Chronicle könnte der erste gelungene Found-Footage-Film der letzten Jahre werden. Die Story um Teenager die ihre telekinetischen Kräft entdeckten und per Kamera dokumentieren hat auf jeden Fall Potential. Am Montag den 26.03. findet im Cinestar, Potsdamer Platz ein Fanscreening statt, in Anwesenheit des Produzenten und des Hauptdarstellers Alex Russel. moviepilot hat uns 20 Karten davon abgegeben, die ich an euch weitergeben möchte.
Also wer dabei sein will, der schreibt schnell eine Mail mit dem Kennwort “Chronicle” an adrian@moviepilot.com – Die Karten werden +1 verlost, also haben 10 Teilnehmer die Chance reinzukommen! Bis Freitag abend erhaltet ihr die Nachricht ob ihr gewonnen habt.
Ich drücke euch die Daumen und wünsche den Gewinnern schonmal viel Spaß beim Film.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 21st, 2012 •
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- Schlagwörter: Chronicle
Zum Start des Films habe ich mich für moviepilot mit den Darstellern und dem Pixar-Regisseur Andrew Stanton unterhalten, der diese 250 Mio Dollar Produktion als seinen ersten Realfilm stemmen durfte. Schon zwei Jahre zuvor hatte ich mich in einem Roundtable-Gespräch während eines Setbesuchs mit ihm unterhalten und wollte wissen, wie zufrieden er jetzt mit dem Gesamtwerk ist, dass sich für Disney zu einem veritablen Problem zu entwickeln scheint, denn die Kritik ist gespalten und das Publikum steht dem Ganz hauptsächlich des Looks wegen sehr kritisch gegenüber – und verpasst dadurch vielleicht die interessanteste Alienrasse die in den letzten Jahren auf der Leinwand zu sehen war: Die Thargs, deren Anführer von Willem Dafoe gespielt wird.
Hier die Interviews mit Taylor Kitsch und Lynn Collins
Hier Teil 2 mit Andrew Stanton, Willem Dafoe und Dominic West
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 11th, 2012 •
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- Schlagwörter: John Carter, John Carter of Mars, Pixar
“Virginia!”

Originaltitel: John Carter
Land: USA 2012
Regie: Andrew Stanton
Buch: Andrew Stanton & Marl Andrews
Besetzung: Taylor Kitsch, Lynn Collins, Willem Dafoe, Mark Strong, Dominic West, Ciaran Hinds





Durch einen Zufall verschlägt es den Bürgerkriegs-Soldaten John Carter aus Arizona auf den Mars, den seine Einwohner Barsoom nennen. Zu seiner Überraschung hat er dort Superkräfte und wird schnell zum Spielball im Krieg zwischen den drei Völkern des Mars, die sich auf dem ressourcenarmen Planeten bis aufs Blut bekämpfen.
Was für ein angenehm-altmodischer Film. Obwohl ich die Trailer eher uninteressant fand und auch kein Freund von Sandalenfilmen bin, hat es John Carter geschafft mich gut zu unterhalten.
Als Sci-Fi sollte man das ganze allerdings nicht betrachten, denn auch wenn es um Aliens und den Mars geht ist John Carter näher an Indiana Jones und dem Prince Persia, als an Star Wars oder Avatar. Die Story ist auf den ersten Blick recht simpel, hat aber einige nette Wendungen und Facetten, die dem Zuschauer konstante Aufmerksamkeit abnötigen. Wer nicht aufpasst kann gerade am Anfang schnell verpassen, in welcher Konstellation die Figuren zueinander stehen und wer da jetzt warum mit wem Zoff hat.
