No Namby-pamby I’m disturbed because my mommy didn’t breastfeed me ’till i was fifteen nonsense with old Gormsby here!”
Originaltitel: Seven Periods With Mr. Gormsby
Herstellungsland: Neuseeland 2005
Buch / Regie: Danny Mulheron
Darsteller: David McPhail, Jason Hoyte, Thomas Robins, Paul McLaughlin






Eine Sitcom aus Neuseeland? Kommt denn irgendetwas von der grünen Insel, das nicht Peter Jackson heißt? Okay, es gab Das Piano und Whale Rider, aber im wesentlichen war es das bisher, mit weltweit bekannten Unterhaltungsexporten aus dem Stand-In für Mittelerde.
Jetzt gibt es noch etwas, für das man die Kiwis knuddeln möchte. Die bösartige, politisch völlig unkorrekte und so geistreiche, wie wahrhaftige Serie “Seven Periods with Mr. Gormsby “.
Angesiedelt an der fiktiven Tepapawai Boys’ High School, einer öffentlichen Schule in der Nähe Wellingtons, die durch den hohen Anteil von Maori-Schülern und um korrekten “du laß uns drüber reden”-Umgang bemühtem Lehrpersonal ständig vor dem Zusammenbruch steht, erzählt die Serie in sieben Episoden was passiert als der ultrakonservative, zum Teil reaktionäre und keineswegs auf Kuschelpädagogik eingestellte Vertretungslehrer Mr. Gormsby in die politisch überkorrekte Welt der Schule einbricht.
Gormsby soll die 5F übernehmen, die rebellische Problemklasse der Schule die fast nur aus “Kanaken” besteht, wie Gormsby sachlich feststellt. Nachdem die Klasse ihre letzte Lehrerin erfolgreich zurück in ihr Heimatland Indien vertrieben hat, wird es Zeit für die härtere Gangart. Während der Vertrauenslehrer (Nenn mich einfach) Steve, nach außen hin Verständnis heuchelt und ansonsten jede neue Lehrerin flachlegt die in Reichweite ist, bemüht sich Gormsby gar nicht erst irgendwelche Kumpelathmosphäre aufkommen zu lassen.
Nachdem ihm vom entsetzten Rektor das Verprügeln als nicht mehr zeitgemäßes Erziehungsinstrument untersagt wurde, droht er schonmal einem Schüler die Notzüchtigung an, um herauszubekommen wer für Tafelschmierereien verantwortlich ist.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 31st, 2006 •
- 2 Kommentare
- Schlagwörter: Comedy, Review, Seven Periods With Mr. Gormsby

Dies ist die Geschichte der Cineastischen Fünf.
Fünf mehr oder minder jungen Männern, die in ihrer Jugend einer Überdosis Projektor- und TV-Strahlung ausgesetzt wurden. Dadurch hat sich die Molekularstruktur ihrer Gehirne für immer verändert. Bis zum heutigen Tag können Sie die Titelmelodien aller ZDF-Weihnachtsmehrteiler auswendig summen (außer Anna und Nesthäkchen), kennen die Texte der Musik der Fraggles, der Bugs-Bunny-Show, “Western von Gestern” und vieler anderer Serien.
Die meisten von ihnen lernten erst im Alter von 15, daß Freddy Krueger gar keine reale Person ist und Mutter Beimer eine geheime Identität hat, in der sie sich Marie-Luise nennt. Die Bilder unzähliger guter wie schlechte Filme haben sich für immer durch die Netzhaut direkt in ihre DNA gebrannt. Von Citizen Kane, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, Fahrstuhl zum Schaffot, Soylent Green, Tony Maroni, Stadt der Frauen über Dawn of the Dead, Graf Bobby, Die Goonies bis zu Ichi the Killer, Akira, Miss Daisy und ihr Chauffeur, oder Schtonk und das Experiment – ihre Wahrnehmung ist auf immer verschmolzen mit der flackernden Welt fantastischer Geschichten.
Wenn sie jetzt mit Filmen konfrontiert werden, unbedacht einen Trailer sehen, werden aus den, im normalen Leben eher unscheinbaren René, Nilz, Dominic, Oliver und Malcolm, die mit cineastischer Superpower und fünffachen Hitzeblick ausgestatteten FÜNF FILMFREUNDE. Fehlt eigentlich nur noch, dass sie sich für Kinoabende Gummikostüme anziehen und ins Kino nicht gehen, sondern schwingen.
Eigentlich wohnen sie ja schon da, im Kino, haben ihre Kleiderschränke an den Seitengängen aufgebaut und Kühlschränke in die Rückseiten der Sitze. Und da schauen sie, ständig im Grunde, alle Filme, die ihnen unter die quadratischen Augen kommen.
Schließlich haben sie sich gedacht, “wenn wir doch sowieso schon alle täglich hier und hier und da und dort Sachen ins Internet schreiben, das könnten wir auch gemeinsam in ein monothematisches Weblog tun.” Naja eigentlich war es etwas anders formuliert: “Ey, Wollen wir alle zusammen ein Filmblog machen?”
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
- 17 Kommentare
- Schlagwörter: F5
FAST FILM written and directed by Virgil Widrich
duration 14 minutes
genre Animation , Experimental
country Austria / Luxembourg (2003)
Eigentlich kein Filmklassiker und dann doch wieder. Virgil Widrichs Kurzfilm "Fast Film" montiert munter Szenen aus allen möglichen Filmklassikern zusammen. Von Frankenstein und Casablanca bis James Bond und Terminator. Das Ganze ist aber nicht nur ein Ratespaß für Cineasten, sondern erzählt obendrein noch eine zusammenhängende Geschichte, voller Action, Romantik und Abenteuer.
Kreiert wurde der Film auf die ganz harte Tour. Alle Filmbilder wurden aus den Originalwerken ausgeschnitten, bearbeitet und anschließend auf Papier ausgedruckt. Bild für Bild wurde dann wieder, in klassischer Zeichentrickmanier, von eienr Kamera abgelichtet. Gerüchten zur Folge sollen für den Film mehrere Wälder im Umkreis Salzburgs vernichtet worden sein.
Just Kidding.
FAST FILM – dringend ansehbedürftig.
Ich finde immer noch, das Salzburger Nockerln wie eine Tätigkeit klingt.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
- 2 Kommentare
“Im gay as a goose!”
Originaltitel: Queer Duck: The Movie
Herstellungsland: USA 2006
Regie: Xeth Feinberg
Darsteller: Kevin J. Bullock, Conan O’Brian, David Duchovny, Billy West, Maurice LaMarche




