versuchst persönlich zu beleidigen, ohne auch nur ansatzweise vernünftig zu argumentieren, nimmst du dir selbst die Glaubwürdigkeit. Etwas weniger Emotion und mehr Gelassenheit täte gut. Weder halte ich die “Jungfrau in Nöten” (die offenbar ein rotes Tuch für dich und andere darstellt) für hochkulturell wichtig, noch überbewerte ich sie. Sie ist einfach eine Rolle. Wenn eine Schauspielerin kein Problem damit hat, eine solche Rolle zu spielen, weil sie selbstbewusst und klug genug ist (wie all die Frauen, die sich darüber nicht aufregen), um Fiktion von Realität zu unterscheiden, willst du es ihr dennoch verbieten, weil es nicht in dein Weltbild passt? Damit wärst du keinen Deut besser als die, die ihr als “Teil des Problems” anseht.

  35. MacGuffin

    @Rene: Vielleicht ist meine “kulturelle Inkompetenz” größer als deine. Vielleicht unterscheidet sich dein Verständnis von Kultur bzw. Filmen von meinem (sofern du mir ein solches überhaupt zugestehst). Vielleicht ist die Rolle der “Jungfrau in Nöten” in deinen Augen rückständig (wobei sie, denkt man an Märchen, noch weit über die 1950iger zurückreicht). Aber vielleicht (und meine persönlichen Erfahrungen bestätigen dies stets aufs neue) besitzen die meisten Frauen mehr Hausverstand und Vernunft als ihr selbsternannten “Ritter der Emanzipation”, um Fiktion von Wirklichkeit zu unterscheiden und sich nicht künstlich zu ereifern. “Beknackt, rückständig und gefährlich” ist vielmehr, wie aggressiv, intolerant und abwertend einige hier auf Meinungen reagieren, die nicht mit eurer 100% übereinstimmen. “Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag’ ich dir den Schädel ein.” Google das mal. Ansonsten noch allen Lesern dieser Zeilen viel Vergnügen beim Filmschauen und (friedlichen) Filmdiskussionen (denn dafür sind wir hier, oder?). ;)

  36. 2013

    Der Bechdel Test war nie bierernst gemeint oder sollte zur Beurteilung der Qualität eines Filmes dienen – er war nur dazu da, schnell aufzuzeigen, in welche Randrolle Frauen im Allgemeinen in Filmen gedrückt werden. Das ließ Rückschlüsse auf die Gesellschaft zu – und tut es noch immer. Ja, auch Männer sind mal nur Stichwortgeber – aber in den meisten Fällen sind sie die zentralen Figuren, um die sich alles dreht. Wenn du das nicht wahrhaben magst oder nicht erkennen kannst, dann lässt das Rückschlüsse auf deine kognitiven Fähigkeiten zu – besonders weil du die 50% der Menschheit als Minderheit abqualifizierst.Und dann darf man eine bornierte Pappnase auch darauf stoßen, dass sie eine bornierte Pappnase ist.

  37. MacGuffin

    Wenn ich mir die Reaktionen auf meinen ursprünglichen Einwand so ansehe, @2013, scheinen manche (auch du) diesen Test durchaus sehr, sehr ernst zu nehmen. Und nein, ich qualifiziere “50% der Menschheit” nicht als Minderheit ab-denn der Großteil der Menschheit (Frauen wie Männer) hat a) noch nie von dem Test gehört und, falls doch, b) hat genug Verstand und Lebenserfahrung, um ihn nicht zu überbewerten. Dementsprechend ist es nur fair, von einer (wenn auch auf dieser Site sehr lautstarken) Minderheit auszugehen. “Bornierte Pappnase”-siehe Kommentar zu burns verbalem Fehlgriff. Das führt doch zu nichts.

  38. 2013

    Alter, lass gut sein. Der Test ist dabei doch Nebensache. Vergiss ihn. Dein ursprünglicher Einwand bestand darin mit deiner naiv-ignoranten Art zu beweisen, dass du überhaupt nicht schnallst worum es geht. Batz hat das doch ganz gut auf den Punkt gebracht: “Wenn du nicht siehst, warum es problematisch ist, wenn Frauen ausschließlich als Plot-Device vorkommen und nie tatsächliche Charaktere sind […] dann ist das ein ziemliches Problem.”
    Was ist denn daran nicht zu verstehen? Oder hat die bloße Erwähnung des Wortes “Bechdel” zusammen mit der Assoziation “Feministinnen” bei dir den Reflex getriggert, dich unbedingt im Thread zum Vollidioten machen zu müssen?

  39. MacGuffin

    @2013: ” Der Test ist dabei doch Nebensache.” Schön, dass wir zumindest so weit gekommen sind. ;) Bzgl. Olivers Einwand-siehe meine Antwort. Und “Reflexantworten” und “sich zum Vollidioten machen” kann ich eher in manch einer Antwort auf meine Beiträge ausmachen. Vielleicht verbleiben wir am besten dabei, dass es zu dem Thema unterschiedliche (z.T. sehr emotional angeführte) Meinungen gibt.

  40. Fluffy Bunny

    Moment mal… in einem Film-Blog in dem es hauptsächlich um Hollywood (US-Amerikanische) Filme geht, die (je nach Geschmack, auf jeden Fall von sog. “Kennern” auf englisch gesehen werden 8sollten) gibt es “Scheiße-stürme” hier von etlichen Klugscheisserlesern wegen der Anglizismen im Revie… äh… der “Nachbesprechung”???

    Kann man(n) noch nutzloseren Müll schreiben??? Freut Euch doch das ihr einen Review lesen könnt, nicht selbst ins Kino müsst und sich jemand anders für Euch die Arbeit macht…. Ich find’s mittlerweile echt nervtötend. Ich möchte gern EURE Kommentare lesen und hier seh ich seit Jahren 90% Mist und Personenkritik… traurig!!! Ihr seid traurig, sorry!!!

  41. Tina

    Also ich habe den Film mit Mann und Kind geschaut…und alle fanden ihn echt klasse. Ein sehr ernstes Thema verdammt gut rüber gebracht! Ach mal mit dem ein oder anderen Lacher dabei, so dass es nicht zu trocken wurde.

  42. John

    Der Film ist wirklich besser als die vernichtenden Kritiken!
    Zitatesammler kommen auf ihre Kosten,halt einMärchenerzähler von Heute. Der Dieb von Bagdad trifft auf die zwei glorreichen Halunken. Was will man von einem Popcornfilm mehr.
    Die sogenannten Längen vermag ich nicht zu erkennen.
    Natürlich sind viele Szenen nur des Schauwertes im Film geblieben,aber langweilig wirkte der Film nie.
    Hier geht es weniger um Spannung,klar war von Anfang an wer der wirklich Böse war,sondern um Entspannung.
    Ich freue mich auf die Fortsetzung!!!

  43. Claudi

    Was spricht denn gegen Titten in Filmen! So rein narrativ, versteht sich! Immerhin haben wir bald 2014, oder?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked (required)

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr