“Is that… are you…… are you watching Oprah? “

Originaltitel: Ocean’s Thirteen
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Ellen Barkin, Al Pacino

★★★☆☆

Oceans 13

Einmal mehr müssen Danny Ocean (George Clooney) und seine Spiessgesellen ihre Fähigkeiten als Con-Artists unter Beweis stellen. Diesmal geht es um die Ehre und Revenge. Hotel-Mogul Willi Bank (Al Pacino) hat ihren Kumpel Reuben (Elliot Gould) bei einem Millionenschweren Deal über den Tisch gezogen und ihm damit einen Herzinfarkt beschert.
Ocean und seine Truppe sinnen nun auf Rache, sie wollen es Bank heimzahlen und die Eröffnung des Hotels zu einem finanziellen, wie imagemässigen Debakel machen. Dazu planen sie die Manipulation sämtlicher Glücksspiele, des Hotelkritikers und nicht zuletzt den Diebstahl von Banks heissgeliebten Diamanten.
Keine leichte Aufgabe, für die sie all ihre Kräfte bündeln müssen und schließlich sogar Hilfe bei ihrem Erzrivalen Terry Benedict suchen. Doch können sie ihm vertrauen?

Die dritte Runde des Trickbetrüger-Saga bringt im wesentlichen nichts neues in die bekannte Formal. Dem Titel zuliebe wird eine neue Figur in die Gruppe aufgenommen, was hoffen lässt, daß man sich von dieser Methode bald verabschieden wird, denn schon jetzt tun sich die Autoren schwer jeder der 13 Figuren eine vernünftige Rolle zu geben. Nicht auszudenken, was das bei Oceans 26 geben würde.

Nach wie vor fällt es schwer die Filme nicht zu mögen, mit ihrem gefälligen Soundtrack, der erzsympathischen Besetzung, allen vorran George Clooney, der diese Rolle auch im Schlaf spielen könnte. Bestenfalls mag man monieren, daß sich die Filme nach wie vor nicht wirklich nach großem Kino anfühlen und eher freundschaftliche Fingerübungen für alle Figuren darstellen.
Nichts überrascht wirklich, man kann sich zurücklehnen und die Story an sich vorrüberziehen lassen.

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In den 80ern war die Lage klar. Da wusste man warum die Jugend so schlimm war. Vor Hartz IV, GTA, Kai Pflaume und Killerspielen gab es eine andere Gefahr: Gewaltvideos!

Wieviel (oder wenig) sich in der Diskussion um Jugend und Medienwirkung getan hat, kann man sich in dieser berüchtigt-klassischen Dokumentation des ZDF ansehen, die mittlerweile auch im Netz verfügbar ist. 1984 inszenierte Claus Bienfait ( Gründer einer Fernsehproduktion namens Videovision.tv und bis heute für die Öffentlich Rechtlichen dabei) ein Kleinod populistischer Meinungsmache.
Verzerrende Inhaltsbeschreibung, abgelesene Antworten, die Zuordnung von Videotheken zum Rotlicht-Millieu und ein Kommentar der Durchblicken lässt, das mit Leuten denen ARD und ZDF nicht reiche, die sich selbst ein "viertes Programm" auf Video zusammenstellen, ja sowieso irgendwas nicht stimmen könne. Die Aussprache des Satzes "viele der erfolgreichen Titel sind ausländische Billigproduktionen", ist von derartiger Abscheu geprägt, daß man nicht weiß ob sich der Autor sich stattdessen den Konsum von mehr Fassbinder-, Rudolf Prack- oder Leni Riefenstahl-Filmen wünscht. Kritisch gegen Gesetzverschärfung geben sich die Macher des Films meist dann, wenn befürchtet wird, das böse Privatfernsehen solle durchs Kleinhalten des Mediums Video von Seiten der CDU gestärkt werden. Dennoch schlichen sich einige Aussagen ein, die durchaus heute noch richtig sind. Durch Gesetzesverschärfungen wird man nichts erreichen und es gibt keine monokausalen Erklärungen für Jugendgewalt.

