Ich durfte mich ja vergangene Woche mit Kate Beckinsale unterhalten, die in der Stadt war um den ganz furchtbaren neuen Underworld Awakening zu promoten, der tatsächlich nur Fans der Serie zu empfehlen ist. Im Gegensatz zu ihrer Filmfigur Selena ist sie allerdings durchaus ganz charmant und sympathisch. Nachdem sie ja in den Underworld-Filmen nie viel mehr machen darf als sexy aussehen, in Zeitlupe zu laufen und Leute umzubringen, habe ich sie mal gefragt wie man das eigentlich anstellt. Und warum sie nicht glitztert. Und was wir vom neuen Total Recall erwarten dürfen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 4th, 2012 •
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- Schlagwörter: Kate Beckinsale, moviepilot, Total Recall, Twilight, underworld4, Underworld: Awakening, Vampire, werwölfe
“So finster die Nacht” war der wohl beste Vampirfilm der letzten zehn Jahre. Regisseur Tomas Alfredsons Neuverfilmung von John le Carrés “Tinker, Tailor, Soldier, Spy” mit Gary Oldman ist mindestens genauso gelungen und zählt für mich jetzt schon zu den Highlights des Jahres. Zumindest für Zuschauer die sich auf die langsame, kompromisslos erwachsene Erzählweise einlassen. Für moviepilot waren wir mit Alfredson in der Videothek in der er uns etwas über seine Einflüsse und Lieblingsfilme erzählt hat. Der gediegene Schwede, der genauso bedacht, ruhig und klug wie seine Filme wirkt überraschend in seiner Filmauswahl dann allerdings doch, denn wer hätte gedacht, dass er sich für überdrehte, laute Komödien wie Richard Lesters Version von “Die Drei Musketiere” begeistern kann?
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 2nd, 2012 •
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- Schlagwörter: Gary Oldman, Let The Right One In, So finster die Nacht, Tinker Tailor Soldier Spy
Und hier zwei Reviews zu den beiden wichtigsten Starts der Woche:
The Artist – Frankreich 2011





Der Stummfilmstar Georg Valentin sieht sich durch den anbrechenden Wechsel zum Tonfilm in der Defensive. Trotzig behauptet er Ton wäre nur eine Phase und nur der Stummfilm habe Zukufunt, doch schon bald sieht er sich vor dem Karriereknick. Hollywood braucht neue Stars für die Tonfilm-Ära und während Georgs Stern sinkt, wird die ehemalige Nebendarstellerin Peppy Miller zur umjubelten Ikone.
Heutzutage mit großen Aufwand einen Stummfilm zu drehen, kann nur zum grandiosen Erfolg oder totalen Flop werden möchte man meinen. Der letzte der dieses Experiment im großen Stil wagte war Mel Brooks mit seinem “Silent Movie” und auch das ist mittlerweile wieder fast 40 Jahre her. Die Zeit war also reif für eine weitere Hommage an die Zeit in der große Gestik und Mimik das gesprochene Wort ersetzten. Und Regisseur Michel Hazanavicius gibt sich alle Mühe den Look und Gefühl der alten Zeit wieder zu beleben. Wo Brooks einfach den Ton wegließ aber ansonsten einen relativ modernen Streifen drehte, setzt The Artist auf die totale Imitation – zumindest an der Oberfläche. Denn so Meta wie die Story, so doppelbödig ist auch das stumme und geräuschlose Spiel, dass immer mit dem Wissen spielt, dass der Verzicht ein bewusster und kein erzwungener ist. Wir könnten Ton haben, aber wir nutzen ihn bewusst nicht – was die wenigen Stellen an denen Geräusche und Sprache vorkommen umso effektvoller macht.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 30th, 2012 •
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- Schlagwörter: Drive, Ryan Goslin, The Artist
Das ich den neuen Muppet-Filme liebe (genau wie Muppet Movie, The great Muppet Caper, Muppets take Manhattan und den Muppet Christmas Carol) habe ich ja vielleicht schonmal nebenbei erwähnt hier im Blog *hust* – deswegen hat es mir auch besonderen Spaß gemacht mit dem Regisseur James Bobin in die Videothek Video Collection zu gehen und einen Filmcheck mit ihm zu drehen. Der Brite hat nicht nur einen sehr guten Filmgeschmack sondern ist neben dem Muppet-Film auch für “Flight of the Conchords” verantwortlich – ein Grund mehr ihn zu mögen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 24th, 2012 •
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- Schlagwörter: james bobin, kermit, Miss Piggy, moviepilot, Muppets, The Muppets
Im November hatte ich ja eines meiner bisher liebsten Interviews. In L.A. durfte ich Kermit, Miss Piggy, Jason Segel, Amy Adams den Regisseur James Bobin und Walter (das neue Muppet) treffen. Und es war tatsächlich genauso cool wie ich es mir vorgestellt hatte.
Manchmal lohnt es sich eben doch seine Kindheitshelden zu treffen. Das Witzige ist, dass man zu keiner Zeit das Gefühl hat mit Puppen zu reden, selbst wenn die Puppeteers direkt vor einem auf dem Boden hocken und einen beim Reinkommen begrüßen. Sobald das Interview losgeht schaut man nur noch auf Kermit, Piggy und Walter.
Mit Bobin haben wir heute übrigens noch einen Filmcheck gedreht, der nächste Woche veröffentlicht wird. Er hat wirklich genauso den Filmgeschmack, den man sich vom Regisseur des Muppet-Films und Flight of the Conchords wünscht :)
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 19th, 2012 •
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- Schlagwörter: jason segel, kermit, Miss Piggy, moviepilot, Muppets, The Muppets
“Haven’t you seen our first movie? We drive!”

