Features Review

Rogue One – A Star Wars Story – Die Kritik

Standard, 14. 12. 2016, Batzman (Oliver Lysiak), 13 Kommentare

rogueone_onesheeta

Rogue One ist fertig und damit der zweite Star Wars Film der neuen Produktionen und der erste der ehemals Anthology betitelten Reihe von Stand-Alone Filmen, die mittlerweile in „A Star Wars Story“ umbenannt wurde. Und tatsächlich hält sich Lucasfilm an sein Versprechen abgeschlossene Geschichten zu erzählen, denn Rogue One macht deutlich, dass hier nicht auf ein Sequel spekuliert wird. Doch dazu später mehr.

Zunächst mal natürlich die Frage: Taugt der Film was? Regie führt immerhin Gareth Edwards, ein ehemaliger Special-Effects-Artist, der mit Monsters einen Indie-Überraschungshit ablieferte und sich mit Godzilla im Mainstream etablierte. Skepsis war insofern angebracht, da Edwards zwar mit Effektszenen und Kameraarbeit durchaus überzeugen konnte, bisher war seine Schauspielführung und alle Dialogszenen allerdings ziemlich schwach. Gerade die Militärszenen in Godzilla ließen mich nicht gerade zuversichtlich Richtung Rogue One schauen, da es in der Star Wars Story ja ebenfalls um militärische Auseinandersetzung gehen sollte. „We’re bringing the war back to Star Wars“ war einer der Sprüche mit denen der Film 2015 angekündigt wurde.

Doch zum Glück ist Gareth Edwards zum Einen ein extremer Star Wars Fan, dessen Begeisterung für die klassischen Filme soweit ging, dass er früher mal zu den Drehorten nach Tunesien reiste und sich extra blaue Lebensmittelfarbe mitnahm, um dort stilecht Blue Milk trinken zu können. Zum Anderen scheint die neue Lucasfilm Story Group sich positiv auf die neuen Filme auszuwirken und das nicht nur weil plötzlich auch weibliche Figuren in Star Wars vorkommen.

Und so erscheint es im Rückblick auch eine gute Entscheidung, dass Luscasfilm sich im Sommer nochmal für einige Nachdrehs entschied, um die Stimmung des Films mehr in Richtung Abenteuer, denn düsterem Kriegsfilm zu trimmen. Ob jetzt Edwards oder doch Tony Gilroy dabei bestimmend waren bleibt wohl Lucasfilms Geheimnis, unstrittig ist aber, dass Gilroy nicht unbedeutenden Einfluß auf den letzten Akt des Films hatte, der in Edwards Version wohl zu finster geraten war.

Wobei Rogue One trotzdem der wohl düsterste Film der Reihe geworden ist. Was aber nicht stört, denn er wirkt stimmig und die humorvollen Elemente entspringen den Figuren und der Situation und sind keine unangenehme Unterbrechung wie die CGI-Slapstick-Einlagen der Remastered Versionen und der Prequels.

Minor Spoiler – seid gewarnt

Düster ist der Film, weil er ein Himmelfahrtskommando schildert, die Dreckiges Dutzend Version der Story von wenigen Rebellen-Haudegen, die sich gegen alle Wahrscheinlichkeit entschließen die Baupläne des Todessterns zu stehlen – und damit überhaupt die Grundlage für Episode IV legen. Denn Luke hätte kaum etwas bewirken können, wüsste er nicht, wo er genau sein Torpedo hinschießen muss.

Rogue One erklärt nicht nur wie genau die Pläne gestohlen wurden, er beendet auch die fast vierzigjährigen Witzeleien darüber, dass die Designer des Todessterns diesen sehr unklugen Selbstzerstörungsknopf eingebaut haben. Jetzt wissen wir: It’s not a bug, its a feature. Mit der Erklärung dieses Features und wie es Zustande kommt, schafft der Film es obendrein über die reine Planklau-Aktion hinaus einen Bogen zu finden, der die neuen Figuren etabliert und ihre Hintergrundgeschichte anschaulich erzählt. Denn Rogue One muß es schaffen eine bunt gemischte Rebellen-Truppe einzuführen, ohne den Luxus in Folgefilmen noch etwas ergänzen zu können.

Erstaunlicherweise nimmt sich Edwards dafür ausreichend Zeit und widersteht der Versuchung ein reines Action-Spektakel abzuliefern. Ja es dauert sogar recht lange, bis es das erste Mal zur Sache geht. Obwohl Rogue One spektakuläre Szenen zu bieten hat und gerade im Finale auch ordentlich geballert wird, dominieren oft die Charaktermomente, wenn wir Jyn, Cassian und die anderen kennenlernen und erfahren, dass die Rebellion auch ihre Schattenseiten hat.