Ob es geschickt ist den Zuschauer erst mit einer Mars-Schlacht zu ködern und ihn dann durch die Exposition auf der Erde und im Wilden Westen zu führen, anstatt gleich dort anzusetzen und den Sprung auf den Mars tatsächlich als Überraschung wirken zu lassen, sei mal dahingestellt. Die Vorgeschichte ist notwendig und charmant umgesetzt, wirkt aber natürlich unspektakulärer… wirklich Fahrt nimmt der Film erst auf, als es nach Barsoom geht. Dort schüttelt der Film auch seine anfänglich noch recht ernsthafte Stimmung ab und wird zu einem abenteuerlichen Wilde-Ride, der sich seiner Pulp-Herkunft an jeder Stelle bewusst ist.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 9th, 2012 •
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- Schlagwörter: Disney, John Carter, John Carter of Mars, Pixar, Taylor Kitsch, Wilem Dafoe
Seine Filme lassen mich oft etwas gespalten zurück, denn oft haben sie was Dialoge und Story angeht doch einige Schwächen. Andererseits sehen sie verdammt gut aus. Dennis Gansel ist einer der wenigen deutschen Regisseure, die tatsächlich Bilder und Schnitt können. Die es drauf haben ihre Filme wirklich nach Kino aussehen zu lassen – was in Deutschland immer noch eher die Ausnahme ist. Und auch wenn ich “Die Welle” inhaltlich eher schwach fand (was auch an der Vorlage liegt), hat mir der trashige Vampir-Fun “Wir sind die Nacht” viel Spaß gemacht und Napola schafft es, wenn auch etwas naiv, die Faszination Nationalsozialismus in diabolisch-betörende Bilder zu setzen.
Für moviepilot war ich mit Dennis Gansel anläßlich seines neuen Films “Die vierte Macht” in der Video-Collection in Berlin – und erlebte einen sehr sympathischen Regisseur, der spürbar Filmfan ist und offen erzählt welche Filme er mag und mit welchen er gar nichts anfangen kann.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 2nd, 2012 •
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- Schlagwörter: die welle, Napola, Wir sind die Nacht
Gefährten (War Horse) – USA 2011






Junge freundet sich mit Pferd an. Als das im ersten Weltkrieg als Kriegspferd verkauft wird, setzt er alles daran es wiederzufinden….
Selbst ein besserer Regisseur als Steven Spielberg hätte wohl seine Schwierigkeiten aus diesem Kinderbuch, diesem My-little-Pony–with-Weapons-Abenteuer etwas ansehbares zu machen. Und über Spielberg wird die Luft ja, trotz Ausfällen, immer noch ziemlich dünn. Was ihn bewogen haben mag diese Story zu verfilmen weiß ich trotz diverser Making-Of-Interviews nicht, noch was der Appeal der Geschichte sein soll. Vielleicht funktioniert es stilisiert auf der Bühne ja besser und vielleicht sieht Spielbergs Film deswegen auch aus wie eine Mischung aus Bauerntheater, Titanic – quasi Von der Wunde verweht. Aber der Film ist wirklich ganz gruselig fade. Der Hauptdarsteller Albert (Jeremy Irving), ein Kritikerkollege nannte ihn verdient den ältesten Teenager der Welt, ist derart charismalos und austauschbarer Hunk, dass es schwer fällt ihn auch nur auf der Leinwand zu bemerken – und das in einem Spielbergfilm, der bislang immer ein Händchen dafür hatte gute Kinderdarsteller zu casten. Das Pferd… ist nunja ein Pferd und auch wenn man ihm zum Glück eigene Dialoge erspart hat, wie sie im Roman vorkommen, ist seine digital verbesserte Mimik immer noch für ein paar sehr creepige Momente gut. Als Charakter bleibt es hingegen aber ähnlich blaß wie Albert, dessen unsägliche Ansprachen es in der ersten Hälfte des Films erdulden muss. Komm Junge, du schaffst es, ich glaube an dich, wir verlieren die Farm wenn du den Pflug nicht ziehst, usw. usf.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 1st, 2012 •
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- Schlagwörter: Gefährten, Steven Spielberg, The Devil Inside, War Horse
Kurz vor den Oscars, hier ein paar aktuelle und ein paar nachgeholte Reviews.
Hugo – USA 2012




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Nach dem enttäuschenden Trailer der eine Kinderlovestory im Amelie-Look versprach, ist der Film letztlich eine positive Überraschung. Auch wenn Asa Butterfield hauptsächlich aus blauen Kulleraugen und schiefer Schnute besteht, funktioniert seine Figur hinreichend gut um in die Geschichte zu ziehen. Natürlich wird er von Chloe Morez in jeder Szene die die beiden zusammen haben an die Wand gespielt, aber dennoch wünscht man dem armen Waisenkind, dass es seinen Sinn im Leben finden möge.
