Nach Teil 3 dachte ich ja wirklich, das aus dem Franchise so völlig die Luft raus ist, aber ich muss zugeben, das ich nach diesem Trailer tatsächlich wieder Lust auf den Oger, Donkey und die verfettete Puss’N'Boots habe. Bißchen viel 3D-Spielerei aber auch einige sehr nette Gags. Gibt also doch noch einen ernstzunehmenden Gegner für Toy Story 3.
Okay Dreamworks, ich bin wieder gespannt.
Mein Favorit für den Deutschen Titel wäre ja noch immer der Lieblingsvorschlag der moviepilot-Community gewesen “Shrek 4 – Grüner wirds nicht”. Leider hat man sich ja für das langweiligere “Für immer Shrek” entschieden.
Spätestens seit auf der letztjährigen Comic-Con der erste Trailer gezeigt wurde, haben echte Film-Nerds diesen Film auf dem Schirm: Kick-Ass – die furiose, blutige und völlig durchgeknallte Verfilmung des mittlerweile zum Kult avancierten Comics von Mark Millar und John Romita, Jr. verspricht beste, schwarz-humorige Unterhaltung.
Der Film wurde von Matthew Vaughn und Brad Pitt unabhängig auf die Beine gestellt und erst im Nachhinein kümmerte man sich um einen Verleih, nachdem klar war, das ihnen niemand mehr in den Film reinreden würde. Kick Ass erzählt die Geschichte von normalen Menschen, die versuchen im wahren Leben als bunt kostümierte, selbst ernannte Superhelden für Recht und Ordnung zu kämpfen. Ob nun Nicolas Cage als Big Daddy, seine Film-Tochter Chloe Moret als Hit Girl, der Newcomer Aaron Johnson als titelgebender Kick-Ass und der in Superbad als “McLovin” zu Ruhm gekommene Christopher Mintz-Plasse als Red Mist.
Wir haben für euch schon im Vorfeld 50 Karten organisiert, für die Previews die Ende März in Berlin, Bochum und Hamburg stattfinden werden. Wir werden die Karten als +1 verlosen, so dass 25 von euch mit je einer Begleitperson den Film für lau Wochen vor dem Kinostart am 15.04.2010 angucken können. Ist das cool oder ist das cool?
Also, seid ihr feucht geworden? Sabbert ihr schon? Wischt euch das Kinn ab und schreibt uns bis zum 27.03.2010 eine mail an gewinnen(ät)fuenf-filmfreunde.de, mit dem Stichwort “Kick Ass” und sag uns dazu, welches euer persönlicher Superhelden-Name wäre.
Wichtig: Da es in Kick Ass ordentlich zur Sache geht, können wir nur Volljährige in den Film lassen. Das Alter wird im Kino überprüft, als bitte macht nur mit, wenn ihr über 18 seid. Und gebt bitte an in welcher der drei Städte ihr gerne hingehen würdet, falls ihr gewinnt. Aus allen Einsendungen ziehen wir die Gewinner, die dann auf die Gästeliste kommen und von uns per mail benachrichtigt werden.
“Wo seid ihr meine Freunde…?”
Originaltitel: Jerry Cotton
Herstellungsland: Deutschland 2010
Regie: Cyrill Boss / Philipp Stennert
Buch: Boss, Stennert. Andreas Gaw
Darsteller: Christian Tramitz, Christian Ulmen, Mónica Cruz, Christiane Paul, Heino Ferch, Joram Voelklein, Jürgen Tarrach, Janek Rieke, Herbert Knaup, Moritz Bleibtreu
Jerry Cotton (Christian Tramitz), der beste Mann des FBI soll den Mord an einem dubiosen Unterwelt Sammy Serrano (Moritz Bleibtreu) aufklären. Er ist gar nicht begeistert, als ihm nach dem schweren Unfall seines letzten Partners, der ebenso übereifrige wie unerfahrene Phil Decker (Christian Ulmen) zur Seite gestellt wird. Doch das ist nur das geringste seiner Probleme…
Cottons Jerry, in dem Christian Tramitz markant posend auf den Spuren George Naders wandelt, bleibt leider ein eher halbgares Vergnügen. Viel Potential, musikalische Referenzen auf die legendäre Original-Musik von Peter Thomas und ein sehr gelungenes Intro trösten leider nur bedingt über den insgesamt sehr durchwachsenen Gesamteindruck weg.