Originaltitel: The Muppets
Herstellungsland: USA 2011
Regie: James Bobin
Buch: Jason Segel & Nicholas Stoller
Darsteller: Kermit, Miss Piggy, Fozzy, Rowlf, Walter, Jason Segel, Amy Adams, The Animal, Scooter, Gonzo, Chris Cooper





Die beste Zeit liegt lange hinter ihnen. Die Muppets sind vergessen und in alle Winde zerstreut. Ihr altes Theater soll an den reichen Geschäftsmann Tex Richman (Chris Cooper) verkauft werden, der darunter nach Öl bohren will. Doch die beiden Muppet-Fans Walter (Walter) und sein Bruder (Jason Segel) sowie dessen Freundin (Amy Adams) alarmieren Kermit um die alte Gang nochmal zusammenzutrommeln und ein Muppet-Spendenspecial zu produzieren, damit das Theater gerettet werden kann.
Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Ich liebe die Muppets seit ich die erste Folge irgendwann Anfang der 80er Jahre im ZDF gesehen habe (oder vielleicht sogar schon seit Peter Alexander sie in einer seiner Shows zu Gast hatte, die ich als kleines Kind immer bei meiner Oma geguckt habe). Die Muppets sind klasse und das nicht nur aus nostalgischen Gründen: Sie sind quintessential Puppets (auch wenn man sie nie als Puppen bezeichnen sollte) – sie waren der Beweis dass es nur geniale Pupeteers braucht um auch ohne große Special Effects lebendige, liebenswerte, witzige und skurrile Charaktere zu kreieren. Im Gegensatz zu blöden Bauchredner-Puppen, Kasperletheater oder den üblichen steifen Figuren die das Kinderprogramm bevölkerten waren die Muppets immer lebendig. Sie waren eben nie Puppen, sie waren People. Ohne sie gäbe es weder die Feebles von Peter Jackson noch die geniale Avenue Q-Show (bei der übrigens etliche Henson-Pupeteers mitwirkten). Kermit, Piggy, Waldorf und Stattler, Sweetums, Schweine im Weltall und der schwedische Koch sind Teil meiner Kindheits-DNA und wie ich bei neuerlicher Sichtung der alten Shows und Filme im vergangenen Frühjahr feststellte: Ich liebe sie noch immer.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 19th, 2012 •
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- Schlagwörter: Muppets, The Muppets
Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (Sherlock Holmes – A Games of Shadows) – USA 2011