Im Gefolge der durch den Film "Mama, Papa, Zombie" entstandenen hysterisch geführten Diskussion, wurden viele Horrorfilme/Actionfilme  nicht nur indiziert sondern auch verboten und bundesweit beschlagnahmt. Einige sind bis heute in Deutschland nicht ungeschnitten erhältlich. Darunter auch Klassiker, wie Phantasm, George A. Romeros "Dead"-Filme und Tanz der Teufel, die in anderen Ländern als Genremeilensteine gelten. Die in der Doku als besonders schlimm zitierten Filme "Ein Zombie hing am Glockenseil" und "Muttertag" wurden erst nach der Ausstrahlung wirklich populär. Ihr Kultstatus kann wohl in hohem Maße dem Bohei der um sie gemacht wurde zugeschrieben werden.

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“But what is obscenity?”
“Obscenity is everything, that gives a judge an erection.”

Die großartige neuseeländischen Serie “Seven Periods with Mr. Gormsby” hatte ich euch vor einer Weile ja hier schon einmal ausführlicher vorgestellt.

Ein paar Folgen um den ungewöhnlichen Aushilfslehrer, der eine Klasse von Problemkindern auf Vordermann bringen soll und dabei nicht eben zimperlich vorgeht, sind mittlerweile bei YouTUbe zu bestaunen. Noch immer hat sich leider kein deutscher Sender gefunden, der dieses Kleinod ausstrahlen will.

Einen Clip aus Folge 1 gibts hier:


YouTubeDirectGormsby

Mehr Folgen findet ihr hier.

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Popcorn Falle

Hollywood-Filme widmen sich gerne “Wichtigen Themen”. Das Problem mit echten Problemen, ist allerdings das sie echt sind. Das heisst sie gehorchen nur selten einer wirklich guten Dramaturgie und obendrein muß man beim potentiellen Zuschauer erstmal den Ekelhemm überwinden. Also jene Stelle im Gehirn, die ihm verbietet sich mit Sachen zu beschäftigen die nicht explodieren, nicht tricktechnisch aufwendig gemacht sind und sich nicht im wesentlichen der Grundstory “boy-being meets girl-being beneath a silvery moon, which then explodes for no adequately explored reason” zuschreiben lassen.

Zur Überwindung des Ekelhemms versucht man im Marketing nun immer ganz geschickt, unter den Teppich zu kehren worum es eigentlich geht und betont die Universalität der Story.

In Brokeback Mountain gehts auch nicht um ein schwules Cowboy-Pärchen, das miteinander klöppelt, sondern um eine “Liebesgeschichte” die sich nur eben zufällig zwischen zwei Cowboys abspielt.

In “Rain Men” gehts auch nicht um Autismus, sondern um die Annäherung zweier Brüder, die sich lernen müssen zu akzeptieren.

In Transamerica, so betonen die Macher, gehts auch gar nicht um Transexualität, sondern darum “der zu sein der man sein will” und “sich der Verantwortung zu stellen, ein Kind zu erziehen.”

In “Gottes vergessene Kinder” ging es auch nicht ums Taubsein, sondern um eine Liebesgeschichte, die sich durch gegenseitige Akzeptanz auszeichnet.

In Philadelphia gings auch gar nicht um AIDS. Es ging nur darum, was Tom Hanks doch für’n lieber Kerl ist und das es doch schade wäre, wenn er krepiert.

In unzähligen Making-Ofs und Promo-Interviews, betonen die Darsteller und Macher stets, das es ja um universelle Themen gehe, zu denen jeder einen Bezug habe. Sie sagen: Kommt und schaut den Film. Ihr müsst keine Angst haben. “Hat sich nicht jeder schon einmal einsam und ausgegrenzt gefühlt?”

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Piratenalarm

RGC, eine große Kinokette in den USA, hat sich jetzt entschlossen, seinen Theaterbesuchern ein direktes Mittel der Kommunikation an die Hand zu geben. Mit dieser Schalttafel kann man sich per Knopfdruck bei den Kino-Obermotzen beschweren.
Ob nun schlechtes Bild, mieser Ton oder ob Piraten den Saal geentert haben und drohen das Publikum abzuschlachten.

