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“Just remember what ol’ Jack Burton does when the earth quakes, the poison arrows fall from the sky, and the pillars of Heaven shake. Yeah, Jack Burton just looks that big old storm right in the eye and says, “Give me your best shot. I can take it.”

Er ist einer der wichtigsten Regisseure des Neuen Hollywood. John Carpenter, der Vater von Michael Myers und Snake Plissken, er ist einer jener Genregrößen an denen man nicht vorbeikommt, wenn man sich ernsthaft mit dem phantastischen Film beschäftigt. Doch wie bei vielen Legenden ist auch sein Gesamtwerk von Höhen und Tiefen gekennzeichnet.

Hier ist nun der zweite Teil unserer John Carpenter Werkschau.

Nachdem unverdienten Flop des sehr teuren “The Thing” mußte Carpenter kürzer treten und versuchte sich an einer scheinbar sicheren Bank. Noch immer galt er als Horrorspezi, was lag da näher als ihn das Werk einer anerkannten Genregröße verfilmen zu lassen.

ChristineChristine (1983)
★★☆☆☆

Es ist schon schwer aus einem guten Stephen King Buch einen guten Film zu machen. Zuviel spielt sich beim Master aus Maine in den Köpfen der Figuren ab, zuviel Spannung entsteht aus den kleinen Alltagspsychogrammen die King entwirft. Alle Jubeljahre gelingt es mal seine Werke kongenial zu verfilmen: Misery, Stand by me, The Shawshank Redemption. Meist geht das ganze jedoch in die Hose und auch Carpenter brachte der Horrorkönig wenig Glück, zumal man ihm eines von Kings schwächeren Werken aangeboten hatte. Die unaugegorene Story rund um ein besessenes Auto, das eine Beziehung zu einem verkorksten Nerd aufbaut und schon bald dessen Freundeskreis dezimiert, ist sowohl als Buch wie als Film leider Gedöns.

Renington meint: Ich mag Christine sowohl als Buch und auch als Film ganz gerne, wahrscheinlich, weil ich selbst mit 12 noch ein C64-Nerd war, ohne Freunde frisch in ein neues Kaff gezogen. Doch, ich konnte den Charakter sehr gut nachvollziehen, aber Du hast schon Recht, der Film ist alles andere als ein Sahnehäubchen.

Den Beitrag „John Carpenter Teil 2: Von Christine zu Masters of Horror“ weiterlesen…

Als Erinnerung für mich, doch endlich mal die Filme des legendären Russ Meyer anzuschauen, gibt es hier ein paar Trailer für seine in der Filmgeschichte einmaligen Indie-Klassiker.

Faster Pussycat! Kill! Kill!

(Youtube Direktpussycat)

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Er ist einer der wichtigsten Regisseure des Neuen Hollywood. John Carpenter, der Vater von Michael Myers und Snake Plissken, er ist einer jener Genregrößen an denen man nicht vorbeikommt, wenn man sich ernsthaft mit dem phantastischen Film beschäftigt. Doch wie bei vielen Legenden ist auch sein Gesamtwerk von Höhen und Tiefen gekennzeichnet.

Renington und Batzman stellen euch in zwei Teilen die Filme Carpenters vor.

Renington: Ach John, was soll nur aus Dir werden, Mensch sag mal. Da legst Du mit Deinen ersten paar Filmen die Messlatte so dermaßen hoch, und kackst dann am Ende aber sowas von ab. Muss das denn sein? Muss man Dir ehrlich die ganze Kohle wieder wegnehmen, damit Du wieder anständige Filme drehst? Wäre mal eine Idee, sollte man mal drüber nachdenken.

Batzman: Ich glaub ihm das Geld wegnehmen wird gar nichts bringen. Carpenter hat große Bilder im Kopf, die einfach Geld brauchen. Was dabei rauskommt, wenn man ihn auf Sparflamme drehen lässt sieht man ja an seinem Werk in den 90ern. Seit “Big Trouble” hat man ihm keine anständigen Budgets mehr anvertraut. Die Wucht von “The Thing” oder “Escape from New York” braucht aber vernünftige finanzielle Ausstattung.

