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R.I.P. George A. Romero

Standard, 16. 7. 2017, Batzman (Oliver Lysiak), 1 Kommentar

George A. Romero, der Vater der Zombies ist tot.

Kein guter Tag für Filmfans. Denn der Mann der das Konzept des modernen Zombies massentauglich machte, ist heute im Alter von 77 Jahren an Lungenkrebs verstorben.

George A. Romero, einer der Urväter des modernen Horrorfilms, der nicht nur Splatter hoffähig machte, sondern den Horror vom viktorianischen Schrecken, heraus aus Schlössern und nebligen englischen Mooren in die urbane Welt führte.

Der Filmemacher aus Pittsburgh der von Anfang an galligen politischen Subtext, nicht immer subtil, mit drastischem Horror und sarkastischem Humor verband.
Ohne Romero gäbe es kein Shaun of the Dead, kein Walking Dead und keine Zombie Walks. Ohne ihn wäre die Welt um eines der einflussreichsten Monster ärmer. Denn auch wenn es Zombies schon früher gab, erst er befreite sie vom Voodoo-Ballast und aller Mystik und erschuf das Konzept der stumpfen, untoten Masse – die von jeglichem Glamour der Vampire, aber auch der Tragik des Frankensteinschen Monsters befreit war.

Romero bereitete neben Carpenter und Craven den Weg für die Renaissance des Horrorkinos – und leider mußte auch er erleben, wie andere mühelos die Ernte für das einfuhren, was er einst gesäht hatte. Er kämpfte gegen die MPAA, gegen Zensur und hatte es zeitlebens schwer die Finanzierung für seine Werke auf die Beine zu stellen. Andere wurden erfolgreicher als er, aber seine Werke bereiteten den Weg und inspirierten dutzende Filmemacher.

Danke George für Night, Dawn, Day, Land und alle anderen. Danke für Martin, für Monkey Shines, The Dark Half, Creepshow und The Crazies.

Du wirst fehlen.

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1 Kommentar

  • Reply Okami Itto 17. 7. 2017 at 7:24

    Dahinter geht der Tod von Martin Landau fast unter. R.I.P.
    Wenn jetzt John Carpenter noch abtreten sollte, weine ich nur noch. :(

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