Features News Review

Ghostbusters (2016) (Review) (Und Kritik-Kritik)

Standard, 3. 8. 2016, Nilz N Burger, 34 Kommentare

Bevor ich mit der Review starte, muss ich erstmal eine Kritik der Kritik verfassen:

Liebe Leute, was ist denn bitte schön auf dieser Welt los? Seit Jahren geistert (hihi) das Gerücht eines neuen Ghostbusters-Films durch diese Welt, mal aufgeregter, mal weniger aufgeregt. Na klar, wir Kids der 80er träumen seit den 80ern von einem dritten Teil der Geisterjäger. Aber je älter die Protagonisten wurden, desto unwahrscheinlicher wurde ein solcher Film. Als dann vor zwei Jahren auch noch tragischerweise Harold Ramis, Autor und einer der vier original Ghostbusters, starb, schien die Spekulation um einen neuen Teil jäh beendet. Weil never change an winning team.

Ausser natürlich, du changest das whole Team. Und das hat man dann gemacht: Die vier Geisterjäger wurden ersetzt. Kompletto. Durch vier Frauen – vier sehr lustige Frauen. Komikerinnen, die alle ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben. Drei von ihnen (Wiig, McKinnon, Jones) bei „Saturday Night Live“, der Comedy-Schmiede Nummer Eins im amerikanischen Fernsehen, aus der auch die Hälfte des ursprünglichen Ghostbusters-Cast (Murray und Aykroyd) stammt.

So weit, so okay. Das Hollywood immer mehr lieber auf bekannte Marken setzt, als auf neu ausgedachte Sachen – whatever. Ist ja keine Neuigkeit. Und wer würde sich schon ernsthaft aufregen, dass nun Frauen Geisterjäger sind, oder? Die vier sind mit die erfolgreichsten und lustigsten Komikerinnen dieser Zeit – wie blöd wäre man, daraus kein Kapital zu schlagen? Und Geisterjäger ist ja kein Beruf, der an ein Geschlecht gebunden wäre, denn wie wir ja alle wissen, ist der ja nur a u s g e d a c h t.

Was dann aber, nach den ersten Ankündigungen kam, kann ich nur als kollektives Gehirnversagen bezeichnen. Ein Shitstorm sondergleichen tobte über die Trailer und jedes einzelne, veröffentlichte Foto dieser Neuverfilmung – oder nennen wir es besser Reboot. Junge Menschen, fast immer Männer, tobten sich darüber aus, wie scheisse der Film sei. Wohlgemerkt ohne auch nur eine Sekunde davon gesehen zu haben. Sie beschwerten sich, wie unlogisch es sei, Frauen zu Ghostbusters zu machen. Anscheinend habe ich mich doch geirrt bezüglich der Kernkompetenzen eines Geisterjägers. Man muss anscheinend Mann dafür sein. Sonst geht es wohl nicht.

Auch als der erste Trailer erschien – mimimi der lautesten Art und Weise. Menschen, die offensichtlich alles ausser Ghostbusters-Fans sind, heulen rum, wie schlecht sie den Trailer fänden und der Humor sei alles andere als GB-Style. Ein Ektoplasma kotzender Geist, nein, das sei viel zu arm und zu kindisch. Ist klar. Das trifft natürlich keinesfalls den zärtlich-subtilen Humor von Ghostbusters I und II, in dem zum Beispiel Ektoplasma gekotzt wurde. Es blieb absurd. Die selbsternannten Gralshüter von Ghostbusters waren nicht mehr zugänglich und fanden aus Prinzip einfach alles nur noch Scheisse. Als würde ein neuer Film die Existenz der alten Filme gefährden. Selbst das Statement der alten Ghostbuster, dass der neue Film sein Erbe sehr gut antreten würde und großartig geworden sei, verhallte ungehört. Man wollte den scheisse finden und deswegen hatte der auch scheisse zu sein. Ich übertreibe?

Seit einigen Wochen ist es ein Sport meines Freundes Herm und mir, uns die absurdesten Kommentare unter der deutschen Facebookseite vom neuen Ghostbusters zu schicken. Hier nur eine kleine Auswahl:

Es müssen halt Männer sein, die diesen Fantasieberuf machen - sorry!

Es müssen halt Männer sein, die diesen Fantasieberuf machen – sorry!

Diese scheiss linken Filmemacher!

Diese scheiss linken Filmemacher!

Ach, DAS ist also ein FAIL. Verstehe...

Ach, DAS ist also ein FAIL. Verstehe…

Womit ich wieder zur Anfangsfrage komme: Liebe Leute, was ist denn bitte schön auf dieser Welt los?

Wenn sich diese und ähnliche Kritiker mit irgendetwas qualifizieren, dann damit, wirklich gar keine Ahnung zu haben. Oder einen Kopf voll Ektoplasma. Diese massive Kritik im Vorfeld, die sich auf nichts anderes stützt, als „so ein Gefühl“ ist genau der Grund, warum eine AfD, warum ein Trump, warum so viel Hass und Dreck auf der Welt erfolgreich ist. Weil alle plötzlich nur noch auf so ein diffuses „Gefühl“ hören, mit dem sie eine fundierte Meinung ersetzen. Ahnung von etwas haben? Vollkommen egal! Jeder kann nebeneinander ins Internet schreiben.

Was ich sage hat (theoretisch) genau so viel Gewicht, wie das, was Lady Gaga, Barack Obama oder Gott sagt. Wenn ich etwas vernichten will, dann mach ich das einfach, ohne es zu begründen. Es ist meine Meinung, das muss reichen. Frauen können keine Ghostbuster sein! Basta! Merkel will Deutschland zerstören! Basta! Die Frauen sind unser Untergang! Basta!

Ich muss gar keine „Sexismus-Keule“ schwingen, über die „Meinungen“ zum neuen Ghostbusters-Film. Die meckernden Macker entblössen sich schon so. Ganz faktisch. Darum, solltest du zu diesen Menschen gehören, bitte nicht mehr weiterlesen. Hier geht es nun wirklich nur um den Film. Und da hast du sicher anderes, in deinen Augen besseres, zu tun. Zum Beispiel deiner Mama die Wäsche bringen, oder so. Ciao.