Das Drehbuch bietet schon einige gute Gags, doch das Timing sowohl in Spiel als auch Schnitt hängt ständig durch. Immer verweilt die Kamera einen Tick zu lange auf der Action und viel zu oft scheinen die Darsteller Lachpausen zu lassen, anstatt die Dialoge einfach schnell und natürlich abzuliefern. Was Stennert und Boss beim zweiten Teil von Der Wixxer und in wenigen Folgen der Pro7-Märchenstunde noch gelang, mit todernster Miene extrem alberne Scherze zu servieren, gleitet hier leider oft in die Regionen des unwitzigen TV-Klamauks ab, bei dem nach Gags schonmal das Pointengesicht aufgesetzt werden darf.
Die Optik schwankt ebenfalls zwischen gelungenen Einfällen und Bildern die trotz des unzweifelhaften Aufwandes doch irgendwie “klein” wirken. Natürlich könnte man das als Referenz auf die alten Filme lesen, denn auch dieser Jerry Cotton entstand wie sein 60er Jahre Vorgänger hauptsächlich in Deutschland und nicht in New York, viel näher liegt aber die Interpretation, das die beiden Regisseure sich einfach mit dem ganz großen Kinobild doch ein wenig schwer tun (ein Umstand der sich ebenfalls bereits in Neues vom Wixxer abzeichnete).
Er war schon lange kein Star mehr. In den 80ern Jahren zierte er zusammen mit Corey Feldman jedes Teeniemagazin von München bis L.A. Mit Lucas war er bekannt, mit Lost Boys zum Star geworden, kurzzeitig galten The Two Coreys als absolute Teen-Idole der späten 80er und frühen 90er. Daddys Caddilac, Dream a little Dream, Rollerboys – Corey ließ Mädchen und Jungschwuppenherzen höher schlagen.
Doch wie so viele Teenstars war der Ruhm von ihm auch schon früh mit dem Konsum von Drogen verbunden. Mit dem Alter und den Skandalen schwand der Ruhm. Der Sprung ins Erwachsene-Fach ist ihm trotz Action-Filmen wie Fast Getaway oder Softsex-Thrillern Blown Away nie so recht gelungen. Während der ihm in Hass/Liebe verbundene Corey Feldman sein Leben langsam wieder in den Griff bekam, schlidderte Haim in B- und C-Filmen bis zur Unkenntlichkeit aufgedunsen immer am Rande des Abgrundes. In der Reality-Soap The Two Coreys konnte ganz Amerika mitverfolgen, wie er einen Zusammenbruch erlitt, als man ihm mitteilte das er in Lost Boys 2 nicht dabei sein solle.
Das Leben des Corey Ian Haim war von typischer Hollywood-Tragik geprägt, vom Teenie-Posterboy hatte er sich zum Posterboy des ausgebrannten Kinderstars gewandelt, der bis zum Schluß wohl nie mehr ganz von den Drogen loskam.
In einem Interview erzählte er 2007: “”I started on the downers which were a hell of a lot better than the uppers because I was a nervous wreck. But one led to two, two led to four, four led to eight, until at the end it was about 85 a day – the doctors could not believe I was taking that much. And that was just the Valium – I’m not talking about the other pills I went through.”
Bald gehen Buzz Lightyear und Woody nach 11jähriger Pause wieder auf Abenteuersuche. Doch ehe es mit Pixars zweitem 3D-Film in die Unendlichkeit und noch viel weiter geht, gilt es die neuen Toys-Charaktere kennenzulernen. Heute stellt Disney eine der neuen Figuren aus dem am 29.07. anlaufenden Toy-Story 3vor.
Ich präsentiere: Stretch den Tintenfisch:
Ich glaube so ein Vieh hatte ich als Kind auch. Ob der im Film auch an die Wand geworfen wird und dann langsam runterkrabbelt?
Es ist mal wieder Zeit für die regelmäßige Ausbeutungsanfrage, in der ich euch anbiete für wenig Geld 3 Monate für moviepilot zu schuften.
Das ich das dennoch guten Gewissens mache, liegt natürlich daran, das unsere bisherigen Praktis den Job gern gemacht haben, oft freiwillig verlängert haben und im Gegensatz zum stupiden Kaffeekoch und Aktensortier-Praktikum, wie es in anderen Firmen die Regel ist, ihr tatsächlich einen spannenden Job habt, bei dem ihr euch die ganze Zeit mit Filmen beschäftigen werdet, eine ganze Menge lernt und am Ende tatsächlich etwas für euren CV mitnehmen könnt, das euch weiterhelfen wird.
