Nachdem wir gestern gemeldet haben, das der Double-Feature-Film “Grindhouse” von Tarantino / Rodriguez in Deutschland geteilt wird, erhielt Filmfreund Renington heute auf seine rustikal formulierte Anfrage an Senator-Film folgende Antwort:
“Richtig ist, dass “Grindhouse” ursprünglich als EIN Film konzipiert war. Tarantino und Rodriguez wollten hierfür je einen 60minüter drehen, die dann zusammen als Grindhouse Double-Feature EINEN Film ausmachen sollten. Im Laufe der Produktion ist es dann aber anders gekommen:
Beide Filme wurden dann doch länger und sind jetzt eigenständige Filme, d.h. ZWEI Filme je mit voller Länge. In Abstimmung mit den Regisseuren und den Produzenten starten die Filme noch den uns von der Weinstein Company (die Produktionsfirma) gegebenen Informationen international, d.h. außerhalb der USA, zeitversetzt. Entsprechend werden uns die Filme auch getrennt geliefert.”
(Hervorhebung von uns)
Womit der schwarze Peter nicht wie vermutet bei Senator-Film liegt, sondern eindeutig bei der Weinstein Company zu suchen ist, die es zulassen, das das Konzept des Films zwecks Profitmaximierung ruiniert wird. Damit lesen sich die Aussagen von Tarantino und Rodriguez für alle die nicht in den USA wohnen schon ziemlich höhnisch:
“Tarantino and Rodriguez showcased a bunch of footage from Rodriguez’s half of the double feature, titled, “Planet Terror.” The films are meant to be packaged as one movie, complete with fake trailers in between. Upon hearing this, Tarantino said that Bob Weinstein reacted, “People are gonna feel ripped off when they see other movies now.”
(…)
When describing the tone behind the double feature, Tarantino lamented that in the Seventies, the grind house pictures would always have posters that were much better or more exciting than the movies they advertised. With this collaboration, Tarantino promised, “We’re gonna make two sleazy grind house movies that deliver on the poster and more.” Expounding on the format, he stated, “This isn’t some Twilight Zone type of bullsh*t… This isn’t a faux double feature anymore. This is two movies for the price of one.”
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 20th, 2006 •
- 16 Kommentare
Kurz und knapp ein Streifzug durch aktuelle Video und Kinofilme:
-The Covenant
-Survive Style 5+
-Alien Autopsy
-An Evening With Kevin Smith 1+2
-Accepted (S.H.I.T. – Die High School GmbH)
The Covenant – USA 2006





Ja man sollte bei Abkommen eben das Kleingedruckte lesen. Das gilt nicht nur für den ollen Finnenzausel Renny Harlin, der wahrlich mal gute Filme gemacht hat, sondern auch für die Hauptdarsteller dieser “Charmed für Schwule*”-Variante.
Die gehören nämlich zu einer Zaubererclique und müssen sich damit rumplagen, das pünktlich zum 18. Geburtstag die Hormone verrückt spielen und die Magie stoßweise aus ihren zuckenden Leibern herausspritzt. Achja. Ich hab ja nix gegen schnuffige Kerle mit wenig Sachen an. Und die Typen hier rennen fast den halben Film oben ohne oder nur im kurzen Leibchen herum, aber ein wenig Handlung oder Spannung wäre schon nicht schlecht gewesen. Sonst kann ich mir ja gleich einen Einhand-Film angucken. Während die Bande also mit ihren magischen Kräften hadern, müssen sie sich dann auch noch gegen einen bösen Wutz behaupten, der ihnen an die Wäsche will.
Oder an die Kräfte. Ist ja auch egal. Denn außer einer geleckten Optik und geleckten Teeniedarstellern Mitte 20 hat dieser Film so überhaupt gar nix zu bieten. Die Effekte sind auf TV-Niveau, die Darsteller können auch bei Bel-Ami Karriere machen und die Spannungskurve bohrt sich mit fortschreitenden Laufzeit in den Boden. Das ganze wirkt wie der Pilot einer Serie, die niemand sehen will.
Sorry Renny, ich mag Die Hard 2 wirklich und glaub auch du hast was drauf. Aber dieser Pakt ist ein Griff ins Klo. Trotz Purzeln mit wenig Sachen an.
(* ich weiß die Formulierung “Charmed für Schwule” ist eigentlich doppelt gemoppelt. So wie weißes Schimmel)
+++
Survive Style 5+ – Japan 2005




- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 20th, 2006 •
- 4 Kommentare

Wir haben ja schon einige Male drauf hingewiesen. Es steht ein neuer Tarantino-Film ins Haus, also ein echter und kein “Tarantino presents”-Mist wie Hostel. Es steht auch ein neuer Robert Rodriguez-Film an.