Die Story, so konstruiert sie auch ist, schafft tatsächlich die Begeisterung für das frühe Kino des Trickfilmpioniers George Méliès in angemessene Bilder umzusetzen, die auch dem heutigen Publikum eine Ahnung von der Faszination geben, die die simplen Effekte damals gehabt haben müssen. Natürlich geschieht dies meist durch kühle berechnetes Stellvertreterstaunen, aber was einem Spielberg recht ist, sollte Scorcese nur billig sein. Ben Kingsley legt viel Gravitas und Wehmut in seine Figur, die von allen im Film am menschlichsten wirkt. Neben ihm geraten viele der anderen Nebencharaktere leider zu Holzschnitten, die bewusst auch “skurrilen Charme” gebürstet sind, deren Subplots aber leider mehrheitlich im dramaturgischen Nichts enden. Schade um großartige Schauspieler wie Richard Griffths, Frances de la Tour und Christopher Lee, die zwar immer eine Freude anzusehen sind, letztlich aber nur malerisches Hintergrundrauschen gerieren, ohne tatsächliche Relevanz für die Geschichte zu haben.
Gewöhnungsbedürftig auch der hochartifizielle Look, der manchmal funktioniert, manchmal aber auch aus Story reisst, genau wie das uneinheitliche 3D das nur in wenigen Momenten interessant wirkt, meist aber egal ist oder sogar (wie im von ILM hingeschluderten Eingangs-Shot) billig wirkt und genau die Stimmung zerstört, die der Film zu erzwingen sucht. Vieles ist zu dick aufgetragen, die Farben zu bunt, der Dreck zu malerisch, das oh-so-französische-Flair das mittels penetranter Musikuntermalung wie aus einem Pepe-Le-Pew-Cartoon wirkt. Stellenweise versucht der Film einfach zu sehr niedlich, pitoresk und adorable zu sein und hämmert einem die Poesie ähnlich wie Amelie mit dem Holzhammer ins Auge.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 26th, 2012 •
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- Schlagwörter: David Fincher, Ghost Rider 2, Hugo, The Girl with the Dragon Tattoo, underworld4
Ich durfte mich ja vergangene Woche mit Kate Beckinsale unterhalten, die in der Stadt war um den ganz furchtbaren neuen Underworld Awakening zu promoten, der tatsächlich nur Fans der Serie zu empfehlen ist. Im Gegensatz zu ihrer Filmfigur Selena ist sie allerdings durchaus ganz charmant und sympathisch. Nachdem sie ja in den Underworld-Filmen nie viel mehr machen darf als sexy aussehen, in Zeitlupe zu laufen und Leute umzubringen, habe ich sie mal gefragt wie man das eigentlich anstellt. Und warum sie nicht glitztert. Und was wir vom neuen Total Recall erwarten dürfen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 4th, 2012 •
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- Schlagwörter: Kate Beckinsale, moviepilot, Total Recall, Twilight, underworld4, Underworld: Awakening, Vampire, werwölfe
“So finster die Nacht” war der wohl beste Vampirfilm der letzten zehn Jahre. Regisseur Tomas Alfredsons Neuverfilmung von John le Carrés “Tinker, Tailor, Soldier, Spy” mit Gary Oldman ist mindestens genauso gelungen und zählt für mich jetzt schon zu den Highlights des Jahres. Zumindest für Zuschauer die sich auf die langsame, kompromisslos erwachsene Erzählweise einlassen. Für moviepilot waren wir mit Alfredson in der Videothek in der er uns etwas über seine Einflüsse und Lieblingsfilme erzählt hat. Der gediegene Schwede, der genauso bedacht, ruhig und klug wie seine Filme wirkt überraschend in seiner Filmauswahl dann allerdings doch, denn wer hätte gedacht, dass er sich für überdrehte, laute Komödien wie Richard Lesters Version von “Die Drei Musketiere” begeistern kann?