Renington: Jetzt mal der Reihe nach.

fog_big2.jpgThe Fog (1980)
★★★★☆

Eigentlich wollte ich Carpenters Filme chronologisch abarbeiten, doch am besten starte ich bei dem Film von ihm, den ich als ersten gesehen habe: mein erster Carpenter war „The Fog – Nebel des Grauens“, bis heute meiner Horror-Lieblinge. „Fog“ erzählt meisterlich eine klassische Gruselgeschichte, wie die Einstiegsszene schon zeigt: „Es ist 5 Minuten vor 12, für eine Geschichte bleibt grade noch Zeit…“ Noch heute ist die Mord-Szene auf dem Fischerboot hart und schnell und äußerst wirksam, denn obwohl der Film durchaus aus dem Nicht-Gezeigten seinen Schrecken bezieht – von den Monstern sieht man meist nur Silhouette und leuchtende Augen, Morde werden nur gezeigt, indem Nahaufnahmen der ausholenden Mordinstrumende gezeigt werden -, ist er gerade gegen Ende äußerst spannend und schnell. All das war mir als Kind natürlich nicht klar, als ich an der Decke kauend mit großen Augen dem Treiben auf dem Bildschirm zusah. Ich wusste nur, dass mir der Film eine Scheißangst einjagte – also ganz und gar großartig war.

Den Beitrag „John Carpenter Teil 1: Von Dark Star zu The Thing“ weiterlesen…

Alfred Hitchcock hat sich ja in seine Filme immer eingemischt, also so schauspielerisch und mit der Kamera genau auf den Wanst. Endlich hat sich einer die Mühe gemacht, und (fast) alle Cameo-Auftritte zusammengeschnitten. Wurde ja auch langsam Zeit!

(Youtube Direktalf, via)

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vampyr.jpg„Vampyr“ vom dänischen Regisseur Carl Theodor Dreyer ist eine Legende: Meisterwerk der Filmgeschichte oder Ed-Woodsche Fehlleistung sind die beiden Extreme der Meinungen zu diesem Film. Die Handlung ist schnell erzählt: der Reisende Allan Grey kommt in das Dorf Courtempierre und bekommt dort in einem Gasthaus von einem verwirrten alten Mann ein Päckchen in die Hand gedrückt, das er erst nach seinem Ableben öffnen solle. Bei Streifzügen durch die Landschaft verfolgt er seltsame Gestalten bis zu einem Schloß, wo er durch ein Fenster den Mord an dem Alten beobachtet, woraufhin er im Schloß, in dem die beiden verbliebenen Töchter des Alten, Giselle und Leone, und ein Dienerehepaar leben, einzieht, um dem Spuk auf die Schliche zu kommen.

Als er das Päckchen des Alten öffnet, findet Grey ein Buch über Vampirismus, ein erstes Zeichen, was hier in der Gegend so komisch riecht. Kurz darauf verschwindet eine der Töchter und wird in einem Park wiedergefunden, äußerst blutleer und fast tot, während eine alte Frau über sie gebeugt dasteht und verwindet, als Grey und Giselle auftauchen. Grey bietet sein Blut bei einer Bluttransfusion, bei der er allerhand Visionen und Halluzinationen hat und nach dem Aufwachen erkennt er, dass die Alte die Vampirin Marguerite Chopin ist, der er mit Hilfe des Schloßdieners flugs den Gar aus macht und mit ihr springen auch gleich die beiden Gehilfen mit über die Klinge.

Diese zugegebenermaßen krude Handlung ist noch nichts gegenüber der experimentellen Natur dieses Films. Eigentlich ein Tonfilm, wird im Verlauf der Handlung kaum gesprochen und mit Texttafeln Relikte aus der Stummfilmzeit eingeblendet. Ausleuchtung und Schattenspiele, teilweise auch rückwärts gespielt, und scheinbar willkürliche Tag/Nacht-Wechsel erzeugen eine völlig surreale Atmosphäre, die oft mit den Werken David Lynchs verglichen werden. Die Darsteller sind sämtlich Laien, vom Hauptdarsteller und Produzent Baron Nicolas von Gunzburg einmal abgesehen, der als Julian West die Hauptrolle übernahm, und agieren übertrieben wie Soap-Darsteller.

Den Beitrag „Vampyr – Der Traum des Allan Grey“ weiterlesen…

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nazty spy stooges

Sam Raimi zählt sie zu seinen Vorbildern, unzählige Filme und Serien, ob nun die “Evil Dead“-Filme, “Star Wars: Episode I“, “The Simpsons” oder “Nummer 5 lebt!” haben ihre Gags und Routinen zitiert: The Three Stooges, Curly, Larry und Moe.