Holmes und Watson sind wieder im Einsatz, diesmal gegen den Erzfeind Moriarty, der ein Politkomplott inszeniert, dass den Detektiv auf eine Jagd quer durch Europa treibt.
Als Holmes-Film immer noch nicht wirklich der Burner, ist der Film nichtsdestotrotz eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Statt peinlichen Green-Screen-Turnereien vor Renderkulisse sind Downey Jr. und Law diesmal meist in realer oder bestenfalls digital gepimpter Kulisse zu sehen. Der Scope ist dank Europa-Reise wesentlich größer und dank den gut aufgelegten Darstellern, die das Ermittler-Duo diesmal noch mehr an der Grenze zur Homo-Travestie spielen, macht das Ganze meist auch Spaß.
Weniger gut weg kommen die Nebendarsteller, denn außer Stephen Fry und Jared Harris als Moriarty ist keine Figur mehr als Raumdeko. Insbesondere die Zigeunerin Simsa in Form von Noomi Rapace ist sträflich verschwendet. Dazu kommt der arg holperige Plot, bei dem auch aufmerksame Zuschauer Probleme haben werden zu verstehen was jetzt genau warum passiert – zumindest bis Holmes seine Basil-Exposition-Szenen hat.
Die Anflüge moralischer Philosophie über das Wesen des Menschen, die Moriarty am Ende anbringt sind leider auch nur wenig ausgearbeitet und hingeworgen, ja beschädigen das Mastermind in seiner Brillanz sogar etwas, da sie alle seine Bemühungen ad absurdum führen.
Holmes selber bleibt als Konstrukt schwierig, seine Intelligenz wird angedeutet, doch beschränkt sie sich weniger auf kühle Deduktion, als auf MacGyverhafte Improvisation, die weniger Ermittlungsarbeit ist, als Mission Impossible im Schnelldurchlauf. Das der Film wichtige Informationen zurückhält und verschleiert damit Holmes am Ende ein Auflösung aus dem Allerwertesten ziehen darf ist dann bisweilen schon etwas anstrengend, genau wie die im Grunde stylishen Zeitlupe/Speedup-Szenen – die bisweilen so ausgewalzt sind, dass sie zum Selbstzweck verkommen und eher Ablenken als die Story vorranbringen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 15th, 2012 •
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- Schlagwörter: Darkest Hour, Jonas, Review, Sherlock Holmes 2
Okay Dario wird auf seine alten Tage wunderlich, Giallo war ja schon eher so meh, aber bitte was ist das da? Dracula 3D mit Rutger Hauer als Van Helsing, Kretsche Kretschmann als Dracula (sic!) und Asia Argento als Lucy Harker. WTF?
Und einer Riesenheuschrecke und einer Cinema 4D-Stock-Model-Eule… This is kind of a joke, is it? Das sieht aus wie ein YouTube-Mashup aus Outtakes alter Hammer-Filme, die das Effekt-Team von Asylum gepimpt hat.
Ich geh nochmal Andy Warhols Dracula gucken.
[via: Rochus]
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 16th, 2011 •
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- Schlagwörter: Dario Argento, Dracula 3D
Tom Cruise gab ja nur ein einziges Interview für Deutschland, worüber ich aber nicht wirklich böse sein kann, denn wer mich wirklich zum Junket nach München lockte war Simon Pegg. Und natürlich Brad Bird, der Pixar-Regisseur der mit Mission Impossible: Ghost Protocol sein Realfilm-Debüt feiert. Im Gespräch konnte ihn zu seinem Pet-Projekt 1906 – einer Story um Liebe und Korruption vor dem Hintergrund des verheerenden Erdbebens in San Francisco – befragen und natürlich wollte ich von Pegg wissen, wann wir endlich mit dem dritten Teil der Blood & Icecream-Trilogy rechnen können.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 15th, 2011 •
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- Schlagwörter: brad bird, Mission Impossible 4, Simon Pegg, Tom Cruise
-”Just remember: Blue is glue!”
-”And red?”
-”Dead.”

Originaltitel: Mission: Impossible – Ghost Protocol
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Brad Bird
Buch: Josh Appelbaum / André Nemec
Darsteller: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton, Ving Rhames