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Februar 2nd, 2012 •
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- Schlagwörter: Gary Oldman, Let The Right One In, So finster die Nacht, Tinker Tailor Soldier Spy
Und hier zwei Reviews zu den beiden wichtigsten Starts der Woche:
The Artist – Frankreich 2011





Der Stummfilmstar Georg Valentin sieht sich durch den anbrechenden Wechsel zum Tonfilm in der Defensive. Trotzig behauptet er Ton wäre nur eine Phase und nur der Stummfilm habe Zukufunt, doch schon bald sieht er sich vor dem Karriereknick. Hollywood braucht neue Stars für die Tonfilm-Ära und während Georgs Stern sinkt, wird die ehemalige Nebendarstellerin Peppy Miller zur umjubelten Ikone.
Heutzutage mit großen Aufwand einen Stummfilm zu drehen, kann nur zum grandiosen Erfolg oder totalen Flop werden möchte man meinen. Der letzte der dieses Experiment im großen Stil wagte war Mel Brooks mit seinem “Silent Movie” und auch das ist mittlerweile wieder fast 40 Jahre her. Die Zeit war also reif für eine weitere Hommage an die Zeit in der große Gestik und Mimik das gesprochene Wort ersetzten. Und Regisseur Michel Hazanavicius gibt sich alle Mühe den Look und Gefühl der alten Zeit wieder zu beleben. Wo Brooks einfach den Ton wegließ aber ansonsten einen relativ modernen Streifen drehte, setzt The Artist auf die totale Imitation – zumindest an der Oberfläche. Denn so Meta wie die Story, so doppelbödig ist auch das stumme und geräuschlose Spiel, dass immer mit dem Wissen spielt, dass der Verzicht ein bewusster und kein erzwungener ist. Wir könnten Ton haben, aber wir nutzen ihn bewusst nicht – was die wenigen Stellen an denen Geräusche und Sprache vorkommen umso effektvoller macht.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 30th, 2012 •
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- Schlagwörter: Drive, Ryan Goslin, The Artist
Das ich den neuen Muppet-Filme liebe (genau wie Muppet Movie, The great Muppet Caper, Muppets take Manhattan und den Muppet Christmas Carol) habe ich ja vielleicht schonmal nebenbei erwähnt hier im Blog *hust* – deswegen hat es mir auch besonderen Spaß gemacht mit dem Regisseur James Bobin in die Videothek Video Collection zu gehen und einen Filmcheck mit ihm zu drehen. Der Brite hat nicht nur einen sehr guten Filmgeschmack sondern ist neben dem Muppet-Film auch für “Flight of the Conchords” verantwortlich – ein Grund mehr ihn zu mögen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 24th, 2012 •
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- Schlagwörter: james bobin, kermit, Miss Piggy, moviepilot, Muppets, The Muppets
Im November hatte ich ja eines meiner bisher liebsten Interviews. In L.A. durfte ich Kermit, Miss Piggy, Jason Segel, Amy Adams den Regisseur James Bobin und Walter (das neue Muppet) treffen. Und es war tatsächlich genauso cool wie ich es mir vorgestellt hatte.
Manchmal lohnt es sich eben doch seine Kindheitshelden zu treffen. Das Witzige ist, dass man zu keiner Zeit das Gefühl hat mit Puppen zu reden, selbst wenn die Puppeteers direkt vor einem auf dem Boden hocken und einen beim Reinkommen begrüßen. Sobald das Interview losgeht schaut man nur noch auf Kermit, Piggy und Walter.
Mit Bobin haben wir heute übrigens noch einen Filmcheck gedreht, der nächste Woche veröffentlicht wird. Er hat wirklich genauso den Filmgeschmack, den man sich vom Regisseur des Muppet-Films und Flight of the Conchords wünscht :)
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 19th, 2012 •
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- Schlagwörter: jason segel, kermit, Miss Piggy, moviepilot, Muppets, The Muppets
“Haven’t you seen our first movie? We drive!”

