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Superman: I’m here to fight for truth, and justice, and the American way.
Lois Lane: You’re gonna end up fighting every elected official in this country!


Superman - The MovieOriginaltitel: Superman
Herstellungsland: Großbritannien 1978
Regie: Richard Donner
Darsteller: Marlon Brando, Gene Hackman, Christopher Reeve, Ned Beatty, Jackie Cooper, Glenn Ford, Margot Kidder

★★★½☆

Kurz bevor es den Planeten Krypton in seine Einzelteile zerlegt, gelingt es Marlon Brando seinen einzigen Sohn in eine sternenförmige Rettungskapsel zu stecken und gen Erde zu schießen. Er weiß, daß es Kal-El, so der Name des Kindes dort gut gehen wird, denn die gelbe Sonne wird ihm übermenschliche Kräft verleihen.
Bis Kal-El, den seine Adoptiveltern Clark taufen, nachdem er bei ihnen im Vorgarten abgestürzt ist, mit diesen Kräften etwas anfangen kann, soll es jedoch eine Weile dauern. Als nerdiger Aussenseiter wächst er in Smallville, einem verschlafenen Kaff auf. Freunde hat er kaum welche und nachdem sein Adoptivvater an einem Herzanfall stirbt beschließt er auf Selbstfindungstrip zu gehen.
Am Nordpol kreiert er aus einem Kristall, den ihm Marlon Brando mit in die Rettungskapsel gepackt hatte die Festung der Einsamkeit. Einen Eispalast, der gleichzeitg ein interaktives Videoarchiv mit dem Gesamtwissen Kryptons darstellt. Nach einem Videocrashkurs der ein paar Jahre überbrückt ist er bereit seine Kräfte zu akzeptieren und in die Stadt zu gehen.
Nach Metropolis. Dort wird er auch sofort vom Chef des Daily Planet (Jackie Cooper) eingestellt und verguckt sich prompt in die Starreporterin des Blattes. Die etwas linkische, aber hochengagierte Lois Lane (Margott Kidder).

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“Only fucking posers die, man.”

SLC PunkOriginaltitel: SLC Punk!
Herstellungsland: USA 1998
Regie: James Merendino
Darsteller: Matthew Lillard, Jason Segel, Til Schweiger

★★★★½

Ich möchte diese Plattform einfach einmal nutzen, um endlich über meinen weltallerliebsten Lieblingsfilm der Welt zu erzählen. Es ist kein Review im eigentlichen Sinne, sondern rein subjektiv und verherrlichend. Kritik ist fehl am Platz und sollte jemand diesen Film gesehen haben und in den Kommentaren verreißen, wird kein sterbliches Wort reichen, um die Trauer zu beschreiben, die mein kleines Herz zerfetzen wird.

Das erste Mal sah ich SLC Punk! im Jahre 2000, als ich durch die Familien-Videothek meines Vertrauens schlenderte, den total verrückten Gedanken hegend, einen Film auszuleihen, von dem ich noch nie etwas gehört habe!
Eine einzelne Kassette blitzte hervor, mit Matthew Lillards liebliches Gesicht, das ich schon in Filmen wie Hackers und Serial Mom lieben gelernt hatte und so griff ich zu.

In den kommenden Wochen sah ich den Film noch sicher 10 Mal. Ich fühlte mich verstanden! Ich fühlte mein Leben verfilmt (zumindest, wie ich mir mein Leben erträumte)! Ich fühlte mich plötzlich zu weiblichen Punks hingezogen… Auch recht grenzwertig, im Nachhinein betrachtet. Aber irgend etwas löste dieser Film in mir aus.

Im Jahre 1985 zu leben, ist sicher schon schwer genug. Als Punk und das auch noch in der mormonischen Stadt Salt Lake City, eine echte Herausforderung, der sich Stevo (Matthew Lillard) und Heroin Bob (Michael A. Goorjian) verschrieben haben. Freilich sind Bob und Stevo nicht die einzigen mit bunten Haaren, die in SLC aufwachsen, aber das erklärt uns Stevo besser selbst:

Posers were people who looked like punks but they did it for fashion. And they were fools, they’d say “anarchy in the UK.” What the fuck’s that? Anarchy in the UK. What good is that to those of us in Utah, America? It was a Sex Pistols thing. They were British, they were allowed to go on about Anarchy in the UK. You don’t live your life by lyrics.