Ethan Hunt wird mit einem zufälligen Team zusammengewürfelt, nachdem ein Terrorist den Kremel sprengt und ihm die Schuld dafür zuschiebt. Der Plan: Einen weltweiten Atomkrieg auszulösen. Auf eigene Faust müssen Hunt und seine Leute den Terroristen stoppen, ehe er den letzten Teil seines Plans in die Tat umsetzen kann…
Fourth Time is the charme… zumindest in diesem Fall. Ich war nie ein Fan der MI-Reihe, nicht unbedingt Tom Cruise wegen, obwohl er sicherlich seinen Anteil daran hatte. Als jemand der mit “Kobra, übernehmen sie?” bzw. “Unmöglicher Auftrag” aufwuchs, störte mich schlicht und einfach immer die Fokussierung auf einen übermächtigen Helden der die Chose im wesentlichen im Alleingang meistert. Mission Impossible im Film war immer mehr Ego-Show, als Team-Heist. Dass der erste Teil Jim Phelps zu einem Schurken machte, war ebenso respektlos wie unnötig. Teil 2 bot schicke Bilder, war aber dank Studioeinmischung nur ein konfuser Rumpf-Film und JJ Abrams Teil 3 sah leider aus wie ein Fernsehfilm, mit faden Bildern und einem käsigen Showdown der aus einer Rangelei in einem Lagerhaus bestand, bei der der Schurke am Ende vors Auto stolperte. Nee, auch wenn ich weiß das die Filme ihre Fans haben, mich haben sie nie wirklich umgehauen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 15th, 2011 •
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- Schlagwörter: brad bird, jeremy renner, Mission Impossible 4, Simon Pegg, Tom Cruise
Und hier wieder zwei aktuelle und zwei DVD-Starts im Kurzreview: Der gestiefelte Kater, Shark Night 3D, Die Schlümpfe, Bad Teacher
Der gestiefelte Kater – USA 2011





Puss ist ein gesuchter Verbrecher, seit er von seinem eierförmigen Stiefbruder Humpty Dumpty einst reingelegt wurde. Jetzt müssen sich beide wieder zusammenraufen um dem Gannovenpaar Jack & Jill ihren größten Schatz abzujagen: Die Zauberbohnen die den Aufstieg ins Schloss mit der goldenen Gans ermöglichen…
Überraschend kurzweilig und optisch wesentlich inspirierter als die letzten beiden Shrek-Filme lebt der Film hauptsächlich vom Charme des Antonio Banderas, auf dessen Zorro und Desperado-Erbe hier genüsslich abgehoben wird. Seine Figur, ob als kleines Kätzchen oder abgeklärter Draufgänger, funktioniert auch alleine genauso gut, ja vielleicht sogar noch besser, als in der Funktion des komischen Sidekicks. Banderas bringt Gravitas mit, die es erst möglich macht ihn im einen Moment als Ikone der Coolness zu sehen, nur um im nächsten zu lachen, wenn er sich selbst genüsslich zum Trottel macht.
Mit Salma Hayek und Zack Galifiankis hat er stimmlich ebenbürtige, vielschichtige Figuren zur Seite die den Film zwar nicht nachhaltig beeindruckend machen, aber solide Abenteuerkost liefern. Zusammen mit der wirklich sehenswerten Szenerie, die näher am Italo-Western und Rango als an der knuddeligen Märchenwelt ist, entfaltet Puss in Boots auch optisch Qualitäten die gerade dem lustlos zusammengerenderten vierten Shrek-Teil deutlich abgingen. Hier spürt man: Die Macher hatten wieder Spaß am Thema und Lust diese Geschichte zu erzählen.
Und endlich wird auch im Shrek-Universum wieder mehr Wert auf, zwar abgedrehte aber treibende Storyelemente gelegt, anstatt sich träge von einer Popkulturreferenz zur anderen zu hangeln. Klar ganz ohne die und ohne Popsong-Tanznummern gehts bei Dreamworks natürlich nicht, aber der von Guillermo del Toro mitproduzierte Film wirkt ambitionierter und origineller, als man es diesem Spin-Off zugetraut hätte. Natürlich verschenkt er einiges Potential der “Jack and the Beanstalk”-Story – nicht zuletzt den Riesen und dessen Welt, die soviel Potential hätte, hier aber nur für einen Kurztrip gestreift wird. Das ist schade, tut dem ansonsten knuffigen Feelgood-Film aber keinen Abbruch. Und verdammt, Katzen sind einfach niedlich…
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 7th, 2011 •
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- Schlagwörter: Bad Teacher, Die Schlümpfe, Puss In Boots, Shark Night 3D, The Smurfs
“I think I’m gonna be sick.”

