Neben Buffy war Veronica Mars wohl eineder besten Serien mit einer weiblichen Hauptfigur. Und es war eine verdammte Schande, dass es damals keine vierte Staffel gab. Das die Serie hierzulande natürlich unter Ausschluss der Öfffentlichkeit im Kinderprogramm lief, klar – passte genau wie “United States of Tara” nicht in den Bla-Geschmack der meisten Zuschauer und die Sender wissen eh nicht was sie mit seltsamen Serien ohne klare Target Demographic anfangen sollen.
Kristen Bell, Producer Rob Thomas und der Rest der Cast mögen die Serie aber offensichtlich genauso wie die Fans und deswegen gibts jetzt die Kickstarter Initiative um den VERONICA MARS Film finanziert zu bekommen. Ab zwei Millionen wird gedreht, ab drei Millionen siehts wahrscheinlich wie ein echter Film aus und wenn noch mehr Kohle reinkommt gibts Action, Nudity und Hobbits.
Also mitmachen und mitspenden.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 13th, 2013 •
- 15 Kommentare
- Schlagwörter: serienfieber, veronica mars
Die fantastische Welt von Oz (Oz the great and powerful) – USA 2013





“You can’t go home again” pflegen Amerikaner zu sagen und meinen, dass man schwerlich an einen vertrauen Ort zurückkehren kann, wenn man fort war und viel erlebt hat.
Es ist viel passiert seit wir mit Dorothy in Oz waren und die Rückkehr bleibt auch deshalb wohl eher unterwältigend. Was gemalte Backgrounds und Studiosets einst schafften, will heute mit millionenschwerer Tricktechnik nicht gelingen: zu verzaubern, staunen machen, mitfühlen und mitfreuen.
Dabei fängt Raimi ziemlich charmant an, wenn er den Film in der alten Academy-Ratio und in Schwarz/Weiß beginnen lässt und erst mit dem Eintritt nach Oz auf Breitwand aufzieht – was sich am Original orientiert, wie so vieles, aber doch nicht den gleichen Eindruck hinterlässt. Denn während das Technicolor im alten Film mit Macht hereinbrach als Dorothy die Tür öffnete, wird es jetzt als erkennbarer Effekt langsam eingefaded.
James Franco ist als Scharlatan auf dem Weg zur Läuterung leider nur so mittelgut. Er ist hinreichend charmant, spielt aber zu modern und dissoziert – als würde er selbst nicht ernst nehmen was ihm alles wiederfährt. Und auch die Chemie mit seinen Co-Stars ist eher aseptisch, wenn man mal von Michelle Williams Spüli-Fee Glinda absieht, die ein adäquater Ersatz für Billie Burke ist und die Mischung aus tantiger Güte und durchgekokster Abgedrehtheit gut in die Moderne transzendiert.
*some spoilers ahead*
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 9th, 2013 •
- 27 Kommentare
Noch immer eher ein selten genutztes Stilmittel ist der Bruch der vierten Wand, richtig gemacht, trotzdem enorm effektiv. Leigh Singer hat sich die Mühe gemacht die besten Momente der Filmgeschichte zusammenzuschneiden.
Breaking the 4th Wall Movie Supercut from Leigh Singer on Vimeo.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 8th, 2013 •
- 7 Kommentare
This.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 4th, 2013 •
- 9 Kommentare
- Schlagwörter: amour, Michael Haneke, Star Wars
Zur Berlinale hatte ich das Glück Jeremy Irons zum Interview zu treffen, der ja spätestens seit “Die Unzertrennlichen”, “König der Löwen” und “Stirb langsam 3″ zu meinen Heroen gehört, denen ich selbst grottenschlechte Filme verzeihe (*hustTimeMachineEragonD&Dhust*). Im Gespräch über die Romanverfilmung “Nachtzug nach Lissabon” von Bille August, der in der kommenden Woche startet, verriet er etwas über den Sinn des Lebens und darüber das man Mut manchmal nicht selbst erkennen kann. Und ja er ist verdammt cool.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 1st, 2013 •
- 3 Kommentare
- Schlagwörter: Jeremey Irons
Am Dienstag war ich bei den Kollegen von High5 zu Gast. Zusammen mit Kristin vom High5-Team und Kinga von Focus Online habe ich bei “Sach was?” nochmal die Oscar-Nacht Revue passieren lassen. Jetzt ist die Folge online, so this.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 1st, 2013 •
- 14 Kommentare
- Schlagwörter: Oscars

So das wär dann auch mal wieder überstanden: Fazit, lahme Show aber überraschende Gewinner.
