Sam Mendes, Regisseur des neuen 007-Films “Skyfall”, spricht im ersten von hoffentlich vielen Videoblogs zum neuen Bond über seine Beziehung zur Serie und besonders “Casino Royale”. Bilder von “Skyfall” gibt es noch keine zu sehen, aber das ist natürlich nur eine Frage der Zeit. Der Film startet am 1. November in den deutschen Kinos.
Neues von „Machine Girl“ und „Robo Geisha“-Regisseur Noboru Iguchi! Diesmal geht’s um beißendes Sushi und der Film ist laut Trailer voller Sushi Action, Sushi Erotica und Sushi Violence. Kann ja nur super werden!
Hier der neue Trailer für „Battleship“. Schiffeversenken mit Aliens in Transformers-Optik. Schau’ ich mal nebenher beim Abwasch im Fernsehen. Vielleicht.
Bevor hoffentlich bald einmal der erste Trailer zu “Dark Shadows” erscheint (Kinostart bereits im Mai), hat Disney nun immerhin ein Poster zum zweiten Film von Tim Burton dieses Jahr veröffentlicht. “Frankenweenie”, die animierte Langversion des gleichnamigen Kurzfilms, wird Ende des Jahres in die Kinos kommen. Der Stop-Motion-Film vereint Stimmen von (langjährigen Burton-Weggefährten wie) Winona Ryder, Martin Short, Catherine O’Hara und Martin Landau. Die Musik stammt natürlich von Danny Elfman. Unfassbare Vorfreude.
In the 1980′s, Romania’s communist regime reached its most drastic stage. Ceausescu became obsessed with repaying Western loans and with building himself a palace of unprecedented proportions. TV was reduced to two hours of broadcast, focused mostly on praising Ceausescu and the regime’s achievements.
It was then that Irina Margareta Nistor dubbed over 5,000 foreign films that entered the country illegally and were distributed on the black market. Her husky and high-pitched voice became the symbol of freedom. ‘Chuck Norris vs. Communism’ follows the story of the tapes, the lives that were touched by them and the people who made it possible for Romanians to escape their harsh reality through the spectacular world of film.
Schöner Trailer zur Doku „Last Days Here“ über Bobby Liebling, ehemaliger Sänger der Metalband Pentagram, der mit 50 im Keller der Eltern lebt und an der Nadel hängt. Erinnert natürlich sehr an „The Story of Anvil“, sieht aber etwas düsterer und hoffnungsloser aus.
LAST DAYS HERE, the new documentary from Don Argott and Demian Fenton (THE ART OF THE STEAL, ROCK SCHOOL), is a raw yet unexpectedly touching portrait of cult metal legend Bobby Liebling, chronicling his bid to resurrect his life and career after decades wasting away in his parents’ basement.Liebling made his mark in the ’70s as the outrageous frontman of Pentagram, a “street”Black Sabbath whose heavy metal riffs once blew audiences’ minds. But various acts of self-destruction,multiple band break-ups and botched record deals eventually condemned his music to obscurity. Now in his 50′s, wasted by hardcore drug use and living on the charity of his ever-patient mother and father (a former Nixon advisor), Bobby’s music is finally discovered by the heavy metal underground. For over three years filmmakers (and metal musicians) Argott and Fenton are witnesses to his unbelievable journey, following the triumphs and downfalls of this underground icon at the crossroads of life and death.
Hier noch einmal unsere gesehenen Berlinale-Filme dieses Jahr im Wertungsüberblick. Den Gewinner des Goldenen Bären, “Caesar Must Die” von Paolo & Vittorio Taviani, haben wir allerdings ebenso verpasst wie “Just The Wind” von Bence Fliegauf (Großer Preis der Jury). Aber die hatte auch wirklich niemand als potenzielle Gewinner auf dem Schirm.
NILZ N BURGER
JOVEN & ALOCADA (Young & Wild) (Marialy Rivas)
WAS BLEIBT (Hans-Christian Schmid)
BESTIAIRE (Denis Côté)
AVALON (Axel Petersén)
WHAT IS LOVE (Ruth Mader)
RENTANEKO (Rent-a-cat) (Naoko Ogigami)
TWO LITTLE BOYS (Robert Sarkies)
DON – THE KING IS BACK (Farhan Akhtar)
GNADE (Mathias Glasner)
YOUNG ADULT (Jason Reitman)
CHERRY (Stephen Elliott)
IRON SKY (Timo Vuorensola)
THE SUMMIT (Franco Fracassi, Massimo Lauria)
A MOI SEULE (Coming Home) (Frédéric Videau)
JET STRAJKER
CAPTIVE (Brillante Mendoza)
A NIGHT TOO YOUNG (Olmo Omerzu)
KÖNIG DES COMICS (Rosa von Praunheim)
FLYING SWORDS OF DRAGON GATE (Tsui Hark)
EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE (Stephen Daldry)
Ich lese “Musical” und will gerade instinktiv den Browser schließen, Rechner herunter fahren und schreiend rauslaufen, als irgendetwas in mir zögert und stattdessen auf “Play” klickt. Was ich sehe, sieht aus wie “Ok Go – Der Film” und ich freue mich:
Einzelreviews! Ich hatte so viel Material über die jeweiligen Filme, das ich beschloss sie zu einzelnen Videos zu machen. Es geht um das amerikanischen Porno-Drama “Cherry” und Mathias Glasners Aussteiger-Drama “Gnade”. Viel Spass:
Hier ein neuer Trailer zu Snowtown, einem australischen Serienkillerfilm basierend auf wahren Begebenheiten (gedreht an den tatsächlichen Tatorten der Snowtown Murders). Der Film macht seit rund einem Jahr seine runden auf Festivals, ist in Australien schon auf DVD raus und gehört zu meinen Top 5-Lieblingsfilmen des vergangenen Jahres. Jetzt kriegt er doch nochmal ‘nen Kino-Release in den USA, wann der Film hierzulande zu sehen sein wird, weiß ich nicht, aber man hat ja andere Möglichkeiten.