Originaltitel: Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 1, The
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Bill Condon
Drehbuch: Melissa Rosenberg
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning





Bella und Edward heiraten. Jacob ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Bella wird schwanger mit einem Monsterbaby. Werwölfe knurren. Über allen Wipfeln liegt Ruh. Warte nur, bald knurrest auch du.
Dem Klischee folgend, dass die Twilight-Serie sowieso nur für Mädchen gedacht ist, bleibt auch dieser Vorletzte Halbteil in erster Linie eine Variante von “Lass uns drüber reden” – lasst euch nicht täuschen von der Behauptung hier gäbe es mehr Action oder es würde mehr passieren, das ist eine gestörte Wahrnehmung die nur auf Grund der extrem gesenkten Erwartungshaltung durch die Vorgänger plausibel erscheint. Wenn man Stalaktiten beobachtet scheint jeder fallende Kieselstein irgendwann auch als nervenzerfetzender Actionmoment.
Trotz des Millionenerfolges bleibt das Budget der Twilight-Filme eher übersichtlich, was sich sowohl an der Anzahl der Locations, der Actionszenen sowie der Qualität der Spezialeffekte bemerkbar macht, die lediglich graduell besser ist als Teil 3.
Der Großteil des Films ist wie gehabt langwieriges Rumpalavern in und um das Haus der Cullens in dem sich Bella auf ihre Explosion vorbereitet. Bewährtes Soap-Feeling stellte sich ja schon bei Ansicht des Posters ein und ein Hauch von California Clan umweht auch stets die blassen Vampirdarsteller bei der Interpretation von Drei-Tage-Regenwetter beim Pauschalurlaub. Kristen Stewart sieht effektiv aus wie Christiane F. nach dem All-You-Can-Eat-Buffet, Edward schaut mit Darmgrippegesicht bedeutungsschwanger drein, Jacob behält sein Shirt zu oft an, ist aber bis zu seiner Prägung auch mal wieder der einzige zurechnungsfähige Charakter der Truppe, auch wenn Lautner nicht eben wesentlich mehr Gesichtsausdrücke hat als Pattinson.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 2nd, 2011 •
- 24 Kommentare
- Schlagwörter: Review, Twilight Breaking Dawn
Ich liebe die Red Curtain-Trilogy von Baz Luhrmann. Ich liebe das ironische Pathos und die Over-the-Top-Inszenierung. Aber wenn ein Film so liebevoll und gekonnt verrissen wird wie vom genialen Nostalgia Critic in diesem 45min Maxi-Review, dann find ich das ebenfalls sehr großartig.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 2nd, 2011 •
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- Schlagwörter: Baz Luhrmann, moulin rouge, nostalgia critic
“Romeos… anders als du denkst” ist ein kleiner Neustart der nächste Woche anläuft und den die meisten sich wahrscheinlich nicht anschauen werden. In Zusammenarbeit mit dem Kleinen Fernsehspiel entstanden, erzählt er die Geschichte eines Transidenten Coming Outs. Ein 20jr Junge, der als Mädchen geboren wurde kommt in die Großstadt und erlebt dort die erste Liebe, die natürlich nicht ohne Wirrungen abläuft. Ein harmloser Film, dessen Trailer nicht wirklich irgendwelche jugendgefährdenden Inhalte vermuten ließe. Und natürlich kann man sich fragen, ob jemand unter 16 tatsächlich soviel Interesse an dem Thema hat. Was aber nicht erklärt warum die FSK – die seinerzeit Keinohrhasen mit “frei ab 6 Jahren” beurteilte – “Romeos” mit einer abenteuerlichen Begründung mit FSK16 bestraft.
Erklärung aus der Freigabebegründung: “(…) behandelt der Film ein schwieriges Thema, welches für die Jüngsten der beantragten Zuschauergruppe, die sich in diesem Alter in der sexuellen Orientierungsphase befinden, sehr belastbar sein könnte. Das Thema selbst ist schon schwierig für 12 bis 13jr und die Schilderung einer völlig einseitigen Welt von Homosexualität im Film könnte hier zu einer Desorientierung in der sexuellen Selbstfindung führen. Die explizite Darstellung von schwulen und lesbischen Jugendlichen und deren häufige Partnerwechsel können verwirrend auf junge Zuschauer wirken, auch wenn der Film auf der Bildebene nicht schamverletztend ist und niemanden diffamiert. Der Film spiegelt eine verzerrte Realität wider, die Kinder auf Grund keiner oder zu geringer Erfahrung nicht erkennen können.”
WTF? Wenn Til Schweiger massenweise Tussis flachlegt, in Hangover 1 und 2 asoziales Verhalten glorifiziert und unsafer Sex propagiert wird, in Twilight Bella sich mit Vampiren und Werwölfen paart und bei der Geburt beinah zerfetzt wird ist das alles schnieke, aber wenn queere Jugendliche gezeigt werden die sich ebenso benehmen wie Jugendliche es tun, dann ist das desorientierend und verwirrend? Liebe FSK, es wirkt leider eher als wenn ihr euch immer noch nicht mit der Realität angefreundet habt. Wie wäre es wenn ihr einfach schreibt: Wir glauben der Film ist gefährlich, weil er Kinder schwul oder lesbisch machen kann! Das wäre derselbe Unsinn wie das da oben. Nur ehrlicher.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 1st, 2011 •
- 158 Kommentare
Nachdem der Film in den USA ja schon erfolgreich gestartet ist und von Promo-Seite das meiste Pulver verschossen wurde, wird es Zeit einen Blick auf die Fanposter zu werfen. Denn während sich Disney natürlich auf die jugendfreien BLockbuster (mit Ausnahme von Hangover) konzentrierte, nehmen sich diese die etwas erwachseneren Filme vor. Eigentlich ganz passend, wenn man sich ansieht was die Henson-Truppe auf der Bühne so live für Shows abzieht, wenn sie ihre Hände gerade nicht in Kermit, Piggy und Co. haben

