Filmstarts der Woche: 18.03.10

Neue Woche, neue Kinofilme. Gesehen habe ich nur Paul Greengrass’ jüngste Zusammenarbeit mit Matt Damon, den Kriegsthriller “Green Zone”. Was bei einer klassischen Conspiracy- und Spionage-Geschichte im modernen Gewand noch wunderbar funktionierte, wenn nicht gar den Actionfilm auf eine völlig neue Ebene brachte (“The Bourne Supremacy” / “The Bourne Ultimatum”), das geht im Irakkriegskontext leider total in die Hose. Ein insgesamt banaler Film ohne Mehrwert oder irgendetwas Tragfähiges/Diskursives. Absolut nichtssagend. Und darüber verpuffen dann leider auch die genialen Inszenierungstaktiken des Herrn Greengrass, dessen fulminantes Schnitt- und Kameragewitter hier dieses Mal nahezu rückhaltlos im Nirgendwo landet. Große Enttäuschung. Aber überzeugt euch selbst.

Die weiteren Starts:

.

(via)

Predators – Teaser Poster

Erstes Poster zu “Predators”. As expected. [Update: Die richtige Version]

Twilight: Eclipse – Trailer


TotalEclipseOfTheHeart

Der erste Trailer zu “Twilight: Ecplise”. Da “New Moon” ja schon besser als der Vorgänger war darf man im dritten Anlauf vielleicht sogar einen guten Film erwarten. Ich freue mich schon mal auf die Musik von Howard Shore!

Robin Hood – Neuer Trailer


DirektHood

Zweieinhalbminütiger Feature-Trailer zu Ridley Scotts “Robin Hood”-Adaption mit Russell Crowe. Laaangweilig. Finde die Filmstoffe des Regisseurs mittlerweile genauso uninteressant wie seine Arbeiten, die keinerlei wirkliche künstlerische Relevanz mehr haben. Seit “Blade Runner” hat Scott doch eigentlich keinen ästhetisch visionären oder erzählerisch komplexen Film mehr gedreht, das ist alles nur noch konventioneller Quark in ein oder derselben Bildsprache. Aber Cate Blanchett spielt immerhin auch mit.

The Runaways – Trailer


DirektLink

Muss uns durch die Lappen gerutscht sein, der erste richtige Trailer zu “The Runaways”, über den wir schon berichtet hatten. Sieht wirklich gut aus, und Dakota Fanning ist erwachsen geworden.

A Nightmare On Elm Street (Remake) – Neues Poster

Kurz: Gefällt mir nicht!

Crazy Heart (Review)

“I wanna talk about how bad you make this room look. I never knew what a dump it was until you came in here.”

Originaltitel: Crazy Heart
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Scott Cooper
Darsteller: Jeff Bridges, Maggie Gyllenhaal, Colin Farrell, Robert Duvall, Beth Grant, Sarah Jane Morris, Tom Bower, Luce Rains
***½

Crazy Heart. Mit einer verbraucht klingenden, tiefen rauen Stimme besingt Ryan Bingham im Titelsong dieses Films das Schicksal der einstigen Musiklegende Bad Blake: “Your body aches’ / Playing your guitar and sweating out the hate / The days and the nights all feel the same / Whiskey has been a thorn in your side / and it doesn’t forget / the highway that calls for your heart inside”.

Man sieht Blake als abgehalfterten Countrysänger von Bar zu Bar torkeln, jede Nacht spielt er seine Hits aus vergangenen Tagen vor kleinem Publikum. Sein Stolz aus besseren Zeiten scheint ungebrochen, erst wenn er sich vor Hinterausgängen übergeben und anschließend erniedrigende Telefongespräche mit seinem Manager führen muss verdeutlichen sich Demut und Enttäuschung über ein Leben, das irgendwann in eine falsche Richtung ausgeschlagen ist. Dem Alkohol verfallen, lebt Blake ein Leben aus dem Koffer, zwischen Highway und Truckstop, zwischen kleinen Gigs und der Erinnerung an jene Zeit, in der er ausverkaufte Konzerte vor tausenden Zuschauern spielte.

