WTF ist eigentlich die Game Theory? Gehört hat man es sicher mal, aber so genau weiß man es dann doch nicht. Jene aus den Zeiten des kalten Krieges stammende, ursprünglich dem Pokerspiel abgeschaute Theorie, die zur Schlussfolgerung führte, daß jeder Mensch immer nur vollkommen rational auf den eigenen Vorteil bedacht ist.
Welche Auswirkungen die konsequente Anwendung dieser Theorie auf die Welt hatte, warum diese schematisierte und simplifizierte Sicht auf den Menschen, wie auf menschliche Sozialsysteme weltweit zum weiteren Auseinanderlaufen der sozialen Schere geführt hat, warum der Glaube an ein neutrales Idealbild und die alles regelnde Kraft der unregulierten Wirtschaft, von der letztlich alle profitieren ein Trugschluss ist, wird in einer weiteren großartigen BBC-Dokumentation von Adam Curtis aufbereitet, von der sich unsere Fernsehsender mal wieder ein paar Scheiben abschneiden könnten.
[edit] Leider sind die Dokumentationen nicht mehr bei Google-Video verfügbar, da sie offenbar nicht mit Einverständnis der BBC eingestellt wurden.
The Trap – What happend to our dream of freedom – Part 1
F**k you Buddy
der noch wesentlich spannendere zweite Teil war hier zu sehen:
The Trap – Part 2 – The lonely robot
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 23rd, 2007 •
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“Every president lies, thats his job.”
Originaltitel: Hills Have Eyes II, The
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Martin Weisz
Darsteller: Daniella Alonso, Michael McMillian, Jessica Stroup, Jacob Vargas






Everybody wants to make splatter. And my stupid brother too. Um es mal frei nach Orson Welles zu sagen. Etwas über ein Jahr, nachdem Alexandre Aja mit dem Remake des Wes Craven Cheapies “The Hills have Eyes” einen überraschend guten, harten und packenden Terrorfilm ablieferte, der es schaffte bösem unironischen Horror mit effektiver Dramaturgue, Charakterzeichnung und Kameraarbeit zu kombinieren, legt man nun nach und versucht nochmals mit den Mutanten aus den Wüstenbergen Kasse zu machen.
Diesmal ist es keine Familie die es durch Zufall in die Region verschlägt, sondern ein Gruppe mitteltalentierter Soldaten der Nationalgarde, die eigentlich nur ein paar Wissenschaftlern Nachschub liefern sollen und dann feststellen, daß diese Wissenschaftler von den bösen Höhlenmutanten totgemacht wurden. Und dann werden sie selber totgemacht und vergewaltigt, wenn auch nicht zwingend in dieser Reihenfolge.
Das man aus einer unoriginellen Prämisse mit einem guten Skript und handwerklicher Finesse doch noch etwas Blut pressen kann, hatte der Vorgänger sehr effektiv bewiesen. Obwohl ich kein Fan des Terror-Backwood-Genres bin und TCM, Wrong Turn und Konsorten eher öde finde, konnte mich der erste Film begeistern. Das lag hauptsächlich an der straffen Inszenierung, den lebendigen und durchaus sympathischen Charakteren, die selten wirklich dämlich agierten, und einer gnadenlosen Chuzpe mit der Alexandre Ajos die Story vorrantrieb, ohne Rücksicht auf Verluste.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 20th, 2007 •
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“Go home and tell the truth about Amin. They will believe you. You are the white man.”
Originaltitel: The Last King of Scotland
Herstellungsland: Großbritannien 2006
Regie: Kevin Macdonald
Darsteller: Forest Whitaker, Gillian Anderson, James McAvoy, David Oyelowo, Kerry Washington






Nicholas Garrigan (James McAvoy) ist ein junger, ambitionierter Arzt, den es zum Beginn seiner Karriere, anfang der 70er Jahre, eher durch Zufall nach Uganda verschlägt, ein Land im Aufruhr das erst seit knapp zehn Jahren wieder unabhängig ist.
Hatte er eigentlich vor in einem ländlichen Krankenhaus der Bevölkerung zu helfen, ändert sich dies schnell, als er durch einen weiteren Zufall General Idi Amin (Forrest Whitacker) über den Weg läuft, der mit seinen Mannen grade die Macht ergriffen hat und President Obote in einem Putsch absetzte, als dieser grade außer Landes war. Die westlichen Ländern sehen Amin zunächst mit Wohlwollen, erhoffen sie sich doch von ihm einen beständigeren Verhandlungspartner, der ihren Interessen entgegenkommt.