Und beide Filme sind ein Film: Grindhouse. Benannt nach den schäbigen Kinos, die hauptsächlich billig heruntergekurbelte Horror, Martial Arts, Exploitation und Sleaze-Filme im Doppel- und Dreierpack zeigten.
Grindhouse: Eine nach allem was man erhoffen darf wüste Hommage an jene billigen Horror und Slasherflicks der 70er Jahre, komplett mit Überlebensgroßen Klischeehelden, sexy Kick-Ass-Chicks und Schurken so hart wie Bimsstein. Verbunden durch gefakte Trailer, die neben Tarantino und Rodriguez auch von Edgar Wright (“Shaun of the Dead”) und Eli Roth (“Hostel 1+2″) beigesteuert werden, erwartet die Zuschauer eine rund dreistündige durchgedrehte, sleazige Reise in bessere Kinozeiten – ganz nach dem Vorbild der klassischen Doppelvorstellungen der Siebziger Jahre in denen ebenfalls zwei B-Filme zusammengepackt wurden.
Zumindest die US-Zuschauer, dürfen sich über dieses Double-Feature freuen. Senator-Film, die grade einen Deal mit der “Weinstein Company” – der neuen Produktionsfirma der Weinsteinbrüder nach ihrem Abgang von Miramax/Disney – eingegangen sind, hat sich die Verleihrechte für Deutschland gesichert. Soweit so schön.
Schon im April soll Grindhouse bei uns in die Kinos kommen. Allerdings nur die Hälfte. Denn Senator hat sich entschlossen, den Film, der als Double-Feature konzipiert ist, aufzuteilen.
Das Segment von Rodriguez: “Planet Terror” kommt im April, der Tarantino-Teil “Death Proof” wird dann im Oktober bei uns laufen.
Was nicht nur bedeutet, daß man zweimal zahlen darf für etwas das normal ein Film mit Überlänge wäre, sondern das auch die ganze Idee des Grindhouse-Double-Features auf der Strecke bleibt, die bei diesem Projekt eindeutig zum Konzept gehört.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 19th, 2006 •
- 21 Kommentare
Zum 60. Geburtstag von Steven Spielberg.
Es war irgendwann Anfang der 80er, als ich zum ersten Mal etwas von Spielberg sah. Es war einer jener besonderen Abende an denen ich lange aufbleiben durfte (hieß: nach 20 Uhr) und im Dritten Programm lief “Duell”. Ein billig fürs US-TV produziertes, höchst effektives Psychofilmchen um einen Mann der von einem unheimlichen Lastwagen verfolgt wird.
Ein paar der Bilder haben sich für immer in mein Gedächnis gebrannt. Die Silhoutte des Lastwagens, der immer wieder bedrohlich am anderen Ende der Strasse auftaucht, wenn der Fahrer eine Pause einlegen muß. Der Lastwagen, wie er den Hauptdarsteller fast in einer Telefonzelle plattwalzt und natürlich das letzt Bild, des über die Klippe stürzenden Trucks, als sich das Motorgeräusch zu einem grotesken Dinosaurierschrei verzerrt.
Damals hörte ich die Ansagerin erstmals etwas von einem Spielberg-Film erzählen. Sicherlich hatte ich vage schonmal was von Hitchcock oder Fassbinder gehört aber das Konzept des Regie-Films war mir doch noch eher fremd. Ich kannte Western und Science-Fiction und Abenteuer und Krimis. Aber Spielberg entzog sich dem, denn er machte Spielberg-Filme, die irgendwie alle Genres bündelten.
Nach “Duell” begann ich alles zu verschlingen, was dieses Etikett Spielberg trug. Die Fernsehzeitung wurde durchforstet (Videorecorder gab es bei uns damals noch nicht) und welche glückliche Momente waren es, als das allererste mal “Der Weisse Hai“, “Sugerland Express“, “1941” oder sogar eher langweilige Frühwerke wie “Something Evil” im TV liefen.
Mit meinem Wechsel in die fünfte Klasse begann ich dann auch öfter alleine ins Kino zu gehen. Und auch dort wurde Spielberg zum Gütesiegel für alles was ich sehen wollte. Na gut, gegen E.T. hatte ich mich gesträubt, als er zuerst im Kino lief, weil er mir zu kitschig war. Den erlebte ich erst bei einer Wiederaufführung Jahre später. Aber ansonsten war Spielberg der Held meiner frühen Jugend.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 18th, 2006 •
- 6 Kommentare
Damals, in den Siebzigern hätte man schon ahnen können, das Lucas irgendwann durchdreht und etwas höllisch krankes aus Star Wars machen wird. Denn Episode I-III sind nicht die ersten Geschmacksverirrungen des knuffigen Pelzgesichts. Selbst die grauenhaften Ewok-TV-Filme waren nicht der Anfang des Star-Wars-Grauens.