Originaltitel: The Muppets
Herstellungsland: USA 2011
Regie: James Bobin
Buch: Jason Segel & Nicholas Stoller
Darsteller: Kermit, Miss Piggy, Fozzy, Rowlf, Walter, Jason Segel, Amy Adams, The Animal, Scooter, Gonzo, Chris Cooper





Die beste Zeit liegt lange hinter ihnen. Die Muppets sind vergessen und in alle Winde zerstreut. Ihr altes Theater soll an den reichen Geschäftsmann Tex Richman (Chris Cooper) verkauft werden, der darunter nach Öl bohren will. Doch die beiden Muppet-Fans Walter (Walter) und sein Bruder (Jason Segel) sowie dessen Freundin (Amy Adams) alarmieren Kermit um die alte Gang nochmal zusammenzutrommeln und ein Muppet-Spendenspecial zu produzieren, damit das Theater gerettet werden kann.
Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Ich liebe die Muppets seit ich die erste Folge irgendwann Anfang der 80er Jahre im ZDF gesehen habe (oder vielleicht sogar schon seit Peter Alexander sie in einer seiner Shows zu Gast hatte, die ich als kleines Kind immer bei meiner Oma geguckt habe). Die Muppets sind klasse und das nicht nur aus nostalgischen Gründen: Sie sind quintessential Puppets (auch wenn man sie nie als Puppen bezeichnen sollte) – sie waren der Beweis dass es nur geniale Pupeteers braucht um auch ohne große Special Effects lebendige, liebenswerte, witzige und skurrile Charaktere zu kreieren. Im Gegensatz zu blöden Bauchredner-Puppen, Kasperletheater oder den üblichen steifen Figuren die das Kinderprogramm bevölkerten waren die Muppets immer lebendig. Sie waren eben nie Puppen, sie waren People. Ohne sie gäbe es weder die Feebles von Peter Jackson noch die geniale Avenue Q-Show (bei der übrigens etliche Henson-Pupeteers mitwirkten). Kermit, Piggy, Waldorf und Stattler, Sweetums, Schweine im Weltall und der schwedische Koch sind Teil meiner Kindheits-DNA und wie ich bei neuerlicher Sichtung der alten Shows und Filme im vergangenen Frühjahr feststellte: Ich liebe sie noch immer.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 19th, 2012 •
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- Schlagwörter: Muppets, The Muppets
Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (Sherlock Holmes – A Games of Shadows) – USA 2011





Holmes und Watson sind wieder im Einsatz, diesmal gegen den Erzfeind Moriarty, der ein Politkomplott inszeniert, dass den Detektiv auf eine Jagd quer durch Europa treibt.
Als Holmes-Film immer noch nicht wirklich der Burner, ist der Film nichtsdestotrotz eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Statt peinlichen Green-Screen-Turnereien vor Renderkulisse sind Downey Jr. und Law diesmal meist in realer oder bestenfalls digital gepimpter Kulisse zu sehen. Der Scope ist dank Europa-Reise wesentlich größer und dank den gut aufgelegten Darstellern, die das Ermittler-Duo diesmal noch mehr an der Grenze zur Homo-Travestie spielen, macht das Ganze meist auch Spaß.
Weniger gut weg kommen die Nebendarsteller, denn außer Stephen Fry und Jared Harris als Moriarty ist keine Figur mehr als Raumdeko. Insbesondere die Zigeunerin Simsa in Form von Noomi Rapace ist sträflich verschwendet. Dazu kommt der arg holperige Plot, bei dem auch aufmerksame Zuschauer Probleme haben werden zu verstehen was jetzt genau warum passiert – zumindest bis Holmes seine Basil-Exposition-Szenen hat.
Die Anflüge moralischer Philosophie über das Wesen des Menschen, die Moriarty am Ende anbringt sind leider auch nur wenig ausgearbeitet und hingeworgen, ja beschädigen das Mastermind in seiner Brillanz sogar etwas, da sie alle seine Bemühungen ad absurdum führen.