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Vendetta DVD

Das ich von der Comic-Verfilmung “V for Vendetta” mehr als positiv überrascht war und die Story um den eloquenten Terroisten, der gegen ein Neofaschistisches System ankämpft für einen der intelligentesten und bösesten Mainstreamfilme der letzten Jahre halte, hab ich ja damals schon aufführlich in meinem Review besprochen.

Hier soll es deswegen auch nur um die DVD-Umsetzung des Filmes gehen, der als 2-DVD-Set im schicken Steelcase mit Comic erscheint.

Zum Comic sei gesagt, daß es sich hierbei um einen längeren Anteaser handelt und nicht um die vollständige Graphic-Novel auf welcher der Film basiert. Mit rund 68 Seiten ist er dennoch als Zugabe sehr lesenswert und reicht es aus, um Zuschauern die mit Allan Moores Werk nicht vertraut waren einen guten Eindruck von “V” zu vermitteln.

Das Steelcase ziert dankenswerter Weise, das altmodische-Stylishe Filmplakat und keines der etwas billig wirkenden Motive, die im internatuonalen Einsatz andernorts verwendet wurden.

Bild und Ton der Scheibe gehen in Ordnung, der Surroundtrack macht ordentlich Druck und lässt bei den wohldosierten Actioneinlagen, sowie dem stimmungsvollen Soundtrack Kinofeeling aufkommen.

Etwas mager, aber durchaus informativ sind die Extras des Doppelsets ausgefallen. Mit einer Laufzeit von 10-17 Minuten vermitteln die kleinen Dokumentationen die wichtigsten Informationen, ohne zu sehr in Marketinggeschwafel abzudriften.

Die Specials im Einzelnen:

-”Designing the Near Future” Featurette (17:15)
Ein Einblick in Design der Sets, Kostüme und der wirkungsvoll mit Licht und Schatten spielenden Guy Fawkes-Maske

-”Remember, Remember: Guy Fawkes and the Gunpowder Plot” Featurette (10:16)
Worum ging es eigentlich bei der Schießpulver-Verschwörung? Wer war Guy Fawkes und warum wollte er das brittische Parlament hin die Luft jagen? In dieser 10minütigen Featurette kommen Historiker zu Wort und erklären die Geschichtlichen Zusammenhänge.

“England Prevails: V for Vendetta and The New Wave in Comics” Featurette
(14:40)
Mit das spannenste Feature. Ein Streifzug durch die superheldenlastige, moralinsaure und aseptische Welt der US-Superheldencomics in die in den 80ern die britischen Texter und Zeichner wie eine Naturgewalt einbrachen. Neil Gaiman, Alan Moore und Konsorten etablierten die Graphic Novel und bewiesen damit, daß Comics endgültig den naiven Kindertagen entwachsen waren.

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“..by the way. Happy New Year.”

Poseidon Adenture

Originaltitel: Poseidon Adventure, The
Herstellungsland: USA 1972
Regie: Ronald Neame
Darsteller: Gene Hackman, Ernest Borgnine, Red Buttons, Carol Lynley, Roddy McDowall, Stella Stevens, Shelley Winters

★★★½☆

Der abgewrackte Kreufahrtdampfer Poseidon macht sich auf den Weg zu seiner letzten großen Reise. Gegen das Anraten des Kapitäns besteht die Reederei darauf, den morschen Kahn auch bei schwerem Seegang mit vollem Tempo durch die Fluten zu jagen. Es ist Silvesterabend, die Passagiere merken von all dem nichts. Sie Feiern noch ausgelassen, als kurz nach Silvester eine Mörderwelel das Schiff erwischt und herumdreht. Im Festsaal, wo sich die meisten Passagiere befanden ist die Hölle los, viele sterben. Gegen den Rat der Besatzung macht sich eine kleine Gruppe, angeführt von einem mit Gott hadernden Priester (Gene Hackman) und einem Chicagoer-Cop (Ernest Borgnine) auf das Heck des Schiffes zu erreichen. Die Gruppe umfasst das ältere jüdische Ehepaar der Rosens (Shelley Winters und Jack Albertson), das Geschwisterpaar Susan (Pamela Sue Martin) und Robin Shelby, die auf dem Weg zu ihren Eltern waren, sowie die Ex-Hure und Frau des Cops Linda (Stella Stevens), einen Steward (Roddy McDowall) und den älteren, ängstlichen Geschäftsmann James Martin (Red Buttons). Gemeinsam kämpft man sich durch das umgedrehte Schiff, durch enge Röhren, Korridore, vorbei an explodierenden Kesseln und überfluteten Maschinenräumen.