1978 lief ein eiligst zusammengeschustertes Star Wars Holiday-Special, in dem den geneigten Zuschauern mehr über Wookies erzählt wurde als sie je wissen wollten. Das Wookies billige Sitcom-Klamauk mögen, das sie sich Cyber-Pornos mit Menschenweibchen angucken und dabei lüstern stöhnen, das sie gerne Zeichentrick über die Rebellen anschauen und dabei ebenfalls Stöhnen.
Mit der Unterstützung einer Prä-Golden Girligen Beatrice Arthur und der Band Jefferson Starship, richtete man eine Weihnachtsfeier aus, die allen Beteiligten heute noch die Schamesröte ins Gesicht treibt.
Eine barmherzige Seele hat das zweistündige Special jetzt auf fünfeinhalb Minuten zusammengekürzt. Ich erinnere mich noch gut dran, das ich seit Jahren hinter diesem Film her war, als echter Fan der alten Filme. Das ich nicht glauben wollte, wie grotesk schlecht dieses Special wirklich ist. Als ich dann vor einigen Jahren darüber stolperte und es tatsächlich gucken konnte, brauchte ich zwei Wochen bis ich es wieder verdrängt hatte.
Dazwischen lagen viele Stunden in denen ich Freunden davon erzählte. Der Satz: “Du musst das sehen um es zu glauben” spielte dabei eine nicht unerhebliche Rolle.
Notgeile Wookies, Hauptdarsteller die sich 2h in ununtertiteltem Geblöke unterhielten, grauenhafte Musik und Gymnastiknummern und Mark Hamill der nie wieder so tuntig aussah wie damals, you gotta see it. Aber für die die es noch nicht kennen, reicht eigentlich auch dieser Zusammenschnitt, glaubt mir, es wird nicht besser in voller Länge.
Lucas stand wohl damals schon auf der dunklen Seite der Macht.
YouTubeDirectWookie
Eine Fansite die sich nur mit dem Special beschäftigt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 17th, 2006 •
- 2 Kommentare
Weihnachten neigt ja dazu einen mit Dominosteinlawinen und besinnlicher Musik, sowie familiären Geselligkeiten oft an den Rand der Zurechnungsfähigkeit zu bugsieren. Wie schön, wenn es dann wenigstens ein paar Filme gibt, die das seelische Gleichgewicht wieder herstellen.
Und gleich vorweg: Auch wenn rtl2 seit Jahren versucht Rambo 3 und Karate-Tiger als klassische Weihnachtsfilme zu etablieren, in meiner Liste tauchen diese Streifen nicht aus.
1) Stirb Langsam 1 und 2
Was kann es schöneres geben als Bruce Willis im blutigen Leibchen, der ein verwegenes “Yippi-kay-Yeah Motherfucker” auf den Lippen darüber flucht, daß er bei allen 10 Millionen Terroristen auf der Welt ausgerechnet den erwischt, der kleinere Füße hat als seine Schwester.
Ob im explodierenden Nakatomi-Tower oder im lahmgelegten Airport, spätestens wenn zum Schlußbild “Let it snow, let it snow, let it snow” erklingt, wird einem dann doch warm ums Herz.
Stirb langsam (Special Edition, 2 DVDs)
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2) The Muppet Christmas Carol – USA 1989
Sicher es gibt dutzende Verfilmungen der klassischen Story um Scrooge und seine Erlebnisse mit den drei Geistern, die ihn zum besseren Menschen machen. Aber nur zwei die ich wirklich rundherum gelungen finde. Diese Muppet-Fassung mit Gonzo als Erzähler und Michael Caine als Scrooge ist eine davon. “Its in the singing of a street corner choir….”
Die Muppets-Weihnachtsgeschichte
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3) Scrooged – USA 1987
Und hier folgt auch schon die zweite Fassung, die hierzulande als “Die Geister die ich rief” bekannt ist. Bill Murray war ja mal witzig, bevor er beschloß den traurigen Clown zu geben und leicht bekleideten Nymphen in asiatischen Hotels küchenphilosophische Plattitüden ins Ohr zu flüstern. Wie witzig Murray war, zeigt diese aufgejazzte Scrogge-Story, in deren Nebenrollen Alt-Stars wie John Forsythe, Robert Mitchum, Alfre Woodard, Lee Majors und Buddy Hacket zu sehen sind.
Wie Murray als zynischer TV-Boss sein tödliches Christmas-Special orchestriert und Weisung gibt die Geweihe an einer Maus notfalls mit dem Tacker anzubringen, ist eindeutig sehenswert – ebenso wie die Verwandlung zum rührseeligen Ende. Put a little love in your heart!
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 14th, 2006 •
- 20 Kommentare
Okay, nehmt mal an ihr seit in der PR-Abteilung von Disneys “Hollywood Pictures” und bekommt einen schon abgedrehten Film auf den Tisch. Ihr lest euch die Story durch und denkt nur: “Ach du Scheiße, wer hat denn grünes Licht gegeben für einen Film mit einem Killerkrokodil? Und wer hat Jürgen Prochnow besetzt und den lustigen Schwarzen aus MAD-TV? Ein Killerkroko???”
