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	<title>Die Fünf Filmfreunde &#187; Review</title>
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	<description>Filmnews. Trailer. Reviews - Das Filmblog</description>
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		<title>Reviews: The Artist, Drive (Review)</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 22:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Drive]]></category>
		<category><![CDATA[Ryan Goslin]]></category>
		<category><![CDATA[The Artist]]></category>

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		<description><![CDATA[Und hier zwei Reviews zu den beiden wichtigsten Starts der Woche: The Artist &#8211; Frankreich 2011 3.5 out of 5 stars Der Stummfilmstar Georg Valentin sieht sich durch den anbrechenden Wechsel zum Tonfilm in der Defensive. Trotzig behauptet er Ton wäre nur eine Phase und nur der Stummfilm habe Zukufunt, doch schon bald sieht er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier zwei Reviews zu den beiden wichtigsten Starts der Woche:</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Artist-Limited-Deluxe-mit-Bonus-DVD/dp/B005LL4UB8%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005LL4UB8"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41uVKx5xSaL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong><br />
The Artist &#8211; Frankreich 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p>Der Stummfilmstar Georg Valentin sieht sich durch den anbrechenden Wechsel zum Tonfilm in der Defensive. Trotzig behauptet er Ton wäre nur eine Phase und nur der Stummfilm habe Zukufunt, doch schon bald sieht er sich vor dem Karriereknick. Hollywood braucht neue Stars für die Tonfilm-Ära und während Georgs Stern sinkt, wird die ehemalige Nebendarstellerin Peppy Miller zur umjubelten Ikone.</p>
<p>Heutzutage mit großen Aufwand einen Stummfilm zu drehen, kann nur zum grandiosen Erfolg oder totalen Flop werden möchte man meinen. Der letzte der dieses Experiment im großen Stil wagte war Mel Brooks mit seinem &#8220;Silent Movie&#8221; und auch das ist mittlerweile wieder fast 40 Jahre her. Die Zeit war also reif für eine weitere Hommage an die Zeit in der große Gestik und Mimik das gesprochene Wort ersetzten. Und Regisseur Michel Hazanavicius gibt sich alle Mühe den Look und Gefühl der alten Zeit wieder zu beleben. Wo Brooks einfach den Ton wegließ aber ansonsten einen relativ modernen Streifen drehte, setzt The Artist auf die totale Imitation &#8211; zumindest an der Oberfläche. Denn so Meta wie die Story, so doppelbödig ist auch das stumme und geräuschlose Spiel, dass immer mit dem Wissen spielt, dass der Verzicht ein bewusster und kein erzwungener ist. Wir könnten Ton haben, aber wir nutzen ihn bewusst nicht &#8211; was die wenigen Stellen an denen Geräusche und Sprache vorkommen umso effektvoller macht. </p>
<p>Der Score, der eine Mischung aus Neukompositionen und Zitaten ist (u.a. auch Hitchcocks-Soundtracks) passt dabei ziemlich perfekt und treibt die Handlung auch dann vorran, wenn sich das Grundgimmick der Handlung ein wenig abgenutzt hat. Denn auch wenn er viel Spaß macht ist The Artist nicht ohne Längen und die Vorhersehbarkeit der Story sorgt im Mittelteil dann schon für eine oder andere gedehnte Minute. Dennoch macht der Film insgesamt Spaß, was sicher auch an der wunderbaren Besetzung bis in die Nebenrollen (John Goodman, Malcolm McDowall) liegt, die sich mit angemessenem Enthusiasmus in das liebenswerte Oberacting werfen und &#8211; wie im Falle des Hautdarstellers Jean Dujardin &#8211; wirklich meisterlich den naiven Charme früher Stummfilmheroen kanalisieren. </p>
<p>Das Experiment ist gelungen und ist als Hommage und gleichzeitig Abschied vom Stummfilm zu verstehen, denn so wie sich Georg Valentin dem Fortschritt anpassen muss und am Ende im Tonfilm ankommt, so weiß auch The Artist dass diese Art von Film nur alle paar Jahre als selbstrefentielle Metafilm funktioniert, den die Zuschauer eher wegen seiner ungewöhnlichen Machart lieben, als das sie tatsächlich emotional mit den Figuren mitfiebern. The Artist 2 wird sicherlich nicht funktionieren, aber The Artist sollte sich kein Filmfan entgehen lassen.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Drive-Perlman-Nicolas-Winding-Gosling/dp/8363242004%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D8363242004"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41TmnLy29GL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong>Drive &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p>Der namenlose Stuntfahrer, der von allen nur Driver genannt wird, verdient sich ab und zu etwas als angemieteter Fluchtwagenfahrer hinzu. Seine Jobs erledigt er kalt und präzise, zwischenmenschliche Beziehungen sind fast nicht vorhanden. Das ändert sich, als er sich in die junge Mutter Irene verliebt und sich mit ihr anfreundet. Doch Irene ist verheiratet und als ihr Mann Standard aus dem Knast entlassen wird, ringt sich Driver durch ihm bei einem Überfall zu helfen, damit er das Schutzgeld, dass er ein paar Gangstern schuldet zurückzahlen kann und Irene und ihr Sohn sicher sind&#8230;</p>
<p>Drive sieht wahnsinnig gut aus. Jedes Bild ist scheinbar konzipiert um als Poster ausgekoppelt zu werden. Jede Szene ist Style, Eleganz und perfektes Spiel von Licht und Schatten. Ryan Gosling der den ganzen Film mit einem Zahnstocher im Mund herumrennt, bzw. fährt wird als fleischgewordene Coolness inszeniert, die im Neonlook der 80er durch diesen modernen Noir-Film juckelt. Wer allerdings mehr als Style und Coolness erwartet, dürfte streckenweise seine Probleme mit dem Film haben, denn diese &#8220;The Driver&#8221;-Paraphrase fährt trotz des Titels über weite Strecken mit angezogener Handbremse. Nicolas Winding Refn schwelgt in minutenlangen Szenen die Gosling beim stoischen Starren, stoischen Herumfahren zeigen und bedient sich bisweilen derart exzessiver Zeitlupen, dass das Bild schon mal kurz vor der völligen Starre zu stehen scheint. Der ominös brummende Soundtrack suggeriert zwar, das wäre alles sehr wichtig und artsy, verhindert aber nicht völlig, dass es stellenweise auch schon mal extrem langweilig wird. </p>
<p>Was schade ist, denn Drive verspricht gerade zu Beginn einiges, der initiale Heist ist gekonnt und spannend inszeniert und auch einige der Nebenfiguren wie Albert Brooks jovial-sadistischer Gangster Bernie oder Ron Perlmans Nino bergen mehr Potential, als letztlich genutzt wird. Denn ähnlich wie ein Macho-Poser der vor lauter Männlichkeit kaum gerade gehen kann und der fürchtet er könne als Weichei gelten, wenn er redet oder lacht &#8211; so macht auch Drive oft den Eindruck vor lauter Coolness nicht aus dem Quark zu kommen. Während Tom Ford in &#8220;A Single Man&#8221; die steife Stilisierung der Bilder zu Kunstwerken nutzte um (wenn auch nicht immer subtil) etwas über seine Figuren auszusagen und einen Blick in ihr Innenleben zuzulassen, scheint Refn sich mit der Pose zufrieden zu geben. Was spätestens dann etwas ärgerlich wird, wenn unnötig brutale, ja durchaus sadistische Gewaltszenen als Schockeffekt ausgespielt werden, ohne sie je zu reflektieren oder sie in den Kontext der Person Drivers zu setzen. So wirken sie als pubertäre Provokation, als unnötige Ergänzung der &#8220;Look, Momma! It&#8217;s art!&#8221;-Stylespielereien des behäbigen Rests.</p>
<p>Gosling schaut den gesamten Film entweder milde-amüsiert oder stoisch unnahbar und bleibt Ikone, bleibt Abziehbild des harten, wortkargen Loners der tief drinnen wohl irgendwo ein Herz haben muss. Abseits der Pose ist er wenig interessant und verblasst, denn selbst Oscar Isaac (der kaum 20min im Film mitspielt) hinterlässt als Irenes Mann einen nachhaltigeren, vielschichtigeren und menschlicheren Eindruck. Carey Muligan als Irene ist gewohnt gut, bleibt aber wie Gosling in den Fesseln der unterschriebenen Rolle hängen &#8211; die die Beziehung der beiden stets mehr als Plotdevice, denn nachvollziehbare Entwicklung behandelt.</p>
<p>Am Ende bleibt Drive doch ein erstaunlich leerer Film, der zwar Tropen des Genres gekonnt beherrscht sich aber letztlich doch mit dem Zitat zufrieden gibt ohne den Anspruch der Eigenständigkeit, aber auch ohne den Mash-Up-Ansatz den Tarantino und seine Epigonen verfolgen. Die Humorlosigkeit von Drive mag zwar in einer Welt der Permaironie ganz erfrischend gedacht sein, täuscht aber auf die volle Spieldauer nicht darüber hinweg, dass doch entsetzlich wenig passiert und diese Rächergeschichte abgewetzter ist als die Besetzungscouch von Michael Bay. Der Driver ist cool, er kann cool rumstehen, cool Köpfe zu Brei treten und cool in blutbesudelter Jacke herum rennen &#8211; was er nicht schafft ist, dass ich mich für ihn je so interessiere wie ich es für Steve McQueen oder Clint Eastwood je getan habe. </p>

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		<title>Die Muppets (Review)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 23:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Muppets]]></category>
		<category><![CDATA[The Muppets]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Haven&#8217;t you seen our first movie? We drive!&#8221; Originaltitel: The Muppets Herstellungsland: USA 2011 Regie: James Bobin Buch: Jason Segel &#038; Nicholas Stoller Darsteller: Kermit, Miss Piggy, Fozzy, Rowlf, Walter, Jason Segel, Amy Adams, The Animal, Scooter, Gonzo, Chris Cooper 4 out of 5 stars Die beste Zeit liegt lange hinter ihnen. Die Muppets sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Haven&#8217;t you seen our first movie? We drive!&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2012/01/Muppets1SheetPayoff450.jpg" alt="" title="Muppets1SheetPayoff450" width="450" height="669" class="alignleft size-full wp-image-21613" /></p>
<p><strong>Originaltitel: The Muppets<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: James Bobin<br />
Buch: Jason Segel &#038; Nicholas Stoller<br />
Darsteller: Kermit, Miss Piggy, Fozzy, Rowlf, Walter, Jason Segel, Amy Adams, The Animal, Scooter, Gonzo, Chris Cooper</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p>Die beste Zeit liegt lange hinter ihnen. Die Muppets sind vergessen und in alle Winde zerstreut. Ihr altes Theater soll an den reichen Geschäftsmann Tex Richman (Chris Cooper) verkauft werden, der darunter nach Öl bohren will. Doch die beiden Muppet-Fans Walter (Walter) und sein Bruder (Jason Segel) sowie dessen Freundin (Amy Adams) alarmieren Kermit um die alte Gang nochmal zusammenzutrommeln und ein Muppet-Spendenspecial zu produzieren, damit das Theater gerettet werden kann.</p>
<p>Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Ich liebe die Muppets seit ich die erste Folge irgendwann Anfang der 80er Jahre im ZDF gesehen habe (oder vielleicht sogar schon seit Peter Alexander sie in einer seiner Shows zu Gast hatte, die ich als kleines Kind immer bei meiner Oma geguckt habe). Die Muppets sind klasse und das nicht nur aus nostalgischen Gründen: Sie sind quintessential Puppets (auch wenn man sie nie als Puppen bezeichnen sollte) &#8211; sie waren der Beweis dass es nur geniale Pupeteers braucht um auch ohne große Special Effects lebendige, liebenswerte, witzige und skurrile Charaktere zu kreieren. Im Gegensatz zu blöden Bauchredner-Puppen, Kasperletheater oder den üblichen steifen Figuren die das Kinderprogramm bevölkerten waren die Muppets immer lebendig. Sie waren eben nie Puppen, sie waren People. Ohne sie gäbe es weder die Feebles von Peter Jackson noch die geniale Avenue Q-Show (bei der übrigens etliche Henson-Pupeteers mitwirkten). Kermit, Piggy, Waldorf und Stattler, Sweetums, Schweine im Weltall und der schwedische Koch sind Teil meiner Kindheits-DNA und wie ich bei neuerlicher Sichtung der alten Shows und Filme im vergangenen Frühjahr feststellte: Ich liebe sie noch immer. </p>
<p>Das konnten selbst die schlechten Filme wie Muppets from Space, The Muppet Wizard of Oz, die eher mässig witzige Neuauflage Muppet Tonight oder die öligen TV-Weihnachts-Specials nicht ändern. Denn die Handlung des Films ist nicht so weit von der Realität entfernt, für über 10 Jahre waren die Muppets nicht mehr wirklich präsent oder gar wirklich relevant. Zum Glück haben sie sich langsam wieder emporgearbeitet, zuerst mit kleinen Nischen-Produktionen für diverse Websites, dann mit einem eigenen YouTube-Kanal für den sie originäre Videos wie das wunderbare Bohemian Rhapsody produzierten und nicht zuletzt mit der wirklich gelungenen Parodie-Werbekampagne die dem neuen Film vorausging, den dutzenden Auftritten in TV-Shows die eines deutlich machten: Sie sind wieder da!</p>
<p>Und wenn dies auch manchen als PR-Overkill vorkommen mag, so ist es doch bitter notwendig, denn dort in der Welt lebt eine ganze Generation von Kids die nicht wirklich wissen wie großartig die Muppets sind und die sich wahrscheinlich fragen warum ein alter Furz wie ich sich so darüber freut, wenn er eine Sockenpuppe mit Pingpong-Ball-Augen interviewen darf. </p>
<p>Das hat Gründe, denn Jason Segel und Regisseur James Bobin haben es wirklich geschafft eine absolut gelungenen Film abzuliefern, aus dem gerade Muppet-Fans mit einem dicken Grinsen herauskommen werden und &#8220;Lifes a happy song&#8221; vor sich hinsummen werden. Hatte ich nach den ersten Informationen noch gefürchtet das Ganze könnte eine Star-Vehikel werden in dem die Muppets als Sidekicks für das Liebespaar Segel/Adams fungieren darf, stellte sich das nach wenigen Minuten als unbegründet heraus. The Muppets ist ein lupenreiner Muppet-Film, in dem die menschlichen Figuren bestenfalls Nebenrollen und Cameo-Auftritte haben. </p>
<p>Segel ist &#8211; und das nimmt man ihm absolut ab, wenn man sieht mit welch diebischer Freude er in Interwies mit seinem Co-Star Walter herumblödelt &#8211; ein Muppet-Fan dem viel daran lag der Muppet-Show und den ersten Filmen Respekt zu erweisen und gleichzeitig eine Geschichte zu erzählen, die die Muppets dort abholt wo sie heute sind. Sie in den mittelpunkt zurücken anstatt ein weiteres Mal eine klassische Story mit Muppets zu besetzen, wie das bei Wizard of Oz und Treasure Island der Fall war. </p>
<p>Natürlich ist die Handlung im Grunde nicht sehr originell und bedient sich großzügig bei Blues Brothers und ähnlichen Streifen (ein frühes Poster hatte sogar den Spruch &#8220;We&#8217;re getting the band back together&#8221;) doch das ist ganze so selbstironisch, liebenswert und augenzwinkernd umgesetzt, dass der Weg tatsächlich wichtiger ist als das Ziel. Für Fans ist es eine wahre Freude zu sehen, wieviele Referenzen es an die alte Show und besonders den ersten Film gibt, auch wenn dieser im Direktvergleich tatsächlich immer noch etwas gewaltiger wirkt, was Aufwand und Scope angeht. Ohne neue Zuschauer vor den Kopf zu stossen, werden dutzende kleine Anspielungen auf Muppet-Standards und frührere Ereignisse eingebaut, zusammen mit kleinen Seitenhieben auf die zynischeren, moderneren Epigonen, die in Form der Moopets die dunkle Gegenseite der Muppets darstellen. Denn so schön zynischer Witz und abgeklärter Sarkasmus auch oft sind, die herzliche Naivität und Offenheit, der kindliche Anarchismus der Muppets ist es der letztlich anrührt und sie als vollwertige Charaktere glaubhaft macht.</p>
<p>Das der Film die Muppets selbst auf ein Podest stellt kann man natürlich kritisieren, genau wie die im Grunde eher überflüssige und kaum ausgearbeitete Figur von Amy Adams mit der weder Drehbuch noch Regie wirklich viel anzufangen weiß und deren dramaturgischer Bogen mehr als einmal ziemlich holpert. Und auch dass ein sehr mutiger Gag im Finale (SPOILER SPOILER SPOILER *************) nämlich dass der Telethon nichtmal annähernd genug Geld eingebracht hat und die Muppets tatsächlich nochmal ganz unten anfangen müssen (SPOILER SPOILER SPOILER ENDE **********) dann um des Happy-End-Finales mal eben für null und nichtig erklärt wird und sich doch alle Probleme in Wohlgefallen auflösen: Natürlich ist das ein bißchen schade. Aber dann im Grunde auch nicht so wichtig, wenn man mit einem fröhlichen MahNaMahNa aus dem Kino entlassen wird. </p>
<p>Ist der Film genauso gut wie The Muppet Movie? Vielleicht nicht. Ist es der beste Muppet-Film seit &#8220;A Muppet Christmas Carol&#8221; &#8211; ganz eindeutig. Der &#8220;Flight of the Conchords&#8221;-Regisseur Bobins inszeniert nicht immer in großen Kinobildern, aber fängt viele Details ein und hat ein sehr sicheres Händchen für Gags und Timing und die schwungvollen und wirklich eingängigen Songs von Flight of the Conchords-Mitglied Bret McKenzie treffen genau den richtigen Ton zwischen warmherzigen Spaß und ironischer Verspieltheit. Sie fügen sich nahtlos ein in die recycelten Klassiker wie Rainbow Connection, die im Film ebenfalls zitiert werden und helfen in ihrer optischen Umsetzung die Story des Films zu bereichern. Ob Kermit alleine durch seine runtergekommene Villa streift und über die alten Freunde sinniert oder sich Jason Segel singend fragt ob er ein Mensch oder ein Muppet ist &#8211; die Musik bereichert den Film ohne ihn auszubremsen.</p>
<p>Als kleine Beckmesserei könnte ich erwähnen, dass Piggy etwas sehr zahm geworden ist und sich Kermit etwas zu willig wieder an den Hals wirft, aber vielleicht ist die alte Sau auch im Laufe der Jahre nur etwas altersmilde geworden (wobei sie in einigen Internetvideos immer noch zeigt, dass sie ordentlich zuschlagen kann). Das die Menschen sich, egal wie berühmt sie sind, als Stichwortgeber und dekorative Sidegags begnügen müssen und Zack Galifianakis ein wenig verschwendet wirklich, während sich Selina Gomez überraschend treffend selbst verarscht (Ich bin nur hier weil mein Agent mir das gesagt hat) &#8211; auch das gehört zu einem Muppet-Film. Nicht umsonst war in Teil 1 Schwergewicht Orson Wells in einer Minirolle zu sehen und auch diesmal sind die Stars eher Fan-Support als wirklich wichtig. Wichtig ist nur eines: Das Muppet-Gefühl stimmt. Dieser Film ist im besten Sinne altmodisch und versucht nie sich beim modernen Kino anzubiedern, er setzt darauf dass Kermit und Co. auch heute noch ihre Muppet-Magic entfalten und das Publikum verzaubern können. Ohne CGI-Overkill, Fäkalwitze und all die anderen Standards heutiger Erfolgsfilme. Und genau deswegen ist er auch so sympathisch.</p>
<p>Seht euch den Film an. Und dann holt euch die DVDs mit dem alten Muppet-Movie und die Shows. Und denkt dran: Life&#8217;s a happy song&#8230;</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Die-Muppet-Show-Staffel-Special/dp/B003YNHQVG%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB003YNHQVG"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jftEDiNEL._SL160_.jpg" alt="" /></a><a href="http://www.amazon.de/Die-Muppet-Show-komplette-Staffel/dp/B004EHVMOS%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004EHVMOS"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yAKASTL3L._SL160_.jpg" alt="" /></a><a href="http://www.amazon.de/Die-Muppet-Show-komplette-Staffel/dp/B004P7VLXE%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004P7VLXE"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51xYT-pavML._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>

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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 00:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Darkest Hour]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock Holmes 2]]></category>