Hier der Plot: „When 16 year-old Jamie is introduced to a charismatic man, a friendship begins. As the relationship grows so does Jamie’s suspicions, until he finds his world threatened by both his loyalty for, and fear of his newfound father figure, John Bunting: Australia’s most notorious serial killer.“
Nachdem wir uns nun alle die Köpfe zerbrochen haben was es mit der Seite Mark of the Spider-Man auf sich hat, ist die Seite inzwischen in die nächste Runde gegangen:
All operatives have been selected and are standing by for further communication.
Stay vigilant, we will be in touch over the next couple of days.
#markofthespiderman
Es hatte sich tatsächlich um einen Countdown gehandelt und jetzt wo alle Countdowns bei 0 angekommen sind. Alex von First Showing war schnell genug um vor Ort zu sein:
Earlier today, countdown clocks under six static boxes on the Mark viral site, each labeled with a city (Atlanta, New York, Denver, Phoenix, Los Angeles, Seattle), expired and the next leg of the Spider-Man viral started quickly. Each city had its own twitter which would send out five different pick-up locations in each city. The first there, who spoke a password to a stationed Spidey guy, would pick up a package and be inducted as an “operative” into the next phase.
Und es ging noch weiter:
I was right down the street, so tossed everything and headed over there, finding a very ominous looking Spidey guy wearing a Spidey hoodie (in sunny LA!). Gave him the password and, thank goodness, this time I was the first to make it there! The prize pack: a black bag containing two hoodies, the same Spider-Man red mark ones worn by the guy (below) who I got them from, and a small cell phone which he said to keep as we’ll be hearing from them for the next portion.
Ein bisschen beneidenswert ist es ja schon. Ich will… Nein, ich brauche so einen Hoodie!
Originaltitel: The Iron Lady
Herstellungsland: GB 2011
Regie: Phyllida Lloyd
Darsteller: Meryl Streep, Jim Broadbent, Anthony Head, Richard E. Grant, Roger Allam, Olivia Colman, Julian Wadham
Weil wohl keine Besprechung des Thatcher-Films ohne Worte schäumenden Sprudels über Meryl Streeps ja so, so eindrückliche Verwandlung zur britischen Regierungschefin auskommen darf, sei gleich vorneweg gesagt: Fieberhafteres Acting wird man dieses Jahr sicherlich nicht mehr im Kino zu sehen bekommen. Wahrlich eisern, jaja, tut sie es Habitus und Körpersprache der Iron Lady gleich, am Rande zur Selbstparodie und in der Anmutung zeitweilig wie eine aufgetakelte Drag Queen auf Amphetamin. Folglich zelebriert dieser Film weniger den Thatcherismus der 80er Jahre, als vielmehr den Streepismus des Schauspielgewerbes: Ein Verkaufsargument namens Mimikry.
Und der Film? Das weiß er selbst am allerwenigsten. Mal versucht “The Iron Lady” die Titelfigur auf vollkommen absurde Art zur feministischen Lichtgestalt im von grinsenden Männerfratzen dominierten Madhouse-Parlament zu erklären (bis hin zur Bildebene: während eines Stromausfalls in einer Kabinettssitzung zückt Thatcher die Taschenlampe!), um sich dann wieder auf deren Darstellung als verwirrte alte Witwe konzentrieren zu wollen, die sich ihren verstorbenen Ehemann noch immer Kreuzworträtsel lösend an die Seite denkt. Thatchers Weg von der Vorsitzenden der Conservative Party zur ersten Premierministerin des Vereinigten Königreichs wickelt der Film mittels einer rund fünfminütigen Zeitmontage gleich noch im ersten Drittel ungalant ab, um nachgerade auch die weiteren politischen Stationen ihres Lebens beiläufig streifen und hinter Unwesentlicherem anstellen zu können.
Phyllida Lloyd, Regisseurin des heiteren “Mamma Mia!”, interessiert sich eben mehr für die Frühstückseier kochende Iron Housewife, als für den Falklandkrieg, die Kopfsteuer oder den IRA-Terrorismus. Einen solch positionslosen, die Verhältnisse geradezu negierenden Film über eine der entscheidenden Führungsfiguren gesellschaftlicher Scherung, unrechtmäßiger Reichtumsverteilung und der wirtschaftlichen Ökonomie des Neoliberalismus in Zeiten von Bürgerprotesten und Occupy-Initiative an den Start zu bringen, kommt schon einer künstlerischen Chuzpe gleich. Allzu grauenvoll nimmt sich die – nicht einmal schematische, sondern schlicht planlose – Inszenierung aus, wenn sie nahezu jede Szene mit einer ansprechend ins rechte Licht gerückten und irgendwelche fancy Catchphrases abspulenden Streep zu beenden meinen muss.
Seine Verzichtserklärung gegenüber Haltung und Stellungsnahme umgeht “The Iron Lady” indes mit einer mehr oder weniger konsequenten subjektiven Erzählperspektive, aus der heraus Thatcher in nächtlichen Anfällen von Demenz und Wahnsinn selektive Ereignisse ihres Lebens in Erinnerung ruft. Eine ganz ähnliche Vorgehensweise zeichnete kürzlich Clint Eastwoods trügerisches Biopic “J. Edgar” aus, das das persönliche und berufliche Schaffen des FBI-Gründers in ein quasi-autobiographisches Framing band. Dieser Kunstgriff jedoch gab dem Film, in dessen Zentrum ja ebenso eine der herausragenden Persönlichkeiten des Konservatismus des 20. Jahrhunderts steht, Anlass zu bitterem Revisionismus, der den Hoover-Mythos gleich noch im Angesichte seines Helden zerlegte.