Nach all den Jahren den Film mal wieder zusehen, noch dazu in technisch bester Qualität und im Kinoformat hat schon etwas sehr nostalgisches. Es gleicht ein wenig einem Besuch in der Kindheitheit oder dem Wiedersehen von sehr alten Bekannten. Die Frage war für mich nur, würde der Film auch über dieses nostalfische Moment hinaus bestehen können?
Und nach einer halben Stunde hatte ich dann auch die Antwort: Aber klar.
Poseidon Inferno oder auch Die Höllenfahrt der Poseidon, wie der Film in Deutschland hieß, gilt nicht zu unrecht als erster moderner Katastophenfilm und Blaupause für alle Epigonen. Von Towering Inferno, über Earthquake bis zu Deep Impact und Day after Tomorrow, folgten viele spätere Filme der erolgreichen Mixtur aus Action und Melodrama. Die Formel ist simpel aber effektiv.

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28 days… six hours… 42 minutes… 12 seconds. That… is when the world… will end.

Originaltitel: Donnie Darko
Herstellungsland: USA 2001
Buch/ Regie: Richard Kelly
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Holmes Osborne, Maggie Gyllenhaal, James Duval, Patrick Swayze, Drew Barrymore

★★★★☆

Donnie Darko Wenn es wirklich Filme gibt, die man gesehen haben muss, dann gehört Donnie Darko sicher dazu. Kaum ein anderer Film regt so geschickt dazu an, sich über Sinn und Unsinn des Lebens Gedanken zu machen.
Als ich das erste Mal von Donnie Darko gehört habe, dachte ich zunächst an einen Western, ich weiß nicht warum. Der Name klingt so beschwingt texanisch.

Ich stelle mir darunter einen “Lonesome Rider” vor, der im staubigen Poncho den Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts erobert, schöne Frauen mit seinem Dreitagebart und seiner kratzigen Clint Eastwood-Stimme bezirzt und rauhbeinige Widersacher mit seinen 2 Colts das Fürchten lehrt. Sein Cowboyhut reicht ihm tief ins Gesicht, sodass man kaum einen Blick auf seine vom Whiskey getränkten Augen werfen kann und immer wenn es in Daisytown zum Showdown kommt, fragt man sich ob Donnie Darko überhaupt sieht, auf wen er sich da einlässt.

Glücklicherweise ist Donnie Darko kein abgehalfteter Westernheld, der in der staubigen Prärie, zur Zeit Jessie James und Billy the Kid, um Leben und Tod kämpft. Bei unserer Geschichte handelt es sich um einen 16-jährigen Jungen, gespielt von Jake Gyllenhaal, der mit mehr als nur der Pubertät zu kämpfen hat. Sein ganzes Leben, seine ganze Existenz wird, so fantastisch es auch klingen mag, von einem riesigen rosa Plüschkaninchen in Frage gestellt und ich werde mich hüten zu versuchen weitere analytische Ansätze in den Raum zu werfen, weil der Film weit mehr bietet als schlichte, allabendliche TV-Unterhaltung.

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No Namby-pamby I’m disturbed because my mommy didn’t breastfeed me ’till i was fifteen nonsense with old Gormsby here!”