Puh. Das musste mal raus. Fangen wir (endlich) an!

ghostbusters_ver6_xlg

Sie sind wieder hier. Oder besser gesagt: Sie sind endlich hier. Denn in ihrer Welt gibt es sie gerade zum ersten Mal. Abby und Erin sind zu College-Zeiten beste Freundinnen und haben ein ganz besonderes Forschungsfeld für sich entdeckt: Geister. Aber während Abby von dem Thema nicht loskommt, widmet sich Erin der Teilchenphysik und hat immer weniger Zeit und Lust, sich mit dem übersinnlichen zu beschäftigen – das in seriösen Forscherkreisen sowieso nicht sonderlich ernst genommen wird. Ausserdem steht sie kurz vor der Professur an einem renommierten College, da kann sie es sich nicht leisten, mit parawissentschaftlicher Forschung in Verbindung gebracht zu werden.

Aber ihre Vergangenheit holt sie ein: In New York geschehen seltsame Dinge. Menschen sehen Geister und wissen sie nicht einzuordnen. Und die Politik möchte keine Panik auslösen und alles verschweigen. Als die sich inzwischen komplett entfremdeten Forscherinnen Erin und Abby (mit ihrer neuen Kollegin Jillian) dann aber doch auf eine echte Erscheinung treffen (mit ektoplasmischen Folgen), sind alte Gräben zugeschüttet. Erin kann durch ein YouTube-Video des Vorfalls sowieso nicht mehr an ihre alteingesessene Uni zurück und ihr Geisterfieber ist mit einem Mal zurück. Die drei Forscherinnen beschliessen, es mit der Geisterplage aufzunehmen. Dazu stösst noch Patty, die nach dem sehen eines Geistes ebenfalls dabei sein will.

Und so kämpfen die Vier zusammen mit ihrem charmant-dämlichen Sekretär, gegen die Plage, die New York heimsucht, weil ein Irrer besessen davon ist, die Geister in unsere Welt zu holen. Und gegen die Politik, die sie stummschalten will. Und gegen die Menschen, die ihnen viel zu lange keinen Glauben schenken. Man hat es schwer als Geisterjägerin. Aber irgendwer muss es ja tun.

Paul Feig hat es also wirklich gewagt. Er hat den heiligen Gral neu verfilmt. Seine Referenzen als Komödien-Regisseur sind durchaus in Ordnung: Der amüsante „Brautalarm“ und der vermutlich beste Melissa McCarthy Solofilm „Spy“ gehen auf seine Kappe. Er scheint also durchaus im Stande zu sein, aus McCarthy noch die interessanteren Seiten rauszuholen (und nicht nur die ständige Meckerziege, wie zum Beispiel in „Tammy“, directed von ihrem Mann Ben Falcone). Nun hat er sie in diesem Film mit Kristen Wiig, eines der spannendsten komischen Talente Hollywoods zur Zeit, zusammengebracht. Ergänzt wurde das Cast von Kate McKinnon und Leslie Jones, die beide zum aktuellen Ensemble von SNL gehören. Und Feig hat damit ein Händchen bewiesen. Ein Gespür dafür, wer wie funktioniert. Wer lustig ist. Wer so einen Film tragen kann.

McCarthy wird etwas gegen den Strich inszeniert. Ihre Figur ist weich, fast liebevoll. Sie steht für ihre Werte ein, klar und sie hat auch mal diese Momente, die so typisch McCarthy sind, wenn ihr Gesicht sagen möchte: „Was ist das für 1 life?“. Aber die sind wohl dosiert und sehr präzise gesetzt. Wenn man sie so in Zaum hält, funktioniert sie ganz wunderbar und ist wahnsinnig komisch.

Kristen Wiig ist die neurotische Spiesserin. Das neurotische kann sie sehr gut, das spiessige steht ihr nicht so. Manchmal wirkt sie etwas verloren in ihrer Figur, die zwar eine der Hauptfiguren ist, aber dafür erstaunlich wenig „Fleisch“ hat. Ich denke, im Skript hat sich das noch nach mehr angefühlt (da haben wir es wieder, dieses hingefühle), aber beim Dreh hat man dann gemerkt, dass diese Charakterzeichnung eher limitiert. Nach dem ersten Drittel des Films, wenn es nicht mehr nur um sie geht, bricht das ganze aber angenehm auf und Wiig kann alle ihre komödiantischen Trümpfe ausspielen.

Leslie Jones wirft sich mit Karacho in ihre Patty. Jones ist eine Erscheinung, wenn sie auf der Leinwand auftaucht, dreht sich alles nur um sie. Nach dem Trailer wurde der Vorwurf laut, sie hätte eine Klischee-Rolle für eine Klischee-Schwarze bekommen und gespielt, aber das kann man nur zurückweisen. Patty ist die Seele und das Herz des Films, spricht stellvertretend alles aus, was der Zuschauer denkt und entwickelt schon in ihren ersten Szenen so viel Persona, dass man sie nur lieben kann. Ja, sie ist laut und ja, sie ist keine Wissenschaftlerin. So what? Sie ist eine saucoole Geisterjägerin. Das ist was zählt.

Kate McKinnon. Alter. Kate McKinnon. Was liefert die denn bitte in diesem Film ab? Ihre Figur schien erst die uninteressanteste. Sidekick von Melissa McCarthy. So ein bisschen nerdiger als die anderen, aber eben nicht mehr als das. Die Figur, die immer weiß, welches Rad man drehen muss. Aber wie McKinnon diese Figur anlegt – unglaublich. Dr. Jillian Holtzmann ist der heimliche Star des Teams. Nicht greifbar. Immer in Bewegung. Nie laut, aber immer präsent. Sie wirkt wie eine Mischung aus Thomas Dolby, Max Headroom und Einstein Junior. Dabei spricht sie aber wie der Typ aus der Sesamstrasse, der Kermit immer Buchstaben verkaufen will. Ich kapiere gar nicht, wie man so etwas so spielen kann. Aber sie macht es einfach. Dr.Holtzmann ist ein Wunderwesen, keine Frage.