Einziger echter Nachteil ist, das ihr jeden Tag mit mir zusammenarbeiten müsst, aber nun ja man kann nicht alles haben.
Nachfolgend gibt’s die offiziellen Anforderungen was euch bei uns erwartet:
Praktikum Redaktion bei moviepilot in Berlin
Wir suchen zu Anfang April, für einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten, Praktikanten (m/w) für die Redaktion, die unser Team mit Begeisterung, Kreativität, Eigenverantwortung und zielstrebigem Arbeiten unterstützen möchte.
Deine Aufgaben:
* Schreiben von News und Themenartikeln
* Unterstützung bei der Communitybetreuung
* Erstellung von Filmquiz zu aktuellen Kinostarts
* Einpflege von Filmkritiken in unseren Pressespiegel
* Übersetzung von Zitaten aus US-Kritiken für unseren Pressespiegel
* Erstellung einfacher Grafiken in Photoshop
* Ideen Entwicklung zu aktuellen Filmen
* Betreuung von Gewinnspielen zu aktuellen Kinostarts
Dein Profil:
* Du liebst Filme (wenn du länger als ne Minute überlegen musst, wann du das letzte mal im Kino warst – vergiß es)
* Du bist Student/in (oder anderweitig qualifiziert) mit Affinität zur redaktionellen Arbeit
* Du bist nett, offen, pragmatisch, belastbar, hast Sinn für Humor und hoch motiviert
* Du hast eine sehr hohe Internetaffinität (Web, Communitys, Blogs. Filmseiten)
* Du bist sicher im Umgang mit MS Office (Outlook, Excel, PowerPoint, …)
* Du verstehst sehr gut englisch
* Du hast mindestens drei Monate für uns Zeit
* Du hast Spaß am Verfassen von Texten und erfasst schnell das Wesentliche eines Textes
* Rechtschreibung, Sprachwitz und Stil sind keine Fremdwörter für Dich
Okay das wars wieder einmal. Die Preise gehen im wesentlichen in Ordnung, auch wenn ich Coraline und District 9 durchaus ein Goldmännchen gegönnt hätte. Best FX für Avatar geht natürlich in Ordnung, aber der Kamera-Oscar für Camerons Schlumpfkatzen war dann doch eher ein Witz.
Da mich bei dem Ganzen insgesamt aber mehr die Show interessiert, als die Gewinner, fällt mir eines ein: WTF? Was war denn da bitte los?
Kein Eröffnungsfilm, stattdessen eine kurze Revuenummer mit… Neil Patrick Harris, der mit dem DDR-Fernsehballett ein paar halbierte Schwäne schwenken durfte. Was dummerweise auch noch das Beste und aufwendigste Event des Abends war und spätestens mit dem Auftritt von Steve Martin und Alec Baldwin den Wunsch aufkeimen ließ, das NPH auch den Rest der Veranstaltung moderieren würde (so wie er das im Herbst bei den Emmys souverän und witzig getan hat).
Statt dessen gab es Steve Martin, der schon seit Jahren in gelangweilter Lustlosigkeit erstarrt ist, die man ansonsten nur von Harald Schmidt kennt und Alec Baldwin, der wie Ottfried Fischer wohl mittlerweile den Kopf nicht mehr drehen kann, ohne die Schultern mitzubewegen und nicht so ganz realisiert, das er außerhalb von 30 Rock jetzt nicht gerade die spritzigste Perle im Sektkelch ist.
Zusammen kalauerten sich die beiden durch mal mehr, meist weniger gelungene Späßchen, die in ihrer biederen Darbietung und bar jeder echten Chemie zwischen den beiden, dann doch wirkte, als habe man versehentlich Bernd Stelter und Fips Asmussen einfliegen lassen. Was perfekt zur Bühne passte, die sah nämlich aus wie wenn die Oberstufe des Wiesengrund-Gymnasiums Bad Salzufflen die Aula festlich schmückt. Klein, beengt, piefig und mit einem muffigen Pseudoglamour versehen, der die ganze Veranstaltung auf das Niveau einer hochkarätig besetzten Schulaufführung herabzog.