Schnell wird Nicholas in den engeren Kreis der Macht befördert, als Amin ihn kurzerhand erst zu seinem Leibarzt und kurz darauf zu seinem Berater in allen Lebens- und Politlagen macht. Anfänglich noch geschmeichelt undangetan, von den Verlockungen und Privilegien der Macht, muß Nicholas langsam erkennen, daß er es bei Amin mit einem Soziopathen zu tun hat, dessen Handeln über die Jahre zunehmend paranoider und grausamer wird.
Als sich Nicholas mit einer der Frauen Idis einläßt, gerät er selbst ins Visier des jovialen Diktatoren und muß die Konsequenzen für seine Ignoranz tragen.
Ho. Hum. Ein leichtes Thema hat sich Regisseur Kevin MacDonald, wie schon bei seiner preisgekrönten Dokumentation “One Day in September” nicht ausgesucht und wie auch bei dieser, verhebt er sich für meinen Geschmack etwas an der wuchtigen Vorlage.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 15th, 2007 •
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“Ruf jetzt an für den wichsenden Otter!”
Originaltitel: Neues vom Wixxer
Herstellungsland: Deutschland 2007
Regie: Cyrill Boss, Philipp Stennert
Darsteller: Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Joachim Fuchsberger, Christiane Paul, Sonja Kirchberger, Judy Winter, Hella von Sinnen, Christian Tramitz, Oliver Welke, Christoph Maria Herbst, Chris Howland, Wolfgang Völz






Der zweite Streich des Autorengespanns Kalkofe, Pastewka, Welke schließ nahtlos dort an, wo der erste Teil endete. Ein neuer Wixxer macht London unsicher und diesmal veröffentlicht er eine Todesliste, auf der neben blaublütigen Volk und Halbweltgesinde auch Inspektor Very Long (Pastewka) steht.
Es beginnt eine weitere Tour-de-Spökes durch die Motive der klassischen Wallace-Verfilmungen und nebenbei eine herzige Liebesgeschichte zwischen Chief Inspector Evan Longer (Oliver Kalkofe) und dem Aristokratenspross Victoria Dickham (Christiane Paul), Tocher von Lord Dickham (Joachim Fuchsberger).
Was die Gag-Dichte angeht, kann sich der zweite Teil gut mit dem ersten messen. Die natürlich zu erwartenden Wallace-Klischees werden liebevoll zitiert und parodiert, genauso dürfen Anspielungen auf moderne Filme und Fernsehserien von Hostel bis “24” nicht fehlen.
Die Cast wirkt mittlerweile noch sicherer in ihren Rollen, allen vorran Oliver Kalkofe, dessen fehlende Schauspielerfahrung im ersten Teil noch für einige linkische Szenen sorgte, der sich hier nun gegen harte Konkurrenz doch zu behaupten weiß.
Wie gewohnt ergänzen viele deutsche Wallace-Legenden die Cast, nicht zuletzt Joachim Fuchsberger, der seinen Widerwillen gegen den obszönen Titel mittlerweile Ad Acta gelegt hat und sich mit viel Enthusiasmus wieder auf der großen Leinwand zeigt. Blacky, der grade seinen 80. Geburtstag feierte, genießt auch bei Presseterminen sichtlich die Aufmerksamkeit die ihm noch einmal zuteil wird und scheint stets kurz davor zu stehen, Pressetermine in eine Fuchsberger-Show zu verwandeln.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 15th, 2007 •
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Channel 4, ist ja genau wie die BBC immer wieder für spannende Dokus gut. In ihrer Serie The Dark Side of Porn, widmeten sie sich in einer Ausgabe der Urban Legend “SNUFF MOVIE”. Filmen also, in denen tatsächlich Menschen zur Belustigung eines pervertierten Publikums umgebracht werden.
Zwar konnte bis heute, trotz eines gigantischen Medienhypes und spekulativer, wie reißerischer Mainsstreamfilme a la “8mm“, “Thesis” oder “Hardcore” kein Beweis gefunden werden, daß derartige FIlme wirklich existieren, dennoch scheint sich an der Idee die voyeristische Phantasie der Massen zu entzünden wie an kaum einem anderen Genre.