Originaltitel: Seven Periods With Mr. Gormsby
Herstellungsland: Neuseeland 2005
Buch / Regie: Danny Mulheron
Darsteller: David McPhail, Jason Hoyte, Thomas Robins, Paul McLaughlin

★★★★☆

Severn Periods with Mr. Gormsby

Eine Sitcom aus Neuseeland? Kommt denn irgendetwas von der grünen Insel, das nicht Peter Jackson heißt? Okay, es gab Das Piano und Whale Rider, aber im wesentlichen war es das bisher, mit weltweit bekannten Unterhaltungsexporten aus dem Stand-In für Mittelerde.
Jetzt gibt es noch etwas, für das man die Kiwis knuddeln möchte. Die bösartige, politisch völlig unkorrekte und so geistreiche, wie wahrhaftige Serie “Seven Periods with Mr. Gormsby “.
Angesiedelt an der fiktiven Tepapawai Boys’ High School, einer öffentlichen Schule in der Nähe Wellingtons, die durch den hohen Anteil von Maori-Schülern und um korrekten “du laß uns drüber reden”-Umgang bemühtem Lehrpersonal ständig vor dem Zusammenbruch steht, erzählt die Serie in sieben Episoden was passiert als der ultrakonservative, zum Teil reaktionäre und keineswegs auf Kuschelpädagogik eingestellte Vertretungslehrer Mr. Gormsby in die politisch überkorrekte Welt der Schule einbricht.

Gormsby soll die 5F übernehmen, die rebellische Problemklasse der Schule die fast nur aus “Kanaken” besteht, wie Gormsby sachlich feststellt. Nachdem die Klasse ihre letzte Lehrerin erfolgreich zurück in ihr Heimatland Indien vertrieben hat, wird es Zeit für die härtere Gangart. Während der Vertrauenslehrer (Nenn mich einfach) Steve, nach außen hin Verständnis heuchelt und ansonsten jede neue Lehrerin flachlegt die in Reichweite ist, bemüht sich Gormsby gar nicht erst irgendwelche Kumpelathmosphäre aufkommen zu lassen.

Nachdem ihm vom entsetzten Rektor das Verprügeln als nicht mehr zeitgemäßes Erziehungsinstrument untersagt wurde, droht er schonmal einem Schüler die Notzüchtigung an, um herauszubekommen wer für Tafelschmierereien verantwortlich ist.

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Ich besitze genau 328 DVDs. Zählt man meine VHS Sammlung von ungefähr 600 VHS-Kassetten hinzu bin ich also im Besitz von circa 1500 Filmen. Qual der Wahl nennt man das dann und überhaupt: hat man in dieser Situation Lust auf einen ganz bestimmten Film, dann wird die Suche eine äußerst mühselige Angelegenheit. Manche Menschen sortieren ja ihre Filme, nummerieren die Tapes und katalogisieren ihre Sammlung. Ich bin nicht so ein Mensch.

Wenn ich also die Aufzeichnung von Jack Arnolds „Das Geheimnis des steinernen Monsters“ suche, kann man einen Renington dabei beobachten, wie er vor einer Wand aus VHS-Kassetten steht und mehrere Minuten mit auf und abwanderndem Kopf die gestapelten Tapes abscannt.

Verdammt, ich muss meine Sammlung ehrlich mal aufräumen. Morgen vielleicht.

"We don't get many like you here…"

Camp-Poster Originaltitel: Camp
Herstellungsland: USA 2003
Regie: Todd Graff
Darsteller: Daniel Letterle Brittany Pollack Joanna Chilcoat Robin de Jesus Steven Cutts

★★★★☆

Camp Ovation ist ein Sommercamp, aber kein typisches. Statt irgendwelcher Geländespiele oder vor maskierten Axtmördern wegzulaufen wird hier Schauspiel, Gesang und Tanz gelehrt. Und das im Akkord, alle zwei wochen müssen die Jugendlichen eine neue Musical-Show auf die Bühne bringen, zum Ende des Camps sogar eine große Benefitz-Show.  Das bedeutet Hardcore-Stepunterricht, Singen bis der Kehlkopf quietscht und dem Sportleherer ausweichen, der doch tatsächlich gluabt irgendjemand würde sich für Mannschaftsport interessieren.
Bert Hanley, ein ehmals erfolgreicher Bühnenautor, dessen größter Erfolg "Der Kinderkreuzug" auch schon Jahre zurückliegt, hat sich widerwillig bereit erklärt im Camp als Lehrer zu arbeiten. Nach eigenen erfolglosen Jahren glaubt er im Endeffekt aber, daß die Kinder hier nur ihre Zeit vertrödeln und sich Illusionen hingeben.
Das Campleben wird ziemlich durcheinander gebracht als der heterosexuelle Superschnuffel Vlad ankommt, der sowohl von den Mädchen als auch von den überwiegend schwulen Jungen angehimmelt wird. Er versucht das Selbstbewusstsein aller ein wenig aufzupolieren, greift dabei aber mehr als einmal daneben.