Unterstützt wurde der Eindruck einer sparsam produzierten und zum Teil recht hastig zusammengestoppelten Veranstaltung vom fehlen wirklich origineller Ideen. Waren die aufwendigen Einspielfilme in den Jahren in denen Billy Crystal, Whoopi Goldberg oder Jon Stewart moderierte das Highlight der Show, gab es diesmal wenig zu bewundern.
Die übliche Totenrolle in Memorian, die dreisterweise Farrah Fawcett mal eben ausließ (was damit begründet wurde man könne ja nun nicht jeden aufnehmen) und die mal einfach jede Schauspielerin als Actor bezeichnete, dann ein half-assed Tribute to Horror-Movies (wie schön, nachdem das Genre ja traditionell nie eine Chance hat ausgezeichnet zu werden, wenn man vom Schweigen der Lämmer mal absieht) und als einziges Glanzlicht die Statements der animierten Figuren, bei denen tatsächlich mal etwas Aufwand betrieben wurde.
Einen Hauch von Gänsehaut vebreitete auch die verdiente Hommage an John Hughes, dessen Ex-Stars noch einmal an ihn erinnerten. Aber selbst die Featurettes zum Sounddesign und andere Kleinigkeiten machten den Eindruck mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein.
Auch ansonsten gab es wenig Grund sich abseits der Preise unterhalten zu sehen. Ein paar schöne witzige Dankesreden, u.a. vom Gewinner des Kurzfilm-Oscars oder Sandra Bullock und Jeff Bridges, kontrastierten mit viel Durchschnitt, einem bekifft dreinschauenden George Clooney, einem angepisst wirkenden James Cameron und einer ersten Reihe die absolut frei von Jack Nicholson war – wie kann bitte sowas passieren!?
Auch musikalisch gab es nichts, nichtmal die obligatorischen Pinkelpausen, wenn die besten Songs eingesungen werden. Alles wurde hektisch runtergerasselt und als dann tatsächlich mal eine Showeinlage für die beste Musik kam, sah es aus, als würde das Waldorf-Ballet Wittenberge die Namen der Nominierten als Ausdruckstanz darbieten. Ohne Zusammenhang zur Musik oder zum Inhalt der Filme wurde hier mal wieder bewiesen, warum selbst Menschen die Musicals lieben, bei Ballett das kalte Grausen bekommen. Die WTF-Gesichter im Publikum nach diesem Debakel sprachen Bände.
Höhepunkt dieses trotz des gehetzten Eindrucks zu langen Show-Schlamassels, aus dem sich die Moderatoren zwischendurch mal ganz verabschiedeten, war dann die Fuck-Off-Verkündung des Best Movie Awards. Die besten Filme waren über die ganze Show von uninspirierten und freudlosen Laudatoren vorgestellt worden (genau wie viele anderen Kategorien durch überlang-geschwätzige Einzellaudationen ins Infinitum gedehnt worden waren) und am Ende hatte man wohl so gar keinen Bock mehr und ließ Tom Hanks den Best Picture Award kurz rausnuscheln.
Das er den Preis Frau Bigelow, die direkt zuvor den als erste Frau ever den Best Director Oscar erhalten hatte, nicht gleich hinter die Bühne warf, war auch schon alles. “Hier nimm mit und jetzt ist Schluß, wir müssen inner halben Stunde hier raus sein, dann tagt hier der Kartoffelfarmer Verein Idaho”. Selten wirkte eine Oscarverleihung, so lustlos, konzeptlos und chaotisch wie in diesem Jahr. Und dabei waren schon Steve Martins erste beiden Hostings nicht gerade eine Offenbarung und spielten sich auf seltsam designten Bühnen ab.
Fürs kommende Jahr dann bitte wieder fragen ob Jon Stewart Zeit hat oder lasst es gleich NPH machen.
Der kann das nämlich. Und bitte lasst die Show nicht mehr von Hamish Hamilton inszenieren. Der hat ja auch die die letztjährigen MTV und Scream-Awards zu schnarchigen Veranstaltungen gemacht.
Danke.