Dringend zu erwähnen sei noch Chris Hemsworth alias Kevin Beckman, der Sekretär der Geisterjägerinnen. Seine Figur ist einer der herrlichsten Idioten seit Jahren auf der Leinwand. Es gab mehrere Szenen, bei denen ich laut gelacht habe, an denen er beteiligt war. Als würde es ihm einen Heidenspaß machen, einmal so gegen den Strich besetzt worden zu sein. Er belohnt diese Entscheidung mit einer Figur, über deren Dummheit sich selbst die beiden Protagonisten aus „Dumm und Dümmer“ noch königlich amüsieren würden. Groß!

Bei der Besetzung hat Feig also alles sehr richtig gemacht. Auch am Soundtrack gibt es wenig Kritik. Was ist nun also mit dem Buch und dem Look des Films?

Erstmal zum Look: Die Effekte sind, klar, digital. Wurde nun also alles glattpoliert und fehlt der Charme der 80er-Effekte? Dazu muss ich ganz klar sagen: Nein. Im Gegenteil. Man hat sich bei der Effekt-Erstellung anscheinend daran versucht, auch die digitalen Effekte wie richtige wirken zu lassen. Die Geister sehen allesamt aus, wie in den alten Filmen. Mit dem gleichen Glimmer, der sie umrandet, mit der gleichen Plastizität. Schon der erste Geist erinnert sofort an die alten Szenen im Gerichtssaal beispielsweise. Beim 3D hat man sich noch einen zusätzlichen Trick ausgedacht: Der Film hat oben und unten zwei dicke, fette, schwarze Balken. Je nach Situation und effekt aber wird klar, dass die Balken gewollt sind, weil manche Geister sich darüber legen. Ihre Arme oder ähnliches hängen dann über den schwarzen Balken. Das erhöht den 3D-Effekt unterbewusst. Man hat mehr das Gefühl, die Dinge kämen aus der Leinwand. Für so einen Gruselspaß ein gelungenes Gimmick.

Jetzt hab ich mir das wichtigste bis zum Schluss aufgehoben: Das Buch.

Wie gesagt: In ein paar Charakteren gibt es eine gewisse Flachheit. Auch der Bösewicht ist eher Mittel zum Zweck (irgendwer muss die blöden Geister halt rufen wollen). Es gibt einige Stellen, an denen man es sich anscheinend doch eher leicht machen wollte. Auch das Finale tut ein kleines Bisschen weh, weil es in seiner vermeintlichen Kitschigkeit etwas am Ton des Films vorbei geht. Ausserdem fällt auf, wie wenig Bock Feig anscheinend auf Action-Sequenzen hat. Davon sind in dem Film natürlich eh nicht viele (Ghostbusters war ja nie ein Action-Franchise), aber er hätte sich für die wenigen, die er hatte, dann doch etwas mehr Mühe geben können. Allzu oft ist die Kamera nicht da, wo sie sein sollte. Zeigt das Geschehen passiv (wir sehen, wie jemand zuguckt) oder die falschen Details. Gerade in einer zentralen, tollen Actionszene während des Showdowns ist das extrem schade und vergebenes Potential. Da hätte man McKinnon einen Kingsman-Moment bescheren können, mit etwas mehr Lust an der Inszenierung eines solchen. Hat man leider nicht gemacht. Schade.

Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Paul Feig ist ein Film gelungen, der Spaß macht. Der auch an einer kleinen Nostalgieschraube dreht, aber nie zu aufdringlich. Von mir aus hätte es nicht mal die gebraucht, aber die wollte das Studio wohl haben. Um die alten Fans mitzunehmen. Die Cameos sind okaye Gags – der Rest des Films ist ein ganz bezaubernder Sommerblockbuster.

Schon jetzt heisst es, der Film würde den Break Even nicht erreichen, was eine Fortsetzung extrem unwahrscheinlich macht. Und alles nur, weil einem Holzköppe und, in dem Fall passt die Bezeichnung wie Arsch auf Eimer, Ewiggestrige versuchen, alles madig zu machen, was ihnen nicht in ihren Kleingeistkram passt. Schade. Hätten sie die Größe, ihren Fehler einzugestehen, stünde ihnen ein herrliches Kinoerlebnis ins Haus.

*****
Batzman meint:
Ich gehörte ja auch dank der wöchentlichen Sendung von moviepilot, zu denen die die Diskussion um Ghostbusters hautnah verfolgt haben und der immer tendenziell dazu neigte den Film gegenüber den üblichen Idiotenkommentaren zu verteidigen. Ja, der erste Trailer war schreiend unlustig und Leslie Jones wirkte dort wie die Inkarnation schlimmster 80er Jahre „Lustig-hysterische Schwarze“-Figuren. Doch ein paar der Clips die folgten waren gar nicht schlecht und brachten mich tatsächlich zum Lachen. Es ist deswegen fair zu sagen, dass ich mit neutraler Erwartungshaltung in den Film ging.

Um es kurz zu machen: Ghostbusters ist leider meh. Er ist nicht wirklich schlecht, er hat ein paar gute Momente, die sich leider fast alle um Chris Hemsworths Kevin drehen, aber er ist tonal extrem unentschlossen, lässt seine Hauptfiguren oft inkompetent und dämlich wirken und traut sich insgesamt nicht irgendwas zu riskieren. Er ist brav mit dem Hang zum biederen, flüchtet sich immer mal wieder in Furzwitze und verglichen mit Paul Feigs eigenen Filmen wie Spy und The Heat, wirkt Ghostbusters dann doch etwas uninspiriert und witzlos. Denn obwohl alle Figuren ständig reden, ist die Gag/Treffer-Ratio doch erstaunlich gering. Was nicht bedeutet, dass ich die Figuren gehasst hätte oder mich die ganze Zeit gelangweilt. Ja im Vergleich zum Trailer ist sogar Leslie Jones eine ganz sympathische Figur, deren wirklich schreckliche Szenen überschaubar bleiben. Wenn jemand im Ansatz nervt, sind es die ausufernden Impro-Acts der im Grunde sehr coolen Kate McKinnon, der aber anscheinend eingeredet wurde sie müsste in jeder Szene wie die Zeichentrickversion von Egon Spengler auf Extacy spielen.