Ach nee, geht wohl doch drum ob jemand einen illegalen Mitschnitt macht. Falls dem so ist, wird ein Stosstrupp das Kino entern und wahrscheinlich ohne Vorwarnung das Feuer eröffnen, wir wissen ja: Raubkopierer sind schlimmer als Kinderschänder.

Prima Idee das Ganze.

Ich vermisse nur die Buttons für: “Der Film ist Kacke!“, “Die Werbung ist zu lang!“, “Ach du Scheisse, ein Michael Bay-Film!” und “Das Arschloch hinter mir soll endlich die Fresse halten.

Aber ansonsten, klasse Idee. Wirklich.

[via: Boing Boing]

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  • Kreuzzug in Jeans – **** – Wer hätte gedacht, daß eine auf englische gedrehte, holländische CoPro so unterhaltsam sein kann. Angucken! #
  • Primeval – **** – Die Serie über Zeitlöcher und Urzeitviecher ist wirklich schick gemacht, trotz durchwachsener Tricks. Jurassic Park lebt! #

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  • Running with Scissors – *** – Ambitionierte Romanverfilmung, mit großer Besetzung, die an fehlender Struktur und Zahnlosigkeit krankt. bz #
  • *ms: ok, das ist also twittern, he? faszinierend…
    achso, hier nur filmspezifische sachen rein? ok, dann schaue ich mir mal einen film an.. #

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“Oh great, an abandoned psychiatric hospital! Now I can get Hepatitis! “

Originaltitel: Accepted
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Steve Pink
Darsteller: Justin Long, Adam Herschman, Jonah Hill, Blake Lively, Mark Derwin
★★★½☆

Accepted

Zunächst mal eine Anmerkung: Die deutschen Titelerfinder dieses Films sollten ernsthafte disziplinarische Maßnahmen verordnet bekommen. Ganz ehrlich.

Bartelby Gaines (Justin Long) wurde von jedem College zurückgewiesen bei dem er sich beworben hat. Aus Angst von seinem Vater als versager abgestempelt zu werden, erfindet er zusammen mit ein paar Kumpels das South Harmon Institute of Technology (dessen Abkürzung etwas unglücklich wirkt) und mietet ein leerstehendes Gebäude an. Dummerweise wird die gefakte Website der Uni auch von anderen abgelehnten Studenten entdeckt, die sich dank Express-Immatrikulation bald zu Dutzenden im neuen College einfinden.
Nach der initialen Schockphase erkennt Bartleby in den anderen Studenten sich selbst wieder: Ausgestoßenen denen man an den elitären Colleges keine Chance gibt, junge Leute die schon von Anfang an das Gefühl vermittelt bekommen nichts wert zu sein. Er beschließt aus dem falschen Institut ein echtes College zu machen, bei dem die Schüler ihre Lernziele selbst definieren.

Der deutsche Titel des Films, der nach jetzt mit einem dreiviertel Jahr Verspätung doch noch in deutsche Kinos kommt, verspricht Grauenhaftes (und beweist das die deutschen Texter den Unterschied zwischen High School und College nicht kennen). Die Werbezeile “von den Machern von American Pie” ebenfalls. Der deutsche Trailer ist eine einzige klamaukige Katastrophe, die den Schwerpunkt auf Slapstick und Pennälerhumor legt, was dem Film so gar nicht gerecht wird.