—————
Jet Strajker meint:
Ein kurzes Nachwort:
Da ich mich nicht am F5-Live-Chat beteiligt habe, um mich ganz auf die Verleihung konzentrieren zu können, noch einmal ein paar Worte zur reichlich tristen Oscarverleihung, die da vergangene Nacht rasch über die Bühne gebracht wurde. Weitaus weniger innovativ, ideenreich und amüsant als unter der Regie von Baz Luhrman im letzten Jahr, wurden die Preise ohne inszenatorische Raffinesse vergeben, und am Ende blieb sogar trotzdem nicht einmal Zeit, um noch einmal die nominierten Best-Picture-Kandidaten vorzulesen. Das ging dann alles ganz schnell und unglamourös.
Und dennoch war die 82. Verleihung der Academy Awards kein allzu kurzweiliges Vergnügen, was wohl an der grauenhaften Moderation der beiden Hosts Steve Martin und Alec Baldwin gelegen haben dürfte (sollte diese Konstellation in irgendeiner Weise PR für ihren gemeinsamen Film “It’s complicated” betreiben?). So ungelenk, unkomisch und zahm wurden die Oscars wohl selten unterhalten.
Die wenigen Highlights besorgten dann andere. Ben Stiller zum Beispiel, der als Na’vi verkleidet noch den originellsten Beitrag zum eher unangenehmen, an diesem Abend aber offenbar sehr populären “Avatar”-Bashing abgab. Eine schöne Hommage an den verstorbenen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten John Hughes versammelte noch einmal die Stars des 80er-Jahre Coming-of-age-Kinos (darunter Molly Ringwold und Anthony Michael Hall). Und Jeff Bridges wurde in der “Crazy Heart”-Nominierungsrede von seinem einstigen Co-Star Michelle Pfeiffer anmoderiert, was sehr bewegend und wehmütig ausfiel und der Verleihung einen kurzen Augenblick wahrer Größe verlieh.
Natürlich ist es ein Pflichttermin für jeden echten Filmfan, sich die Oscar-Verleihung Sonntag-Nacht LIVE anzusehen und nicht nur die die Zusammenfassung am Montag.
Pro7 überträgt ab 1 Uhr nachts den Oscar-Countdown, um 01:15 gibts dann die Berichterstattung vom Roten Teppich und um 02:00 geht es dann los mit den diesjährigen Gastgebern Steve Martin und Alec Baldwin.
Wir werden die Nacht natürlich dabei sein und das Ereignis durchgängig kommentieren. Dabei sind die Fünf Filmfreunde, Mitglieder der moviepilot-Redaktion und Ines ist für film-zeit dabei.
Ihr könnt euch ebenfalls einschalten, mitquatschen und mitdiskutieren.
Wie immer kurz vor den Oscars, wird der mittlerweile etablierte und seit 1981 jährlich gefeierte Gegenpreis einen Tag vorher verliehen: Die Razzies, die goldenen Himbeeren für die miesesten Leistungen des Jahres. Wie vor ihr schon Paul Verhoeven, Tom Selleck, Halle Berry und Bill Cosby holte sich in diesem Jahr die “Gewinnerin” Sandra Bullock den Preis selbst ab und verteilte dabei augenzwinkernd DVDs ihres “ausgezeichneten” Films “Verrückt nach Steve”, auf das die Jury sich im nächsten Jahr bei ihr entschuldigen möge. Bullock gilt auch als heißer Favorit der heutigen Oscar-Verleihung.
Ich mag Burton ja und fand auch Alice besser als viele meiner Kollegen und hab außer Planet der Affen wohl jeden seiner Filme auf DVD zuhause rumstehen. Dennoch mußte ich bei diesem Clip aus dem Hause College Humor ziemlich grinsen.
Originaltitel: Men Who Stare at Goats, The
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Grant Heslov
Buch: Peter Straughan
Darsteller: Jeff Bridges, George Clooney, Kevin Spacey, Ewan McGregor, Robert Patrick, Stephen Lang
Durch Zufall stolpert der erfolglose Provinzreporter Bill Wilton (Ewan McGregor) im Irak über Lyn Cassidy (George Clooney), der behauptet teil einer streng geheimen Spezialeinheit der US-Armee gewesen zu sein, das sich in der Ausbildung sog. Jedi-Krieger verdingte. Kämpfer die nur mittels PSI-Kräften den Weltfrieden erstreiten sollten.
Durch Wände gehen, Ziegen durch Blicke töten, Hellsehen – nichts war für diese Supermänner unmöglich.
