szmtag

Wir müssen mal wieder über diese unerträgliche Veranstaltung namens Musical reden. Musicals gehen gar nicht, Musicals sind mit Abstand das herabwürdigendste, was man einem Film antun kann und ich weiß nicht, was in John Cleese gefahren ist, dass er nun selbst an einer Vermusicalisierung von „A Fish called Wanda“ arbeitet. Zusammen mit seiner Tochter Wanda Camilla. Herrgott, Mr. Cleese: Musicals will kein Mensch sehen. Alle (und ich meine damit wirklich: ALLE!) Leute, die sich Musicals anschauen sind von PR-Agenturen bezahlte Praktikanten, die für 3 Euro pro Stunde diesen Dreck über sich ergehen lassen, damit es so aussieht, als wäre das ganze ein Erfolg.

Nun gut, das schlimmste habe ich ja bereits überstanden. Evil Dead, the Musical: ich hab’s überlebt, ohne größere Herzattacken. Toxic Avernger, the Musical: ebenso. Creature from the black Lagoon, the Musical: ich überstand es, grade so. Und ich meine damit: ich habe die News überlebt. Beim tatsächlichen Besuch einer solchen Veranstaltung würde sich mein Körper wahrscheinlich vor Krämpfen nur so schütteln, der Schaum stünde mir vor dem Mund, ich würde rückwärts reden, mein Kopf würde sich um 360° drehen und ich müsste dem Priester Erbsensuppe ins Gesicht speien. Exorzist, the Musical? Kommt wahrscheinlich auch noch.

Apropos rückwärts reden: Twin Peaks kommt ebenfalls als Musical. Als ob ein Musical nicht schon per se eine surreale Veranstaltung wäre. Menschen die singen und hüpfen und dabei eine Geschichte erzählen wollen – das kann man nicht ernst nehmen, die sind mir suspekt. Musicals sind der Feind. Trotzdem habe ich für alle musicalplanenden Satanisten Produzenten ein paar Vorschläge:

Terminator, the Musical
Arnold Schwarzenegger steigt nackt aus dem Zeitdings, ein Penner singt als Prelude: „Ey, hast Du auch dieses ganz grelle Licht gesehen?“. Nachdem Arnie einen Punk durchgeboxt hat und nun mit Jeans und Shirt in der Hand dasteht, reckt er eine Roboterfaust und singt: „Jaaaaa, ich habe endlich Jeans und Shirt – und Sarah Conner diggt bald in the dirt!“

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Perfekt für sonntags, können wir hier auch ruhig mal die Religions-Diskussion starten, why not. Religion ist ein Hirngespinst, Gott ein menschliches Konstrukt. Durch Evolution bedingt und letztendlich durch selbige erklärbar. Warum im 21. Jahrhundert immer noch Menschen täglich die Hände falten ist mir ein absolutes Rätsel und ich frage mich ernsthaft, warum sich der Glaube an einen bösen alten Mann im Himmel so lange halten konnte und kann.

Die Bibel beinhaltet am Ende nur einen wahren Satz, und der lautet: „Von Staub zu Staub“. Das ist der einzige wissenschaftliche Satz, der korrekt ist. Wir entstehen aus Partikeln und zerfallen in selbige. Dazwischen leben wir, that’s it. Wie auch immer, hier der Trailer zu Bill Mahers „Religulous“.


(Youtube Direktgott)

Und wer jetzt immer noch meint, Gott wird’s schon richten, dann hier, bitteschön: George Carlin. „Religion easily has the greatest Bullshit-Story ever told… think about it: Religion has actualy convinced people… that there’s an invisible man… living in the sky… who watches everything you do, every minute of every day, and the invisible man has a special list of ten thing he does not want you to do, and if you do any of those 10 things he has a special place full of fire and smoke and burning and torture and anguish, where he will send YOU to live and suffer and burn and choke and scream and cry for ever and ever till the end of time.

But he loves you.“


(Youtube Direktcarlin)

Ich mag ja Kommentare. Denn erstaunlich viele unserer Leser haben auch Spaß an einer guten Diskussion und der argumentativen Auseinandersetzung. Das hat durchaus auch eine sportliche Komponente, wenn man sich über ein Thema die Köpfe heiss redet, die Punkte die die anderen anführen betrachtet, wendet und schaut ob man ihnen etwas entgegensetzen kann, wo man ihnen zustimmt und wo man sie aushebeln kann.

