szmtag

In meiner Hochschule gibt es öfter richtige Leckerli. Letztens hat uns Michael Ballhaus besucht und über seine Arbeit mit Scorsese gesprochen. Da sass diese sehr sympathische und gemütliche ältere Legende unter den Kameramännern vorne auf der Bühne und erzählte das er Gewalt verabscheut (nachdem die Anwesenden zuvor noch “The Departed” gesehen haben…), wie er es in Amerika geschafft hat und wie das dortige System überhaupt funktioniert. Man hörte ihm zu, freute sich und als das Gespräch zu Ende war dachte man: Mensch, was kann der toll erzählen. Ich würde am liebsten mit ihm auf einer Veranda sitzen, bei einem Glas Rotwein und mir einfach nur Geschichten und Anekdötchen von ihm erzählen lassen. Also: Raus auf die Hollywoodschaukel, die Flasche Merlot geköpft und dann die Videos ansehen oder am besten gleich den Podcast hören. Filmgeschichte zum anfassen, quasi.

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“I mean, maybe you’re doing your job, but why you gotta stop me from doing mine?”

rocky2.jpgOriginaltitel: Rocky Balboa
Herstellungland: USA 2006
Regie: Sylvester Stallone
Darsteller: Sylvester Stallone, Burt Young, Milo Ventimiglia, Geraldine Hughes, Antonio Tarver

★★★★½

In Würde altern. Wer erhofft sich das nicht für die Zukunft. Bei manchen klappt das ganz gut, bei manchen weniger. Wie es perfekt funktioniert, zeigt uns Sylvester Stallone mit seinem neuesten Streich.

[VORSICHT SPOILER]Rocky könnte halbwegs zufrieden sein. Er hat ein gut laufendes Restaurant, in dem er wieder und wieder Zur Erbauung der Gäste, die Geschichten seiner alten Kämpfe erzählt und dafür ein wenig belächelt wird, er hält sporadischen hält er Kontakt zu seinem Sohn Rocky jr. (dem der Rummel um seinen Vater peinlich ist) und führt ein bescheidenes Leben. Den Tod seiner Frau Adrien hat er einigermassen verkraftet, wenngleich sie noch ein Rolle in seinem täglichen Leben spielt. Er spricht immer mit ihr, besucht sie regelmässig an ihrem Grab, das Restaurant trägt ihren Namen und die Tatsache das er nachwievor “verantwortlich” für Adriens Bruder Pauly ist, schmälert die Erinnerung an sie auch nicht. Sie war wirklich die Liebe seines Lebens. Deswegen kann und will er sie auch nicht loslassen. Trotz finanzieller Sicherheit und einem geruhsamen Leben, fühlt Rocky sich leer, das Alter fordert seinen Tribut und er leidet zunehmend darunter ein “has-been” zu sein. Ein “Gewesener”, den niemand mehr wirklich braucht.

Eines Abends trifft Rocky Marie, sie ist Bedienung in einer Spelunke. Sie erkennen sich wieder. Marie war es, die Rocky als kleines Mädchen davor bewahrte, eine Karriere als Alkoholikerin einzuschlagen (siehe erster Teil). Heute ist sie alleinerziehende Mutter. Rocky und “Little Marie”, wie er sie nach wie vor nennt, verstehen sich auf Anhieb und er fühlt sich sofort wieder für sie verantwortlich. Dabei reicht seine “Kümmer”-Spanne vom einfachen Glühbirnenauswechseln bis zum aufpassen, das der Sohn ein guter Junge wird bleibt.

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“Das Leben der Anderen” ist als bester ausländischer Film nominiert, habe ich gerade auf dem Phoenix Ticker gesehen…

Jetzt ist auch die offizielle Liste raus:
DLDA läuft in seiner Sparte gegen “After the Wedding” (“Efter brylluppet“, Schweden Dänemark), “Days of Glory” (“Indigènes“, Frankreich), “Pans Labyrinth” (“El Laberinto del Fauno”, Mexico) und “Water” (“Water“, Kanada/Indien).