Denn Hand aufs Herz, selbst als trashige Unterhaltung gabs bisher keinen Film mit einem von diesen Monstern die aussehen wie schlecht gelaunte Autoreifen, der wirklich überzeugen konnte. Haie sind cool und böse. Spinnen eklig und unheimlich… anderes glitschiges Getier sowieso… aber Krokodile? Ich meine okay “Lake Placid” ging so. Aber im wesentlichen wars das auch schon im Krokokiller-Genre, und selbst der hat kaum jemanden ins Kino gelockt. Heuler wie Killer-Alligator vergessen wir mal ganz schnell wieder.
Aber dennoch hat man einen neuen Film gedreht über ein Riesenkroko, daß in Afrika wohl um die 300 Leute verknuspert haben soll. Aha, basierend auf einer wahren Begebenheit. Oder zumindest “inspired by”…
Moment wie wäre es, wenn man dem Kinogänger gar nix von dem Schuppeneumel sagt? Was wenn man einfach behauptet im Film ginge es um einen bestialischen, intelligenten Serienkiller, der 300 Leute auf dem gewissen hat? Hey daß könnte echt klappen!
Wir nennen den Film dann “Primeval” und schneiden einen kyptischen Trailer zusammen. Und dann hoffen wir mal, das genug Leute reingehen die sich einen Serialkiller-Thriller erwarten!
Na die werden gucken, wenn dann plözlich die Krokotasche auftaucht.
Hier ist der Trailer:
Achja, dieses Vieh da hat den Film “inspired”:
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 13th, 2006 •
- 3 Kommentare
Als wir diese Seite gestartet haben, akkreditierten wir uns natürlich auch bei den wichtigsten Verleihfirmen- und Labels. Dies war mal einfacher, mal komplizierter, genau wie die Zusammenarbeit mit den Firmen sich mal unkomplizierter mal schwergängiger gestaltet. Grade kleine Labels nehmen Online-Medien sehr ernst und freuen sich, wenn über ihre Filme berichtet wird.
Die Majors sind da bisweilen schon reservierter, aber im Großen und Ganzen wird man wenn man sich anmeldet schon in den Verteiler aufgenommen. Concorde, Sony, Warner, Pro-Film, Constantin, Buena Vista… alles klappt, wenn auch zum Teil erst im zweiten Anlauf.
Tja. Und dann gibt es Universal Pictures und Universal Home Enterntainment. Mehrfach haben wir uns dort angemeldet, sowohl über Formulare als auch in persönlichen Mails, denn es erscheinen ja durchaus interessante Filme in deren Verleih und auf DVD, über die wir auch gerne berichten.
Die Antwort war jedesmal dieselbe: “Leider dürfen wir auf Weisung von Universal International keine Online-Medien mehr in unserem Verteiler aufnehmen, die nicht an einem Print- oder TV-Titel gebunden sind. Es tut uns leid, dass wir Ihnen nicht weiterhelfen können.”
Das gilt nicht nur für Bemusterung und Rezensionsexemplare, sondern nur für den einfachen Zugang zum Presseserver. Natürlich fragte ich mich auch damals, in welchem Zeitalter Universal lebt, ob sie vom Internet schon mal was gehört haben. (Internetz ist quasi sowas wie BTX, nur bunter).
Aber was hilfts zu lamentieren und sich zu ärgern, das einerseits Online-Medien nicht in den Presseverteiler dürfen, man aber andererseits den (übrigens sehr empfehlenswerten) Ohrensessel-Podcast des geschätzten Filmfreundes und elektrischen Liedermachers Bernd Begemann und Freunden tatkräftig unterstützt und bewirbt.
Das mag schizophren scheinen, aber je nun, im Zweifel war das Netz bislang immer groß genug, daß man auf andere Art und Weise an die gewünschten Informationen kam.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 11th, 2006 •
- 9 Kommentare
“Mommie Dearest” aka “Meine liebe Rabenmutter”, die Verfilmung der Abrechnung von Christina Crawford mit ihrer Mutter, der Leinwandgöttin Joan Crawford gilt als einer der Camp-Filme schlechthin und wurde zu einem oft parodierten und zitierten Klassiker. Er versenkte zudem die Karrie von Faye Dunaway, die einige Jahre braucht bis sie sich von diesem Werk erholt hatte.
Dennoch werden ihre Blicke und ihre Darstellung der Leinwanddiva Crawford für immer einen Platz im Herzen echter Filmfans haben. Gleich neben Bette Davis und Shelley Winters.