Und nächstes Jahr wollen wir lieber Ricky Gervais statt einen zahnlosen und unwitzigen Seth McFarlane.
Schön das Life of Pi so abgeräumt hat und auch Argo gönne ich den Gewinn – Überraschung des Abends waren aber die zwei Oscars für Django Unchained, besonders das Tarantino fürs Drehbuch gewinnt war nicht abzusehen.
Performance by an Actor in a Supporting Role: Christoph Waltz, Django Unchained
Best Animated Short Film: Paperman
Best Animated Feature Film: Brave
Achievement in Cinematography: Life of Pi, Claudio Miranda
Achievement in Visual Effects: Life of Pi
Achievement in Costume Design: Anna Karenina, Jacqueline Durran
Achievement in Makeup & Hairstyling: Les Misérables
Best Live-Action Short Film: Curfew
Best Documentary Short Subject: Inocente
Best Documentary Feature: Searching for a Sugar Man
Best Foreign-Language Film: Amour (Austria)
Achievement in Sound Mixing: Les Misérables
Achievement in Sound Editing: Zero Dark Thirty & Skyfall
Performance by an Actress in a Supporting Role: Anne Hathaway, Les Miserables
Seth MacFarlane’s opening act includes groans, boobs and Channing Tatum dancing
Achievement in Film Editing: Argo
Achievement in Production Direction: Lincoln
Original Score: Life of Pi, Mychael Danna
Original Song: “Skyfall,” Adele Adkins & Paul Epworth; Skyfall
Adapted Screenplay: Argo, Chris Terrio
Original Screenplay: Django Unchained, Quentin Tarantino
Kristen Stewart on crutches at the Oscars red carpet, still looks great
Achievement in Directing: Ang Lee, Life of Pi
Performance by an Actor in a Leading Role: Daniel Day-Lewis, Lincoln
Performance by an Actress in a Leading Role: Jennifer Lawrence, Silver Linings Playbook
Best Motion Picture: Argo
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 25th, 2013 •
- 5 Kommentare
- Schlagwörter: Oscars, oscars 2013
Wie in jedem Jahr darf zum Oscar gechattet werden bei den Filmfreunden. Kommt ans virtuelle Laberfeuer und verbringt mit uns die Nacht der Academy Awards.
[liveblog]
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 24th, 2013 •
- 1 Kommentar
- Schlagwörter: Oscars
The Master – USA 2012





USA 50er Jahre: Freddie ist ein Loser, dessen Leben zwischen Gewalt, Sex und Saufen pendelt. Er schafft es nicht längere Zeit einen Job zu behalten, treibt ziellos umher bis er auf den Sektengründer Dobbs trifft, der versucht ihn für seine Vereinigung “The Cause” zu gewinnen.
Beeindruckende Bilder, hochkarätige Schauspieler und stimmungsvolle Ausstattung und Kameraarbeit – das sind die unzweifelhaften Qualitäten die für The Master sprechen. Er sieht oft extrem schick aus und natürlich macht es Spaß jemand wie Philip Seymour Hoffman beim Spiel zu beobachten.
Dagegen steht allerdings das Gefühl, dass der Film erzählerisch auf der Stelle tritt und sich nie traut in eine Richtung zu gehen die wirklich interessant wäre. Es ist auffällig, dass der große Aufschrei von Scientology gegen The Master ausgeblieben ist auch wenn sie verhaltenen Unmut zu Protokoll haben. Denn auch wenn die Werbung und die Vorab-Presse anderes suggeriert spielt der Kult von Lancaster Dodd, dessen Mechaniken, Wirkung und Ideologien nur eine untergeordnete Rolle und es wird deutlich, dass sich Anderson nicht wirklich dafür interessiert.