Ich finde das Verhätnis der Filme zueinander ziemlich ausgeglichen, es ist irgendwie alles dabei und man darf gespannt sein. Die Chancen für DLDA stehen auf jeden Fall nicht schlecht…

Die anderen Nominierungen später, Neugierige gucken schonmal hier.

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Warum sind in meinem Kopf Tom Sizemore und Michael Madsen ein und dieselbe Person? Ebenso Glenn Close und Meryl Streep? Kapazitätensparen des Gehirns? Oder sind diese Vier wirklich nur Zwei? Hat die schonmal jemand zusammen gesehen?

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“Warriors…come out and playay..!”

Originaltitel: The Warriors
Herstellungsland: USA 1979
Regie: Walter Hill
Darsteller: Michael Beck, James Remar, David Patrick Kelly, Deborah van Valkenburg

★★★★☆

warriors.jpg

Ich liebe Filme der 70er Jahre. Die sind meistens geprägt von einer sehr eigenen Ästhetik, und vor allem einem sehr eigenen Erzählfluss. Besonders auffällig wird das bei den Enden der Filme: Während es in den 80er Jahren losging, das alle Schicksale wirklich bis zum kompletten Ende erzählt wurden, ist es in den 70ern noch Gang und Gebe gewesen den Abspann starten zu lassen, sobald das Hauptabenteuer zu Ende war. Sehr schön und deutlich wird das zum Beispiel bei “Night Hawks” oder bei “Taxi Driver” oder bei…You name it. Das ganze ist natürlich auch auf den damaligen Einfluss des “New Hollywood” zurück zu führen, das in jedem Genre seine Einflüsse und Spuren hinterlassen hat. Nun ist “The Warriors” eigentlich nichts weiter als ein klassischer Actionfilm. Und doch hat er irgendwie eine gewisse Magie, einen Zauber…naja, diese Attribute passen nicht so gut zu einem Actionfilm…also sagen wir der Film hat das gewisse Etwas, das ihn wieder von anderen Filmen unterscheidet. Die Geschichte ist schnell erzählt:

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Und ihr lehnt euch zurück und guckt einfach den Trailer:

[YouTubeDirektÜberraschung]

Nur das noch: Habe ich schon von den Glückströpfchen erzählt…? Nein? Hier der zweite Trailer, der glücklich macht:

[YouTubeDirektPingPong]

Es scheint, vor allem wohl nach dem dortigen Megaerfolg von Ricky Bobby, einen Trend zur Sportkomödie in den Staaten zu geben. Diese beiden hier versprechen zumindest einiges, und so lange das so ist lass ich mir auch Sport als Überthema gefallen. Und ausserdem: Eiskunstlauf und Ping Pong Sport? Da würde einem wohl so mancher Stammtischbruder widersprechen…:)

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Ich lese gerade die Vorschau für das kommende Kinojahr. Ein paar tolle Sachen sind dabei, aber auch ein paar Dinge, bei denen ich wirklich nicht weiss was ich davon halten soll…ich hab mir mal die Mühe gemacht, das alles für euch zu kommentieren, also bitte sehr, Nilz N. Burgers sehr persönliche Prognosen:

10.000 B.C.
Emmerich in der Steinzeit. Also da kann ich mir spannemnderes vorstellen, aber ich kann auch Dinosaurier nicht leiden.

28 Weeks later
Ich fand “28 Days later” schon megahammer, freue mich also auf dieses Sequel, in dem nun ganz Amerika von dem Zombievirus heimgesucht wird. Falls einer der Produzenten das hier liest: Ich böte mich für die Regie von “28 Years later” an.

30 Days of night
Zugegeben, origineller Titel. Aber der Plot…Ein Alaskadorf in dem es einmal im Jahr einen Monat lang Nacht ist. In diesem Monat kommen Vampire und verwüsten das Dörfchen. Nur der Sherrif stellt sich ihnen entgegen. Schön das der Horrorfilm wieder da ist, schade das er sowas mitgebracht hat.

Across the Universe
JA! Ein Musical das fast nur aus Beatlessongs besteht über einen Jungen aus Liverpool geht, der während des Vietnamkrieges nach Amerika kommt. Da freu ich mich jetzt schon drauf, denn ich liebe ja nicht nur Musicals, sondern auch die Beatles! Da kann man fast nix falsch machen.