Sagte man Bugs Bunny schon immer nach, das er als Zicke par Excellence mehr als nur ein bißchen schwules Gehabe an den Tag legte (von seiner Vorliebe für Frauenkleider mal ganz zu schweigen), so trat mit Queer Duck ein entfernter Verwandter von Bugs Bunnies Kollegen Duffy Duck auf den Plan, um vollends zu beweisen, das Cartoonfiguren durchaus nicht asexuell sein müssen.

Queer Duck, der aussieht wie eine Mischung aus Plucky von den Tiny Toons und Schwester Stefanie ist eine Schwuppe wie sie im Buche steht: Zickig, ironisch, bösartig, geistreich. Zusammen mit seinem Boyfriend dem OpenlyGaytor, der Oscar Wilde Cat und dem Bi-Polarbear besteht er die Widrigkeiten des homophilen Alltags. Coming Out bei den Eltern, den KuKluxKlan vor der Tür, Überfallbesuche bei Barbra Streisand, Aufpassen auf den nervigen Neffen, Besuche beim Mardi Gras und lernen wie man aus einer Beerdigung eines Freundes eine Party macht.
Nachdem es einige Jahre ruhiger um den Vogel war, wurde jetzt "Queer Duck – The Movie" veröffentlicht. In einer wilden Tour-de-Force verlässt Queer Duck seinen Lebensabschnittspartner Openly Gator ("Wir sind jetzt sei 18 Monaten zusammen" – "Das ist Silberhochzeit für Schwule..") um in bester "Sunset Boulevard"-Manier mit einer alternden Bühnendiva zusammenzuleben, ja sie sogar zu heiraten. Ihr zuliebe versucht er sich sogar umpolen zu lassen, was kurzfristig zu erfolg führt.
Der ganze Film ist, wenn man sich mit der limited Animation anfreunden kann, ein einziger Schnellfeuerbeschuss mit Anspielungen, Musicalnummern und Pointen. Ob Queer Duck seine "Quentin Crisp"-Chip aus der Tüte futtert oder sein Kumpel Oscar Wildecat in einem Judy Garland-Memorabilia-Shop arbeitet, jede Szene bietet Zitate, Seitenhiebe auf Promis und natürlich doppeldeutige Kommentare. Nicht von ungefähr erinnert die Gagdichte in ihren besten Momenten an die Simpsons.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
- 1 Kommentar
- Schlagwörter: Gay, Queer Duck, Review
Zombie Multipass?

Originaltitel: Resident Evil: Apocalypse
Herstellungsland: Deutschland, Frankreich, Großbritannien 2004
Regie: Alexander Witt
Darsteller: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann




"Da kommt Nemesis. Er wird uns alle umbringen…"
"Ne'mesis mit Humor…"
Wäre da nicht Milla….
Ja dann wäre es wirklich schwer irgendeinen Grund zu finden, warum sich jemand Resident Evil: Apocalypse ansehen sollte.
Okay. Er ist laut. Und im ersten Akt wackelt die Kamera in allen Action-Szenen als stände eine Parkinsonkranker im Endstadium hinter der Linse. Dazu gibts flotte "Mein kleines Hama"-Mischpult Stroboskop-Effekte und Slow-Mos am Rande des Standbildes. Man weiß zwar nicht was passiert, aber wenigstens macht es dabei ordentlich Lärm. Fast ist man versucht einen alten Filmtitel zu zitieren: "Es kracht und zischt, zu sehen ist nischt!"
Handlung. Achja worum gehts eigentlich? Der böse Mega-Konzern Umbrella-Corp (wohl sowas wie die Firma Knirps, wenn sie mutiert) hat aus dem Zombie-Desaster in Teil 1 natürlich nix gelernt, und entlässt das Virus in die, verdammt an Toronto erinnernde, Großstadt Racoon City (da wo sich Zombie und Waschbär Gute-Nacht sagen). Nur ein paar Figuren überleben die Zombifizierung und durchstapsen in einer Rettungsmission die Stadt, die von Firma Knirps rasch zum Sperrgebiet erklärt wurde und binnen Tagesfrist mit einer Atombombe sterilisiert werden soll. Das erinnert nicht von ungefähr an eine Mischung aus Outbreak und Die Klapperschlange – nur das weder Dustin Hoffmann noch Kurt Russel durch die Gegend hoppeln, sondern zwei Damen in kurzem Rock.
Eine davon ist Sienna Guillory alias Jill Valentine, eine Figur die auch schon in den Videospielen mitwirkte und im wesentlichen aussieht wie eine bleiche Lara Croft nach der Mopsverkleinerung.
Die andere ist Milla – die hier auf den Namen Alice hört.
Achja.. Zombies gibts auch. Aber im Gegensatz zum ersten Teil haben die Untoten diesmal eher ein paar Gastauftritte mit dem Bedrohungspotential einer Fototapete. Warum der Film eine FSK18 Freigabe erhielt erschliesst sich auch nicht hinreichend, dürfte er doch der blutärmste Zombie-Film seit "White Zombie" von 1932 sein. Man erwartete nach Teil 1 ja nicht grade ein Hershell-Gordon-Lewis Gorefest, aber einen derart unsplattrigen Zombiefilm hinzubekommen ist schon eine Leistung. Jedes Simpsons-Halloween-Special bietet da derbere Momente.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 30th, 2006 •
- 4 Kommentare
- Schlagwörter: Horror, Milla Jovovich, Resident Evil, Resident Evil Apocalypse, Zombies
"We don't get many like you here…"
Originaltitel: Camp
Herstellungsland: USA 2003
Regie: Todd Graff
Darsteller: Daniel Letterle Brittany Pollack Joanna Chilcoat Robin de Jesus Steven Cutts