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		<description><![CDATA[Sherlock Holmes &#8211; Spiel im Schatten (Sherlock Holmes &#8211; A Games of Shadows) &#8211; USA 2011 3.5 out of 5 stars Holmes und Watson sind wieder im Einsatz, diesmal gegen den Erzfeind Moriarty, der ein Politkomplott inszeniert, dass den Detektiv auf eine Jagd quer durch Europa treibt. Als Holmes-Film immer noch nicht wirklich der Burner, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sherlock Holmes &#8211; Spiel im Schatten (Sherlock Holmes &#8211; A Games of Shadows) &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/WARNER-HOME-VIDEO-Sherlock-Holmes/dp/B004OC006O%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004OC006O"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SgvbK%2B-sL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Holmes und Watson sind wieder im Einsatz, diesmal gegen den Erzfeind Moriarty, der ein Politkomplott inszeniert, dass den Detektiv auf eine Jagd quer durch Europa treibt.</p>
<p>Als Holmes-Film immer noch nicht wirklich der Burner, ist der Film nichtsdestotrotz eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Statt peinlichen Green-Screen-Turnereien vor Renderkulisse sind Downey Jr. und Law diesmal meist in realer oder bestenfalls digital gepimpter Kulisse zu sehen. Der Scope ist dank Europa-Reise wesentlich größer und dank den gut aufgelegten Darstellern, die das Ermittler-Duo diesmal noch mehr an der Grenze zur Homo-Travestie spielen, macht das Ganze meist auch Spaß.</p>
<p>Weniger gut weg kommen die Nebendarsteller, denn außer Stephen Fry und Jared Harris als Moriarty ist keine Figur mehr als Raumdeko. Insbesondere die Zigeunerin Simsa in Form von Noomi Rapace ist sträflich verschwendet. Dazu kommt der arg holperige Plot, bei dem auch aufmerksame Zuschauer Probleme haben werden zu verstehen was jetzt genau warum passiert &#8211; zumindest bis Holmes seine Basil-Exposition-Szenen hat.</p>
<p>Die Anflüge moralischer Philosophie über das Wesen des Menschen, die Moriarty am Ende anbringt sind leider auch nur wenig ausgearbeitet und hingeworgen, ja beschädigen das Mastermind in seiner Brillanz sogar etwas, da sie alle seine Bemühungen ad absurdum führen.</p>
<p>Holmes selber bleibt als Konstrukt schwierig, seine Intelligenz wird angedeutet, doch beschränkt sie sich weniger auf kühle Deduktion, als auf MacGyverhafte Improvisation, die weniger Ermittlungsarbeit ist, als Mission Impossible im Schnelldurchlauf. Das der Film wichtige Informationen zurückhält und verschleiert damit Holmes am Ende ein Auflösung aus dem Allerwertesten ziehen darf ist dann bisweilen schon etwas anstrengend, genau wie die im Grunde stylishen Zeitlupe/Speedup-Szenen &#8211; die bisweilen so ausgewalzt sind, dass sie zum Selbstzweck verkommen und eher Ablenken als die Story vorranbringen.</p>
<p>Das Holmes-Finale an den Reichenbach-Fällen dann so dramatisch inszeniert wird, als gäbe es tatsächlich etwas zu verlieren und der Epilog dann auch nochmal ewig weitergeht, ist dann, bei allen gelungenen Gags am Ende doch auch etwas überflüssig, denn wie Conan Doyle diktiert auch den Filmemachern der Kommerz &#8211; und der kann besteht darauf das es weitergeht&#8230;</p>
<p>Sehenswert, nichtsdestotrotz und viel besser als Teil 1 bewegt sich Guy Ritchie in die richtige Richtung, auch wenn sein Holmes-goes-Bourne-Konzept mich wohl nie wirklich überzeugen wird. </p>
<p><strong>Jonas &#8211; Deutschland 2012</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2012/01/3931603965-230x325.jpg" alt="" title="3931603965" width="230" height="325" class="alignleft size-medium wp-image-21595" /></p>
<p>Christian Ulmen geht in der Figur des 18jr Sitzenbleibers Jonas zurück an die Schule.</p>
<p>Der Versuch eine Dokumentation mit einer Kunstfigur zu machen ist erstaunlicherweise in weiten Teilen gelungen, denn auch wenn viele der Schüler wussten das Jonas eben kein echter Schüler ist, entstehen aus der Situation heraus viele wahrhaftige Momente. Ulmen nimmt sich mehr zurück als in &#8220;Mein neuer Freund&#8221; &#8211; sein Jonas ist zwar immer noch streckenweise anstrengend und vorlaut, aber lange nicht so penetrant wie seine bisherigen Kunstfiguren, mit denen er es hauptsächlich auf Provokation angelegt hatte.</p>
<p>Hier wird oft nur beobachtet und genau die Momente in denen die Kamera einfach nur hinschaut und die Klassendynamik erfasst, die Reaktion der Schüler auf die Lehrer oder auf Jonas, sind die Momente die einen in die eigene Schulzeit zurückversetzen und deutlich machen, wie wenig sich tatsächlich ändert. An der Tafel zu stehen und vom Lehrer blossgestellt zu werden, sich auf dem Pausenhof Geld borgen für etwas zu essen. Diskussionen um Sinn und Unsinn von Unterrichtsstoff oder die Benotung &#8211; hier erfasst der Film in kleinen Vignetten das Gefühl des Schülerseins wunderbar und auch Ulmen wirkt hier glaubwürdig, wenn er sich versucht einzufügen, abzugucken oder aus unangenehmen Situationen herauszureden.</p>
<p>Die Momente die manchmal etwas angestrengt sind, auch wenn sie nicht völlig daneben gehen, sind die inszenierten Dinge, vor allem Jonas Verliebtsein in seine Musiklehrerin &#8211; ein offensichtlich geplanter Handlungsstrang, der nie so ganz glaubhaft wirkt und lediglich durch die Reaktionen der Lehrerin und des Rektors ein wenig Leben bekommt. </p>
<p>Es bleibt trotzdem ein sehenswertes halbdokumentarisches Experiment, dass überraschenderweise auch auf Filmlänge unterhält und durch die gelungene Musikauswahl überzeugen kann. </p>
<p><strong>Darkest Hour -USA/Russland 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/DARKEST-HOUR-HIRSCH-DANISH-POSTER/dp/B0063TDGQM%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0063TDGQM"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51kjlYXXvnL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Eigentlich wollen die zwei US-Startup-Nerds in Moskau nur ein paar Investoren klar machen, als plötzlich die Apokalypse losgeht. Elektroaliens greifen die Erde an und der Kampf ums überleben beginnt&#8230;</p>
<p>Okay die Story ist etwas doof und man sieht dem Film an, dass er nicht eben superteuer war. Aber als harmloser SciFi-Trash macht der Streifen durchaus Spaß und bietet mit Moskau eine Spektakeltechnisch noch recht unverbrauchte Kulisse.<br />
Das die Figuren allesamt aus der Holzschnittkiste kommen und auch ein Emile Hirsch jetzt schauspielerisch eher auf Sparflamme spielt (aber immerhin mal einen proaktiven Charakter geben darf, was ihn von seinen sonstigen Rollen doch unterscheidet), sei geschenkt, denn im Rahmen seiner Parameter ist das Elektroalien-Inferno doch irgendwie putzig anzusehen. &#8220;Welcome to Russia&#8221; dürfte wohl die am meisten strapazierte Catchphrase sein und wenn die Cybernerds gegen die Kollegen vom ID-Monster antreten fliegen ordentlich die Funken.  Wer Skyline gehasst hat, wird wahrscheinlich auch mit der diesjährigen lowbudget Alien-Invasion nicht warm werden, aber allen Freunden naiven Trashs sei der Film durchaus empfohlen.</p>

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		<title>Mission Impossible: Phantom Protokol (Review)</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 23:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[brad bird]]></category>
		<category><![CDATA[jeremy renner]]></category>
		<category><![CDATA[Mission Impossible 4]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Pegg]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Cruise]]></category>

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		<description><![CDATA[-&#8221;Just remember: Blue is glue!&#8221; -&#8221;And red?&#8221; -&#8221;Dead.&#8221; Originaltitel: Mission: Impossible &#8211; Ghost Protocol Herstellungsland: USA 2011 Regie: Brad Bird Buch: Josh Appelbaum / André Nemec Darsteller: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton, Ving Rhames 4 out of 5 stars Ethan Hunt wird mit einem zufälligen Team zusammengewürfelt, nachdem ein Terrorist den Kremel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>-&#8221;Just remember: Blue is glue!&#8221;<br />
-&#8221;And red?&#8221;<br />
-&#8221;Dead.&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/12/mission-impossible-ghost-protocol-poster-230x359.jpg" alt="" title="mission-impossible-ghost-protocol-poster" width="230" height="359" class="alignleft size-medium wp-image-21413" /></p>
<p><strong>Originaltitel: Mission: Impossible &#8211; Ghost Protocol<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Brad Bird<br />
Buch: Josh Appelbaum / André Nemec<br />
Darsteller: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton, Ving Rhames</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p>Ethan Hunt wird mit einem zufälligen Team zusammengewürfelt, nachdem ein Terrorist den Kremel sprengt und ihm die Schuld dafür zuschiebt. Der Plan: Einen weltweiten Atomkrieg auszulösen. Auf eigene Faust müssen Hunt und seine Leute den Terroristen stoppen, ehe er den letzten Teil seines Plans in die Tat umsetzen kann&#8230;</p>
<p>Fourth Time is the charme&#8230; zumindest in diesem Fall. Ich war nie ein Fan der MI-Reihe, nicht unbedingt Tom Cruise wegen, obwohl er sicherlich seinen Anteil daran hatte. Als jemand der mit &#8220;Kobra, übernehmen sie?&#8221; bzw. &#8220;Unmöglicher Auftrag&#8221; aufwuchs, störte mich schlicht und einfach immer die Fokussierung auf einen übermächtigen Helden der die Chose im wesentlichen im Alleingang meistert. Mission Impossible im Film war immer mehr Ego-Show, als Team-Heist. Dass der erste Teil Jim Phelps zu einem Schurken machte, war ebenso respektlos wie unnötig. Teil 2 bot schicke Bilder, war aber dank Studioeinmischung nur ein konfuser Rumpf-Film und JJ Abrams Teil 3 sah leider aus wie ein Fernsehfilm, mit faden Bildern und einem käsigen Showdown der aus einer Rangelei in einem Lagerhaus bestand, bei der der Schurke am Ende vors Auto stolperte. Nee, auch wenn ich weiß das die Filme ihre Fans haben, mich haben sie nie wirklich umgehauen. </p>
<p>Insofern war die Begeisterung für den anstehenden vierten Teil eher verhalten, bestenfalls Regisseur Brad Bird und die neuerliche Mitwirkung von Simon Pegg sorgten für mildes Interesse. Umso angenehmer die Überraschung, dass dieser Film sich stimmungsmässig, als auch vom Spektakelwert deutlich von den Vorgängern abhebt. Optisch war bestenfalls John Woos zweiter Teil in einer Liga mit &#8220;Ghost Protocol&#8221; &#8211; denn hier gibt es auch abseits des fulminanten Dubai-Tower Heists, der im Imax-Format gedreht wurde und tatsächlich ziemlich großartig aussieht und getimed ist, sehr sehenswerte Action-Momente. Vom Hudson-Hawk paraphrasierenden Gefängnisausbruch der treffend-böse mit &#8220;Ain&#8217;t that a kick in the head&#8221; unterlegt wird, zum Kremel-Einbruch (bei dem besonders Simon Peggs Benji samt seinen Gadgets glänzen kann), eine Verfolgungsjagd im Sandsturm bis zum großem Finale in einer hochmodernen Parkgarage &#8211; immer bietet der Film Scope, sehenswerte Stunts und nimmt sich dabei nie so ganz ernst. </p>
<p>Klar gibts eine dunkel Vergangenheit für Ethan Hunt, weil die beiden jungen Drehbuchautoren ja irgendwie seine Frau aus dem Weg räumen mussten, die sonst nur unnütz rumgestanden hätte. Aber selbst die emotionalen Momente werden eher als popcorndrama zur spannungsförderung, denn als tränendrüsiger Gefühlskitsch inszeniert. Und endlich, endlich geht es im Film mal um das MI-Team. Ethans Mitstreiter Pegg, Paula Patton und Jeremy Renner sind wirklich gleichberechtigte Figuren und nicht nur Stichwortgeber für Mr. Obercool. Die Chemie zwischen ihnen, die einfallsreichen Gadgets (die nie so funktionieren wie sie es eigentlich sollten), die ironischen Verweise auf die Mainstayes der Serie (wie etwa die nicht funktionierende Selbstzerstörung der Auftragsbitschaft) &#8211; das alles sorgt für sehenswerte, fluffige und stellenweise extrem spannende Kinounterhaltung. </p>
<p>Brad Bird der schon mit The Incredibles und Iron Giant gezeigt hat, dass er wirklich rasante Action inszenieren kann, verlässt sich auch in MI4 auf seine Instinkte und bringt eine gewisse Pixar-Leichtigkeit in die Serie, die eher den überkandidelten Bond-Filmen der 70er und 90er nacheifert, als den zu Tode gerittenen &#8220;grittigen&#8221; und &#8220;realistischen&#8221; Bourne-Epigonen die seit Jahren mit Wackelkamera und Action-Szenen die nur aus Nahaufnahmen bestehen, die Multiplexe traktieren. Der Bösewicht in Ghost Protocol ist ein gutes altes größenwahnsinniges Genie, der bewusst jenseits aktueller politischer Bezüge verortet wird (auch wenn das sicherlich mit dem Wunsch nach weltweiter Vermarktbarkeit zusammenhängt). Wichtig ist nicht seine Agenda, sondern seine Aktionen und die Reaktionen des MI-Teams, die ebenso humorvoll wie suspensevoll ablaufen.</p>
<p>Cruise, dem man sein Alter in den Nahaufnahmen mittlerweile doch ansieht, nimmt sich bis auf den etwas unnötigen Epilog, sehr zurück, kokettiert mit der eigenen Verwundbarkeit und Angst, was ihn doch sympathischer macht als gewöhnlich. Pegg nutzt seine ausgebaute Rolle und liefert einige der besten Punchlines die er mit gewohntem Understatement platziert, Jeremy Renner ist ebenfalls ungewohnt linkisch und zeigt dass er auch mit komödiantischen Momenten umgehen kann und Paula Patton wirkt zwar wie ein Platzhalter für Angelina Jolie, macht ihre Sache dabei aber durchaus ordentlich, auch wenn ihr emotionaler Arc am holprigsten erzählt ist und auf halber Strecke im Nichts endet. </p>
<p>Als unbeschwertes Actionkino mit wenig Tiefe aber hohem Spaßfaktor funktioniert der Film in jeden Fall &#8211; und dürfte der erste Eintrag in die Reihe sein, bei der ich mich tatsächlich über eine weitere Fortsetzung freuen würde. </p>

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		<title>Kurzreviews: Der gestiefelte Kater, Shark Night 3D, Die Schlümpfe, Bad Teacher</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 21:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Teacher]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schlümpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Puss In Boots]]></category>
		<category><![CDATA[Shark Night 3D]]></category>
		<category><![CDATA[The Smurfs]]></category>

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		<description><![CDATA[Und hier wieder zwei aktuelle und zwei DVD-Starts im Kurzreview: Der gestiefelte Kater, Shark Night 3D, Die Schlümpfe, Bad Teacher Der gestiefelte Kater &#8211; USA 2011 3.5 out of 5 stars Puss ist ein gesuchter Verbrecher, seit er von seinem eierförmigen Stiefbruder Humpty Dumpty einst reingelegt wurde. Jetzt müssen sich beide wieder zusammenraufen um dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier wieder zwei aktuelle und zwei DVD-Starts im Kurzreview:<strong> Der gestiefelte Kater, Shark Night 3D, Die Schlümpfe, Bad Teacher</strong></p>
<p><strong>Der gestiefelte Kater &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/PUSS-BOOTS-ANTONIO-BANDERAS-POSTER/dp/B005ZVXZKQ%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005ZVXZKQ"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Ha8skcJjL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Puss ist ein gesuchter Verbrecher, seit er von seinem eierförmigen Stiefbruder Humpty Dumpty einst reingelegt wurde. Jetzt müssen sich beide wieder zusammenraufen um dem Gannovenpaar Jack &#038; Jill ihren größten Schatz abzujagen: Die Zauberbohnen die den Aufstieg ins Schloss mit der goldenen Gans ermöglichen&#8230;</p>
<p>Überraschend kurzweilig und optisch wesentlich inspirierter als die letzten beiden Shrek-Filme lebt der Film hauptsächlich vom Charme des Antonio Banderas, auf dessen Zorro und Desperado-Erbe hier genüsslich abgehoben wird. Seine Figur, ob als kleines Kätzchen oder abgeklärter Draufgänger, funktioniert auch alleine genauso gut, ja vielleicht sogar noch besser, als in der Funktion des komischen Sidekicks. Banderas bringt Gravitas mit, die es erst möglich macht ihn im einen Moment als Ikone der Coolness zu sehen, nur um im nächsten zu lachen, wenn er sich selbst genüsslich zum Trottel macht.</p>
<p>Mit Salma Hayek und Zack Galifiankis hat er stimmlich ebenbürtige, vielschichtige Figuren zur Seite die den Film zwar nicht nachhaltig beeindruckend machen, aber solide Abenteuerkost liefern. Zusammen mit der wirklich sehenswerten Szenerie, die näher am Italo-Western und Rango als an der knuddeligen Märchenwelt ist, entfaltet Puss in Boots auch optisch Qualitäten die gerade dem lustlos zusammengerenderten vierten Shrek-Teil deutlich abgingen. Hier spürt man: Die Macher hatten wieder Spaß am Thema und Lust diese Geschichte zu erzählen.</p>
<p>Und endlich wird auch im Shrek-Universum wieder mehr Wert auf, zwar abgedrehte aber treibende Storyelemente gelegt, anstatt sich träge von einer Popkulturreferenz zur anderen zu hangeln. Klar ganz ohne die und ohne Popsong-Tanznummern gehts bei Dreamworks natürlich nicht, aber der von Guillermo del Toro mitproduzierte Film wirkt ambitionierter und origineller, als man es diesem Spin-Off zugetraut hätte. Natürlich verschenkt er einiges Potential der &#8220;Jack and the Beanstalk&#8221;-Story &#8211; nicht zuletzt den Riesen und dessen Welt, die soviel Potential hätte, hier aber nur für einen Kurztrip gestreift wird. Das ist schade, tut dem ansonsten knuffigen Feelgood-Film aber keinen Abbruch. Und verdammt, Katzen sind einfach niedlich&#8230; </p>
<p><strong>Shark Night 3D &#8211; USA 2011</strong><br />
1 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/SHARK-NIGHT-3D-MOVIE-POSTER/dp/B005Z2WOF2%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005Z2WOF2"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41gwsb-RPIL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Teenager.Salzsee. Rednecks. Haie. Kreisch.</p>
<p>Hai-Alarm auf Mallorca ist nicht mehr der schlechteste Hai-Film aller Zeiten. Dieses Prädikat macht ihm der ebenso einfallslose sowie Blut- und Spannungslose Shark Night 3D vehement streitig. Jeder Asylum-Heuler hat mehr Unterhaltungswert als David R. Ellis absolut ambitionslos heruntergekurbelte und in jedem Moment billig aussehende Dumpf-Twens gegen Hillbillys mit 3 Haiszenen-Produktion, bei der die größte Frage nicht ist wie man es 11 Jahre nach Deep Blue Sea hinbekommt Hai zu rendern die lausiger und alberner aussehen als die aus Harlins-Heuler, sondern wie es dieser Mist tatsächlich ins Kino geschafft hat, anstatt in einer Grabbelkiste von fünftklassigen Direct-to-DVD-Releases verdient zu vergammeln.</p>
<p>Ich hab ja wirklich eine hohe Toleranz für Trash und kann selbst billigen Riesenspinnenheulern im Nachtprogramm oft noch etwas abgewinnen, aber Shark Night 3D ist einfach nur ärgerliche, zuschauerverachtende Kacke, dass er weder als Trash noch als Guilty Pleasure irgendetwas anzubieten hat.</p>
<p>Die Schauspieler liegen deutlich unter dem Niveau einer Amateur-Soap im Offenen Kanal, die Synchronisation klingt als würden die Darsteller sonst Erwachsenen-Unterhaltung oder Teleshop-Specials sprechen, die Dialoge sind so grauenhaft, dass sie nicht mal mehr witzig sind und die Handlung, wenn man das ganze so nennen mag lässt wirklich so manche Sci-Fi-Channel Eigenproduktion noch innovativ und originell erscheinen.</p>
<p>Wo die sicher auch diskussionswürdigen Piranhas wenigstens konsequent auf Tits, Ass, Gore und Silly-Over-the-Top-Momente setzen, ist hier alles lauwarm und unglaublich öde. Was an Splatter geboten wird verursacht auch 8jr wohl keine Alpträume, Suspense und Spannung fehlen gänzlich und keine einzige Figur bleibt auch nur für eine Sekunde im Gedächnis, geschweige denn dass es die Zuschauer jucken würde ob sie leben oder sterben.</p>
<p>Zuletzt das 3D das auch nur in wenigen Unterwasserszenen nach echtem 3D aussieht und ansonsten eher wie eine billige Konversion wirkt (auch wenn laut Abspann angeblich das famose Fusion-System im Einsatz war) &#8211; manche Szenen sind so flach, dass sie kaum 2D wirken, so banal und farblos wirkt dieser hingerotzte Scheiss der von vorne bis hinten den Eindruck macht, das aber mal wirklich so gar keiner der Beteiligten irgendeinen Bock hatte über das bare Minimum hinaus irgendwas einzubringen.</p>
<p>Dass der Film größtenteils am Tag spielt und so selbst den Titel als dreiste Verarsche dastehen lässt, kann noch als Fußnote zu diesem völlig freudlosen Debakel angefügt werden.</p>
<p><strong>Die Schlümpfe &#8211; USA 2011</strong><br />
2 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Die-Schl%C3%BCmpfe-Neil-Patrick-Harris/dp/B005FOS7RE%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005FOS7RE"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RVcnMFREL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Ächz. Okay die Erwartungshaltung spielt natürlich mal wieder eine große Rolle, die nach den unterirdischen Trailern auf Null lag. Dagegen steht natürlich die generelle Sympathie für die blauen Zwerge, die man schon zu Schulzeiten gesammelt und deren Comic-Bände ich mir immer aus der Bücherei ausgeliehen habe.<br />
Natürlich sind sie grundsätzlich liebenswürdig, genau wie Neil Patrick Harris grundsätzlich ein sehr sympathischer Typ ist. Doch das Problem ist leider, dasselbe der anderen uninspirierten Cartoon-to-3D Adaptionen: Sie sind sind so generisch und ambitionslos, dass es schwer fällt sie nicht während des Ansehens schon zu vergessen. </p>
<p>Und gerade bei den Schlümpfen scheinen die Macher sehr wenig Vertrauen ins Quellmaterial gehabt zu haben, denn die krampfhafte Konfrontation mit der amerikanischen Menschenwelt fällt leider sehr zäh und öde aus. Der Humor erschöpft sich in mässigem Slapstick und Four-Letter-Words durch Smurf zu ersetzen &#8211; was spätestens nach 5min anstrengend wird und die Handlung bei der wir uns dafür interessieren sollen ob NPH seinen dämlichen Werbejob behält und die Schlümpfe als schmierig-schmalzigen Crashkurs in Vater-werden benutzt, ist mit langweilig noch vorsichtig umschrieben.  Sophia Vergara spielt fast nicht mit, NPH muss wie ein Idiot Guitar-Hero-Werbung machen und wirkt dabei als wäre es ihm selbst unendlich peinlich und lediglich Hank Azaria hat als lebende Cartoonfigur Gargamel anscheinend Spaß an der Rolle &#8211; auch wenn seine computeranimierte Mieze wohl eine der wenigen Vertreter ihrer Art ist, die mal so gar nicht niedlich wirkt.</p>
<p>Das Peyos Zwerge am Ende in Schlumpfhausen New Yorker Wolkenkratzer nachbauen lässt einen dann doch wünschen, sie wären lieber bei Gargamel in der Suppe gelandet und hätten NPH erspart mit ihnen tränenreiche Hug-Feste zu feiern.</p>
<p>Für Kinder wahrscheinlich irgendwie lustig, aber für jeden über 12 eine in seiner absolut ambitionslosen Mittelmässigkeit und dank unangenehm plattem Product-Placement eher unerfreuliches Animationswerk, dessen Pixelgnome leider auch an keiner Stelle den naiv-liebenswerten Charme der Vorlage wachrufen können.</p>
<p>Und das Lied nervt wirklich.</p>
<p>Bad Teacher &#8211; USA 2011<br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Bad-Teacher-Baddest-Cameron-Diaz/dp/B004YVWWLG%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004YVWWLG"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51M7Es9YkML._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Eigentlich will sie sich nur einen reichen Typen angeln und auf dessen Kosten ein tolles Leben führen. Doch als ihr aussichtsreichster Kandidat abspringt muss Caeron Diaz Lehrerin wohl oder übel zurück an die Schule um sich so lange durchzuschlagen, bis der nächste Traummann in Reichweite ist&#8230;</p>
<p>Überraschungsfrei aber dank vieler gut platzierter R-Rated-Derbheiten und der rundherum passenden Besetzung ein überaus amüsanter Wegguck-Film, ohne Originalitätsanspruch. Eine Prise School of Rock, ein bißchen Bad Santa und das komödiantische Talent von Diaz reichen aus um der anfangs unausstehlichen Lehrerschlampe gerne bei der Menschwerdung zuzusehen.</p>
<p>Justin Timberlake brilliert als blödeste Blinse der Lehrgeschichte, Jason Segel sieht wieder aus wie ein Muppet und ist einfach nur sympathisch und die Kinderdarsteller liefern die passenden Sidegags und den mild schockierenden Kontrast für die sexuelleren Gags der Komödie.</p>
<p>Mit etwas mehr Ideen hätte der Film vielleicht zum kleinen Unikat werden können, aber auch so reicht es für nen spaßigen Filmabend. </p>