Warum der hier präsentierte Gedankenstrom hingegen, der letztlich natürlich doch nur einer des Drehbuchs ist, das den Point of View der Titelfigur lediglich behauptet, immer wieder um teils profanste Privatangelegenheiten kreist, mutet dann schon ein wenig merkwürdig an in der vermeintlich greisen Rückschau einer Frau, die ihr ganzes Leben der Politik verpflichtete. Derlei krude narrative Absichten mögen ja vielleicht noch den Mangel an kritischer Auseinandersetzung mit Margaret Thatcher verkleiden, ihrer Person aber werden sie mit Sicherheit nicht gerecht. “The Iron Lady” ist so über alle Maßen banal und austauschbar, wie gerade das politische Wirken der Margaret Thatcher es eben nicht war.
“The Iron Lady” läuft im Wettbewerb der 62. Berlinale als Sondervorführung. Offizieller Kinostart ist am 1. März.
Ein erstes Highlight und das ausgerechnet im ausgelagerten Kinder- und Jugendfestival “Generation”. “Joven y Alocada” ist men jetziger Festivalfavorit. Ausserdem noch “Young Adult”, der neue von Jason Reitman und Diablo Cody (“Juno”) gesehen, der ja jetzt auch anläuft. Leider kein Festivalfavorit. Leider gar kein Favorit:
Hier der erste Trailer zu „Abraham Lincoln Vampire Hunter“. Ich glaub’ ja, das wird ganz großer Müll, aber ansehen werde ich ihn mir. Hier der Plot:
Abraham Lincoln: Vampire Hunter explores the secret life of our greatest President, and the untold story that shaped our nation. Visionary filmmakers Tim Burton and Timur Bekmambetov (director of Wanted) bring a fresh and visceral voice to the blood-thirsty lore of the vampire, imagining Lincoln as history’s greatest hunter of the undead.
Originaltitel: Captive
Herstellungsland: Philippinen 2012
Regie: Brillante Mendoza
Darsteller: Isabelle Huppert, Katherine Mulville, Marc Zanetta, Maria Isabel Lopez, Rustica Carpio
Allmählich kristallisieren sich nach einigen Tagen Berlinale wieder einmal Themen heraus, die in völlig unabhängig voneinander entstandenen Filmen motivgeschichtliche Verbindungen eingehen. Der resultierende Dialog unterschiedlicher und auch grundverschiedener Produktionen kann im Zuge eines solchen Festivalbetriebs nicht nur ganz eigene Reize entwickeln, sondern ermöglicht auch eine vergleichende Beobachtung dessen, wie identische Themenkomplexe im Kino der jeweils vertretenen Produktionsländer aufgegriffen und bearbeitet werden. In diesem Jahr scheint, aus welchen Gründen auch immer, wieder einmal der Terror zum Topthema auserkoren zu sein. Und das in all seinen Facetten: Im Privaten (“A moi seule – Coming Home”), im Unsichtbaren (“Extrem laut und unglaublich nah”) oder im wahr gewordenen Albtraum terroristischer Gefangenschaft: “Captive” heißt er, der neue Film von Brillante Mendoza.
Der philippinische Regisseur gilt spätestens seit seinem Cannes-Erfolg “Kinatay” vor drei Jahren als ein besonderer Liebling der europäischen Festival-Cinéphilie und selbstverständlich auch des so genannten Weltkinos (siehe “The Woman in the Septic Tank”). Das Kernthema seines letzten Films greift Mendoza nun erneut auf: Wie schon “Kinatay” kreist auch “Captive” um Gefangenschaft, Isolation und die vielen Gesichter der Gewalt. Genauso findet sich das Schonungslose, Unmittelbare, Barsche in der wirklichkeitsinspirierten Geiselgeschichte wieder: 2001 entführten Mitglieder der muslimischen Abu-Sayyaf-Gruppe auf einer südphilippinischen Insel mehrere Touristen, um sich an willkürlich gesetzten Lösegeldsummen zu bereichern. Für einen Großteil der Gefangenen dauerte die Hatz durch den Dschungel neun Monate, bis die philippinische Armee endlich erfolgreich einschritt.
Die Historizität des Stoffes spielte bei mir in der Betrachtung des Films ehrlich gesagt keine Rolle, ob und wie weit sich Mendoza an den Ereignissen abarbeitet oder sich mit seiner teils recht genreartigen ästhetischen Herangehensweise vielleicht auch an ihnen vergeht, sollen und werden die Feuilletons genauer untersuchen. Mich hat schlicht die enorm beherrschte Handhabung des Films beeindruckt, die Präzision der Shaky Cam, mit der Mendoza gestalterische Akzente im Treiben des Terrors setzt (über glasklare HD-Bilder), und nicht zuletzt die klugen Anknüpfungspunkte bei der Evokation der Täter-Opfer-Verhältnisse: Immer nur am Rande und damit umso eindringlicher spielt “Captive” unterschiedliche Sichtweisen durch, vom Stockholm-Syndrom bis zum Spiritualismus, und die daraus resultierende emotionale Ambivalenz ist seine wohl größte Stärke.
Beim Publikum rief des Filmemachers Strategie, emotionslos und freimütig immer auch das zu schildern, was abseits des Geschehens vonstatten geht, spürbares Unverständnis hervor. Direkt neben mir spielte sich eine der klischeehaftesten Standardsituationen der Berlinale ab: Zwei betagte Frauen um die 40, vermutlich angelockt von der hochdekorierten Isabelle Huppert (die in “Captive” übrigens absolut famos aufspielt!), zuckten mit jedem im Film abgegebenen Schuss ein bisschen mehr auf. Von “wie schrecklich” bis “das gibt’s doch nicht” war alles dabei, ehe eine von ihnen schließlich ihre Sachen packte und sichtlich verstört das Kino verließ. Irgendwas muss der brillante Mendoza sehr richtig gemacht haben.