Wofür er sich interessiert ist der von Phoenix als Mischung aus Nixon-Look-Alike und Quasimodo gespielte Id-Mensch Freddie, einem eher unsympathischen Zeitgenossen der bewusst nur in Primärreizen denkt und handelt. Saufen, ficken, prügeln und depressiv aus der Wäsche gucken. Vielleicht ist es Geschmackssache, aber Anderson überschätzt hier meiner Ansicht nach die Faszination die der Zuschauer für diesen Freddie aufbringt, das Interesse daran ob und welche Wandlung er durchläuft (eigentlich keine erwähnenswerte) und ob er lebt oder stirbt. Phoenix spielt intensiv, aber seine Figur bleibt konstant creepy – egal ob er sich am Strand einen runterholt, mit Sanduschis kuschelt oder für “The Cause” arbeitet.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 21st, 2013 •
- 9 Kommentare
- Schlagwörter: nicholas hoult, Paul Thomas Anderson, stitches, The Master, warm bodies, Zombies
Ich wollte immer schonmal “Die Die” schreiben und jetzt hat es sich endlich mal angeboten. Denn: Es war ja nicht alles schlecht. Damals als Die Hard neben Lethal Weapons noch die beste Actionserie der Welt war. Zeit für einen Blick zurück in der Faktenflut zu Stirb langsam.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 19th, 2013 •
- 13 Kommentare
- Schlagwörter: Bruce Willis, stirb langsam
Okay wahrscheinlich kennt es schon jeder, aber für die Leute die es bisher verpasst haben – der SNL-Clip ist einfach zu nett um ihn zu übergehen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 19th, 2013 •
- 6 Kommentare
- Schlagwörter: Christoph Waltz, Django Unchained, Quentin Tarantino
“Do you want a hug?”
Originaltitel: A Good Day to Die Hard
Herstellungsland: USA 2013
Buch: Skip Woods
Regie: John Moore
Darsteller: Bruce Willis, Mary Elizabeth Winstead, Jai Courtney, Sebastian Koch





John McClane reist nach Moskau, weil sein Sohn in Schwierigkeiten ist und vor Gericht gestellt werden soll. Es dauert nicht lange und McClane gerät zwischen die Fronten von Regierung, CIA und Terroristen.
Fangen wir mit dem positiven an: Es gibt ein paar wirklich spektakuläre Stunts in Die Hard 5 zu bestaunen, die vor allem in der Eingangsautojagd zum Tragen kommen. Und Bruce Willis ist Bruce Willis und einfach eine coole alte Sau.
That being said: Das ist kein guter Tag zum Sterben, auch wenn “langsam” dem gefühlten Erzähltempo dieser schaumgebremsten und über weite Strecken spaßfreien Mixtur recht nahe kommt. Stirb langsam lebte immer davon, dass ein widerstrebender Held gegen seinen Willen in absurde Situationen geworfen wurde und es mit einem faszinierenden, raffinierten Oberschurken zu tun hatte. Alan Rickman, William Atherthon, Jeremy Irons – ja selbst Timothy Olyphant (mit Abstrichen) – waren The Man With A Plan. Und die raffinierten Wendungen und wie der immer deutlich überforderte McClane damit umging und trotz zahlreicher Rückschläge triumphierte – dabei aber immer menschlich blieb – das machte den Reiz der Serie aus. Selbst im schwächeren Teil 4 klappte das insgesamt noch ganz gut, wenn man vom vergeigten Finale inkl. CGI-Jetgehüpfe mal absah.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 14th, 2013 •
- 18 Kommentare
- Schlagwörter: Bruce Willis, Die Hard 5, stirb langsam
Mit leichter krankheitsbedingter Verspätung, die Reviews der aktuellen Starts
Zero Dark Thirty – USA 2012




Maya will Bin Laden finden und töten. Das dauert mehrere Jahre, am Ende schafft sie es.