Hier eine Zusammenstellung der schönsten Momente aus “Mommie, Dearest” – unterlegt mit “Mama Mia” von ABBA.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 10th, 2006 •
- 2 Kommentare
Ich wünschte Star Wars: Episode I wäre nur halb so unterhaltsam wie diese musikalische Nacherzählung von “Weird Al” Yankovich.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 9th, 2006 •
- 5 Kommentare
Einen zünftigen Monsterheuler vom alten Schlage verspricht der Südkoreanische Film “Gwoemul (The Host)“. Weil ein böser amerikanischer Arzt massenhaft Formaldehyd in einen Fluss kippen lässt, taucht bald darauf ein mutierter Monsterlurch auf und verbreitet Angst und Schrecken. Nur eine Familie, deren Tochter vom Lurch verschleppt wurde stellt sich dem Biest entgegen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 7th, 2006 •
- 4 Kommentare
Alleine die Tagline ist einen Blick wert: Big Cops. Small Town. Moderate Violence.
Wenn man dann noch weiß, das hinter dem Film die Macher von “Shaun of the dead” und der Serie “Spaced” stehen, dann sollte man sich für nächstes Jahr schonmal einen Film auf die “Will ich sehen”-Liste setzen. Hot Fuzz.
+++
Christopher Guest hat sich über die Jahre eine überschaubare aber treue Fangemeinde geschaffen. Das Gründungsmitglied von “Spinal Tap” dreht normalerweise bizarre Mockumentarys, in denen es um abgehalfterte Folkbands (A Mighty Wind), oder bescheuerte Hundezüchter (Best in Show) geht. Der Witz in den überwiegend improvisierten Werken entsteht durch die sanfte Überhöhung, mit der er und sein Ensemble Situationen immer mehr in den Wahnsinn treiben.
Sein neustes Werk schildert die Bemühungen dreier mittelprächtig bekannter Schauspieler, die sich auf ihre Rollen in dem Indipendentfilm “Home for Purim” vorbereiten. In-Jokes und Seitenhiebe aufs Filmbusiness verspricht schon der Titel des Streifens: “For Your Consideration“. Den Trailer gibts hier.
+++
James Bond soll in einem der kommenden Filme eine “schwule Szene” bekommen – so richtig mit nackig und so, berichtendie Boulevardblätter. Zumindest wenn es nach dem Willen des aktuellen Darstellers Daniel Craig geht. Wobei ich mir wahrlich prickelnderes vorstellen kann, als knutschen oder biblisches erkennen mit dem Doberman-Visagen-Bond. Kommt Leute, wenn man das wollte hätte man dann doch bitte Robbie Williams oder Ruper Everett besetzen sollen.
+++
Eine böse Vorahnung entwickelt sich zum Alptraum. Zumindest für Sandra Bullock, die vom Tod ihres Mannes träumt und sich in “The Premonition” alsbald zwischen zwei Welten gefangen findet. In einer lebt ihr Mann, in der anderen ist er Opfer eines Unfalls geworden. Trailer gibts hier.
+++
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 7th, 2006 •
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“You’re an FBI informant? Are you fucking kidding me? “
Originaltitel: Departed, The
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Martin Sheen, Vera Farmiga, Mark Wahlberg






Mafiaboss Frank Costello (Jack Nicholson) hält sich für unantastbar. Der Polizei ist er immer eine Nasenlänge vorraus, da es ihm gelungen ist mit seinem Getreuen Colin Sullivan (Matt Damon) einen Spitzel genau dort zu positionieren, wo die Ermittlungen gegen ihn laufen.
Kniffelig wird die Situation, als er erfährt, das die Polizei genau dasselbe bei ihm getan hat. Noch weiß er nicht, das sein neuer Liebling Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) in Wirklichkeit als Undercover-Spitzel für die Gegenseite arbeitet.
Ein Katz- und Maus spielt entspinnt sich, bei dem beide Seiten versuchen den gegnerischen Spitzel zu entlarven, ohne ihre eigene Deckung zu gefährden.
Mit dem Remake des HongKong-Films “Infernal Affair” (bei dem er sich teilweise bis in Detail bedient) hat Scorcese es geschafft mich nach langem mal wieder für einen Mafiafilm zu begeistern, einem Genre das mir selbst wenn die Filme gut gemacht sind oft nur ein herzhaftes Gähnen entlockt.
Ja die “Godfatherfilme 1-2″ sind großes Kino, geb ich zu. Aber so richtig in den Bann gezogen haben sie mich ebensowenig wie Serie “The Sopranos“, “Goodfellas” und ähnliche Streifen. Irgendwo gehen mir diese Rituale, dieses Ehrgeplänkel und La Familia doch schnell auf den Nerv.
Das “The Departed” es dennoch geschafft hat, mich bis zum überraschenden Schluss bei der Stange zu halten, liegt vor allem an der konsequenten Adaption Scorceses, der es schafft die Geschichte frisch und originell wirken zu lassen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 7th, 2006 •
- 23 Kommentare
“We dont do. We just are!”