“Captive” läuft im Wettbewerb der 62. Berlinale. Weitere Vorführungen:
Es tut mir leid, aber ich hab “Iron Sky” gesehen. Und es tut mir wirklich leid.
Dann hab ich noch “Avalon” gesehen und das tut mir nur ein bisschen leid.
Übrigens ist mir aufgefallen, dass ich den Fan-Trailer zu “Worst Case Scenario” immer irgendwie viel interessanter und goiler fand, als den zu “Iron Sky”. Aber maybe that´s just me. Mehr als 2 Sterne würd ich dem aber nicht geben. Warum, das erkläre ich euch hier:
//www.fuenf-filmfreunde.de/”>Filmfreunden: The Onion, man muss sie einfach lieben: Meet The Man Inside The Nicolas Cage Costume: „Star Fix has an exclusive interview with the man who has enchanted audiences for the last 30 years playing the delightfully wacky, oversized puppet of Nicolas Cage.“
Den ersten Trailer zu „Beyond the Black Rainbow“ hatte ich hier vor zwei Jahren gebloggt, seitdem läuft der Film auf Festivals hoch und runter und ich habe bislang nur gutes über den Film gehört. Jetzt startet er wohl endlich in den USA im Kino und dürfte dann früher oder später hierzulande wohl auf DVD erscheinen. Besser als gar nicht, denn auch der neue Trailer sieht fantastisch aus.
Set in the strange and oppressive emotional landscape of 1983, Beyond The Black Rainbow is a Reagan-era fever dream inspired by hazy childhood memories of midnight movies and Saturday morning cartoons.
Deep within the mysterious Arboria Institute, a disturbed and beautiful girl (Allan) is held captive by a doctor in search of inner peace. Her mind controlled by a sinister technology. Silently, she waits for her next session with deranged therapist Dr. Barry Nyle (Rogers). If she hopes to escape, she must journey through the darkest reaches of The Institute… but Nyle wonʼt easily part with his most gifted and dangerous creation.
Originaltitel: Ang Babae sa Septic Tank
Herstellungsland: Philippinen 2011
Regie: Marlon N. Rivera
Darsteller: JM De Guzman, Kean Cipriano, Cai Cortez, Eugene Domingo
Er habe nicht Armut thematisieren wollen, sagt Regisseur Marlon Rivera, sondern die Art, wie Armut auf den Philippinen im Kino dargestellt werde. Und dass die meisten philippinischen Filme, die ein internationales Publikum erreichten, immer nur von Armut handelten oder sie zumindest in einer bestimmten Weise darstellten. Rivera spricht von Filmen, die man besonders im Kontext der Festivalverhältnisse mittlerweile unter dem schrammeligen Begriff des Weltkinos subsumiert. Wie Simon Rothöhler einmal anschaulich in der taz beschrieb, seien dies Filme, die eigentlich einen westlichen – im Besonderen europäischen – Festivalmarkt bedienten, und nicht mithilfe staatlicher, sondern transnationaler Förderung entstünden.
Zu Tage treten dabei nicht selten Produktionen, die, inhaltlich um Missstände kreisend, Fremdartiges im Mantel des Gehobenen verkaufen, gern auch verortet im leidigen Slow Cinema, und zu denen die hiesige Kritik dann frohgemut ihre Einlassungen ins Festivalgeschehen hauen kann. Warum also damit nicht gleich die ganz großen Preise abräumen, wenn schon all diese Filme am breiten Publikum in der Regel komplett vorbeigehen? Das zumindest ist der Plan der Protagonisten aus “Woman in the Septic Tank”, einem jungen Filmemacher, seinem Produzenten und der tagträumerischen Assistentin.
Laufend diskutieren sie ihr Drehbuch, welche kommerziellen Abwägungen es zu machen gilt und wie man eben am allerbesten einen Oscar gewinnen könne. Wir Zuschauer bekommen nun zahlreiche Varianten vorgeführt, welch Gestalt eben dieser geplante Film am Ende theoretisch annehmen würde. Vom tristen Realismusdrama in langen Einstellungen bis hin zum bunten Colorgrading-Musical ist alles vertreten. Dem Film geht es hierbei nicht unbedingt darum, das eigene Kino zu vergackeiern, sondern eher die Rezeption desselbigen außerhalb der Philippinen. Die erwartete Parodie auf die Filme von Lav Diaz und Co. präsentiert Rivera also nicht unbedingt.
Die Idee von “Woman in the Septic Tank” ist großartig, und wo könnte sie schon besser aufgehoben sein, als im Programm eines A-Festivals (oder B oder C, einstweilen) wie der Berlinale. Bedenkt man zudem, dass hinter dem Export des Films die Cinemalaya Foundation steckt, welche auch die bekrittelten “Poverty Porns” unterstützt, verleiht sich die ironische Kino- und Produktionsreflexion des Films fast noch einen subversiven Nimbus. Nur: Die Idee ist besser als der eigentliche Film. Dessen Albernheiten sind zwar immer sympathisch (und Eugene Domingo in einer Nebenrolle entzückend komisch), aber weder allzu clever noch weitschweifig. Manch Witz sogar ist schlicht dümmlich.
Dennoch sei angemerkt: Ich habe in vielen Jahren Berlinale noch keinen Film gesehen, bei dem sich das Publikum während der Vorführung so derart enthusiastisch zeigte wie hier. Schallendes Gelächter, Szenenapplaus, fast irritierend. Da nehmen die Zahlen einen auch nicht mehr wunder: “Woman in the Septic Tank” ist der erfolgreichste philippinische Independentfilm aller Zeiten. Er brach diverse inländische Box-Office-Rekorde, wurde vielfach ins Ausland verkauft und sogar für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film eingereicht! Wie war das noch mal mit der Subversion?