Vielleicht muss man US-Amerikaner sein um wirklich nachfühlen zu können, welche immense Wirkung dieser Film auf viele Zuschauer wie Kritiker hat. Für jemand wie mich, den weder die Jagd auf Bin Laden noch sein Ende wirklich so fasziniert hat, ist Zero Dark Thirty leider dann doch “nur ein Film”. Ein Film der sich losgelöst von der wahren Story als Unterhaltung behaupten muss. Und also solcher kann er es leider nicht mit fiktionalen Werken aufnehmen. Das mag unfair erscheinen, zumal auch die Wahrheit hinter ZDT zumindest umstritten ist, aber nimmt man dem Film den Mythos Bin Laden bleibt eine streckenweise durchaus langweilige und langatmige Story mit einer Hauptfigur über die wir wenig bis gar nichts erfahren.
Wirklich packend wird es erst in der letzten halben Stunde, obwohl auch dort jeder Ablauf, jede Nuance schon aus Dokus und Nachrichtenmagazinen bekannt ist. Aber zumindest passiert etwas und es fasziniert die Ambivalenz der Bilder, die uns nicht nur zeigen wie Bin Laden erschossen wird, sondern wie in just diesen Sekunden die nächste Generation fanatischer Terroristen entsteht – eben jene Kinder und Frauen die mitansehen wie das Militär bei einen einfällt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 7th, 2013 •
- 13 Kommentare
Django Unchained – USA 2012





Der Sklave Django schliesst sich mit einem Kopfgeldjäger zusammen um seine Frau aus der Sklaverei zu befreien
Endlich wieder ein rundum gelungener Tarantino. Während Death Proof bis auf wenige Momente ziemlich lahmte und mich auch Inglorious Basterds nicht völlig überzeugen konnte (alle Szenen zwischen Brühl/Laurent bremsten den Film gnadenlos aus), ist Django, trotz spürbarer Überlänge, enorm unterhaltsam und mitreissend.
Sein Spaghettie-Southern (wie er es selbst nennt) bietet alles um selbst Westernverächter zu begeistern, denn er bringt endlich wieder das im Überfluss, was in seinen letzten beiden Filmen nur partiell enthalten war: Brillante, groovende, witzige Dialoge, die an keiner Stelle langweilen oder in einfaches Gelaber abdriften, wie es leider in Death Proof mehrfach passierte und auch bei den Basterds, wenn Waltz gerade nicht dabei war.
So genial Waltz Rolle als Landa auch war, hier darf er nochmal eine Schippe drauflegen und beweisen, dass er als (zwar ambivalenter) aber dennoch positiver Charakter genauso faszinierend sein kann, wie als Schurke. Sein, in Anlehnung an Martin Luther King Dr. King Schultz getaufter, Kopfgeldjäger ist der treibende Motor, der den Film souverän durch seine mäandernde Story dirigiert. Dabei überrascht zwar nicht der Wortwitz, aber die Menge an Humor die Tarantino dem Film gegönnt hat. Denn bei aller Ernsthaftigkeit die hinter den Bildern rund um das Thema Sklaverei zu spüren ist, ist Django Unchained unverschämt witzig. Ja er scheut nicht davor zurück selbst an Monty Python gemahnende Szenen einzubauen, in denen kreuzdämliche KuKluxKlan-Anwärter über das für und wider von Kapuzen diskutieren.
Diese Szene mit Jonah Hill irritiert zwar, weil sie stimmungsmäßig so völlig anders ist als der restliche Film, sie wirkt wie ein Einschub, ein Nachsatz – aber sie ist gerade in ihrer übertriebenen Länge so absurd komisch, dass man ihr nachsieht den Erzählfluss zu unterbrechen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 17th, 2013 •
- 36 Kommentare
- Schlagwörter: Django Unchained, Quentin Tarantino, Tarantino
Spiders 3D sieht ja schonmal nach wunderbarem Spinnen-Trash aus, vor allem wenn man weiß, dass der Regisseur vorher Perlen wie “Ice Spiders” und den Miniklassiker “Gate – Die Unterirdischen” gedreht hat. Aber 2013 wird wohl generell ein gutes Jahr für Spinnenfreunde und wer wie ich keinen Spider-Trash auslässt, darf sich auf ein weiteres Highlight freuen: “Mega Spider” in dem ein achtbeiniger Freak sich anschickt Los Angeles zu zerstören und nur ein tapferer Kammerjäger und ein paar Wissenschaftler können das Vieh stoppen.