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		<title>Twilight &#8211; Breaking Dawn: Bis(s) zum Ende der Nacht &#8211; Teil 1 (Review)</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 01:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Twilight Breaking Dawn]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;I think I&#8217;m gonna be sick.&#8221; Originaltitel: Twilight Saga: Breaking Dawn &#8211; Part 1, The Herstellungsland: USA 2011 Regie: Bill Condon Drehbuch: Melissa Rosenberg Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning 2 out of 5 stars Bella und Edward heiraten. Jacob ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Bella wird schwanger mit einem Monsterbaby. Werwölfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;I think I&#8217;m gonna be sick.&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/12/german-breaking-dawn-poster-230x325.jpg" alt="" title="german-breaking-dawn-poster" width="230" height="325" class="alignleft size-medium wp-image-21336" /></p>
<p><strong>Originaltitel: Twilight Saga: Breaking Dawn &#8211; Part 1, The<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Bill Condon<br />
Drehbuch: Melissa Rosenberg<br />
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning</strong><br />
2 out of 5 stars</p>
<p>Bella und Edward heiraten. Jacob ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Bella wird schwanger mit einem Monsterbaby. Werwölfe knurren. Über allen Wipfeln liegt Ruh. Warte nur, bald knurrest auch du.</p>
<p>Dem Klischee folgend, dass die Twilight-Serie sowieso nur für Mädchen gedacht ist, bleibt auch dieser Vorletzte Halbteil in erster Linie eine Variante von &#8220;Lass uns drüber reden&#8221; &#8211; lasst euch nicht täuschen von der Behauptung hier gäbe es mehr Action oder es würde mehr passieren, das ist eine gestörte Wahrnehmung die nur auf Grund der extrem gesenkten Erwartungshaltung durch die Vorgänger plausibel erscheint. Wenn man Stalaktiten beobachtet scheint jeder fallende Kieselstein irgendwann auch als nervenzerfetzender Actionmoment.</p>
<p>Trotz des Millionenerfolges bleibt das Budget der Twilight-Filme eher übersichtlich, was sich sowohl an der Anzahl der Locations, der Actionszenen sowie der Qualität der Spezialeffekte bemerkbar macht, die lediglich graduell besser ist als Teil 3.</p>
<p>Der Großteil des Films ist wie gehabt langwieriges Rumpalavern in und um das Haus der Cullens in dem sich Bella auf ihre Explosion vorbereitet. Bewährtes Soap-Feeling stellte sich ja schon bei Ansicht des Posters ein und ein Hauch von California Clan umweht auch stets die blassen Vampirdarsteller bei der Interpretation von Drei-Tage-Regenwetter beim Pauschalurlaub. Kristen Stewart sieht effektiv aus wie Christiane F. nach dem All-You-Can-Eat-Buffet, Edward schaut mit Darmgrippegesicht bedeutungsschwanger drein, Jacob behält sein Shirt zu oft an, ist aber bis zu seiner Prägung auch mal wieder der einzige zurechnungsfähige Charakter der Truppe, auch wenn Lautner nicht eben wesentlich mehr Gesichtsausdrücke hat als Pattinson. </p>
<p>Es passiert im Grunde genommen kaum etwas und über weite Strecken wird Zeit geschunden, weil Bellas Vampirisierung und die Geburt ja krampfhaft bis zum Ende aufgeschoben werden muss. Wirkte es beim Harry Potter-Zweiteiler noch halbwegs nachvollziehbar die umfangreiche Story aufzuteilen, dreht Twilights Erzählmotor so oft im Leerlauf, das deutlich wird wie sehr die Macher mit dem Marketingwunsch der Teilung gehadert haben. Die unnötig aufgepumpten Zänkereien mit dem Wolfsrudel, kaschieren nur schwer den inhaltlichen Stillstand.</p>
<p>Bill Condon, in der Vergangenheit ein Hit-and-Miss-Regisseur, bemüht sich etwas Spannung zu erzeugen, aber das GZSZ-Feeling, die fehlende Größe der Story die niemals Epos-Format erreicht (weil einfach nie wirklich etwas Wichtiges an den Entscheidungen der Figuren hängt) und die deswegen auch nicht im Ansatz an pottersches Pathos heranreicht, liegt bleischwer über dem Werk, dass krampfhaft versucht erwachsen zu werden, wo die Wendy-Dramaturgie einfach nichts hergibt. Das die Dialoge klingen als wären sie ursprünglich für Christiane Neubauer geschrieben und schwurbelige Blicke wie Schwalben kurz vorm Heiterbiswolkig durch die Gegend sausen, versteht sich von selbst. Bella ist immer noch der unnützeste Zellhaufen des Postfeminismus, Edward glänzt gleichfalls wieder durch bekannte Eigenschaftslosigkeit (denn weiterhin verbindet die beiden nichts außer die Behauptung des Verliebtseins) und generell gilt: Wer Charakter entwickelt nimmt eine Aspirin, legt sich eine halbe Stunde hin und wartet bis es besser ist. Das die Sexszene ein bißchen nach Schlussverkauf bei Obi aussieht, mag der züchtigen Jugendfreigabe geschuldet sein, aber nachdem Buffy und Spike in einer Folge beim Sex mal ein ganzes Haus abrissreif gefickt haben, erscheint auch das sehnlichst erwartete Katsching überraschend hier fade und mutlos im Vergleich.</p>
<p>Zum Schluss die vielgerühmte Geburtsszene, gut die mag für Zuschauer die noch auf das erste Schamhaar warten vielleicht etwas verstörend wirken, dürfte hartgesottene Splatterfreaks (also Zuschauer die schonmal Emergency Room geguckt haben oder ohne Mutti an der Wursttheke einkaufen durften) in ihrem TV-Sanftheit doch eher unbeeindruckt lassen, genauso wie Jesu pardon Bellas Himmelfahrt und Auferstehung die Geduld rein längenmässig doch arg strapaziert.</p>
<p>Lichtblick: Die Hochzeitsszene in der Conlon dicht dran ist in die Selbstparodie abzugleiten. Doch danach gibts viel getretnen Quark. Und der wird wie wir ja wissen nur breit. Nicht stark.</p>

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		<title>Kurzreviews: The Thing, Submarine, Real Steel, Tim &amp; Struppi und das Geheimnis der Einhorn (Review)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 17:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Hugh Jackman]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Spielberg]]></category>
		<category><![CDATA[Submarine]]></category>
		<category><![CDATA[The Adventures of Tintin]]></category>
		<category><![CDATA[the thing]]></category>
		<category><![CDATA[Tintin]]></category>

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		<description><![CDATA[So nachdem ich aus dem Urlaub zurück bin jetzt ein paar aktuelle Starts und Filme zu dem ich jetzt erst gekommen bin im Kurzreview: The Thing &#8211; USA 2011 3 out of 5 stars Vorgeschichte von Carpenters The Thing in der wir erfahren, was im norwegischen Forschercamp passiert ist, die das Alien und das Raumschiff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So nachdem ich aus dem Urlaub zurück bin jetzt ein paar aktuelle Starts und Filme zu dem ich jetzt erst gekommen bin im Kurzreview:</p>
<p><strong>The Thing &#8211; USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/THING-REMAKE-TEASER-MOVIE-POSTER/dp/B005VEBXSI%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005VEBXSI"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31mKUQZrNaL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Vorgeschichte von Carpenters The Thing in der wir erfahren, was im norwegischen Forschercamp passiert ist, die das Alien und das Raumschiff entdeckt haben.</p>
<p>Es hätte schlimmer kommen können. Ganz klar spielt das verspätete Prequel an keiner Stelle in derselben Liga wie Carpenters Meisterwerk, aber es versucht sich im respektvollen Umgang mit dem Original in dessen Anfang es immerhin nahtlos überleitet.<br />
Was dem neuen Film fehlt sind starke Charaktere und die ruhige, suspensegeladene Stimmung des Originals. War im Original jede Figur auf ihre Weise einprägsam und interessant, dienen die viele Figuren des norwegischen Camps hauptsächlich als verheizbares Kanonenfutter, für das &#8220;Ding&#8221; das sich diesmal entgegen der Tagline von Carpenters Film (&#8220;Man is the warmest place to hide&#8221;) weniger versteckt, als wie ein Slasher-Killer hinter seinen Opfern her ist. Die verschiedenen Mutationen sind dabei durchaus originell und faszinierend konzipiert, kranken allerdings an ihrem digitalen Look, der sie nur in wenigen Momenten als so real und greifbar erscheinen lässt, wie Rob Botins Latexkreationen. Das diesmal eine außenstehende US-Forscherin (und Amerikanerin) als Identifikationsfigur in den Plot gepresst wurde, die sich mit dem eindimensionalen Mad Scientist rumstreiten darf, tut der Spannung auch nicht wirklich gut, denn so stellt sich nie das Gefühl echter Abgeschlossenheit ein und die Idee mit den Plomben als Nachweis der menschlichen Echtheit ist leider auch nicht halb so nervenzerfetzend, wie der Bluttest des Originals.</p>
<p>Die Musik und Kameraführung versucht sich schon dran Carpenters Werk zu imitieren und es gibt zugegeben viel langweiligere und ärgerlichere Filme als dieses neue Thing. Aber leider fügt das Prequel der Geschichte weder etwas interessantes hinzu, noch ist er je mehr als eine Fußnote zum Original. Und dessen Schicksal nach geflopptem Kinostart erst spät zum Kulterfolg zu werden, dürfte das Remake wohl auch nicht erwarten &#8211; denn dazu ist es einfach zu gewöhnlich. </p>
<p><strong>Submarine &#8211; UK 2011</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/OPTIMUM-RELEASING-Submarine-DVD/dp/B004TA74XI%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004TA74XI"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51pBo4G5oKL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Der eigenwillige britische Teenager Oliver Tate muss sich mit der Beziehungskrise seiner Eltern, dem Erwachsenwerden und der schwierigen Beziehung zur Freundin Yordana herumschlagen.</p>
<p>Nicht die originellste Coming of Age-Story, aber dennoch eine sehr skurril und sehr englisch, respektive walisisch erzählte Story über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe. Die Darsteller sind eher sympathisch, als schön und Meilen entfernt von den geleckten US-Kollegen. Der Soundtrack ist großartig stimmungsvoll und die Küste von Swansea bildet den passenden optischen Background, der die innere Melancholie und jugendliche Unsicherheit wie den Hang zum großen, prätentiösen Drama widerspiegelt. Als Geistesverwandter von Adrian Mole und Nick Twisp kann Oliver Tate durchaus überzeugen und wenn er mit seiner Freundin Freundin zusammen Dinge anzündet, sich selbst Super 8-Erinnerungen erschafft oder elaborierte Todesphantasien durchspielt, ist das eigenständig genug um davon abzulenken, dass die Themen natürlich universell sind und wir diese Teen-Angst schon dutzendfach gesehen haben. Letztlich funktioniert der Film auch eher darüber wie er die Story erzählt, als darüber was er erzählt. Besonders erwähnenswert neben den jungen Hauptdarstellern auch Noah Taylor, als dauerdepressiver Vater und Sally Hawkins als Olivers Mutter. </p>
<p><strong>Real Steel -USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/REAL-STEEL-JACKMAN-MOVIE-POSTER/dp/B005ZUVIZG%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005ZUVIZG"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fWUMd5UxL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Heruntergekommener Ex-Boxer wird überraschend mit seinem Sohn konfrontiert und muss nicht nur seine Beziehung zu ihm kitten sondern auch einen abgetackelten Kampfroboter zum Sieg führen&#8230;</p>
<p>Ohne Hugh Jackmans Charme hätte diese Robo-Version von Rocky wirklich Probleme. Dank ihm bleibt der Film im soliden Fahrwasser des Kinderkinos, der ideale Sonntag-Nachmittags-Kost ohne jede Überraschung abliefert.<br />
Tricktechnisch ist das ganze überraschend zurückhaltend und gerade deswegen beindruckend, die Roboter verschmelzen nahtlos mit der real gefilmten Action. Dramaturgisch wirds bisweilen etwas anstrengend, denn der kleine Junge überschreitet mehr als einmal die Grenze zum Nervigen, zumal er nie als Kind wirklich glaubhaft wird, so  sehr ist er den Erwachsenen des Films überlegen.<br />
Die Logik ist auch nicht der große Freund des Drehbuchs und Captain Kitsch schlägt im tränenseeligen Final dann auch härter zu, als jeder Kampfroboter.<br />
Mit 12 hätte ich den Film vielleicht geliebt, aber als Erwachsenem bietet der Streifen dann doch zuwenig Überraschungen als das es für ein mehr als &#8220;ganz nett&#8221; reichen würde. Trotzdem ist der Film mit seiner warmherzigen Harmlosigkeit immer noch um Längen sympathischer als Transformers und Co.</p>
<p><strong>Tim &#038; Struppi und das Geheimnis der Einhorn &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Die-Abenteuer-Von-Tim-Struppi/dp/B005LKEBOA%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005LKEBOA"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/512kMDiUVPL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Tim &#038; Struppi lernen auf der Suche nach dem Geheimnis das sich in den drei Miniaturnachbildungen des Schiffs &#8220;Einhorn&#8221; Kapitän Haddock kennen und stürzen sich mit ihm in ein Abenteuer&#8230;</p>
<p>Wie erwartet setzt Spielberg im Bereich Motion-Capture-Film neue Maßstäbe. Technisch stellt er die Werke von Zemeckis deutlich in den Schatten und auch das Problem der toten Augen ist zwar nicht ganz verschwunden, aber deutlich besser als in anderen Werken. Problematischer ist da schon das Mischkonzept, die künstlerische Entscheidung die Figuren weder ganz menschlich, noch ganz stilisiert wirken zu lassen. So haben wir seltsam cartoonige Gestalten mit Sommersprossen, Poren und und Haaren auf den Armen &#8211; die zumindest für mich nie ganz den seltsamen Hauch des sterilen Abschütteln konnten.</p>
<p>Die Story geht im großen und ganzen in Ordnung, bietet klassische Abenteuerkost und einige rasante Actionszenen und wohl die schönste Intro-Animation der letzten Jahre, die Anklänge an &#8220;Catch me if you can&#8221; liefert &#8211; nicht zuletzt weil wir auch hier wieder mal John Williams im Jazz-Modus erleben dürfen.</p>
<p>Soweit ich es beurteilen kann, bleibt der Film auch den Figuren und dem Erzähltonfall Herges relativ treu, spielt mit kleinen Verweisen auf den Tintin-Kosmos, was Fans des Jungreporters sicher freuen dürfte. Mein Fall war der Mix aus relativ brutaler Action, in der ständig mit Maschinengewehren und Pistolen geballert und getötet wird und sehr kinderaffinen Slapstick-Humor allerdings schon in den Comics und Zeichentrickfilmen nicht ganz. Tim und Struppi sind noch ganz okay, aber Captain Haddock (schön gespielt von Andy Serkis) der ständig zwischen weinerlichem Säufer, Selbstüberschätzung und Trottel hin und herspringt ist auf Dauer genau wie Schulze &#038; Schultze mit ihrer Dauerdebilität ziemlich anstrengend. Was ich in einem konsequent cartoonigen Film, mit überzeichneten Figuren wie Shrek oder Despicable Me akzeptieren kann, wirkt in diesem Halbrealistischen Look unpassend und merkwürdig. Zugleich passiert im Grunde relativ wenig und nach dem ganz unterhaltsamen Showdown mit dem Schurken bleibt das Gefühl, das wahre Abenteuer stünde erst noch bevor. Bei aller Kritik bin ich dennoch gespannt was Peter Jackson aus dem nächsten Film macht, denn Spielberg geht inszenatorisch doch zu oft auf Nummer Sicher und erinnert in den Actionszenen streckenweise unangenehm an Indiana Jones 4 &#8211; auch wenn er und seine All-Star-Screenwriter-Horde wohl versucht haben das Flair von Raiders zu imitieren.</p>
<p>Es bleibt kein schlechter Film, der die zahllosen Fans (so sie sich nicht an Beckmessereien aufreiben) und kleinere Kids wohl gut unterhalten dürfte (wenn man es okay findet sie Filme sehen zu lassen in denen Nonstop mit Waffen herumgefuchtelt und geballert wird), bei dem wir aber gespannt sein können, ob er viele neue Fans hinzugewinnen wird. </p>

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		<item>
		<title>Kurzreviews: Contagion, Margin Call, Don&#8217;t be afraid of the dark (Review)</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/10/22/kurzreviews-contagion-margin-call-dont-be-afraid-of-the-dark-review/</link>
		<comments>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/10/22/kurzreviews-contagion-margin-call-dont-be-afraid-of-the-dark-review/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 19:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Contagion]]></category>
		<category><![CDATA[Margin Call]]></category>

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		<description><![CDATA[Contagion &#8211; USA 2011 3 out of 5 stars Eine Reisende kehrt aus Asien zurück und bringt eine Killergrippe mit die sich schnell ausbreitet und binnen weniger Tage Tausende Opfer fordert. Regierung, Wissenschaftler und Ordnungskräfte versuchen verzweifelt den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen. Bei allen Stars und allem Aufwand fühlt sich Contagion doch insgesamt überraschend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Contagion &#8211; USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/CONTAGION-Beidseitige-Filmplakat-Soderbergh-ORIGINAL-KINOplakat/dp/B005SSP59A%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005SSP59A"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HPBFKQp%2BL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Eine Reisende kehrt aus Asien zurück und bringt eine Killergrippe mit die sich schnell ausbreitet und binnen weniger Tage Tausende Opfer fordert. Regierung, Wissenschaftler und Ordnungskräfte versuchen verzweifelt den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen.</p>
<p>Bei allen Stars und allem Aufwand fühlt sich Contagion doch insgesamt überraschend banal an. Irgendwo zwischen Outbreak und dem Galileo-Special zur Killergrippe, zieht sich der überlange Film ohne tatsächlich mitzureissen oder zu berühren. Keine der Figuren wirkt tatsächlich lebendig, alle sind überdeutlich durch ihre Funktion definiert.<br />
Doch Funktionen lassen uns nicht mitfühlen. Wo im ähnlich gelagerten &#8220;And the band played on&#8230;&#8221; die Entdeckung des HIV-Virus und seine globalen Auswirkungen menschlich nachfühlbar vermittelt wurden, bleibt Contagion Herz- und Spannungsfreies Kino, das zwar halbwegs plausibel aber dennoch ohne eigentliche Story dahinplätschert und dramaturgisch mehr als einmal gehörig durchhängt.<br />
Am Schlimmsten bleibt die durchgängige Unoriginalität, die den ganzen gängigen Todesviren-Szenarien überhaupt nichts hinzuzufügen hat und &#8211; das enttäuscht bei Soderbergh tatsächlich &#8211; beständig das Gefühl vermittelt, es auch nichtmal zu versuchen. Zwei drei sülzige Momente mit Matt Damon und Tochter, die wir im Grunde auch nicht kennenlernen und die erkennbar nur als &#8220;Human Interest&#8221; eingebaut sind, reichen nicht aus um die Dimension des Geschehens tatsächlich spürbar zu machen.</p>
<p>Contagion mag ausreichen um misstrauisch zu gucken, wenn das nächste Mal in der Ubahn jemand hustet &#8211; das wirkliche Grauen eines solchen Virenausbruchs, bleibt er trotz Millionen Toten letztlich schuldig. </p>
<p><strong>Der große Crash &#8211; Margin Call &#8211; USA 2010</strong><br />
2.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Margin-Plakat-Movie-Poster-Inches/dp/B005FTTU84%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005FTTU84"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/513K4CkJ8DL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Die letzten 24 vor dem großen Börsencrash von 2008 in einer Lehmann-ähnlichen Großbank, deren Manager langsam realisieren, was die Stunde geschlagen hat.</p>
<p>Blendend besetzt mit einem hochspannenden Thema überrascht Margin Call hauptsächlich dadurch, wie klein er seine Story inszeniert, wie wenig mitreißend und spannend das Ganze letztlich doch wirkt. Spacey darf mal wieder etwas sympathischer spielen als in seinen letzten Werken, Quinto (der auch produziert hat) gibt den Rocket-Scientiest gone Banker mit überraschender Sanftheit und Jeremy Irons spielt mit sichtlicher Freude den überlebensgroßen Bankboss. Für sich genommen sind die schauspielerischen Leistungen alle sehr ansehnlich, auch Paul Bettany, Stanley Tucci und Demi Moore machen keine schlechte Figur &#8211; aber trotzdem bleibt der Eindruck von kleinlichem Geplänkel, das menschlich und inhaltlich eher kalt lässt.</p>
<p>Wer die Dokumentationen &#8220;Inside Job&#8221; oder &#8220;The Smartes Guys in the Room&#8221; gesehen hat, weiß wie spannend, packend und intellektuell wie emotional aufwühlend solche Stories erzählt werden können. Wenn in Margin Call nach anderhalb Stunden in denen missmutige Anzugträger in abgedunkelten Räumen zu melancholischer Musik gesprochen haben, versucht wird etwas bodenständige Emotion zu erzeugen, indem wir Spacey sehen, der seinen Hund beerdigt, dann verrät das viel über die Ratlosigkeit der Drehbuchschreiber, die sich anscheinend selbst nicht sicher waren, was sie jetzt genau sagen wollten. </p>
<p><strong>Don&#8217;t be afraid of the dark &#8211; USA/Aus/Mex 2011</strong><br />
2.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Don-T-Be-Afraid-Dark/dp/B005H5M9Z2%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005H5M9Z2"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51o2IM2aF3L._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Im Keller eines Hauses lauert das Unheil auf eine Patchwork-Family, die mit ihrer Tochter gerade frisch eingezogen ist.</p>
<p>Das Hauptproblem dieses braven Remakes eines TV-Gruslers aus den frühen 70er, der sich redlich müht Gothic-Horror zu erzeugen, ist das er an keiner Stelle unheimlich, wirklich spannend oder überraschend ist. Ihn umweht museale Behäbigkeit die auch durch die solide Kameraarbeit, die hübsch getricksten Monsterchen und die wabernde Musik nicht wettgemacht wird.</p>
<p>Das jetzt die kleine Tochter statt der Frau des Hausbesitzers die verhängnisvolle Kaminklappe öffnet ist im Grunde schon der einzige Unterschied zum Vorgänger, der zumindest Retrocharme für sich verbuchen kann. Del Toro, der sich als Produzent mit dem Remake ein Kindheitstraum erfüllt, mag jetzt besser schlafen können &#8211; aber nur weil der vom Comiczeichner Troy Nixey dirigierte Streifen höchstens Neunjährigen zu wohliger Gänsehaut verhilft.</p>
<p>Dabei hat der überkandidelte Prolog noch den creepigsten Moment zu bieten, enthüllt aber gleichzeitig zuviel über die kleinen Monster, die verdammt an die Tooth Fairies aus Hellboy 2 erinnern. Sie sind aber leider eher possierlich als unheimlich und liefern im Grunde immer dieselben paar Krabbelroutinen ab. Was fehlt ist das mysteriöse, die Ungewissheit, denn im Grunde sind die Fronten klar sobald das muffige Mädel zu ihrem Vater ins Haus zieht. Die Dunkelheit macht hier keine Angst und auch die Figuren laden nicht zum Mitfiebern ein, zu blass bleibt der von Guy Pierce unentschlossen gespielte Vater, zu one-noted Katie Holmes als &#8220;Daddys neue Freundin, die es doch nur gut meint&#8221;. Und letztlich krankt der Film auch daran, dass ähnlich wie in Pans Labyrinth das kleine Mädchen nicht gerade eine mimische Offenbarung, sondern bestenfalls Durchschnitt ist und auch als Charakter eher unterentwickelt bleibt &#8211; Einige Szenen sind so hölzern und schwerfällig inszeniert, dass man der kleinen auch gleich ein Schild mit &#8220;Ich bin von der Scheidung meiner Eltern traumatisiert&#8221; hätte um den Hals hängen können.</p>
<p>Bot The Orphanage creepigen und stimmungsvollen Geistergrusel bis zur Auflösung, schläft Don&#8217;t be afraid of the dark leider auf vertrauten Pfaden ein und lässt uns nie vergessen, dass wir das alles schon oft viel spannender gesehen haben.</p>
<p>Ein paar Ehrenrettungspunkte gibts für die Ausstattung des Hauses, das wirkt wie Guillermo del Toros Crib-Besichtigung und ein Querschnitt durch den Hellboy und Pan-Fundus.</p>

