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Batman V Superman – Dawn of Justice Review

Standard, 24. 3. 2016, Batzman (Oliver Lysiak), 25 Kommentare
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batman v superman poster

Wer mein Men of Steel-Review gelesen hat weiß, wie ich zum Dark and Gritty-Reboot der Figur stehe. Was mich natürlich nicht unbelastet an Batman V Superman herangehen lässt. Wobei die bisherigen Reviews der Kollegen daraufhin deuten, dass auch die Kritiker die Man of Steel wohlwollender gegenüberstehen, keine rechte Freude an diesem Sequel hatten.

Doch tatsächlich gibt es Dinge, die positiv auffallen und die interessant anzusehen und effektiv inszeniert sind. Allen voran Jesse Eisenberg in seiner Lex Luthor via Max Landis und Mark Zuckerberg-Performance, die dem Film in seinen Szenen eine angenehm comichafte Note und eine manische Energie gibt, die er andernorts schmerzlich vermissen lässt.

Und Gal Gadot, die zwar kaum vorkommt, aber ihren Einstieg als Wonder Woman kraftvoll und souverän absolviert. Wenn der Film etwas schafft, dann durchaus neugierig zu machen auf den Solofilm mit ihr. Und einige Szenen sind auch visuell sehr gelungen, besonders der Einstieg, wenn wir Metropolis Zerstörung noch einmal aus der Zivilistenperspektive via Bruce Wayne erleben. Ungeachtet der unangenehmen 9/11-Visuals schafft es der Film hier tatsächlich zu zeigen, wie sich ein einzelner Mensch in einer derart apokalyptischen Zerstörungssituation fühlen muss. Hier sind es keine Spielzeughäuser mehr, die von zwei Göttern als Battle-Arena missbraucht werden, hier geht es um Menschen, Tod und Leiden.
Und auch Henry Cavill ist zumindest optisch kein so unpassender Clark Kent, wie man es vielleicht vermutet hätte. Genau wie Ben Affleck , der als gealterter Batman gar nicht so schlecht aussieht, wobei er die Weltmüdigkeit vielleicht zugunsten des Playboys ruhig etwas zurückschrauben könnte. Wenn ein Playboy extra aussprechen muss , dass er ein Playboy ist und Frauen hinterherschaut, hat er tatsächlich die „I’m not even trying“-Phase erreicht. Ach ja und Jeremy Irons als neuer Alfred ist eine willkommene, agilere Abwechselung zu den letzten Versionen. Statt weinerlicher passiv-agressive Einstellung spielt Irons Alfred auf Augenhöhe und als Kampfpartner von Wayne, der diesem auch tatsächlich seine Meinung sagt ohne rumzujammern.

Und ja: Es gibt auch ganz gelungene Actionmomente, allen voran eine Verfolgungsjagd und ein paar ordentliche Mano-a-Mano-Momente zwischen Bats und Sups.

Das Problem bei all diesen positiven Sachen: Sie finden innerhalb eines Drehbuchs statt, dass schlecht strukturiert ist, dessen Charaktere katastrophal geschrieben sind, das die meiste Zeit keinerlei Sinn ergibt und selbst dann nicht überraschend ist, wenn man keinen der Trailer gesehen hat, die sowieso die komplette Geschichte erzählen.
SPOILER AHEAD
Drehbuchautor David S. Goyer (und sein neuer Schreibpartner Chris Terrio) hat immer noch nicht begriffen, warum es eine dumme Idee ist Superman als ambivalente Dark&Gritty Version zu erzählen. In Batman V Superman wird dies noch einmal deutlicher als im Vorgänger Man of Steel.

Batman und Superman sind grundsätzlich unterschiedliche Figuren. Der Big Blue Boyscout, der Außerirdische der sich der Rettung der Menschheit verschrieben hat und mit unermüdlicher Naivität versucht das Richtige zu tun – und der leicht psychopathische Millionär, der als selbsternannter Rächer im Dunkeln agiert und die bestraft, die er für die Bösen hält.

Beides Figuren mit Daseinsberechtigung und genug Unterschieden, dass es interessant erscheint sie zumindest in einen moralischen Diskurs aufeinandertreffen zu lassen. Was aber nur sinvoll ist, wenn sie sich tatsächlich unterscheiden. Und hier liegt eines der größten Probleme des Snyder/Nolan-Konzepts: Sowohl Superman als auch Batman sind in diesem filmischen Universum zwielichtige, dumme, uninteressante und unheroische Arschgeigen, die sich im Grunde nicht sonderlich unterscheiden.
Und so sabotiert Batman V Superman viele der im Grunde gelungenen Szenen dadurch, dass sie einfach kreuzdumm sind im Kontext der Gesamtstory. Wayne versucht zu Beginn seine Freunde und Mitarbeiter in Metropolis zu retten. Das gelingt ihm nicht und ist dann der Katalysator für seinen irrationalen Hass auf Superman. Dies alleine ist schon eher so mittelüberzeugend, wird aber dadurch noch schlimmer, dass sich Waynes Mitarbeiter wie idioten benehmen, die umgeben von umstürzenden Hochhäusern nicht von alleine auf die Idee kommen zu fliehen und ihren eigenen Wolkenkratzer zu evakuieren. Und selbst als Wanyne sie angerufen hat, machen sie es dennoch eher halbherzig.