In der Doku: “Does Snuff exist?” erzählen die Macher von der Geschichte des Begriffs “Snuff”, von Exploitationfilmchen, die damit Geld machten und von Splatterfilmen wie “Cannibal Holocaust” die fälschlich für echt gehalten wurden, zu Wort kommen Filmemacher, Ermittler und Sozialforscher, wenn das Team sich auf die Suche begibt, nach Beweisen für echte “Snuff-Filme”.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 13th, 2007 •
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Eine rund einstündige Dokumentation zum SciFi-Klassiker “Blade Runner” findet sich bei Google Video. Zu Wort kommen neben Regisseur Ridley Scott und den Schauspielern auch die Drehbuchautoren, die vom schwierigen Umgang mit dem Autor der Vorlage, Philip K. Dick berichten.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 13th, 2007 •
- 5 Kommentare
Einmal mehr gibts neues rund um Tarantinos und Rodriguez heiß erwartetes neues Werk “GRINDHOUSE” zu vermelden, welches ja, wie wir berichtet haben, ausserhalb der USA zweigeteilt anläuft.
Immerhin tut sich jetzt etwas positives, denn die Starttermine der beiden Filme rücken näher zusammen. Statt bisher mit viermonatiger Pause, laufen beide Filme jetzt nur noch einen Monat voneinander getrennt an.
Death Proof, der Tarantino Beitrag startet am 14. Juni
Planet Terror, Robert Rodriguez Zombiereisser geht am 26. Juli an den Start.
Parallel zum zweiten Film werden laut Auskunft vom Verleiher Senator Film auch Double-Features angeboten, in denen man wie beabsichtigt beide Filme zusammen sehen kann, verbunden durch ein Rahmenprogram aus Fake-Trailern.
Bis es soweit ist, gibts immer noch das Filmfreunde interne Double-Feature GRINSHOUSE zu bestaunen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 13th, 2007 •
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Nachdem ich euch vor einem halben Jahr schon ein paar der wirklich sehenswerten Serien aus dem Vereinten Königreich vorgestellt habe, wird es Zeit ein bißchen nachzulegen.
Spooks – Shameless – Queer as Folk – Torchwood – Skins
Wirft man einen Blick über den Kanal, ist man doch immer wieder überrascht wieviel originelle, brilliant produzierte und gespielte Serien dort entstehen und wieviel feiger, lausiger Mist von den heimischen TV-Sendern in den Äther gekackt wird. Ob RTLs Totgeburt “Post Mortem“, mit parkinsonkranken Kamerapraktikanten und einem völlig unterforderten Hannes Jaenicke, dämlichen Comedys von “Atze” bis “Die Camper” oder den überproduzierten und unterschriebenen Blechschlachten a la “Cobra 11” und “Der Clown“. Nichts davon würde man im Ausland freiwillig jemandem als Deutsche Serie empfehlen wollen, zumindest nicht wenn man der Person noch einmal wieder begegnet.
Bestenfalls Pro7 schafft es seinen Eigenproduktionen eine professionell-geleckten Look zu geben, aber weder “Das Jesus Video” noch “Tornado-Alarm” möchte man wirklich als gelungene Filme bezeichnen.
Woran liegt es also, daß die Briten scheinbar geniale Stories und Schreiber im Überfluß haben? Vielleicht weil man jahrelang mit niedrigen Budgets produzieren musste und deswegen eher auf gute Geschichten und Schauspieler vertraute, als auf Effektspielereien? Wer sich je die alten Folgen der Kultserie Doctor Who angesehen hat, weiß, daß es kaum die Spezialeffekte oder Sets waren, die einen dort bei der Stange hielten. Auch “Yes Minister” und die alten “Python“-Shows waren technisch eher zweitklassig und lebten in erster Linie von ihren Ideen.
Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet und auch technisch hat sich einiges getan. Neue britische Serien stehen in Bezug auf den Look, die rasante Inszenierung und die Effekte der US-Konkurrenz in nichts nach, sind zum Teil sogar stylisher als diese. Und dennoch hat man die alten Tugenden nicht vergessen, noch immer sind charismatische, erfahrene Schauspieler und packende, oft witzige und fast immer originelle Stories das wahre Herz dieser Shows. Die Umsetzung ist nur der Zucker, der zusätzliche Reiz sich die Serien anzuschauen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 9th, 2007 •
- 12 Kommentare

Zum Start des Films “FAST FOOD NATION” verlosen wir zusammen mit Senator-Film drei “Big One”-Pakete, bestehend aus dem Soundtrack zum Film und dem Buch “Die Diät” von Ullrich Strunz, in dem es nicht nur darum geht seine Pfunde zu verlieren, sondern sich generell bewusster zu ernähren. Und etwas Bewegung soll ja, zwischen Kino und DVD-Gucken auch nicht schaden.