Es wirkt fast wie ein Mittelfinger an Lucas und seine “Han shot first”-Manipulationen wenn Cassian in seiner allerersten Szene kaltblütig einen verängstigten Informanten abknallt, der ihm zur Last wird. Und auch Forest Whitakers rebellischer Rebellenführer Saw Gerrara (eine Übernahme aus der Clone Wars-Serie) ist eine durchaus zwiespältige Figur, die lediglich unter Whitakers bisweilen etwas alberner Darstellung leidet, die schon im Original exzentrisch ist, aber in der deutschen Synchronfassung an den Rand der Selbstparodie gerät.

Wer sich im Krieg befindet, der bleibt selten moralisch unbefleckt. Das ist keine neue Erkenntnis, aber sie wird in Rogue One angenehm thematisiert ohne zu dominieren. Dazu gehört auch die Humanisierung des Kanonenfutters, die bereits in Episode 7 begann: Rogue One lässt einen selten Vergessen, dass unter den Stormtrooper-Uniformen Menschen stecken und keine anonymen Maschinen. Was nicht bedeutet, dass sie nicht im Dutzend niedergestreckt werden, aber es tut der Reihe gut zu zeigen, dass die Toten auf beiden Seiten etwas bedeuten.

Technisch und optisch ist Rogue One eine Frischzellenkur, denn auch wenn er die Tropen der Reihe kennt und zitiert, wagt er doch Neues und schafft somit eine spannende Alternative zum etablierten Look. Selbstbewusst enttäuscht er Erwartungshaltungen und verlässt sich nicht darauf, die Fans alleine mit Titelfanfare und Intro-Crawl schon in Extase zu versetzen.

Passen diese bei den Episoden, die ja eine durchgehende Sage bilden gut, ist es schön zu sehen, dass ein Film sich auch ohne diese klassischen Elemente nach Star Wars anfühlen kann. Immer wieder spielen Edwards und sein Kameramann Greig Fraser mit bekannten Bildern um sie dann zu verändern oder in anderen Kontext zu setzen. Wenn sich zu Beginn eine eckige Form ins sternengesprenkelte Bild schiebt, ist es diesmal kein Sternzerstörer oder überhaupt ein Raumschiff, sondern ein Planetenring.

Interessant wird es auch immer dann, wenn die Rogue One Story sich manchmal bis auf Milimeter Episode IV annähert. Bisweilen stellt sich ein “Back to the Future 2”-Gefühl ein, wenn wir miterleben wie nebenher Ereignisse ablaufen, die wir aus dem Klassiker kennen.
Selbst Fanservice wie der Mini-Auftritt von Ponda Baba und Dr. Cornelius Everzan, das berüchtigte Duo das Luke in der Cantina anpöbelte und von Obiwan zurechtgewiesen wurde, ist charmant genug umgesetzt um nicht zu nerven.

Denn natürlich wimmelt der Film von Zitaten auf die Klassiker. Natürlich schwelgt Rogue One im altmodischen 70er Jahre-Star-Wars-Design mit dreckiger Technik und groben Schaltkonsolen und Datenspeichertechnik, die das wohl Unpraktischte ist, was im SciFi-Genre zu finden ist. Aber Logik war ja nie die Stärke der Saga und gäbe im Star Wars Universum Internet und Dateianhänge, wäre die ganze Story wohl deutlich unspektakulärer mit ein paar Mausklicks erledigt gewesen. Doch was soll’s: Der Dauer-McGuffin der wichtigen Pläne hinter denen alle her sind, reicht auch diesmal, um ausreichend Motivation für die Protagonisten zu liefern.

Und so gelungen die meisten klassischen Referenzen sind (und ja nichtmal Jimmy Smits als Prequel-Übernahmen Bail Organa und Genevieve O’Reilly als Mon Mothma stören wirklich) – die Entscheidung zwei klassische Figuren als CGI-Figuren wiederzubeleben werden wohl polarisieren. Einerseits ist es natürlich logisch, dass in einem Film, der den ersten Todesstern behandelt, Admiral Tarkin, damals gespielt von Peter Cushing vorkommt. Das Problem ist allerdings, dass er sich weniger leicht ersetzen lässt, denn während Darth Vader theoretisch von jedem Hünen im Kostüm verkörpert werden könnte, ist Cushings markantes Habichtgesicht sehr deutlich mit seiner Person verbunden und würde bei Neubesetzung zumindest für Irritationen sorgen, da Rogue One ja quasi fünf Minuten vor Episode IV spielt.

Cushing starb bereits 1994 und doch ist er als digitale Version seiner Selbst in Rogue One zu sehen – und zwar nicht in einem winzigen Cameo (wie eine andere Figur) sondern in einer tragenden Nebenrolle mit vielen Dialogszenen. Und so gut die digitale Technik mittlerweile auch ist: Das CGI-Double schafft es nie im Vergleich mit den menschlichen Schauspielern im Bild vollends zu überzeugen. Selbst wenn man die ethischen Implikationen digitaler Klone außen vor lässt (was nochmal eine völlig andere Diskussion wäre), bleibt das irritierende Moment, dass sie immer noch eher wirken wie die Figuren aus Triple-A Videogames, denn wie ganz reale Schauspieler. Der Tarkin aus Rogue One wirkt immer leicht überanimiert, hat zuviel Mimik, seine unsteten Augen zucken und wandern viel zu viel herum, während der reale Ben Mendelsohn als Orson Krennic neben ihm steht und einfach wie der Mensch aussieht, der er ist.