Holmes selber bleibt als Konstrukt schwierig, seine Intelligenz wird angedeutet, doch beschränkt sie sich weniger auf kühle Deduktion, als auf MacGyverhafte Improvisation, die weniger Ermittlungsarbeit ist, als Mission Impossible im Schnelldurchlauf. Das der Film wichtige Informationen zurückhält und verschleiert damit Holmes am Ende ein Auflösung aus dem Allerwertesten ziehen darf ist dann bisweilen schon etwas anstrengend, genau wie die im Grunde stylishen Zeitlupe/Speedup-Szenen – die bisweilen so ausgewalzt sind, dass sie zum Selbstzweck verkommen und eher Ablenken als die Story vorranbringen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 15th, 2012 •
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- Schlagwörter: Darkest Hour, Jonas, Review, Sherlock Holmes 2
Okay Dario wird auf seine alten Tage wunderlich, Giallo war ja schon eher so meh, aber bitte was ist das da? Dracula 3D mit Rutger Hauer als Van Helsing, Kretsche Kretschmann als Dracula (sic!) und Asia Argento als Lucy Harker. WTF?
Und einer Riesenheuschrecke und einer Cinema 4D-Stock-Model-Eule… This is kind of a joke, is it? Das sieht aus wie ein YouTube-Mashup aus Outtakes alter Hammer-Filme, die das Effekt-Team von Asylum gepimpt hat.
Ich geh nochmal Andy Warhols Dracula gucken.
[via: Rochus]
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 16th, 2011 •
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- Schlagwörter: Dario Argento, Dracula 3D
Tom Cruise gab ja nur ein einziges Interview für Deutschland, worüber ich aber nicht wirklich böse sein kann, denn wer mich wirklich zum Junket nach München lockte war Simon Pegg. Und natürlich Brad Bird, der Pixar-Regisseur der mit Mission Impossible: Ghost Protocol sein Realfilm-Debüt feiert. Im Gespräch konnte ihn zu seinem Pet-Projekt 1906 – einer Story um Liebe und Korruption vor dem Hintergrund des verheerenden Erdbebens in San Francisco – befragen und natürlich wollte ich von Pegg wissen, wann wir endlich mit dem dritten Teil der Blood & Icecream-Trilogy rechnen können.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 15th, 2011 •
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- Schlagwörter: brad bird, Mission Impossible 4, Simon Pegg, Tom Cruise
-”Just remember: Blue is glue!”
-”And red?”
-”Dead.”

Originaltitel: Mission: Impossible – Ghost Protocol
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Brad Bird
Buch: Josh Appelbaum / André Nemec
Darsteller: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton, Ving Rhames





Ethan Hunt wird mit einem zufälligen Team zusammengewürfelt, nachdem ein Terrorist den Kremel sprengt und ihm die Schuld dafür zuschiebt. Der Plan: Einen weltweiten Atomkrieg auszulösen. Auf eigene Faust müssen Hunt und seine Leute den Terroristen stoppen, ehe er den letzten Teil seines Plans in die Tat umsetzen kann…
Fourth Time is the charme… zumindest in diesem Fall. Ich war nie ein Fan der MI-Reihe, nicht unbedingt Tom Cruise wegen, obwohl er sicherlich seinen Anteil daran hatte. Als jemand der mit “Kobra, übernehmen sie?” bzw. “Unmöglicher Auftrag” aufwuchs, störte mich schlicht und einfach immer die Fokussierung auf einen übermächtigen Helden der die Chose im wesentlichen im Alleingang meistert. Mission Impossible im Film war immer mehr Ego-Show, als Team-Heist. Dass der erste Teil Jim Phelps zu einem Schurken machte, war ebenso respektlos wie unnötig. Teil 2 bot schicke Bilder, war aber dank Studioeinmischung nur ein konfuser Rumpf-Film und JJ Abrams Teil 3 sah leider aus wie ein Fernsehfilm, mit faden Bildern und einem käsigen Showdown der aus einer Rangelei in einem Lagerhaus bestand, bei der der Schurke am Ende vors Auto stolperte. Nee, auch wenn ich weiß das die Filme ihre Fans haben, mich haben sie nie wirklich umgehauen.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 15th, 2011 •
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- Schlagwörter: brad bird, jeremy renner, Mission Impossible 4, Simon Pegg, Tom Cruise
Und hier wieder zwei aktuelle und zwei DVD-Starts im Kurzreview: Der gestiefelte Kater, Shark Night 3D, Die Schlümpfe, Bad Teacher
Der gestiefelte Kater – USA 2011





Puss ist ein gesuchter Verbrecher, seit er von seinem eierförmigen Stiefbruder Humpty Dumpty einst reingelegt wurde. Jetzt müssen sich beide wieder zusammenraufen um dem Gannovenpaar Jack & Jill ihren größten Schatz abzujagen: Die Zauberbohnen die den Aufstieg ins Schloss mit der goldenen Gans ermöglichen…
Überraschend kurzweilig und optisch wesentlich inspirierter als die letzten beiden Shrek-Filme lebt der Film hauptsächlich vom Charme des Antonio Banderas, auf dessen Zorro und Desperado-Erbe hier genüsslich abgehoben wird. Seine Figur, ob als kleines Kätzchen oder abgeklärter Draufgänger, funktioniert auch alleine genauso gut, ja vielleicht sogar noch besser, als in der Funktion des komischen Sidekicks. Banderas bringt Gravitas mit, die es erst möglich macht ihn im einen Moment als Ikone der Coolness zu sehen, nur um im nächsten zu lachen, wenn er sich selbst genüsslich zum Trottel macht.