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		<title>Fright Night 2011 (Review)</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/10/09/fright-night-2011-review/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 14:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[colin farrell]]></category>
		<category><![CDATA[Fright Night]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Don&#8217;t do anything I wouldn&#8217;t do, and&#8230; that doesn&#8217;t leave much. Well&#8230; basically, Sushi and mini golf.&#8221; Originaltitel: Fright Night Herstellungsland: Großbritannien/USA 2011 Regie: Craig Gillespie Buch: Marti Noxon Darsteller: Colin Farrell, David Tennant, Anton Yelchin, Christopher Mintz-Plasse, Toni Collette 4 out of 5 stars Charlie Brewster (Anton Yelchin) könnte eigentlich ein nettes Teenagerleben führen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Don&#8217;t do anything I wouldn&#8217;t do, and&#8230; that doesn&#8217;t leave much. Well&#8230; basically, Sushi and mini golf.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/MoviePostersDirect-Fright-Night-Movie-Poster/dp/B005C1JE9K%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005C1JE9K"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41zUOycClTL._SL500_.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong>Originaltitel: Fright Night<br />
Herstellungsland: Großbritannien/USA 2011<br />
Regie: Craig Gillespie<br />
Buch: Marti Noxon<br />
Darsteller: Colin Farrell, David Tennant, Anton Yelchin, Christopher Mintz-Plasse, Toni Collette</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p>Charlie Brewster (Anton Yelchin) könnte eigentlich ein nettes Teenagerleben führen: Er hat seine Nerdvergangenheit erfolgreich abgeschüttelt, eine tolle Freundin und eine coole Mom (Toni Colette) &#8211; wäre da nicht sein Ex-Bester-Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse) der versucht ihn davon zu überzeugen, dass neben den Brewsters ein Vampir eingezogen ist und der charmante neue Nachbar Jerry (Colin Farrell) in Wirklichkeit ein böser Blutsauger ist. Dumm nur, dass Ed recht hat&#8230;</p>
<p>Ein Remake das tatsächlich besser ist als die Vorlage? Ja! Denn auch wenn sich Disney mit den 08/15-Trailern viel Mühe gibt den Film niederzumachen, ist Fright Night eine erstklassig besetzte, sehr witzige, stimmungsvolle und an vielen Stellen überraschend blutige Horror-Comedy. Und das sage ich als Fan der beiden Originalfilme, der immer noch ein originaleingeschweisstes &#8220;Glow in the dark&#8221;-Vampirgebiss zum alten Fright Night bei sich an der Pinnwand hängen hat (&#8220;If you love being scared, this will be the night of your life&#8221;). Tom Hollands Film macht auch heute noch eine ganze Menge Spaß, was nicht nur an den MaskenFX und dem unvergleichlichen Roddy McDowell liegt, der einen herrlichen Fuddy-Daddy Vampirjäger abgab, sondern auch an der sexuellen Spannung die sich durch den Film zog (die sicher nicht nur dran lag, dass der Darsteller des Original-Evil-Ed später eine Karriere als Pornostar machte). Fright Night bot interessante Vampire, die den Verführungsaspekt wirkungsvoll inszenierten ohne es auf schmalziges Romantikgeschwurbel zu reduzieren.</p>
<p>Und das Remake, des &#8220;Lars and the real girl&#8221;-Regisseurs Craig Gillespie, nach einem Buch von Buffy-Veteranin Marti Noxon, übernimmt genau die Stärken der Vorlage und dreht sie auf 11. Ohne Atempause und in der Eröffnung fast etwas zu gehetzt, legt der Film (der clever nach Las Vegas verlegt wurde &#8211; eine Stadt die an sich schon hinreichend surreal wirkt) los und zeigt uns in wenigen Skizzen wer die Personen sind und wie sie zueinander stehen. Das alle Hauptrollen gut besetzt sind, hilft dabei nicht unerheblich, denn die Darsteller schaffen es in wenigen Momenten lebendige Charaktere zu erschaffen. Yelchin spielt dabei einen vielschichtigeren und interessanteren Brewster als sein Vorgänger, dessen einzige Motivation es war flachgelegt zu werden. Der neue Brewster ist zu Beginn ein ziemlich unsympathisches Arschloch, der sich von seinem nerdigen Freund lossagt, aus Angst er könne nicht cool wirken. Christopher Mintz-Plasse schafft es ebenfalls, der Ed-Figur einen neuen Twist zu geben. Die ambivalente Sexualität klingt immer noch an, doch wichtiger ist hier die verratene Freundschaft, die ihn wirklich verletzt und auch in seiner überraschend wirkungsvollen Rückkehr zu einer tragisch-sympathischen Figur werden lässt. Imogen Potts hat als Amy zwar immer noch nicht soviel zu tun, funktioniert aber auch deutlich besser als Amanda &#8220;Marcy D&#8217;Arcy&#8221; Bears die als Damsel-in-Distress nie ganz überzeugen konnte und mit ihren toupierten Haaren eher als Brewsters Mutter durchging. </p>
<p>Witzig, wenn auch von der Rolle insgesamt nicht so cool wie Roddy McDowell ist David &#8220;The Doctor&#8221; Tennant. Die Anpassung aus ihm einen Chris Angel für Arme zu machen ist originell, funktioniert aber nicht ganz so gut, wie Dowells Peter Vincent der als TV-Host einer Horrorshow einfach unerreicht bleibt. Was nicht bedeutet, dass Tennant nicht gut spielt und ein paar wirklich klasse Szenen hat.</p>
<p>Die größte Überraschung ist allerdings Colin Farrell (zuletzt mit Todes-Frise in Horrible Bosses zu sehen) der Chris Sarandons Version ganz eindeutig überlegen ist. Sarandons Jerry war mehr George Hamilton als Christopher Lee &#8211; ihm fehlte die wahre Bedrohlichkeit, aber auch der echte Sex-Appeal. Farrell hat offensichtlich jede Menge Spaß mit der Rolle und spielt sie breit aus. Sein Jerry ist ein intelligentes Raubtier, das mit seiner Beute spielt, sie umwirbt, verführt, bedrängt und sich dabei immer eine Spur zu selbstsicher gibt. Wenn er Charlie um Bier bittet und hofft ins Haus eingeladen zu werden, wenn er versucht ihn zu manipulieren und auf seine Seite zu ziehen oder schon fast arrogant zulässt wie Charley eines seiner Opfer befreit &#8211; dann strahlt er eine faszinierende Bedrohlichkeit aus, die zeigt warum Vampire richtig genutzt doch tatsächlich gefährlich sein können. Wenn sie mal gerade nicht schmollende Mädchen umgarnen.</p>
<p>Schön auch zu sehen, dass die Figuren sich hier mal halbwegs glaubhaft verhalten und auch die Mutter keine dutzende Überzeugungsarien braucht, obwohl deutlich sein müsste, das Jerry nicht der nette Nachbar ist, der er vorgab. Überflüssig sind hier nur die Schul-Bullies deren Rollen so gar nichts zur Handlung beitragen, aber sie nehmen auch sowenig Zeit weg, dass sie nicht weiter stören. </p>
<p>Ein cooler Soundtrack (Ohrwurm: <a href="http://vimeo.com/15001101">99 Problem</a>s), viele gelungene Referenzen auf das Original (u.a. der legendäre MegaJaws-Mund den Amy nach ihrer Verwandlung bekommt) und ein paar nette WTF-Momente runden das Bild ab: Für Genre-Fans wird es dieses Halloween wohl keinen besseren Start geben. Also schnell gucken ehe die Vampire dann wieder das romantische Glitzern anfangen&#8230; </p>

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		<title>Attack the Block (Review)</title>
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		<comments>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/09/23/attack-the-block-review/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 19:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Aliens]]></category>
		<category><![CDATA[Attack The Block]]></category>
		<category><![CDATA[Cowboys & Aliens]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Cornish]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Frost]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;This is too much madness to fit into one text!&#8221; Originaltitel: Attack the Block Herstellungsland: Großbritannien 2011 Regie &#038; Buch: Joe Cornish Darsteller: John Boyega, Nick Frost, Jodie Whittaker, Luke Treadaway, Flaminia Cinque, Joey Ansah, Lee Nicholas Harris, Chris Wilson 4 out of 5 stars Ein ganz normaler Abend für die Gang vom Block. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;This is too much madness to fit into one text!&#8221;</em></p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ze3tnvMVL._SL500_.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Originaltitel: Attack the Block<br />
Herstellungsland: Großbritannien 2011<br />
Regie &#038; Buch: Joe Cornish<br />
Darsteller: John Boyega, Nick Frost, Jodie Whittaker, Luke Treadaway, Flaminia Cinque, Joey Ansah, Lee Nicholas Harris, Chris Wilson<br />
</strong>4 out of 5 stars</p>
<p>Ein ganz normaler Abend für die Gang vom Block. Auf den ersten Blick sind Moses (John Boyega) und seine jugendlichen Freunde typische Hoodies, jene Unterschichtskids, die als Schreckgespenst des Normalbürgers für Angst sorgen. Sie überfallen die Junge Krankenschwester Sam (Jodie Whittacker) als ihnen ein angriffslustiges Mini-Alien vor die Füsse fällt, das mit einem Meteor auf die Erde kam. Lange wird nicht gefackelt und das Vieh kalt gemacht, doch noch ehe die Jungs ihren Triumpg genießen können, bekommen sie es mit den größeren und schlechter gelaunten Verwandten des Aliens zu tun: Big Alien-Gorilla-Wolf Motherfuckers, die sie mit leuchtenden Zähnen attackieren und zum Rückzug in ihren Wohnblock zwingen, wo bald klar wird: Der einzige Weg zu überleben heißt kämpfen!</p>
<p>Joe Cornish macht ansonsten eher Comedy im TV und Radio, dreht Making of Videos für seine Kumpels Nick Frost und Simon Pegg oder schreibt Drehbücher wie zB das für den neuen Tim und Struppi-Film von Spielberg. Mit Attack the Block liefert er einen eindrucksvollen Debütfilm ab, der es schafft locker die anderen Alien-Invasion-Filme des Jahres alt aussehen zu lassen. Er ist rasanter als Battle L.A., blutiger als Cowboys &#038; Aliens und authentischer als Super 8. Denn auch wenn er sich freizügig an großen Vorbildern wie Carpenters Assault on Precint 13, Critters, Gremlins orientiert wirkt er doch an keiner Stelle wie ein Zitatensammlung oder nostalgische Rückschau. Vom Setup erinnert Attack The Block an den unsäglichen Zombies vs Cops vs Gangster-Heuler &#8220;Die Horde&#8221; &#8211; doch zum Glück enden die Ähnlichkeiten dann auch schon wieder mit der Grundkonstellation der Belagerung einer Prekariats-Burg durch Monster, in diesem Falle Aliens. Denn im Gegensatz zu den Franzosen interessiert sich Joe Cornish in seinem Regiedebüt für seine Figuren und liefert, neben &#8220;F&#8221; den wohl besten Beitrag zum Subgenre des Hoodie-Horrors. Wo </p>
<p>Denn auch wenn die Jugendlichen Übeltäter hier anfänglich ebenso bedrohliche Juvies sind wie in den üblichen UK-Heulern, schaffen sie es im Laufe des Films zu glaubwürdigen und sympathischen Figuren zu werden, ohne dass ihre kriminellen Handlungen entschuldigt oder glorifiziert werden. Wo in Eden Lake, Harry Brown und Co. nur billige Angstklischees zitiert werden um schmutzige Selbstjustizphantasien zu rechtfertigen, macht sich Cornish die Mühe hinter die äußere Hülle zu sehen. Der Kunstgriff die Gang immer wieder mit ihrem Überfallsopfer zu konfrontieren, die keineswegs gewillt ist ihnen einfach so zu vergeben, macht die Läuterung Moses, der mit wenigen skizzenhaften Momenten glaubhaft als verlorenes Kind gezeichnet wird, am Ende glaubhaft und trotz des Pathos befriedigend. Natürlich ist es Zufall, dass der Film so kurz nach den jüngsten Londoner Riots startet, aber es fällt schwer nicht gewisse Parallelen zu sehen, zwischen den Kids aus dem Block und den frustrierten Plünderern aus den News, die so wenig vertrauen in ihr politisches System haben, dass sie nichtmal mehr protestieren. Materielle Teilhabe am Konsum und sei er auch gestohlen. Die Kids in Attack the Block sind keine niedlichen Kinder, mit goldenem Herzen, bei denen ein Wort reicht um sie zum Guten zu bekehren. Sie sind abgewichst, brutal, rotzig, notgeil, nicht gerade die Hellsten und doch letztlich Kids, die noch nicht verloren sind. Die Konfrontation mit den minimalistischen, überaus effektiven Monstern &#8211; die nicht alle Mitglieder der Bande unbeschadet überstehen &#8211; macht sie dann doch zu Sympathieträgern, weil wir erleben dass sie eben doch menschlich handeln. </p>
<p>Natürlich ist Attack the Block keine einfühlsame Sozialstudie a la Ken Loach, aber er ist das was gute B-Filme ausmacht: Mehr als er auf den ersten Blick scheint. Nick Frost, der seinem Kumpel Cornish zuliebe eine kleine Nebenrolle annahm und dennoch tatkräftig mithilft den Film zu promoten, sorgt für ein Großteil der Comic-Relief-Momente, wenn er zusammen mit dem verwöhnten Wohlstandsjungen zusammen kiffend auf der Couch hockt oder fabuliert woher die Aliens wohl kommen könnten. Die Stars sind dennoch eindeutig die unbekannten Jungdarsteller, deren Chemie von der ersten Minute glaubhaft ist. Im Original sprechen sie einen einprägsamen eigenen Slang, der zunächst wie unverständliches Kauderwelsch klingt aber nach kurzer Zeit verständlich wird &#8211; eine eigene Sprache, für die Kids vom Block, die in der Synchronisation natürlich auf der Strecke bleiben muss, genau wie ein Großteil der Authentizität. </p>
<p>Für gerade mal acht Millionen Pfund gedreht, hat sich Cornish mit diesem Film und seiner trefflichen Mischung aus Horror, trockenem Witz, originellen Bildern und Action wärmstens für weitere Werke empfohlen. Er beweist zudem wieder mal, dass gute Ideen (wie die simplen Aliens mit ihren creepigen Leuchtzähnen) mehr wert sind, als hollywoodscher Renderwahn. </p>
<p>So und jetzt geht ins Kino oder kauft euch die Blu-ray (die in den UK gerade herausgekommen ist). </p>

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		<title>Minireviews: Blue Valentine, Film Socialisme, Midnight in Paris, Herzensbrecher &amp; FFF2011 Nachschlag: The Woman &amp; Cold Fish</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/09/08/minireviews-blue-valentine-film-socialisme-midnight-in-paris-herzensbrecher-fff2011-nachschlag-the-woman-cold-fish/</link>
		<comments>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/09/08/minireviews-blue-valentine-film-socialisme-midnight-in-paris-herzensbrecher-fff2011-nachschlag-the-woman-cold-fish/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 18:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jet Strajker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Features]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Valentine]]></category>
		<category><![CDATA[FFF]]></category>
		<category><![CDATA[Godard]]></category>
		<category><![CDATA[Minireview]]></category>
		<category><![CDATA[Sion Sono]]></category>
		<category><![CDATA[The Woman]]></category>
		<category><![CDATA[Woody Allen]]></category>
		<category><![CDATA[Xavier Dolan]]></category>

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		<description><![CDATA[Blue Valentine (USA 2010) 2 out of 5 stars Bemerkenswert gespieltes Liebesmelodram, im Wesentlichen dem Duktus des US-amerikanischen Independent-Kinos verpflichtet (Shaky Cam, grober Schnitt, symbolbehaftete Alltagsbilder), zuweilen eindrucksvoll in der Verzahnung seiner Zeitebenen. Inhaltlich fällt Regisseur Derek Cianfrance hingegen nicht viel mehr ein, als lediglich heterosexuelle Beziehungsstandards anzuhäufen und diese dem kommoden Verlauf einer unglückseligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blue Valentine (USA 2010)</strong><br />
2 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Valentine-Plakat-Movie-Poster-Inches/dp/B004N7OER6%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004N7OER6"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/510CkJsGCuL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Bemerkenswert gespieltes Liebesmelodram, im Wesentlichen dem Duktus des US-amerikanischen Independent-Kinos verpflichtet (Shaky Cam, grober Schnitt, symbolbehaftete Alltagsbilder), zuweilen eindrucksvoll in der Verzahnung seiner Zeitebenen. Inhaltlich fällt Regisseur Derek Cianfrance hingegen nicht viel mehr ein, als lediglich heterosexuelle Beziehungsstandards anzuhäufen und diese dem kommoden Verlauf einer unglückseligen Liebe entsprechend aufzureihen: Zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt turteln, vögeln und entzweien sich Ryan Gosling und Michelle Williams bis zum bitteren Ende in einer auf Ultrarealismus kupierten Geschichte &#8220;wie aus dem Leben&#8221;. Das ist wenig profund und weitgehend belanglos, genauso wie sicherlich vollkommen unproblematisch und legitim – wirft dann aber gleichwohl die Frage auf, warum es eben nun ausgerechnet auch noch dieses einhunderttausendste Beziehungsdrama überforderter Endzwanziger gebraucht hat. In der Art, wie sich &#8220;Blue Valentine&#8221; gegenüber seinen Figuren positioniert (genervte Zicke vs. liebebedürftiger Verlierer), erscheint der Film überdies mitunter unangenehm befangen. </p>
<p><strong>Film Socialisme (F 2010)</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Film-socialisme-FR-Catherine-Tanvier/dp/B003TP3VBI%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB003TP3VBI"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41wVMRzuTqL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Fragmentarisch, essayistisch, assoziativ, dialektisch und leicht senil, irgendwas davon wird schon stimmen. Eindrucksvoll montiert ist er ja, Jean-Luc Godards erhabener Gedankenstrom in 16:9, HD und überaus faszinierend gemischtem 5.1-Ton. Und in gewisser Hinsicht hat das geballte Thesendreschen den Anstrich einer harmonischen Paarung all der emotionalen und intellektuellen Manierismen Godards als Abschlusscollage, aus der man vieles schon kennt, die Haltung zu den Juden in Hollywood genauso wie den Hang zum Kulturpessimismus (&#8220;Quo vadis Europa&#8221;).<span id="more-20831"></span> Nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt, dass &#8220;Film Socialisme&#8221; womöglich die letzte Arbeit des Regisseurs bleiben wird, hinterlassen deren radikale Mosaike einen bestimmten Eindruck: Dies ist vielleicht der konsequenteste Godard-Film, den Godard noch hätte drehen können. Danach kann, danach muss Schluss sein. &#8220;NO COMMENT&#8221;.</p>
<p><strong>Midnight in Paris (USA/S 2011)</strong><br />
1.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Manhattan-Midnight-Paris-Woody-Musique/dp/B003K1ZFFG%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB003K1ZFFG"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/5183sV1WGJL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Nach großzügigem Cannes-Buzz, begeisterten Feuilletonarien und sogar klingelnden Kinokassen versprach &#8220;Midnight in Paris&#8221; einen Woody Allen in alter Form, bestenfalls sogar in Tradition seiner filmreflexiven Vergnüglichkeiten à la &#8220;Purple Rose of Cairo&#8221;. Erwartung vergebens. Auch im alten Europa, das Allen zuletzt noch einmal zu später Frische anregte (so frisch ein Film von ihm eben sein kann), haben nun erneut Altherrenulk und formale Lethargie den Regisseur fest in ihrer Hand. Mit der Idee, Owen Wilson als Woodys Alter Ego auf berühmte historische Persönlichkeiten aus Kunst, Musik und Literatur treffen zu lassen, weiß der Film nichts anzufangen. Statt einen künstlerisch diskursiven Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu eröffnen, betreibt Allen ausschließlich Namedropping. Übrig bleibt ein einziger Leerlauf zwischen Paris-Postkartenstrecke und &#8220;gewitzten&#8221; Beziehungsproblemchen – eine müde pointierte, betagte Komödie für Bildungsbürger jedweder Couleur, in der es wieder einmal um rein gar nichts geht. </p>
<p><strong>Herzensbrecher (OT: Les amours imaginaires, CDN 2010)</strong><br />
2 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Herzensbrecher-Xavier-Dolan/dp/B005BVSDO8%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005BVSDO8"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41NV61U44wL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Herzensbrecher, oder: Wie drehe ich einen Nahaufnahmenfilm über das Verlangen nach Liebe. Ästhetizistisch schwul bis Anschlag, Dauerkniefälle vor der Nouvelle Vague, Song-Montagen noch und nöcher. Und im Leben im geht’s oft her wie in einem Film von Rohmer, zumindest wenn man den verlaberten Nichtproblemen aller Figuren Glauben schenken darf. In der Konstruktion einer Ménage à trois aus Eifersüchteleien, Sehnsüchten und Identitätsdurcheinander ähnlich Bernardo Bertoluccis &#8220;The Dreamers&#8221; oder Christophe Honorés &#8220;Les Chansons d&#8217;amour&#8221;, deren Hauptdarsteller Louis Garrel hier einen Cameo als Spiegelbild des obskuren Objekts der Begierde absolviert. Da Xavier Dolan, der den Film geschrieben, inszeniert, produziert, geschnitten und teilausgestattet hat (die Hauptrolle übernahm er freilich auch noch), mit seinen gerade mal 21 Jahren so eine verdammt geile Sau ist, haben die Boys und Girls hier immer was zu gucken. Erträglich wird dieses unverhältnismäßig exponierte Slow-Mo-Klagelied übersättigter Hipster-Twentysomethings deshalb zwar noch nicht, mit Dolans zusammengeklaubter narzisstischer Bildsprache weht derzeit aber bezeichnenderweise wohl trotzdem der frischste Wind durchs Queer Cinema.</p>
<p><strong>The Woman (USA 2011)</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Beuterausch-Roman-Jack-Ketchum/dp/3453676157%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453676157"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QQY3LXeJL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Ein rohes Stück Film, das von Regisseur Lucky McKee und Horrorautor Jack Ketchum zunächst als Quasi-Sequel zu Andrew van den Houtens &#8220;Offspring&#8221; konzipiert wurde, schlussendlich aber lediglich dessen Sujet vom unzivilisierten Menschen erneut aufgreift, um es zu einem bitterbösen und tiefschwarzen Schocker neu zu verarbeiten. Im Kern erweist sich &#8220;The Woman&#8221; trotz vordergründiger Zugeständnisse an die von Suspense gelenkte Dramaturgie des Thrillers als gleichsam pervertiertes Melodram über die Stellung des Patriarchen in heutigen Mittelstandsfamilien. McKee, der hier nach seinem unterschätzten Horrordrama &#8220;May&#8221; (sowie &#8220;The Woods&#8221; und &#8220;Sick Girl&#8221;) erneut mit Angela Bettis zusammenarbeitet, inszeniert diesen Alptraum von einem Film mit einer fast beiläufigen Gelassenheit, die schnell die alles andere als unauffälligen oder schmucklosen Kabinettstückchen – und auch die komischen Elemente – seiner Regie übersehen lässt. Dass &#8220;The Woman&#8221; einige ungemein spannende theoretische Fragen über Gesellschaftsordnung im Allgemeinen und Geschlechterrollen im Besonderen verhandelt, darf schon nach einmaliger Sichtung zurecht vermutet werden – blickgetrübt letztlich durch einen grotesk-genialen Schlussakt, der jeden Ansatz vom Kopf weg in Mark und Bein verlagert. </p>
<p><strong>Cold Fish (OT: Tsumetai nettaigyo, J 2010)</strong><br />
0.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Cold-Fish-OmU-Mitsuru-Fukikoshi/dp/B005DIVEMM%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005DIVEMM"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51T%2BU3PyXAL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Gebündelter Schwachsinn von Japans angeblichem Regiewunderkind Sion Sono, das bisher mit stilistisch aufregenden, gern aber auch übersättigten und zuweilen zynisch-dümmlichen Filmen weltweit die Herzen der Cinephilen eroberte. &#8220;Cold Fish&#8221;, geboren aus der krankhaften Idee, Menschen so lange erniedrigen zu müssen, bis diese einmal über sich selbst hinauszuwachsen imstande sind (&#8220;Life is pain.&#8221;… so, so), ist psychologisch hanebüchener Mumpitz im üblichem Provokationsgestus, hinter dessen vordergründiger Kunstbeflissenheit sich einzig Stumpfsinn und Idiotie verschanzt haben. Die allein auf perverse menschliche Konflikte ausgerichtete Geschichte und ihre entsprechend spastische Inszenierung sind nichts außer widerwärtig und argumentieren stets über obszöne Gewalttätigkeiten, die in keinem Verhältnis zu einem erkennbaren, annähernd geistvollen Konzept oder Interesse an irgendeiner Form von Menschlichkeit stehen. Eine filmische Abart für Minder- bemittelte, 150 Minuten Gleichgültigkeit. Dieser Sono kann mich mal kreuzweise. </p>