“Woman in the Septic Tank” läuft im Forum der 62. Berlinale. Weitere Vorführungen:
Ich bin wieder hiiiiiieeeeerrrrr!!!!!!!
Nach diesem Poltergeist-Zitat fangen wir doch dann auch gleich mal an. Der Einfachheit halber die ersten beiden Tage zusammengefasst. Viel Spass!
Originaltitel: Extremely Loud & Incredibly Close
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Stephen Daldry
Darsteller: Thomas Horn, Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow, John Goodman, Viola Davis, Jeffrey Wright
Der 50jährige britische Theaterregisseur Stephen Daldry hat in 12 Jahren bislang nur vier Filme inszeniert. Gleich sein erster, das Coming-of-Age-Drama “Billy Elliot – I Will Dance”, war schon ein weltweiter Publikums- und Kritikerliebling, an dessen Erfolg die darauf folgende Michael-Cunningham-Adaption “The Hours” nahtlos anknüpfen konnte. In diesem Mehrpersonenstück, das Nicole Kidman und ihrer Nasenprothese 2003 alle Preise der Welt einbrachte, zeichnete sich bereits die formalästhetische Nähe zum festivalgewerblichen Award-Kino ab, mit der er zum Lieblingsengländer der Weinsteins gedieh. Obwohl dies im Entwurf noch ein sehr kluger, sogar komplexer Film war, sollte wenig später “Der Vorleser” schließlich die Befürchtungen bestätigen: Im Oscarsystem angekommen, rührte Daldry fortan die Schmalzsoße mit extra viel falschem Sentiment an.
“Extrem laut und unglaublich nah” nach dem gleichnamigen Beststeller von Jonathan Safran Foer, den offenbar jeder gelesen und jeder geliebt hat, ist nun Daldrys vierte Regiearbeit fürs Kino. Und natürlich gehört diese Schnulze ins Hauptprogramm der Berlinale, damit der britische Gefühls-Deliverer und sein frisch oscarnominierter Nebendarsteller Max von Sydow den Roten Teppich entlang spazieren und in der Pressekonferenz für mehr 9/11-Geschichten im Kino einstehen dürfen, obwohl ihr Film ja eigentlich längst durch ist. Und da sein Kritikerecho ein für Daldry-Verhältnisse erstaunlich durchwachsenes war, schaut man die negativen Stimmen nun unweigerlich mit.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum mir “Extrem laut und unglaublich nah” besser gefallen hat als erwartet. Warum er, wenn schon nicht intellektuell, so doch zumindest emotional für mich funktionierte. Der Film erzählt die Geschichte des kleinen Jungen Oskar, der nach dem Tod seines Vaters bei den Anschlägen auf das World Trade Center in dessen Kleiderschrank einen Schlüssel findet, zu dem er fortan in abenteuerlicher Weise das passende Schloss sucht. Mit dieser eigenwilligen Expedition verspricht sich der Junge insgeheim, wieder einen Weg zu seinem Vater finden zu können, der ihm so unerwartet entrissen wurde. Erfindungsreichtum als Schicksalsbewältigung also, das Entdecken des Phantastischen im Alltag, die Fantasie verborgen in der ständigen Umgebung. Purer Eskapismus.
Den Schlüssel zur Geschichte wiederum findet der Film klar in seinem kindlichen Protagonisten. Oskar, der vermutlich am Asperger-Syndrom leidet, ist altklug, geschwätzig und vorlaut, sprich ein ganz normaler Junge. Das Tamburin trägt er wie sein – gewiss nicht zufälliger – Namensvetter einst die Blechtrommel, und wie klingelnde Cymbals in seiner Hand bleibt auch die enorm dynamische, kraftvolle Inszenierung Daldrys ganz bei seiner aufregenden, wissbegierigen Entdeckerlust. Dem Film wurde vorgeworfen, der Regisseur versteige sich zu sehr in die Perspektive Oskars, doch sind nicht gerade die meisten Kinderfilme davon betroffen, den Blick ihrer jungen Helden nur vorzugeben, statt ihn auch zu teilen?
Die Schwächen des Films sind dahingegen so offensichtlich wie bedauerlich. Insbesondere der Einsatz des Musikscores von Alexandre Desplat, nicht die Komposition als solche, ist nur schwer erträglich in der steten Zementierung jedes noch so kleinen Gefühls. Der wenig diffizile Umgang mit den wohl unumgänglichen Gestaltungsmitteln des Tränendrüsenkinos verstellt damit leider einen Film, der geistvoller hätte sein können. “Extrem laut und unglaublich nah” ist sehr kitschig, sehr amerikanisch und immer ein wenig zu viel. Und damit aber auch eben die ganz hollywoodtypische Bewältigung des nationalen Traumas, so rundheraus legitim wie nachvollziehbar. Kein schlechter Film.
“Extrem laut und unglaublich nah” läuft im Wettbewerb der 62. Berlinale außer Konkurrenz. Weitere Vorführungen:
Originaltitel: Hot boy noi loan
Herstellungsland: Vietnam 2011
Regie: Vu Ngoc Dang
Darsteller: Luong Manh Hai, Ho Vinh Khoa, Linh Son, Phuong Thanh, Hieu Hien
Die englische Übersetzung des ausgeschriebenen Originaltitels von “Lost In Paradise” fasst im Wesentlichen zusammen, worum es in diesem Film geht: “Rebellious Hot Boy and the Story of Cười, the Prostitute and the Duck” erzählt von heißen Typen, einer Prostituierten und dem geistig behinderten Cười, der ein Entenei mit sich herum trägt. Eines Tages übrigens schlüpft das Küken und dann spielen die heißen Typen und die Prostituierte erst einmal keine so große Rolle mehr, weil der Film alle Gelegenheiten nutzt, die Mensch-Tier-Freundschaft in herzzerreißende Bilder zu übersetzen. Eigentlich aber geht es schon um die heißen Typen, die Stricher auf den Straßen Saigons, die an Lebens- und Liebesfragen verzweifeln. Aber dann doch auch wieder um die Prostituierte, in die sich der obdachlose Entenmann verliebt.