Camp Ovation ist ein Sommercamp, aber kein typisches. Statt irgendwelcher Geländespiele oder vor maskierten Axtmördern wegzulaufen wird hier Schauspiel, Gesang und Tanz gelehrt. Und das im Akkord, alle zwei wochen müssen die Jugendlichen eine neue Musical-Show auf die Bühne bringen, zum Ende des Camps sogar eine große Benefitz-Show. Das bedeutet Hardcore-Stepunterricht, Singen bis der Kehlkopf quietscht und dem Sportleherer ausweichen, der doch tatsächlich gluabt irgendjemand würde sich für Mannschaftsport interessieren.
Bert Hanley, ein ehmals erfolgreicher Bühnenautor, dessen größter Erfolg "Der Kinderkreuzug" auch schon Jahre zurückliegt, hat sich widerwillig bereit erklärt im Camp als Lehrer zu arbeiten. Nach eigenen erfolglosen Jahren glaubt er im Endeffekt aber, daß die Kinder hier nur ihre Zeit vertrödeln und sich Illusionen hingeben.
Das Campleben wird ziemlich durcheinander gebracht als der heterosexuelle Superschnuffel Vlad ankommt, der sowohl von den Mädchen als auch von den überwiegend schwulen Jungen angehimmelt wird. Er versucht das Selbstbewusstsein aller ein wenig aufzupolieren, greift dabei aber mehr als einmal daneben.
Camp-Filme haben in den USA Tradition. Seit Ivan Reitmanns "Meatballs " mit Bill Murray, über "Poison Ivy" mit Michael J. Fox oder "Camp Cuckamonga " und teilweise auch "Addams Family Values " hat sich ein Minigenre etabliert, dessen Erfolg hier in Deutschland kaum nachzuvollziehen ist, haben Sommercamps hierzulande doch kaum den Stellenwert den sie in den USA genießen. Kein Wunder, daß der Film hier nur auf DVD erschien.
Camp weiß um seine Tradition und zitiert sie genüßlich. Der Film, den man am besten als Mischung aus FAME und Meatballs beschreiben kann, weiß in welchem Gefolge er antritt, die Figuren kennen ihre Geschichte. So muß sich der Steplehrer nach seiner Eröffnungsrede von seinen Eleven auich anmaulen lassen: "Jaja ist okay, wir haben alle den Anfang von Fame und Chorus Line gesehen!"
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
- 3 Kommentare
An American Were-Lion in Lord of the Flies

Originaltitel: Madagascar
Herstellungsland: USA 2005
Regie: Eric Darnell, Tom McGrath
Darsteller: Ben Stiller, Chris Rock, David Schwimmer, Jada Pinket Smith, Andy Richter





Ein Löwe, Nilpferd, Giraffe und ein Zebra türmen aus dem New Yorker Zoo, über einige Umwege landen sie auf einer verwilderten Insel, dort erwachen im Löwen seine Urinstinkte, die er in Gefangenschaft bei regelmässiger Fütterung verdrängt hat. Er wird für seine Freunde zur Gefahr… Wird die Freundschaft über den Trieb siegen?
Einmal ist immer das erste Mal. Es mußte kommen, klar. Doch irgendwie schmerzt es von PDI /Dreamworks Animation einen so mittelprächtigen Film vorgesetzt zu bekommen.
Sicher die Voice-Cast, die immer die Stärke von PDI-Filmen war, ist auch diesmal ansehnlich. Ben Stiller und Chris Rock geben sich redlich Mühe die Figuren mit Leben zu füllen, aber irgendwie ließ mich das ganze Spektakel seltsam kalt.
Löwe, Zebra, Giraffe und Nilpferd verschlägt es nach einem versehentlichen Ausbruch, vom New Yorker Zoo in den Dschungel von Madagascar (wobei es eigentlich egal ist -der Filmtitel hat keinerlei tiefere Bedeutung wie man vielleicht anfänglich noch vermuten könnte). Eine typische Fisch aus dem Wasser Story, deren Handvoll gelungene Gags allesamt im Trailer verbraten wurden. Im Dschungel werden sie von einer Horde Lemuren als Retter vor einer Horde böser Wutze gefeiert, doch oh trügerische Idylle: Wie wir es aus Herr der Fliegen kennen, der Zivilisationsmensch ist nur eine warme Mahlzeit von einer mörderischen Bestie entfernt. Steakfresser Alex, der Löwe schiebt Kohldampf und droht schon bald alle seine Freunde zu versnacken. Wie weiland Student David, der American Werewolf in London, kämpft auch Alex mit der inneren Bestie, die ihn zwingen will seinen besten Kumpel zu fressen. Diese tiefe Lebenskrise, inkl. Zweifeln und Selbsteinsperrung dauert etwa zehn Minuten ehe er dann doch merkt das Freundschaft richtig dolle wichtig ist. Am Ende kommen nochmal die psychopathischen Pinguine (anscheind inspiriert von – um nicht zu sagen dreist geklaut bei – Wallace and Gromit) und retten den Tag.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
- 6 Kommentare
- Schlagwörter: Animation, Madagascar, Review
“Pfffffttt…!”
Originaltitel: Graffiti Artist, The
Herstellungsland: USA 2004
Regie: James Bolton
Darsteller: Ruben Bansie-Snellman Pepper Fajans Daniel Parker