Originaltitel: Party Monster
Herstellungsland: USA 2003
Regie: Fenton Bailey / Randy Barbato
Darsteller: Macaulay Culkin, Seth Green, Wilson Cruz, Marilyn Manson






New York in den späten 80ern. Der mit viel Charme und noch größerem Selbstbewusstsein ausgestattete Michael Alig (Macauly Culkin) flüchtet sich vom Land in die große Stadt. Mit wenig Erfahrung aber großen Ambitionen steht für ihn nach Sichtung der Partyszene fest: Hier liegt seine Zukunft.
Er hängt sich an die Lokalberühmtheit James St. James (Seth Green) um von ihr zur lernen wie man “fabulous wird”. Wiederwillig nimmt sich St. James des penetranten jungen Mannes an, nur um kurz darauf von diesem überflügelt zu werden.
Michael Alig kreiert aus zusammengeklauten Ideen die Club-Kid-Bewegung, die durch extravagante Partys und Spontanevents in ausgefallener Kostümierung von sich Reden machen und landesweit für Aufregung sorgen. Michael erschafft durch reine behauptung Superstars wie “Christina” (Marilyn Manson) Mit Unterstützung des Clubbesitzers Gatien (Dylan McDermott) wird Michael zum Anführer einer wilden, ebenso respektlosen wie oberflächlichen Partykultur, die für ihn privat mehr und mehr droht aus dem Ruder zu laufen. Durch seinen Boyfriend Keioki (Wilmer Valderrama) kommt er mit synthetischen Drogen in Kontakt, die immer merh zum Triebmotor seines Lebens werden. Als er sich das Club-Kid und Superstar-Dealer “Angel” (Wilson Cruz) zum Feind macht, eskaliert die Situation…
So absurd und überdreht diese Story daherkommt, sie basiert zum Großteil auf wahren Ereignissen.
Party Monster basiert auf dem autobiographischen Buch “Disco Bloodbath” von James St.James und dem Dokumentarfilm “Party Monster”, den die Regisseure des Spielfilms schon 1998 gedreht haben.
Statt jedoch eine typische tragische Story vom Absturz durch Drogen, als warnendes “After-School”-Special abzuliefern, entschloss man sich einen Film zu erschaffen, der den Wahnsinn, die Faszination und die Oberflächlichkeit von Michael Alig und der “Club-Kid”-Szene nachvollziehbar macht ohne mit dem pädagogischen Zeigefinger um sich zu schlagen. Party Monster ist Party, Komödie und Alptraum zugleich. Vor allem ist er oft sehr sehr komisch und von pechschwarzem Humor durchzogen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 7th, 2006 •
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HoHo Ho und soweiter. Ja auf den letzten Drücker hat Bad Santa doch noch etwas gebracht, daß wir an euch weitergeben möchten.
Eine DVD des neusten X-MEN-Films “X3 – Der letzte Widerstand” könnt ihr gewinnen und weil heut Nikolaus ist, verzichten wir sogar auf unsere Preisfrage!
Schreibt einfach eine Mail mit dem Stichwort “NIKOLAUS” an XXX und vielleicht schauen Wolverine, Magneto und Schlechtwetterwoman dann bald schon bei euch vorbei.
Das Gewinnspiel ist leider schon beendet.
Einsendeschluß war der kommende Freitag der 08.12.2006. Mitmachen darf jeder ab 16 (außer Mal Sehen und Dominic – sorry Junx), der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Wer sich nochmal ausführlich über den Film informieren will: Hier steht unsere Kritik.
Die DVD wurde freundlicherweise von Fox Home Entertainment zur Verfügung gestellt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 6th, 2006 •
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Kino Querkopf Paul Verhoven, dessen neuster Film “Black Book” (sein erster den er seit vielen Jahren wieder im Heimatland Holland realisierte) im nächsten Jahr in die Kinos kommt (der deutsche Starttermin steht noch nicht fest), erzählt im Interview mit dem Empire-Magazine von seinen Plänen eines kritischen Jesus-Films, die er zunächst aber wohl nicht umsetzen wird.
Nach dem eindringlichen Rat seines Drehbuchautors, der meinte in der derzeitigen Stimmung bestünde eine reale Gefahr das Verhoeven von fundamentalistischen amerikanischen Christen erschossen würde, hat der Regisseur solch kontroverser Filme wie “Starship Troopers” und “Turkish Delights” oder “Robocop” sich entschieden aus dem Thema zunächst erstmal ein Buch zu machen.
Zu Mel Gibsons Splatter-Passionsfilm hat Verhoeven seine eigene Meinung:
““It seemed to be saying the more blood is shed the more we are purified. I mean, honestly, such a thing is not possible. Nobody is purifying anybody else. The Church, not knowing how to handle the death of Jesus, this idea had to be presented. It is the ultra-fabrication. This is a corrective to 2,000 years of Christianity. I don’t know what the title will be but the tagline should be something like ‘Getting Jesus Back!””