Den Beitrag „S.H.I.T. – Die High-School GmbH“ weiterlesen…

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“Super-size THIS, motherfucker! “

Originaltitel: Another Gay Movie
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Todd Stephens
Darsteller: Michael Carbonaro, Jonah Blechman, Jonathan Chase, Mitch Morris, Ashlie Atkinson

★★★½☆

Another Gay Movie

Fünf schwule Jungs wollen es endlich wissen. Nachdem sie von der weiberverschlingenden Schullesbe auf böseste aufgezogen wurden, ob ihrer Jungfräulichkeit, schwören sie sich in diesem Sommer endlich zum “Mann” zu werden.
Linkisch versuchen sie ihre Traumpartner rumzukriegen und müssen dabei mit den zu erwartenden Widrigkeiten und Rückschlägen umgehen. Ob nun der schüchterne Andy, der in seinen Französischlehrer verliebt ist und überrascht feststellt, daß dieser eine S/M-Website betreit oder Girff der unsterblich in seinen besten Freund verliebt ist, den Beau der Clique der ihn aber nur als Kumpel begreift. Nico, die Klischeetunte, dessen Mutter immer noch nicht begriffen hat, daß er schwul ist. Oder Andy, dessen Eltern mehr als verständnisvoll sind, was ihn befürchten lässt, daß auch sein eigener Vater nicht völlig hetero ist…

“Another Gay Movie” ist eine Klamotte. Eine im wahrsten Sinne des Wortes schamlose schwule Version von “American Pie” und ähnlichen Teeniefilmen. Was ihn von den Vorbildern unterscheidet ist jedoch der Focus (oder “Fuck us” wie es der Franzöischlehrer sagen würde), der diesmal auf jungen Schwulen liegt (wobei jung hier genauso weit auszulegen ist, wie bei anderen Filmen in denen Teenies von Mittzwanzigern gespielt werden).
Der Film ist derb, vulgär und überrascht dennoch mit einem ganze eignen Witz, der irgendwo zwischen John Waters und den “Scary Movie”-Filmen der Wayons-Brüder liegt. Denn in einem unterscheidet sich der Film von den üblichen Teenie-Klamotten: Er ist wesentlich deutlicher und expliziter. Hier ist die Notzüchtigung eines Lebensmittels nur noch Zitat, wenn es ernst wird, geht es sehr viel deutlicher zur Sache. Unverblümt und albern, wie in den besten Szenen aus Scary Movie.

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“The only way for a pirate to make a living these days is by betraying other pirates. “

Originaltitel: Pirates of the Caribbean: At World’s End
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Gore Verbinski
Darsteller: Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley, Geoffrey Rush, Jonathan Pryce, Bill Nighy

★★★★☆

At Worlds End

Ein letztes Yoho auf das Piratenleben. Nachdem sich Captain Jack (Johnny Depp) am Ende der letzten Folge geopfert hat, gilt es ihn nun aus dem Totenreich zurückzuholen. Denn wenn alle Pirate-Lords sich zusammentun, kann man gemeinsam gegen die britische Armee antreten, die Davey Jones auf ihre Seite zwingen konnte, der nun mit dem Flying Dutchman den Piraten den Kampf angesagt hat.

Aus aller Herren Länder werden die Pirate-Lords zusammengetrommelt und auch die Stammbesetzung hat genug zu tun, denn diesmal darf man einander noch weniger über den Weg trauen als in den Vorgängerfilmen. Selbst das Liebespaar Will (orlando Bloom) und Elisabeth (keira Knightly) nimmt es mit der Wahrheit nicht mehr so genau. Ständig wechseln die Fronten, da jeder nur seine eigenen Interessen verfolgt. Auch der wiederbelebte Barbossa (Geoffrey Rush) nimmt nicht ganz uneigennützig an der Rettung Jack Sparrows teil. Er weiß, daß man nur mit dessen Hilfe die Meeresgöttin Calypso befreien kann, von der er sich Hilfe erhofft…

Leichte Spoiler vorraus, Captain!

Der dritte Teil wird Fans des ersten und auch solche des Zweiten wohl spalten, denn er schlägt einen deutlich anderen Ton an als seine Vorgänger. War der erste ein mehr oder minder klassischer Piratenfilm, mit viel Humor und einem Geistertwist, bot der Zweite überdrehten, visuell inspirierten Slapstick mit grandiosen Tricks und einer überbordenden Story, die zum Teil etwas unfokussiert wirkte, aber letztlich trotz einiger Längen sehr gut unterhielt, bewegt sich der dritte in dunklem unruhigem Gewässer, das ebenso irritiert wie faszinieren kann, wenn man sich auf die neu hinzugekommene Tragik und Düsternis einlassen mag, die ihn von seinen Vorgängern abhebt.