Nick ist Sprayer oder besser ein Tagger, einer von den freundlichen Menschen die unsere gesamte Umwelt mit sinnvollen Krickeleien wie “PrüpmfMoZaH RuleZ” und ähnlich wertvollem Kunstgut verzieren. Der Teenager dackelt durch Seatle und Portland, sprüht seine Symbole an die Wand, klaut Farbdosen, taggt weiter, flüchtet vor der Polizei und driftet umher. Er hat weder Freunde noch eine Familie. Irgendwann lernt er Jesse kennen, einen anderen Tagger. Gemeinsam ziehen sie umher und sprühen ihre Reviermarkierungen an jede Wand, wie es einst Ina Deter vorhatte. Ihre einzige Lektür besteht aus Graffiti-Fanmagazinen, ihr größtes Ziel ist es mit den Fotos von ihren Werken dort einmal veröffentlich zu werden.
Nick kommt eine Weile bei Jesse unter. Irgendwann landen sie zusammen im Bett. Doch was für Nick ein Schlüsselerlebnis ist, er verliebt sich in Jesse, war für diesen nur Ablenkung. Jesse lässt Nick zurück, der daraufhin wieder alleine durch die Gegend zieht und weitertaggt. Immer auf der Suche nach den Graffities seines verlorenen Freundes…
James Bolton liefert nach dem sperrigen, kontroversen Eban & Charly einen weiteren Kunstfilm ab, der seinen Vorgänger in Punkto Dialogarmut noch übertrifft. Vielleicht ist es sinnvoll, wenig Dialoge einzubauen, wenn man mit Amateurdarstellern dreht, vielleicht sollte man auch einfach mal etwas talentiertere Amateure casten.
The Graffiti-Artist erzählt seine magere Story in ereignisarmen, elegischen Bildern. Der Film kommt fast ohne Worte aus, gesprochen wird nur das Notwendigste und schon bald bekommt man den Eindruck, das Nick auch nicht wirklich viel zu sagen hat. Sein Lebenszweck ist es sein Umfeld mit Tags zu beschmieren. Weitergehende Ambitionen scheint er nicht zu haben. Auch seine Beziehung zu Jesse erschöpft sich im gemeinsamen herumgesprühe… und dem einmaligen Sex.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Review, Streetart, The Graffiti Artist
“Everything is going to change now, isn’t it? “
Originaltitel: Harry Potter and the Goblet of Fire
Herstellungsland: USA/GB 2005
Regie: Mike Newell
Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Ralph Fiennes, Michael Gambon