Aber wirklich schlimm ist das auch nicht, die ausufernden oft improvisiert wirkenden Dialoge machen den Film nur laberiger als er sein müsste und verhindern, dass die Charaktere untereinander richtige Chemie entwickeln und man sie als überzeugende menschliche Wesen ernst nimmt. Das kann funktionieren, aber Hauptfiguren die wie Cartoons wirken unterminieren leider jedes Drama. Ob Kristin Wiigs Angst um die Reputation, das unterdrückte Begehren von McKinnon oder diverse emotionale Ausbrüche und Freundschaftsbekundungen – um sowas ernst nehmen zu können und den Momenten irgendeine emotionale Wucht zu verleihen braucht es Charaktere die keine Witzfiguren sind. Das überdrehte Spiel der vier Frauen, die immer eher eine Version ihrer Persona als tatsächlich Rollen in einem Film spielen lädt nicht dazu ein mitzufiebern – weswegen auch die Bedrohung und der Finalkampf schwer ernstzunehmen sind.

Während es im Original gelang eine lächerliche Figur wie den Marshmellow-Man als ernsthafte Bedrohung für Manhattan zu inszenieren, bleibt hier eine Geistershow in ganz New York extrem unbedrohlich. Ab und zu ist das ganze zwar lustig anzuschauen, aber diesen Geistern fehlt Biss, fehlt das Gefühl sie könnten tatsächlich eine Gefahr sein. Dazu kommen wohl die schlimmsten Cameos der jüngeren Filmgeschichte, die keinerlei Auswirkung auf die Story haben und von allen Beteiligten mit einem Maximum an Lustlosigkeit gespielt werden. Bill Murray war es wohl wichtig sitzen zu dürfen, Aykroyd wollte nichtmal aus dem Wagen aussteigen und Sigourney Weaver… sagen wir ich hoffe sie wurde extrem großzügig entlohnt für ihren witzlosen Auftritt im Abspann.

Das der Film es nicht schafft wirklich mitzureißen, trotz eines stimmigen Intros und ein paar guter Szenen wie dem Kampf auf einem Rockkonzert ist schade, denn grundsätzlich beweist er schon, dass im Franchise noch Kraft steckt. Das es sich lohnen könnte neue Geisterjäher-Geschichten zu erzählen. Doch dazu braucht es gute Gegenspieler, eine nachvollziehbare Bedrohung, CGI-Effekte die nicht aussehen als hätte Joel Schumacher die Farbregie übernommen und eben etwas mehr Gravitas.

Nein, das Remake ruiniert nichts was nicht Ghostbusters 2 schon ruiniert hätte. Nein, Frauen als Ghostbusters sind keine schlechte Idee. Und Nein: Ghostbusters war nie so gut, wie wir es im Nachhinein im Kopf hatten. Von allen 80er Jahre Filmen die wir in warmer Erinnerung tragen, war er genau genommen vermutlich der Schwächste. Aber er macht trotzdem eine Menge Spaß.

Das Remake hat seine Momente, aber es wäre unsinnig zu behaupten es wäre ein überdurschnittlicher Film. McCarty und Wiig waren schon deutlich witziger und Paul Feig hat schon bessere Action abgeliefert als hier, wo er sich doch hauptsächlich darauf beschränkt Komödien-Bilder zu finden, statt wirklich cineastischen Scope zu entwickeln, wie es dem Thema angemessen wäre. Zu oft wirken Sets eben wie Sets in den auch eine Multikamera-Sitcom gedreht werden könnte, nicht wie realistische Umgebungen in denen Wissenschaftler arbeiten würden. Und zu oft nervt dümmlichstes Product Placement von Pizza, Pringles und Co.

Solange der Film es schafft das Interesse am Franchise neu zu befeuern, kann ich mit diesem mittelprächtigen, mittel lustigen Streifen durchaus leben. Und ja: Ich würde mir auch ein Sequel mit derselben Cast anschauen, denn nachdem das Ganze Setup jetzt durch ist, wäre es doch interessant zu sehen, wie die neuen Ghostbusters mit einer echten Bedrohung umgehen. Dann darf die Self-Awareness, die Gags über Internettrolle und Haha-Wir-Schießen-Dem-Bösewicht-In-Die-Eier auch gerne etwas zurück gefahren werden und die Gags über Sexismus mit Kevin durchdekliniert werden. Bis dahin bleibt ein Film der die Ganze Diskussion und Sexismusdebatte leider nicht wert ist, weil er einfach zu belanglos bleibt um darüber zu streiten.

You Might Also Want To Read

Almost a voiceacting Monty Python-Reunion

26. 1. 2012
pan

Erster „Pan“ Trailer mit Hugh Jackman als geschminkte Piratenbraut

26. 11. 2014

TV-Tipp Heute abend

22. 10. 2007

34 Kommentare

  • Reply Tobias 3. 8. 2016 at 15:40

    Ah, einer der vielen gekauften Rezensionen.

  • Reply eldübel 3. 8. 2016 at 16:05

    ich habe dein review nur bis zur zweiten Zeile gelesen und muss sagen, so ein kack review…ich hab nicht mal kapiert das es erst ab dem fünften absatz anfängt :)

    Den negativ hype um GB hab ich ebenfalls bemerkt, für mich nur ein grund mehr sich den film anzuschauen…verstehe ich eh nicht, wo liegt das problem, kino is doch super, auch wenn er film mal mist ist…dann ist man halt „nur“ ausgegangen, unter leute gekommen, lecker popcorn gegessen und dabei ein bierchen getrunken…kino geht auch mal ohne guten film :)

    auf jeden fall ein DICKES danke für die ersten zeilen und die abrechnung mit den kleingeistern (hihi) die durch unsere medienlandschaft marodieren.