Alien vs. Predator 2
Genau. Ganz dringend. Ich wüsste nichts was wichtiger wäre als diese Fortsetzung. [Ironiemode off]

Arthur and the Invisibles
Ich fand schon auf der Kirmes den miesesten aller Preise, den man wahlweise beim schiessen oder an der Losbude oder beim Entenangeln bekommen konnte, waren diese Trolle mit den verrückten Haaren. Wie toll das Luc Besson jetzt einen Film mit den Viechern gemacht hat. Kommt der Franzose eigentlich irgendwann wieder zur Besinnung?

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Lange Zeit vor YouTube oder Google Video gab es im Internet eine Plattform für Kurzfilme. Hauptsächlich Kurzfilme. Keine lustigen Homevideos oder so, nur Kurzfilme. Auf dieser Plattform gab es eine Serie, die hiess Bikini Bandits, mit Frauen in Bikinis die Tankstellen ausraubten und die fand ich so grossartig, das ich mir in Amerika die DVD davon bestellte. Und weil ich das Paket nicht nur für eine DVD übern Teich schicken lassen wollte, bestellte ich noch 2 DVDs mit diversen Kurzfilmen mit, weil die gerade im Angebot waren. Nun habe ich auf einer der DVDs mit den diversen Filmen einen Kurzfilm entdeckt, wie man ihn genialer kaum machen kann. Der Autor/Regisseur, hat sich ein Thema ausgesucht, das die perfekte Länge für einen Kurzfilm hat, da es nicht zu komplex ist, aber genug bietet um eine ordentliche Spannungskurve über 10 Minuten aufzubauen. Ich habe diesen Film dann immer auf YouTube gesucht und nie gefunden und jetzt kommt der Knaller: Die Plattform wo ich damals die DVD bestellte, bietet ihre Filme jetzt auch in embeddable Playern an! Deswegen zögere ich keine Sekunde um euch meinen Lieblingskurzfilm zu zeigen, Ladies and Gentlemen, hier ist das “Stalker Guilt Syndrome”…!

[Atombusendirektlink]

[Edit: Ach soooo, ihr seht hier nicht den ganzen Film in dem Player, sondern nur einen Ausschnitt und werdet sonst zur Hauptseite, nämlich Atom Films geleitet. Ok, das ist irgendwie wieder doof. Und uncool. Ändert aber nichts daran das man dieses 10minütige Kleinod unbedingt gucken sollte. Dann halt zähneknirschend auf deren Seite...]

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“Go forth and multiply”

Originaltitel: Happy Feet
Herstellungsland: Australien/USA 2006
Regie: George Miller
Darsteller: Robin Williams, Elijah Wood, Hugh Jackman, Nicole Kidman, Hugo Weaving

★★★★☆

Happy Feet

Endlich mal wieder ins Kino. Zweiter Advent, die Leute vergnügten sich eher mit der Tatsache Sonntags shoppen zu gehen, also konnte ich mit meiner kleinen 5-jährigen Tochter ins Kino gehen. Happy Feet stand auf dem Plan. Ich dachte “singende, steppende Pinguine, warum nicht?” und schon sassen wir in unseren Sesseln und es ging los.

Es fällt mir nun ein bischen schwer, hier die klassische Kinokritik abzuspulen. So, erst eine Zusammenfassung der Geschichte ohne zu viel zu spoilern, dann die Auffälligkeiten und dann noch das abschliessende Fazit. In dem Film hat man das Gefühl ganz schön hin und her geschleudert zu werden. Und das ist seine Stärke…

Die Pinguine bei denen unser Held “Mumble” aufwächst haben eine Besonderheit. Jeder wird mit “seinem Lied” geboren. Das steckt tief im Herzen und das muss man immer laut singen und wenn das Lied einem Pinguin des anderen Geschlechts gefällt und sich mit dessen Song ergänzt, dann haben sich die zwei potentiellen zukünftigen Eltern gefunden.