So wird das ganze wohl aussehen und Ray Wise ist auch mit von der Partie. Klingt nach Spaß.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 15th, 2013 •
- 5 Kommentare
- Schlagwörter: Spider-Man, spinnen
Jack Reacher – USA 2012




Ein Amok-Sniper erschiesst fünf Menschen in einer Stadt in Indiana. Der Täter ist schnell gefunden, doch er beteuert seine Unschuld ehe er im Krankenhaus ins Koma geprügelt wird. Sein letzter Wunsch war: Holt Jack Reacher.
Wenn man darüber hinwegkommt, dass der Hüne Reacher vom 1,70m großen Tom Cruise gespielt wird und der im wesentlichen so spielt wie er immer spielt, ist der Film durchaus unterhaltsam. Dabei ist der Streifen vom “Usual Suspects” und “Valkyrie”-Drehbuchautor Christopher McQuarrie überraschend Low-Key, versucht weder Action-Spektakel noch Mega-Blockbuster zu sein, sondern konzentriert sich auf die Thriller/Krimi-Story, die im Großen und Ganzen dem Roman “One Shot” von Lee Child folgt, auch wenn sie die Rolle einer Reporterin mit der der Verteidigerin verschmilzt und das ganze um ein paar Prügel und Actionmomente aufjazzt.
Wobei das Hauptaugenmerk durchaus auf der Spannung und der Aufklärung des Falls liegt und weniger auf der Action, die hier eher weniger vom Stuhl reißt. Eine ausgedehnte Verfolgungsjagd trägt wenig zur Story bei und wirkt etwas gedehnt und der Showdown erinnert ein bißchen an das Finale alter A-Team und McGyver-Episoden.
Dafür sind die handfesten Prügelszenen knapp, brachial und gut choreographiert und lassen Reacher durchaus als den harten Hund rüberkommen, den Child in seinen Romanen beschreibt. Schön auch die zwar etwas unausgereifte, aber davon von Werner Herzog grandios kryptisch gespielte Rolle des Oberschurken The Zec, der zu keinem Zeitpunkt im selben filmischen Universum wie Reacher zu leben scheint, aber durchaus gut unterhält. Und Robert Duvall als zauseliger Waffenexperte ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern, auch wenn er jetzt nicht die größte Hilfe für Reacher darstellt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 4th, 2013 •
- 16 Kommentare
Diesen Monat ist es endlich auch hierzulande soweit: Burtons bester Film seit Jahren läuft an und wer schon zum Halloween-Sonderscreening die Chance hatte diese knuffige Hommage an das klassische Monsterkino zu erleben, der weiß warum das ein Grund zur Freude ist. Von Dracula bis zu Godzilla und den Gremlins ist alles irgendwie dabei.
Wer sich bis dahin die Zeit vertreiben möchte kann sich ins virtuelle Bastellabor begeben und an seinem eigene Haustier stilecht experimentieren, so wie ich es an meiner Katze Plumps gemacht habe.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 4th, 2013 •
- Keine Kommentare
- Schlagwörter: Frankenweenie, Tim Burton
Es wird wieder einmal Zeit für den Schulterblick vor der nächsten Biegung. 2012 ist durch, 2013 steht auf der Matte und wir ziehen Resüme, was hat uns im Endzeitjahr 2012 gefreut, geärgert, überrascht und enttäuscht. Der Jahresrückblick der Filmfreunde, das letzte Aufgebot, das Amen in der Kirche. In 3D.
BATZMANs Jahresrückblick
THE GOOD:
Flauschs des Jahres:
LIFE OF PI – Mal ein spirituell antouchierter Film, der nicht auf den Sack geht: Die Real-Life Version von Calvin & Hobbes zeigt das Ang Lee weiterhin zu den sympathischsten Regisseuren derzeit gehört und obendrein als einer der wenigen 3D so einsetzt, dass es tatsächlich wirkt und nicht aus dem Film wirft. Obendrein: Richard Parker ist eindeutig die beeindruckenste Computeranimation des Jahres.
Die Muppets – Die Puppen tanzten wieder und besser hätte das Jahr kaum starten können. In Zeiten, in denen alles dark, gritty und total edgy sein muss, war es wundervoll, wie Jason Segel die Muppets zu neuem Leben erweckte. Eingängige Songs, Kermit, Piggy und knuffige Gags. Und das Interview mit Kermit, Piggy und Walter ist weiterhin eines der All-Time-Highlights meines Jobs und einer der wenigen Momente, bei denen ich mal aufgeregt war.