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		<title>Kurzreviews: Cowboys &amp; Aliens, Red State,  Hesher, Super, Stake Land (FFF 2011 Review)</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 22:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Cowboys & Aliens]]></category>
		<category><![CDATA[Hesher]]></category>
		<category><![CDATA[kevin s]]></category>
		<category><![CDATA[Red State]]></category>
		<category><![CDATA[Stake Land]]></category>
		<category><![CDATA[super]]></category>

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		<description><![CDATA[Cowboys &#038; Aliens -USA 2011 3 out of 5 stars Outlaw Daniel Craig erwacht erwacht nahe eines Westernkaffs und kann sich nicht erinnern wer er ist oder was passierte. Ehe der örtliche Sherrifs ihn jedoch der Gerechtigkeit zuführen kann fallen Alienraumschiffe über den Ort her, entführen Menschen und richten Verwüstung an. Zusammen mit Rinderbaron Harrison [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Cowboys &#038; Aliens -USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Cowboys-Aliens-Poster-Hauptmotiv-Gro%C3%9Fformat/dp/B005H4EI0W%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005H4EI0W"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51th%2BEKc92L._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Outlaw Daniel Craig erwacht erwacht nahe eines Westernkaffs und kann sich nicht erinnern wer er ist oder was passierte. Ehe der örtliche Sherrifs ihn jedoch der Gerechtigkeit zuführen kann fallen Alienraumschiffe über den Ort her, entführen Menschen und richten Verwüstung an. Zusammen mit Rinderbaron Harrison Ford nimmt Craig den Kampf gegen die Alienschergen auf.</p>
<p>Erwarten Sie nix&#8230; dann werden Sie positiv überrascht. So ungefähr gings mir mit diesem Film, der letztlich doch ein &#8220;besser als erwartet&#8221; bekommt, weil die Western-Elemente tatsächlich ziemlich gut funktionieren, Daniel Craig hier im Gegensatz zur Bond-Rolle (in der er mit seiner physischen Raubautz-Art immer etwas wirkt wie der Klassenrowdy bei der Konfirmation) wirklich glänzend besetzt ist und glaubwürdig den zwilichtigen Helden gibt und auch die Supporting-Cast mit Sam Rockwell, Paul Dano und Keith Carradine stimmungsvoll überzeugt.<br />
Obendrein ist der Film für ein PG13 ziemlich brutal und erinnert in einigen Szenen eher an seelige Zeiten des Italo-Westerns als die edlen Kuhtreiberfilme eines John Wayne.</p>
<p>Die Plotkonstruktion ist relativ simpel und nicht wirklich logisch, setzt sie die Aliens eher als Plotdevice, denn als wirkliche Gegner ein. Und auch der zweite Star, Alt-Indy Harrison Ford mag als rassitischer Despot nicht so ganz überzeugen und nimmt der Redemption-Storyline von vornherein jede Spannung, da Ford einfach zu knuffig sympathisch wirkt, als das man ihm wirklich abnehmen würde einen Menschen zu foltern und zu töten.</p>
<p>Noch schlimmer als Ford, der ja zumindest generell im Westernoutfit zuhause wirkt, ist jedoch das darstellerische Vakuum Olivia Wilde, die den ganzen Film spielt wie eine GNTM-Kandidatin auf Koks. Sie wirkt so blank und leer, als habe sie ihren gesamten Part vor der Greenscreen gespielt und komplett nichts mitbekommen, was um sie herum abgeht. Hatte ich zu Anfang des Films noch die Hoffnung, die sympathische und entfernt an Salma Hayek erinnernde Barkeeperin wäre die starke Frauenfigur des Films, brach diese Hoffnung mit Wildes Auftreten zusammen &#8211; und damit jegliches Interesse an ihrem Handlungsstrang, der ihre Darstellung auch dann nicht entschuldigt, wenn man die dusselige Plotwendung kennt, die ihre Figur umdefinieren soll.</p>
<p>Ebenso unnütz ist leider Legende von Aang-Star Noah Ringer, der hier zwar mit seinem breiten Akzent besser aufgehoben ist, aber dennoch außer großen Kulleraugen schauspielerisch wenig vorweisen kann und im Grunde für den Film relativ überflüssig ist.</p>
<p>Es bleibt ein gemischtes Vergnügen, das dann am Besten ist, wenn es sich auf Craigs Charme und typisches Westernfeeling verlässt und immer dann versagt, wenn es zu dramatisch, zu emotional und irgendwie logisch erscheinen will. Die Aliens spielen hier allerdings eh immer nur die zweite Geige und ein wenig bleibt der Verdacht, dass alle Beteiligten eigentlich doch wieder einen richtigen Western gedreht hätten, als diesen bizarren Hybriden, der unspannender wird, je mehr er versucht das zu enthüllen, was er für seine Geheimnisse hält &#8211; was im Grunde aber eh nur das ist, was sich jeder Zuschauer ab der ersten Szene gedacht hat.</p>
<p>Zum stumpfen Weggucken spassig und garantiert besser, wenn man so gar nichts erwartet. Was nach Ansicht des Trailers ja nicht so schwer sein dürfte. </p>
<p><strong>Red State &#8211; USA 2011</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/08/red-state-new-poster-n1-60x60.jpg" alt="" title="red-state-new-poster-n1" width="60" height="60" /></p>
<p>Eine durchgeknallte Christensekte bestraft die verkommene Jugend der Kleinstadt indem sie sie umbringt. Als die jüngsten Opfer sich anfangen zu wehren, steht die Sekte bald unter Polizeibelagerung und macht sich bereit für das letzte Gefecht&#8230;</p>
<p>Smith Filme ausserhalb seines selbstgeschaffenen Askweniverse waren bislang eher ein zwispältiges Vergnügen. Im besten Falle waren sie &#8220;noch ganz okay&#8221; wie Zak und Miri, im schlimmsten Fall peinlicher Möchtegern-Mainstream wie &#8220;Jersey Girl&#8221; und &#8220;Cop Out&#8221;. Da war es natürlich, einen Horror-Film von Smith zumindest mit Verwunderung und einer gewissen Skepsis zu erwarten, selbst als Smith-Fan.<br />
Umso befriedigender ist es festzustellen, dass &#8220;Red State&#8221; tatsächlich richtig gelungen ist. Smarter als gewöhnlicher Backwood-Horror, mit gewohnt guten Smith-Dialogen in denen er diesmal ungewohnt sardonisch textet, liefert er einen Film ab der politisch in alle Richtungen austeilt, das Waco-Fiasko ebenso wie die Phelps-Familie durch die Mangel dreht und sich mit erfrischender Rücksichtslosigkeit klaren Helden verweigert. Smith schafft es mehr als einmal zu überraschen und liefert mit der Sekten-Familie einen sehenswerten Einblick in geschlossene Weltbilder, das sehr viel differenzierter ist, als man es hätte erwarten dürfen.</p>
<p><strong>Super &#8211; USA 2011</strong><br />
4.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Super-Plakat-Movie-Poster-Inches/dp/B005DZOCWO%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB005DZOCWO"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51kx-cipreL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Loser Frank wird von seiner Frau verlassen und verliert endgültig den Halt: Er glaubt Gott hätte ihn ausgewählt als Superheld Crimson Bolt für Recht und Ordnung zu kämpfen. Zusammen mit dem verrückten Comicfan Libby als sein Sidekick Bolty und dem Schlachtruf &#8220;Shut up, Crime!&#8221; zieht er in den Krieg gegen das Böse.</p>
<p>Der Film der Kick-Ass hätte werden können, wenn die Macher mehr Eier gehabt hätten. Ein verdammt bitterer Schlag in den Magen, der von der erschreckenden Brutalität, der ungeschönten, unglamourisierten Gewalt und der deprimierenden Stimmung her irgendwo zwischen Taxi Driver und Observe &#038; Report liegt.</p>
<p>Mit letzterem eint in auch der gekonnte Spagat zwischen tiefschwarzem Humor und niederschmetterndem Drama &#8211; was vielleicht auch sein Problem werden könnte, denn für die Fun-Zielgruppe die bei Superheldenfilmen abfeiern will ist der Film sicher zu düster und für die Arthaus-Crowd ist er dann vielleicht doch zu nerdig.</p>
<p>Was schade ist, denn James Gunn liefert nach Slither hier einen zweiten rundum gelungenen Film ab, der sich bewusst zwischen viele Stühle setzt, es schafft zu schockieren ohne pubertär zu sein und zugleich interessante Fragen aufwirft, die auch nach dem Film noch wiederhallen &#8211; wenn sich die Zuschauer darauf einlassen.</p>
<p>Rainn Wilson und Ellen Page liefern genau wie der wunderbare Kevin Bacon hier bewusst ambivalente Performances ab und schaffen es Figuren zu kreieren, die nie völlig sympathisch, aber immer überzeugend und interessant sind.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass wir nicht zu lange auf den Deutschlandstart warten müssen.</p>
<p><strong>Hesher &#8211; USA 2010 </strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/08/Hesher-Movie-Poster-60x60.jpg" alt="" title="Hesher-Movie-Poster" width="60" height="60" class="alignnone size-thumbnail wp-image-20726" /></p>
<p>Vater und Sohn sind traumatisiert vom Unfalltod der Mutter. Während der Vater in völlige Apathie verfällt, der Sohn in der Schule drangsaliert wird, drängt sich der schrille Anarcho-Metallhead Hesher in ihr Leben, nistet sich bei ihnen ein und stellt alles auf den Kopf.</p>
<p>Ein blendend besetzter Film, der eine unglaublich morbide Stimmung verströmt. Der Tod der Mutter überschattet jede Szene und die Figuren sind komplett Unfähig positive Gefühle zu erleben. Sympathisch ist in Hesher wirklich niemand, nichtmal der kleine Sohn dessen grimmige Entschlossenheit pathologische Züge annimmt. Die Weigerung des Films, bis auf die letzten paar Minuten irgendeine Katharsis, irgendeine menschliche Wärme zuzulassen ist durchaus eine herausforderung für den Zuschauer, macht das Werk aber sehr eigenständig.<br />
Natürlich macht Joseph-Gordon Levitts Figur eine Wandlung durch, aber sie passiert so langsam und erodierend, das er jede Erwartungshaltung die dem Genre innewohnt vor den Kopf stösst. Hesher verfällt nicht nach der Halbzeit dem Charme des Kindes und erkennt, dass er sich ändern muss &#8211; er bleibt über weite Strecken ruppig, brutal, gedankenlos und selbst als er beginnt Interesse zu entwickeln, sieht er sich der ebenso starken Ablehnung des Jungen gegenüber. </p>
<p>Kein Sirup, kein Kuschelkurs sonder Wut und Schmerz, die so bitter schmecken, das das Aufblitzen menschlicher Gefühle immer mal wieder überrascht. Das Konzept des Fremden der in eine Familie eindringt ist nicht neu, doch dieser Hesher ist näher an Takashi Miikes absurd-fatalistischem Visitor Q als an Entertaining Mr. Sloane. Spannend, aber auch anstrengend.</p>
<p><strong><br />
Stake Land &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61lGIWrg6KL._SL160_.jpg" alt="" /></p>
<p>Die Welt wurde von zombiehaften Vampiren überrannt, die Zivilisation ist zusammengebrochen. Zusammen mit dem kryptischen Mister, schlägt sich ein Teenager in den Norden durch, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.</p>
<p>Für gerade mal 6 Mio.$ überrascht Stake Land mit viel handwerklichem Geschick und teils beeindruckenden, apokalyptischen Bildern, die mit vielen Andeutungen glaubhaft das Bild eines Amerika in Anarchie illustrieren. Masken- und Ausstattung sind sparsam aber effektiv eingesetzt und auch die Besetzung, die gerade in den Nebenrollen von knorrigen Charakteren wimmelt, mag zu überzeugen. Leider wirkt der Film, der sich anfänglich nicht ganz entscheiden kann, ob er nun Zombieland-Coolness oder doch reine The Road-Depression sein will, streckendweise recht beliebig und unfokussiert.</p>
<p>Und während Nick Damici einen passablen Mickey Rourke-Look-A-Like abgibt und Mister mit konsequentem Minimalismus spielt, wirkt Gossip-Girl-Beau Conor Paolo doch etwas zu alt und &#8220;cool&#8221; für die Coming-of-Age-Rolle. Und irgendwie fehlt dem Road Trip, trotz sehr guter Episoden (hauptsächlich dann wenn Kelly McGillis dabei ist), eine straffere Dramaturgie. Figuren kommen und gehen recht beliebig ohne ernsthafte Auswirkungen auf die Handlung, ganze Passagen wirken untereinander austauschbar und der Hauptantagonist wirkt unterschrieben und schaut nur zu sporadisch vorbei, um tatsächlich etwas Zug in die Story zu bringen.</p>
<p>Das ist schade, denn an allen Ecken ist das Potential dieser Welt und auch des Vampirkonzepts spürbar, doch es bleibt alles zu viel Herumgeirre in Variation ähnlicher Szenen und zu wenig Entwicklung. Und ein Quentchen weniger nölige Weltuntergangs-Voice-Over und etwas mehr Humor täten dem Ganzen streckenweise ganz gut, denn für einen Film der sich so ernst nimmt, ist dann doch etwas wenig inhaltliche Substanz zu spüren. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert und eine frische Brise im von Glitzervamps verseuchten Genre. </p>

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		<title>Captain America &#8211; The First Avenger (Review)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 00:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Avengers]]></category>
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		<category><![CDATA[Green Lantern]]></category>
		<category><![CDATA[marvel]]></category>
		<category><![CDATA[Thor]]></category>

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		<description><![CDATA[-&#8221;What makes you so special?&#8221; -&#8221;Nothing. I&#8217;m just a kid from Brooklyn.&#8221; Originaltitel: Captain America: The First Avenger Herstellungsland: USA 2011 Regie: Joe Johnston Buch: Christopher Marcus, Stephen McFeely Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Stanley Tucci, Tommy Lee Jones, Natalie Dormer, Dominic Cooper 3.5 out of 5 stars Mitten im zweiten Weltkrieg: Durch ein Experiment [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>-&#8221;What makes you so special?&#8221;<br />
-&#8221;Nothing. I&#8217;m just a kid from Brooklyn.&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/08/retro-captain-america-poster.jpg" alt="" title="retro-captain-america-poster" width="333" height="500" class="alignleft size-full wp-image-20655" /></p>
<p><strong>Originaltitel: Captain America: The First Avenger<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Joe Johnston<br />
Buch: Christopher Marcus, Stephen McFeely<br />
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Stanley Tucci, Tommy Lee Jones, Natalie Dormer, Dominic Cooper</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p>Mitten im zweiten Weltkrieg: Durch ein Experiment wird aus dem schwächlichen Hungerhaken Steve Rogers (Chris Evans) der hunkige Supermann Captain America. Nachdem ihn seine Regierung zunächst nur als Helden-Darsteller einsetzt um die Kriegsmoral zu erhöhen, kann er sich in einer Notsituation beweisen und als echter Held reüssieren, der im Kampf gegen den Nazi-Okkult-Kult Red Skull und deren Anführer (Hugo Weaving) dringend gebraucht wird, denn natürlich steht nicht weniger als das Ende der freien Welt auf dem Spiel.</p>
<p>Überraschung gelungen. Nach dem unterwältigenden Sitcom-Thor und der fürchterlichen Grünen Leuchte kommt mit Captain America tatsächlich wieder ein sehenswerter Superheldenfilm in die Kinos. Nicht ganz so gut wie X-Men:First Class, aber in seinem nostalgischen Look optisch ansprechend, kämpft der sympathische Chris Evans (der hier eine bessere Figur macht, als aös fliegender Grillanzünder in den unglückseeligen Fantastic Four Filmen) als Captain Americas bekanntester Schild-Träger Steve Rogers gegen den mal wieder blendend aufspielenden Hugo Weaving, der selbst als Tomatentotenkopf noch beeindruckende Präsenz beweist.</p>
<p>Optisch erinnert der Film an den unterschätzten Sky Captain and the World of Tomorrow, auch wenn er eindeutig mehr Geld zur Verfügung hatte. Der Film kommt etwas schwer in die Gänge, nimmt sich viel Zeit die Wandlung vom (sehr eindrucksvoll zum Schwächling getricksten) Rogers zum durchtrainierten Captain America, nicht ohne süffisante Seitenhiebe in Richtung der amerikanischen Kriegspropaganda und Mentalität zu verteilen (am schönsten in der Form des japanisch-stämmigen Jim Morita, der kurz den ganz eigenen Rassismus Amis zu spüren bekommt &#8211; und an die Internierung japanisch-stämmiger US-Einwohner im zweiten Weltkrieg erinnert).</p>
<p>Im Comic schon immer die politisch polarisierenste Figur des Marvel Kosmos, der vom Nazi-Basher über den Kommunistenfresser, den desillusionierten Patrioten bis zum Systemgegner schon jede Wandlung durchlaufen hat, ist der Film drauf bedacht sich bis auf das akzeptable Feindbild &#8220;Nazi&#8221; nicht großartig aus dem Fenster zu lehnen. Und selbst der Kampf gegen die Nazis wird letztlich entpolitisiert durch den Wahn Red Skulls, der sich keiner Nation verbunden fühlt, als dem eigenen Ego. Das macht den Film leicht konsumierbar, da er es schafft seinen Patriotismus eher als nostalgisch-apolitische Haltung zu verkaufen, denn als American-Supersoldier und Balsambringer für die angeschlagene Supermacht.</p>
<p>*SOME SPOILERS AHEAD*</p>
<p>Die Besetzung, inkl. Toby Jones und Tommy Lee Jones gibt der Story die eher gemütlich erzählt wird die nötige Gravitas, auch wenn Haley Atwell als Love Interest und Sebastian Stan als Bucky leider etwas blass bleiben und nie wirkliche Chemie zwischen ihnen und Evan zu spüren ist. Eine leichte Enttäuschung ist nach dem stimmungsvollen Setup und der gelungenen und durchaus heroisch-überzeugenden Befreiung von Buckys Truppe aus Red Skulls Festung, dann der dritte Akt der hauptsächlich aus eher unterwältigenden Kampf-Montagen besteht, die aussehen als müsste um jeden Preis gleichzeitig das 3D bewiesen, Trailerschnippsel geliefert und klassische Comic-Panels nachgestellt werden.</p>
<p>Hier hängt die Spannung durch, weil es mehr Action-Posen als tatsächlich wichtige Schlachten sind und auch der als dramatisch gedachte Tod Buckys plätschert eher so weg, weil er recht undramatisch inszeniert ist und die Figur als Ganzes kaum Charakter oder Charme besaß. Statt den emotionalen Drive für den Showdown zu liefern, wirkt es eher als sei Rogers Meerschweinchen gestorben. Die folgende Schlacht in Red Skulls Lair und seinem Stealth-Fighter sind okay, wirken aber auch unnötig zerdehnt, genau wie die Selbstopferung Rogers mangels emotionaler Bindung an sein Love Interest und dem sicheren Wissen, dass er eh überlebt, kaum dramatische Spannung aufkommen lassen, sondern eher den Wunsch des &#8220;get it done with&#8221; erzeugen. Ganz nett ist dann allerdings sein Erwachen in der Neuzeit.</p>
<p>Trotz der Schwächen ein Film der Spaß macht und vom optischen Gesamtkonzept, im erkennbarem, artifiziellem Digi-Retro-Look eine gute Figur macht und dann doch noch Hoffnung gibt, für den anstehenden Avengers Film&#8230; und das gerade weil Captain America sehr viel mehr als Thor und Iron Man 2 wie ein eigenständiger Film wirkt und nicht wie zurückhaltendes Anteasen für den eigentlichen Hauptgang. Auch wenn die Verweise auf Avengers deutlich sind, steht Captain America als eigenständiger, sehenswerter Film sehr viel besser da als die anderen Helden Vehikel.</p>

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		<title>Die Schlümpfe (Review)</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 21:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nilz N Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Animation]]></category>
		<category><![CDATA[Hank Azaria]]></category>
		<category><![CDATA[Kids]]></category>
		<category><![CDATA[Neil Patrick Harris]]></category>
		<category><![CDATA[The Smurfs]]></category>