Und so gut die Autofahrt durch die angegriffene Stadt auch aussieht, stellt sich doch die Frage warum Bruce Wayne überhaupt in die City gefahren ist und was er dort zu erreichen hoffte. Oder warum er nicht direkt per Hubschrauber auf dem Dach seines Gebäudes landete.
Fühlt sich Waynes Motivation Superman töten zu wollen schon wacklig an, ist es noch sehr viel alberner warum Superman es auf den verkleideten Fledermauskerl abgesehen hat und ernsthaft Energie investert um diesen zu vertreiben. Denn warum sollte er sich für diesen Batman als ernsthaftes Problem interessieren? Einen Vigilanten den er noch nie getroffen hat und der lediglich in einer kleinen Nachbarstadt kurzen Prozess mit ein paar Schurken macht.
Wenn eine Mücke furzt interessiert es einen Elefanten ja auch nicht.

Und überhaupt, seit wann liegen Gotham und Metroplis eigentlich nur einen Steinwurf voneinander entfernt? Und was ist eigentlich aus Batmans „Ich töte niemand und nutze keine Schusswaffen“-Credo geworden? Old Man Wayne ist da über die Jahre wohl eindeutig liberaler geworden, was rumballern angeht, denn in vielen Actionszenen setzt er weniger auf physische Auseinandersetzung, als auf effektive Handfeuerwaffen, die seine Gegner sehr final außer Gefecht setzen.
Aber vergessen wir nicht: Der Film heißt ja Batman V Superman, also muß man die beiden Figuren ja in einen Kampf treiben, der schonmal grundsätzlich ziemlich doof ist, setzt er doch stets darauf, dass Superman zu doof zum Kacken oder zu höflich zum richtig Zuschlagen ist.

Erstaunlicherweise lässt sich Snyder sehr viel Zeit in der so gut wie nichts passiert, bis es denn endlich mal zu dem Batman V Superman Battle kommt. Die Zeit bis dahin wird mit verschiedenen Varianten von „Ich find dich doof“, wechselweise von Batman oder Superman geäußert, gestreckt. Über eine Stunde vergeht bis es endlich zum Kampf kommt.

Gleichwohl ich Lex Luthor als Speedschwätzer für das absolute Highlight des Films halte und seine Auftritte wirklich genoss: So umständlich, unpraktisch und überkompliziert erscheint mir sein Plan Bats und Sups aufeinander zu hetzen. Oder ein für die Geschichte völlig unwichtiges Selbstmordattentat zu organisieren. Egal wie man es wendet: keiner der Helden oder Schurken kommt in Batman V Superman intelligenzmässig wirklich gut weg.

Batman und Superman benehmen sich wie dumme Jungs, denen ihr Testosteron das klare Denken unmöglich macht und wenn das Ziel von Luthor (der es ansonsten ja immer eher auf finanziellen Gewinn abgesehen hatte) die Zerstörung Metropolis und Amerikas ist, dann frage ich mich warum er so wahnsinnig viel Zeit mit der Organsiation des Batman V Superman Battle verschwendet, dem er letztlich ja nichtmal beiwohnt, wenn er doch von Anfang an Doomsday hätte erschaffen können.

Klar weil die Fanboys ihre feuchten Träume ausleben wollen wenn sich ein normaler Mensch mit einem Gott prügelt, was ja immer schon zu vielen Scheissfilmen geführt hat von Alien vs Predator zu Freddy vs Jason und King Kong vs Godzilla.
Was vielleicht alles kein so großes Problem wäre, würde uns Batman V Superman als spaßiger „Auf die Fresse“-Film präsentiert und nicht mit Figuren, die die kompletten, langen 151min gucken wie Scooby Doo mit Blasenentzündug. Denn nach wie vor hat Spaß, Lebensfreude und Humor (mit Ausnahme von Luthor) keinen Platz in diesem DC-Universum, in dem anscheinend 20h am Tag Nacht herrscht. Was irgendwie dann vielleicht auch erklärt, warum der solargetriebene Sups so wenig Power hat.

Ständig wird schermütig geschaut. Wayne wirkt müde und genervt und Superman ist auch dank des Metropolis Massakers und der daraus resultierenden Mediendiskussion auf die weisen Ratschläge seiner Eltern angewiesen – weil er selbst so gar keine Ambitionen hat. Wobei seine Mutter anscheinend bei Yoda nicht richtig zugehört hat und auf die Frage, ob ihr Sohn denn jetzt der Superheld der Herzen werden soll nur sagt: „Tu es oder tu es nicht. Mir doch egal.“ Und der als Geistervision auferstandene Pa Kent mit Kalendersprüchen a la „Wo gehobelt wird, da fallen Späne und du kannst kein Omlett machen ohne ein Ei zu zerbrechen.“ parat steht.
Übrigens falls ihr denkt: Man dieses Review ist ja ziemlich sprunghaft ist das korrekt. Das mag daran liegen, dass der Film selbst ziemlich sprunghaft ist und seine Story wie ein ADHS-Kind im Süwarenladen erzählt. Er ist ein großes unkonzentriertes Mischmasch, das ständig neue Storyteile beginnt, die aber im Grunde wenig Bedeutung haben und häufiger mal auch nur dazu dienen zum Beispiel die Existenz von Lois Lane zu rechtfertigen, die wahrscheinlich eine der schlimmsten Frauenfiguren seit Sucker Punch ist.