Das Projekt unter der Leitung des idealistischen Bill Django (Jeff Bridges) lief angeblich blendend, bis ein mißgünstiger Konkurrent (Kevin Spacey) Unfrieden in die Hippie-Soldaten-Truppe bringt.
Anfänglich skeptisch, gerät Bill immer tiefer in Lyns Bann und beginnt sich zu fragen, ob an der Geschichte nicht doch etwas dran sein könnte.
Regisseur Heslov hat sich hier eine feine, fast wahre Story rausgesucht, deren Prämisse direkt aus dem Lande WTF zu stammen scheint. Und es gelingt ihm auch, das Ganze mit leichtfüßigem Humor, Slapstick und sympathischen Darstellern zu erzählen, die alle froh zu sein scheinen noch einmal das alte Woodstock-Feeling durchleben zu dürfen. Natürlich ist Clooney als relaxter Jedi-Warrior von entwaffnendem Charme und auch Bridges und Spacey balancieren ihre Figuren gekannt am Rande der Karikatur.
Ins Schlingern gerät der Film immer dann, wenn er versucht aktuelle Themen aufzugreifen und “wichtige Botschaften” zu vermitteln, denn dann packt er ungeniert den moralischen Zeigefinger aus. Wenn Nebenfiguren vom schweren Kriegsschicksal erzählen und dabei die unbeschwerte Farce plötzlich zur bleischweren Moralfabel mutiert. Das fällt umso unangenehmer auf, da der Film an sich eher eine lose Skizzensammlung ist, als tatsächliche Geschichte. Die Rahmenhandlung holpert ebenso wie die Autos mit denen McGregor und Clooney durch die Wüste fahren und die zum Teil sehr komischen Flashback-Epsioden können sich nie so ganz entscheiden, ob sie die Eso-Auswüchse nun parodieren oder doch als exzentrische Ausläufer der Hippie-Bewegung verklären wollen. Wäre es nicht schön, wenn alle Soldaten nur debil grinsend und leicht bekifft herumsäßen und sich einredeten sie könnten mit Geisteskraft die Umwelt beeinflussen?
Originaltitel: Alice in Wonderland
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Tim Burton
Buch: Linda Woolverton
Darsteller: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Crispin Glover, Anne Hathaway, Stephen Fry, Christopher Lee, Michael Sheen, Alan Rickman, Matt Lucas, Timothy Spall Batzman Jet Strajker (Review gibt’s hier)
Kurz vor ihrer unliebsamen Verlobung folgt die 19jährige Alice (Mia Wasikowska) abermals dem Weißen Kaninchen (Michael Sheen) und kehrt ins Wunderland (oder Underland) zurück.
Nur bruchstückhaft erinnert sie sich an ihren Besuch als Kind und ihre alten Bekannten, Tweedledee und Tweedledum (Matt Lucas), die Teemaus (Barbara Windsor), der verrückte Hutmacher (Johnny Depp) und die Grinsekatze (Stephen Fry) versuchen sie zu überzeugen, den Kampf gegen die Rote Königin (Helena Bonham-Carter) und deren Lieblingsmonster den Jabberwock (Christopher Lee) aufzunehmen.
Die Erwartungen an die Kombination von Burton und Lewis Carrols skurril-surrealen Büchern waren zweifellos riesig. Genausowenig verwundern die gespaltenen Meinungen zu dem Film. Einige Kollegen großer UK- und US-Publikationen haben den Film offensichtlich gehasst, wobei die Motivationen dafür höchst unterschiedlich sind. Dem einen war es zu schräg, dem anderen zu künstlich und einem anderen war es zu glatt erzählt.
Ein bißchen Recht haben sie vielleicht alle, aber dennoch tun sie dem Film damit ein wenig unrecht, denn auch wenn er sicher kein neuer “Ed Wood” ist, ist er auch sehr weit von “Planet der Affen” entfernt.
Burton liefert eine top besetzte und verschroben düster gespielte Alice Version, die Spaß macht und nicht zuletzt wegen der sympathischen Hauptdarstellerin Mia Wasikowska zu gefallen weiß. Stephen Frys Grinsekatze gehört stimmlich und optisch zu den absoluten Highlights, dieses an opulenten Bildern nicht eben armen Films. Helena Bonham Carter ist eine Red-Queen, die genial die launisch-pubertäre “Queenie” aus Black Adder gepaart mit einem Hauch Idi Amin channelt (interessanterweise spielte die echte Queenie Miranda Richardson die Rolle in der Alice Miniserie von 1999), und ebenso irrational zwischen Liebenswürdigkeit und tobsüchtiger Grausamkeit wechselt. Wie schon in früheren Versionen ist diese Figur eine Mischung aus der Red Queen und der Queen of Hearts der Vorlage.