Das macht Spaß und bringt oft auch neue Sichtweisen. Bisweilen finden in den Kommentatoren auch herrliche Blödeleien und Frotzeleien statt, die ebenfalls sehr unterhaltsam sind.

Leider gibt es jedoch auch einige Arten von Kommentaren die eher anstrengend sind und die den Eindruck vermitteln, sich mit einem quengeligen Teenager zu unterhalten, dessen rhetorische Fähigkeiten sich im wesentlichen auf “willaber” und “darum” – im englischen wäre es “whatever” und “because” – beschränken. Was verschmerzlich wäre, wenn es wirklich nur von 14-16jr praktiziert würde, leider ziehen sich gewisse Kommentar-Evergreens quer durch alle Altersstufen und alle Reviews. Ob Transformers, Aliens, Harry Potter, Spider-Man, Smoking Aces oder Pixar-Filme. Man kann fast eine Checkliste machen, wann irgendeiner diese Sprüche bringen wird.

Ob der Rechtsschreib-Beckmesser, der absolut nichts zur Diskussion beizutragen hat und meint, er muss auf ein fehlendes Komma, falsche dass/das oder Typos hinweisen, ob Fanboy-Nerd, der irgendeine belanglose Ungenauigkeit betreffs der Unterhosenfarbe von Wonderwoman korrigieren muss oder diejenigen die gleich sämtliche Argumente weglassen und gleich anfangen den Autoren zu beleidigen (und sich dann meist ganz entsetzt und erschüttert geben, wenn sie eine entsprechende Antwort erhalten). Merke: Es ist völlig okay einem Autoren vorzuwerfen er sei frustriert, hässlich und würde keine Frau zum ficken finden – aber es ist beleidigend, wenn einen der Autor fragt, ob man noch alle Tassen im Schrank habe.

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Ich bin niemand der Idole hat. Denn Idole bedeuten immer eine unkritische Vergötterung und das liegt mir einfach nicht. Das bedeutet jedoch nicht, daß es nicht Menschen gibt vor denen ich immensen Respekt habe und eine große Zuneigung zu ihnen und ihrer Arbeit verspüre.

Rogert Ebert ist einer dieser Menschen. Er ist vielleicht der berühmteste Filmkritiker der Welt und eine der wenigen Legenden, die sich diesen Status hart erarbeitet haben. Ihm und seinem verstorbenen Kollegen Gene Siskel mit dem er 20 Jahre lang Siskel & Ebert moderierte gebührt der Verdienst ernsthafte, geistreiche, unterhaltsame, leidenschaftliche und spannende Filmkritik im Fernsehen populär gemacht zu haben.

Wenn sich Siskel und Ebert stritten flogen die Fetzen, es ging hart zur Sache und es wurde ernstlich gestritten. Die beiden zeigten dem Publikum, daß man sich mit Filmen auseinandersetzen kann, das man unterschiedlicher Meinung sein kann und sich dennoch respektieren.

Rogert Ebert liebt Filme. Er hat seine Vorlieben und Abneigungen, doch der bisweilen bei der deutschen Kritik vorherrschende Snobismus gegenüber Genre- und Unterhaltungskino ist ihm völlig fremd. Er kann sich für einen guten Horror und Slasherfilm genauso begeistern, wie für Arthaus-Dramen, Komödien, Romanzen, SciFi und Blockbuster. Er hat trotz seiner 66 Jahre keine Berührungsängste, weder mit Trivialkultur noch mit intellektuellen Werken. Er war als Kind ScienceFiction-Fan, hat zusammen mit Russ Meyer gearbeitet, ein Filmfestival gegründet, Filme vor der Versenkung bewahrt, Bücher geschrieben mit Titeln wie “Your movie sucks” and “The 100 best movies of all Time”, DVD-Kommentare eingesprochen, einen Publitzerpreis gewonnen, sich den Satz “Two Thumbs Up” patentieren lassen und als einer der ersten bekannten Kritiker das Internet für sich entdeckt und nutzen gelernt achja und er bloggt auch.
Er ist offen und formuliert gut, er argumentiert persönlich, aber nicht unsachlich. Er ist pointiert, analytisch aber nie kalt. Er hat Humor und Selbstbewusstsein und es macht einfach Spaß seine Reviews zu lesen oder anzuschauen, egal ob man mit ihnen übereinstimmt oder nicht.