Mehr Poster nach dem Klick
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 30th, 2011 •
- 10 Kommentare
- Schlagwörter: Muppets, The Muppets

Georg Takei hat über seinen Facebookaccount dieses Bild geteilt, mit dem passenden Kommentar:
“Twilight: Breaking Dawn” nearly hit a record at the box office this weekend. It’s a good thing it has such a positive message for girls, compared to other films.”
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 23rd, 2011 •
- 14 Kommentare
- Schlagwörter: Twilight, Twilight Breaking Dawn
So nachdem ich aus dem Urlaub zurück bin jetzt ein paar aktuelle Starts und Filme zu dem ich jetzt erst gekommen bin im Kurzreview:
The Thing – USA 2011





Vorgeschichte von Carpenters The Thing in der wir erfahren, was im norwegischen Forschercamp passiert ist, die das Alien und das Raumschiff entdeckt haben.
Es hätte schlimmer kommen können. Ganz klar spielt das verspätete Prequel an keiner Stelle in derselben Liga wie Carpenters Meisterwerk, aber es versucht sich im respektvollen Umgang mit dem Original in dessen Anfang es immerhin nahtlos überleitet.
Was dem neuen Film fehlt sind starke Charaktere und die ruhige, suspensegeladene Stimmung des Originals. War im Original jede Figur auf ihre Weise einprägsam und interessant, dienen die viele Figuren des norwegischen Camps hauptsächlich als verheizbares Kanonenfutter, für das “Ding” das sich diesmal entgegen der Tagline von Carpenters Film (“Man is the warmest place to hide”) weniger versteckt, als wie ein Slasher-Killer hinter seinen Opfern her ist. Die verschiedenen Mutationen sind dabei durchaus originell und faszinierend konzipiert, kranken allerdings an ihrem digitalen Look, der sie nur in wenigen Momenten als so real und greifbar erscheinen lässt, wie Rob Botins Latexkreationen. Das diesmal eine außenstehende US-Forscherin (und Amerikanerin) als Identifikationsfigur in den Plot gepresst wurde, die sich mit dem eindimensionalen Mad Scientist rumstreiten darf, tut der Spannung auch nicht wirklich gut, denn so stellt sich nie das Gefühl echter Abgeschlossenheit ein und die Idee mit den Plomben als Nachweis der menschlichen Echtheit ist leider auch nicht halb so nervenzerfetzend, wie der Bluttest des Originals.
Die Musik und Kameraführung versucht sich schon dran Carpenters Werk zu imitieren und es gibt zugegeben viel langweiligere und ärgerlichere Filme als dieses neue Thing. Aber leider fügt das Prequel der Geschichte weder etwas interessantes hinzu, noch ist er je mehr als eine Fußnote zum Original. Und dessen Schicksal nach geflopptem Kinostart erst spät zum Kulterfolg zu werden, dürfte das Remake wohl auch nicht erwarten – denn dazu ist es einfach zu gewöhnlich.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 18th, 2011 •
- 18 Kommentare
- Schlagwörter: Hugh Jackman, Steven Spielberg, Submarine, The Adventures of Tintin, the thing, Tintin
Frank Miller, dessen Werke ja immer noch gerne als Filmvorlage genommen werden und der mit der Vergewaltigung von Will Eisners “The Spirit” selbst im Regiestuhl Platz genommen hat, ist nicht zum ersten Mal für Kontroversen gut. Ob es um misogyne, wie homophobe Untertöne in seinen Werken geht oder um sein pubertäres Rumgesabbere sobald er in der Nähe einer gut aussehenden Frau ist (die Hälfte seiner Pressekonferenz für The Spirit bestand damals daraus, dass er erzählt hat wie geil es war mit sovielen Sexbomben mit dicken Tüten am Set zu sein). In seinem Blog hat er jetzt gegen die Occupy-Bewegung ausgeteilt.
In seinen Augen nur ein paar dumme Vergewaltiger mit Hippi-Flausen im Kopf, die lieber mal zum Militär gehen sollten um das Land gegen die wahre Gefahr, den islamistischen Terrorismus zu bekämpfen. Ob sich Miller damit als Gastautor für Politically Incorrect bewirbt, weiß ich nicht, aber reinpassen würde seine Tirade dort schon ganz gut.
“The “Occupy” movement, whether displaying itself on Wall Street or in the streets of Oakland (which has, with unspeakable cowardice, embraced it) is anything but an exercise of our blessed First Amendment. “Occupy” is nothing but a pack of louts, thieves, and rapists, an unruly mob, fed by Woodstock-era nostalgia and putrid false righteousness. These clowns can do nothing but harm America.
(…)In the name of decency, go home to your parents, you losers. Go back to your mommas’ basements and play with your Lords Of Warcraft.
Or better yet, enlist for the real thing. Maybe our military could whip some of you into shape.”
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 14th, 2011 •
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- Schlagwörter: Batman, Frank Miller
Okay slightly OT, aber dann doch auch wieder nicht. Ich bin mal wieder älter geworden heute, was eigentlich kein Grund zur Freude ist, höchstens wenn man die Alternativen bedenkt. Gefreut hat mich allerdings diese hübsche kleine Grafik die mir meine Kollegen bei moviepilot gebastelt haben und die eindeutig zeigt: Ich habe mehr Mimik als Steven Seagal. Whatever that means ;) In jedem Fall mal danke an Paul und Michi…

- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 11th, 2011 •
- 19 Kommentare
Contagion – USA 2011





Eine Reisende kehrt aus Asien zurück und bringt eine Killergrippe mit die sich schnell ausbreitet und binnen weniger Tage Tausende Opfer fordert. Regierung, Wissenschaftler und Ordnungskräfte versuchen verzweifelt den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen.
Bei allen Stars und allem Aufwand fühlt sich Contagion doch insgesamt überraschend banal an. Irgendwo zwischen Outbreak und dem Galileo-Special zur Killergrippe, zieht sich der überlange Film ohne tatsächlich mitzureissen oder zu berühren. Keine der Figuren wirkt tatsächlich lebendig, alle sind überdeutlich durch ihre Funktion definiert.
Doch Funktionen lassen uns nicht mitfühlen. Wo im ähnlich gelagerten “And the band played on…” die Entdeckung des HIV-Virus und seine globalen Auswirkungen menschlich nachfühlbar vermittelt wurden, bleibt Contagion Herz- und Spannungsfreies Kino, das zwar halbwegs plausibel aber dennoch ohne eigentliche Story dahinplätschert und dramaturgisch mehr als einmal gehörig durchhängt.
Am Schlimmsten bleibt die durchgängige Unoriginalität, die den ganzen gängigen Todesviren-Szenarien überhaupt nichts hinzuzufügen hat und – das enttäuscht bei Soderbergh tatsächlich – beständig das Gefühl vermittelt, es auch nichtmal zu versuchen. Zwei drei sülzige Momente mit Matt Damon und Tochter, die wir im Grunde auch nicht kennenlernen und die erkennbar nur als “Human Interest” eingebaut sind, reichen nicht aus um die Dimension des Geschehens tatsächlich spürbar zu machen.
Contagion mag ausreichen um misstrauisch zu gucken, wenn das nächste Mal in der Ubahn jemand hustet – das wirkliche Grauen eines solchen Virenausbruchs, bleibt er trotz Millionen Toten letztlich schuldig.
Der große Crash – Margin Call – USA 2010





Die letzten 24 vor dem großen Börsencrash von 2008 in einer Lehmann-ähnlichen Großbank, deren Manager langsam realisieren, was die Stunde geschlagen hat.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Oktober 22nd, 2011 •
- 8 Kommentare
- Schlagwörter: Contagion, Margin Call