Ob sie in ähm „Nairomie“ als Reporterin investigativ ermittelt, indem sie einen Terroristen fragt „Sind sie Terrorist“ – nur um kurz darauf von Superman gerettet zu werden, ob sie dann irgendeinen geheimen Waffendeal recherchiert, der dann völlig egal im Sande verläuft, ob sie als Dauerdamsel mal wieder entführt oder von Superman penetriert wird oder im entscheidenden Moment wenn eh alles vorbei ist, in den Batman V Superman Battle einsteigt um direkt danach wieder was extrem dummes und unpraktisches zu tun: Ständig öffnet der Film neue Storyfäden, die absolut überflüssig sind und mit denen er sich später selbst in den Fuß schießt.
Wie jemand der mit bunten Glöckchen ein Baby zu unterhalten versucht, rasselt Snyder in Batman V Superman auch ständig mit irgendwelchen Episoden, die davon ablenken sollen, dass die grundsätzliche Story (Luthor bastelt Doomsday und hetzt ihn auf Superman) extrem simpel und weder überraschend noch sonderlich gut umgesetzt oder motiviert ist.

Fans die sich gefragt haben wie denn wohl der versprochene Aquaman und Flash im Film erscheinen, bekommen die wohl lustlosesten Cameos aller Zeiten zu sehen. Wir bekommen tatsächlich zwei kleine Videoclips gezeigt, die überhaupt nichts zur Handlung beitragen. Und ebenso wie die Story um ein politisches Attentat von Luthor, Batmans endlose Alpträume und Visionen oder die umpfzigste Variante von Bruce Waynes Eltern werden erschossen – ist das alles nur Wassertreten bis denn endlich der Batman V Superman Kampf stattfindet, der auch nicht wirklich was zur Handlung beiträgt Deswegen streckt sich alles ins Infinitum.

Und selbst der titelgebende Fight ist nicht mehr als eine Rauferei in einer Lagerhalle, bei der sich beide Teilnehmer benehmen wie brünftige Teenager. Superman der behauptet mit Bats reden zu wollen, um ihn auf seine Seite zu ziehen um gegen Luthor zu kämpfen, macht keinerlei Anstalten die Lage zu klären. Er schlägt lieber zu und rennt selbst nachdem er weiß, dass Batman über Kryptonitprojektile verfügt munter in das nächste rein. Batman, der zuvor schon bewiesen hat, dass er nicht sehr helle ist, als er einen zu verfolgenden Truck erst mit Peilsender ausstattete nur um den Sender dann fast wieder abzufahren, hat schon die Dummheit von Superman auf seiner Seite. Trotzdem spielt er, als er die Chance hätte den Stählernen zu töten, lieber wie eine Katze mit seiner Beute, statt diesem den Garaus zu machen. Und dann vertragen sich beideurplötzlich, weil ihre Mütter denselben Vornamen haben und sind innert Sekunden best Buddies. Das peinlichste aller peinlichen Machohetero-Klischees, die besten Kumpels, die sich nur durch eine zünftige Prügelei zusammenraufen können um sich ihre Zuneigung zu gestehen – hier wird diese ausgeorgelte Trope mit Hans Zimmers Unterstützung versucht in wagnerische Dramasphären zu hieven. Und es bleibt doch genauso doof, wie das Konzept schon zu Frank Millers Zeiten geklungen hat.
Kudos übrigens an Hans Zimmer, dass er sich tatsächlich traut für Wonder Woman ein Metal-Umbatschaka Kampfthema zu schreiben, dass es durchaus mit der „Zulukrieger greifen an“-Trommelmusik alter Kolonialfilme aufnehmen kann.

Naja und schlußendlich der Bossbattle gegen die mutierte Kartoffel Doomsday , von dem wohl nur das Marketingdepartment von Warner glaubt er wäre auch nur einen Hauch überraschend. Das Doomsday der Endgegner ist und Sups tötet ehe er selbst den Löffel abgibt, finden wohl auch nur die unvorhersehbar, die nicht wußten das Benedict Cumberbatch Khan spielt und Christoph Waltz Blofeld. Wobei, das Einzige was noch weniger überrascht als diese Enthüllung (von der uns Zak Snyder im eigenen Video sogar bat sie nicht zu verraten) ist die Endszene die uns verrät das OMG Superman doch nicht tot ist. Wow.

Unterm Strich bleibt ein weiterer DC-Blockbuster der philosophische Reflektion antäuscht, jedoch nicht einlösen kann, weil er seine eigenen Figuren nicht versteht. Ein Film, der es nicht schafft seiner eigenen Geschichte auch nur fünf Minuten am Stück zu folgen ohne abzuschweifen und der in seiner adipösen Bombastsucht viel zu oft in lautstarker Langeweile endet und keinen Charakter anbietet, der dem Zuschauer als Identifikationsfigur dienen könnte. Denn die Menschheit mag vielleicht gut sein, aber ihre Superhelden sind leider Arschlöcher.
Aber immerhin: Der Film ist ein Jota weniger schrecklich als Man of Steel, auch wenn uns Snyder zu oft Momente liefert in denen er wie ein braver Hund ins Publikum schaut und sagt: Schaut ich hab gelernt, kaum tote Zivilisten, schaut Superman rettet tatsächlich mal Menschen… – für ein Leckerli reicht das leider nicht.

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25 Kommentare

  • Reply afxhh 24. 3. 2016 at 9:23

    das Review ist sehr anstrengend zu lesen. Nicht nur, dass jede Menge Rechtschreibfehler drin sind, auch der Satzbau macht ein flüssiges Lesen nur schwer. Die Review ist anscheinend eben so schlecht geschrieben, wie der Film. Das könnt ihr doch sonst auch besser?