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Eine ganz und gar batzige Polemik.

Okay ich weiß, die MTV Awards wollen anders sein. Nicht wie der spießige Oscar, Emmy oder Golden Globe nur gute Leistungen würdigen. Man hat verrückte Kategorien, wie bester Kuss, bester Bösewicht und bester Furzwitz in einem Film für Leute mit einem IQ unter 70.

Und meist ist das ja auch ganz ulkig und überzeugt mit wirklich gelungenen Einspielfilmen. Gollums Awardspeech, das Interview zu Titanic II mit James Cameron, alles okay, mag ich. Dieses Mal wird Mike Meyers moderieren und das könnte ganz nett werden.

Aber neben den ganzen komischen Preisen und der Tatsache, daß die Hauptawards meist Filme abräumen, die man normalerweise nichtmal für Umme am Sonntagabend als RTL-Eventmovie sehen möchte, ging heute die Meldung über die Ticker, daß Adam Sandler mit dem GENERATION AWARD ausgezeichnet wird. Für “his “amazing contribution to Hollywood and years of entertaining the network’s young viewers”!

Adam Sandler? Generation Award? Was für eine Generation soll das denn bitte sein? Die “Ich bewege beim Lesen die Lippen”-Generation? Die Generation Hirnschlag? Die “Sido is my homeboy and Bushido is my Schwippschwager”-Generation?

Ich weiß Nilz wird mich wieder schlagen und blutend in der Garagenauffahrt unserer F5-Villa im Regen liegenlassen für diesen Artikel, aber Adam Sandler ist für mich das unlustigste und widerlichste, was die Comedy-Szene der USA – die ansonsten mit witzigen Leuten wirklich gut bestückt ist – zu bieten hat.

Adam Sandler ist der kleinste gemeinsame Nenner. Er verkörpert den niedrigsten, spiessigsten, neokonservativsten und frauen- sowie schwulenfeindlichen Humor den ich kenne. Sandler – der selbst nichtmal so dumm ist, wie die Leute für die er dreht – appeliert an die ekelhaftesten Gefühle und stellt sie als wundervoll dar. Intoleranz, Selbstbezogenheit, Dummheit, Ignoranz. In ihm erkennt sich der Average Joe, der Max Mustermann wieder. Sandler macht keine Filme für Leute die im Kino mal ihre Gehirn abschalten wollen, er macht Filme für Leute die es suspekt, provokant und “ungesund” finden, daß Leute ihr Gehirn überhaupt benutzen.
Sandler macht Witze für ein Publikum, das “intellektuell” als Schimpfwort benutzt und für die Schwulenwitze immer noch das lustigste der Welt sind. Leute die sich angegriffen fühlen, wenn man ihre Hillybilly(madison)-Geisteshaltung nicht teilt.

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Allen Leuten, die immer behaupten, die Menschen sollten doch bitte bei gewissen Filmen im Kino einfach mal den Kopf ausschalten, sei dieses Review bei Telepolis an denselben auf Lebenszeit festgetackert.

“Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull” ist ein Film ohne echte Überraschungen und daher enttäuschend – und nach all der Erwartungsfreude ist die Tatsache dann doch etwas zu wenig, dass sich Spielberg hier seinen persönlichen Kindergeburtstag gegönnt hat.

Der Irrtum all derjenigen, die es hier nun ablehnen nachzudenken – womit sie nur verraten, dass sie am liebsten überall darauf verzichten würden -, ist, dass man ihrer Ansicht nach über dumme Dinge nicht nachdenken kann oder dass Unterhaltung mit Nachdenken nichts zu tun hätte. “Nachdenken schadet nur”, behaupten manche. Aber wobei eigentlich? Wenn der Film gut ist, ist er gut. Nachdenken schadet nur, wenn man beim Nachdenken darauf kommt, wie blödsinnig er im Grunde ist. Aber zumindest darüber, dass Spielberg viel nachgedacht hat, wird man sich doch wohl einigen können, oder? Sollte man dann nicht auch über Spielbergs Gedanken nachdenken? Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass nur das, was den Verstand beleidigt, unterhalten kann, dass etwas, um unterhalten zu können, auch wirr und grob sein muss.