Also schmeisst den Soundtrack rein, tanzt eure Pfunde weg und lernt wie ihr in Zukunft auch ohne Junk-Food auskommt.
Alles was wir von euch wissen wollen, damit ihr eines der drei Pakete gewinnen könnt, ist die Antwort auf folgende Frage:
Von welchem Jugendfilmklassiker aus den 70ern drehte “Fast Food Nation”-Regisseur Richard Linklater ein Remake?
Wer die Antwort weiß, schreibt sie uns wie immer an folgende Mailadresse: Sorry das Gewinnspiel ist beendet, die Gewinner werden in Kürze bekannteggeben.
Einsendeschluss ist der 20. März, mitmachen darf jeder. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!
Die Preise werden freundlicherweise von SENATOR-FILM zur Verfügung gestellt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 6th, 2007 •
- 2 Kommentare
“There’s shit in the meat. “
Originaltitel: Fast Food Nation
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Richard Linklater
Darsteller: Erinn Allison, Patricia Arquette, Mitch Baker, Bobby Cannavale, Frank Ertl, Gina Garza, Luis Guzmán, Ethan Hawke, Ashley Johnson, Greg Kinnear






Sachbücher zu fiktionalen Stories zu verfilmen ist spätestens seit Woody Allens “Was Sie schon immer über Sex wissen wollten*” eine erprobtes Stilmittel, das fast immer zu ungewöhnlichen Filmen führt. Zu den jüngsten Vertretern dieses Subgenres gehört auch “Fast Food Nation” mit dem Richard Linklater nach dem etwas anstrengenden und bedingt gelungenen “A Scanner Darkly” wieder in zugänglichere Gefilde zurückkehrt.
Zusammen mit dem Autoren des gleichnamigen Sachbuch-Bestsellers, spinnt Linklatter einen komplexen insich verschachtelten Geschichtenkosmos und geht das Thema von verschiedenen Seiten aus an. Mit einer imposanten Cast, in der sich Stars wie Bruce Willis, neben soliden “Zweite Reihe”-Darstellern wie Greg Kinnear, Jungstars wie Lou-Taylor Pucci (“Thumbsucker“, The Chumscrubber“) und Paul Dano (“L.I.E.”, Little Miss Sunshine)”, Indi-Größen wie Ethan Hawke und Popstars wie Avril Lavigne abwechseln, zeigt er Ausschnitte aus dem Leben jener, deren Leben von Fleischindustrie bestimmt wird.
Ob es die illegalen Immigranten sind, die unter Lebensgefahr über die mexikanische/amerikanische Grenze kommen, um dann unter unmenschlichen Bedingungen lebend, in den Schlachthäusern zu arbeiten, ob es die Angestellten und Chefs von Burger-Ketten sind oder die Rinderzuüchter, die sich mit den großen Fleischkonzernen und ihren Auflagen arrangieren müssen, Jugendlichen Politaktivisten die sich für Tierrechte einsetzen oder Lobbyvertreter die die Burger letztlich verkaufen.
Für Mainstreamzuschauer irritierend mag sein, daß dem Film auf halber Strecke der vermeintliche Hauptdarsteller abhanden kommt, der erst zum Ende wieder auftaucht. Entgegen der klassischen Hollywooddramaturgie starten wir den Film zwar mit der von Greg Kinnear gespielten Figur Don Anderson, der als erfolgreicher Marketingchef des Fast Food Giganten “Mickey’s” (was zufällig auch ein in Amerika gebräuchlicher Spitzname für McDonalds ist) losgeschickt wird, um den zu befürchtenden Imageschaden vom Konzern abzuwenden, nachdem bei Proben mehrfach Fäkalreste im Fleisch gefunden wurden.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 6th, 2007 •
- 4 Kommentare
Am 2. März verließ eine weitere große Stimme die deutsche Filmwelt. Randolf Kronberg (Jahrgang 1942), den die meisten von uns wohl als (nicht unumstrittene) Feststimme von Eddie Murphy im Ohr haben, war ein Synchronschauspieler von großer Wandlungsfähigkeit. Neben den verrückten Typen, den Schnellquatschern und “lustigen Schwarzen”, die man ihn gern sprechen ließ, war er auch für viele ernsthafte Rollen im Einsatz.