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		<description><![CDATA[-&#8221;Du musst es da drin fühlen!&#8221; -&#8221;In meiner Milz?&#8221; Originaltitel: The Smurfs Herstellungsland: USA 2011 Regie: Raja Gosnell Buch: Peyo, J. David Stern, David N. Weiss, Jay Scherick, David Ronn Darsteller: Hank Azaria, Neil Patrick Harris, Jayma Mays, Sofia Vergara, Katy Perry (Voice Smurfette), Jonathan Winters (Voice Papa) 3 out of 5 stars (Klare Sternbegründung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>-&#8221;Du musst es da drin fühlen!&#8221;<br />
-&#8221;In meiner Milz?&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/08/schlumpf.jpeg" align="left" /><strong>Originaltitel: The Smurfs<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Raja Gosnell<br />
Buch: Peyo, J. David Stern, David N. Weiss, Jay Scherick, David Ronn<br />
Darsteller: Hank Azaria, Neil Patrick Harris, Jayma Mays, Sofia Vergara, Katy Perry (Voice Smurfette), Jonathan Winters (Voice Papa)</strong><br />
3 out of 5 stars <em>(Klare Sternbegründung im Text &#8211; bitte erst NACH dem lesen meckernd &#8220;Warum hat DER mehr als XY!?!?!?&#8221; in die Kommentare schreiben&#8230;!)<br />
</em><br />
Die Schlümpfe haben es gut in ihrem kleinen, unentdeckten Dorf. Einzig Gargamel, der böse Zauberer mit der bösen Katze Azrael, ist eine Gefahr für die kleinen blauben Wesen, aber der wird niemals die unsichtbare Barriere entdecken, die das Dorf mit den Pilzhütten mitten im Wald versteckt hält. Naja. Wäre da nicht Clumsy, der Tollpatsch-Schlumpf. Beim Schlumpfwurzel-Sammeln führt er Gargamel aus Versehen (so wie Clumsy eben alles aus Versehen passiert) auf die Fährte zum Dorf. Es riesiges Chaos bricht aus. Gargamel zerstört jede Hütte, auf die er treten kann. Die meisten Schlümpfe können fliehen, nur eine kleine Gruppe folgt Clumsy (der aus Versehen falsch abgebogen ist), um ihn zu retten: Natürlich der rotmützige Papa Schlumpf, Klugscheisser Schlaubi Schlumpf, die hübsche Schlumpfine, der schottische Draufgänger MacTapfer und der Grummelgriesgramschlechtelaune-Schlumpf.</p>
<p>Am Ende dieser falschen Abbiegung ist ein Dimensionstor in dem die Schlümpfe landen und das sie direkt nach New York in den Central Park katapultiert. Gargamel und Azrael springen hinterher. Sie dürfen die Schlümpfe, vor allem Papa Schlumpf, nicht entkommen lassen, denn Gargamel braucht immer etwas von einem Schlumpf, um daraus sein Zauberelixier gewinnen zu können. In New York landen die Schlümpfe durch Umwege beim Werber Patrick und seiner schwangeren Frau Grace. Während sie die Schlümpfe mit offenen Armen aufnimmt, hat Patrick noch so seine Probleme mit den kleinen, blauen Wesen. Aber er steht auch unter Druck, weil er nur zwei Tage Zeit hat eine komplette Kampagne für ein neues Parfum abzugeben. Dementsprechend angespannt ist er und kann sich keine zipfelmützigen Freunde leisten, die alles auf den Kopf stellen. Und dann ist da auch noch dieser knollennasige Typ in dem braunen Gewand und mit der Katze im Schlepptau. Patricks Leben wird ganz schön auf den Kopf gestellt und irgendwann muss er entscheiden, wie weit er das zulässt, während die Schlümpfe nur eins vor Augen haben: Zurück nach Hause zu kommen.</p>
<p>Ich war von den ersten Trailern alles andere als begeistert. Nicht nur das ich die Ansiedelung in New York für eine Schlümpfestory total daneben fand, mir hat auch der animierte Look der kleinen Viecher überhaupt nicht gefallen. Ich weiss nicht mal warum, aber irgendwie wirkten die immer nur schmutzig auf mich. Das liegt wohl daran, das ihre Klamotten irgendwie aus Leinen oder einem ähnlichen groben Stoff sein sollen, aber den Eindruck hat der Film nicht abschwächen können: Die sehen für mich immernoch schmutzig aus. Was natürlich in Anbetracht der Comics, wo die Hosen und Mützen ja immer strahlend Weiss sind, komisch wirkt. Zumindest für mich.</p>
<p>Auch die Szenen in denen die Schauspieler direkt mit den Schlümpfen interagieren, scheinen eher mit der heißen Nadel gestrickt, als sauber getrickt. Zu sehr sieht man, wie die Schauspieler nichts in der Hand halten und die Figuren nachträglich schlecht reingekeyed wurden und das von jemandem, dem die Qualität von Animationen oftmals eher egal ist, wenn es der Geschichte zuträglich ist. Aber genau das ist vermutlich mein nächstes Problem: Sachen können einer Geschichte natürlich nur zuträglich sein, wenn es eine gibt. </p>
<p>Nun ist es nicht so, das es keine Story gäbe. Aber die ist so verschlumpft hanebüchen, das es mir manchmal die Schuhe auszieht. Und durchtränkt von Leerläufen, in denen dann alles stoppt damit man eine sinnlose Szene für den Film machen kann. Zum Beispiel als die Schlümpfe mit Patrick Guitar Hero spielen. Das war wirklich eine der sinnlosesten und zeitschindensten Sequenzen, die ich jemals in einem Film gesehen habe. Dabei war die nicht nur nicht cool oder lustig oder sonstwas, sondern auch noch irrsinnig anachronistisch, weil die Spielefirmen von Rock Band und Guitar Hero die Entwicklung dieser Spiele doch gerade erst eingestellt haben. Klar, dann kann man es ja immernoch spielen, aber es sollte so verrückt frisch wirken und dabei sind die Spiele ja nun wirklich ein alter Hut. Das ist aber Geek-Gemecker, den Punkt zieh ich gerne ab. War mir nur negativ aufgefallen.</p>
<p>Und trotzdem habe ich einen Film gesehen, der weitaus besser war, als ich befürchtet habe und das liegt zu großen Teilen an Hank Azaria, der einen so perfekten und unglaublich lustigen und slapstickigen Gargamel gibt, das er alleine den ganzen Film schon wert ist. Der blödelt, taumelt, stolpert durch den Film, wie ich es im Kino schon lange nicht mehr gesehen habe. Lässt sich überfahren, diverse Male einen überbraten, durch die Luft schleudern &#8211; eben das ganze Repertoire, das zur physical Comedy dazu gehört, lässt er an sich ausleben. Das macht totalen Spass. Und das habe ich so nicht mehr gesehen, seit den beiden Trottel-Einbrechern bei &#8220;Kevin allein zu Haus&#8221;, die ja auch da die heimlichen Stars des Films waren. Super. Der hat wirklich alles gerettet und mich auch für den Rest milder gestimmt. Ja, okay, Neil Patrick Harris ist eben Neil Patrick Harris. Man schmeckt immer ein wenig Barney Stinson, das kann aber auch an den eigenen Sehgewohnheiten liegen. Aber auch sein Spiel täuscht nicht über ein gewisses: &#8220;Ich hab keine Ahnung was ich hier tue, aber hey: Wie hätte ich die Hauptrolle in einem Schlümpfe-Film ablehnen können?!?!?!?&#8221;-Gefühl hinweg. </p>
<p>Von den drei Sternen gehen also zwei klar an Gargamel. Ich glaub für Kinder ist der ganz spannend, der Film, wobei ich auch hier das Gefühl hatte, das meine 10-jährige Tochter auch schon ein Mü zu alt für das ganze Ding war. Aber sie fand ihn trotzdem gut. Mit Kindern also reingehen, ohne Kinder auf die DVD für einen verkaterten Sonntagnachmittag warten. Dann werdet ihr aber verstehen, was ich meine&#8230; Knappe drei Schlümpfe, vor allem wegen dem verschlumpften Hank Schlumpfzaria. Aber der lohnt sich. Zum Schlumpf!</p>

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		<title>Planet der Affen: Prevolution  (Review)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 05:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nilz N Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[andy serkis]]></category>
		<category><![CDATA[James Franco]]></category>
		<category><![CDATA[Rise of the Planet of the Apes]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich kann nicht beide verlieren&#8230;&#8221; Originaltitel: Rise of the Planet of the Apes Herstellungsland: USA 2011 Regie: Rupert Wyatt Buch: Pierre Boulle, Rick Jaffa, Amanda Silver Darsteller: James Franco, Andy Serkis, Freida Pinto, John Lithgow, Tom Felton 3 out of 5 stars Nilzenburger 3 out of 5 stars Batzman 4 out of 5 stars Renington [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Ich kann nicht beide verlieren&#8230;&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/08/Prevolution.jpg" align="left" /><strong>Originaltitel: Rise of the Planet of the Apes<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Rupert Wyatt<br />
Buch: Pierre Boulle, Rick Jaffa, Amanda Silver<br />
Darsteller: James Franco, Andy Serkis, Freida Pinto, John Lithgow, Tom Felton</strong><br />
3 out of 5 stars Nilzenburger<br />
3 out of 5 stars <a href="#batz">Batzman</a><br />
4 out of 5 stars <a href="#rene">Renington Steele</a></p>
<p>Will Rodman ist einer heissen Sache auf der Spur: Dank jahrelanger Tests an seinen Laboraffen scheint er endlich einem Mittel auf die Spur gekommen zu sein, das wahre Wunder bewirken kann. Es macht nicht nur Affen deutlich schlauer, als sie sind, es kann Neuronen im Hirn neu verbinden. Somit ist es ein potentielles Heilmittel gegen ALzheimer! Das könnten nur Tests an Menschen beweisen. Davon muss aber der Vorstand überzeugt werden. Bei der Präsentation eskaliert alles, der Vorzeigeaffe dreht durch und verwüstet alles und kann nur durch erschiessen gestoppt werden. Natürlich auf dem Schreibtisch im Meetingraum.</p>
<p>Die Forschung ist somit erstmal hin. Niemand wird nun noch weiter Geld in dieses Projekt investieren. Und dann entdeckt Rodman den wahren Grund dafür, das sein intelligenter Superaffe so durchgedreht ist: Sie hat kurz vorher ein kleines Schimpansenbaby zur Welt gebracht und wollte den kleinen Jungen beschützen. Alle Anderen Laboraffen wurden eingeschläfert, Will beschliesst das Schimpansenbaby zu retten und bei sich groß zu ziehen. Er lebt mit seinem, an Alzheimer erkrankten, Vater zusammen in einem Haus. </p>
<p>Der Affe wird größer und ist sehr intelligent, weil er das Wundermittel quasi von seiner Mutter vererbt bekommen hat. Als Will eines Tages beschliesst, das Mittel an seinem Vater zu testen, erlebt er die nächste große Überraschung: Es wirkt! Hat er wirklich den Schlüssel gegen Alzheimer gefunden? Aus dem Schimpansenbaby ist ein großer Schimpanse geworden. Cesar kann sich in Zeichensprache mitteilen und ist überdurchschnittlich begabt. Er stellt so etwas wie den &#8220;missing Link&#8221; dar, den Übergang von Affe zu Mensch. Aber das kann ja alles nicht gut gehen, sonst wäre der Film ja vorbei.</p>
<p>Cesar kommt in eine Art Affenknast, weil eine Situation eskaliert ist. Dort trifft er auf andere, &#8220;normale&#8221; Affen. Zum ersten Mal in seinem Leben. Schnell verbündet er sich mit ihnen, um ihrem Gefängnis, in dem sie von einem sadistischen Wärter gequält werden, zu entkommen. Und Cesar hat auch schon ein Ziel für sich und seine neuen Freunde.</p>
<p>Puh. Gar nicht so einfach den Film zu erzählen, ohne zu sehr zu spoilern. Ich denke aber, es ist ganz gut gelungen. Ich wollte auch nicht schon wieder mit so Plakatfragen (&#8220;Wo werden sie hingehen?&#8221;) enden.</p>
<p>Also gut, den Film hab ich jetzt gesehen. Ich weiss gar nicht wie lange das her ist, das ich die Original Teile von Planet der Affen gesehen habe. Ein paar Jährchen schon. Ich war und bin also nicht mehr so richtig drin, in der Mythologie der Filme. Da ist ja dann ein Film, der mir alles vorher erzählen will, eigentlich ja genau richtig!</p>
<p>Und eigentlich ist es auch furzegal. Man muss kein Fan des Franchise sein, um an diesem Film gefallen zu finden. Das ist vermutlich der Segen eines Prequels. Aber ich muss sagen: Mir hat gefallen was ich gesehen habe. James Franco macht einen guten Job, ich guck mir den aber eh ganz gerne an. Tom Felton spielt den bösen Affen-KZ-Gefängnis-Wärter und erinnert dabei, sicher nicht zufällig, natürlich wieder an Draco Malfoy. Sogar einen Zauberstab haben sie ihm wieder gegeben (Wenn auch in Form einer Elektroschock-Keule&#8230;)! John Lithgow darf endlich mal einen Kranken spielen und versucht sich dementsprechend in dem bisschen Screen Time, die er hat, auszutoben. Und Freida Pinto sieht unheimlich gut aus &#8211; was ziemlich offensichtlich auch das Einzige ist, was von ihrer Figur im Drehbuch verlangt wurde. Das sind aber ja nur die Menschen.</p>
<p>Es geht hier schliesslich um die Affen! Allen voran natürlich Cesar, der Hauptaffe. Die Animationen der Affen fand ich persönlich durchweg gelungen, auch wenn es sicher Leute gibt, die das für zu animiert halten. Aber ich mag das artifizielle und ich hab den Film dann halt eher als Animationsfilm für Erwachsene verstanden. Alle anderen Affen sollen ja &#8220;normal&#8221; sein, nur Cesar ist der einzige, der schon von Geburt an schlauer ist, weil er das Mittel ja schon als Baby im Bauch seiner Mutter mitbekommen hat. Und deswegen changiert seine Figur immer zwischen Mensch und Affe, wie diese alten Handyhüllen die Farbe gewechselt haben. Natürlich mit größerem Gewicht auf Schimpansenseite, aber trotzdem: Sein Gesicht hat extrem menschliche Züge. Die braucht es ja vermutlich auch, um sich mit ihm zu identifizieren. Und das ist eine der großen Stärken des Films: Auch als die Affen durchdrehen und die Stadt verwüsten, ist man eigentlich nicht gegen sie. Der Film schafft es alle Ausbrüche zu begründen, mich immer auf der Seite der wilden Affen zu lassen. Das ist schon ein ziemliches Kunststück. Abgesehen davon das den Hauptaffen solche starken Charaktiristika zugeordnet werden, das ich die immer sofort erkennen kann und nie den Überblick verliere. Fand ich auch überraschend gut gelöst.</p>
<p>Ich mag an Prevolution, das er sich ernst nimmt. Wäre da so eine klassische, leichte Ironie zu spüren, würde man das alles wohl albern und lächerlich finden. Da der Film aber nicht in diese Selbstdistanzierungsfalle tappt, funktioniert der auch und lässt mich auch kleine Logik-Löcher in der Story verkraften (die Zeitsprünge beispielsweise sind dann doch etwas wilkürlich und nicht wirklich &#8220;spürbar&#8221; weil sich in der vergangenen Zeit ausser dem Aussehen Cesars nie wirklich viel zu ändern gescheint hat&#8230;). Und vor allem, selten genug: Der Film lässt sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen. Ein ziemlicher Luxus heutzutage. </p>
<p>Das ist ein cooler, solider Sommer-Action-Film, den man bedenkenlos weiterempfehlen kann. Der macht Spass, der ist spannend und das zentrale BOAH-Moment hat bei mir total funktioniert (bei meinen Begleitern übrigens nicht, die haben damit gerechnet&#8230;). Zum Masterpiece fehlt ein bisschen die Inspiration und der Wille, die menschlichen Figuren nicht nur als Story-Katalysator auftreten zu lassen (Francos Freundin hat wirklich überhaupt nichts in dem Film zu tun und die Figur seines Chefs ändert sich von Szene zu Szene so, wie es gerade am praktischsten für das Drehbuch ist &#8211; eigener Wille der Figur? No way!). Aber sehen wir grosszügig darüber hinweg, dann haben wir einen guten Blockbuster mit fresher Geschichte. Drei von fünf Bananen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><a name="batz"></a><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Batzman%20(Oliver%20Lysiak).jpg" alt="Batzman" /><strong><br />
Batzman meint:</strong></p>
<p>Vielleicht liegts an den Nachwirkungen von Burtons-Reboot-Debakel, aber verglichen damit kann sich der neuerliche Neustart durchaus sehen lassen. Die Story ist nicht übermässig originell (Basicly: Versuchsaffen werden durch Tests mit Alzheimer-Medikament superschlau und mit der Gesamtsituation unzufrieden) und tausendfach erzählt, aber dank sympathischer Charaktere und der Erzählperspektive die Cäsar in den Mittelpunkt stellt funktioniert das ganze, trotz Stupid-Science und Figuren aus der kleinen Klischeekiste, überraschend gut.</p>
<p>Wobei es schon für einige Lacher gut ist, wenn der Film etwa auf der Hälfte zu einem Prison-Movie mutiert, wenn Cäsar in einem Affenhaus untergebracht wird und mit stoischer Ruhe wirklich JEDES Gefängnisfilm-Klischee (außer der obligatorischen Vergewaltigung unter der Dusche) abgespult wird. Wenn Cäsar wie Steve McQueen aus der Wäsche schaut, Draco Malfoy als böser Wärter seine Macht ausspielt und die üblichen Rangkämpfe stattfinden, ja selbst das Klischee des superstarken aber sanften Riesen bemüht wird, fällt es schwer, das Ganze wirklich ernst zu nehmen.</p>
<p>Problematisch, wenn auch nicht anders lösbar in diesem Film, ist der Look der Affen, die einen leider in keiner Sekunde ihre Rechnerherkunft wirklich vergessen lassen, was vor allem auch an der Physik liegt, die einfach nicht stimmt. Mag man bei Aliens noch drüber hinwegsehen, wenn sie sich seltsam bewegen, weiß einfach jeder der mal im Zoo war wie Schimpansen und andere Affen laufen, springen, herumschwingen und sich bewegen. Cäsar und seine Freunde ignorieren jedoch jede Physik und Masse und selbst wenn man unterstellen würde, dass Cäsar ja eine Chimäre ist und deswegen anders schwingt, zählt das bei den normalen Affen im Film leider gar nicht. So eindrucksvoll sie im Standbild aussehen, wenn sie sich bewegen, wenn man Augen und Mund sieht, leuchten die Wireframes hinter den Gesichtern und erinnern immer wieder: Ach ja, die Affen gibts ja gar nicht. Und es erstaunt schon etwas, dass sie teilweise schlechter und unrealistischer aussehen als es Kong (der ebenfalls von Andy Serkis gemocap-acted wurde) im Jacksons King Kong-Remake vor 6 Jahren tat. </p>
<p>Zudem verabschiedet sich im dritten Akt die Logik (die wundersame Affenvermehrung, die aus dem paar Dutzend Primaten im Gehege direkt nach dem Ausbruch &#8211; noch vor dem Einbruch in den Zoo &#8211; über hundert macht ist nur eine Ärgerlichkeit. Das sind Affen und keine Gremlins die sich multiplizieren wenn sie nass werden.) und der Showdown wird regelrecht herbeigezwungen, obwohl der Film selbst die Lösung anbietet, wie die Affen fliehen könnten ohne sich mit der Polizei zu rangeln. Doch um der Action willen kloppen sie sich halt auf der Brücke, was nicht ganz darüber hinwegtäuscht, dass diese Revolution wesentlich kleiner ausfällt, als es der Trailer andeutete. Und Cäsars Intelligenz wird auch ein paar mal zu oft den Drehbuchwünschen angepasst, mal verhält er sich extrem smart und berechnend, dann wieder wie ein erschrecktes Tier, dass nicht begreift was eigentlich passiert.</p>
<p>Achja die menschlichen Akteure: Sie stören nicht, müssen sich schauspielerisch aber auch nicht verausgaben. Immerhin schaut Franco mal nicht dauerbekifft umher und Tom Felton zeigt dass er auch Jenseits von Harry Potter unsympathische Arschgeigen spielen kann. Die Performance des ansonsten immer sehr geschätzten John Lithgow als alzheimergeplagter Vater ist leider etwas sehr plakativ und enttäuscht, besonders wenn ich sie mit der meisterlich-anrührenden und vielschichtigen Performance von Jim Broadbent vergleiche, der in der Mini-Serie &#8220;Exile&#8221; gerade ebenfalls einen Alzheimerkranken gespielt hat. Im Affenfilm wird Alzheimer genau genommen nur als billiges Vehikel genommen um die Forschung irgendwie zu erklären, wobei die komplette Forschungs-Seite des Films wirklich mit dem Wachsmaler geschrieben wurde, so sehr fühlt es sich nach Movie-Science an &#8211; einige Dialoge die Franco mit seinem Boss führt sind so trashig, dass Ed Wood seine Freude daran gehabt hätte.</p>
<p>Trotzdem: Als modernisierter Start einer neuer PotA-Reihe macht sich der Streifen ganz gut, unterhält solange man das Gehirn auslässt sehr manierlich und zeigt einmal mehr, wie sehr Brian Cox alleine durch seien bloße Anwesenheit andere Schauspieler an die Wand spielt. </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><a name="rene"></a><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Renington%20Steele.jpg" alt="Batzman" /><strong><br />
Renington meint:</strong></p>
<p>„Rise of the Planet of the Apes“ ist ein toll getrickster, in keiner Minute langweiliger Blockbuster voller tatsächlich liebevoll gezeichneter Figuren, die trotz ihrer in jeder Sekunde sichtbaren CGI-Ästhetik sehr wohl vergessen machen, dass sie nicht existieren. Der Film simplifiziert seine Aussage über das Verhältnis von Mensch und Tier freilich und marginalisiert die menschlichen Akteure zu Stichwortgebern, das ist für „Rise“ aber schlicht nicht wichtig. Für einen Sommerblockbuster ist „Rise“ ein Lichtblick, neben „Super 8“ tatsächlich ein Film mit Herz und auch ein bisschen Verstand und ich freue mich schon sehr auf das Sequel.</p>
<p>Eigentlich 3,5 von 5 Sternen, aber da meine Vorredner in Mathe nicht aufgepasst haben, muss ich jetzt den Schnitt heben, deshalb: 4/5.</p>