  • Reply Lars 24. 3. 2016 at 11:00

    Ok, wird kein Kino-Geld für ausgegeben. Kann inhaltlich daher zum Text nichts sagen, aber:

    Hab mich beim Lesen gefühlt wie ein Beta-Tester. Musste der Text so schnell raus, dass man ihn nicht noch mal durchlesen konnte? Geht mir gar nicht um Dinge wie Kommasetzung etc., für die man vielleicht einen zweite (in dem Bereich kompetente) Person benötigt, weil man es selbst nicht besser weiß.
    Aber dass „Ein eine Mücke furzt interessiert es einen Elefanten ja auch nicht.“ nicht korrekt ist, sollte einem Muttersprachler schon auffallen. Und im darauf folgenden Satz „Und überhaupt, seit wann leigen Gotham und Metroplis eigentlich nur einen Steinwurf entfernt?“ markiert jedes Rechtschreibprogramm das Wort „leigen“. Und der Leser wiederum registriert, dass ein „voneinander“ dem Satz gut tun würde.

    Nur ein paar Beispiele. Bin selber nicht der Hellste auf dem Gebiet, aber das sind halt Dinge, die man vermeiden kann.

    • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 24. 3. 2016 at 15:55

      Sorry es ging tatsächlich der erste Entwurf online. Hatte es gestern Nacht noch grob gegengelesen und einmal durch den Wordcheck laufen lassen, dann aber wohl doch die alte Version wieder eingefügt. Sollten jetzt ein paar Schnitzer weniger sein, werde am WE nochmal in Ruhe drübergucken.

  • Reply Tonimaroni 24. 3. 2016 at 11:04

    Danke für das Review.

    Ich muss gestehen, dass ich the Man of Steel recht unterhaltsam finde. Ich war kein großer Fan der vorherigen Versuche inkl. der hochgelobten Darstellung von Christopher Reeves. Daher kann das Review mich maximal sensibilisieren nicht ganz so euphorisch zu sein. Aber ich kann die Kritikpunkte Deines Reviews damals durchaus verstehen, allerdings wiegen sie für mich nicht so schwer, als das der Film mich nicht gut unterhalten hätte.
    Ausklammern muss man beim ersten Teil natürlich, dass die Heldenverehrung Supermans schwer nachvollziehbar ist, da ja seine Anwesenheit auf Erden eigentlich maßgeblich für die massive Zerstörung verwantwortlich ist.
    Wo ich mit Dir absolut einer Meinung bin, ist die Verschwendung von Lois Lane als humorfreien Side Kick. Anscheinend wird das auch in B v S weitergeführt. Liegt leider daran, dass sich keine Zeit für die Charakterentwicklung von Clark Kent genommen wird. Sehr schade. Ohne die Spannungen in dem Dreierverhältnis Lois-Clark-Superman ist die Figur der Lois Lane völlig uninteressant. Darüber hinaus trägt sie auch nichts handlungsrelevantes bei.
    Dieser moderne „Dark&Critty“ Look steht dem Film allerdings meiner Meinung nach sehr gut. Da haben sich DC und Marvel in den letzten 20 Jahren im Comicbereich ähnlich entwickelt.
    Etwas mehr Wert auf die Charakterzeichnung und die Motivation der handelnden Protakonisten und man hätte etwas richtig Großes auf die Leinwand bringen können.

  • Reply Micha 24. 3. 2016 at 11:42

    Ich fand den Film super. :D

    Ich fand auch man of steel super.

    Und ich bin extrem begeistert davon wie fast kein Kritiker die Filme zu verstehen scheint.

    Es geht nicht um Sonntagmorgen Cartoons, es geht nicht darum Comics zu erzählen wie sie in 100 Marvel Filmen (die ich überwiegend sehr mag, aber es sind halt eine Millionen, give me something new!) erzählt werden, lots of flips and tons of one liners.

    Nope. Es geht darum unsere Welt zu Zeigen und wie sie auf Superhelden reagieren würde. Natürlich wäre Batman am Rande des Wahnsinns, natürlich würde Superman in einer Welle des Narzissmus landen und selbstverständlich sterben Menschen bei diesen Auseinandersetzungen die quasi ohne kalibrierung des Protagonisten stattfinden. Natürlich würde es Gegner geben, natürlich würde es Gott vergleiche geben (gerade in Amerika, komm ma kla alda) und selbstverständlich wird es von Film zu Film mehr in Richtung Goldenage Superman gehen.
    Und ich finde es großartig das der Film sprunghaft ist. Average Joe freut sich das zeug in die Luft geht. Ein guter Kritiker sollte sich eigentlich darüber freuen das wir keine Halbstündige Batman Orgin Story bekommen genau wie wir alle froh darüber sein sollten das Lois und Clark einfach wissen wer sie sind und knutschen (everybody fucking knows it´s going to happen so just get on with it, A fucking plus!), ein guter Kritiker sollte sich eigendlich darüber Freuen eine langfristig angelegte characterentwicklung geliefert zu bekommen anstatt darüber rumzuheulen das es nicht „Batman the Animated Series“ (because it´s fucking not, get over it <3)

    Es ist absoluter Wahnsinn (ihr seid alle Lex Luthor) das kein Kritiker diese wirklich feinen Nuancen nicht wahr nehmen…

    Natürlich haben die Filme auch fehler. „Martha“ fand ich genau so an den Haaren herbeigezogen wie Kevin Constner der in Man of Steel munter in den Tornado hüpfte „weil!“. – Aber alles in allem sind es sehr gute Filme, in 10-20 Jahren wird man mit mehr begeiterung auf die Abgeschlossene Superman Story zurück blicken als Nolans Batman (face facts, nur der zweite ist erinnernswert) oder das durchaus unterhaltsame popcorn Kino.

    Selten habe ich mich darüber gefreut das ein so verrissener Film ein Schweine Geld einbringt und fortgesetzt werden wird. This is the closest thing to superhero art in mainstream media EVER.