Camp-Filme haben in den USA Tradition. Seit Ivan Reitmanns "Meatballs " mit Bill Murray, über "Poison Ivy" mit Michael J. Fox oder "Camp Cuckamonga " und teilweise auch "Addams Family Values " hat sich ein Minigenre etabliert, dessen Erfolg hier in Deutschland kaum nachzuvollziehen ist, haben Sommercamps hierzulande doch kaum den Stellenwert den sie in den USA genießen. Kein Wunder, daß der Film hier nur auf DVD erschien.

Camp weiß um seine Tradition und zitiert sie genüßlich. Der Film, den man am besten als Mischung aus FAME und Meatballs beschreiben kann, weiß in welchem Gefolge er antritt, die Figuren kennen ihre Geschichte. So muß sich der Steplehrer nach seiner Eröffnungsrede von seinen Eleven auich anmaulen lassen: "Jaja ist okay, wir haben alle den Anfang von Fame und Chorus Line gesehen!"

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Mirror Mask – UK 2005
★★★½☆
Mirror Mask

Helenas Leben ist alles andere als gewöhnlich. Als Tochter von armen Zirkusartistem die sich in ihrem Winterquartier mehr schlecht als Recht über Wasser halten, vermisst sie oft genug ein normales Leben, streitet sich mit den Eltern. Als ihre Mutter einen Zusammenbruch erleidet und eine riskante Operation überstehen muß, gerät Helenas Welt endgültig aus dem Fugen. Konfrontiert mit dem möglichen Tod der Mutter, ungeklärten Vorwürfen die sie ihr im Streit gemacht hat, wandert sie in der Nacht ruhelos durch die Flure ihres heruntergekommenen Wohnblocks – und stolpert unversehens in ein absurdes Paralleluniversum. Um in ihre Realität zurückzukehren, muß sie diese Welt erkunden und ein Geheimnis entschlüsseln, das nicht nur die Welt sondern auch ihre Mutter retten könnte.. und letztlich sie selbst.

Die Verfilmung von Neil Gaiman-Story, bietet eine spannende Variation klassischer Stories von Alice in Wonderland, Paperhouse, bis The Wizard of Oz. Wirklich beeindruckend ist deswegen auch nicht die Story selber, sondern wie sie erzählt ist. Voll skurriler Ideen, bevölkert von absurden, unheimlichen und wunderlichen Figuren erscheint die Spiegelwelt als optisch verblüffendes Zauberland, das alleine das Ansehen wert ist. In einer Mischung aus Jim-Henson-Creatures und Computeranimationen haben die Macher phantasievolle, wunderbar anzusehende Welten geschaffen, die der vertrauten Geschichte neue Aspekte abgewinnt und sie zu keinem Zeitpunkt langweilig werden lässt. Stepanie Leonidas als Helena (und deren bösem Spiegelwelt-Zwilling) ist eine sympathische Hauptfigur, die grade im Zusammenspiel mit dem fast unkenntlichen Jason Berry als ihrem zwilichtigem Begleiter Valentine, viele unterhaltsame Momente produziert.
Ein schöner Fantasy-Film in ungewöhnlichem Look, der einmal mehr zeigt, das Computeranimation in kreativen Händen ebenso effektiv genutzt werden kann um Staunen zu machen, wie sie in den Händen der Renderbeamten Hollywoods allzuoft mißbraucht wird um phantasielose Playstation-Bilder erzeugen.

MirrorMask erscheint in Deutschland direkt auf DVD

MirrorMask

…und mich und alle Geeks und Nerds auch. In dem sehr drolligen Ausschnitt aus einem Interview mit Regisseur Kevin Smith (Dogma, Chasing Amy, Mallrats, Clerks) erklärt er sehr explizit warum er gerne Audiokommentare einspricht, was das eigentlich für Leute sind die sich Bonusmaterial angucken und warum er beim Filmschnitt eine Hand in der Hose hat.