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Tintenherz

Die Bücher von Cornelia Funke sind bei Filmemachern heiß begehrt. Ob nun ihre “Wilden Hühner”, “Wilden Kerle” oder “Hände weg von Mississippi” (jüngst mit gewohnt trockener Herzlichkeit von Detlev Buck verfilmt), die Verkaufszahlen im In- und Ausland lassen einen Vergleich mit der Potter-Autorin J.K. Rowling durchaus angemessen erscheinen.

Obwohl ich mit der Verfilmung von “Herr der Diebe”, ebenfalls einer Abenteuerstory mit phantastischen Elementen, wenig anfangen konnte und sie viel zu zahm und klamaukig fand, verspricht die neueste Hollywood Adaption von Funkes Phantasien spannend zu werden.

Tintenherz, der erste Teil einer düsteren, streckenweise an “Die unendliche Geschichte” erinnernde Trilogie um den Buchrestraurator Mortimer und seiner Tochter Meg, die wider Willen in die Welt eines Buches hineingezogen werden und sich dort dem sinistren Bösewicht Capricorn und dessen Handlanger Basta gegenübersehen, könnte tatsächlich ein Film sein, der sowohl Kinder als auch der Fantasy zugeneigte Erwachsene anspricht, zumindest wenn man sich an der Härte der Buchvorlage orientiert.

Die Besetzung klingt in jedem Fall ganz spannend: Helen Mirren spielt Megs verschrobene Tante Elinor, Andy “Gollum” Sirkis wird als Oberschurke Capricorn zu sehen sein und Mo wird, etwas überraschend wenn man die Buchvorlage kennt von Brendon Fraser gespielt. Als undurchsichtiger Feuerspucker Staubfinger wird Paul Bettany einer weiteren wichtigen Figur des Romans Leben einhauchen.

Regie führt Ian Softley, dessen Oevreu bisher gemischte Qualität hervorbrachte. Vom Beatles-Film “Backbeat” über “K-Pax” bis zum eher unspannenden “Skeleton Key” reicht seine Bandbreite, was aber nicht ausschließt, daß er das nötige Gespür hat die phantastische Geschichte wirksam umzusetzen.

Mehr erste Bilder aus “Inkheart” gibts drüber bei IGN.

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“The Minister of Transport issued this appeal to motorists: Can anyone give him a lift to Leicester? “

Originaltitel: Do Not Adjust Your Set
Herstellungsland: Großbritannien 1967
Regie: Adrian Cooper / Daphne Shadwell
Darsteller: Michael Palin, Terry Jones, Eric Idle, David Jason

★★★½☆

Originaltitel: At Last the 1948 Show
Herstellungsland: Großbritannien 1967
Regie: Ian Fordyce
Darsteller: John Cleese, Graham Chapman, Tim Brooke-Taylor, Marty Feldman, Aimi MacDonald

★★★★☆

Hardcore-Fans der Monty Python-Truppe wissen es natürlich: Bevor die fünf Engländer mit ihrem Adoptivamerikaner Terry Gilliam mit dem Flying Circus TV-Geschichte schrieben, haben sie in anderen Sendungen ihre ersten Gehversuche unternommen, die sie schließlich zusammenführen sollten.

Zeitgleich produzierte der Privatsender ITV damals zwei neue Comedy-Formate, in denen alle Mitglieder der künftigen Python-Truppe ihre Talente ausprobieren konnten. Hatten sie zuvor in den Footlights, satirischen Shows die von Cambridge-Studenten produziert wurden Erfahrungen gesammelt und als Autoren für innovative Formate wie den “Frost Report” gearbeitet, so durften sie im Jahr 1967 erstmals in eigenen Sendungen brillieren.