Ob für Denzel Wahsington, Willem Dafoe, Richard Chamberlain, Kurt Russel oder Humphrey Bogart, die Liste der prominenten Schauspieler denen er die Stimme lieh ist Legion. Ebenso fleissig war er in Serien vertreten. Von “Pille / Bones” McCoy in Raumschiff Enterpise, zu Frasier in “Cheers” oder Bürgermeister Quimby bei den “Simpsons” – Kronberg war wandlungsfäig und omnipräsent.
Der Wahlmünchner stand als Schauspieler zumeist in Krimiserien wie Derrick oder SOKO oder SISKA vor der Kamera, unvergessen bleiben wird er jedoch durch seine Stimmarbeit.
Sein Tod wird in der ohnehin nicht mit vielen guten Sprechern verwöhnten deutschen Synchronszene eine klaffende Lücke hinterlassen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 5th, 2007 •
- 13 Kommentare
Okay ich geb zu, ich mochte den ersten teil. Ich hab mit den Games wenig am Hut weil ich Konsolenspiele meist doof finde, aber ich mag Milla Jovovich. Der erste Teil war solider Mainstreamthrill, der zweite Teil trotz 18er Freigabe recht blutleerer Wackelkamerakram, der nur durch Milla halbwegs gerettet wurde.
Jetzt kommt der dritte Teil, indem diesmal die Zockermetropole Las Vegas von Untoten überrannt. Bleibt zu hoffen, daß die Zombies diesmal eine größere Rolle spielen und die Serie endlich mal etwas Biss bekommt. im wahrenste Sinne des Wortes.
Hier ist Teaser-Trailer:
[via: JaaBlog]
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 5th, 2007 •
- 13 Kommentare
“But captain, to obey – just like that – for obedience’s sake… without questioning… That’s something only people like you do. “
Originaltitel: El Laberinto del Fauno
Herstellungsland: Mexiko / Spanien / USA 2006
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Ivana Baquero, Doug Jones. Sergi López. Ariadna Gil, Maribel Verdú, Álex Angulo




Spanien 1944. Die elfjährige Ofelia zieht mit ihrer Mutter und ihrem Adoptivvater, einem Capitan des Franco-Regimes in eine kleine Militärsiedlung, die als Stützpunkt im Kampf gegen die letzten Rebellen dient. Ofelias Mutter ist Schwanger und sehr schwach, die lange Reise tat ihr nicht gut, doch Capitan Vidal bestand darauf, daß sein Sohn dort in einem Musterhort des Franco-Spaniens geboren wird.
Unbarmherzig lässt er alle umbringen, die auch nur im Verdacht stehen mit den Rebellen zu sympathisieren und auch zur eigenen Familie ist er kaum nachsichtiger. Da die Mutter zu geschwächt ist um sie zu betreuen, freundet sich Ofelia mit dem Dienstmädchen Mercedes an, die heimlich die Rebellion unterstützt.
Während um sie herum Tumult herrscht, die Rebellen vom Capitano bekämpft werden und ihre Mutter mit dem Tode kämpft, flüchtet sich die fantasievielle Ofelia in eine Traumwelt, in das Labyrinth des Pan, der ihr eröffnet sie sei eine Prinzessin, gestrandet in der Menschenwelt, die nur in ihr Reich zu ihrem wahren Vater zurückdarf, wenn sie drei Prüfungen besteht.
Während Mercedes den Kampf gegen den Capitano unterstützt, nimmt Ofelia ihre eigene Herausforderung an…
Von der ersten Sekunde an gelingt es Guillermo del Toro eine Welt im homogenen Look zu erschaffen, in der die Grenzen zwischen grausamer Militärdiktatur und phantastischem Märchenwald fließend sind. Die Bilder, die Kreaturen, sowohl CGI wie auch klassische Animatronics und Masken versprühen eine visuelle Originalität die ihres Gleichen sucht und leicht alles in den Schatten stellt, was in den letzten Jahren aus Hollywoods Creature-Shops herauskroch.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 28th, 2007 •
- 26 Kommentare
“That was no oops, that was an Aaaargh!”