Heute startet der neue Tim Burton-Film “Alice im Wunderland”. Ich bin dazu ja neulich mal meinem ganz persönlichen weißen Kaninchen gefolgt. Rein beruflich natürlich.
Seit sie in “Edward mit den Scherenhänden” zum ersten Mal zusammenarbeiten zieht es Johnny Depp und Tim Burton immer wieder zueinander hin. Der wandlungsfähige Schauspieler für die etwas schrägeren Rollen scheint das perfekte Alter Ego des Zauselhaarigen Regisseurs zu sein. Für Alice im Wunderland, der am kommenden Donnerstag startet, haben sie sich wieder zusammengetan und Depp darf seiner Vita nun auch den schottisch parlierenden Verrückten Hutmacher hinzufügen.
Auf die Frage was das Geheimnis ihrer Liebesbeziehung wäre, meinte Burton auf der Alice-Pressekonferenz am Donnerstag im Spaß, während er sich an Depp schmiegte: “Wir sind nur gute Freunde, nur gaaanz gute Freunde.” Da solle nicht zuviel reininterpretiert werden. Und Ärger hätte es nur einmal gegeben, als Helena Bonham Carter dazu gekommen wäre. Depp ergänzte, man habe sich halt viel zu sagen, wenn erstmal Kinder da wären und man sich übers Windelwechseln und Kinderprogramm unterhalten könne. Die Chemie zwischen den beiden stimmt also.
Bleibt die Frage welcher ihrer bisherigen Filme euch am besten gefiel. Also stimmt ab und sagt uns, welcher ist eurer liebster Burton/Depp-Film.
So… nach der kurzen Dienstreise melde ich mich zurück mit den Reviews die ansonsten zu kurz gekommen wären.
Heute dabei: Shutter Island +++ #9 +++ Percy Jackson – Diebe im Olymp +++ Nine +++ Mitternachtszirkus – Cirque du Freak +++ In meinem Himmel
Shutter Island – USA 2010
Ein FBI-Ermittler (Leonardo DiCaprio)besucht die ambitionierte Irrenanstalt für gemeingefährliche Patienten, die auf der abgelegenen Insel Shutter Island beheimatet ist. Zusammen mit seinem neuen Kollegen, soll er das Verschwinden einer Patientin aufklären. Doch die Insel bietet noch mehr Geheimnisse…
Rein stilistisch und schauspielerisch ist Martin Scorceses neuem Werk wenig vorzuwerfen. Shutter Island will ein edler B-Film sein, eine klassische Mystery-Geschichte mit klischeehaften Figuren, die alle dem Kino der 50er und 60er Jahre entsprungen scheinen. Schneidige Männer mit Hüten, voller Machismo und Entschlossenheit. Unheimliche deutsche Psychologen. Kriegstrauma und Verschwörungstheorien. Geifernde Irre und geheime Botschaften. Alles soweit ganz schön und effektiv.
Bis auf ein paar häßliche Blue-Screen-Effekte zu Beginn und am Ende, kann sich der Film auch optisch sehen lassen, bringt die düstere, surreale Welt von Shutter Island effektvoll auf den Punkt. Das Problem des Films ist nicht, wie einige deutsche Kollegen feststellten, das sich der Film sehr ernst nähme und dabei doch nur ein Big-Budget-B-Film sei. Denn Scorcese setzt sehr bewußt auf dieses Look&Feel, die Klischees und Stilisierungen klassischer Pulp-Filme. Das ist alles Teil des Konzepts und somit stört es auch nicht, wenn die Figuren nicht gerade Musterbeispiel tiefschürfender Charakterentwicklung sind.
Der Oscar rückt näher. Am 7. März ist wieder die Nacht der Nächte. Langsam wird es also Zeit sich durch die Nominierten zu wühlen und seine Favoriten zu finden. Also: Wer wird eurer Meinung nach in diesem Jahr das goldige Männeken mit nach Hause nehmen dürfen. Also außer Herrn Cameron.