Warum behandelt man seinen Geist so, wie man den eigenen Körper niemals behandeln würde? Wer ernährt sich eigentlich nur von McDonald’s? Wer glaubt, dass McDonalds gesund ist? Ab und zu trotzdem mal zu McDonald’s gehen, macht jeder. Aber muss man deswegen behaupten, es sei gesund? In einer Filmkritik geht es nur darum, zu benennen, um was für eine Art Film es sich handelt.

Wer dann gegen Intellektuelle schimpft, die einem den Spaß rauben, den darf man erinnern, dass Indiana Jones selbst ein Intellektueller ist, der in diesem Fall von McCarthy wegen Nonkonformismus vertrieben wird. Und was er in der Maya-Pyramide sucht, ist Wissen, nicht Entertainment.

Wer häufiger die F5 liest, der weiß ja, daß ich in meiner Eigenschaft als moviepilot-Redakteur ab und an mit Schauspielern Videotheken besuche und mir ihre Lieblings- und Hassfilme vorstellen lasse. Fabian Busch, Robert Stadlober oder Henning Wehland – Sänger der H-Blockx haben den Spaß schon mitgemacht.

Diesmal waren es drei Jungschauspieler die allesamt recht gut im Geschäft sind und alle drei in “1. Mai – Helden bei der Arbeit” mitspielen, aber abgesehen davon auch sonst häufiger im Kino und TV zu sehen sind.

Jacob Matschenz ist derzeit gleich dreimal im Kino zu erleben: in “Die Welle“, “1. Mai” und “Neandertal”.

Oktay Özdemir kennen viele sicher aus Knallhart, als Gegner von David Kross, doch Oktay hat mehr zu bieten: Ob Schwarze Schafe, Wut, Leroy, Ein Freund von mir oder König der Diebe, der Junge Mann hat bewiesen, daß er mehr kann als nur den “bösen Türken vom Dienst” zu spielen.

Ludwig Trepte ist ebenfalls sehr präsent und zählt zu den vielversprechensten jungen Schauspielern Deutschlands. Mehrfach durfte er schon Filmpreise einstreichen, u.a. für den TV-Film “Guten Morgen, Herr Grothe” und “Keller – Teenage Wasteland”. Bekannt wurde er mit dem überraschend unterhaltsamen Jugendrama “Kombat Sechzehn“, zusätzlich spielte er in mehreren Tatorten, bei Kommissar Laurenti und neben Heike Makatsch in “Schwesterherz”.

Als Vorgeschmack hier schon mal der Filmcheck mit Jakob:

Jacob Matschenz (1. Mai) im moviepilot-Filmcheck

Wer wissen möchte was Ludwig und Oktay gerne schauen, der guckt einfach HIER bei moviepilot nach, dort findet ihr auch die älteren Filmchecks mit anderen Schauspielern und Musikern.

Kurzkritiken zu: Paranoid Park +++ Outsourced +++ [Rec] +++ Funny Games USA +++ Tödliche Entscheidung – Before the Devil knows you’re dead +++ Superbad +++ 8 Blickwinkel – Vantage Point +++ Manufacturing Dissent +++ Leroy +++ Anamorph – Meisterwerke eines Serienkillers +++ Mr Magoriums Wunderladen +++ Grizzly Man +++ John Carpenter – Prince of Darkness

Wir müssen ja alle jeden morgen auf den Straßenstrich an der A43, nahe Kattowitz. Da können wir zwar auf unserem billigen Robotron-DVD-Spieler unzählige Filme gucken, die es sehr günstig direkt hinter der Grenze gibt, aber leider mangelt es an einer ordentlichen Internetanbindung.

Das führt dazu, daß wir aus Zeitmangel nicht zu jedem geguckten Film eine ausführliche Besprechung schreiben können. Ich kann außerdem auch ganz schlecht tippen, wenn ich nicht sitzen kann.

Damit wir dennoch einen kleinen Überblick über aktuelle Filme, ob Kino oder DVD bringen können, gibt es hier wieder einmal ein paar Kurzreviews von mir.