Originaltitel: Torch Song Trilogy
Herstellungsland: USA 1988
Regie: Paul Bogart
Darsteller: Anne Bancroft, Matthew Broderick, Harvey Fierstein, Brian Kerwin






Arnold Beckoff (Harvey Fierstein) war sich seit seiner Kindheit im klaren darüber, das er nicht auf Frauen steht. Für ihn selbst war es nie ein Problem, wohl aber für seine Familie. Seine scharfzüngige Mutter (Anne Bancroft) hat bis heute ein Problem mit ihren Sohn, der nicht nur schwul ist, sondern fast Klischeemässig auch noch als Damenimitator in einem New Yorker Revuetheater arbeitet.
Der Film ist in drei Abschnitte unterteilt, die verschiedene Phasen in Arnolds Leben umfassen. Von seiner stürmischen Affäre mit dem ungeouteten Bisexuellen Ed (Brian Kerwin), der nie ganz mit sich im reinen ist und Arnold letztlich für eine Frau und ein geordnetes Leben verlässt, über die unverhoffte Begegnung mit dem selbstbewussten jungen Model Alan (Matthew Broderick) aus der eine tiefe innige Liebesbeziehung erwächst, die sie schließlich sogar zusammen ein Kind adoptieren lässt, bis zu den späteren Jahren in denen sich Arnold noch einmal dder Auseinandersetzung mit seiner Mutter stellen muß.
Dies war der erste schwule Film den ich in meinem Leben gesehen habe. Irgendwann Ende der 80er im Spätprogramm der ARD. Damals als Schwulsein noch weniger in der Öffentlichkeit vorkam als heute. Zwar war ich mir damals schon sicher, daß ich ebenfalls nicht auf Frauen stand, aber dennoch waren es noch einige Jahre bis ich mein Coming Out haben sollte.
Harvey Fiersteins Film (ich sage mal sein Film, weil er die Vorlage schrieb und die Hauptrolle spielt), war damals eine kleine Offenbarung für mich. Nicht nur weil die Hauptfigur schwul war, sondern vor allem weil er es selbstbewusst war und der ganze Film im Gegensatz zu allem was man damals ansonsten zu sehen bekam ausgesprochen witzig und kein Stück depressiv war. Klar es ging um Probleme, klar es ging um Homophobie und Streit mit der Mutter – aber dem ganzen Film wohnt eine zutiefst selbstbewusste, positive Stimmung inne, die es mir ermöglichte Schwulsein tatsächlich als normales Leben zu sehen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 27th, 2007 •
- 26 Kommentare
Es gibt, wie ich immer wieder merke, ein paar heilige Grale die man tunlichst nicht anrührt, wenn man auf einer Cocktailparty mit einem Manhattan in der Hand steht und, derweil man des Refills harrt, anfängt mit den Umstehenden harmlose Konversation über Filme zu vollziehen.
Oder auch in Foren. Oder auf Parties, zu fortgeschrittener Zeit, ehe irgendjemand eine Gitarre aus der Ecke hervorkramt und man gemeinschaftlich “Laila” oder “Cats in the cradle” anstimmt.
Es gibt sie, diese Werke die der Freundeskreis mag. Die sehr viele geschätzte Menschen mögen, die man also nicht per se als “Filme für Blödnasen” abtun darf. Leicht kann man sich darauf einigen, daß Vin Diesel eine hohle Nuss ist oder Michael Bay eine Kriegserklärung an den guten Geschmack. Aber bei gewissen Werken wird es frostig, wenn man zu verstehen gibt das man sie für mißlungen hält, will man sich nicht dem dämlichen Totschlagargument “du magst den ja nur nicht, weil ihn alle mögen” bzw “Na hauptsache contra, was?” aussetzen.
Hier also zehn Filme, von denen man tunlichst nicht sagen sollte, daß man sie wirklich doof findet.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 26th, 2007 •
- 61 Kommentare

Okay diesmal hab ich mich in weiser Voraussicht nicht aufs Live-Bloggen eingelassen, weil ich fürchtete am Ende wieder allein dazuhocken.. Also statt eines Updates im Sekundentakt hier nur ein paar Eindrücke und Kommentare zum Event, nachdem ich es zur Gänze und bis zum Schluß angeschaut habe.