Man ahnt es schon, die zwei parallelen Handlungsstränge wissen beide nicht recht, wohin mit sich. Ungelenk changiert Regisseur Vu Ngoc Dang zwischen schwuler und heterosexueller Annäherungsgeschichte, die in beiden Fällen den Weg über die emotionale Isolation und soziale Verkümmerung des anonymen Großstadtmolochs hin zum fürsorglichen Miteinander und den ganz großen wahren Gefühlen geht. Die zwei Paarentwürfe sind queer gedacht, interessanterweise folgt die Liebesgeschichte zwischen Stricher und Neuankömmling dabei dem deutlich konventionelleren Verlauf.
Sonderlich aufregend hingegen nehmen sich beide nicht aus. Das junge schwule Glück bekommt hier und da ganz ein paar ganz niedliche Momente, muss jedoch auch ständig und überall Tränen vergießen. Und der zweite Handlungsabschnitt ist leider erst gar nicht ernst zu nehmen, so die süße Ente und ihr obdachloses Herrchen einzig aufs Crowdpleasing abgerichtet werden – das Kükenäquivalent zum kleinen Hündchen aus “Beginners” und “The Artist” belegt: bestimmten Gesetzen folgt das Mainstream-Kino wohl tatsächlich überall in der Welt auf ganz ähnliche Weise. Die ultraschmalzige Musik plus softiger Popsongs tut da ihr übriges.
Apropos Mainstream: “Lost In Paradise” ist der erste größere Film aus Vietnam, der schwule Protagonisten in den Mittelpunkt rückt und dabei nicht verhöhnt, was Vu Ngoc Dangs Großstadtsonett nicht nur hier auf der Berlinale internationale Festivalaufmerksamkeit eingebracht hat. Möglicherweise also erfüllen die Feel-Good-Einlagen und mitunter allzu exzessive Schönbilderästhetik demnach auch eine strategische Funktion. Erträglicher wird diese bestimmt rundherum gut gemeinte, aber unrettbar mechanisch konstruierte Tragikomödie dadurch allerdings auch nicht.
“Lost In Paradise” läuft im Panorama der 62. Berlinale. Weitere Vorführungen:
Hergehört! Jetzt kann der Kampf endlich beginnen. Wie ich hier schon ankündigte, möchten die Filmfreunde etwas für den Weltfrieden tun und endlich ungeklärte Fragen aus der Welt schaffen: Wer ist besser..?
Auf die Idee hat mich Frybo gebracht und warum sollten wir nur klären, ob nun Picard der bessere Kapitän der Enterprise war, oder Kirk? In dieser Serie geht es darum viele weitere Kontrahenten zu finden und ich freue mich, dass ihr so zahlreich in den Kommentaren erschienen seid, um epische Kämpfe auszutragen!
Mit diesen beiden fangen wir an. Bitte in den Kommentaren so sachlich wie möglich bleiben und weitere Vorschläge nur in dem vorherigen Beitrag posten. Ich möchte übrigens nicht lesen “Picard ist cooler, weil… Ist so!”. Ich will es wissenschaftlich und fundiert begründet haben. Holt weit aus, belegt eure Theorie gerne mit dem atzekischen Kalender, befragt Hühnerknochen, schaut unter dem Mikroskop nach, recherchiert in alten britischen Bibliotheken, holt alles aus euch raus und lasst uns endlich diese eine ungelöste Frage beantworten: Wer ist der bessere Kapitän der Enterprise – Picard oder Kirk?
Dieses Bild hier sollten die meisten von euch schon kennen:
Die Ähnlichkeit ist nun wirklich nicht wegzudenken. Deswegen stellt man sich die berechtigte Frage: Ist Nicolas Cage ein Vampir? Diese Frage muss er sich auch bei Letterman gefallen lassen, als er mit dem Bild konfrontiert wird:
Steve Carell sucht mit Keira Knightley seine verlorene erste Liebe am Ende der Welt, als ein Komet auf die Erde kracht. Sieht mir nach sehr sympathischer RomCom-Unterhaltung mit schönem Plot und tollem Soundtrack aus (Road to Nowhere ist einer meiner Lieblings-Talking Heads-Songs). Wir definitiv angeschaut.
Set in a too-near future, a man searches for a meaningful connection as humanity’s last days are at hand. Can he find his greatest love at the worst possible time? As the respective journeys of Dodge and Penny converge, the two spark to each other and their outlooks – if not the world’s – brighten.
Hier der Trailer zur Doku von Rosa von Praunheim „König des Comics“, natürlich über das Leben von Ralf König. Natürlich alles sehr homosexuell und voller Pimmel, aber ich kann mich dem Hetero-Zeitgenossen am Trailer da anschließen: „Könnte man nach Ralf Königs Comics schwul werden? – Joa.“ Der Comicverkäufer im Trailer ist übrigens der Inhaber „meines“ Comic-Dealers Grober Unfug.
Ralf König ist einer der erfolgreichsten Comiczeichner Deutschlands. 1987 wurde er mit dem Comic Der bewegte Mann berühmt. Er hat es geschafft, als Chronist des schwulen Alltags, auch ein großes heterosexuelles Publikum zu begeistern.