Jeff Bridges ist Bad Blake. Er IST dieser süffige Sänger mit der abgeschabten Gitarre, der alternde Country-Star mit der rauen Schale und dem weichen Kern. Würde er mit dieser Rolle nicht den Oscar nach 40 eindrucksvollen Jahren im Filmgeschäft nun endlich sicher in der Tasche haben, man müsste ein weiteres Mal ernsthaft beklagen, warum einer der brillantesten, subtilsten, wandlungsfähigsten, charismatischsten, meistunterschätzten amerikanischen Schauspieler noch immer als so etwas wie ein Geheimtipp gehandelt wird. Bridges hat viele ikonische Figuren interpretiert oder ganz gewöhnliche zu Ikonen hochgespielt – Bad Blake nun ist mit Sicherheit eine von ihnen. Es ist sein Film, jede Minute, jede Einstellung. “Crazy Heart” ist ganz auf Bridges zugeschnitten. Aber, und das ist einer der wesentlichen Unterschiede zum durchaus vergleichbaren “The Wrestler”, er spielt lediglich eine Rolle, er evoziert keine autobiographischen Verbindungen und stellt auch keine Nähe zu ihnen her. Es ist kein Comeback-Film und auch kein Aufmerksammachen auf einen der größten lebenden Schauspieler, es ist nur eine Rolle, die präzise, glaubhaft und authentisch erscheint.

Den Beitrag „Crazy Heart (Review)“ weiterlesen…

Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (Review)

“You don’t have a lucky crack pipe?”

Originaltitel: The Bad Lieutenant: Port of Call – New Orleans
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Werner Herzog
Darsteller: Nicolas Cage, Eva Mendes, Val Kilmer, Xzibit, Jennifer Coolidge, Fairuza Balk, Brad Dourif, Shawn Hatosy, Denzel Whitaker, Shea Whigham
**** Jet Strajker
***½ Batzman

Die Ankündigung war kurios genug: Ein Remake des Abel-Ferrara-Films “Bad Lieutenant” von Werner Herzog mit Nicolas Cage und Eva Mendes in den Hauptrollen. So kurios eigentlich, dass man dahinter nur ein ausgeklügeltes Marketing- und letztlich auch Autorenfilmkonzept vermuten musste. Natürlich ist Herzogs jüngste Regiearbeit eine entsprechend komische Cop-Thriller-Variation, die sich im ausgeprägten Bewusstsein ihrer absurden, trashigen und sanft subversiven Qualitäten durch Genre- und Hollywoodklischees tänzelt, einer eigenen Logik folgt und der Frage nach Ernsthaftigkeit dabei stets elegant ausweicht. In “Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans” (!) inszeniert Herzog edgy und unbekümmert aus reiner Intuition an nahezu allem vorbei, was innerhalb des Genres oder der vagen Vorlage von Relevanz wäre. Es ist ein ausnahmslos köstlicher Film.

Worum es hier inhaltlich geht ist absolut irrelevant, die Geschichte ist fad, löchrig und unglaubwürdig, sie entspricht außerdem grob dem konventionellen Verlauf konventioneller Thriller. Und so hangelt sich Nicolas Cage als ‚Cop ohne Gewissen’ durch einen wirren detektivischen Korruptionsdschungel, an dem Herzog keinerlei Interesse bekundet. Statt stringent, schlüssig und spannungsorientiert zu erzählen, kümmert sich der Regisseur mehr um die Ausgestaltung eines bestimmten Vibes, einer – natürlich – spirituellen Energie, die er in New Orleans verortet sieht. Wenn ihm der kriminalistische Plot seines eigenen Films also selbst zu langweilig, bunt oder konfus erscheint, filmt er ein handlungsrelevantes Ermittlungsgespräch im Büro beispielsweise aus der verzerrten Untersicht zweier Leguane, und auch durch die Schnauze eines riesigen Alligators beobachtet Herzog das Geschehen einmal. Das ist in seinem völligen Verzicht auf die Konventionen eines solchen Films zumeist urkomisch und unbedingt konsequent, immerhin folgt “Bad Lieutenant” einem ständig zugekoksten Titelantihelden – in jeder Beziehung komplett off.

Den Beitrag „Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (Review)“ weiterlesen…

A Nightmare on Elm Street (Remake) – Finales Poster

Das offizielle Kinoplakat. Keine allzu großen Änderungen gegenüber dem ComicCon-Motiv. Hier gibt es noch einige neue Bilder des Films zu sehen. Bis jetzt graut es mir davor.

Clash of the Titans – Featurette


TitanHier

Meet-the-Characters-Special. Sam Worthington (der irgendwie aus dem Nichts kam und nun einen Blockbuster nach dem anderen abliefert) und Co. plaudern über ihre Figuren – die mich jetzt weniger interessieren als die zum Teil offenbar wirklich fantastischen Effektbilder. Letteriers bisherige Filme fand ich ja mäßig bis scheiße, aber auf den freue ich mich (ein bisschen).