Das ganze Interview gibts hier zu lesen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 3rd, 2006 •
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Will ich wirklich einen Film sehen, der mit dem Spruch beworben wird: “Erleben Sie den ersten Film der im Vatikan uraufgeführt wurde”?
Was für ein Qualitätsmerkmal. Aber genau damit wird “The Nativity Story” zu deutsch etwas umständlich “Es begab sich aber zu der Zeit” benannt, beworben. Regie führte die Frau die vorher durch eher teenaffine Werke, wie den recht belanglosen “Lords of Dogtown” und den ebenso vergessenswerten “13“, auffiel. Oder eben nicht auffiel.
Man weiß also ungefähr was einen erwartet. Die Passion Mariah oder sowas. Oder die Jesus-Soap. Ein heiterer Schwank über “die erste Weihnacht”, Leben im Stall und fleckenlose Empfängnis, ganz im Sinne der Rechristianisierungswelle die wie sonst nur sexuell übertragbare Krankheiten durch die westlichen Länder rollt.
“An effective pitch for Christianity as the dullest religion ever.”
-Las Vegas Weekly
Ganz ehrlich, brauch ich nicht. Und wenn wir schon dabei sind: Ich will auch nicht wissen, was Ratzes Lieblingsfilme sind, wie er seinen TiVo-programmiert oder ob er vorhat Mel Gibson irgendwann heilig zu sprechen.
Apropos: Warum kommt Jesus Camp eigentlich nicht zu Weihnachten in die Kinos? Das wär doch mal ein schöner Weihnachtsfilm.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 3rd, 2006 •
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“I hate everyone. Everyone”
Originaltitel: Little Miss Sunshine
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Jonathan Dayton / Valerie Faris
Darsteller: Steve Carell, Toni Collette, Greg Kinnear. Alissa Anderegg, Alan Arkin, Abigail Breslin, Paul Dano






Familie Hoover ist nicht grade mit übermässigem Glück gesegnet. Der Vater (Greg Kinear) träumt vom Durchbruch als Motivationstrainer, Opa (Alan Arkin) kokst und liest Pornohefte, der 16jr Sohn Dwanye (Paul Dano aus L.I.E.) spricht seit einem Jahr nicht mehr, bis er Pilot werden darf (er kommuniziert das Notwendigste per Schreibblock) die Mutter Sheryl (Toni Colette) versucht die Familie halbwegs zu koordinieren, was nicht einfacher wird als sie sich auch noch um den selbstmordgefährdeten schwulen Bruder Frank (Steve Carell mit grusligem Yetibart) kümmern muß, der nicht darüber weg kommt, daß ihm ein Professorenkollege den Lieblingsstudenten vor der Nase weggeschnappt hat.
In diese verkorkste Idylle bricht die Nachricht ein das Olive (Abigail Breslin), das siebenjährige, leicht übergewichtige Nesthäkchen der Familie, die die Welt durch eine viel zu große Brille bestaunt, für einen Kinderschönheitswettbewerb angenommen wurde: Little Miss Sunshine.
Mangels Geld schnappt man sich kurzerhand den klapprigen Uralt-VW-Bus und macht sich auf den Roadtrip quer durch die Staaten, um Olive ihren Traum zu erfüllen.
Kurzkritik: Guckt euch den Film an. Los geht schon.
Okay. Ein paar Worte zur Erklärung. Das Regiedebütantengespann Dayton / Faris (dem man die Herkunft vom Werbefilm nicht anmerkt) schafft es einen liebenswert verschrobenen Roadmovie abzuliefern, der vor allem durch seine rundherum gelungene Besetzung überzeugt.
Nicht nur verdiente Recken wie Altstar Alan Arkin (Catch 22), aktuelle Stars wie Steve Carell (der hier wunderbar zeigt, das er auch Zwischentöne beherscht und nicht nur den klamaukigen Office-Boss und ältliche Jungfrauen spielen kann) oder solide Allzweckmimen wie Greg Kinnear und Toni Collette, auch die heikle Besetzung der Kinderollen ist rundherum gelungen. Paul Dano, als schweigsam-introvertierter Nietzschefan, der seine Gedanken über weite Strecken nur per Mimik und Bleistift ausdrücken darf, aber auch vor allem die junge Abigail Breslin, als linkisches Pummelchen Olive, die es schafft mit ihrem Enthusiasmus die Familie doch ein wenig zu einen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 30th, 2006 •
- 16 Kommentare
“Do I look as if I care?”