Wäre es besser gewesen Tarkin rauszulassen? Umzubesetzen? Oder nur im Halbdunkel agieren zu lassen? Perfekt scheint keine Lösung und ich will die Macher nicht verdammen für die Entscheidung ein digitales Double zu nutzen, aber es bleibt ein irritierendes Element – wenngleich die Beziehung zwischen ihm und Krennic durchaus gelungen ist.

Denn Rogue One erschafft mit Director Orson Krennic einen wirklich spannenden Bösewicht, der einen faszinierenden Gegenpol zu einem Berufsbösewicht wie Tarkin oder dem Imperator bildet. Krennic ist ein Emporkömmling, ein Karrierist, ein Speichellecker. Einer der sich selbst als freundlichen Vatertyp sieht, der aber skrupellos und unbarmherzig seine Ziele durchsetzt und peinlich genau darauf bedacht ist, dass das Imperium auch wertschätzt was er mit dem Projekt Todesstern erreichen will.

Mendelsohn spielt Krennic dabei in einer Mischung aus Jovialität, Pedanterie und fast sadomasochistischer Ergebenheit. Wenn er von Vader diszipliniert wurde, aber im Amt bleiben darf, dann liegt auf seinem Gesicht ein fast frivoles Lächeln. In einem Imperium der gesichtslosen Befehlsempfänger ist er der Streber der es gar nicht erwarten kann befördert und selbst in den oberen Zirkel der Macht aufzusteigen. Er ist kein eiskalter, in sich ruhender Schurke sondern ein emotionaler Widerling und damit eher ein Hans Landa als Darth Maul.
Damit sorgt er auch dafür, dass Rogue One trotz der düsteren Prämisse, trotz apokalyptischer Zerstörungsszenen und eines finalen Endes nie wirklich dunkel und deprimierend wird. Die Schurken behalten ihren leicht comichaften Charme und wenn die Schluss-Schlacht mit ihrer Schutzschild-Prämisse deutliche Anleihen an Spaceballs nimmt, dann wissen wir, dass Star Wars weiterhin der Franchise ist, der immer auch ein bißchen sympathisch doof sein darf. Für ein paar Sekunden erwartete ich fast, dass sich ein Sternzerstörer in die Weltraumputze verwandelt um die Rebellenschiffe einzusaugen, aber soweit ging es dann doch nicht.

Einer der wenigen Schwachpunkte des Films kommt überraschend: Darth Vaders Auftritt. Gut geschrieben und inszeniert und natürlich von James Earl Jones auch gewohnt eindrucksvoll gesprochen, fand ich den Body-Actor von Vader leider nicht sehr gut. Er spielt Vader mit zuviel Swag, zu beweglich und agil. David Prowse gab der Rolle ob bewusst oder unbewusst immer sehr klotzige Gestik und Körpersprache. Vader war nicht wirklich jemand der sich geschmeidig bewegt, sondern ein bedrohlicher Klotz, dessen spärliche Gestik immer theatralischen Pathos atmete. Die Akteure die ihn hier verkörpern gehen leider etwas zu dynamisch und dadurch verliert Vader einen Teil seiner Bedrohlichkeit. Eine kleine Beckmesserei vielleicht, aber dennoch schade. In der deutschen Synchro fällt zudem auf, wie wenig sich an den alten Synchronstimmen orientiert wurde – ähnlich wie Tarkin klingt auch Vader deutlich anders als in der klassischen Synchro.

Unter dem Stricht bleibt ein Film, der qualitativ ähnlich gut ist wie Das Erwachen der Macht, der oftmals fantastische Ultra Panavision-70-Bilder liefert, mit genau dem richtigen Mix aus epischen Panoramen und handfesten Kämpfen im Handkameralook und einem ordentlichen Score von Michael Giacchino, der nur an wenigen Stellen Williams zitiert und die meiste Zeit erfreulich eigenständig daherkommt. Wobei ihm die martialisch-spannenden Momente mehr liegen als emotionale Szenen – Musikalisch wird es im Finale ein, zwei mal ein bißchen generisch pathetisch ohne die klare Motivarbeit zu bieten, die Williams Score immer auszeichnete.

Wermutstropfen ist einmal mehr die Synchro, die oft wenig passend besetzt wirkt. Felicity Jones wirkt so einen Hauch tussiger als im Original, während der wirklich gelungene neue Droide K2S0 auf deutsch zum reinen Comic Relief wird, dem die sarkastische Härte von Alan Tudyks Performance völlig abhanden kommt. Das in dieser ethnisch sehr gemischten Gruppe auch auf deutsch auch alle Akzente auf der Strecke bleiben, ist ebenfalls sehr schade und lässt die Rebellen weniger interessant erscheinen.