DNAYS“First of all, a big hello to all our viewers. Hello Mrs. Green, hello Mr. Green, hello Mum. I think that’s everyone”

Michael Palin, Terry Jones und Eric Idle (und als Animateur auch Gilliam) waren Teil des Ensembles von “Do Not Adjust Your Set!“, einer ursprünglich für Kinder konzipierten Serie, die aber schon bald ein erwachsenes Publikum für sich begeisterte.

DNAYS präsentierte erstmals jenen “stream of conscience”-Stil, der zum Markenzeichen des “Flying Circus” wurde. Sketche mussten nicht mehr zwingend in einer Pointe enden, sondern konnten ineinander übergehen, assoziativ verbunden oder surreal aufgelöst werden.

Neben Palin, Jones und Idle gehörten David Jason (mittlerweile zum Sir berufen und sowohl als Komiker wie auch als dramatischer Schauspieler etabliert) und Denise Coffey zur festen Besetzung der Show, genau wie die “Bonzo the Dog Doodah Band”, deren Chef Neil Innes auch später immer wieder für die Pythons arbeiten sollte und in der vierten Circus-Staffel sogar mithalf den ausgeschiedenen Cleese zu ersetzen.

Den Beitrag „Pre-Python: Do not adjust your set / At last… the 1948 Show“ weiterlesen…

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“How do I define history? Well it’s just one fucking thing after another, isn’t it?”

Originaltitel: History Boys, The
Herstellungsland: Großbritannien 2006
Regie: Nicholas Hytner
Darsteller: Samuel Anderson, James Corden, Stephen Campbell Moore, Richard Griffiths, Frances de la Tour, Andrew Knott

★★★★☆

History Boys

Sheffield 1983. Die Schüler Crowther, Posner, Dakin, Timms, Akthar, Lockwood, Scripps und Rudge, allesamt aus der Arbeiterklasse, haben beste Noten und stehen kurz vor der Aufnahmeprüfung in Cambridge oder Oxford. Ihr “General Studies”-Lehrer, ein origineller, beliebter Kauz (Richard Griffiths – bekannt als Uncle Vernon aus den Harry Potter-Filmen) der von allen nur “Hector” genannt wird, soll sie auf diese Prüfung vorbereiten.

Ihm zur Seite gestellt wird ein neuer Lehrer, der junge Mr. Irwin (Stephen Campbell Moore), dessen Lehrmethoden und Ansichten sich von denen Hectors grundlegend unterscheiden. Während für Hector die Suche nach der Wahrheit, die Kenntnis der Fakten an erster Stelle steht, versucht Irwin die Jungen zu einer kreativeren Art der Geschichtsbetrachtung zu bringen, die Originalität über die Wahrheit stellt.

Wichtig ist nicht was stimmt, sondern wie originell man es verkaufen kann. Im Spannungsfeld dieser unterschiedlichen Philosophien versuchen die Schüler ihren eigenen Weg zu finden und sich mit den Marotten ihrer Lehrer zu arangieren, während sie gleichzeitig überlegen, wohin sich ihr eigenes Leben entwickeln wird. Als amüsierte und bisweilen sarkastische Beobachterin, steht die reguläre Geschichtslehrerin Mrs. Lintott (die grandiose und ebenfalls aus Harry Potter bekannte Frances de la Tour) am Rande und diskutiert hin und wieder Irwins Ansätze mit Hector.

Komplizierter wird alles noch durch die plötzlich aufkommenden Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die gegen Hector erhoben werden, während seine Schüler versuchen ihre eigenen amourösen Gefühle (u.a. zueinander) durch das Studium von Büchern und Nachstellen klassischer Szenen aus Filmen und Büchern in den Griff zu bekommen…

Den Beitrag „Die History Boys“ weiterlesen…

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Eragon

Mittlerweile hat unser überarbeiteter Ziehungsbeamte auch die Zeit gefunden die Gewinnerin der Eragon-Verlosung zu ermitteln.