  • Reply Philipp 3. 8. 2016 at 16:08

    Tolles Statement, schönes Review!
    Freue mich auf den Film!

  • Reply Daniela 3. 8. 2016 at 17:38

    Danke dafür, mir Mut zu machen, doch noch ins Kino zu gehen! Bei den derzeitigen Ticketpreisen überlege ich mir häufig 2x, ob ich es wage, aber als „Ghostbusters“-Kind stand der ganz oben auf der Liste. Ich freu mich drauf!

  • Reply jupp 3. 8. 2016 at 21:55

    Der große Negativ-Hype kommt ja gar nicht mal davon, dass es Frauen sind, es kommt daher, wie sich einige (eine?) davon verhalten. Die hat sich ziemlich als SJW gebährdet, inklusive Journalisten von Twitter runter mobben. Das zieht natürlich Hass auf sich. Dass dann verschiedene Trolle und oder echte Frauenhasser gerne auf die Welle aufspringen (und sie scheinbar dominieren) ist halt so. Aber der Kern der Sache ist nicht das Geschlecht.

    • Reply Nilz N Burger 3. 8. 2016 at 23:04

      Ich weiß nicht genau, wen du meinst. Wenn du aber auf Leslie Jones und ihr handling mit Twittertrolls und Rassismus auf der Plattform anspielst, kann ich dir nur zwei Sachen sagen:

      1.) Kann, darf und soll sie als Mensch agieren und wenn sie rassistisch angegangen wird, dies auch artikulieren und öffentlich machen.

      2.) War das Wochen, Monate, nachdem der GB-Shitstorm losging und für einige „Fans“ noch zusätzliches Kanonenfutter, aber ansonsten völlig losgelöst vom sinn- und hirnlosen bashen des Films. Ich weiß also nicht, wo da der Zusammenhang besteht – wie gesagt: Da du so kryptisch kommentiert hast, stocher ich ein bisschen in dunkeln und muss mal davon ausgehen, dass du die Sache um Jones meinst. Wenn nicht, sorry, dann bräuchte ich mehr Informationen. :)

      Btw: SJW ist imho ein ähnlicher Term wie „Gutmensch“. Find ich daneben, sich darüber lustig machen zu wollen, dass es Menschen gibt, die sich bemühen, ein Zusammenleben auf dieser Welt irgendwie besser und verletzungsfrei machen zu wollen. Aber das nur am Rande.

      • Reply McGuffin 4. 8. 2016 at 8:55

        Hi Nilz,

        mir ist nicht ganz klar, wie Aktionen a la #Gamergate, #Shirtgate usw. [das]“ Zusammenleben auf dieser Welt irgendwie besser und verletzungsfrei“ machen; vielmehr scheinen sie das Gegenteil zu bezwecken und (bewusst?) Konflikte zu entfachen und zu schüren.
        SJW und Gutmensch sind deswegen abwertende Begriffe geworden, weil es (leider) genug damit zu umschreibende Personen gibt, die ihr (subjektives) Weltbild als Maß aller Dinge ansehen, dies unter Abwertung anderer Meinungen und Lebensstile durchzusetzen trachten sowie (durchaus berechtigte) Kritik nicht wahrnehmen wollen und dagegen, befeuert von der scheinbaren Anonymität im Internet und der dazugehörigen sozialen „Echo chamber“ z.T. sehr aggressiv und diffamierend angehen. Dabei beachten sie nicht, dass sie damit gegen ihre eigenen Ideale verstoßen. Doch das fällt immer mehr und mehr Mitmenschen negativ auf…

        Zum Wahl: ich stimme der Kritik nicht zu. Der Film gefällt mir aus verschiedenen Gründen (z.B. die erzwungen wirkenden Cameos der ursprünglichen Ghostbusters) nicht, was vielleicht auch meiner generellen Abneigung gegenüber amerikanischen Komödien neueren Datums zuzuschreiben ist. Ich weiß auch nicht, was daran witzig sein soll, Männer generalisierend als Idioten, Mistkerle oder idiotische Mistkerle darzustellen.

        Der bislang ausbleibende Erfolg des Film ist vor allem seiner mangelnden Qualität geschuldet. Und was die Kontroverse um den Film angeht, so tragen die Verantwortlichen samt PR-Abteilung daran eine nicht unerhebliche Mitschuld.

        • Reply Nilz N Burger 4. 8. 2016 at 10:56

          Sorry, ich müsste dir auf so vielen Ebenen widersprechen, aber dafür ist diese Seite das falsche Forum. Nur so viel: SJW und Gutmensch sind deswegen negativ besetzt, weil sie von Menschen, die Engagement per se für verdächtig halten, mit aller Macht so besetzt wurden. Kein anderer Grund. Keine Frage, auch Menschen, die etwas gutes wollen, schiessen mal übers Ziel hinaus, aber die Aggressivität, der Menschen, die das für eine schlechte Sache halten, ist dann doch zu 100% unbegründet (ausser vielleicht Angst um irgendwas zu haben, was man zu besitzen meint, wie Nationalität o.ä.). Und #Gamergate war nun wirklich vor allem erschreckend von Seiten der Gamer und Trolle. Völlig aus dem Ruder gelaufen. Das soll es aber auch sein.

          Wenn du den Film nicht magst, okay. Dann ist das dein Ding. Das du da Angst um Männer hast finde ich etwas sehr absurd. Und dein Qualitätsurteil ist in Angesicht des massiven, ungerechtfertigten Shitstorms blanker Hohn. Sorry.