Schamlos zeichnet er schwulen Sex in allen Variationen. Er zeigt mit viel Humor schwule Klischees, von der kreischenden Tunte, dem Lederkerl, der Kulturhusche, um sie im selben Moment zu widerlegen, indem er sie satirisch überzeichnet. Mit seiner Bibeltrilogie macht er sich über die Sexfeindlichkeit der katholischen Kirche lustig und mit mutigen Comics zum Islam zeigt er, dass er keine Angst vor Kontroversen hat.
Der Film zeigt den Lebensweg Ralf Königs. Gerade 50 geworden ist Ralf König auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft und begeistert sein Publikum mit Comiclesungen, in denen er seine Charaktere mit verstellter Stimme zum Leben erweckt. Der Film zeigt einen bescheidenen, zurückhaltenden Menschen, dessen Beobachtungsgabe die komischsten Situationen von uns allen entdecken lässt.
Zur Fortsetzung von Robert Rodriguez’ Wannabe-Grindhouse-Pastiche “Machete” tauchte auf dem European Film Market der Berlinale heute dieses Promo-Motiv auf. Drehbeginn von “Machete Kills” wird voraussichtlich im April sein, wie der Titelheld den ersten Teil überleben konnte, spielt wahrscheinlich keine Rolle.
Unser Filmfreunde-Review zum ersten Film gibt’s hier zu lesen.
Frybo hat mich gerade in den Kommentaren zum Neeson/Picard-Facoff auf eine Idee gebracht: Die Frage wer der bessere Kapitän der Enterprise war, scheint die Trekkies (darf man sie jetzt eigentlich so nennen, oder nicht?) in zwei Lager zu spalten. Picard oder Kirk?
Auch die Frage, ob nun Star Trek cooler ist, oder Star Wars hat zu unendlich herrlich-sinnlosen Debatten geführt. Aber es gibt noch viele weitere Fragen: DC oder Marvel, wer ist der beste Bond, welcher Batman ist der coolste… Und und und. Ich hätte große Lust hier eine lose Serie zu starten, in der wir gemeinsam endgültig entscheiden wer denn nun besser ist. Aber dafür brauchen wir würdige Gegner. Ich habe mir mal spontan Gedanken gemacht und würde mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren erstmal nicht über meine Vorschläge streitet, sondern eigene Vorschläge bringt. Die besten (und natürlich ernstzunehmensten) werden wir dann hier austragen.
Sobald es losgeht, will ich nicht einfach nur stumpfes “PICARD!” hören, sondern auch wissenschaftlich belegt (gerne so sinnlos wie möglich), warum Picard der bessere Kapitän ist (Beispiel).
Fangen wir mit folgenden Fragen an:
Was ist denn nun cooler – Star Trek oder Star Wars?
Wer ist der bessere Star Trek Kapitän – Picard oder Kirk?
Wer ist der bessere Bond – Connery oder Moore?
Wer hat den cooleren Schnäuzer – Selleck oder Reynolds?
Wer ist der bessere Lehrmeister – Mr. Miyagi oder Yoda?
Wer ist der bessere Batman – Keaton oder Bale?
So, und nun seid ihr gefragt. Lasst uns endlich die epischten Kämpfe zu einem Ende bringen und sie hier austragen!
Neuer Film vom deutschen Regiewunderkind der 90er Jahre, Hans-Christian Schmid (Nach Fünf im Urwald, 23 – Nichts ist so wie es scheint, Crazy), der selbstverständlich ebenfalls im Wettbewerb der Berlinale 2012 läuft. “Was bleibt” (englischer Titel: “Home For The Weekend”) vereint Lars Eidinger, Corinna Harfouch und Sebastian Zimmler in einem, dem Trailer nach zu urteilen, bürgerlichen Familiendrama teutonischer Art.
Synopsis aus dem Festival-Programm:
Marko ist Anfang dreißig und lebt seit seinem Studium in Berlin – weit genug entfernt von seinen Eltern Gitte und Günter, mit deren bürgerlichen Lebensentwurf er sich nie recht anfreunden wollte. Ein, zwei Mal im Jahr besucht er die beiden, in erster Linie um ihnen ein paar gemeinsame Tage mit ihrem Enkel, Markos fünfjährigem Sohn Zowie, zu ermöglichen.
Marko hofft auf ein halbwegs ruhiges Wochenende in der Kleinstadt, doch es gibt Neuigkeiten: Gitte, die seit Markos Kindheit manisch-depressiv ist, fühlt sich nach einer homöopathischen Behandlung zum ersten Mal seit langer Zeit wieder gesund. Sie verzichtet auf ihre Medikamente und baut auf einen gemeinsamen Lebensabend an der Seite ihres Mannes, nicht ahnend, dass sie mit ihrer unerwarteten Genesung seine Pläne durchkreuzt. Auch Markos jüngerer Bruder Jakob und dessen Lebensgefährtin Ella stehen an einem Wendepunkt, denn Jakob richtet sich mehr und mehr auf ein Leben in Blicknähe zu seinen Eltern – vor allem zu Gitte – ein, Ella hingegen würde gern ihre beruflichen Pläne erst mal im Ausland weiterverfolgen.
Markos Anwesenheit wirkt wie ein Katalysator, er provoziert die Konfrontation mit den unausgesprochenen Wahrheiten, die Fassade des harmonischen Familienlebens bröckelt.
Heute starten die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin, in deren offiziellem Wettbewerb auch Christian Petzolds neuer Film “Barbara” vertreten ist (wieder einmal mit Nina Hoss in der Hauptrolle). Petzolds letzten Film, seinen Beitrag zum Dreileben-Projekt, fand ich schwer enttäuschend, aber “Barbara” sieht schon verdammt gut aus.