Ignorieren darf man weiterhin die Alt-Right Idioten die zum Boykott aufgerufen haben, weil der Film angeblich linksversiffte, feminazi, schwulen Propaganda ist. Wenn man nicht unterstellt, dass es sich bei Chirrut Imwe und Baze Malbus heimlich um ein schwules Pärchen handelt, wirkt der Film nicht wirklich übermäßig feministisch oder politisch ambitioniert. Ja eine Frau spielt eine relativ gleichberechtigte Hauptrolle neben einem Mann und es gibt auch mehr Frauen als Rebellenpiloten und im Rebellen-HQ zu sehen, aber da sich die restlichen Mitglieder des Himmelfahrtskommandos aus Männern zusammensetzen, dürften auch die weinerlichsten Testostornbolzen wenig Anlaß haben sich über “zuviel Frauen” zu beschweren. Selbstder mittlerweile unverzichtbare Kotau gen China ist hier mit der Besetzung von Donnie Yen und Jiang Wen noch sehr angenehm ausgefallen.

Kritisieren kann man noch am ehesten, dass außer Jyn, Cassian und den übergelaufenen Imperialen Piloten Boodi Rook, die restlichen Figuren eher oberflächlich skizziert werden und im wesentlichen durch ein-zwei Charakterzüge definiert werden. Das bleibt im Einklang mit der Dirty Dozen-Vorlage, macht das Finale aber vielleicht etwas weniger emotional als es hätte sein können.

Rogue One zeigt in jedem Fall die Möglichkeiten der “Star Wars Story”-Filme auf und macht deutlich, wie unterschiedlich sie abseits der epischen Saga-Filme werden können. Star Wars kann existieren ohne Fanfare, Intro-Scrawl, Lichtschwert-Duelle und Jedi. Wenn es gelingt das handwerkliche wie schauspielerische Niveau zu halten, dann freue ich mich schon jetzt auf die Stand-Alone-Filme zu Han Solo & Boba Fett und Obiwan Kenobi.

Hier nochmal die Videoreview für Lesefaule.

*****
Nilz N. Burger meint:

Ja, was hab ich mich gefreut, so kann es doch weitergehen: Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wieder Neues aus dem Star Wars Unversum. Und auch die Möglichkeit, dass es jetzt Spin-Offs geben wird, war mehr als überfällig. Ich freu mich wie Bolle auf Donald Glover als Lando Calrissian im Han Solo-Solo-Film (Hehehehe, den Witz werd ich noch öfter machen).

Jetzt aber erstmal „Rogue One“. Die Trailer waren vielversprechend, auch wenn ich etwas skeptisch war, als ich las, dass Edwards die Regie übernimmt – fand ich schon seinen Godzilla eher misslungen – aber meine Freude über Neues aus dem Kampf Imperium gegen Rebellen überwiegte.

Ich fand „Das Erwachen der Macht“ absolut super, wie viel konnte also bei Rogue One schief gehen? Nun, nicht alles – aber dann doch mehr, als ich dachte.

Die Charakterentwicklung in Edwards Film ist, vorsichtig gesagt, etwas beliebig. Nun war Star Wars nie die Reihe der fein ziselierten Figuren. Es ging eher um schnell anwendbare Stereotype, die man aber ebenso schnell liebgewinnen musste, weil sie in ihrer Vorhersehbarkeit trotzdem irgendwie drollig waren: Der coole Han, die starke Leia, der unsichere Luke. In Rogue One ist das dann eher: Die Tochter Jyn und der Cassian, der in seiner ersten Szene voll krass einen erschossen hat. Für mehr Charakterentwicklung hat Rogue One schlichtweg keine Zeit, denn es muss noch so viel organisiert werden: Der Plan muss ausgeheckt und erklärt werden, die ganzen Nebenfiguren müssen eingeführt werden, das Imperium muss ständige Taktik-Gespräche führen und zwischendurch müssen geträumte Rückblenden von vor 10 Minuten nochmal genau erklären, wer wer ist (wobei, Edwards zu Ehren, das eher wirkte, als wollte da einer vom Studio nochmal mitreden und darauf bestehen, alles für alle nochmal so deutlich wie möglich zu machen…).