Über die DVD nebst Fanarmband freuen darf sich:

Marion Tooms

Wir wünschen viel Spaß und bedanken uns bei Fox Deutschland für die Bereitstellung des Preises

Die DVD geht innert der nächsten zehn Tage bei uns raus.

Die Gewinner des Filmionär-Gewinnspiels wurden nun ebenfalls nachgezogen und per mail benachrichtigt:

Über je eine DVD-Edition von Trivial Pursuit plus eine schicke Film-DVD dürfen sich freuen:

-Diana Rössling aus Neuss
-Jan Kunzmann aus Berlin
-Joël Adami aus Unbekannt (hey, guck mal in deinen Mailkasten und sag mal deine Adresse durch)

Wir wünschen euch viel Spaß damit! Bitte erlaubt uns mindestens zwei Wochen, die Sachen einzutüten und zu verschicken.

Allen anderen, wünschen wir viel Glück beim nächsten mal.

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Berliner Leser oder Berlinbesucher die sich für Film interessieren, können morgen abend um 18:30 die Kameralegende Michael Ballhaus im Gespräch mit dem Filmjournalisten Thomas Binotto erleben.

Im Babylon-Kino, das sich in der Hauptstadt mit einem ambitionierten und abwechslungsreichen Arthaus-Programm, Festivals und Live-Veranstaltungen einen guten Namen gemacht hat, wird sich Binotto mit Ballhaus über dessen Werdegang, die Anfänge in Deutschland , seinen spektakulären Arbeiten in Hollywood, seine Vorbilder, Zukunftspläne und Ambitionen unterhalten.

Filmausschnitte werden das Gespräch ergänzen

Michael Ballhaus im Gespräch, Dienstag 15.Mai. 18:30
Der Eintritt kostet 8€ bzw 5€ ermässigt.

Weitere Informationen gibts hier: Babylon Kino

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Rowan Atkinson ist der bessere Peter Parker.

Als Spider Plant Man kämpft er gegen das Böse. Oder so ähnlich. Die Parodie ist zwar schon für das Comic Relief 2005 gedreht worden, kann aber aus aktuellem Anlaß nochmal genossen werden.


YouTubeDirectPlant1

den zweiten Teil gibts nach dem Jump…

Den Beitrag „Spider Plant Man“ weiterlesen…

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Erinnerts ich noch jemand an Cynthia Rothrock? Das war sowas wie Jean-Claude van Damme mit Titten. Also mit noch mehr Titten. Hm wenn ichs genau überlege, hatten sie wohl beide gleich viel. Creutz. Aber Jean-Claude van Damme mit Mumu grooved so überhaupt nicht. Ähm egal. Frau Rothrock.

In den 80er und frühen 90ern verdingte sie sich genau wie Claude ihren Lebensunterhalt in drittklassigen Prügelfilmen, die erstaunlich erfolgreich waren. Ich erinnere mich mit Schrecken an eine Fahrt ins Landschulheim, auf der wir im Bordfernsehen des Reisebusses mehrere Teile von Karatetiger und ähnlichem Gedöns guckten, weil die Mehrzahl meiner Mitschüler so etwas gerne sah.

In den tiefen YouTubes fand sich dieser Prügel-Clip aus einem dieser Kampfsport-Vehikel, wahrschein “Tiger Claw 1″. Dagegen sehen viele Derrick-Folgen aus wie von Michael Bay gedreht.


YouTubrdirektLahm

Aber immerhin, wenn ich daß da sehe, wächste meine Zuversicht doch noch Actionfilmstar werden zu können.

[via: Message von Till]

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Gestern wurde in Berlin der Deutsche Filmpreis 2007 verliehen.

In einer netten, nicht zu spektakulären Gala (die man sich HIER in der ZDF-Mediathek ansehen kann), moderiert von Michael Herbig mit Unterstützung von Christoph-Maria Herbst, wurden die folgenden Preisträger verkündet

Den Beitrag „Deutscher Filmpreis 2007“ weiterlesen…

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Irgendwann fand ich ihn mal richtig klasse.