Die Komikertruppe drehte in wechselnder Besetzung, zwischen 1934-1969 dutzende Kurz und über 20 Spielfilme. Die mehrfache, durch Tod und Krankheit bedingte Neubesetzung der Curly-Rolle, die durch den Schauspieler Shemp Howard geprägt wurde, inspirierte Sam Raimi für seine Filme ab Evil Dead, alle Stand-Ins nur als “Fake-Shemp” zu kreieren.

In Amerika gehören die Stooges und ihre typischen Routinen zum Allgemeinwissen, in Deutschland erreichten sie im ARD-Kinderprogramm, das ihre Kurzfilme lange Zeit in der Reihe “Spaß am Dienstag” ausstrahlte (anmoderiert von einem Wuslon namens Zini) eine bescheidene Popularität.

Weniger bekannt dürfte jedoch sein, daß die Stooges die ersten waren, die, zu einer Zeit da die USA sich den Nazis gegenüber noch neutral verhielten und nicht in den Krieg einmischen wollten, eine Satire auf Hitler und seine Spießgesellen produzierten.

You Nazty Spy!
erschien 1940, neun Monate bevor Chaplin als “Großer Diktator” die Nazis frontal angriff. In dem nur 20minütigen Film der Stooges, werden Curly, Larry und Moe von gewieften Geschäftsleuten als Diktatoren eines kleinen Landes namens Moronica (vulgo: Blödland) installiert.

Eine colorierte Fassung des Films lässt sich dank Youtube, hier betrachten.

den zweiten Teil kann man sich HIER ansehen.

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Superman: I’m here to fight for truth, and justice, and the American way.
Lois Lane: You’re gonna end up fighting every elected official in this country!


Superman - The MovieOriginaltitel: Superman
Herstellungsland: Großbritannien 1978
Regie: Richard Donner
Darsteller: Marlon Brando, Gene Hackman, Christopher Reeve, Ned Beatty, Jackie Cooper, Glenn Ford, Margot Kidder

★★★½☆

Kurz bevor es den Planeten Krypton in seine Einzelteile zerlegt, gelingt es Marlon Brando seinen einzigen Sohn in eine sternenförmige Rettungskapsel zu stecken und gen Erde zu schießen. Er weiß, daß es Kal-El, so der Name des Kindes dort gut gehen wird, denn die gelbe Sonne wird ihm übermenschliche Kräft verleihen.
Bis Kal-El, den seine Adoptiveltern Clark taufen, nachdem er bei ihnen im Vorgarten abgestürzt ist, mit diesen Kräften etwas anfangen kann, soll es jedoch eine Weile dauern. Als nerdiger Aussenseiter wächst er in Smallville, einem verschlafenen Kaff auf. Freunde hat er kaum welche und nachdem sein Adoptivvater an einem Herzanfall stirbt beschließt er auf Selbstfindungstrip zu gehen.
Am Nordpol kreiert er aus einem Kristall, den ihm Marlon Brando mit in die Rettungskapsel gepackt hatte die Festung der Einsamkeit. Einen Eispalast, der gleichzeitg ein interaktives Videoarchiv mit dem Gesamtwissen Kryptons darstellt. Nach einem Videocrashkurs der ein paar Jahre überbrückt ist er bereit seine Kräfte zu akzeptieren und in die Stadt zu gehen.
Nach Metropolis. Dort wird er auch sofort vom Chef des Daily Planet (Jackie Cooper) eingestellt und verguckt sich prompt in die Starreporterin des Blattes. Die etwas linkische, aber hochengagierte Lois Lane (Margott Kidder).

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“..by the way. Happy New Year.”

Poseidon Adenture

Originaltitel: Poseidon Adventure, The
Herstellungsland: USA 1972
Regie: Ronald Neame
Darsteller: Gene Hackman, Ernest Borgnine, Red Buttons, Carol Lynley, Roddy McDowall, Stella Stevens, Shelley Winters