          • McGuffin 4. 8. 2016 at 12:24

            Hi Nilz,

            danke für die Antwort. Du selbst hast die Diskussion angestoßen, als Du den SJW-Aspekt als Begründung reingebracht hast. Hinsichtlich Pejoration der Begriffe „SJW“ und „Gutmensch“: sehe ich anders. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Was gute(?) Intentionen und die Apologetik des „Überschießens“ angeht, so zitiere ich mal Kurt Tucholsky: „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“
            Mir eine „[absurde] Angst um Männer“ anzudichten führt am Kritikpunkt gänzlich vorbei. Diffamierender Sexismus ist für alle Geschlechter abzulehnen. Und, mit Verlaub, ob der Shitstorm im Falle dieses Films gerechtfertigt war oder nicht, ist individuelle Ansichtssache. Wie auch Deine und meine Kritik.

  • Reply Baum 4. 8. 2016 at 11:01

    Wann gab es denn hier zuletzt mal eine 4 Sterne Bewertung bei einem Nichtanimationsfilm (Disney und so)?
    Sieht für mich nach einer Trotzbewertung aus. Der Rest der Filme bekommt hier immer nur 2-3 Sterne.
    Ich schau mir das heute Abend mal an und bin gespannt, ob er wirklich so gut ist, wie du mir hier versuchst zu verkaufen.
    Und ich finde es toll, dass man vier taffe Mädels in der Hauptrolle hat!!!

    • Reply Nilz N Burger 4. 8. 2016 at 11:13

      Sorry, kein Trotz, sondern meine Meinung. Ich hab mich schon seit dem Trailer auf den Film gefreut. Ich hab nur auch länger keine Reviews mehr hier geschrieben. Wenn du meine durchguckst (wir sind ja fünf verschiedene Autoren) wirst du feststellen, dass ich auch gerne vier Sterne an besonders gute Filme vergebe. It´s that simple.

      • Reply Baum 4. 8. 2016 at 23:31

        Ok, bin bei dir.
        „Paul Feig ist ein Film gelungen, der Spaß macht. Der auch an einer kleinen Nostalgieschraube dreht, aber nie zu aufdringlich.“
        Confirmed! Sogar sehr großen Spaß! Lachend, klatschend und tanzend im Kino!!!1!!!eins
        Gigantisch!
        Starke Review!

  • Reply Alex 4. 8. 2016 at 12:19

    Bei dieser Kritik bekomme ich ziemlich Bauchschmerzen. Die „Anti-Frauen-Kritik“ stand bei dem Trailer überhaupt nicht im Vordergrund, das waren, wie jemand anders schon schrieb, Trittbrettfahrer, die das ganze für sich ausnutzen wollten. Den meisten ging es darum, dass der Trailer extrem schlecht gemacht war – und dabei soll so ein Trailer doch Lust darauf machen, sich einen Film anzusehen. Sony hat das ganze dann so hingedreht, als wären alle, die den Trailer nicht mögen, sexistische Frauenfeinde. Man denke nur an die Kampagne, die James Rolfe („Angry Video Game Nerd“) abbekommen hat. Er wurd als Sexist verunglimpft und seine Frau mit in die Schmutzkampagne reingezogen, dabei hat er lediglich in einem ruhigen Tonfall erklärt, dass er sich den Film nicht ansehen wird, da er offenbar nicht für ihn gemacht sei (was nicht an der weiblichen Besetzung lag, sondern an der Stimmung, die in dem Trailer dargestellt wurde).
    Ich verstehe ihn und werde den Film ebenfalls nicht ansehen. Es gab in dem Trailer nichts, was mich gereizt hätte, mir den Film anzuschauen. Tja, und jetzt bin ich persönlich wohl dran Schuld, wenn es davon keine Fortsetzung gibt. Ach ja, und ein böser Sexist bin ich auch noch.
    So einfach ist die Welt…

  • Reply Mello 5. 8. 2016 at 0:18

    Hab ihn gerade im Kino gesehen – bis zum Schluss mit den singenden echten Fans :)
    Der Film gefällt mir als GB-Fanboy wirklich sehr gut. Habe mehrmals lachen müssen und die Geisterjagszenen haben mir sehr gefallen. Genau diw richtige Mischung aus Grusel uns Komödie – so wie ich einen Ghostbusters gerne habe! Und Kate McKinnon als Holtzmann ist wirklich die geilste xD
    Werde auf jeden Fall ein zweites Mal reingehen :)

  • Reply BlogFrei 5. 8. 2016 at 1:03

    Muss man nicht unbedingt ernst nehmen aber zum lachen taugt es allemal: http://redlettermedia.com/scientist-man-analyzes-ghostbusters-2016/

  • Reply Mr FoX 5. 8. 2016 at 10:04

    Warum ist ein Reboot von Ghostbuster besser bewertet als Deadpool?

    • Reply guenzbert 12. 9. 2016 at 18:48

      Weil Sony mehr Geld überwiesen hat als Fox ;)