Roger & Me” ist oberflächlich betrachtet eine fantastische gemachte und fesselnde Dokumentation, die nicht nur wichtige Fragen stellt sondern auch gut unterhält. Vorausgesetzt, man glaubt der Darstellung Michael Moores.

Spätestens nachdem ich vor einigen Jahren über einige Ungereimtheiten in seinem “Bowling for Columbine” stolperte, die der dicke Dokumentarfilmer auch nicht völlig wegerklären konnte, war meine Begeisterung für Michael Moore dahin. Sein Predigerhafter Tonfall, den er in seinen Filmen und Büchern anschlägt, die penetrante Selbstinszenierung hinter denen die Themen zu verschwinden drohen, die emotionalisierung dort, wo oft eher nüchterne Fakten gefragt wären, daß alles macht seine Werke fragwürdig, auch wenn man mit seinen Zielen sympathisieren mag.

Eine neue Dokumentation zeigt jetzt im Detail, welche gestalterischen Freiheiten sich Michael Moore in seinen “Dokumentarfilmen” genommen hat: “Manufacturing Dissident”

Hier ein Beitrag der 3Sat Kulturzeit zum Film.


YouTubeDirectLügen

[via: Messenger-Tipp von Julian]

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stupidheroesjpg.jpg Originalbild: Olaf

Nachdem wieder mal eher enttäuschenden Spider-Man 3, hab ich für mich eine private Liste zusammengestellt von Elementen die ich in Superhelden-Filmen nicht mehr sehen möchte.

1) Kräfte die sich dem Drehbuch anpassen. Wenn ein Held eine Fähigkeit besitzt, dann sollte sie konsequent gleich stark sein und nicht einmal ganze Häuser versetzen und das nächste mal schon versagen, wenn er ne verklemmte Schranktür öffnen will – nur weils dramaturgisch grade passt.

2) Stundenlange “Ich entdecke meine Fähigkeiten”-Montagen. Man kann sowas in die Handlung einbauen, aber bitte: So wenig wie ich die “hüpfende Titten in Zeitlupe”-Montagen bei Baywatch sehen wollte, so wenig möchte ich unsere Helden stundenlang dabei zugucken, wei sie ihre kräfte entdecken. In den X-Men-Streifen wurde das ganze ja auch sehr souverän und beiläufig gelöst.

3) Patriotisches Rumgepose. Sorry, aber der nächste Superheld der vor eine amerikanische Flagge springt bekommt eins an die Ohren.

4) Jesus-Szenen und Erlöser-Symbolik. Ob Superman, E.T. oder Spidey oder Der Wutz mit der Maske, ich will keine religiösen Anklänge mehr sehen, ich will kein “Er gab sein Leben für die Menscheit”-Sülz mehr und keine Kreuzigungs-Metaphern mehr. Kann doch nicht so schwer sein. Batman und Hellboy kommen doch auch ohne solchen Scheiss aus.

5) Eine “Oh ich hab meine Kräfte verloren”-Plot. Hey nur weil den Drehbuchautoren nichts einfällt, was sie für eine Story mit der eigentlichen Figur erzählen können, sollten sie sich die ewig gleichen “Held hat plötzlich keine Kräfte mehr”-Plots stecken.

6) Depressive Helden und Schurken. Ja irgendwann war das mal neu und spannend. Und bei jemandem wie Batman, der ein eher unsympathischer Zeitgenosse ist klappt das auch ganz gut und in weiten Teilen der X-Men-Reihe war es erträglich. Aber ich hab wirklich die Schnauze voll wenn mir jeder Superheld mit seinen Privatwehwehchen kommt. Die Menopause von Wonder Woman interessiert mich ebenso wenig, wie die Spülhände von Das Ding und das Dock Ock als Kind immer gehänselt wurde weil er aussah wie Otti Fischer. Therapiert euch zwischen den Filmen aus und jammert nicht ständig rum ihr verdammten Heulsusen.

Den Beitrag „Lieber Normal: 10 Sachen die ich in Superhelden-Filmen nicht mehr sehen will“ weiterlesen…

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