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Die Handlung wiederzugeben scheint beinah müssig, angesichts des Verbreitungsgrades der Potter-Bücher, deswegen fasse ich mich kurz. Harrys viertes Jahr in Hogwart startet mit zwei Paukenschlägen. Beim Quidditch-World-Cup, so eine Art magische Fussballweltmeisterschaft wird ein Anschlag verübt, Anhänger des Überbösewichts Lord Voldemort legen die Fanunterkünfte in Schutt und Asche, Harry entkommt nur knapp einem Angriff. Kaum in Hogwarts angekommen, wartet die nächste Überraschung, die Schüler zweier anderer Zauberschulen kommen an um den Tri-Wizard-Contest, einen Wettkampf auszutragen, bei dem es um Leben und Tod geht. Obwohl nur für ältere Schüler vorgesehen landet Harrys Name in der Auslosung und er muß sich dem gefährlichen Wettbewerb stellen… und am Ende überraschend sogar seinem bösen Alter Ego Lord Voldemort.
Ich gebe ja zu, nachdem mir der letzte Film mit dem neuen Regisseur Alfonso Cuarón den Glauben an die Potterfilme wiedergab, den ich durch die quietschbunten, uninspirierten Columbus-Verfilmungen schon verloren wähnte, ich war etwas skeptisch wie sich Mike Newell machen würde, dessen einzig wirkliche bekannte Filme Donnie Brasco und Vier Hochzeiten und ein Todesfall mich keineswegs umgehauen hatten. Sicher es war routinierte Arbeit, aber eben auch sehr weit weg von allem phantastischen. Ob Newell es schaffen würde die düstere Stimmung des Vorgängers beizubehalten? Oder würde er doch wieder in sichere Gefilde driften und den Weg knuffliger Familienunterhaltung beschreiten?
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Fantasy, Harry Potter, Harry Potter and the Goblet of Fire, Review
Warnung: Dieser Text enthält Spoiler zu einigen Filmen. Weiterlesen auf eigene Gefahr.
Früher nannte man den Twist noch Schlußpointe und er war hauptsächlich Kurzfilmen und Serienfolgen vorbehalten. Die legendäre Serie "Alfred Hitchcock presents:" arbeitet oft damit, genauso wie die nicht minder berühmte "Twilight Zone" und ihre Epigonen. Am Ende der 10-30minütigen Stories gab es stets ein überraschendes Ende, oftmals eines, daß das vorhergesehene in einem neuen Licht erscheinen ließ. In der Vignettenform funktionierte diese Zuschauermanipulation auch recht gut, waren die Auflösungen doch zumeist originell und in sich einigermaßen logisch.
Im Spielfilm wurde dieser Kunstgriff seltener verwandt, dort hatte man sich eher auf Happy Ends oder das berüchtigte "unheilschwangere Ende" kapriziert. Sie wissen schon, das Monster wurde besiegt, die Kamera schwenkt über die Landschaft und irgendwo liegt noch ein Monsterei herum und lässt uns wissen: "Es ist noch nicht vorbei." Überraschende Schlußpointen gab es hingegen seltener, zu schwierig schien es oft eine 90minütige Story nur auf diesen einen Gag hinzuschreiben, der die Zuschauer staunend zurückließ.
Zeugin der Anklage war ein früher geglückter Versuch einer überasschenden Auflösung, Psycho und Planet der Affen weitere geglückte Filme mit einem Twist. In den 80ern gabs es dann "Das Imperium schlägt zurück", das allen echten Fans einen Schock versetzte. Gott sei Dank hat George Lucas seitdem hart daran gearbeitet die damalige Überraschung heutigen Neufans fernzuhalten, in dem er die schockierende Enthüllung des zweiten original-Stars Wars in Episode I-III in epische Länge auswalzte.
"Ich bin dein Vater, Luke!" – "Fuck, Yeah. Ich weiß…"
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
- 5 Kommentare
Uhh.. this is weird. Wenn man nach Jahren mal wieder den zweiten Teil von Poltergeist guckt, dem Teil in dem der unheimliche Reverend Kane der Familie Freeling zusetzt und sich an die kleine Carrol-Anne heranmacht, wenn man diesen zweiten Teil anschaut und einem urplötzlich bewußt wird woher man diesen Wahnsinnigen Gottesmann kennt.
Das ist nicht Reverend Kane, das ist Gunther von Hagen!

Oben: Der angebliche Reverend Kane.
Unten: der wahnsinnige Leichenbastler und Herr der Körperwelten Gunther von Hagen.
Wenn das nicht creepy ist, was dann?
Gott lebt in seinem heiligen Tempel, wer böses will, muss endlich schweieeeigen!
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 29th, 2006 •
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- Schlagwörter: Horror, Poltergeist, Poltergeist 2
“Heil Hitler” – “Ja passt schoa”
Originaltitel: Napola – Elite für den Führer
Herstellungsland: Deutschland 2004
Regie: Dennis Gansel
Darsteller: Max Riemelt, Michael Schenk, Tom Schilling






Erzählt wird die Geschichte des 16jr Friederich (Max "Mädchen Mädchen" Riemelt), der durch sein Boxtalent 1942 die Chance erhält in ein Eliteinternat der Nationalsozialisten, ein sog. Napola aufgenommen zu werden. Da die Ausbildung dort exzellente Karrierechancen verspricht, zögert er nicht lange und geht gegen den Willen der Eltern dorthin. Die Ausbildung ist hart und umfasst neben politischer Indoktrination und Sport auch die Ausbildung an Waffen. Die Nappis sollen schließlich mal die Führungspositionen in aller Welt übernehmen. Friederich freundet sich bald mit Albrecht (Tom "Verschwende deine Jugend" Schilling) dem Sohn eines Gauleiters an.
Albrecht ist der Gegenpol zum etwas naiv-tumben Friederich. Wo dieser wenig reflektiert und hinterfragt und sich im wesentlich für seinen Sport interessiert, gibt Albrecht den nachdenklichen, belesenen Part und moralische Instanz. Erst durch ihn lernt Friedrich das Ausbildungssystem mit seiner "Schlag zu wenn der Gegener schon am Boden liegt"-Mentalität in Frage zu stellen.
Albrechts Vater, Gauleiter Stein (routiniert widerlich verkörpert von Das Experiment-Bösewicht Justus von Dohnanyi) kann seinem verweichlichten, gedichteschreibenden Sohn allerdings wenig postive Seiten abgwinnen. Als sich dieser nach einem Einsatz gegen unbewaffnete Russen gegen seinen Vater stellt, eskaliert die Situation…
Napola lässt einen mit durchwachsenen Gefühlen zurück. Auf der technischen Seite hat er zweifellos einiges zu bieten: Atmosphärische Bilder, in gefälligem Lokalkolorit mit ironischen Riefenstahl-Zitaten. Musik u.a. von Twin Peaks-Komponist Angelo Badalamenti, die stimmungsvoll Internatsleben und Landschaftsaufnahmen umwabert. Ein unsichtbarere Schnitt, der einen ohne Längen durch die Story führt… und natürlich hervorragende Schauspieler. Riemelt und Schilling füllen ihre Figuren mit Leben und schaffen es nuanciert zu spielen, wenn das Buch ihnen dazu Gelegenheit lässt. Dohnanyi ist mal wieder "the man you love to hate", selbstgefällig schmierige Arroganz, geparrt mit jovialer Ignoranz.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
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"Zusammen wichsen ist okay, aber bei nem kleinen Kuss gibts gleich ein Riesendrama… da soll man sich noch auskennen!"
Originaltitel: Sommersturm
Herstellungsland: Deutschland 2004
Regie: Marco Kreuzpaintner
Darsteller: Robert Stadlober, Kostja Ullmann, Tristano Casanova, Alicja Bachleda-Curus, Miriam Morgenstern, Jürgen Tonkel, Hanno Koffler