Interview-Clip aus der Mallrats-Special-Edition-DVD

Und wer sich davon nicht abschrecken lässt, der wird sich, wie ich sicherlich auch auf den neuen Smith-Film freuen, der noch in diesem Jahr herauskommen wird: Clerks II . Hier schonmal ein Vorgeschmack, speziell für YouTube-Gucker mit Einleitung von Kevin Smith.

Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

Corporation

Originaltitel: Corporation, The
Herstellungsland: Kanada
Erscheinungsjahr: 2003
Regie: Jennifer Abbott, Mark Achbar

Darsteller: Noam Chomsky, Mikela J. Mikael
★★★★☆

Dokumentationen haben Konjunktur. Dank Michael Moore und seinen filmischen Polemiken gilt das ehmals als Kassengift geschmähte Genre plötzlich wieder als "cool". In eine ähnliche Richtung, jedoch weniger unsachlich als Moore geht die dreistündige, kanadische Dokumentation "The Corporation".

In drei Teilen wird das Wesen großer weltweiter Aktien/Handelsgesellschaften untersucht, ihre Handlungen und ihren gesellschaftlichen Einfluss. Mit überraschender, zuweilen erschreckender Offenheit reden Manager und Führungskräfte von Weltkonzernen über Firmenphilosophien und Geschäftsgebaren.

Konzerne haben den Rechtsstatus von Personen – die Filmemacher fragen, nicht ohne ironischen Hintersinn: Wenn Konzerne Personen sind – was für eine Art Mensch sind sie? Eine Verhaltensanalyse am Beispiel üblicher Konzernpraktiken lässt Muster erkennen, die in der Psychologie mit Psychopathen assoziert werden.

Am Beispiel mehrerer detaillierter Einzelfälle, vom Druck eines Medikamentenherstellers auf FOX-NEWS bis zum US-Stars die die ihre Kleidercollectionen von Kinderarbeitern nähen lassen, fächert die Doku die verschiedenstens Facetten auf, die den Einfluss, die Macht von Konzernen und das Versagen demokratischer Strukturen bezeugt.

Ohne sich selbst in Michael Moore Manier zu inszenieren schaffen es die Autoren verschiedene Sichtweisen darzustellen, Befürworter und Gegner von Weltkonzernen zu Wort kommen zu lassen. Es wird kein eindimensionales Feindbild aufgebaut, sondern nach geschichtlicher Entwicklung und nach Lösungsansätzen gesucht. Konzernchefs sind eben keine ungreifbaren James-Bond-Bösewichte sondern Menschen – und diese Menschlichkeit ist oftmals erschreckender als die Dämonisierung die vielfach betrieben wird, wenn es um Kapitalismuskritik geht. Gekonnt werden Denkmuster und Besitzkonzepte hinterfragt, die einem so selbstverständlich erscheinen, das man sich nie die Mühe machte groß darüber nachzudenken – und die einem erst wenn man es tut, als bizarre Denkkonstrukte erscheinen.

Bleibt zu hoffen, das sich ein deutscher Sender findet, der die dreiteilige Dokumentation in angemessener Form auf unsere Bildschirme bringt.

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Wal-Mart – The high cost of low price – USA 2005

★★★★☆

Der Regisseur von Outfoxed meldet sich zurück. Diesmal seziert er nicht Fox News, sondern Amerikas größten Einzelhändler Wal-Mart. Robert Greenwald schafft es auch dieses Mal geschickt aus vielen Puzzleteilen ein Gesamtbild zusammenzusetzen, das durchaus erschreckend ist. Man kennt die Fakten zum Teil aus der South Park-Folge “Something Wall-Mart this way comes” oder aus den Simpsons, aber es ist dennoch erschreckender, die Methoden von Wal-Mart im nichtfiktionalen Kontext geschildert zu bekommen. Von systhematischer Ausbeutung der Mitarbeiter, die zu Überstunden gezwungen werden, über die Bedingungen unter denen Wal-Mart im Ausland produzieren lässt, bis zu Umweltskandalen oder der wissentlichen Gefährdung der Kunden durch unbewachte Großraumparkplätze: Wal-Mart vereinigt fast alles was assozialen Turbokapitalismus auszeichnet, auch wenn sie damit sicher nicht alleine sind. In einem sehr geschickten Schachzug eröffnet Greenwald den Film mit Bildern von Kleinstädten deren gesamter Einzelhandel, Läden die seit mehreren Jahrzehnten dort ansässig waren, nach der Eröffnung eines Wal-Mart binnen weniger Monate in den Ruin getrieben wurden. Er lässt konservative, erzpatriotische, republikaner-wählende Amerikaner zu Wort kommen, die von Wal-Mart um ihre Existenz gebracht wurden. Damit nimmt er gleich zu Beginn all jenen den Wind aus den Segeln, die Dokumentationen dieser Art von vornherein in die linksliberale Ecke stecken wollen. Es sind keine “bleeding heart liberals” die hier getroffen werden, sondern der konservative Durchschnittsami, dem Wal-Mart das Wasser abgräbt.
Nach diesem Einstieg kann er dann getrost von Gewerkschaften und Umweltschützern erzählen, von Menschenrechten, Rassismus und Kapitalismuskritik. Eine insgesamt glaubwürdige und spannende Dokumentation, die vielleicht einen Vorgeschmack darauf gibt, was uns in Deutschland erwartet, wenn die derzeitige Diskussion um “Arbeit um jeden Preis” und “Geiz ist geil” so weitergeht.