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		<title>Super 8 (Review)</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 00:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[elle fanning]]></category>
		<category><![CDATA[j.j. abrams]]></category>
		<category><![CDATA[spielberg]]></category>
		<category><![CDATA[Super 8]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Production Value!&#8221; Originaltitel: Super 8 Herstellungsland: USA 2011 Buch &#038; Regie: J.J. Abrams Darsteller: Joel Courtney, Elle Fanning, Kyle Chandler, Riley Griffith, Ryan Lee, Noah Emmerich, Gabriel Basso, Zach Mills, Thomas F. Duffy 3.5 out of 5 stars 1979 in einer kleinen Stadt in Ohio. Der kleines Joe (Joel Courtney), der vor kurzem seine Mutter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Production Value!&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/08/super-8-poster.jpg" alt="" title="super-8-poster" width="275" height="407" class="alignleft size-full wp-image-20552" /></p>
<p><strong>Originaltitel: Super 8<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Buch &#038; Regie: J.J. Abrams<br />
Darsteller: Joel Courtney, Elle Fanning, Kyle Chandler, Riley Griffith, Ryan Lee, Noah Emmerich, Gabriel Basso, Zach Mills, Thomas F. Duffy</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p>1979 in einer kleinen Stadt in Ohio. Der kleines Joe (Joel Courtney), der vor kurzem seine Mutter durch einen Unfall verloren hat, dreht mit seinen Freunden zusammen einen Super 8-Zombiefilm, als sie Zeuge eines spektakulären Zugunglücks werden. Danach verändert sich alles: Menschen und Tiere verschwinden und geheime Militäreinheiten sondieren die Gegend. Birgt der Super 8-Film der während des Unglücks geschossen wurde des Rätsels Lösung?</p>
<p>Fast möchte ich J.J. Abrams für diesen Streifen sowohl LOST als auch Star Trek verzeihen. Denn auch wenn er aus Marketinggründen die eindeutigen Referenzen auf das 80er Jahre Spielberg-Kino lieber runterspielt (die heutigen Kids könnten ja sonst Angst bekommen und den Film nicht sehen wollen): Der Film ist der, über weite Strecken gelungene Versuch einen Film zu drehen der sich nach Goonies, Stand By Me, D.A.R.Y.L. und E.T. anfühlt. Die typische Kleinstadt/Vorstadt-Atmosphäre, die heile Welt vor dem Hintergrund des kalten Krieges und eine in vieler Hinsicht unkompliziertere, naivere Weltsicht prägt Super 8. </p>
<p>Unaufgeregt und fern jeder modischen Hibbeligkeit die seine übrigen Werke kennzeichnet, erzählt er von Kindheit, von Freundschaft, von schüchterner Annäherung und der Geborgenheit, die einem das zusammensein mit den Schulfreunden vermittelt. Natürlich wird gezankt, gefrotzelt und gezickt, sich aufgezogen und eifersüchtelt, doch im Kern besteht das Ideal der Kinder-Clique: Was auch kommt, man steht füreinander ein, gegen eine Welt aus unverständigen Erwachsenen die sowieso keinen Plan haben. Denn im Grunde war das 80er Jahre Kino von Peanuts-Kids bevölkert, Kindern deren Eltern entweder keine Zeit hatten, geschieden oder so in eigene Probleme verstrickt waren, dass sie wie die Erwachsenen der Peanuts-Filme genausogut durch quakende Trompetenlaute sprechen könnten. Erwachsene dienen in dieser Welt nur als Storykatalysatoren die Steine in den Weg legen, Verbote aussprechen oder auf dumme Logik beharren, wenn doch glasklar ist, dass hier übernatürliche oder außerirdische Kräfte am Werk sind.</p>
<p>Vielleicht auch dank der Schützenhilfe seines Produzenten Spielberg kann sich Abrams hierbei auf junge Schauspieler verlassen, die es perfekt schaffen genau jene Chemie zu entwickeln, die die früheren Filme auszeichnet. Wenn die Gruppe zusammen ist, dann wirkt es wirklich als würde man Freunde beobachten. Auch wenn Elle Fanning die Erfahrenste aus der jungen Riege ist und wirklich wunderschön spielt, müssen sich die anderen nicht hinter ihr verstecken. Hier liegen die Stärken des Films, wenn er einfach nur sehr genau beobachtet und eben nicht auf Spektakel setzt. Wenn Joe als Make-Up-verantwortlicher der angehimmelten Alice schüchtern Zombie-Schminke aufträgt oder kurz vorm Heulen ist, wenn sein Vater ihm den Umgang mit dem Mädchen verbietet, dann funktioniert das besser, als jeder Spezialeffekt. Hier wird lebendig, was an Storyideen und Situationen oft einen gewissen musealen Charakter nicht verbergen kann, denn als Fanboy hat Abrams nicht nur eigene Jugenderinnerungen umgesetzt sondern sehr deutlich ein Best-Of des Spielbergjahrzehnts abgeliefert. Böswillig könnte man sagen: Super 8 ist sein &#8220;Joey&#8221; &#8211; wäre der Film schauspielerisch und inszenatorisch in diesen Szenen nicht um einiges besser, als Emmerichs Frühwerk. </p>
<p>Doch es gibt auch die andere Seite des Films, die näher an Cloverfield und Abrams üblichen Viral-Zauber ist und die sorgt leider für einige Wermutstropfen. Denn immer wieder will der Film beweisen, dass er eben nicht nur nostalgische Hommage ist und dann muss das Effektgewitter her. Ein normaler, gut getrickstes zugunglück hätte völlig gereicht und wäre der Stimmung des Films entgegengekommen, doch da Super 8 ja ein Sommerblockbuster ist, musste es der most-over-the-top Train-Crash ever werden, gegen den ein Atombombenabwurf wie eine Knallerbse wirkt. Wagons fliegen schwerkraftresistent wie Konfetti durch die Luft, wieder und wieder, es kracht und donnert fetzt und reisst damit völlig aus der Geschichte. Der Effekt wird nicht als Moment der Story inszeniert sondern in pornographischer Eitelkeit: &#8220;Seht her ich bin DIE teure Effektszene des Films&#8221;.  Zwar gibt es auch danach noch viele Momente die funktionieren, aber mit dem Crash bricht unelegant und holperig das stumpfe Kino der Neuzeit in den Film, denn auch wenn Abrams ansonsten soviel Gespür für die 80er entwickelt, gelingt es ihm nicht jene Ballance zwischen Geschichte und FX zu finden. Immer wenn ein großer Effekt-Moment kommt (wie die sinnfreie Panzerballerei des Miltärs, das anscheinend wahllos in die Gegend bombt), bringt er die Story nicht weiter sondern bremst sie aus, ja es wirkt (was nicht ganz falsch ist, wenn man die Genese des Drehbuchs kennt), als seien hier gewaltsam zwei Stories ineinandergeschoben worden, die vielleicht einzeln viel besser funktioniert hätten.</p>
<p><strong>Some spoilers ahead</strong></p>
<p>Denn die Monsterstory um den Ausserirdischen der von der Regierung eingesperrt wurde und ausbricht, ist im Grunde nicht sehr interessant und überdies eher schlecht geschrieben und inszeniert. Macht es in anderen Filmen durchaus Sinn mit der Enthüllung des Monsters bis zu einem dramaturgisch passenden Moment zu warten, wendet Abrams hier derart plumpe Tricks an, dass man (wie die Kollegen von Slashfilm zurecht anmerkten) sich bisweilen an die Eingangsszene aus Austin Powers 2 erinnert fühlt, in der passgenau immer irgendein Gegenstand zwischen Austins Gemächt und der Kamera steht. Abrams verdecke das Monster nicht so, dass es organisch und natürlich wirkt sondern mit der ganzen Subtilität einer Hand die auf die Linse packt und das Bild abdeckt. Was die Enttäuschung um so größer macht, wenn das Vieh dann irgendwann doch gezeigt werden muss und aussieht wie der hässliche Bruder vom Cloverfield-Monster: Ein unbeeindruckendes Stangen-Alien ohne einen Hauch eigener Persönlichkeit. Schaffte Spielberg es in Jaws einen Hai nur durch gelbe Tonnen zu einem eigenen Charakter werden zu lassen, gelingt es Abrams nicht mit allem modernen Digigerumpel dieses Alien mit Leben zu füllen. </p>
<p>Auch wenn eine Jurassic-Park entlehnte Angriffszene auf einen Bus ziemlich spannend ist, funktioniert sie nur, weil wir um die Kinder zittern, nicht weil das Monster ein eigener Charakter wäre. Schlimmer wird das Ganze dann zum Ende hin, wenn Abrams die abgeschmackte &#8220;die Militärs waren böse zum Alien, das eigentlich nur heim will&#8221;-Karte zieht und ernsthaft versucht von einer Sekunde auf die andere einen E.T.-Abgang zu inszenieren, komplett mit Orchesterorgasmus und entschwebendem Raumschiff. Was leider furchtbar in die Hose geht, denn wenn das Alien wenige Minuten vorher noch Menschen gefressen und Unschuldige bestialisch getötet und zerfetzt hat, reicht ein Blick in Joes Augen leider nicht aus, um plötzlich übersprudelnde Sympathie für die außerirdische Hackfresse zu entwickeln. Statt einer graduellen Humanisierung, die das Alien nach und nach vom Monster zum intelligenten Lebewesen werden lässt, inszeniert Abrams einen so holzhammerigen Bruch, der etwa genauso schlimm ist als würde Ripley ihrem Xenomorph am Ende einen Zungenkuss verpassen und ein Butterbrot für die Weiterfahrt mitgeben.</p>
<p>Ziemlich doof ist leider auch der versuchte Subplot der beiden Väter, die ihre Animositäten überwinden müssen. Was auf dem Papier vielleicht noch ganz spannend aussah, wird in der Umsetzung leider zu einem Story-Blinddarm der keine wirkliche Funktion erfüllt. Was Joes Vater macht hat für die Handlung keinerlei Relevanz und auch die große Versöhnung mit Alice Dad passiert so unspektakulär, dass man sich fragt warum dafür überhaupt Filmzeit aufgewendet wurde. Was im übrigen auch für das Militärgewurschtel gilt, dessen Pläne ebenso blöd wie umständlich erscheinen und jeden Klamottengeneral des 80er Jahre Kinos noch als Schwippschwager von Sun Tzu dastehen lassen. </p>
<p>Das ich trotz alledem zu einem letztlich positiven Fazit komme, mag verwundern, doch die Stärken des Films, das Spiel der Kinder, die Abenteuerelemente und die (bis auf J.J. bizarren Lens-Flare-Fetisch, den er am Rande des Interviews mit &#8220;I just like them&#8221; erklärte) stimmungsvolle Kameraarbeit, schöne Musik (Michael Giacchino ist zwar kein John Williams macht seine Sache aber dennoch gut) und Ausstattung machen einfach eine Menge Spaß und sorgen für knuffige Popcornunterhaltung abseits des zeitgenössischen Hysterie-Kinos. </p>
<p>Mag Son of Rambow im Direktvergleich auch der erfolgreichere Film sein, wenn es um einen Amalgam aus 80er Nostalgie und moderner Erzählung geht, ist Super 8 nichtsdestrotz ein sehenswerter Genrebeitrag und wahrscheinlich das Beste was J.J. Abrams bisher abgeliefert hat.</p>

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		<title>Cars 2 (Review)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 01:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Cars 2]]></category>
		<category><![CDATA[lasseter]]></category>
		<category><![CDATA[Pixar]]></category>

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		<description><![CDATA[-&#8221;I&#8217;m Finn McMissile, British Intelligence&#8221; -&#8221;Mater, Average Intelligence&#8221; Originaltitel: Cars 2 Drehbuch: John Lasseter &#038; Ben Queen Regie: John Lasseter &#038; Brad Lewis Stimmen: Owen Wilson, Larry the Cable Guy, Michael Caine 3.5 out of 5 stars Um mal aus dem Wüstenkaff Radiator Springs herauszukommen und weil er von einem italienischen Rivalen provoziert wurde, lässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>-&#8221;I&#8217;m Finn McMissile, British Intelligence&#8221;<br />
-&#8221;Mater, Average Intelligence&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/07/cars-2-film-poster.jpg" alt="" title="cars-2-film-poster" width="324" height="481" class="alignleft size-full wp-image-20515" /><br />
<strong>Originaltitel: Cars 2<br />
Drehbuch: John Lasseter &#038; Ben Queen<br />
Regie: John Lasseter &#038; Brad Lewis<br />
Stimmen: Owen Wilson, Larry the Cable Guy, Michael Caine</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p>Um mal aus dem Wüstenkaff Radiator Springs herauszukommen und weil er von einem italienischen Rivalen provoziert wurde, lässt sich Lightening McQueen zur Teilnahme an einem Rennen rund um die Welt überreden, das gleichzeitig eine Werbeveranstaltung für einen neuen umweltfreundlichen Kraftstoff sein soll. </p>
<p>Zusammen mit Kumpel Hook/Mater und seiner restlichen Crew geht es zunächst nach Japan. Dort wird Hook/Mater vom britischen Agenten Finn McMissile mit einem US-Spion verwechselt und in eine lebensgefährliche Verschwörung hineingezogen&#8230;</p>
<p>Wie wohl viele fragte ich mich, warum Pixar sich entschloss ausgerechnet Cars fortzusetzen, zählt der Film zwar zu den erfolgreichsten Produktionen des Studios, besonders was Merchandise angeht, aber bei Kritikern und Publikum galt er gleichzeitig als schwächster Film der erfolgsverwöhnten Kalifornier. Sprechende Autos und Route 66-Nostalgie mochten in Amerika noch leidlich funktionieren, hierzulande war die Begeisterung für die Autos in der Sinnkrise eher verhalten. </p>
<p>Zum Glück geht Teil 2 in eine ganz andere Richtung: Raus aus der Wüste und weg mit schwermütigen Doc Hollywood-Paraphrasen, hin zu einem lupenreinen Agentenfilm, der sich sehr deutlich an den Bondfilmen der 60er und 70er orientiert. Vielleicht lag es an der gesenkten Erwartungshaltung, weil es eben ein Sequel zu Cars war, aber als Actionfilm hat mir Cars 2 viel Spaß gemacht, was nicht zuletzt an Michael Caine als Finn McMissile lag, der &#8211; in Erinnerung an alte Harry Palmer-Tage &#8211; immer noch einen wunderbar-coolen Spion abgibt. Vollgepackt mit Gadgets, mit unrealistischen Stunts und überlebensgroßen Gegnern (schön breit ausgespielt von Thomas Kretschmann als Profesor Z) bietet er genau das, was ich in den letzten Bond-Filmen so schmerzlich vermisst habe: Albernen Spaß vor grandiosen Kulissen und einer Handlung die nicht wirklich komplex ist. Natürlich errät der aufmerksame Zuschauer die Auflösung recht schnell, aber wie bei Bond kommt es hier auch eher auf das wie, als das was an. Die internationalen Kulissen von Japan, über Paris bis London sehen wirklich imposant aus und Pixar beweist, wie schon mit den Incredibles, dass sie wirklich rasante Actionszenen choreographieren können. </p>
<p>Natürlich ist das ganze was die Charaktertiefe, die emotionalen Momente und die Nachhaltigkeit angeht zu keiner Sekunde auf demselben Niveau wie etwa UP oder der letztjährige Toy Story 3. Egal was die Autos machen, egal wie sehr die Freundschaft zwischen Mater und McQueen behauptet wird, es bleiben redende Autos, die sich in Verfolgungsjagden besser machen, als wenn sie sich Zuneigung gestehen. Die Cars-Welt bleibt ebenso ein Konstrukt, das wirklich nur solange funktioniert, wie man nicht drüber nachdenkt, denn wenn es wirklich nur Autos und andere Transportmittel gibt, bleibt einfach die Frage, warum die Welt aussieht als gäbe es Menschen und Tiere. </p>
<p>Zum Glück hilft das hohe Tempo, solche Gedanken die meiste Zeit zu ignorieren, denn was hier optisch geboten wird, ist tatsächlich beeindruckend. Die Detailfülle der einzelnen Locations, die originellen Autos, vom hässlichen Gremlin bis zur sexy Agentin Holly Shiftwell sowie viele gute Gags (neben einigen platten Slapstick-Momenten) und Anspielungen unterhalten und schaffen es zu überraschen. Zumal der Tonfall insgesamt etwas härter und dem Genre angemessener ist, als der kuschlige erste Teil. Wenn Professor Z einen US-Agenten foltert und umbringt, ist das für einen Pixar-Film schon ziemlich deftig und wird nur bedingt abgemildert durch die Tatsache, dass es ja immer um Autos geht. </p>
<p>Die Story wird in der Erzählung komplizierter erklärt, als sie tatsächlich ist und der &#8220;Eco-Friendly Fuel&#8221;-Aspekt darf getrost als Gimmick betrachtet werden oder als Feigenblatt für einen Film der ansonsten recht schamlos die rollenden Benzinfresser glorifiziert. Lasseter ist ein Autonerd, der sichtlich Spaß an den Figuren hat, auch wenn wohl gerade europäische Zuschauer sich nicht ganz so mit seinem Hillbilly-Simpel Mater/Hook identifizieren können, wie der Pixar-Boss und viele Amis.  Und vielleicht ist auch die Konzentration auf Mater als emotionalen Ankerpunkt des Films der Grund, warum der Film, so unterhaltsam er ist, nie wirklich ans Herz geht, denn der Abschleppwagen bleibt nunmal ein trotteliger Typ den man eher wohlmeinend belächelt, als wirklich liebgewinnt.</p>
<p>Trotz allem ist Cars 2 wohl das bestmögliche Sequel, dass Pixar aus dem Konzept machen konnte und gerade für Bond-Fans ein zwar oberflächlicher, aber dennoch sehr kurzweiliger Spaß mit hoher Schauwertdichte. </p>
<p>Dennoch bin ich auf das nächste Nicht-Sequel Brave und das Prequel zu Monsters Inc. (neben Oben und Toy Story 3 einem meiner anderen Favoriten des Studios) doch gespannter, als auf Cars 3 &#8211; so er denn kommen wird.</p>

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		<title>Green Lantern (Review)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 01:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Green Lantern]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Maybe that means asshole in their language?&#8221; Originaltitel: Green Lantern Herstellungsland: USA 2011 Regie: Martin Campbell Buch: Greg Berlanti, Michael Green, Marc Gugenheim Darsteller: Ryan Reynolds, Blake Lively, Peter Sarsgaard, Tim Robbins, Mark Strong 1.5 out of 5 stars Der arrogante Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) wird von einem sterbenden Alien und dessen Ring ausgewählt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Maybe that means asshole in their language?&#8221;</em></p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/07/gl.jpg" align="left" /><strong>Originaltitel: Green Lantern<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Martin Campbell<br />
Buch: Greg Berlanti, Michael Green, Marc Gugenheim<br />
Darsteller: Ryan Reynolds, Blake Lively, Peter Sarsgaard, Tim Robbins, Mark Strong</strong><br />
1.5 out of 5 stars</p>
<p>Der arrogante Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) wird von einem sterbenden Alien und dessen Ring ausgewählt dem Green Lantern-Corps zum Schutze der Galaxis beizutreten. Seine erste Aufgabe ist es das Universum vor der Riesenwurst Parallax zu retten.</p>
<p>Und das nachdem mich X-Men: First Class trotz seiner Schwächen gerade so positiv überrascht hatte. Hier kommt also Green Lantern, der zu meiner Zeit noch Grüne Leuchte hieß. Wohl mit einigem Abstand der schlimmste Superheldenfilm des bisherigen Jahres, schafft es Bond-Regisseur Campbell tatsächlich auf allen Ebenen selbst dann zu enttäuschen, wenn die Erwartungen nach dem Trailer schon in Knöchelhöhe pendelten.</p>
<p>Lediglich die Darsteller tun einem leid, denn was Ryan Reynolds, Peter Sarsgaard und (sic!) Tim Robbins in dieser Gurke an Dialogen aufsagen müssen, wird normalerweise selbst Autoren von Telenovelas als zu dämlicher Schrott um die Ohren gehauen. Dabei fällt es schwer zu sagen, was jetzt schlimmer ist: Heroisches Gestammel wie &#8220;Es ist mein Job keine Angst zu haben&#8221; oder die unsäglichen Romantikeinlagen zwischen Reynolds und Love Interest Blake Lively, die die meiste Zeit guckt wie die Kuh wenns donnert und wirklich keinen Satz ohne Fremdschäm-Reiz herausbekommt.</p>
<p>Was nicht bedeutet, dass die Expositions-Dialoge auf dem Green-Lantern-Planeten besser wären, wenn Reynolds sich mit digitalen Fischen, Kartoffeln und einem Typen unterhält der Sinestro heißt und einen diabolischen Bleistiftbart trägt &#8211; was ihn natürlich absolut qualifiziert der Anführer aller Grünen Leuchten zu sein. Der Name Böso war wahrscheinlich schon vergeben.</p>
<p>Zu den unsäglichen Storywirrungen, die Hal Jordan mit den üblichen Daddy-Issues und einer &#8220;Nein ich will kein Held sein und renne weg, nur um zurückzukommen wenns ernst wird&#8221;-Handlung belasten, die nun wirklich jeder andere Heldenfilm inkl. dem grünen Seelenverwandten Shrek schon durchgekaut hat, kommen sehr unlustige Scherze, ungelenke Pop-Kulturreferenzen und ein visuelles Konzept, das wirklich fragen lässt, wofür genau die 200 Mio$ draufgegangen sind, die dieser Film gekostet hat.</p>
<p>Mag Transformers 3 auch scheußlich sein, zumindest ahnt der Zuschauer, wenn er den Film sieht wofür die Kohle verpulvert wurde. Green Lantern hingegen sieht derartig käsig aus, das man sich streckenweise in einer größenwahnsinnigen Asylum-Produktion wähnt. Dabei ist das wie meist lausige Postkonvertierte 3D nur eines von vielen Problemen. Das Charakterdesign der animierten Figuren mag ja im Comic noch gerade so funktionieren, in einem Live-Action-Film reizen die Figuren alleine zum fassungslosen Lachen, genau wie Oberbösewicht Parallax, der tatsächlich aussieht wie &#8211; man verzeihe die Derbheit &#8211; eine Kackwurst mit Gesicht, das so schlecht animiert ist, das man meint einzelne Elemente des Drahtgittermodells beim Reden durchschimmern zu sehen. Wenn der Showdown in Coast City aussieht, als würde eine missmutige Kläranlage die Stadt fluten, dann stecken nicht nur die Anwohner ganz gewaltig in der Kaka.</p>
<p>Wäre das ganze wenigstens konsequenter Trash, der sich selbst nicht ernst nimmt, würden nicht zwischendurch immer wieder Anläufe in Emotion, Spannung und Pathos unternommen, wäre der Film vielleicht noch ein Guilty Pleasure. So reiht er sich nur ein in die Reihe von Effekt-Supergaus, gleich neben Van Helsing und Liga der außergewöhnlichen Gentleman. Es bleibt Unglaube und die Erkenntnis, dass wahrscheinlich schon die Comicvorlage an die sich hier überdeutlich geklammert wird, ziemliches Gedöns ist. In brightest day, in darkest night. Lirum Larum, Löffelstil, wer viel fragt der weiß nicht viel. Der Letzte machte die Laterne aus.</p>
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		<title>The Big Serien-Fieber Update: Falling Skies, V, Louie, Silk, Teen Wolf, Modern Family, Come Fly with me, School of Comedy, Twenty Twelve</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/07/19/the-big-serien-fieber-update-falling-skies-v-louie-silk-teen-wolf-modern-family-come-fly-with-me-school-of-comedy-twenty-twelve/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 23:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Features]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Thema]]></category>