Paranoid Park – USA 2007
★★★☆☆
Ein Mord in der Skaterszene. Ein freundlicher Kommissar und ein junger Skater mit einem dunklen Geheimnis.
Ähnlich langsam wie in “Elephant” verfolgt van Sant seinen rehäugigen, aber nicht übermässig talentierten Hauptdarsteller durch eine Story die die wenigen Dialogszenen mit traumwandlerischen Slow-Mos in die Länge zieht. Die Geschichte dieses trotz aller Sozialkontakte fast autistisch-isolierten 16jr hätte von etwas mehr Story durchaus profitiert. Bisweilen fühlt man sich an eine Larry Clark Version von Dogtown Boys erinnert, so sehr verliert sich die Kamera in der umschmeichelnden Inszenierung hübscher Skaterjungs, das die eigentliche Schuld und Sühne Frage des Films ins Hintertreffen gerät und sich trotz der kunstfertigen Inszenierung ein ums andere Mal die Langeweile einschleicht. Van Sant hat mehr Zuneigung für seien Figuren, als Clark, aber dennoch schafft er es nicht der Hauptfigur Alex wirkliche Tiefe zu geben. Der Vorwurf der US-Kritik, der Filme habe mehr Zeitlupenshots, als alle Wes Anderson-Filme zusammen, und due Hauptfigur habe die Tiefe eines Covermodells ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Den Beitrag „Mixed-Movies – 13 Kurzreviews mit Batzman“ weiterlesen…

Verwandte Artikel

Es tut mir leid. Das Design der Filmfreunde ist damals auf meinem Mist gewachsen und ich hatte ja keine Ahnung. Keine Ahnung davon, dass hier mal wirklich lange Texte stehen würden, die wundervollen Reviews von Batzman, die tollen Essays. Und die waren jetzt zwei lange Jahre in Weiß auf Schwarz nur unter Schmerzen und unsagbarem Leid und noch viel mehr Tränen in den Augen gerade so lesbar. Dies hat genau jetzt sein Ende.

Weil sich die Filmfreunde nach monatelangen Grabenkämpfen endlich mal auf ein Re-Design einigen konnten und das kommt dann auch noch in wunderbarem oldschooligem Schwarz auf Weiß daher. Sensationell. Umgesetzt wurde das Design von Buddy Jeriko, vielen Dank nochmal an dieser Stelle. Die Weltherrschaft nehmen wir dann morgen in Angriff. Hail to the King/Hypno-Toad/Whatever…

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bush.jpgOliver Stones neuester Film „W“ (grandioser Titel!) mit Josh Brolin in der Hauptrolle startet in den USA am 17. Oktober, grade mal zwei Wochen vor den US-Wahlen am 4. November. Mal ganz davon abgesehen, dass es ein ziemlicher Hammer ist, dass der schlechteste Präsident der USA noch vor dem Ablauf seiner Amtszeit ein eigenes Bio-Pic gewidmet bekommt und in dem er wahrscheinlich noch schlechter wegkommen dürfte als seinerzeit Nixon in Stones , ahem, „Nixon“ (der auf sein Biopic dann ja auch 20 Jahre länger warten musste), frage ich mich, welchen Impact so ein Film auf die Wahl haben könnte.

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die Demontage des republikanischen Präsidenten keinen Effekt auf die Wahl hat und vielleicht wird „W“ zum ersten Film, der eine amerikanische Wahl mit entscheidet. Ich stelle mir grade die Premiere des Films vor. Und Barack Obama sitzt im Publikum. Yes we can!

(via)

Ich weiß warum ich es gewöhnlich vermeide in die Kindervorstellung (alles vor 22h) zu gehen. Aber manchmal wird man ja dazu gezwungen und landet doch in einer klassischen 20h Vorstellung. Meist reicht ja der Filter eines Originalfassungskinos dennoch aus, um auch die Kindervorstellung von den schlimmsten Ausfällen frei zu halten.

Heute leider nicht. Während ich endlich dazu kam Iron Man zu sehen, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen mehr über ein heterosexuelles Pärchen zu erfahren als ich wollte. Nämliches kam, wie es sich gehört erst sehr spät, als der Vorspann schon halb lief. Er hatte den frühzeitigen Verlust des Haupthaares anscheinend durch Besuche im Fitnessstudio auszugleichen versucht, sie war anscheinend schon mit komplizierteren Maschinen als einem Lichtschalter überfordert. Ich nannte sie Horst und Blinse.