    • Reply Stefan 24. 3. 2016 at 14:42

      Hey Micha,
      ich muss dir in nahezu allen Punkten absolut zustimmen.
      Ich fand den Film auch gut, vielleicht nicht super, aber gut. Allerdings muss man auch sagen, dass der Film was für Comicnerds ist und ich ihn als normaler Konsument auch scheisse finden würde.

    • Reply René Walter 24. 3. 2016 at 18:28

      Mit Verlaub, Micha. Welche Nuancen?

      Die von Dir beschriebene Prämisse ist *natürlich* interessant und man könnte auch einen darkgrittyrealistic Supes-Film machen, der großartig wäre. Aber der hier? Sorry, das ist ein handwerklich furchtbar schlechter Film, fängt beim unstrukturierten Script ohne jegliches Gefühl für Pacing an, geht über schlechte Effekte und Production-Design weiter, landet zwischenzeitlich beim holzschnittartigen Spiel von Supes-Darsteller Namevergessen und endet bei beinahe schon lachhaften Twists.

      Man kann das super finden, weil ich weiß ja als Comicleser, dass viel vom Reiz einer Comic-Verfilmung davon ausgeht, dass man die Action auf den Seiten endlich mal in „echt“ bewundern kann. Das kann genügen, „Man of Steel“ und „Superman Returns“ sind Guilty Pleasures von mir, ich mag die aus irgendeinem Grund.

      Aber mach Dir doch bitte nicht die Illusion vor, es handele sich bei „Batman v Superman“ um einen guten Film.

      • Reply Captain Iglo 24. 3. 2016 at 21:25

        Rene, bitte verzapf nicht solchen Schwachsinn und gib dich der Illusion hin, dass du irgendetwas von Belang zu diesem Film sagen kannst. Das ist Blödsinn, was du von dir gibst, unglaublicher Blödsinn.

        Im Review selbst stecken durchaus einige Wahrheiten, allerdings nicht annähernd so viele wie Rechtschreibfehler. „Das Doomsday…“, ja sag einmal Batzmann, wie konntest du das Abi schaffen?

        • Reply René Walter 26. 3. 2016 at 1:46

          Mmmm, Idiot-n00b als späten Mitternachts-Snack.. Lecker. Vor allem solche, die irgendwie behaupten wollen, der Film sei nur was für Comic-Nerds. Haha. Hab mich schon lange nicht mehr mit Internet-Deppen gestritten, its clobbering time. :-*

          Ein Comic, wie jeder Nerd (eigentlich) weiß, besteht vor allem aus einer kohärenten Story, die *zwischen* den Panels erzählt wird, nicht *in* den Panels. Das sind „nur“ hübsche Keyframes, die natürlich viel des ästhetischen Werts ausmachen, der allerdings nur ein *Teil* des Gesamtwerks ist. Die Story eines Comics ist immer oberste Prio. Lies mal Scott McCloud, Nerd-Grundschule, 1. oder 2. Klasse.

          DC hat das in den letzten Jahren mit Ausnahmen (Morrisons Multiversity zB) aus den Augen verloren, der New52 war in weiten Teilen ein kreativer Offenbarungs-Eid und ihr Event-Fetisch wurde ab da immer schlimmer. Dass die jetzt aus halber Panik (immerhin rennt ihnen Marvel jetzt nicht nur mit Comic-Marktanteilen weg, sondern auch im Film-Biz) ein solches filmisches Machwerk abliefern, wundert mich da keine Sekunde.

          *Grade* Comic-Nerds sollten diesen Film in der Luft zerfetzen, und ich habe genau von Comic-Lesern NULL Verständnis dafür, diesen Film verteidigen zu wollen. Das sage ich explizit als langjähriger Comic-Leser und Superman-Fan. Denn BvS verdreht ganz grundlegende Character-Eigenschaften. Alleine die Einstiegssequenz, und ich meine damit nicht, dass wir die Gangster-shoots-BruceWaynes-Parents-Szene bereits hundertmal gesehen haben. Papa Wayne will den Gangster ausknocken und bringt seine Familie damit in Gefahr? Kid Bruce wird von Fledermäusen in die Luft gehoben und macht dabei ne Jesus-Figur? Really, W.T.F.?

          Das Drehbuch ist völlig inakzeptabel schlecht, die Szenen haben keinen narrativen Zusammenhang, der Film springt völlig unrythmisch zwischen nicht weiter erklärten Szenen rum. Und selbst wenn man das als „collagenhaft“ verteidigen möchte – der Film versagt sogar bei Snyders eigentlichen Stärken: den Visuals. Er weiß zB NICHTS mit dem Batmobile anzufangen, das ein bisschen rumröhrt, aber NIE ins Szene gesetzt wird. Exakt dasselbe gilt fürs Batplane. Zugegeben: Der Film hat ein paar nette FX-Shots, der eigentliche Fight ist okayish, die Action wirkt allerdings seltsam behäbig und lahm inszeniert. Dazu der grottenschlecht aussehende Doomsday. Und überhaupt: Wenn der Film ach so realistische dark und gritty sein möchte, warum überzeichnen sie Lex Luthor dann zu einem hyperaktiven Joker in Disguise? Da passt einfach nichts zusammen an diesem Film.

          Etc etc, die katastrophalen Fehler des Films wurden ja schon tausendmal aufgeschrieben, hier und überall sonst (übrigens: Sogar im DC-Subreddit haben die Fanboys eher Mühe, diesem Crap irgendwas gutes abzugewinnen), hab jetzt auch nur wenig Lust, Romane zu schreiben, nur um ein Iglu vorzuführen.