  • Reply pauliborn 5. 8. 2016 at 10:19

    Zur Kritik Kritik: JA! Stimme ich allem zu. Es ist auch ein hartnäckiges Gerücht das Feig und Co alle in einen Topf geschmissen haben. Das ist leider zum Teil richtig, nach dem ersten (nun wirklich grausam geschnittenen) Trailer haben sich einige irgendwie auch zu Recht beschwert und kamen mit unter die Sexismuskeule.
    Aber: Ich habe Feig seit der Ankündigung auf Twitter verfolgt weil ich gerne Concept Arts etc sehe mach ich das bei Regisseuren deren Projekte mich interessieren sehr gerne. Und ab dem Tag an dem klar war das vier Frauen übernehmen würden herrschte tiefstes Mittelalter unter ALLEM was er veröffentlich hatte. Das war wirklich nicht mehr feierlich oder zu belächeln oder sonst etwas, das war wirklich wirklich schlimm. Ich will gar nicht von der Hand weisen das Sony das vielleicht sogar unter dem Banner „Presse ist Presse“ für sich genutzt hat, aber eines muss klar sein… Viele viele Menschen haben sich benommen wie die letzten Schweine und das Feig und Co später aufkommende Kritik mit in den Topf geschmissen haben war ein großer Fehler, der sich aber schon daraus erklärt das sie mit Sicherheit schon lange vor der Trailerkritik auf Finger in die Ohren und Fickt Euch gestellt haben, was ich wirklich gut nachvollziehen konnte, keine der Kommentarspalten konnte man mehr lesen und das ist auch einfach nicht deren Job. Wie gesagt, ein Fehler, aber nachvollziehbar.
    Zum Film. Ich bin leicht unter dir Nilz, gebe ihm 3/5 was aber immer noch besser als der Durchschnitt ist. Der Film hat über weite Ecken Spass gemacht, mir blieb nur einfach hängen das man aufgrund des gewollten Alt-Fan-Pleasings zu viel Potential für einen wirklichen Teil 3 verschenkt hat. Ich hätte mir gewünscht das die vier Frauen in das Ghostbusters Franchise (nicht das Hollywoodfranchise sondern als Teil der Story) aufgrund ihrer Lebenssituation einsteigen und belächelt von allen in ihr Abendteuer rauschen. Franchise so im Sinne der 80/90 mit ner Ecke die man aus nem alten Sciencemagazin ausschneiden und einschicken muss für mehr Informationen. Mit Gastauftritten der alten Charaktere die schon lange nicht mehr im Business sind, oder was damit zu tun haben wollen (hier wäre Venkman/Murray nun wirklich gut aufgehoben gewesen).
    Aber wie gesagt, einiges wurde richtig gut gemacht und ja, Thor war fantastisch :) Das ist auch kein umgekehrter Sexismus, der Film brauchte eben eine Trottelrolle, egal ob Mann oder Frau und die war mit dem sonst so smarten Actionhelden als etwas sehr einfach gestrickter Sekretär perfekt besetzt. Zumindest in O-Ton sieht man ihm wirklich an das die Rolle mega Spaß gemacht haben muss :)
    Letzter Vorwurf, der geht aber direkt an Hollywood im speziellen und an all die Stock im Arsch Menschen da draussen… was dem Film natürlich fehlte, da können aber Feig oder Sony nix dafür, ist der „alte“ Humor bestehend aus Schimpfworten, Kippe fällt aus dem Gesicht, Alkohol, Sex usw usf. Ghostbusters das Original würde in den USA heute als R-Rated ins Kino kommen und den Kindern vorenthalten werden und irgendwie habe ich das Gefühl das das manche Menschen bei uns auch wollen. Herrje, bitte nicht….

  • Reply Leelo 5. 8. 2016 at 11:38

    Also ist die 80er Jahre Filmwelt nun nicht in einem schwarzen Loch verschwunden nur weil Personen ohne Penis ein Protonenpäckchen tragen und benutzen?!

    Ich werde aber trotzdem bis zum Heimkino Release warten und dann sehe wie schlimm oder eben nicht es sein wird.

    Leider wird der Film für mich immer mit dem faden Beigeschmack verbunden sein das es 2016 immer so viel Deppen gibt die glaube es ist 1950. Danke dafür ihr Idioten

  • Reply Silencer 5. 8. 2016 at 12:43

    Ich bin fast nie mit Nilz einer Meinung, aber das hier ist einer der seltenen Fälle. Er trifft die Sache auf den Punkt. Der Film ist kein Meisterwerk, aber gelungen, und der Cast einfach großartig. Ich für meinen Teil würde gerne mehr von den Ghostbusters in der Besetzung sehen.

  • Reply KeomaNullZwei 7. 8. 2016 at 8:55

    Verdammt doofe Situation. Da geht unsereiner, den inneren Verriss schon in der gedanklichen Tasche, ins Kino und ist dann schockiert, dass der Film mehr als okay ist. Eigentlich ist er eher das, was ich von nem gelungenen Blockbuster erwarte. Die Trailer fand ich allesamt furchtbar. Wirkten auf mich wie furchtbarer Verklemmthumor („…jede Ritze…“ höhö) mit Brachialdoofheit vermischt. Aber dann im Kontext des Gesamtfilms, wirklich mehr als nur stimmig. Bedaure es jetzt tatsächlich, dass es hier aufgrund des Misserfolgs wohl keine Fortsetzung geben wird. Aber für die Zukunft ist das Werk eine Warnung an uns alle. Haltet euch von dieser zuweilen fast schon faschistischen Nerdkultur aus dem Internet fern. Das verselbstständigt sich irgendwann immer und niemand wagt mehr eine andere Meinung zu vertreten, aus Angst im Shitstorm zu landen.

  • Reply Ghostbusters (2016) | Schnauze, Lübke! 8. 8. 2016 at 0:13

    […] spielen – unglaublich. Einige der schlimmsten Ausbrüche haben die Fünf Filmfreunde hier gesammelt. So viel Hass kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt einige Reboots, die mich nicht […]

  • Reply Nico 9. 8. 2016 at 0:00

    Ich kann der Kritik nur zustimmen. Der Film hat seine Längen. Gerade die erste gefühlte halbe Stunde ist sehr langsam und man fragt sich, ob der Film jemals noch Fahrt aufnimmt und das tut er dann glücklicherweise. Fast schon zu viel, denn das Ende ist etwas zu schnell vorbei, aber gut. Das Team funktioniert meiner Ansicht nach besser zusammen als es das Original-Team tat. Da stimmt die Chemie und auch das bisschen Charakterzeichnung ist einigermaßen gut gelungen. Manche Gags zünden nicht, andere dafür umso mehr und am Ende ging ich gut gelaunt aus dem Kino und musste immer wieder über ein paar der Scherze kichern. Auf meiner persönlich Rangliste liegt der Film hinter dem 1984-Ghostbusters, aber weit vor dem zweiten Teil. Hoffentlich gibt es hiervon in ein paar Jahren eine Fortsetzung.

  • Reply Tom 10. 8. 2016 at 11:03

    Unterschichten-Ghostbustersfilm, der nicht annähernd den Kult und Charme der trashigen alten Filme erreicht. Naja, wer’s mag… Nur bitte nicht mehr über die Qualität von Hollywoodfilmen schimpfen, wenn man gleichzeitig Leuten wie Paul Feig & Co. die Taschen vollmacht.