Jetzt hat auch Deutschland einen gelungenen mainstreamkompatiblen Film zum Thema Coming Out. Nun gut es hat nur rund 20 Jahre länger gedauert als in den meisten anderen Ländern, bis man kapiert hat, das das Thema Schwulsein nicht immer in freudlosen, uninspirierten Depressionsskizzen a la "Westler", "Coming Out" oder "Die Konsequenz" abgehandelt werden muß.
Von den Erfolgsproduzenten Claussen & Wöbke kommt ein Film der sehr deutlich in Anlehnung an "Crazy" vermarktet wird. Mit dem Film teilt "Sommersturm" nicht nur den Hauptdarsteller Robert Stadlober sondern auch die Thematik des "Coming-of-age".
Die Grundhandlung ist simpel. Der Junge Tobi, Anführer des dörflichen Ruderteams ist in seinen besten Freund Achim verliebt. Dieser hat aber nur Augen für seine Freundin. Als alle zusammen zu einem Ruderturnier fahren und dort unerwarte auf ein Team schwuler Ruderer treffen, beginnt für Tobi eine rasante Selbstfindungsphase.
Beachtlich an dem Film ist nicht die Geschichte, sondern die leichtfüssige Erzählweise. Fast unverschämt offen fängt die Kamera Tobis verklemmtes Begehren ein. Zärtlich und bittersüß die Momente versteckten Anhimmelns. Die Doppeldeutigkeiten freundschaftlichen Körperkontaktes. Was für den überzeugten Hetero Achim lediglich Ausdruck inniger Kumpelhaftigkeit ist, ist für Tobi ein ständiger Balanceakt zwischen Sehnsucht und Zurückweisung.
Wunderbar die Szenen in denen allein Tobis Blicke Bände sprechen. Wenn er kurz davor war Achim zu gestehen das er schwul ist und im letzten Moment einen Rückzieher macht und vorgibt mit einem Mädchen geschlafen zu haben.
Kurz darauf tanzt Achim mit seiner Freundin, Tobi wird von der seinen auf die Tanzfläche gezwungen und knutscht pflichtschuldig mit ihr… den Blick die ganze Zeit auf den unerreichbaren Freund gerichtet.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
- 4 Kommentare
- Schlagwörter: Deutscher Film, Review, Robert Stadlober, Sommersturm
“Do you have no decency…”

Good Night and good luck – USA 2005





George Clooney zweite Regiearbeit nach "Confessions of a dangerous mind" erzählt die Story des Fernsehjournalisten Edward R. Murrow, der in den 50er Jahren den Kampf gegen Senator McCarthy und dessen fanatische Jagd auf vermeintliche Kommunisten aufnimmt und letztlich unterliegt, nachdem die Sponsoren seiner Sendung aus Angst anzuecken nach udn nach abspringen.
Im Gegensatz zum verspielten Erstling, setzt Clooney hier auf Minimalismus. Die strengen, stylishen schwarz/weiß-Bilder lassen keinen Platz für Experimente und Effekhaschrei. Fast dokumentarisch und in langen, sehr ruhigen Einstellungen erzählt er seine Geschichte. In sorgfältig ausgewählten Original-Aufnahmen spielt sich Joesph McCarthy quasi selber und gibt tiefe Einblicke in das Demkoratieverständnis dieses Mannes, der in vielen heutigen Politikern seinen geistigen Nachfolger fand. Als politisches Zeitdokument und Mahnung ist der Film gut gelungen, verschafft er doch einen Einblick in Vorgänge die heute unter anderen Vorzeichen wieder drohen oder schon Realität sind.
Was Clooney Werk, im Gegensatz zum ebenfalls hochpolitischen Syrianna, etwas anstrengend macht ist die reine Fokussierung auf die Fakten. Emotional lassen einen die Figuren alle seltsam kalt, da sie sich im wesentlichen über ihre Funktion definieren. Das Clooney auf reißerische Momente und dramatische Zuspitzungen verzichtet, macht den Film einerseits angenehm realistisch, verhindert aber auch, daß man wirklich mitfiebert. Eine zwingender Strudel, der einen in die Story zieht, entwickelt sich nicht, man schaut ihn sich eben aus Interesse an, nicht weil er einen wirklich packt.
Dennoch sehenswert, wenn man die nötige Konzentration mitbringt.
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Renington meint:
Das ist doch wirklich mal Quatsch und 3 1/2 Sterne für so einen leisen und genialen Film wirklich mal sehr ungerecht.
Ganz im Ernst, nur weil der Film seine Figuren leise gestaltet, heißt das nicht, dass er “kalt” sei, im Gegenteil, die immer wieder eingestreuten Szenen im Jazz-Club lassen den Film und seine Handlung zutiefst menschlich erscheinen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
- Keine Kommentare
- Schlagwörter: Drama, George Clooney, Review
“…AZT-Break…”