Man kämpft sich als Zuschauer also durch eine Menge talking heads, bevor der Kampf (endlich) losgeht. Und der wirkt gut. Modern und trotzdem old school. Aber: Ich möchte nie wieder hören, was Episode VII doch für ein Fan-Service gewesen sei, wenn man das dann nicht auch 100fach über Rogue One sagt. Der Film ist die VIP-Lounge des Star Wars Fanservices. Die ganzen alten Figuren, die mittlerweile etwas grotesk anmutenden, alten Kostüme, die veraltete „moderne“ Technik – kaum eine Szene in der man nicht versucht ist zu sagen: „Da, das kenn ich noch von früher!“ Das ist auch gut so, versteht mich nicht falsch, aber es ist halt vor allem eine Freude für die Fans. Jemandem, der noch nie etwas mit SW zu tun hatte (Ja, diese Menschen gibt es), würde ich Rogue One nicht als ersten Star Wars Film empfehlen, auch nicht als Film zwischen den Teilen, zwischen denen er spielt, sondern genau jetzt. Er ist gleichzeitig altbacken und modern. Nicht der ganz große Wurf. Gut, ein okayer Star Wars Film im Kino ist immer noch ein sensationeller Film, den es sich anzugucken lohnt, aber vielleicht ist Rogue One in der neuen Erzählzeit der Film, für den man die Erwartungen dann doch mal etwas runterschrauben muss.

Was die Performance der Schauspieler angeht: Forest Whitaker ist toll, wie immer. Mads Mikelsen, der anscheinend einen guten Deal mit Disney geschlossen hat – war er doch erst im Sommer der Bösewicht im Blockbuster des Jahres „Doctor Strange“ – überzeugt auch hier in seinen wenigen Szenen. Aber die beiden Hauptdarsteller – naja. Schafft es Felicity Jones noch ihrer dünn geschriebenen Jyn wenigstens ein bisschen Profil zu geben, scheitert Diego Luno leider komplett daran, seinen Cassian irgendwie plastisch werden zu lassen. Er stolpert mit immer gleicher Miene durch den Film, egal ob er in Gefahr ist, sich freut oder jemanden kaltblütig erschiesst – alles geschieht mit der gleichen Gleichgültigkeit. Oder anders gesagt: Oh, du freust dich? Dann sag das doch mal deinem Gesicht. Sorry.

Der Score ist übrigens sehr toll, immer so ganz knapp an den Williams-Original-Liedern vorbei komponiert, das funktioniert wirklich sehr gut. Man meint etwas zu erkennen, dann werden aber ein paar Töne ausgetauscht und man ist etwas verwirrt. Klar, das Statement ist: „Das hier ist Star Wars, aber halt nicht die Hauptgeschichte…“. Das ist auf musikalischer Ebene super gelöst. Der Film sieht auch toll aus, die Raumschlachten haben originelle Momente, etwa wenn die Größenverhältnisse der Raumschiffe verdeutlicht werden sollen oder man die Hyperraumgeschwindigkeit eindrucksvoll verdeutlicht bekommt. Das ist alles allergrößtes Eye-Candy, alleine dafür (und nicht für das überflüssige 3D) lohnt sich der Kinobesuch. Auch für einen der coolsten Darth Vader Auftritte ever! So etwas macht Eindruck auf der Leinwand.

Ich, für meinen Teil, hätte halt nur einfach gerne noch Figuren gehabt, die mir nicht scheissegal sind. Da schwächelt das Drehbuch und da schwächelt dann deswegen leider auch der ganze Film. Star Wars war immer auch großes Gefühlskino. Das ist dieses Spin-Off nicht (und vermutlich ist es genau deshalb eins). Deswegen bin ich seltsam unzufrieden aus dem Kino gekommen und kann mich nicht so richtig begeistern. Es wirkt ein bisschen wie ein überlanges Lets Play: In Videospielen sind die Cutscenes mit der Charakterentwicklung und Backstory ja auch meistens etwas zu lang und zu schlecht, aber man freut sich dann auf die Action. So hab ich das auch hier empfunden. Aber ich guck ihn nochmal. Versprochen. Vielleicht packt er mich ja beim zweiten Mal. Denn ey:

Es ist immerhin Star Wars!

You Might Also Want To Read

Erste harsche Kritiken: Ist The Hobbit der neue Phantom Menace?

4. 12. 2012

Minireviews: Blue Valentine, Film Socialisme, Midnight in Paris, Herzensbrecher & FFF2011 Nachschlag: The Woman & Cold Fish

8. 9. 2011

Der Sohn von Rambow

7. 9. 2008

13 Kommentare

  • Reply Krempelcast #13: Rogue Ohne Mich – krempelcast 15. 12. 2016 at 10:58

    […] Batz‘ Rogue-One-Review bei 5 Filmfreunde […]

  • Reply Jan 16. 12. 2016 at 6:53

    Boah geht das Geballer am Ende gut ab! Und boah, ist Forrest Whitaker mimimi-mies synchronisiert 😕

  • Reply deraltesack 16. 12. 2016 at 9:15

    Ihr glücklichen, kann erst am Samstag rein… aber freue mich wie bolle und hoffe er ist besser wie Teil sieben, den ich wirklich für mich als alten Star Wars – FAn ( ich war damals im Teil 1 in den siebzigern!!!) enttäuschend fand…

  • Reply aeon 16. 12. 2016 at 17:17

    Ich habe das Ding gestern im Überschwang mit 8/10 bewertet und habe jetzt Zweifel.