Red-Carpet-Show braucht keine Sau, wie meine Kollegen sehr richtig anmerken. Ich habe nie kapiert warum dieser Einmarsch der Gladiatoren wichtig sein soll, außer man möchte sich einen Eindruck von den derzeit schmierigsten US-Moderatoren verschaffen, die es regelmäßig schaffen auch nicht die kleinste interessante Information aus den Besuchern herauszukitzeln. Wer welches Kleid geschneidert hat und wer was für ein Diadem spazieren trägt, geht mir ziemlich am Dings vorbei.
Das Opening: Statt eines witzigen aufwendig gemachten Films, gabs diesmal Talking-Heads aller Nominierten. Nett gemeint, aber leider nicht wirklich spektakulär und spätestens nach der ersten Minute sehr langweilig. Den Auftakt zu wichtigsten Filmpreisverleihung des Jahres stelle ich mir anders vor.
The Hostess: Ellen DeGeneres, liefert wie versprochen einen weitgehend Ecken- und Kantenfreien Opener und ist ansonsten sichtlich bemüht das ganze als harmlose Feelgoodveranstaltung auf Kumpelniveau zu geben. Sie ist gnadenlos sympathisch, was es schwer macht ihr wirklich böse zu sein (trotz einer überragend hässlichen Garderobe die ausschaute wie die eingelaufene Schuluniform von Harry Potter), aber sowohl die Eröffnungsnummer, als auch die folgenden Conferencen sind mir zu harmloses Geplänkel. Vom Schattenspiel des ausgelutschten Snakes on a Plane-Gags, bis zu den “Kinderquatsch-mit-Michael“-Moderationen im Publikum. Alles ist irgendwie nett, bleibt aber auf Sitcom-Niveau und wirklich zitierenswerte Highlights fallen mir, ganz im Gegensatz zur spitzen Moderation Jon Stewards im vergangenen Jahr, nicht ein. Schade eigentlich, aber wenn schon eine Hostess, dann doch lieber Whoopie.
Die Präsentation: Das Bühnenbild war gewöhnungsbedürftig und schien mit übergoßen Requisiten alter Gameshows bestückt zu sein, während das Screendesign den zweifelhaften Versuch unternahm hippe MTV-Movie-Awards-Ästhetik zu erhaschen. Nicht ganz ausgegoren. Warum bei fast allen Nominiertenfilmchen dasselbe Dirty-Harry-Zitat erschien, wissen wohl auch nur die Grafiker.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 26th, 2007 •
- 13 Kommentare
“Whats you’re novel about?”
“The sex-life of hobbits…”
Originaltitel: Whole New Thing
Herstellungsland: Kanada 2005
Regie: Amnon Buchbinder
Darsteller: Aaron Webber, Brian Heightonm, Rebecca Jenkins, Robert Joy





Emerson ist Schriftsteller und Intellektueller. Zumindest in seinem eigenen Selbstverständnis. Denn er ist auch erst 13 und der Sohn eines Späthippiepärchens, das am Rande einer kanadischen Kleinstadt wohnt und den Sohn bisher selbst unterrichtete.
Doch es stehen Veränderungen an, denn nach langer Zeit im Dienste der guten Sache und des ökologisch korrekten Lebens knirscht es im Ehegebälk der Familie und die Mutter macht sich sorgen, ob Emerson im wahren Leben bestehen kann. Mit ein wenig Überredungskunst wird der Junge an der örtlichen Schule angemeldet, daß erste Mal das sich Emerson mit Gleichaltrigen auseinandersetzen muß, die dem altklugen wie gewitzten Jungen alle unendlich primitv und langweilig vorkommen.
Das er gleich am ersten Tag Schläge kassiert und sich als “Schwuchtel” beschimpfen lassen muss, bessert seine Laune nicht wirklich. Schon bald will er die Schule schmeißen, wäre da nicht sein Englischlehrer Mr. Grant. In ihm erkennt Emerson einen verwandten Geist, jemand der ihn ernst nimmt und auf seine Initiative schonmal die plump-pädagogische Schullektüre “Snowboard Snowjob” gegen ein Shakespearestück eintauscht.