Der Lorax – okay der Film hat gewaltige Schwächen und die Dramaturgie ist irgendwie auch nur so mittelgelungen, aber die Animation ist ziemlich klasse und die Seussche Menagerie schon extrem knuffig.
Geek-Out des Jahres:
Einen echten Nerdgasm wie Scott Pilgrim gab es 2012 leider nicht, aber genug Mainstreamstreifen, die den inneren Geek befriedigen:
LOOPER & SAFETY NOT GUARANTEED – Zwei Zeitreisefilme, zweimal der Fokus auf starke Schauspieler statt auf Effektspektakel und zweimal gut gesetzte Actionmomente in einer ansonsten eher ruhigen Story. Looper macht Spaß ohne sich in intellektueller Wichserei zu ergehen und der hierzulande außerhalb der Wahrnehmung versickerte Safety Not Guaranteed macht aus einem scheinbaren Psychodrama eine mitreissende und anrührende Thrillerstory, die immer wieder überrascht.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 31st, 2012 •
- 24 Kommentare
- Schlagwörter: 2012, Jahresrückblick
“I can eat the biscuits, but God made tigers carnivorous, so I must learn to catch fish. If I don’t, I’m afraid his last meal would be a skinny vegetarian boy.”
Originaltitel: Life of Pi
Herstellungsland: USA 2012
Regie: Ang Lee
Buch: David Magee
Darsteller: Suraj Sharma, Irrfan Khan, Ayush Tandon, Gérard Depardieu, Rafe Spall





Der Junge Pi, eigentlich Piscine, ist auf dem Weg mit seiner Familie von Indien nach Kanada auszuwandern. Seine Familie besaß einen Zoo und nimmt deswegen alle Tiere mit um sie in Kanada zu verkaufen. Doch das Schiff geht in einem Sturm unter und Pi kann in letzter Sekunde in ein Rettungsboot springen und sich als einziger retten. Soweit so schlecht, doch es gibt noch ein Problem: Der bengalische Tiger Richard Parker hat es ebenfalls ins Boot geschafft und Pi muss sich irgendwie mit ihm arrangieren …
Oh bitte, nicht noch so ein Lavalampen-Film, nicht noch ein Tree of Life, nicht noch ein Streifen, der irgendwie fernöstliche Weisheit, Spiritualität und Glauben propagieren will. Und nicht noch ein CGI-Film… und nicht- okay das waren so ungefähr meine Gedanken, als ich die grobe Synopsis des Buches Life of Pi las. Einzig der Regisseur ließ mich hoffen, dass hier kein verquaster Quark kommen würde, denn auch wenn ich kein Fan von Brokeback Mountain und vom Hulk bin, konnten mich Ang Lees andere Filme durchaus begeistern. Im Besten Fall verströmen sie wie “Taking Woodstock” eine harmlose Feelgood-Fluffigkeit, die sie einfach sehr angenehm anzuschauen macht. Und Life of Pi hat mich dann doch sehr positiv überrascht. Es ist ein extrem flauschiger Film, der dennoch seine Ecken und Kanten hat. Er ist im Grunde genommen eine Verfilmung von Calvin & Hobbes, bis hin zu seinem Schlusstwist. Er sieht fantastisch aus und bietet surreale Bilder, deren Reiz ausnahmsweise durch das 3D unterstützt wird. Ich würde nicht sagen, dass es zwingend ist, den Film in 3D zu sehen, aber er gehört zu den wenigen Filmen, die die Räumlichkeit tatsächlich mal effektiv nutzen und damit neben Dredd wohl die beste 3D-Kameraführung des Jahres bieten.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 20th, 2012 •
- 16 Kommentare
- Schlagwörter: Ang Lee, Life of Pi, Tiger Team
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 17th, 2012 •
- 8 Kommentare
- Schlagwörter: fibel, kommentare, kommentarfibel

















