    „Spoilers ahead“ könnte ich mir ja sparen, aber ich sag’s lieber nochmal.

    Angesehen habe ich mir die ov – euer Gejammer über die Synchronisation kann ich also nicht beurteilen, gebe aber zu bedenken dass ich außer bei Animationsfilmen in den letzten 25 Jahren keine einzige gute Synchronisation mehr erlebt habe. Ich kanns nicht verstehen, warum das so ist. Zu viel Druck? Zu schlechte Bezahlung?

    Inhaltlich hat R1 bei mir in dem Moment gewonnen gehabt, in dem zum ersten mal klar wird das die noble Rebellion ihren pawns Kriegsverbrechen abverlangt. Und auch wenn oben gemeckert wird: Luna macht das für einen Popcorn-Streifen wirklich gut. Nur seine Stylisten haben das Konzept „Antikriegsfilm“ nicht verstanden. Die Ambivalenz, die entstehen könnte, geht leider fast völlig durch zu propere Hauptdarsteller-Stylings in den Arsch, und möglichweise wirkt Saw Gerrera (hust, billigster sprechender Name seit, äh, Darth Vader?) deswegen auch overacted und clownesk. Trotzdem hat der Film sehenswertes eye-candy, dass zwar mit der Brechstange serviert aber dennoch nicht ganz banal ist. Ich bin gespannt, wie die Schlacht um das faschistische Malediven/Dubai/Imperiumsparadieses, der Angriff durch religiös motivierte Fundamentalisten die an eine Vorbestimmung glauben noch nachwirkt. Auch ist die Zerstörung Jeddahs mit Chedis, geplünderten Tempeln, Streetfood-meets-Blackhawk-Down-Szenen und der versunkenen Bhudda – Pardon: Jedistatue optisch völlig übertrieben, aber dadurch inhaltliche überraschend ambivalent.

    Überhaupt ist der Film viel auf Optik und überladen der Aufnahmekapazitäten aus – es wird aber abzuwarten sein, ob das zu seinem Schaden ist. Ich glaube, ich habe gestern vielleicht das subversivste Stück Star Wars gesehen, das es bisher gibt – aber es funktioniert durch die Geschwindigkeit und die wunderwar fanboi/gawl-Bedienenden eingestreuten Details eben auch als klassisches SW-Popcorn.

    Technisch gibt es kaum was auszusetzen, besonders die 3D-Umsetzung ist für mich dass gelungenste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ich würde die Moff/Leia-Kritik runterfahren: Gesichter sind das Schwierigste, was es gibt. Menschen sind darauf optimiert, Gesichter zu „lesen“, kein Wunder, dass man den Unterschied merkt.

    Tempo/overexplaining-Schwächen im ersten Drittel sehe ich übrigens als langsames Heranführen von Neulingen. Nicht so perfekt, aber auch verschmerzbar.

    Insgesamt bin ich also zufrieden. Viele Details sind Spitze, das Gesamtpaket stimmt. Aber dennoch bleibt ein starker Zweifel: die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt nicht. Jyn ist meist ganz gut dargestellt, zu Cassian siehe oben. Aber zusammen, und leider gerade in den emotionalen Momenten – nix. Ich guck zwei Schauspielern zu, die versuchen einen inneren Konflikt zu zeigen. Die Figuren verschwinden.

    Und das macht meine Erstbewertung direkt nach dem Film falsch. Verdient wären 6/10. Auch wenn der Film sonst tatsächlich aus meiner Fan-Perspektive Spaß macht.

  • Reply Jan 16. 12. 2016 at 18:28

    Ich fasse das jetzt mal wie folgt zusammen: wenn die Rebellenflotte aus dem Hyperraum auftaucht, und verdammt viele X-Wings und Y-Wings richtig Alarm machen, das ist schon n sehr geiler Star Wars Moment.

    • Reply aeon 17. 12. 2016 at 12:55

      Meinst du nicht eher: wenn sich komische Gestalten mit und ohne Kapuzen im Hintergrund verdrücken bevor so’n Tüp mit Kutte drölf Stormtroopers ausknockt? Oder: wenn ein dickes Schott sich in-your-face schließt? Oder: wenn Held*in im Schacht / an Plattform baumelt? Oder: wenn weirdo im Lebenserhaltungssystem chcccchpfüüh-atmet? Oder: wenn in der Ratsbesprechung Emotionen hochkochen?

      Der ganze Film ist ein einziges Starwarsmomentszitat. Mal abgesehen von all den anderen Zitaten, die fast alie nicht übertrieben werden.

      Sie machen das ganz gut, nämlich: en passant. Andere Teams hatten direkt den Walkürenritt mit zitiert, und den Geruch von Nolan. Pardon. Napalm.