Das Ganze ist natürlich Megapoppig und man kriegt ein gewisses Moulin-Rouge-Gefühl, nicht zuletzt weil die Pinguinmutter von Mumble, Norma Jean, im Original von Nicole Kidman gesprochen und gesungen wird. Man sieht in einer Art Schnelldurchlauf wie Mumbles Eltern sich kennen lernen, sich ihre Lieder singen und zusammen ein Ei kriegen. Was dann folgt überrascht im Kinosessel, denn die Art und Weise wie die Pinguinväter sich um die Eier kümmern, während die Mütter Futter holen gehen, ist doch ziemlich…ja was eigentlich? Brachial? Ne. Esoterisch? Gott bewahre. Spirituell…in gewisser Weise schon.

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Ich habe ja an dieser Stelle schon zugegeben das Gefühl zu haben, der einzige zu sein der M. Night Shyamalan etwas abgewinnen kann. Nun scheine ich eine Lösung gefunden zu haben, warum das so ist: Craig Ferguson, schottisch-stämmiger Host der “Late Late Show” auf CBS, versüsst mir jeden Tag, indem ich auf YouTube seine neuesten Stand-Up Ausschnitte gucke. Diesmal hat er sich dem Regisseur und Autor von “Signs” angenommen und hält eine ebenso einfache, wie bestechend logische Begründung für das Seltsame an den Filmen des Regisseurs parat:

[Youtubedirektschwerhörig]

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Man kriegt mich schnell. Ich falle gerne auf grosse Gesten, übertriebenes Pathos, streicheruntermalte Gefühlsduselei rein. Also, in einem Film. Wenn ich die ganze Geschichte mitbekommen habe, mit den Figuren gelitten habe, mit ihnen gekämpft und gefiebert. So wie Liv Tyler am Monitor sitzt und sich von ihrem Vater verabschiedet (Armageddon), so wie Andy Kaufman merkt das sein letzter Strohhalm ein Betrug ist (Der Mondmann) oder so wie Dirk Diggler nach grossen Fehltritten wieder zu seiner Wahlfamilie kommt und aufgenommen wird als sei nichts geschehen (Boogie Nights). Wirklich selten hingegen ist es jedoch, das ein Trailer mir schon dieses unangenehme Gefühl des “schwerer werdenden Schluckens” beschert. Aber heute passiert, ich kann es kaum erwarten ihn zu sehen: We are Marshall

[Youtube Direkttaschentuch]

Da bin ich ja echt mal gespannt, wie Mr.”Charlies Angels” McG sich mit einem dramatischen Stoff schlägt. Falls es der Film bis zu uns schafft, Footballdramen werden hierzulande ja gerne mal ausgelassen…

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Dies ist die Geschichte über Milos aus dem subjektivsten Blickwinkel den es geben kann: Meinem.

milos-forman.jpg

Milos Forman. Ach ja, Milos Forman. Eine Legende. Zu Recht. Und irgendwie immer vergessen wenn man die besten Regisseure aller Zeiten aufzählt. Komisch eigentlich, denn irgendwas aus seinem Oevre findet wohl jeder gut, wage ich hier einfach mal zu behaupten. Weil “Goyas Geister” vor kurzem anlief, hier mal eine kleine Retrospektive, soll heissen: die Filme von ihm, die ich gesehen habe:

- Lásky jedné plavovlásky (1965) ★★★½☆

blondineweb.jpg“Die Liebe einer Blondine” ist der älteste Film den ich von ihm kenne. Grossartig. Erstmal das: Junge Menschen aus den 70er Jahren werden sicher das ein oder andere Aha-Erlebnis haben, denn diesen Film hat er gedreht als er noch in der Tschecheslowakei Filme machte. Da gabe es anscheinend einen festen Stab an Darstellern, auf jeden Fall habe ich den Typen mit dem grossen Kopf wieder erkannt, der immer in den grossartigen Tschechischen Kinderserien den Vater spielte. Also bei “Lucy, der Schrecken der Strasse” oder bei “Die Besucher” etc. pp. In dem Film geht es um ein junges Mädchen das sich einen Mann auf dem Militärball angeln will und dann doch mit dem Pianisten der Band mit in sein Apartment geht und sich in ihn verliebt. Er will aber nacher nix mehr von ihr wissen und sie steht alleine da. Hat ihre Lektion gelernt.