★★★½☆

Der abgewrackte Kreufahrtdampfer Poseidon macht sich auf den Weg zu seiner letzten großen Reise. Gegen das Anraten des Kapitäns besteht die Reederei darauf, den morschen Kahn auch bei schwerem Seegang mit vollem Tempo durch die Fluten zu jagen. Es ist Silvesterabend, die Passagiere merken von all dem nichts. Sie Feiern noch ausgelassen, als kurz nach Silvester eine Mörderwelel das Schiff erwischt und herumdreht. Im Festsaal, wo sich die meisten Passagiere befanden ist die Hölle los, viele sterben. Gegen den Rat der Besatzung macht sich eine kleine Gruppe, angeführt von einem mit Gott hadernden Priester (Gene Hackman) und einem Chicagoer-Cop (Ernest Borgnine) auf das Heck des Schiffes zu erreichen. Die Gruppe umfasst das ältere jüdische Ehepaar der Rosens (Shelley Winters und Jack Albertson), das Geschwisterpaar Susan (Pamela Sue Martin) und Robin Shelby, die auf dem Weg zu ihren Eltern waren, sowie die Ex-Hure und Frau des Cops Linda (Stella Stevens), einen Steward (Roddy McDowall) und den älteren, ängstlichen Geschäftsmann James Martin (Red Buttons). Gemeinsam kämpft man sich durch das umgedrehte Schiff, durch enge Röhren, Korridore, vorbei an explodierenden Kesseln und überfluteten Maschinenräumen.

Nach all den Jahren den Film mal wieder zusehen, noch dazu in technisch bester Qualität und im Kinoformat hat schon etwas sehr nostalgisches. Es gleicht ein wenig einem Besuch in der Kindheitheit oder dem Wiedersehen von sehr alten Bekannten. Die Frage war für mich nur, würde der Film auch über dieses nostalfische Moment hinaus bestehen können?
Und nach einer halben Stunde hatte ich dann auch die Antwort: Aber klar.
Poseidon Inferno oder auch Die Höllenfahrt der Poseidon, wie der Film in Deutschland hieß, gilt nicht zu unrecht als erster moderner Katastophenfilm und Blaupause für alle Epigonen. Von Towering Inferno, über Earthquake bis zu Deep Impact und Day after Tomorrow, folgten viele spätere Filme der erolgreichen Mixtur aus Action und Melodrama. Die Formel ist simpel aber effektiv.

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Deep, deep Down…

Danger: Diabolik
(Diabolik)
ITA/FRA 1967 100 Min
von Mario Bava
mit John Phillip Law, Marisa Mell, Michel Piccoli, Adolfo Celi
DVD (Paramount)

★★★★½

Danger Diabolik

Diabolik ist schlichtweg das Reizwort für die Polizei und ihren höheren Befehlsgebern. Da Inspektor Ginko den gewieften Klaufuchs nicht erwischen kann, rückt er dem Drogenboss Valmont auf die Pelle. Er soll Diabolik fangen, damit die Polizei ihre Razzien in seinen Absatz-Etablissements wieder etwas lockerer handhabt.

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It will cost you sweat and tears, and perhaps… a little blood.

nosferatu

1922 veröffentlichte F.W. Murnau mit Nosferatu seine Adaption von Bram Stoker’s Dracula. Obwohl der Film bereits mehr als 80 Jahre zählt und sicher niemand mehr lebt, der etwas mit dem Klassiker zu tun hatte, kann man ihm seine Faszination bis heute nicht absprechen. Meiner Meinung nach ist dies besonders Max Schreck zu verdanken, der mehr als überzeugend den Nosferatu mimte.

Ich habe keinen weiteren Vampirfilm gesehen, in dem mir Dracula so viel Respekt einflößte. Wäre Graf Orlok bzw. Nosferatu nicht in Wirklichkeit Max Schreck, wäre er vermutlich ein blutsaugendes Monster gewesen, welches des nächtens sein Unwesen trieb…

Hier kann man sich “Nosferatu, Eine Symphonie des Grauens” ganz legal herunterladen, da der Film nicht mehr urheberrechtlich geschützt wird. Auf Ton und Farbe muss man jedoch verzichten, weil die Filmemacher Anfang des 20. Jahrhunderts noch weit entfernt von CGI und Dolby Digital waren.

F5 wünscht gute Unterhaltung!

FAST FILM written and directed by Virgil Widrich
duration 14 minutes
genre Animation , Experimental
country Austria / Luxembourg (2003)

Eigentlich kein Filmklassiker und dann doch wieder. Virgil Widrichs Kurzfilm "Fast Film" montiert munter Szenen aus allen möglichen Filmklassikern zusammen. Von Frankenstein und Casablanca bis James Bond und Terminator. Das Ganze ist aber nicht nur ein Ratespaß für Cineasten, sondern erzählt obendrein noch eine zusammenhängende Geschichte, voller Action, Romantik und Abenteuer.