"May I take your hats, your coats, your swastikas? "

Originaltitel: Producers, The
Herstellungsland: USA 2005
Regie: Susan Stroman
Darsteller: Nathan Lane Matthew Broderick Uma Thurman Will Ferrel


★★½☆☆

producers

Max Bialystock (Nathan Lane) ist ein abghalfterter, erfolgloser Broadway-Produzent. Grad ist sein letztes Stück "Hamlet – The Musical" gefloppt, da läuft ihm der neurotische Buchhalter Leo Bloom (Mathew Broderick) über den Weg. Der stellt beiläufig bei der Durchsicht der Bücher fest, das man wohl mehr Geld mit einem gezielten FLop machen können, als mit den kläglichen Versuchen echte Erfolge zu produzieren. Max wird sofort hellhörig. Er überredet Leo mit ihm zusammen einen gewaltigen FLop zu produzieren um dann mit den unterschlagenen Produktionsgeldern abzuhauen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem schlechtesten Stück aller Zeiten und werden in dem Werk eines durchgeknallten Exildeutschen (Will Ferell) fündig: Springtime for Hitler, einer absurden Hommage an den von allen mißverstandenen Gröfaz.

Schnell wird noch ein miserabler, unglaublich tuntiger Regisseur und eien ebenso talentfreie Besetzung engagiert und schon sollte der lukrative Flop perfekt sein. Leider entpuppt sich die Produktion als Riesenerfolg….

Manchen Filmen bringt man einfach ein sehr großes wohlwollen entgegen. Ich mag Mel Brooks Frühwerke, inklusive der Filmvorlage für dieses Musical. Ich mag Mathew Broderick und Nathan Lane, Uma Thurman und Will Ferell und ich liebe schrille Musicals wie Little Shop of Horror, Moulin Rouge oder auch die bekannten Klassiker aus den goldenen 50ern.

Ich wollte mich wirklich mitreißen lassen von diesem Film, dessen Broadway-Version seit Jahren immer neue Rekorde bricht und mit Lane und Broderick auch in London sehr erfolgreich lief. Nur leider passierte nichts. Die Musik ist eingängig und nett, die Story ist hinreichend albern und überdreht, aber dennoch zog mich dieses Musical nie wirklich in seine Welt.

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Ray Ferrier: They’re not from around here.

Robbie Ferrier: You mean they’re, like, from Europe?

Ray Ferrier: No, Robbie, they’re not from Europe.

Originaltitel: War of the Worlds
Herstellungsland: USA 2005
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Tom Cruise, Justin Chatwin, Dakota Fanning, Tim Robbins, Miranda Otto

★★★½☆

“Como a te gusta me pinga?.”

Originaltitel: Trick
Herstellungsland: USA 1999
Regie: Jim Fall
Darsteller: Christian Campbell, John Paul Pitoc, Tori Spelling, Brad Beyer

★★★½☆

Trick

Eigentlich sollte es ja einfach sein, einen Platz zum Vögeln zu finden, sollte man meinen. Erst recht in einer Riesenstadt wie New York. Aber, ginge es um Realismus gäbe es keinen Film und das ganze hieße nicht Trick sondern „Prick“, würde 10 Minuten dauern und hätte eine andere Altersfreigabe.