Das Ganze wird mit solch einer unverschämten Leichtigkeit erzählt, das es einen Heidenspass macht zuzusehen. Am tollsten ist die Szene wo der Pianist sie rumkriegen will in seinem Zimmer und ihr deswegen Karate zeigt damit sie sich “verteidigen kann”. Dabei wirft er sie auf sein Bett. Und hat sie da wo er sie haben will. Diese Szene ist so wahnsinnig ungelenk und charmant gespielt, da muss man sie einfach für lieben. Und den Mann der sie beschert hat. Milos.

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“There will be blood..” ist der Arbeitstitel von Paul Thomas Andersons nächstem Film. Und seine Fangemeinde wartet natürlich schon sehnsüchtigst auf Lebenszeichen, bewegte Bilder, Artwork…egal, einfach irgendetwas aus seinem neuen Film.

Gerüchteweise hiess es ja schon, PTA würde Eggers “Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität.”verfilmen, was in mir vermutlich einen 12fachen Megaorgansmus mit der Dauer von 6 Monaten ausgelöst hätte, denn was sonst sollte einem passieren, wenn der Lieblingsdirector das absolute Lieblingsbuch verfilmt. So weit ist es ja dann doch nicht gekommen (vielleicht wirds ja noch was…wer weiss?), Dave Eggers schrieb gerade das Drehbuch für die Realverfilmung von “Wo die wilden Kerle wohnen”, einem Kinderbuch ohne das niemand von uns aufgewachsen sein dürfte. Regie führt übrigens Spike Jonze.

Hier nochmal als kleine Gedächtnishilfe eine sehr süss animierte Version des Buches:

Es gibt noch nicht viele Lebenszeichen vom Set von “There will be Blood..”, aber eins: Ein Fotoblog, mit Teamfotos. Was das über den Film aussagt? Vermutlich relativ wenig. Aber man sieht das eine gute Stimmung am Set war, man sieht PTA mit Feuerqwerk in der Hand und man sieht in was für einer Umgebung gedreht wurde. Und das muss erstmal reichen. Wir hören sicher bald mehr…

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“Warum schläfst du nie bei mir?”

Herstellungsland: USA 2005
Regie: Anand Tucker
Darsteller: Claire Danes, Jason Schwartzman, Steve Martin

★★★★☆

shopgirl.jpgMirabelle verkauft im Nobelkaufhaus Saks Handschuhe. Samthandschuhe in drei Farben, nämlich Schwarz, Weiss und Grau. Ebenso farblos scheint ihr Leben zu sein. Sie langweilt sich im Job (weil die Handschuhabteilung nunmal nicht gerade die höchst frequentierte ist), ihre Wohnung weist kaum Besonderheiten auf. Ihre Katze ist nicht zutraulich und Mirabelle malt Bilder, die grösstenteils aus schwarzen Schraffuren bestehen. Eines Abends im Waschsalon lernt sie Jeremy kennen. Er ist ein komischer Kauz, erfindet Schriften, ist ständig Pleite und schwatzt Mirabelle ein Date auf. Das läuft auch anders als erwartet. Zumindest für sie. Statt ins Kino zu gehen bleiben sie davor sitzen, weil das sein Lieblingsplatz ist. Ungelenk erhofft er sich noch einen Kuss als er sie nach Hause bringt, aber sie möchte lieber nicht. Sie scheint etwas überfordert mit seiner, nun ja, spontanen Art. Da sie aber danach bemerkt, das er ihr nicht aus dem Kopf gehen will, trifft sie sich wieder mit ihm. Die beiden landen, trotz einiger Komplikationen, im Bett. Tags drauf lernt sie einen älteren Mann im Laden kennen. Er kauft ein Paar Handschuhe bei ihr, ist äusserst charmant. Überrascht findet Mirabelle die Handschuhe mit einer Einladung zum Essen am Abend vor ihrer Haustür. Ab jetzt gerät sie in einen emotionalen Strudel.