Kreiert wurde der Film auf die ganz harte Tour. Alle Filmbilder wurden aus den Originalwerken ausgeschnitten, bearbeitet und anschließend auf Papier ausgedruckt. Bild für Bild wurde dann wieder, in klassischer Zeichentrickmanier, von eienr Kamera abgelichtet. Gerüchten zur Folge sollen für den Film mehrere Wälder im Umkreis Salzburgs vernichtet worden sein.

Just Kidding.

FAST FILM – dringend ansehbedürftig.

Ich finde immer noch, das Salzburger Nockerln wie eine Tätigkeit klingt.

Nachdem bereits 8 Pläne scheiterten, eine Invasion auf die Erde zustande zu bringen, haben die Aliens nun den wahrlich genialen Plan 9 gefasst, mit unheimlichen X-Ray-Gamma-Strahlen Dracula und Vampira von den Toten erweckt, die auch gleich einen unschuldigen Polizisten meucheln. Selbst das Militär kann gegen die Schutzschilder der Ufos nichts ausrichten, doch dann kommt ein Astronaut im Ruhestand hinter das Geheimnis der Aliens.

Plan 9 from Outer Space wird allgemein als „Der schlechteste Film aller Zeiten“ gehandelt, doch der Enthusiasmus von Regisseur Edward D. Wood Jr., dem Tim Burton gleich einen ganzen Film widmete, der von der Entstehungsgeschichte des Films handelt, ist hinter jeder Untertasse erkennbar, die an einen Bindfaden gebunden durch Bild trudelt.

Darsteller Bela Lugosi, der ewige Dracula, starb übrigens zwei Tage nach Drehbeginn. Im Film wurde er von einem Schauspieler ersetzt, der sein Gesicht ständig durch die typische Dracula-Pose hinter seinem Arm verbirgt und kein einziges Wort spricht.

Der Film ist mittlerweile vom Urheberrecht freigesprochen und hier auf Google-Video verfügbar.

Die Stories um Roger Corman-Filme sind Legende. Er der es immer schaffte auch mit Minimalstbudgets Filme zu stemmen, von denen viele zu Recht als Mini-Klassiker und Trash-Perlen verehrt werden. Ungezählt die Regisseure und Schauspieler die ihre Karriere bei Corman begannen oder beendeten. Von Boris Karloff, Vincent Price, Peter Cushing und Jack Nicholson bis Joe Dante, James Cameron bis Bruce Dern. 

Little Shop of Horrors 1

Eine der am häufigsten Nacherzählten Anekdoten rankt sich um "Little Shop of Horrors", der angeblich nur gedreht wurde, weil Corman eine Kulisse rumstehen sah, die ihm gefiel. Diese sollte aber abgerissen werden. Er handelte einen Deal aus, dass er innerhalb einer Woche einen kompletten Film schreiben und in zwei Tagen drehen könnte, der diese Kulisse nutzte.
Es klappte (fast – aber die Erwähnung von Nachdrehs würde die Anekdote zerstören) und binnen Rekordzeit wurde die abstruse Geschichte rund um einen schüchternen Blumenverkäufer und seine fleischfressende Lieblingspflanze geboren: Little Shop of Horrors.

Seymour Krelboined entdeckt eine seltsame neue Venusfliegenfallenart, die immer dann enomrn wächst, wenn man ihr Blut zu fressen gibt. Erst durch Zufall, später bewusst verfüttert Seymour Einbrecher und Nachbarn an die unersättliche Pflanze, die nichts geringeres als die Weltherrschaft anstrebt.
Der billige kleine Streifen, der bewusst auf Übertreibung und absurd-schwarzen Humor setzte, fand sein Publikum und wurde, wie so viele Corman-Produktionen, zum Kultfilm.  Mittlerweile ist auch er ins Public Domain gefallen und kann deswegen kostenlos im Internet angesehen und heruntergeladen werden.

Little Shop of Horrors 2

Jahre später entdeckten die späteren Disney-Hauskomponisten Alan Mencken und Howard Ashman "Little Shop of Horrors" neu und nahmen ihn als Grundlage für das  gleichnamige Broadway-Musical. 

Den Beitrag „Kleine Läden voller Schrecken“ weiterlesen…

Tagchen auch, gestatten, mein Name ist Hyde. Mr. Hyde. Ich bin ein ziemlich grober und unangenehmer Zeitgenosse, sagt man mir nach. Was die Leute immer reden. Betrinken sich und huren herum, aber echaufieren sich, wenn man zu dem steht, was man tut. Ich bin Dein dunkles Herz, ich bin das furchterregende Biest in Deinem Herzen, das gerne dem Feuer zusieht, wenn es die Welt verwüstet.