Rent – USA 2005





Rund zehn Jahre nach seiner Broadway-Premiere liegt nun auch die Film-Version des Erfolgsmusicals vor. Christoph Columbus inszenierte die "La Boheme"-Variante um eine Gruppe junger, z.T. HIV-positiver (Lebens)Künstler im Alphabet-Viertel New Yorks, die sich um die Meiet drücken, Performances kreieren und alle paar Minuten in Songs ausbrechen, in denen sie darüber Singen wie schlimm es doch ist, als mittelloser HIV-positiver Lebenskünstler in New York.
Viele Kritiker die die Verfilmungen eher kritisch besprachen, machten dafür die lange Zeit verantwortlich, die seit der Premiere vergangen ist. Das Musical würde nicht mehr frisch wirken, die Anfang der 90er Jahre angesiedelte Handlung wirke eher nostalgisch und hätte ihre grimmige Realität verloren. Ich habe RENT bei seiner deutschen Premiere 1999 auf der Bühne erlebt und ziehe diese Aussagen deswegen etwas in Zweifel. Schon damals hat mich die Story und vor allem die Musik einfach nicht wirklich gepackt. Untalentierte Slacker, Junkies und Jammerlappen, die einem mit ihrer Attitüde schon bald auf den Keks gehen. Auf eine Handvoll eingängiger, erinnernswerter Nummern wie Tango Maureen, One Song Glory, La vies boheme und Seasons of Love, kommen Unmengen an belanglosem Füllmaterial, die genausogut auch als knappe Dialoge gebracht werden könnten.
Der Film hat schon einige Songs in Dialoge umgewandelt, klebt aber ansonsten sklavisch an der Bühnenversion. Wie auch beim statischen "The Producers " stellt sich selten ein Gefühl von Realismus und Tempo ein, es fehlt (bis auf die Tango Maureen-Szene) an optischen Ideen, die den Film von der Bühnenversion abheben. Dazu gehört auch, das Columbus die Hauptrollen zum Großteil mit den Original-Schauspielern der Broadway-Fassung besetzte, um bloß kein Risiko einzugehen. Mag es auf der Bühne noch funktionieren, wenn die Darsteller die mittlerweile alle Mitte Dreissig sind, die "jungen, unangepassten" Urban-Bohemians Anfang zwanzig spielen, so ist der Film in seinen Nahaufnahmen weniger gnädig.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
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Mirror Mask – UK 2005






Helenas Leben ist alles andere als gewöhnlich. Als Tochter von armen Zirkusartistem die sich in ihrem Winterquartier mehr schlecht als Recht über Wasser halten, vermisst sie oft genug ein normales Leben, streitet sich mit den Eltern. Als ihre Mutter einen Zusammenbruch erleidet und eine riskante Operation überstehen muß, gerät Helenas Welt endgültig aus dem Fugen. Konfrontiert mit dem möglichen Tod der Mutter, ungeklärten Vorwürfen die sie ihr im Streit gemacht hat, wandert sie in der Nacht ruhelos durch die Flure ihres heruntergekommenen Wohnblocks – und stolpert unversehens in ein absurdes Paralleluniversum. Um in ihre Realität zurückzukehren, muß sie diese Welt erkunden und ein Geheimnis entschlüsseln, das nicht nur die Welt sondern auch ihre Mutter retten könnte.. und letztlich sie selbst.
Die Verfilmung von Neil Gaiman-Story, bietet eine spannende Variation klassischer Stories von Alice in Wonderland, Paperhouse, bis The Wizard of Oz. Wirklich beeindruckend ist deswegen auch nicht die Story selber, sondern wie sie erzählt ist. Voll skurriler Ideen, bevölkert von absurden, unheimlichen und wunderlichen Figuren erscheint die Spiegelwelt als optisch verblüffendes Zauberland, das alleine das Ansehen wert ist. In einer Mischung aus Jim-Henson-Creatures und Computeranimationen haben die Macher phantasievolle, wunderbar anzusehende Welten geschaffen, die der vertrauten Geschichte neue Aspekte abgewinnt und sie zu keinem Zeitpunkt langweilig werden lässt. Stepanie Leonidas als Helena (und deren bösem Spiegelwelt-Zwilling) ist eine sympathische Hauptfigur, die grade im Zusammenspiel mit dem fast unkenntlichen Jason Berry als ihrem zwilichtigem Begleiter Valentine, viele unterhaltsame Momente produziert.
Ein schöner Fantasy-Film in ungewöhnlichem Look, der einmal mehr zeigt, das Computeranimation in kreativen Händen ebenso effektiv genutzt werden kann um Staunen zu machen, wie sie in den Händen der Renderbeamten Hollywoods allzuoft mißbraucht wird um phantasielose Playstation-Bilder erzeugen.
MirrorMask erscheint in Deutschland direkt auf DVD
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
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- Schlagwörter: Fantasy, Mirror Mask, Neil Gaiman, Review
“It was a pleasure meeting you, even if you are my least favorite vegetable! Take care, Turniphead! “