Während die Spannungen zuhause zunehmen als sich Emerson Mutter in eine Affäre verstrickt, entdeckt der Junge in den Wirrungen der Pubertät, daß er nicht wirklich auf Mädchen steht und für seinen Lehrer mehr als nur platonische Zuneigung empfindet. Grant, der sein Schwulsein nur heimlich auslebt, hat derweil mit sich selbst genug zu tun. Er leidet an der Trennung von seinem langjährigen Lebensgefährten, sucht sich anonyme Sexdates auf Klappen, fürchtet in seiner Schule geoutet zu werden und ist mit der unerwarteten Verehrung von Seiten seines 13j Schülers völlig überfordert…
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 24th, 2007 •
- 1 Kommentar

Regelmässige Leser wissen es, die Filmfreunde durchstöbern unermüdlich das Netz für euch, nach sehenswerten Kleinoden, Sketchen, Trailern, Parodien und Kurzfilmen. Heute gehts aber mal ausnahmsweise nicht um Fremdfilme, sondern um Hausgemachtes, das in den Archiven der F5 vor sich hinschlummerte und erst kürzlich durch ein Erdbeben der Stärke 8, welches das Hauptquartier der Filmfreunde erschütterte und dabei einige Regale umwarf, wieder entdeckt wurde.
Nachdem andere Double-Features ja im nichtamerikanischen Ausland getrennt vermarktet werden, setzen die Filmfreunde ein positives Beispiel.
Zwei Full-Lenght-Short-Movies vom Alpdream-Team Nilzenburger / Batzman zu einem Preis. Nämlich für lau.
Unter dem schlagkräftigen Titel “Grinshouse“, präsentieren hier zwei Kritiker eigene Werke aus früheren Tagen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 21st, 2007 •
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Endlich stehen Sie fest, die Gewinner unseres DORIAN-BLUES-Gewinnspiels. Unser Rosa Glückshäschen hat wie immer die ordnungsmässe Ziehung der zukünftigen DVD-Besitzer überwacht.
Über je ein Exemplar des Films dürfen sich freuen:
-Rolf Lohrenz
-Torsten Berger
-Barbara Bormann
Wir benachrichtigen alle Gewinner noch per Mail. Die Scheiben gehen innerhalb der nächsten zehn Tage an euch raus. Viel Spaß damit!
Wir gratulieren den Gewinnern und für alle bei denen es nicht geklappt hat: Ende der Woche startet schon die nächste Verlosungsaktion, dann gehts um den Film “Fast Food Nation“.
Dank an Pro-Fun-Media für die Bereitstellung der Preise.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 21st, 2007 •
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“What we got’s gonna turn your brain into shit.”
Originaltitel: Tenacious D in ‘The Pick of Destiny’
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Liam Lynch
Darsteller: Jack Black, Kyle Gass, Jason Reed, Tim Robbins, Ben Stiller, Colin Hanks, David Krumholtz






JB und KG sind für einander gemacht. Beide sind davon überzeugt zum Rockstar geboren zu sein. JB (Jack Black) ist als Kind vor dem tyrannisch-religiösen Vater geflohen und nach Jahren endlich im gelobten Land, in Hollywood angekommen, ganz wie es ihm sein Idol Dio verkündet hat. Dort läuft er auch sofort KG (Kyle Gass) über den Weg und erkennt in ihm seinen Messias und Seelenverwandten. Er bekniet ihn in der Kunst des Rock’n'Roll unterrichtet zu werden und KG stellt sich dieser Aufgabe. Wie einst Mister Myyagi, unterzieht er JB der harten “School of Rock” bis er ihm ein ebenbürtiger Partner ist. Nur mit dem Erfolg will es noch nicht so Recht klappen.
Doch dann verrät ihnen der schmierige Besitzer eines Musikwarenfachgesschäftes (Ben Stiller) das große Geheimnis aller Star-Rocker: Sie besaßen das Schicksals-Plektrum, gefertigtet aus dem Zahn eines Dämonen. Nur dieser “Pick of Destiny” ermöglicht es ihnen ihre teuflische Rockmusik, derart meisterlich zu spielen. “Tenacious D”, wie sich Kyle und JB mittlerweile nennen, machen sich auf um das begehrte Plektrum aus dem Rock’n'Roll Museum zu klauen….
Es ist schmerzlich, wenn man einen Film so gerne lieben würde, ihn letztlich aber doch nur gut findet. Doch so sehr ich mich bemühe, der letzte Begeisterungsfunke will bei diesem Streifen nicht überspringen. Ich find Jack Black großartig und verzeihe ihm selbst Fehltritte wie “Nacho Libre”, ich mag auch Tenacious D und halte “Tribute” für eines der geilsten Videos die ich kenne.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 19th, 2007 •
- 9 Kommentare








