Roger Ebert: The Essential Man

Ich mag seinen Filmkritikansatz und seine Reviews wahrlich nicht, aber das hat ja nichts damit zu tun, dass der Mann eine bewegende Lebensgeschichte hat. Seit fast vier Jahren lebt der Chicago-Sun-Times-Kritiker ohne Unterkiefer, kann nicht sprechen, essen oder trinken. Sein Zustand verschlechtert sich zusehens. Chris Jones, vielfach ausgezeichnet für seine Texte, hat Ebert beobachtet, mit ihm kommuniziert und einen großartigen, intimen Artikel über ihn geschrieben.

Auf eine Leserfrage antwortete Ebert auf seiner Website übrigens wie folgt:

Christy Lemire wrote me: “So, everyone seems pretty moved by the Esquire piece on you, but I’m wondering what you thought about it. It’s so intimate, personal.”

Yeah, it was, wasn’t it? It was also well written, I thought. When I turned to it in the magazine, I got a jolt from the full-page photograph of my jaw drooping. Not a lovely sight. But then I am not a lovely sight, and in a moment I thought, well, what the hell. It’s just as well it’s out there. That’s how I look, after all.

Defendor – Neuer Trailer


StraightAhead

Komödie mit Woody Harrelson als Möchtegern-Superheld. Macht erst mal einen sehr behäbigen Eindruck und sieht irgendwie arg klein und dreckig aus. Keine Ahnung.

Alice in Wonderland – Featurette #3


MadDirekt

Ein neues Special zum Tim-Burton-Film über den Mad Hatter. Again: Viele neue Szenen.

Interessanter aber ist der derzeitige Ärger um den Kinostart des Films. Wie dnews hier berichtet, wollen Kinobetreiber den Start boykottieren, da Disney die DVD schon für Juni angekündigt hat und damit gegen das Zeitfenster zwischen Kino- und DVD-Release verstößt.

Batzman ergänzt: Disney wird das Zeitfenster in Deutschland NICHT verkürzen. Das wurde gestern nochmal explizit gesagt, es bleibt bei vier Monaten. In anderen Ländern wird das wohl anders gehandhabt, aber da sieht die Marktlage auch anders aus. Hierzulande sind sowohl Kino als auch DVD sehr stark.

Superbowl directed by Tarantino u.a.


SuperbowlDirekt

Sehr schönes Video, das zeigt, wie ein langweiliges Event von berühmten Regisseuren aufgepeppt wird. Am Lustigsten finde ich die David-Lynch-Version, wobei Werner Herzog den Vogel eigentlich abschießt.

Robin Hood – 2 Superbowl-Spots


Spot1Direkt


Spot2Direkt

Zwei neue TV-Spots zu Ridley Scott “Robin Hood”. Ich find’s ganz schlimm. Genau wie bei “Gladiator” oder “Kingdom of Heaven” Geschichtsstoff durch die Videoclip-Mangel gedreht. Und diese Musik dazu, unpassender geht’s nicht.

Alice in Wonderland – Superbowl-Spot


SuperbowlDirekt

Sehr stimmiger Superbowl-TV-Spot mit abermals neuen Szenen und einigen Dialogfetzen. Der Look des Films sieht schon viel einheitlicher und runder aus als in den ersten Trailern damals, der Film hat wohl doch noch Form angenommen (wäre auch schlimm, wenn nicht) und startet ja schon… nächsten Monat.

Dolph Lundgren gibt den Elvis


DirektLink

…in einer Veranstaltung namens “Melodifestaivalen”. Und er kann nicht wirklich singen und Schlagzeug spielen, aber macht trotzdem eine gute Figur. Die Haudrauf-Einlagen sind auch nicht schlecht (=trashy). Sympathischer Kerl!

Sehr geil auch sein Part im MQ Commercial:

Prince of Persia – Superbowl-TV-Spot


SandsOfTimeDirekt

Ich habe mich an Gyllenhaals Frisur gewöhnt und freue mich jetzt auf den Film, denn: er scheint ein gewisses Stephen-Sommers-Sommer-Blockbuster-Feeling zu haben (auch wenn eigentlich der Brite Mike Newell Regie führt) und wird außerdem mit Sicherheit cheesy und lustig sein.

Cop Out – Red Band Trailer

So lustig wie Lippenherpes: Red-Band-Trailer zum neuen Film von Kevin Smith. Batzman, bereite schon mal das 5-Sterne-Review vor. :D

The Last Airbender – Spot & Poster


AirbenderDirekt

Neues Promomaterial und ein Super Bowl Spot zu M. Night Shyamalans Realfilm-Adaption des “Last Airbender”. Endlich mal was anderes von der Twistorama-Regienulpe, aber mal gucken – nach “The Happening” ist endgültig Vorsicht geboten. Trailer müsste dann nach dem Teaser vor etlichen Monaten auch bald mal kommen.

Den Beitrag „The Last Airbender – Spot & Poster“ weiterlesen…