Mit Salma Hayek und Zack Galifiankis hat er stimmlich ebenbürtige, vielschichtige Figuren zur Seite die den Film zwar nicht nachhaltig beeindruckend machen, aber solide Abenteuerkost liefern. Zusammen mit der wirklich sehenswerten Szenerie, die näher am Italo-Western und Rango als an der knuddeligen Märchenwelt ist, entfaltet Puss in Boots auch optisch Qualitäten die gerade dem lustlos zusammengerenderten vierten Shrek-Teil deutlich abgingen. Hier spürt man: Die Macher hatten wieder Spaß am Thema und Lust diese Geschichte zu erzählen.
Und endlich wird auch im Shrek-Universum wieder mehr Wert auf, zwar abgedrehte aber treibende Storyelemente gelegt, anstatt sich träge von einer Popkulturreferenz zur anderen zu hangeln. Klar ganz ohne die und ohne Popsong-Tanznummern gehts bei Dreamworks natürlich nicht, aber der von Guillermo del Toro mitproduzierte Film wirkt ambitionierter und origineller, als man es diesem Spin-Off zugetraut hätte. Natürlich verschenkt er einiges Potential der “Jack and the Beanstalk”-Story – nicht zuletzt den Riesen und dessen Welt, die soviel Potential hätte, hier aber nur für einen Kurztrip gestreift wird. Das ist schade, tut dem ansonsten knuffigen Feelgood-Film aber keinen Abbruch. Und verdammt, Katzen sind einfach niedlich…
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 7th, 2011 •
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- Schlagwörter: Bad Teacher, Die Schlümpfe, Puss In Boots, Shark Night 3D, The Smurfs
“I think I’m gonna be sick.”

Originaltitel: Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 1, The
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Bill Condon
Drehbuch: Melissa Rosenberg
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning





Bella und Edward heiraten. Jacob ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Bella wird schwanger mit einem Monsterbaby. Werwölfe knurren. Über allen Wipfeln liegt Ruh. Warte nur, bald knurrest auch du.
Dem Klischee folgend, dass die Twilight-Serie sowieso nur für Mädchen gedacht ist, bleibt auch dieser Vorletzte Halbteil in erster Linie eine Variante von “Lass uns drüber reden” – lasst euch nicht täuschen von der Behauptung hier gäbe es mehr Action oder es würde mehr passieren, das ist eine gestörte Wahrnehmung die nur auf Grund der extrem gesenkten Erwartungshaltung durch die Vorgänger plausibel erscheint. Wenn man Stalaktiten beobachtet scheint jeder fallende Kieselstein irgendwann auch als nervenzerfetzender Actionmoment.
Trotz des Millionenerfolges bleibt das Budget der Twilight-Filme eher übersichtlich, was sich sowohl an der Anzahl der Locations, der Actionszenen sowie der Qualität der Spezialeffekte bemerkbar macht, die lediglich graduell besser ist als Teil 3.