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Es gibt Figuren, die müssen nur in einem Film auftreten und man weiss schon: Ouha. Jetzt gibts gleich Kasalla. Natürlich lieben wir diese Charaktere, und manchmal machen sie es uns auch leicht sie nicht zu unheimlich zu finden. Gerade so das es für einen wohligen Grusel reicht. So wie Freddy zum Beispiel. Der reinste Comic. Aber manch anderes Mal, auch in Filmen die gar nicht mal so gut waren, da gibt es diese magischen Typen, diese komischen Frauen, diese Überwesen deren Gesichter oder diabolisches Grinsen oder Höllenfratze uns noch sehr sehr lange nachhängt und es sogar schafft den vermeintlich schwachen Film in unserer Erinnerung zu überschatten. Zieht euch schonmal die Bettdecke über das Gesicht, hier sind die Arschlöcher:

Reverend Henry Kane aus “Poltergeist 2 – Die andere Seite

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Was für ne fiese Sau. Der Film ist ja eher im „So la la“-Land anzusiedeln, aber der Typ scared die Shit out of mich. Wenn der immer so nach Carol Anne ruft, vor allem im Einkaufscenter…uäh, das Gesicht wird man lange lange lange nicht mehr los.

Der Clown aus “Spawn

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John Leguizamo, den meisten wohl bekannt als Toulouse Lautrec aus Moulin Rouge ist hier in einem sehr seltsamen Kostüm. Ein kleinwüchsiger, versoffener, dicker hässlicher Clown. Mit einer Horrorfratze, der sich zu einem noch unheimlicheren Wesen, nämlich dem Violator verwandeln kann. Also, Clowns bergen ja eh schon ein gutes Horrorpotenzial (“Es” anyone?), aber der war einfach nur unheimlich.

Der kopflose Reiter aus “Sleepy Hollow

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Klar, Christopher Walken kann in dieser Liste nicht fehlen und er hat schon viele evil Guys gespielt, aber hier sah er am furchterregendsten aus. Fand ich. Was aber nicht davon ablenken soll das ich die Zwillingsmädchen die durchs Stockknacken den kopflosen Reiter verraten, ebenso spooky finde.

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“Daddy would you like some sausage?”

Herstellungsland: USA 2001
Regie: Tom Green
Darsteller: Tom Green, Rip Torn, Marisa Coughlan

★★★★★

poster_lg01.jpgEndlich geht er aus dem Haus. Die Eltern freuen sich sehr das Gordon endlich wegzieht. So sehr, das sie ihm sogar ein Auto schenken. Ihr zweiter Sohn Freddy hat keins bekommen. Dafür aber Gordon. Und sein Vater hofft, das er ihn stolz macht. Denn Gordon geht nach Hollywood. Er will Animator werden, hat auch schon die Idee für eine perfekte Zeichentrickserie im Kopf. Also fährt er los um sein Glück zu versuchen. Doch, oje, die Zeichentrickstudios haben nicht gerade auf ihn gewartet. Da hilft nur eine List. Gewitzt arrangiert er ein treffen mit dem Studioboss, doch der hat kein wirkliches Interesse. Nach einem absolut erfolglosen Job in einer Käsesandwichfabrik kehrt Gordon heim. Sein Vater ist natürlich alles andere als begeistert. Sein Sohn, der Loser.
Dabei könnte alles so perfekt sein für Gord: Er trifft ein tolles Mädchen, er hilft bei einer Geburt, er ist sein eigener Herr. Wenn nur der Vater nicht immer dazwischen funken würde. Eines Tages eskaliert die Situation und Gordon “schwärzt” seinen Vater bei der Familientherapie an, er solle Freddy gefingert haben. Ab hier beginnt der Krieg zwischen Vater und Sohn und eskaliert in einem grösseren Ausmass als man sich das denken könnte…

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“Das sind gar keine Pilze, das sind Käfer!”