  • Reply Derek 18. 12. 2016 at 4:28

    Krass. Selten so asynchron mit leuten gewesen auf deren Meinung ich was gebe. Ich habs als Totalausfall empfunden. Laaaangwierig erzählt, miserabel editiert, und vom Timing so aufgebaut dass mir am schluss sogar wurscht war was (spoiler) den Hauptdarstellern passiert.

    „Meh“ hoch zehn. Sehr sehr seltsam, bin sonst sehr empfänglich für gutes Entertainment und nehm das alles nicht zu ernst. Aber das war fuer mich echt gar nix.

  • Reply Nico 18. 12. 2016 at 5:25

    Ich fand dem Film fehlen Figuren, die einem wirklich was bedeuten. Klar, es geht gegen das böse Imperium und um die Pläne des Todessterns, die wir aus dem ersten Star Wars kennen, aber die Hauptfiguren sind beliebig; das hat Episode 7 deutlich besser gemacht. So geht einem am Ende auch ihr Tod nicht nahe und das obwohl viel Potential bestunden hätte und auch viel Zeit mit dem Versuch verschwendet wurde, uns ihr Schicksal nahe zu bringen.

    Zu den CGI-Figuren: Ich wusste vorher nicht, dass Leia und Tarkin nicht neu besetzt wurden, sondern digital erstellt wurden. Bei Tarkin ist es mir auch nicht aufgefallen, bei Leia hingegen sehr stark und ich fand auch die Ähnlichkeit nicht sonderlich groß (mein erster Gedanke war: „Da haben sie keine passendere Schauspielerin gefunden?“).

    Tatsächlich hat mich der Film überhaupt nicht mitgerissen und auch nicht so sehr in Stimmung versetzt, wie Episode 7. Die Action war natürlich eindrucksvoll (wobei ich die 3D-Version des ganzen Films wesentlich schlechter fand als beim direkten Vorgänger), aber an vielen Stellen dann auch beliebig und ich hatte den Eindruck sie stand der Geschichte ganz oft im Weg, weil dann doch nochmal eine kurze Action-Sequenz zwischengeschnitten wurde, wo es doch eigentlich direkt mit der Story hätte weitergehen können.

  • Reply Paul Klee 18. 12. 2016 at 15:41

    Habe den Film vor 2 Tage gesehen und etwas sacken lassen.

    Mir hat er gut gefallen, wenn auch nicht so gut wie der letzte Film „Das Erwachen der Macht“. Meine Freundin war mit mir im Kino und ist dabei mehrfach eingeschlafen, während ich mich einfach gefreut habe. Aber erstmal zum Negativen:
    – Am schwächsten fand ich die Charaktere bzw. die Rebellengruppe um die zwei Hauptcharaktere. Schauspielerisch fand ich es ok, aber die Entwicklung der Figuren und insbesondere ihre Interaktion untereinander war flach. Warum schließen sich die Tempelwächter nochmal den Rebellen an? Was empfinden die Figuren zueinander, was verbindet sie? Es ist wie eine neu gegründete Projektgruppe, die zunächst mal auf vertraglicher Basis miteinander zu tun hat, ein paar kennen sich schon, das wars, und dieser Eindruck hält sich bis zum Schluss. Die Darstellung hat gereicht, es waren interessante Figuren dabei und ein zurück gefahrener, super situativer Witz…
    – Es gibt zu wenig ruhige Momente, ständig wird befreit, entführt, geflüchtet, geplant, zerstört, geschossen und flankiert. Ruhige, reflektive Momente waren mir zu wenig. Es ist Krieg.
    – Und der Film präsentiert sich alternativ, experimenteller (was er super schafft), aber ein paar sehr ausgelutschte Ideen sind trotzdem drin: a) allein gelassenes Kind auf ödem Planeten mit großer Zukunft, dem man Leid angetan hat (Häckchen auf Autoren To do Liste) und b) der Todesstern als ultimative Bedrohung (darauf baut die Geschichte auf, ja, aber interessanter macht es das auch nicht…ok, das Teil lässt sich mit 5% Leistung abfeuern, ok).

    Sehr gut fand ich:
    – Die düstere, realistische Stimmung des Films,
    – die verspielte Filmmusik mit guten Pirouetten um die Originalthemen.
    – Die Situationskomik ist toll, K2 zuzusehen macht einfach Spaß, gerade für mich als mittlerweile erwachsenen Star Wars Fan (light)
    – Das Design ist sehr traditionell dennoch hat der Film darüber viele eigene, starke Bilder.
    – Der Film funktioniert ohne Jedis, Lichtschwertkampf. Wenn jetzt die nächsten Filme (teils mit Jedis) ohne Totesstern und Outback-Planeten-Waisenkind auskommen würden wäre ich sehr erfreut.

    Spoiler:

    – Die Überleitung zu Episode 4 am Schluss mit dem sich durch das Schiff schnetzelnden Darth Vader war großartig!