Der Großteil des Films ist wie gehabt langwieriges Rumpalavern in und um das Haus der Cullens in dem sich Bella auf ihre Explosion vorbereitet. Bewährtes Soap-Feeling stellte sich ja schon bei Ansicht des Posters ein und ein Hauch von California Clan umweht auch stets die blassen Vampirdarsteller bei der Interpretation von Drei-Tage-Regenwetter beim Pauschalurlaub. Kristen Stewart sieht effektiv aus wie Christiane F. nach dem All-You-Can-Eat-Buffet, Edward schaut mit Darmgrippegesicht bedeutungsschwanger drein, Jacob behält sein Shirt zu oft an, ist aber bis zu seiner Prägung auch mal wieder der einzige zurechnungsfähige Charakter der Truppe, auch wenn Lautner nicht eben wesentlich mehr Gesichtsausdrücke hat als Pattinson.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 2nd, 2011 •
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- Schlagwörter: Review, Twilight Breaking Dawn
Ich liebe die Red Curtain-Trilogy von Baz Luhrmann. Ich liebe das ironische Pathos und die Over-the-Top-Inszenierung. Aber wenn ein Film so liebevoll und gekonnt verrissen wird wie vom genialen Nostalgia Critic in diesem 45min Maxi-Review, dann find ich das ebenfalls sehr großartig.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 2nd, 2011 •
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- Schlagwörter: Baz Luhrmann, moulin rouge, nostalgia critic
“Romeos… anders als du denkst” ist ein kleiner Neustart der nächste Woche anläuft und den die meisten sich wahrscheinlich nicht anschauen werden. In Zusammenarbeit mit dem Kleinen Fernsehspiel entstanden, erzählt er die Geschichte eines Transidenten Coming Outs. Ein 20jr Junge, der als Mädchen geboren wurde kommt in die Großstadt und erlebt dort die erste Liebe, die natürlich nicht ohne Wirrungen abläuft. Ein harmloser Film, dessen Trailer nicht wirklich irgendwelche jugendgefährdenden Inhalte vermuten ließe. Und natürlich kann man sich fragen, ob jemand unter 16 tatsächlich soviel Interesse an dem Thema hat. Was aber nicht erklärt warum die FSK – die seinerzeit Keinohrhasen mit “frei ab 6 Jahren” beurteilte – “Romeos” mit einer abenteuerlichen Begründung mit FSK16 bestraft.
Erklärung aus der Freigabebegründung: “(…) behandelt der Film ein schwieriges Thema, welches für die Jüngsten der beantragten Zuschauergruppe, die sich in diesem Alter in der sexuellen Orientierungsphase befinden, sehr belastbar sein könnte. Das Thema selbst ist schon schwierig für 12 bis 13jr und die Schilderung einer völlig einseitigen Welt von Homosexualität im Film könnte hier zu einer Desorientierung in der sexuellen Selbstfindung führen. Die explizite Darstellung von schwulen und lesbischen Jugendlichen und deren häufige Partnerwechsel können verwirrend auf junge Zuschauer wirken, auch wenn der Film auf der Bildebene nicht schamverletztend ist und niemanden diffamiert. Der Film spiegelt eine verzerrte Realität wider, die Kinder auf Grund keiner oder zu geringer Erfahrung nicht erkennen können.”
WTF? Wenn Til Schweiger massenweise Tussis flachlegt, in Hangover 1 und 2 asoziales Verhalten glorifiziert und unsafer Sex propagiert wird, in Twilight Bella sich mit Vampiren und Werwölfen paart und bei der Geburt beinah zerfetzt wird ist das alles schnieke, aber wenn queere Jugendliche gezeigt werden die sich ebenso benehmen wie Jugendliche es tun, dann ist das desorientierend und verwirrend? Liebe FSK, es wirkt leider eher als wenn ihr euch immer noch nicht mit der Realität angefreundet habt. Wie wäre es wenn ihr einfach schreibt: Wir glauben der Film ist gefährlich, weil er Kinder schwul oder lesbisch machen kann! Das wäre derselbe Unsinn wie das da oben. Nur ehrlicher.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 1st, 2011 •
- 168 Kommentare











