Ich hab ja neulich schonmal versucht einen Blick in die Zukunft zu werfen…
Okay – das war Trashig :) . Ich werd nie wieder Orakeln. Versprochen! Aber da ihr das eh besser könnt, will ich jetzt von euch wissen, wen ihr ganz vorne seht.
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Die Wege der Verleiher sind unergründlich. In dieser Woche starten gleichzeitig das Musical “Nine” und der apokalyptische Animationsfilm “9″. Was natürlich wieder in Tränen enden wird, wenn die Frauen im Kino sitzen und sich fragen warum Daniel Day-Lewis aussieht wie eine Sackpuppe und die Männer voller Panik feststellen, das beim Ende der Welt gesungen wird.
Ich freue mich ja ziemlich auf den neuen Burton, trotz CGI sehen die bisherigen Sachen schon ziemlich schick aus und alleine für den Satz “Ich brauche ein Schwein für meine Füsse” hab ich den Trailer 20x angeguckt. Klar das ich auch wieder mit unseren Mad Scientists im moviepilot-Keller an einem psychologisch ausgefeilten Persönlichkeitstest gearbeitet habe. Wir verraten euch: Welcher Figur aus dem Wunderland seid ihr am ähnlichsten?
Um euch zu zeigen, das ihr keine Angst haben müsst, hab ich den Test auch als erster gemacht und das kam raus:
“Stay on the path. It’s not your concern. Stay on the path. It’s not your concern. “
Originaltitel: The Book of Eli
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Buch: Gary Whitta
Darsteller: Denzel Wahsington, Mila Kunis, Gary Oldman, Jennifer Beals, Malcolm McDowell, Michael Gambon, Ray Stevenson, Tom Waits
Eli zieht durch die postapokalyptische Einöde auf dem Weg zur Westküste. Unterwegs trifft er immer wieder auf degenerierte Halunken, nicht zuletzt den Bandenführer Carnegie (Gary Oldman) und seine Truppe, die ihm unbedingt sein wertvollstes Gut abluchsen wollen: Das Buch. Doch Eli weiß sich zu wehren und zeigt den hartnäckigen Raubauzen, wo der Bartel den Most holt.
BIG SPOILER AHEAD
Die Hughes Brüder melden sich zurück. Nach Ewigkeiten und vielen gescheiterten Projekten, TV-Filmen und kreativen Zänkereien wollen sie noch einmal beweisen, dass sie zurecht einmal in einem Atemzug mit anderen bekannten Regiebrüdern wie den Coens und Wachowskis genannt wurden. Wobei viele mittlerweile wohl vergessen haben, dass auch der neun Jahre zurückliegende “From Hell” ein ganz furchtbarer Film war, der nur dadurch in der kollektiven Erinnerung gerettet wurde, das “Die Liga der aussergewöhnlichen Gentleman” noch viel grauenhafter war und die Vergewaltigung des “Ripper”-Comics schon fast als scheuen Kuss auf die Wange erscheinen ließ.
Jetzt also The Book of Eli, bei dessen Synopsis ich stets versucht bin, ihn mit dem Satz “Der blinde Eli zieht mit einer Braille-Bibel, durch die postapokalyptische Welt…” zusammenzufassen um mich für den hanebüchen dreisten Schlusstwist zu rächen, den die Brüder uns hier anbieten. Es verwundert kaum, das die Werbung des Films sich tunlichst müht die religiöse Seite und die Natur des Buches auszusparen, denn was als fröhlich-stylishe Mad-Max-Variante verkauft wird, hat mehr mit Mel Gibsons Spätwerk gemein: Die Passion Denzels.
Die Apokalypse geht weiter. Nächste Woche stapst Washingtons Denzel in “The Book of Eli” durch die marode Restwelt und demnächst macht sich dann Mortensens Viggo auf mit Anhang durchs Karstland zu marschieren. Die Welt ist mal wieder ordentlich am untergehen in diesem Jahr – für uns Grund genug das Thema mit apokalyptischem Auge zu bearbeiten. Für moviepilot hab ich zusammen mit dem Kollegen Dominik einen Blick ins Verderben geworfen und das folgende Quiz gebastelt.
Die Kritik zu “The Book of Eli” gibt’s dann nächste Woche, an dieser Stelle. Wer vorab schonmal ein paar Clips sehen möchte, der kann auch das Videoquiz durchzocken ;)