Jekyll und Hyde gehört mit seinen fast 50 Variationen des Themas zu den meistverfilmten Stoffen der Filmgeschichte. Von Dr. Jekyll and Mr. Hyde bis hin zum verrückten Professor mit Eddie Murphy beeinflusste diese Geschichte vom Guten und Bösen im Menschen die Filmgeschichte.

Robert Lewis Stephenson schrieb diese Geschichte, noch bevor Freud seine Theorie vom Über-Ich und dem dem gegenübergestellten Es ins Leben rief, und greift Gedanken vor, auf die dann später auch Hermann Hesse im Steppenwolf kommt. Mit anderen Worten, Stephenson erschuff einen Archetyp, ähnlich Stokers Dracula oder Shelleys Frankenstein-Monster, jedoch mit einem gar nicht so kleinen Unterschied: kommt doch beim Jekyll und Hyde-Mythos die Bedrohung aus dem Innersten des Menschen selbst, und ist keine Bedrohung durch whatsoever von Außen durch ein dämonisches oder überirdisches Wesen.

Eine Geschichte also, die nicht weniger als den uralten Kampf im Herzen der Menschen reflektiert, die Entscheidung zu treffen zwischen der guten und der bösen Handlung. Hier die Stummfilmfassung von 1920 von John S. Robertson:

Sie kommen um dich zu holen, Barbara! They are coming for you!

Mit diesem für seine Zeit wahrlich radikalen Film setzte George A. Romero dem bis dahin immer mal wieder aufgetauchten lebenden Leichen ein Denkmal und machte die Figur des umhertorkelnden Menschenfressers zur Ikone, indem er sie aus dem Umfeld des haitianischen Voodoo-Kultes riss und in die moderne Zivilisation packte. Damit machte er den Zombie zur Metapher für die Armen und Ausgestoßenen der Gesellschaft, die sich in der nächsten Revolution an den Reichen und Mächtigen sattfressen werden.

Der Film, der mittlerweile keinem Urheberrecht unterliegt (was übrigens reiner Zufall ist, vergassen doch Romero und seine Mitfilmer das Copyright im Abspann und so sah Romero, abgesehen vom ersten Verleihzyklus, keinen Cent für seinen Film, der mittlerweile auch im Museum of Modern Art in New York gezeigt wird), kann hier auf Google-Video online angeschaut und auch heruntergeladen werden.

Night of the Living Dead (Steel Book inkl. Farbfassung) (3 DVDs) bei AMAZON kaufen

Francis Ford Coppola schrieb Drehbuch und führte Regie, Roger Corman – der übrigens bei unfassbaren 377 Filmen als Produzent in den Credits steht – produzierte. Der vielleicht erste Axtmörder-Slasher bietet die klassische Erbschafts-Geschichte:

Eine enterbte Frau verschweigt den Herztod ihres Mannes auf dem Familientreffen und beabsichtigt, die gar nicht so nette Verwandschaft auf die ein oder andere Art und Weise zu meucheln. Und dabei weckt sie einen Wahnsinnigen Killer aus dem Dornröschenschlaf, der daraufhin auch sofort die Axt schwingt.

Tod Browning, Regisser des Universal-Klassikers Dracula, drehte 1932 den Film „Freaks“, der in England 30 Jahre lang verboten war, in den USA teilweise noch verboten ist und als einer DER Klassiker des Horrorfilms schlechthin gilt, denn Browning arbeitete nicht mit Tricktechnik, sondern seine siamesischen Zwillinge und beinlosen Menschen sind echt, was damals einen Skandal auslöste und Browning die Filmkariere kostete.

Die Story: Am Zirkus tummeln sich allerlei Zwerge, Behinderte, bärtige Damen, siamesiche Zwillinge und Artisten. Die schöne Cleopatra heiratet den kleinwüchsigen Hans, weil der Erbe eines Vermögens ist. Zusammen mit ihrem Stecher Hercules versucht sie nun, Hans zu vergiften, was misslingt, und die Freaks nehmen blutige Rache. Tatsächlich ist die Szene, in der die Freaks mit Messern bewaffnet durch den Schlamm auf den verwundeten Hercules zurobben eine der bedrohlichsten der gesamten Filmgeschichte.

However, den Film gibt’s jetze auf Google-Video. Oder hier:

(via We make Money not Art)

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