Horst wollte Iron Man unbedingt sehen. Doch nicht genug, daß er auf die Idee gekommen war Blinse mit ins Kino zu schleppen, er mußte sie auch noch mit in die Originalfassung nehmen. Was keine gute Idee war, denn Blinse hätte vermutlich schon beim in Deutsch gehaltenen Langnesespot Probleme gehabt, der Handlung zu folgen und verstand weniger Englisch als Ivar Combrinck seelig.

Dafür war sie der Ansicht, daß Kinobesuche ein sozialkommunikatives Event seien und hatte auch keine Scheu ihren Freund mit Verständnisfragen zu behelligen. Die reichten vom Klassiker: “Das ist aber unrealistisch” über “Ach ist der tot, wenn der Böse den Betäubungsstrahl auf ihn richtet?” und “Aha was macht die jetzt da im Büro?”. Blinse war ein Quell sprudelnder Fragen, die nahelegten das man sie keinesfalls alleine Brötchen holen schicken durfte, weil die Gefahr bestünde, daß sie sich verliefe oder an der Brötchentüte lebensgefährliche Schnitverletzungen zuzieht oder es irgendwie schafft ein Hochhaus zum Einsturz zu bringen.

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Als bekennender Fan des Marvel-Universums und zumindest amüsiert über ausgefallene Comicnerdhaftigkeit in Grenzen, muss ich trotzdem zugeben, dass es einen Helden gibt, der bei Marvel unter Vertrag steht und mit dem “Geht mal garnicht”-Stempel ruhig ins DC-Lager katapultiert werden kann. Vermutlich bei dem Versuch einen noch aalglatteren Superhelden als Superman zu schaffen (komm und hol mich, Nilzenburger!), ist Jack Kirby und Joe Simon vermutlich aus Versehen der patriotische Schilderschleuderer aus der Feder gerutscht, der später als Anführer der Rächer immerhin genügend coole Helden um ihn hatte, sodass ein wenig abfärben konnte.

Jetzt schickte uns der liebe Ivory Tusk einen Link zu Cinemablend, der das Gerücht aufgreift, dass McConaughey wohlmöglich als Captain America in Frage kommt. Gerücht oder nicht: Bei einer kurzen Recherche bin ich über einen fast sechs Minuten Ausschnitt der 1990er Verfilmung gestolpert, den ich euch keinesfalls vorenthalten will!

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avengers.jpgMarvel hat heute die offiziellen Einspielergebnisse von „Iron Man“ bekanntgegeben, der verdientermaßen mit einem globalen Einspielergebnis von rund 200 Mio. US-Dollar das zehntbeste Startwochenende ever erreicht. Im Zuge dieser Meldung haben sie auch noch gleich die kommenden Comic-Verfilmungen angekündigt.

Marvel plans to launch its 2010 film slate with the release of the sequel, Iron Man 2, on April 30, 2010, followed by the launch of Thor on June 4, 2010. Additionally, Marvel is planting its feature film stakes for summer 2011 with an Avengers-themed summer – a two-picture project which will debut on May 6, 2011 with The First Avenger: Captain America (working title), followed by The Avengers in July 2011. (Yahoo, danke Ivory!)

Es ist zwar comic-historisch nicht korrekt, dass Captain America der erste Rächer war (das waren nämlich Iron Man, Thor, Ant-Man, die Wespe und der Hulk), das ist aber nur nerdige Klugscheißerei. Ein Captain America-Film ist mehr als fällig. Weiterhin in Planung sind ein vierter Teil von Spiderman und den Hulk will man auch (ein gutes Einspielergebnis vorausgesetzt, schätze ich mal) nicht einschlafen lassen.