Herstellungsland: Deutschland 2006
Regie: Martin Otevrel
Stimmen: Til Schweiger, Dietmar Bär, Anke Engelke

★★★★☆

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Die Janoschverfilmung ist natürlich ein Problemfall. Ich mag Janosch irgendwie, ich mag diese friedlichen, unkomplizierten Welten die er erschaffen hat, in denen man dennoch manches Mal auf erwachsene Niederträchtigkeiten wie Lügen oder Stehlen trifft. Nun ist seine Welt so friedlich und Schweigers Stimme selbst wenn er ambitioniert niedlich redet, so was von monoton, das ich nach den ersten 8 Minuten in einen wundervollen Schlaf geglitten bin. Nicht so aber meine Begleitung in Form meiner kleinen 5-Jährigen Tochter, die auch so ziemlich die Kernzielgruppe dieses Films sein dürfte. Deswegen nun kein klassisches Review sondern der Versuch eines Interviews, damit ihr wisst was euch an dem Film gefallen kann…oder auch nicht:
 

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Man mag es kaum glauben. Auf jeder Party, wo man geht und steht unterhält man sich gerne über Filme. Während es im Unterbewusstsein aber nur rattert: “Hoffentlich wird nicht gesprochen über…”, denn sind wir doch mal ehrlich, Klassikerlücken hat wohl jeder vorzuweisen. Man kann ja auch nicht alles gesehen haben. Man sollte es aber zumindest versuchen. Nach den bereits schockierenden Geständnissen, hier nun meine Liste:

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Hollywood war schon immer grossartig darin, Geschichten aus der eigenen Vergangenheit zu verfilmen. Wie zum Beispiel bei “RKO 281″, ein Film über die Entstehung von Citizen Kane. Oder “The Cats Meow”, die Verfilmung über einen mysteriösen Tod an Bord der Luxusjacht von William Randolph Hearst, Medienmogul und Vorlage für die Hauptfigur in Citizen Kane, in den 20er Jahren. Schade daran ist dann immer nur, das es diese Filme nie bis zu uns schaffen…

Hoffen wir also das beste für “Hollywoodland”, einem Film über den merkwürdigen Tod von George Reeves, Darsteller des Superman in der gleichnamigen Fernsehserie in den 50er Jahren. Der Trailer sieht nämlich schon sehr vielversprechend aus…


[YouTube Direktlink]

Nebenbei: Für alle die sich über den Titel des Films wundern: Das Hollywood-Sign wurde in den 20er Jahren als Werbung einer Immobilienfirma aufgestellt. Damals stand da aber noch “Hollywoodland”. Nachdem die Buchstaben aber dann anfingen zu wackeln und langsam zu verotten, beschloss man nach einer Renovierung Ende der 40er, das Land einfach wegfallen zu lassen. Mehr über das Sign an sich: Hier.

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” Ich hoffe ihr seid euch sicher.. “

miamiviceklein.jpgHerstellungsland: USA 2006
Regie: Michael Mann
Darsteller: Colin Farrell, Jamie Foxx, Gong Li

★★★★½

Coolness ist ein rar gewordener Wert. Naja, vielleicht nicht vergessen, aber was ist aus der Zeit geworden in der Coolness nur eins sein sollte, nämlich cool? Heute halten die Leute Coolness für lächerlich. Also, wenn sie unverschnitten ist. Wenn sie ironisch gebrochen wird gilt sie wieder als ok. Wenn du das auch so siehst und dich auf keinen Fall von deiner Meinung abbringen lässt: Mach einen grossen Bogen um Kinosäle in denen Miami Vice läuft. Denn was in diesem Film bis aufs äusserste zelebriert, gefeiert, ja, man könnte sogar sagen glorofiziert wird, das ist sie. Die reine, echte Coolness. Und wie finde ich das? COOL!

Tubbs und Crockett verlieren einen Freund. Er war Informant für das FBI, hat eine Gruppe Dealer verraten und diese rächten sich dafür bei ihm, indem sie seine Frau umbrachten. Das hält er nicht aus, es macht ihn wahnsinnig und vor den Augen von Sunny und Rico bringt er sich um. Die ganze Geschichte scheint aber weiter zu reichen als gedacht: Ein FBI-Mann heuert die beiden Drogenfahnder an um zu ermitteln wo die undichte Stelle ist und wer hinter der ganzen Aktion steckt. Die beiden heuern verdeckt als Drogentransporter bei einem der grössten Kartellbosse, Jesus Montoya, an. Ab dann wirds kompliziert, vor allem wird jetzt sicher heftig gespoilert, also Achtung! Ich lass dir 3 Zeilen Bedenkzeit…

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