Doch halt, der Reihe nach, es geht dann ja doch um einen Spielfilm, genauer eine “Romantic Comedy”. Und weil es eine schwule solche ist, spielen eben auch nicht Tom Hanks und Meg Ryan mit sondern zwei adrette junge Männer von denen man bisher nichts gehört hat. Christian Campbell treibt als Gabriel ein erfolgloser Nachwuchs Musical-Schreiber durch Manhattan – sein Coming Out ist noch nicht so lange her und irgendwie wirkt er noch immer etwas scheu und verklemmt. Seine beste Freundin Kathrin eine erfolglose Nachwuchsschauspielerin, hinreißend laut und nervig gespielt von der Berufstochter Tori Spelling, hofft eines Tages in dem von ihm verfassten Muscial die Hauptrolle zu ergattern – bei einer Probeaufführung, wird Gabriel von einem älteren Kollegen deutlich auf seine Mankos hingewiesen: Seine Lieder und Figuren klingen hölzern, die Emotionen unglaubwürdig – nicht zuletzt deswegen weil Gabriel selbst kaum emotionale Erfahrungen von stürmischer Liebe und heißem Verlangen kennt.

Also beschließt er dem abzuhelfen, zieht mal wieder durch die Szene – doch die platten Anbaggereien und Einladungen zu Gruppensex findet er doch eher befremdlich. Erst auf dem Rückweg in der U-Bahn ergibt sich dann doch etwas… der schnuffige GoGo-Boy Mark, gespielt von John Paul Pitoc erhascht seine Aufmerksamkeit… und überrumpelt Gabriel in seiner offenen Art. Also ein One-Night-Stand – doch wohin nur gehen?

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Fear me, if you dare…

Originaltitel: Shrek 2

Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
Darsteller: Mike Myers, Eddie Murphy, Cameron Diaz, John Cleese,
Antonio Banderas, Julie Andrews, Jennifer Saunders
Rupert Everett

★★★★☆

Machs größer, machs grüner, machs besser. PDI schafft es wirklich den Vorgänger zu übertreffen. Die Animationen sind detaillierter, die Hintergründe ausgetüftelter, Die Gagrate ist nochmal glatt verdoppelt werden. Wie bei den Simpsons dürfte Freeze-Frame-Fun angesagt sein, wenn man den Film auf DVD schaut und immer wieder zurückspult um Backgroundgags und Popkulturreferenzen zu entdecken.

Es scheint sich zu bestätigen, was sich schon mit ANTZ und SHREK andeutete: PIXAR übernimmt die Altersgruppe 3-10 und bringt patentiert kunterbunte Filme, die harmlose und brave Kindergeschichten erzählen. PDI / Dreamworks konzentriert sich auf Jugendliche und Erwachsene Zuschauer, die sich an einer etwas sarkastischere Weltsicht und selbstreferenziellem Humor erfreuen.

Now its the time to repay my debt

Ebenfalls PDI-typisch ist die treffliche, hochkarätige Stimmbesetzung. Zumindest im Original darf man sich an Jennifer (AbFab) Saunders als Gute Fee und Antonio Banderas (Desperado, Spy Kids) als Gestiefeltem Kater erfreuen.

“Pray for mercy… from Puss’n'Boots”

Banderas nutzt die Rolle um ein weiteres mal sein Latin-Lover-Image gehörig zu veralbern. John Cleese und Julie Andrews (Mary Poppins, S.O.B.) geben ein herrlich zickiges Königspaar ab. Zahllos auch dort die Anspielungen auf frühere Filme.
Shrek 2 ist definitiv ein Werk, das mehrmaliges Ansehen belohnt. Im Gegensatz zum Fischfilm von PIXAR, bei dem ich im letzten Akt ein ums andere Mal das Ende herbeisehnte, schafft es Shrek durch abwechslunsgreiche Schauplätze, rasante Inszenierung und ein ständiges In-Joke-Feuerwerk die letztlich bekannte Story hinreißend zu erzählen.
Die Moral des “Sei wie du bist” ist sicher nicht neu und kann hinterfragt werden, die Art wie diese Story erzählt wird ist jedoch rundherum gelungen.

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