          Was tatsächlich interessant wird, ist die zukünftige Entwicklung des DCU. Ich schätze mal, der Film wird nach nem starken Wochenende massiv an Zuschauern verlieren. Wonder Woman ist bereits so weit in der Produktion vorangeschritten, dass der wohl auf jeden Fall kommt, beim Rest bin ich mir nach diesem Desaster nicht mehr sicher.

          Snyder selbst hatte neulich gemeint, die JL-Filme seien in Prozess, in dem er „Logos scribbelt“. Klartext: Da ist nichts safe, die sind nach wie vor am brainstormen.

          Ich würde auch gar nicht Snyder verantwortlich machen wollen, glaub ich. Der hat durchaus seine Stärken und ein Gespür für Bilder (auch wenn er einen Fetisch für Riefenstahl-Fascho-Ästhetik hat). Aber David Goyer muss weg, sein Script ist der Grund für diesen Totalausfall. Ich würde beide feuern, glaub ich. Da muss frischer Wind rein, sonst fährt Warner noch das komplette Studio an die Wand (der Film ist mit seinem 410Mio-Budget der teuerste aller Zeiten, StarWars hatte 200, zum Vergleich).

          Wenn die noch irgendwas vom DCU retten wollen, brauchen die jetzt sofort einen Kurswechsel (der wurde gestern bereits von irgendeiner Warner-Tante angedeutet, die schnell verlautbaren ließ, die anderen DCU-Filme seien ja von der Tonalität völlig anders als BvS – ich meine, das war im Zusammenhang mit dem neuen Promobildchen zu Wonder Woman… google it).

          Da spielen wir jetzt aber schon in ner ganz anderen Nerd-Liga als Captain Iglu und sein Versuch, mir an den kleinen Zeh zu pinkeln. Geh kacken, Herzchen. <3

          • Captain Iglo 26. 3. 2016 at 10:45

            Rene, das war schon besser, wenn man sich die Mühe macht, dein Geschwurbel zu entwirren, wenn auch für mich persönlich nicht nachvollziehbar. Übrigens, die Szene mit den Fledermäusen ist ein Traum von Bruce. Das ist dir wie vieles Andere entgangen.

          • mosley 5. 5. 2016 at 7:58

            urgs. rene, mal vollkommen unabhängig davon, was man von dem film hält (ich fand ihn ziemlich lausig) – zügele doch mal bitte deinen „ich bin hier der chefnerd“-grössenwahn und die damit einhergehenden „idiot-noob als snack, lecker!“-formulierungen ein bisschen. wir sind hier in einer kommentarspalte, nicht in einem superhelden-film. nichtmal in einem von DC.

            und vielleicht dazu gleich mal langsam „n00b“ und ähnliche manierismen von damals vorm krieg abgewöhnen. das erinnert langsam an den unangenehm peinlichen onkel, der 2016 versucht seinen neffen mit jugendsprache aus den neunzigern zu beeindrucken. kann man langsam echt auch mal bleiben lassen.

            hans zimmer hat nen lustigen neuen sound gefunden, so ne kombi aus klassischem „bwaaaah“ mit leichtem dubstep-wobbel-einschlag (was per se auch nicht gerade neu ist, aber wobbelnde hollywood-frenchhorns zumindest waren mir neu). das hat mir am film gut gefallen. war immer dann zu hören, wenn snyder eine seiner „zwei dinge stossen doll zusammen“ shockwaves durchs bild gejagt hat (was er übrigens derart inflationär getan hat dass ich spontan an star treks lens flares denken musste :-)

            joa, also…die wobbel-frenchhorns waren lustig. und…äh…naja, das wars wohl leider auch. sehr schade um das potential. muss gestehen dass ich auf die m.m.n. durchaus gut gemachten trailer reingefallen bin und mir bedeutend mehr versprochen hab.

    • Reply pauliborn 25. 3. 2016 at 12:54

      Ich stimme dir grundsätzlich zu. Allerdings hatte auch schon Man of Steel seine Schwächen und die waren für mich nicht die „Grittyness“ oder die opulente Endschlacht, sondern das z.T. miese Timing. Ehrlich gesagt finde ich Watchmen (vor allem im extended Cut) von ihm immer noch am besten und irgendwie scheint ihm diese dunkle, verschwörerische, Story- und Zeitspringereien zu liegen, doch schon bei Man of Steel dachte ich im Kino „Ja solche Sprünge, Träume Sitestorys können geil sein, aber liegt man in der Inszenierung auch nur ein Mü daneben wirkt es sofort irgendwie fehl am Platz. Trotzdem, Man of Steel war n cooler Film und hat endlich mal Superman so wie ich ihn über die letzten Jahre gelesen hab toll getroffen. Allerdings hab ich diesmal wirklich gehofft das irgendwer an seiner Seite ihn mal packt und sagt „Dicker, die Optik bleibt und auch gerne 1-2 Sachen Deeper Shit, aber ansonsten spannen wir mal den klassischen roten Faden. Wir können ja mit Storywendungen überraschen, aber lass uns dem Zuschauer ein Anfang, einen Mittelpunkt und ein Ende geben und jemand im Geschehen mit dem er sich identifizieren kann.“ Das hast aber leider nicht gegeben.
      Ansonsten greift Snyder aus meiner Sicht überall da zu wo es mir gefällt… Story Optik etc, Dark Knight Returns, irgendwie Red Son Superman n bisschen usw usf. Sein Universum könnte fast eine Alternative Storyline sein, auch wenn sie bei weitem nicht so weit weg von den Supermans und Batmans der Comics der letzten Jahre sind wie oft behauptet wird.
      Abschliessend: Irgendwie is der Film wirklich nur was für (DC)Comicnerds (wenn auch nicht nicht zwingend für alle!) und schliesst den Rest aus. Das mag ich aber irgendwie… ich hab jetzt schon Angst das die Russobrüder einbrechen und Civil War auch wieder ein Film für die ganze Familie wird, den auch der alte Sack versteht, auch wenn er vorher fast keinen der anderen Filme mehr geguckt hat ;)