Originaltitel: Casino Royale
Herstellungsland: Großbritannien / Tschechische Republik / USA 2006
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench




als Bondfilm




als Actionfilm

James Bond (Daniel Craig) frisch gebackene Doppelnull, soll die Untaten eines Bankiers namens LeChiffre (Mads Mikkelsen) vereiteln, der Terroristen finanziert.
Das gelingt auch, da er den Bösewicht in finanzielle Bedrängnis bringt, so daß dieser sich gezwungen sieht im Casino Royale ein Kartenspiel um Millioneneinsätze zu veranstalten um seine Hintermänner auszahlen zu können. Bond rennt eine ganze Meng herum, spielt viel Karten und verliebt sich nebenbei in die Kollegin Vesper Lynd, die ihm als Anstandsdame zur Seite gestellt wurde.
Okay, das kann jetzt ein bißchen wehtun.. So buckle up, it’s going to be a bumpy ride.
(Für ein begeistertes Review schaut einfach auf jede andere Website – das Netz ist ja voll davon)
Jüngst listete ich bei den Filmfreunden noch auf, welches meine Lieblingsbondmomente waren. Jene Augenblicke die die Serie für mich charakterisierten und die Essenz des Superagenten ausmachten. Casino Royale bietet keinen einzigen solchen Moment.
Ich muß zugeben, ich hab das ganze Gewese um Daniel Craig nur am Rande verfolgt. Ob er nun ein Weichei sei oder nicht. Ich dachte, egal wer nach dem öligen Langweiler Pierce Brosnan kommt, könne nur eine Verbesserung sein, also mal abwarten. Mißtrauisch wurde ich erst, als die ersten Trailer kamen und das Konzept des Films verlautbarte. Ein Relaunch. Eine Re-Imagination, ein Prequel.
Bei diesen Worten gehen bei mir normalerweise die Alarmglocken los. Prequel: Egal ob junger Indiana Jones oder Star Wars (oder demnächst vermutlich Hannibal Rising), die Jugendjahre irgendwelcher klassischer Helden sind normalerweise ein Schuß in den Ofen. Statt Geheimnisse zu bewahren und einen Helden einfach Helden sein zu lassen, meinen die Macher sie müßten einen mit psychologischem Gerümpel und tiefen Gefühlen und Charakterentwicklung belästigen, dabei fröhlich ignorierend, das der Reiz der Figuren eben aus ihrer Überlebensgröße besteht, darin das sie keine normalen Menschen sind sondern Kondensate, Idealtypen, Projektionsflächen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 29th, 2006 •
- 52 Kommentare
“Think of a number…”
Originaltitel: Whatever Happened to Harold Smith?
Herstellungsland: Großbritannien / USA 1999
Regie: Peter Hewitt
Darsteller: Tom Courtenay, Michael Legge, Stephen Fry, Lulu, David Thewlis, Charlie Hunnam






Der achtzehnjährige Vince Smith (Michael Legge) lebt im England der ausgehenden 70er Jahre. “Saturday Night Fever” ist der Hit des Jahres, Punkt steht kurz vor seinem großen Durchbruch und die Welt war noch etwas unkomplizierter als heute.
Vince arbeitet als kleiner Büroangstellter des Anwalts Nesbit (David Thewlis). Schüchtern begehrt er seine Kollegin Joanna, traut sich jedoch nie sie anzusprechen. Nur wenn er John Travolta imitiert blüht er wirklich auf, doch in seinem Arbeiterkaff kann niemand viel mit dem Disco-Fever anfangen.
Das Leben von Vince und seiner Familie nimmt eine bizarre Wendung, als sie herausfinden, daß Vater Harold Smith (Tom Courtney) über psychokinetische Fähigkeiten verfügt. Während im TV Uri Geller fröhlich Löffel verbiegt, lässt Harold Pfeifen schweben, stoppt Uhren durch Gedankenkraft und kann Gedanken lesen, wie andere die Zeitung.
Währendessen muß Vince festestellen, daß seine Mutter sich nachts in derselben Disco herumtreibt wie er und mit seinem besten Freund angebandelt. Als wär das noch nicht schlimm genug, muß sich Harold Smith nach einem psychokinetischen Vorfall vom Vater von Vince Angebeteter (Stephen Fry) untersuchen lassen, der ein renommierter Psychiater ist.
Als Vince verwirrt und enttäuscht eines Nachts durch die Straßen zieht, verliebt er sich spontan in ein Punk-Girl, das ihm über den Weg läuft. Spontan beschließt er ebenfalls zum Revoluzzer zu werden und versucht sein Leben zu ändern…
“Whatever happend to Harold Smith?” ist eine englische Comedy-Perle die sich zu entdecken lohnt. Hierzulande erst vor ein paar Monaten auf DVD erschienen, versammelt diese skurrile Mischung aus Retro-Coming-of-Age-Story und Fantasy-Fabel im Arbeiter-Millieu eine ehrfurchterbietend gute Besetzung.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- November 28th, 2006 •
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