Originaltitel: Hauru no ugoku shiro
Herstellungsland: Japan 2004
Regie: Hayao Miyazaki
Okay ich gebe zu, ich bin kein Ghibli-Jünger. Bei allem Anerkennen phantasievoller Stories und nett gezeichneter Hintergründe, das Charakterdesign der Figuren klickt bei mir einfach nicht. Vielleicht liegt es an der Sozialisation mit Heidi, Niklas, Marco und Anne mit den roten Haaren – aber ich vermisse einfach eine gewisse Eigenständigkeit der Figuren. Und die Animationen sehen einfach stets etwas limited aus. Optisch spannend finde ich eigentlich lediglich das mit computerhilfe-animierte Schloß, der Rest erweckt einfach ständig Flashbacks in Kindertage. Jetzt wein nicht mehr Perrine, kleines Püppchen, freches Bübchen…Maja erzähle uns von dir. Ein eigener Zeichenstil ist ja gut und schön, aber ein wenig eigenen Charakter sollten die Figuren schon haben. Und Zaubermeister Howl sieht einfach aus wie ein x-beliebiges Bishonen-Jüngelchen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
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- Schlagwörter: Animation, Anime, Asian Cinema, Hayao Miyazaki, Howls Moving Castle, Review
…und mich und alle Geeks und Nerds auch. In dem sehr drolligen Ausschnitt aus einem Interview mit Regisseur Kevin Smith (Dogma, Chasing Amy, Mallrats, Clerks) erklärt er sehr explizit warum er gerne Audiokommentare einspricht, was das eigentlich für Leute sind die sich Bonusmaterial angucken und warum er beim Filmschnitt eine Hand in der Hose hat.
Interview-Clip aus der Mallrats-Special-Edition-DVD
Und wer sich davon nicht abschrecken lässt, der wird sich, wie ich sicherlich auch auf den neuen Smith-Film freuen, der noch in diesem Jahr herauskommen wird: Clerks II . Hier schonmal ein Vorgeschmack, speziell für YouTube-Gucker mit Einleitung von Kevin Smith.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
- Keine Kommentare
- Schlagwörter: Directors, Interview, Kevin Smith
Heute soll es mal um den heimischen Bildschirm gehen, um die Flimmerkiste. Dank DVD wird man nicht nur zunehmend unabhängig von der Ausstrahlungslust und Unlust der TV-Sender, man kann zudem viele Serien schon begutachten, ehe sich überhaupt ein Sender findet, der sie ausstrahlen möchte.
Besonders Augenmerk möchte in dieser ersten Folge auf Serien aus England legen, die es im hiesigen Fernsehen besonders schwer haben. Denn deutsche Sender sind eingeschworen auf US-Serienkost und das dortige Sendeformat von 18-24 Folgen pro Season. In England werden Serien jedoch anders konzipiert als in Amerika. Statt einem Hauptautoren und dutzenden Schreibern, die sich an eine grob abgesteckte Storyline halten, arbeiten in Vereinten Königreich nur wenige Kreative an einer Serie. Zwei bis drei Autoren teilen sich meist das Schreiben auf, in einigen Fällen gibt es sogar nur einen Schreiber pro Serie. Dessen Ausstoß ist natürlich geringer, als bei einem Großteam. Deswegen und auch aus finanziellen Gründen hat sich in England die Zahl von 6-13 Folgen pro Staffel und Serie etabliert.
Die wenigen Folgen, wie auch der oftmals eigenwillige britische Humor haben bisher verhindert, daß es UK-Serien ins deutsche Mainstream-Fernsehen schaffen. Bestenfalls auf arte oder den dritten Programmen hat man mal mit “Black Adder”, “Yes, Minister” oder “Fawlty Towers” experimentiert. Selbst Monty Pythons Flying Circus schaffte es erst mit zwanzigjähriger Verspätung auf deutsche Bildschirme.
Das ist umso tragischer, da es bei den Inselbewohnern noch etliche Schätze zu entdecken gibt, ein paar davon möchte ich heute vorstellen. Gott sei Dank sind viele davon schon auf DVD erschienen und können von englischkundigen zeitgenossen ohne Wartezeit genoßen werden.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
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- Schlagwörter: Doctor Who, Series, Spaced
It sucks – and its not just the vampires…

Originaltitel: Van Helsing
Herstellungsland: USA 2004
Regie: Stephen Sommers
Darsteller: Hugh Jackman, Kate Beckinsale, Richard Roxburgh, David Wenham





Es gibt Filme, die lassen einen wünschen Computeranimation wäre nie erfunden worden. Oder zumindest auf dem Niveau von TRON geblieben. Nein, ich rede nicht von Nemo.
Universals neuster Franchise "Van Helsing" – ist es ein Vogel? ist ein Flugzeug? ist es James Bond der die alten Klamotten von Indiana Jones aufträgt? Es ist auf jeden Fall "GROSS" und "LAUT". Und es soll eine Serie werden. Die Vorgeschichte zum Film erzählt ein Zeichentrickfilm. Die Sequels sind beschlossene Sache.
Und hätte es nicht auch charmant werden können? Ein netter ironischer, altmodischer Grusler, der Universals Klassik-Monster vereint? Hätte. Aber nicht mit dem Mann als Regisseur, der schon die Mumie der Lächerlichkeit preisgab und einen albernen, unlustigen Kinderfilm ablieferte, der aussah wie sein eigenes Playstation-Spiel.
Van Helsing setzt genau dort an wo die Mumie aufhört. Nach einem zugegeben originellen Intro in s/w, darf Wolverine Jackmann in Paris Mr. Hyde plätten. Mr. Hyde stimmt einen auch auf die Monster des Films ein: Er ist vollständig aus dem Computer und sieht aus wie die debile Leibesfrucht einer Notzüchtigung Shreks durch Dolph Lundgren.
Die weitere Handlung des Film ist belanglos und nur ein Aufhänger für eine unnütze digitale Actionszene nach der anderen. Van Helsing wird nach Transylvanien beordert um dort Dracula den garaus zu machen. Dracula will die Welt mit fliegenden kleinen Gaygoyels unterjochen und muß dazu das Frankensteinmonster als Batterie benutzen. Derweil hält er sich einen Werwolf als Schlosshund – Jemand eine Aspirin?
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Juli 28th, 2006 •
- 5 Kommentare
- Schlagwörter: Horror, Hugh Jackman, Kate Beckinsale, Review, Stephen Sommers, Universal Monsters, Vampire, Van Helsing









