In a conference call this morning, Marvel Studios’ David Maisel said that Iron Man 2 will be used to introduce Thor. Regarding more “Hulk” movies, Maisel said “We definitely plan on continuing.” He added that development continues on Spider-Man 4. “I can’t give any other updates other than to say it’s in development and everybody’s excited about ‘Spider-Man 4,’” he said. (Comingsoon)

Mir dünkt, wir sind bei Comic-Verfilmungen noch ganz am Anfang und denke, Marvel wird sein Universum Stück für Stück weiter ins Kino bringen. Wenn dabei solche Kracher herauskommen, wie „Iron Man“, soll es mir recht sein. Vielleicht machen sie ja auch wirklich mal einen Marvel Zombies-Film. Und dann laufe ich einmal nackt und jubelnd von Frankfurt nach Berlin. Ich mach das!

true.jpgBei Maxim reden Quentin Tarantino, Patricia Arquette, Tony Scott, Christian Slater, Gary Oldman, Dennis Hopper und andere über die Produktion des Kult-Klassikers. Absolutes Must-Read für alle Tarantino-Fans.

Scott: In Quentin’s original script, Christian dies and Patricia takes off with the money. All the cynical people die. Rapaport is spared because he’s innocent, and everybody else gets their comeuppance.

Tarantino: I tried like hell to convince Tony to let Clarence die, because that’s what I wrote and it wasn’t open for conjecture. I made this big dramatic plea: “You’re losing your balls. You’re trying to make it Hollywood shit. Why are you doing this?” He listened to the whole thing and then convinced me 100 percent that he wasn’t doing it for commercial reasons.

Scott: I just fell in love with these two characters and didn’t want to see them die. I wanted them together.

Tarantino: When I watched the movie, I real­ized that Tony was right. He always saw it as a fairy tale love story, and in that capacity it works magnif­icently. But in my world Clarence is dead and Alabama is on her own. If she ever shows up in another one of my scripts, Clarence will still be dead.

Link (via)

ShockTillYouDrop.com hat sich mit Drehbuchautor Breck Eisner über das Remake des John Arnold-Klassikers „Creature from the Black Lagoon“ unterhalten und was er da so von sich gibt, beruhigt mich in weiten Teilen doch sehr.

creaure-eisner-remake.jpgThe new Creature will take place in a contemporary setting, and, will feature a mixture of CG and practical FX. “The Creature has been designed, we’ve spent six months designing him.” Eisner says Spectral Motion has built a maquette based on an appearance created by Mark “Crash” McCreery (Jurassic Park, Pirates of the Caribbean). “We went top shelf on it. It’s very faithful to the original, but updated.”

Asked if he was turning the Creature into a huge action spectacle like Universal’s Mummy films, Eisner expresses a noted reverence for the studio’s atmosphere-soaked originals like James Whale’s Frankenstein and George Waggner’s The Wolf Man. “We debated tone a thousand times. For me tone is the most interesting thing a filmmaker has and so the Creature is a creature, it’s not a monster. That’s my number one thing about the movie. We’re not going to turn him into a monster. He’s still going to be empathetic, he’s still going to be deadly, he’s still going to have a misguided means of expressing his interests in a woman, but it’s uniquely the Creature. It’s empathy for a deadly creature and tone plays a big part of that.”

Link

Die Bundesregierung plant eine Gesetzesänderung, nach der Filme wie „Saw“ oder „Hostel“ nicht mehr öffentlich beworben werden dürfen.

Eine geplante Gesetzesänderung sieht vor, einen neuen Begriff einzuführen: Videospiele oder Filme sollen keine Kennzeichnung bekommen, wenn die Gewaltdarstellungen “das Geschehen beherrschen”.

Für die betroffenen Bildmedien wäre dies fatal. Die Verweigerung eines Kennzeichens darf nicht verwechselt werden mit dem Urteil “Keine Jugendfreigabe”, das dem früheren “Nicht freigegeben unter 18 Jahren” entspricht. Erhält etwa ein Film hingegen keine Kennzeichnung, darf er auch nicht beworben werden. Das Werk dürfte zwar öffentlich gezeigt werden, aber jeder Hinweis auf die Vorführung wäre strafbar. (FR, danke Dirk!)

Faktisch ist ein solches Gesetz als Zensur zu werten, denn was nicht beworben wird, wird auch nicht wahrgenommen. So jedenfalls die Denke der Regierung und Tilmann P. Gangloff, Verfasser des Artikels in der Frankfurter Rundschau, der sich dann noch eine ziemlich anmaßende Frechheit erlaubt, wenn er schreibt:

[...] die Maßnahme wird vor allem Filme wie “Hostel” oder “Saw” treffen, in denen munter gemetzelt wird – die weitaus überwiegende Mehrheit der Kinofans hat keinerlei Interesse an diesen Splatter-Filmen und wird ihnen keine Träne nachweinen.