In einem heute in der FAZ erschienenen Interview sinniert der “Wolfsburg”-Regisseur übrigens gemeinsam mit Hans-Christian Schmid und Matthias Glasner über das deutsche Kino. Lesenswert.
Der erste Teaser zum Bourne-Nachfolger von Autor und Regisseur Tony Gilroy (Michael Clayton, Duplicity) wurde veröffentlicht, in dem nun Jeremy Renner einen Superagenten auf der Flucht gibt. Die Messlatte liegt natürlich hoch, insbesondere die beiden Greengrass-Bourne-Filme gehören zum Besten, was der Actionfilm in den letzten Dekaden hervorgebracht hat. Albert Finney, Joan Allen, David Strathairn und Scott Glenn sind in ihren alten Rollen zu sehen, Neuzuwachs bekommt die Serie von Edward Norton, Stacy Keach und Rachel Weisz. Der deutsche Kinostart ist für den 13. September angesetzt.
Hier der dritte (oder vierte?) und letzte Trailer zu Iron Sky, dem fanfinanzierten Nazis-auf-dem-Mond-Film, kurz vor seiner Premiere auf der Berlinale. Ich glaube, der Produktionshintergrund macht den Film als allerletztes zum Must Watch.
Wer ganz aufmerksam den Trailer zum neuen Spider-Man angeschaut hat, wird vielleicht folgenden Ausschnitt erkannt haben:
Ist mir persönlich nicht ins Auge geschossen und selbst wenn: Wäre ich auf die Idee gekommen “Mark of the Spider-Man” in den Browser einzugeben, in der Hoffnung, dass es die Seite markofthespider-man.com gibt? Wohl kaum. Andere hatten aber die Idee und stießen auf eine Seite, die eben so aussieht:
Nichts außer der Spinne und sechs rauschende Bilder. Ich habe nichts zum Anklicken gefunden und auch sonst keine Hinweise auf weitere Funktionen.
Habe ich etwas übersehen? Könnt ihr irgendwelche Hinweise finden?
Wen haben wir denn da? Perseus, Andromeda (Rosamund Pike), Agenor (Toby Kebbell), Hades (Ralph Fiennes) und Zeus (Liam Neeson). Soso. Aha.
Wie kann man sich diese Bilder zu der 3D-Fortsetzung anschauen, ohne mordsmäßige Explosionen im Kopf? BAM! WUSCH! KAWUMM! WOOOOOAAAAAA!!! Da schlägt das Popcornkino-Herz gleich tausendmal höher! Und dann erinnert man sich an den ersten Teil und denkt sich: “Meh.”
Das Spannenste an dieser Super Bowl Schose war und ist schon immer für mich die Werbeunterbrechung gewesen. Endlich gibt man sich mal so richtig Mühe und zaubert größtenteils großartige Werbung zusammen. Und eben auch jede Menge Trailer! Rope Of Silicon hat sich mal die Mühe gemacht alle zusammenzusuchen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht nach dem Klick alle zusammenzuklauen.
Als Spider-Man-Fanboy war die Enttäuschung der letzten Verfilmungen schon beinahe schmerzhaft. Es war ein bisschen zu viel Lollypop-Gedöns und zu wenig schlecht gemachter Action. Was wir hier beim zweiten Trailer zum Reboot sehen, macht schon einen ganz anderen Eindruck. Verdammt, ich freue mich gerade so dermaßen!
Wie konnte eigentlich dieser Trailer an mir vorbeigehen? Eine gute Freundin hat es mir gerade geschickt, weil sie mich erschrecken wollte. Wir wissen alle, dass ich ein ziemlich schreckhaftes Häschen bin und weil sie mir die Freude einer nassen Unterbuchse bereiten wollte, dachte sie, dass sie mir etwas gutes damit tut.
Natürlich habe ich nicht einmal gezuckt. Das ist wohl immer so, wenn etwas vermeintlich gruseliges mit Staraufbeot daherkommt (Robert De Niro, Sigourney Weaver, Elizabeth Olsen und Cillian Murphy). Aber lohnenswert scheint der Film dennoch zu sein.
Die Geschichte in Kürze:
Psychologist Margaret Matheson and her assistant study paranormal activity, which leads them to investigate a world-renowned psychic.
Ich durfte mich ja vergangene Woche mit Kate Beckinsale unterhalten, die in der Stadt war um den ganz furchtbaren neuen Underworld Awakening zu promoten, der tatsächlich nur Fans der Serie zu empfehlen ist. Im Gegensatz zu ihrer Filmfigur Selena ist sie allerdings durchaus ganz charmant und sympathisch. Nachdem sie ja in den Underworld-Filmen nie viel mehr machen darf als sexy aussehen, in Zeitlupe zu laufen und Leute umzubringen, habe ich sie mal gefragt wie man das eigentlich anstellt. Und warum sie nicht glitztert. Und was wir vom neuen Total Recall erwarten dürfen.
“So finster die Nacht” war der wohl beste Vampirfilm der letzten zehn Jahre. Regisseur Tomas Alfredsons Neuverfilmung von John le Carrés “Tinker, Tailor, Soldier, Spy” mit Gary Oldman ist mindestens genauso gelungen und zählt für mich jetzt schon zu den Highlights des Jahres. Zumindest für Zuschauer die sich auf die langsame, kompromisslos erwachsene Erzählweise einlassen. Für moviepilot waren wir mit Alfredson in der Videothek in der er uns etwas über seine Einflüsse und Lieblingsfilme erzählt hat. Der gediegene Schwede, der genauso bedacht, ruhig und klug wie seine Filme wirkt überraschend in seiner Filmauswahl dann allerdings doch, denn wer hätte gedacht, dass er sich für überdrehte, laute Komödien wie Richard Lesters Version von “Die Drei Musketiere” begeistern kann?