  • Reply Wasting Away Podcast - Batman V Superman Special - Die Fünf Filmfreunde 24. 3. 2016 at 15:15

    […] keine Lust hat sich durch mein langes Review zu lesen, der kann auch die kurzweilige Audio-Variante anhören, die ich zusammen mit Sebastian im […]

  • Reply The LEGO Batman Movie - Batcave Teaser Trailer - Die Fünf Filmfreunde 24. 3. 2016 at 15:24

    […] Batman v Superman „überraschenderweise“ gar nicht mal so gut geworden ist, überlassen wir das Feld dem […]

  • Reply WallyAllen 24. 3. 2016 at 16:50

    „Und überhaupt, seit wann liegen Gotham und Metroplis eigentlich nur einen Steinwurf voneinander entfernt? “

    Schon seit langem liegen die beiden Städte in der DC Comicwelt offiziell fast nebeneinander (in Delaware bzw. New Jersey) und werden nur von einer Bay getrennt.

    Ändert aber nichts daran dass die zentrale Aussage der Kritik stimmt: Der Film enttäuscht trotz niedriger Erwartungen erzähl- UND Actiontechnisch (Wenn man mal von einigen gelungen Momenten absieht – die fast allesamt mit Batman oder Alfred zu tun haben)

  • Reply omegaman 24. 3. 2016 at 22:13

    Was ist denn das überhaupt für ein bescheuerter Titel?
    „Batman V Superman“?
    war „Batman vs Superman“ zu lang? Oder was hat das „V“ im Titel zu bedeuten?

  • Reply Johnson Gunther 25. 3. 2016 at 15:50

    Ihr seid doch alle zu verwöhnt und zu dumm. Man of Steel war gigantsich und der BvS ist noch besser. Zum Kotzen dieses Dummgeschwalle immer. Was kickt euch überhaupt noch? Nehmt Speed.

  • Reply D. 25. 3. 2016 at 16:19

    Ich kann dem negativen Review nur in Teilen zustimmen.
    Das Drehbuch ist leider zu vorhersehbar und es dauert einfach zu lange, bis sich die beiden Helden gegenseitig die Fresse polieren. Luthors plan erscheint tatsächlich etwas zu kompliziert, mann könnte aber auch einfach akzeptieren, dass er mehrgleisig arbeitet, um das verhasste Alien zu demontieren oder einfach nur von seinem Doomsday-Plan ablenken will.
    ja, beide Helden sind dunkler und nehmen schwer verletzte und anscheinenden Tote in Kauf, aber ich finde, dass sie sich dennoch genügend in ihren Ansichten und ihrer Herangehensweise unterscheiden. Darum ist es für mich auch nicht halb so unnachvollziehbar, dass Supes Bats erst einmal vertreiben will.
    Ich mag diese Darstellung von Luthor gar nicht, in bevorzuge ihn als hochintelligenten Soziopathen, nicht als verspielten Psychopathen.
    Positiv:
    Der Film ist eine echte Comic-Verfilmung, bis hin zu den Bildern, wenn die beiden Helden in ihren Kostümen aufeinander treffen, generell alle Kampfszenen mit Batman, die besten/dynamischsten, die man mit diesem Charakter bisher gesehen hat.
    Mit Wonder Woman hat man endlich mal eine Kriegerin statt immer nur Kämpferinnen, die eben auch einfach mal draufhauen kann, statt mit überkomplexen Ninja-Moves ihre doppelt so schweren männlichen Gegner fertig zu machen.
    Ein großer Pluspunkt gegenüber allen bisherigen DC-Verfilmungen ist, dass sie nicht jedes Detail bis ins kleinste analysieren und erklären, es bleibt trotz extrem schwachem Drehbuch einiges unausgesprochen/unerklärt, über dass man nach dem Film nachdenken kann, wenn nicht zu voreingenommen an den Film herangeht.

  • Reply Kritik: Batman v Superman – Dawn of Justice | filmexe 25. 3. 2016 at 18:22

    […] Batzman (Die Fünf Filmfreunde) – 2/5 […]

  • Reply Solomon 26. 3. 2016 at 17:13

    …es war doch von Vorne herein klar, dass der Film von vielen Zuschauern nach seinem Erscheinen zerrissen wird. Mir fällt zu diesem ganzen Hin und Her auch nicht mehr viel ein. Das Web 2.0 bietet nun mal jedem die Möglichkeit, seine Meinung kund zu tun. Herrje, aber haut Euch doch nicht unnötig die Köppe ein. Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber ich werde es definitiv noch machen. Die folgende Feststellung klingt abgeschmackt, aber es ist doch einfach so: Wem es gefällt, dem wünscht man viel Freude und wer’s furchtbar findet, dann ist es eben leider auch so.
    Grundsätzlich halte ich es aber immer für enorm fragwürdig bzw. zweifelhaft, wenn man Actionfilme bzw. Comicverfilmungen regelrecht seziert. Ein Actionfilm kann – allein schon aufgrund seines Wesens – kein dramaturgisches Schwergewicht sein. Wer das einfordert, der appelliert letzten Endes an die buchstäbliche Quadratur des Kreises. Auch Nolans Batman-Trilogie ist kein dramaturgisches Rührstück erster Güte. Man sollte da rückblickend nichts verklären…
    Filme wollen/sollen einen in eine andere Welt, in einen „Traum“ entführen. Das sollte man immer berücksichtigen. Filme setzen sich selbst gar nicht die Prämisse, so realistisch und logisch wie nur möglich zu sein. Daher ist es ein vergebliches Unterfangen, ihnen dies zu unterstellen.

    • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 27. 3. 2016 at 18:01

      Die Kommentare von Fanboys, die den FIlm nicht gesehen haben sind leider immer sehr anstrengend, kommen sie doch meist in zwei Geschmacksrichtungen. Wenn man etwas kritisiert kommt „ihr habt nur nicht verstanden wie deep und anspruchsvoll das Ganze ist und ihr wollt ja nur Witze haben, weil ihr Marvel liebt“ und wenn der Kritiker die strukturellen Fehler und fehlende innere Logik des Films bemängelt kommt „ja das ist halt nur ein Comic-Film da darf man nicht drüber nachdenken“. Gute Film folgen ihrer inneren Logik und arbeiten ihre Think-Points so aus, dass sich zumindest eine kohärente Aussage am Ende ableiten lässt. Plus sie lassen ihre Figuren nicht als komplette, inkompetente Idioten erscheinen und versuchen uns das als heroisch zu verkaufen. Sobald man im Kino während des Films schon anfängt über dessen Dummheit nachzudenken, hat er seine Aufgabe verfehlt in eine Traumwelt mit Traumlogik zu entführen.

      • Reply Solomon 27. 3. 2016 at 20:11

        Ich habe direkt zur Eröffnung meines Kommentars geschrieben, dass ich den Film nicht gesehen habe, aber dies noch nachholen werde. Insofern habe ich meines Erachtens aber auch nicht den Fehler begangen, mich zum Inhalt zu äußern. Selbstredend kann man einen Film erst dann kritisieren, wenn man ihn gesehen hat.
        Daneben möchte ich mich davon distanzieren, als „Fanboy“ bezeichnet zu werden. Ich bin weder ein leidenschaftlicher „Verehrer“ von Superman, noch von Batman (obwohl ich die meisten der Verfilmungen, als genereller Filmliebhaber und „Vielgucker“, gesehen habe).
        Ich finde lediglich, dass eine Filmkritik nicht dadurch überzeugender wird, wenn in ihr permanent Kraftausdrücke vorkommen. Warum muss z.B. die angebliche „Dummheit“ der beiden Helden nachhaltig hervorgehoben werden? Es würde reichen, bestimmte Szenen oder Handlungsstränge als unlogisch zu bezeichnen… Und darüber hinaus muss ich der Kritik in den oberen Kommentaren recht geben, dass es, in aller Bescheidenheit, eine tatsächliche Zumutung ist, eine Filmkritik (mit dem Anspruch auf Professionalität) zu lesen, in der derart viele orthografische und grammatikalische Schnitzer vorkommen; Entwurf hin oder her. Und die Entschuldigung, dass die Kritik sprunghaft ist, weil dies offensichtlich auch der Film in seiner Erzählung sei, ist darüber hinaus auch äußerst dürftig. Die eine oder andere Überarbeitung wäre durchaus wünschenswert gewesen.

  • Reply Kaiser Helmut 27. 3. 2016 at 20:38

    Ich sah den Film und bin recht positiv überrascht. Ben Afleck ist zwar kein Bale aber er spielt die Darstellung Batman
    erstaunlich gut.Auch Superman wird gut dargestellt.Es dauert zwar bis Mitte des Films bis es richtig gut wird ,aber dann
    wird man begeistert.Was ich schade finde das immer in allen Superman Filmen immer Lex Luthur der Schurke ist
    In den Comics gibt es so viele Schurken,Sie technisch darzustellen dürfte bei der jetzigen Technik kein Problem sein
    Aber die Superhelden und der neue Luthur sind sehr gut gespielt
    Und das in diesen Film Batman mit Schusswaffen schiesst, entspricht nicht derGeschichte des Batman
    Ein kleiner Minus des Films das man bei weiteren Filmen beseitigen soll und mehr den Comics folgen soll

  • Reply Annabelle_Birne 4. 4. 2016 at 21:51

    Zitat: ´Und dann vertragen sich beide urplötzlich, weil ihre Mütter denselben Vornamen (…)´

    Sehr witzig – ich kann nahezu sämtliche Kritikpunkte dieses Reviews nachvollziehen und habe mir bei den meisten zitierten Stellen in etwa das selbe gedacht.

    Ich habe keine großartige Ahnung von all diesen Superhelden-Universen und bringe mit Batman und Superman in erster Linie Michael Keaton und Christopher Reeves in Verbindung, allerdings hat mich auch am allermeisten gestört, dass die beiden Protagonisten sich durch die Bank wie Vollidioten benommen haben.

    Da sowas verdammt häufig vorkommt, lautet meine Theorie: Der Mainstream-Zuschauer fühlt sich selbst besser, wenn er anderen bei doofen Handlungen zusieht. So nach dem Motto: ´Wow – ich hätte sogar intelligenter als Superman oder Batman gehandelt – krass !!!´ Mich hingegen nervt es, doofen Menschen zuzugucken, wie sie Doofes tun …

  • Reply Marko Bruch 12. 4. 2016 at 14:28

    Ich denke, dass der Film super ist. Die Zusammenstellung von Batman und Superman wird zum erfolgreichsten Spielfilm in diesem Jahr. Bis jetzt beträgt sein Boxoffice über 780 Million Dollars.

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