Ich gehe natürlich davon aus, dass Herr Gangloff die überwiegende Mehrheit der Kinofans gefragt hat, bevor er seinen Unsinn verbreitet, schließlich ist ja Recherche ein grundlegendes Handwerkszeug des Journalisten, aber darum geht es mir nur am Rande. Mir geht es viel mehr darum, dass in Zeiten, in denen sich Filmfans ihre Informationen immer mehr im Netz zusammensuchen und dort mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht nur auf Seiten, in Foren, auf Blogs, die deutschem Recht unterliegen, eine solche Regelung natürlich völlig ins Leere läuft.

Den Beitrag „Verschärfter Jugendschutz: No More Tortureporn for You!“ weiterlesen…

potter.jpg

Wie schlachtet man ein erfolgreiches Franchise weiter aus um den Fans auch noch die letzten paar Euros aus den Rippen zu leiern? bietet man Fans über ein langsam auslaufendes Franchise hinaus weiteren Mehrwert? Ganz einfach: man macht ein Musical eine Ausstellung.

Nicht nur, dass Warner den letzten Teil der Potter-Saga unnötigerweise in zwei Teilen in die Kinos bringen will, und zwar im November 2010 und Mai 2011, jetzt wollen sie auch noch eine Potter-Expo in 10 großen Städten rund um den Globus starten.

“Harry Potter: The Exhibition” will include elaborate displays of authentic costumes, props and artifacts from popular environments featured in the films such as those from Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry, including the Gryffindor common room and Hagrid’s hut. During its run, the exhibit will also be updated to include artifacts from the final installments of the Harry Potter film series. (/Film)

Das Dings soll 2009 losgehen und die leute für fünf Jahre belästigen bezaubern. Ähm, ich sag mal: juhu. Kleingeschrieben.

“Henry Pooles Leben hat den Gipfel der Trostlosigkeit erreicht, so wie er es sieht, bis zu jenem Tag an dem er Gott findet…” Was wie eine gottesfürchtige Geschichte klingt, ist der Anfang einer gefühlvollen Liebesgeschichte, die Batzman bestimmt nicht gefallen würde. In “Henry Poole Is Here“, von Mark Pellington, entdeckt Henrys (Luke Wilson) neugierige und aufdringliche Nachbarin ein schattenhaftes Bildnis an seiner Hauswand – das Anlitz Gottes. Schnell wird Pooles Garten zur Pilgerstätte zahlreicher Gottesanbeter, die glauben, dass dieser Ort heilende Kräfte in sich birgt. Henry ist ganz und gar nicht begeistert, lernt aber dadurch die junge Frau (Radha Mitchell) von nebenan kennen. Aus nachbarschaftlicher Nächstenliebe wächst ernsthafte Zuneigung und der verbitterte Mann erfährt, dass der Glaube an die Liebe von großer Bedeutung ist.
Das klingt jetzt aber doch arg kitschig…

Den Beitrag „Henry Poole Is Here“ weiterlesen…

Das ist so eins der Dinge, für das ich das Internet liebe. Steven Spielberg in der legendären Serie „Inside the Actors Studio“ von 1999. In zwei Teilen (in schrecklicher Qualität, sorry) nach dem Klick.

Den Beitrag „Steven Spielberg Inside the Actors Studio“ weiterlesen…

Das muss man sich jetzt mal vorstellen: da wollten Ridley Scott und Sigourney Weaver mit der Alien-Saga weitermachen… und taten das dann nicht, wegen dem „Alien vs Predator“-Bockmist. Die Filme waren mir ja schon vorher nicht besonders sympatisch, weil sie eben trashiger Quatsch sind und am definitiv vorhandenen Stil der Original-Reihe kratzen… und jetzt das!

Weaver recently told MTV that she was genuinely, like seriously this time, considering making a third sequel with Scott…but then the first Alien Vs. Predator caca-fest happened and then AVP: Requiem fell on top of Alien’s remaining potential like a piano made of dung. Ripley is forever dead says Weaver. (/Film)

Jetzt bin ich sauer! Verfickte Predatorenreggaespacken.

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