    Also zu blasse Charaktere mit zu wenig Spiel untereinander und einem Mangel an ruhigen Momenten ergeben für mich dennoch im Ganzen einen dunklen und tollen Star Wars Film. Es fühlt sich insgesamt wieder frisch an und ich möchte ich nochmal sehen.

  • Reply Rogue One - A Star Wars Story Videoreview - Die Fünf Filmfreunde 18. 12. 2016 at 16:17

    […] Das volle Review mit Nilz und meiner Meinung zum Film findet ihr hier. […]

  • Reply der alte Sack 18. 12. 2016 at 21:53

    ich war gestern mit meinem kumpel und wir beide leben Star wars. Und meiner Meinung nach ist des der Film der hätte Teil 7 sein können. Endlich mal ein star wars film für erwachsene, kein kindlicher Tier oder piepsender lustiger knuddliger Androide sondern das was star wars (ein Krieg nämlich ) eigentlich ist, die Diktatur gegen die Rebellen und beide seiten sind schlimm in ihren Handlungen. Overaktion der Darsteller? nunja kann man verschmerzen.. die kampfszene am schluss – ein traum für alle Fanboys..
    von mir bekommt der film 123 von 10 möglichen Punkten.

  • Reply Thomas Regner 20. 12. 2016 at 15:15

    So nun habe ich den neuen Star Wars auch endlich gesehen. Muss sagen, dass ich auch ein großer Fan bin. Also für mich war das der bessere Film verglichen mit Star Wars 7. Den fand ich insgesamt gut, dennoch hatte dieser mich eher leicht enttäuscht. Klar kann das auch was mit zu hohen Erwartungen im Vorfeld zu tun haben. Rogue One fand ich hingegen ziemlich gut, würde diese mit 8/10 Punkten bewerten.

    Spannend von vorne bis hinten, trotzdem noch mit ordentlicher Steigerung. An der Story habe ich wenig auszusetzen. Und dass bei einem Kinofilm anders als bei einer Serie jetzt nicht jede einzelne Figur so ausführlich gemalt werden kann ist auch klar und in Ordnung so. Zu viel Action stört mich häufig – doch obwohl hier durchaus eine Menge davon geboten war, war es mir in keiner Weise zu viel. Es bettet sich sinnvoll in den Fluss der Handlung ein. Also: Daumen hoch!

  • Reply derek 23. 12. 2016 at 3:05

    mir ist inzwischen noch ein grund eingefallen, warum mich der film einfach zu keinem zeitpunkt emotional abgeholt hat, und mir die geschehnisse so furchtbar egal waren:

    es ist halt immer wieder auch dieses prequel-problem. ich war noch ganz stolz drauf, dass ich es geschafft hatte, sämtliche informationen zu rogue one im vorfeld zu ignorieren, ich wusste exakt NICHTS über den film. aber in dem moment, wo mir klar wurde, dass es ein prequel zu star wars 1 (korrekt gezählt) ist – bäm. aus die maus. was solls mich noch kratzen wenn ich haargenau weiss wie das ganze endet? was soll ich mich für die charaktere interessieren, wenn ich weiss, dass sie eine gefühlte buchseite umgeblättert später nicht mehr relevant sind?
    und dann kommt die geschichte noch und macht sie aus continuity- und künstlichesdrama-gründen allesamt exakt so platt wie man sichs davor in seinen billigsten „wie werden die die canon-kompatibel wieder los?“ gedanken ausgemalt. so platt plattgemacht wurde ein ganzes ensemble glaub ich zuletzt in dem einen film mit tarantinobuch, wo ihm damals zum ärgerlich wiederholten male wieder kein anderer schluss als „und dann sterben alle!“ eingefallen war. komm grad nicht mehr auf den namen.

    prequels sind ja immer so ne „der weg ist das ziel“ geschichte, aber dafür hat mir in diesem fall einfach zuviel gefehlt. und in 99999 von 100000 fällen ist und bleibt ein bereits bekannter schluss einfach ein massives erzählerisches problem. da hab ich dann ungefähr so kaputtgespoilerten spass wie einstmals bei alien 3, nachdem mein bruder in der warteschlange vor der kinokasse sagte „du weisst schon dass sie am schluss stirbt, oder?“ :)

    das kriegen die meisten einfach nicht hinreichend gewuppt. ist halt nicht jeder james cameron ;) mag man von titanic halten was man will, er war immerhin so weise, zu sagen „ok, ihr ahnt dass das boot am schluss untergeht – aber darum gehts hier gar nicht.“ so funktioniert das.

    wenn aber ein film sagt „ok, ihr wisst dass die pläne am schluss bei den rebellen landen, aber *wir tun jetzt einfach mal so als wäre es trotzdem spannend, ob das klappt oder nicht*“, dann ist das für mich blanke drehbuch-faulheit, die ich dann eben entsprechend auch nicht spannend finden kann.

  • Kommentar hinterlassen