    • Reply Nilz N Burger 12. 8. 2016 at 11:47

      Cool, „Unterschichten-Ghostbustersfilm“. Kann halt nicht jeder intellektuelle Speerspitze sein, so wie du, ne?

      • Reply Tom 23. 8. 2016 at 21:55

        Ich muss zugeben, das ist schon eine Bürde, wenn um einen herum alle über Fotzenfurzwitze lachen und man selber nur weinen möchte, angesichts des verschenkten Potentials der Ghostbusters . Vielleicht muss man auch 5 Promille haben, keine Ahnung. Aber wie gesagt, wer’s mag, darf natürlich darüber lachen und sich gut unterhalten fühlen. Stichwort „kollektives Gehirnversagen“.

  • Reply Mädchenmannschaft » Blog Archive » Who you gonna call? GHOSTBUSTERS! 12. 8. 2016 at 14:40

    […] denn dieses Mal soll es nicht vier Helden, sondern vier Heldinnen geben. Das hat ziemlich viele Leute (hust, hust, Typen) aufgeregt, weil die Kindheitserinnerungen nun anscheinend entheiligt würden. Jetzt wollen Frauen auch noch […]

  • Reply Mike 13. 8. 2016 at 23:20

    Komme gerade aus dem Kino und ich muss sagen, ich fand den Film eher so naja. Das hat noch nicht mal etwas damit zu tun, dass das neue Team ausschließlich aus Frauen besteht. Vielmehr ging mir die Art, wie die Figuren angelegt waren, nach einer gewissen Zeit gehörig auf die Nerven. Vor allem Kate McKinnon fand ich extrem unlustig und die Art, wie ihre Figur angelegt ist, ging mir schon in den ersten Minuten gehörig auf den Sack. Nun, dies ist natürlich Geschmacksache, aber mir waren die Dialoge vor allem zwischen den Hauptfiguren irgendwie zu albern.
    Ist ein netter Familienfilm, mehr nicht. Das war der Ur-Ghostbusters von 1984 auch, aber er war irgendwie anders und mir fällt es echt schwer zu sagen, was genau anders war. Da muss ich vielleicht noch mal ein bisschen drüber nachdenken…

    Vielleicht liegt es daran, dass ich beim Ansehen des Ur-Ghostbusters 30 Jahre jünger war, aber wenn man mich fragt, ob ich mir eine Fortsetzung mit dieser Besetzung ansehen würde, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen: Leider nein.

  • Reply Ghostbusters (2016) | Marks Filmblog 15. 8. 2016 at 10:43

    […] Die Fünf Filmfreunde 3,5/5 […]

  • Reply Ronert 15. 8. 2016 at 11:01

    Hab micj sehr auf den Film gefreut. Seit der Ankündigung und noch mehr seit dem ersten Trailer. Mir egal ob Frauen oder Männer Ghostbusters sind.
    Trotz allem fand ich den Film relativ unlustig und musste zig mal auf die Uhr sehen wann er denn endlich aus ist. Was schade ist, denn ich mag die Darstellerinnen im Prinzip alle gern und hatte schon große Hoffmungen in den Film gesteckt. Einzig die Effekte fand ich gut. Das war schon wirklich genial, besonders Ende.

    Der Rest war meines erachtens schlecht und ich würde niemanden empfehlen den Film im Kino anzusehen.

  • Reply Mistelzweig 21. 8. 2016 at 5:01

    Sehr schönes Review Nilz. Mir hat der neue Film sehr gut gefallen. Der Shitstorm hat meine Sicht auf die alten Filme leider dezent beschädigt, da mir aufgefallen ist, wie überzogen der damalige schrullige Machohumor besonders von einigen Berufshatern glorifiziert wird. Hat mich früher nie gestört, wohingegen ich jetzt ein Geschmäckle leider weniger gut wegschieben kann und will. Leider hat der absurde Shitstorm um den Film in erster Linie eines offenbart und das ist der bedauernswerte Umstand, dass es 2016 gefühlt sogar noch mehr verbohrte Spießer gibt als in den Jahrzehnten zuvor. Neue überkonservative Welle und ganz viel Paranoia? Leider definitiv auszumachen. Finde ich persönlich ungemütlich, stressend, lästig und albern. Dieser völlig harmlose Film wurde von den Vorabkaputtmobbern zu einem pervers lächerlichen Politikum aufgeblasen. Man stelle sich dieses als einen 10 Kilometer hohen Sack mit prall gefüllten Mutantenbullenklöten vor. Darauf eine fette Aufschrift: „Egoismus und Gehässigkeit rockt!“ Die 90s sind vorbei und „Es ist geil ein Arschloch zu sein“ scheint leider einfach nicht mehr auszureichen. Kann man alle Hater in diesen Sack packen? Ja. Deswegen nennt man sie ja mit Recht Hater. Seriöse Kritik und die Leute, die sich diese auf Grund von einem Minimalmaß an Vernunft zu eigen machen können, mal außen vor gelassen. Man hätte den Film bei Desinteresse oder Missfallen nämlich auch souverän ignorieren können, wenn man willig gewesen wäre. Funktioniert bei anderen Franchises ja im Allgemeinen ebenso bestens. Bei Ghostbusters ging das aber wohl nicht. Da ist der unablässig nachtretende Hater lieber dauerkreuzbeleidigt wie ein Primelchen, was man eigentlich lieber den bösen SJWs als ungeliebte Eigenschaft in die Schuhe schieben will.

  • Reply Ghostbusters (2016) – Extended Cut | FilmkritikenOD 2. 12. 2016 at 19:04

    […] | Das Film Feuilleton (positiv) | Die fabelhafte Welt der Aurea (perfekter Sommerblockbuster) | Die Fünf Filmfreunde (mittelprächtig & mittel lustig) | Die Nacht der lebenden Texte (kurzweiliger Sommerspaß) | Der Albrecht (jede Menge Spaß) | Der […]

  • Reply Ghostbusters (2016) - Paul Feig - @Mark8031 8. 3. 2017 at 15:49

    […] Die Fünf Filmfreunde 3,5/5 […]

  • Kommentar hinterlassen