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		<description><![CDATA[Ahhhh Serien. In Zeiten in denen Event-Filme immer ereignisloser und enttäuschender werden, bieten Serie willkommene Abwechselung und wohlige Heimat in unruhigen Zeiten. Denn auch wenn TV-Produktionen mittlerweile durchaus aufwendig produziert werden, haben sie doch nie das Budget eines Blockbusters und müssen sich deswegen notgedrungen auf altmodische Tugenden beschränken: Gute Schauspieler, packende Dialoge und&#8230; Stories. Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/07/serienfieber.jpg" alt="" title="serienfieber" width="500" height="260" class="alignleft size-full wp-image-20437" /></p>
<p>Ahhhh Serien. In Zeiten in denen Event-Filme immer ereignisloser und enttäuschender werden, bieten Serie willkommene Abwechselung und wohlige Heimat in unruhigen Zeiten. Denn auch wenn TV-Produktionen mittlerweile durchaus aufwendig produziert werden, haben sie doch nie das Budget eines Blockbusters und müssen sich deswegen notgedrungen auf altmodische Tugenden beschränken: Gute Schauspieler, packende Dialoge und&#8230; Stories. </p>
<p>Zeit also mal wieder einen Blick von der Leinwand auf den kleinen Bildschirm zu werfen. Einzutauchen ins Serienfieber.</p>
<p><strong>V &#8211; USA 2009</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/V-Season-1-UK-Import/dp/B002YGSZZK%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB002YGSZZK"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41zcb3FG-kL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Ausserirdische Echsenwesen, die sich als Menschen tarnen kommen angeblich in Frieden. Dank gelungener PR-Maßnahmen glaubt ihnen die Menschheit auch, wäre da nicht eine kleine Gruppe Widerständler, die sich nicht auf die Heilsbotschaften der Visitors einlassen wollen.</p>
<p>Der Reboot des SciFi-Klassikers aus den 80ern versucht wie sein Vorgänger politische Motive und Massenmanipulation als zentrale Themen neben der Action zu etablieren. Waren die V&#8217;s damals als eindeutige Nazi-Metapher zu lesen, die Hitlerjugend-ähnliche Organisationen aufbaute, ist die Message diesmal weniger eindeutig und kann sowohl als simplifizierte Warnung vor der Macht der Massenmedien, wie auch als Anti-Obama-Agenda gelesen werden, wenn die Ausserirdischen Schurken mit Global Health-Care locken, in Wirklichkeit aber die Freiheit der guten, gläubigen Amerikaner bedrohen.</p>
<p>Das wäre vielleicht bedenklich, wäre die ganze Serie nicht ein insgesamt eher harmloses, oftmals beeindruckend käsig-getrickstes Trashfest, das mit so platten Figuren aufwartet, dass jegliche politischen Botschaften letztlich doch im B-Movie-Plot untergehen. Nach zwei Staffeln, die leider auch recht viel Leerlauf bieten, bleibt aber doch eine gewisse Faszination für den Kampf der Rebellen gegen die V&#8217;s &#8211; was nicht zuletzt an den sympathischen Darstellern liegt &#8211; auch wenn sich nie ganz der grimmige Unterton der originalen Mini-Serie einstellen will.</p>
<p><strong>Falling Skies &#8211; USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p>Ausserirdische Wesen haben die Erde im Handstreich übernommen. Nur noch wenige Überlebende ziehen unter dem Schutz der letzten Militäreinheiten durch die Lande und versuchen verzweifelt zu überleben und eine Schwachstelle ihrer grotesken Besatzer zu finden&#8230;</p>
<p>Spielberg kann trotz vieler Flops nicht vom TV lassen. Seine Variante der ausserirdischen Invasion kommt nicht übermässig Original daher und erinnert an eine Mischung aus V, Battlestar Galactica, seinem eigenen War of the Worlds und Aliens die direkt District 9 entstiegen sind. Statt auf Massenverführung setzen die tricktechnisch beeindruckend inszenierten Aliens hier allerdings eher auf Massenvernichtung und so spielt der Großteil der Handlung in Ruinen und heruntergekommenen Fabrikhallen und ähnlichem.  Statt auf Spaß setzen die Macher auf düstere Endzeitstimmung, die sich leider ein bißchen sehr ernst nimmt und die Serie insgesamt weniger unterhaltsam als V macht. Der Konflikt Zivilisten-Militär wurde in Galactica schon ziemlich zu Tode diskutiert und bisher hat Falling Skies dem nicht wirklich viel hinzuzufügen und leider sind auch die Schauspieler der Hauptrollen eher aus dem Fundus einer Direct-to-Video-Produktion zusammengeklaubt und erreichen nicht das Niveau der Kampfstern-Crew.</p>
<p>Auch die Stories hauen bisher noch nicht so recht um, auch wenn der durchgehende Subplot &#8211; die Befreiung der durch die Aliens versklavten Jugendlichen &#8211; durchaus Potential hat. Dennoch dominiert bisher das Mission-of-the-Week-Konzept, das einer raschen Progression im Wege steht und auch wenn erst wenige Folgen ausgestrahlt wurden, beginnt sich &#8211; trotz einiger netter Actionszenen und toll animierter Kampfroboter und Aliens &#8211; eine gewisse Redundanz einzustellen.  Aber warten wir mal ab, noch hat die Serie alle Chancen sich zu entwickeln&#8230;<br />
<strong><br />
Louie &#8211; USA 2011</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p>Louis C.K. spielt sich selbst &#8211; zumindest eine Variante seiner selbst, die Louie heisst. Zwischen Stand-Up-Auftritten und Midlife-Crisis, Vaterschaft und Geldsorgen übersteht er wie wir alle irgendwie sein Leben. </p>
<p>Louis C.K. ist großartig und einer der besten derzeitigen Stand-up-Comedians, dessen Humor deshalb so bitter ist, weil er hauptsächlich auf sich selbst zielt. In seiner Depredy-Serie stehen diese Auftritte in denen er sein eigenes Leben schonungslos seziert, neben Stories aus seinem Alltag, in dem er mit den ganz kleinen, ganz normalen Alltagssituationen zu kämpfen hat. Ob sich die verhasste Mutter als Lesbe outet, die dauerdepressive Schwester heulend anruft oder Louie einfach nur versucht als Wochenend-Vater im Umgang mit der Tochter alles richtig zu machen: Immer sind die Szenen so real, so hart ausgespielt, das es oft schwerfällt hinzusehen. Zwischend Fremdscham, Trauer und verzweifelten Lachen pendelt diese Serie die in ihren komprimierten Vignetten soviel wahres Gefühl einfängt, dass es schwer fällt sie noch im Comedy-Bereich neben dämlichen Sitcoms anzusiedeln. </p>
<p><iframe width="500" height="314" src="http://www.youtube.com/embed/8qOaZ4CQqKI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Silk &#8211; UK 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Silk-Season-Fassung-Deutsche-Sprache/dp/B004FV4R8G%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004FV4R8G"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51FmTLfM%2BIL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Eine Gruppe Anwälte die alle nur das eine wollen: Silk, die seidenen Roben die mit dem Titel &#8220;Queens Counsel&#8221; verbunden sind, dem höchsten anwaltlichen Titel im Vereinigten Königreich.  Natürlich kann nicht jeder den Titel erlangen und so bekriegen sich die Anwälte der Kanzlei, während sie nebenbei private Affären und ihre Fälle durchkämpfen.</p>
<p>Silk ist die mittlerweile vierte Anwalts-Serie von Peter Moffat, der selbst als Rechtsanwalt Erfahrungen sammeln durfte, ehe er sich aufs Schreiben verlegte. Er beherrscht sein Metier und kann sich, obwohl die Serie nur solide Gerichts-Unterhaltung liefert, auf seine überzeugende Besetzung verlassen, die in all ihrer moralischen Ambivalenz überzeugt und mitreisst. Die aktuellen Themen der Fälle bieten dabei einen wohltuenden Kontrapunkt zu den persönlichen Kämpfen der Anwälte und den politischen Schiebereien in der Kanzlei. Für Fans des Genres, auch dank dem üblichen britischen Understatement und dem im Vergleich zu US-Serien rauerem Stil, eine Anschauempfehlung.</p>
<p><strong>Teen Wolf &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p>Scott McCall ist ein durchschnittlicher High-School-Typ, der eine ungewollte Veränderung durchmacht, nachdem er von einem Werwolf gebissen wurde. Zusammen mit seinem Freund Stiles versucht Scott seine animalischen Ausbrüche im Zaun zu halten, ein halbwegs normales Leben zu führen und rauszukriegen, wer ihm den ganzen Schlamassel eingebrockt hat.</p>
<p>Okay ich hab auch erst gedacht: Das kann nicht euer ernst sein. Vor allem nachdem MTV die US-Adaption der genialen UK-Serie Skins so völlig in den Sand gesetzt hatte, waren meine Erwartungen an Teen Wolf nicht wirklich hoch. Und überhaupt: Wie sollte aus einem käsigen 80er Klamaukfilm, dessen übler Fortsetzung und der noch viel schlimmeren Cartoon-Serie etwas ansehbares entstehen?  Doch die Überraschung ist gelungen: Teen Wolf ist eine ansehbare und überaus unterhaltsame Serie, die sich deutlich mehr an Buffy, als am alten Film orientiert, von dem sie zwar einige Grundelemente übernimmt, sie aber in eine ganz andere Richtung dreht. </p>
<p>Der Humor ist düsterer und ironischer, die Action und Gewalt ist härter und die Schauspieler sind gar nicht mal so schlecht. Klar, die Werwolftricks sind eher recht digital und nicht überragend, werden aber effektiv genug inszeniert das in den unheimlichen Szenen genug Spannung aufkommt. Dazu entwickelt die Serie eine schicke eigene Mythologie, die sich nie ganz ernst nimmt, aber auch Meilen entfernt ist vom Klamauk des Films. Zudem wimmelt es von Verweisen auf andere Werwolf-Filme von The Howling bis zu Pakt der Wölfe. Doch Teen Wolf macht Spaß und findet bislang eine gute Ballance zwischen leichtem Grusel, Spannung, Mystery und der unvermeidlichen Romantik.  Kein Überknaller aber solides Serienfutter für Freunde des Übernatürlichen.</p>
<p><strong>Modern Family &#8211; USA 2009</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Modern-Family-Season-1-UK/dp/B003DTMQ7K%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB003DTMQ7K"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51O8P5oKUuL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Drei Familien: Der Familienpatriarch gespielt von Ed O&#8217;Neil, der eine viel jüngere Frau mit Kind geheiratet hat, seine Tochter mit ihrem Mann und Kindern, sowie sein schwuler Sohn mit seinem Lebensgefährten und der frisch adoptierten Tochter. Moderne Familien und ihre Probleme.</p>
<p>Natürlich ist es befriedigend zu sehen, dass Ed O&#8217;Neil nach verschiedenen Anläufen jetzt eine Serie gefunden hat, die ihn wohl dauerhaft zu mehr als nur &#8220;Al Bundy&#8221; machen wird. Doch die Serie und ihren liebenswerten Witz nur auf ihn zu beschränken wäre ungereicht, denn in Modern Family spielt ein wunderbares Ensemble.  Irgendwo zwischen Drama und Sitcom lebt die Serie von ihren Figuren und Dialogen, die natürlich gewisse Probleme auch mit didaktischem Impetus behandelt, dabei aber immer selbstironisch leichtfüssig bleibt und nie in moralin-sauren After-School-Special-Tonfall verfällt, den andere Serien mitunter drauf haben. Zwar ist Modern Family im Vergleich zu &#8220;United States of Tara&#8221; immer noch ein dramatisches Leichtgewicht, bietet aber fluffige Unterhaltung mit gewitzten Dialogen, die wirklich Spaß machen. </p>
<p><strong>Come Fly with me &#8211; UK 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Come-Fly-Me-Staffel-1/dp/B00531S7VA%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB00531S7VA"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/5199WXl5sTL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Mockumentary über einen britischen Flughafen und die unterschiedlichen Menschen die dort arbeiten, von den Check-Inn-Stewardessen über den Besitzer einer Billig-Airline bis zum Flugbegleiter und dauergenervten Touristen.</p>
<p>Nach dem Vorbild echter Airport-Reportage-Serien nehmen sich Matt Lucas und David Walliams diesmal die Reiseindustrie vor. Das Konzept ist dabei ihrem Erfolg Little Britain sehr ähnlich: Von einer Off-Stimme anmoderiert erleben wir unterschiedliche Charaktere, alle von Lucas und Walliams gespielt, die ihre wiederkehrenden Marotten präsentieren. Man könnte auch sagen, das ganze sei Little Britain am Flughafen mit neuen Figuren und ohne die süffisante Erzählstimme von Tom Baker. </p>
<p>Die Gags und abstrusen Make-Ups der beiden treffen dabei nicht immer ins Schwarze und nicht ganz zu unrecht fühlten sich diverse Minoritäten von den rassistischen Klischeefiguren verunglimpft, dennoch haben die beiden ein Talent dafür ihre Figuren, so nervig sie auch sind, nie völlig unsympathisch werden zu lassen. Selbst die furchtbarsten Kreaturen besitzen genug naive Unschuld, dass man ihnen ihre furchtbaren Verhaltensweisen verzeihen möchte und wissen will, was sie das nächste Mal anstellen. Und für Fans von Little Britain wird wohl eh kein Weg an der Serie vorbeiführen.</p>
<p><strong>School of Comedy &#8211; USA 2008-2010</strong><br />
4.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/School-Comedy-1-2-UK/dp/B003ZSHIXG%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB003ZSHIXG"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51M93Ft5YIL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Eine Sketch-Show für Erwachsene in der Kinder Erwachsenen-Rollen spielen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen.</p>
<p>Die aus einem Theater-Projekt entstandene Comedy-Truppe School of Comedy schafft was viele andere Comedy-Shows nicht schaffen: Sie ist tatsächlich witzig. Die Jugendlichen zwischen 12 und 17 bewiesen dabei einen Sinn für Timing und skurrile Figuren, der manch erwachsenem Comedian zu wünschen wäre. Shooting-Star der Serie ist dabei zweifellos Will Poulter, der durch &#8220;Son of Rambow&#8221; und den letzten Narnia-Film auch Kinozuschauern ein Begriff sein dürfte. Wie John Cleese spielt Poulter am besten absurde Authoritätsfiguren und Unsympathen, schafft es zwischendurch aber auch immer wieder absurd-dramatische Momente einzubauen. Ob als Showmaster, bösartiger Lehrer oder genervter Ehemann, Poulter setzt seine Pointen gekonnt und wird vom restlichen Ensemble des ebenfalls wirklich großartig ist trefflich unterstützt. </p>
<p>Booohooo cry my a fucking river!<br />
<iframe width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/embed/x0uhZXphTSA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wall Street &#8211; Was Oliver Stone nicht erzählte<br />
<iframe width="500" height="314" src="http://www.youtube.com/embed/JTHJDn9z9CQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Twenty Twelve &#8211; UK 2011</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p>Noch ein Jahr bis zur Olympiade in London und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren &#8211; die Mockumentary begleitet das Organisations-Team auf ihrem schwierigen Weg zwischen Bauproblemen und PR-Gaus.</p>
<p>Inspiriert von einer australischen Serie, liefert das britische Pendant einen ungemein spassigen, wie fiktiven Blick hinter die Kulissen eines Mega-Events. Klasse Schauspieler und einige echte Sportler und Funktionäre machen die Mockumentary auch für einen Sport-Hasser wie mich zu einem Vergnügen, denn wenn ausländische Delegationen dank schlechter Verkhersführung endlos durch London kutschiert werden, die beauftragte für die Nachnutzung bei Anfragen von einem Nervenzusammenbruch in den nächsten fällt und die von Jessica Stevens (of Spaced-Fame) grandios-zickige gespielte PR-Beauftragte weder Website noch Kunstausstellungen oder auch nur ein Logo hinbekommt, dann ist das so nahe an der Realität, dessen was man in London so bestaunen kann, dass man sich streckenweise fragt, ob die Doku nicht doch real ist.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Kurzreviews: Arietty, The Trip, Der Mandant, Kung Fu Panda 2, Gregs Tagebuch 2: Gibt&#8217;s Probleme?, 13 Assassins (Review)</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/07/18/kurzreviews-arietty-the-trip-der-mandant-kung-fu-panda-2-gregs-tagebuch-2-gibts-probleme-13-assassins/</link>
		<comments>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/07/18/kurzreviews-arietty-the-trip-der-mandant-kung-fu-panda-2-gregs-tagebuch-2-gibts-probleme-13-assassins/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 21:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[ghibli]]></category>
		<category><![CDATA[Jack Black]]></category>
		<category><![CDATA[Kung Fu Panda 2]]></category>
		<category><![CDATA[Takashi Miike]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fuenf-filmfreunde.de/?p=20434</guid>
		<description><![CDATA[Bazinga: Es wird mal wieder Zeit für einen Blick zurück auf die Filmstarts die es irgendwie nicht zum Langreview geschafft haben. Diesmal dabei: Arietty &#8211; Die wundersame Welt der Borger +++ The Trip +++ Der Mandant +++ Kung Fu Panda 2 +++ Gregs Tagebuch 2: Gibt&#8217;s Probleme? +++ 13 Assassins Arietty &#8211; Die wundersame Welt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bazinga: Es wird mal wieder Zeit für einen Blick zurück auf die Filmstarts die es irgendwie nicht zum Langreview geschafft haben. Diesmal dabei: <strong>Arietty &#8211; Die wundersame Welt der Borger</strong> +++<strong> The Trip </strong>+++<strong> Der Mandant</strong> +++<strong> Kung Fu Panda 2</strong> +++ <strong>Gregs Tagebuch 2: Gibt&#8217;s Probleme?</strong> +++ <strong>13 Assassins </strong></p>
<p><strong>Arietty &#8211; Die wundersame Welt der Borger (借りぐらしのアリエッティ) &#8211; Japan 2010</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Arrietty-Soundtrack-C%C3%A9cile-Corbel/dp/B0054Z948K%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0054Z948K"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51mgM4WHvpL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Die junge Borgerin Arietty und ihre Familie leben, als zwergenhafte Wesen, in einem Landhaus, im Glauben die letzten ihrer Art zu sein. Immer in Angst vor Entdeckung, verändert sich alles für sie, als sich Arietty mit einem kranken Menschenjungen anfreundet.</p>
<p>Als Ghibli-Gelegenheitsgucker, der den Hype nie so ganz verstanden hat, war der Film für mich insgesamt durchaus eine positive Überraschung, in dem Sinne, das die Handlung sich eher erdgebunden gab und weder Geistwesen noch mythologisches Geschwurbel die Oberhand gewannen.</p>
<p>Die Borger-Story ist simpel genug, überrascht hauptsächlich durch das bleierne Erzähltempe in dem das wenige was tatsächlich passiert sich entwickelt. Eine depressive Grundstimmung prägt das Geschehen, die im Kontrast zur Schönheit der Natur steht in der das ganze angesiedelt ist. Wie zu erwarten eher simpel und unaufwendig animiert, mit dem gewohnten Charakterdesign, besitzen die Figuren und Tiere doch eine gewisse Knuffigkeit, die sie sympathisch macht. Trotz allem braucht es Geduld und Muße sich auf diese Borger-Version, die soviel behäbiger und lethargischer wirkt als die Hollywood-Adaption aus den 90ern, wirklich zu goutieren. Zuwenig steht auf dem Spiel um wirklich mitzuzittern und außer Arietty spielen die anderen Borger auch keine wirkliche Rolle die der Rede wert wäre &#8211; das ich mich frage welche Zielgruppe der Film tatsächlich im Auge hatte, außer den Ghibli-Fans die sich eh alles des Studios ansehen. Für Kinder dürfte zu wenig passieren und die morbide Grundstimmung schwer nachzuvollziehen sein und erwachsene Zuschauer bleiben von der Story und der technischen Umsetzung dann doch etwas unterfordert&#8230; </p>
<p><strong>The Trip &#8211; UK 2010</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Trip-2-DVD-Fassung-Deutsche-Sprache/dp/B0047N0L28%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0047N0L28"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-UlYM6sFL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Steve Coogan und Rob Brydon spielen fiktionalisierte Versionen ihrer selbst, auf einem Trip durch englische Dörfer. Dabei testen sie Restaurants und disktutieren, zicken sich an und imitieren Promis und suchen vor allem den einen Grund, warum sie überhaupt miteinander unterwegs sind.</p>
<p>Zwischen unwohler Anspannung und geistreichem Spaß entwickelt sich der stets an der Grenze zur Realität dahin ziehende Trip zweier Bekannte, die sich eigentlich nicht so wahnsinnig gern mögen. So spannend und unterhaltsam kann ein Film (bzw. die Serie aus der der Film zusammengekürzt wurde) sein, der hauptsächlich zwei Männer zeigt die beim Essen sitzen. </p>
<p><strong>Kung Fu Panda 2 &#8211; USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Panda-Poster-Plakat-Taiwanese-Inches/dp/B0056CCD02%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0056CCD02"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51kWj3J4f0L._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Panda Po muss sich mit seinen Freunden den Nachstellungen eines paranoiden Pfauen-Herrschers erwehren und dabei das Geheimnis seiner Herkunft klären.</p>
<p>Schlecht ist das zweite Abenteuer von Po und Co. tatsächlich nicht. Aber leider bewegt es sich in jeder Sekunde so sehr im Mittelfeld, bedient so sehr jede Erwartung und versagt so jede Ambition und Überraschung, das er dann doch mit einem gewissen Meh-Gefühl zurücklässt. Konnte der erste noch von der Neuartigkeit des Grundkonzepts profitieren und bot insgesamt auch eine etwas phantasievollere Animation, überwiegt im zweiten Anlauf der Eindruck eine Serienfolge zu sehen, die bewusst Weiterentwicklung und Veränderungen scheut.<br />
Ähnlich wie die späteren Episoden des Shrek-Franchise fehlt das Herzblut und das Gefühl, den Machern wäre es ein dringendes Bedürfnis gewesen eben diese Story zu erzählen. So bleiben nette Gags, knuffige Figuren, eine -zumindest im Orginal &#8211; rundweg gute Voice-Cast und eine grundsätzlich unterhaltsame Geschichte, die dann aber, trotz des Versuch dem Ganze emotionale Momente abzuringen, doch relativ kalt lässt.<br />
Für Kinder bedenkenlos empfehlenswert, für Animationsfreunde die etwas mehr als Schema F wollen &#8211; und die sich etwas detailfreudigere Settings erhoffen, reicht es aber locker sich den Streifen nur auf DVD anzusehen &#8211; auf dem kleinen Bildschirm fällt die 08/15 Animation vielleicht nicht so auf. </p>
<p><strong>Der Mandant (The Lincoln Lawyer) &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Lincoln-Lawyer-Poster-Plakat-Inches/dp/B004N7Q4NI%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004N7Q4NI"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-rppw4lgL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Schöner altmodischer Gerichtsthriller, der nie überrascht und auch keine weitergehenden Ambitionen hat, als seine nicht ganz holperfreie Story sauber zu erzählen. Böse reiche Schurken, Nutten mit Herz, liebenswerte Rocker und schmierige Knackis &#8211; sowie erwartbare Wendungen und ein ambivalenter Held, der sich beweisen muss.<br />
Die gute Besetzung, inkl. William H. Macy in einer memorablen Nebenrolle helfen über die recht klischeelastigen Figuren hinweg. Kein Film für den großen Kinoabend, eher als solides Futter, für diejenigen die schon alle Grisham-Verfilmungen, Damages und Silk weggeschaut haben und immer noch nicht genug haben. </p>
<p><strong>Gregs Tagebuch 2: Gibt&#8217;s Probleme (Diary of a wimpy kid 2 &#8211; Rodericks Revenge) &#8211; USA 2011</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Diary-Wimpy-Kid-Rodrick-28x44cm/dp/B0051X68ZC%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0051X68ZC"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51V5dElsqAL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Nachdem Greg die gröbsten Schulprobleme in Teil 1 in den Griff bekommen hat, gilt es jetzt eine größere Herausforderung zu bewältigen: Seinen unausstehlichen großen Bruder, der keine Chance auslässt ihn zu demütigen.</p>
<p>Ein wenig fehlt &#8211; gerade zu Beginn des Films &#8211; der naive Schwung und die Absurdität, die den ersten Teil der Comicverfilmung zu einem so unbeschwert-skurrilen Spaß machten. Dank Devon Bosticks Roderick der diesmal eine deutlich größere Rolle hat, gewinnt der Film aber nach der Party-Szene an Schwung und liefert, wenn schon keine sehr originelle, so doch leidlich charmante Unterhaltung ab. Auch wenn die sehr behütete, altmodische Welt hier noch mehr als im ersten Teil anachronistisch wirkt und es deutlich auffällt, wie schwierig es ist einen Strichmännchen-Comic in die Realität zu übertragen ohne das es seltsam wirkt. Denn so WASP, clean-cut und mittelklassebehütet wie Greg und Co. waren wohl nichtmal die Kids in den alten Spielbergfilmen der 80er.</p>
<p>Ein netter Spaß, der aber auf DVD besser aufgehoben ist als im Kino. Und sollten sie einen dritten Teil planen, müssen sich die Macher schon sehr beeilen, denn schon jetzt haben die Kids einiges von ihrer unschuldigen Kindlichkeit verloren und sind auf dem Weg in Teenies zu morphen &#8211; was im Rahmen der Prämisse nicht wirklich funktionieren dürfte. </p>
<p><strong>13 Assassins &#8211; Japan 2011</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/13-Assassins-K%C3%B4ji-Yakusho/dp/B004NSEPX8%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004NSEPX8"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51376FEOIwL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Der sadistische Herrschersohn Lord Naritsugu ist kein sehr netter Zeitgenosse, der nach Gusto vergewaltigt, verstümmelt und mordet. Shinzaemon trommelt 12 andere Samurai zusammen um den Schurken umzubringen&#8230;</p>
<p>Es ist immer wieder verblüffend anzusehen, wie souverän Miike in scheinbar jedem Genre zu Hause ist. Ob Comicverfilmung, Psychodrama, Geisterthriller, Musical-Extravaganza, Kostümdrama oder quietschbunter Fantasy-Blockbuster &#8211; es gibt nichts was der umtriebige Workoholic nicht schon erfolgreich beackert hat.</p>
<p>Natürlich liefert er auch im historischen Samurai-Genre einen sehr sehenswerten Film ab, der irgendwo zwischen Henry the V. und dem dreckigen Dutzend liegt. Wobei es eine ganze Weile braucht, bis die Handlung in Gang kommt. Das Remake des 60er Jahre Films nimmt sich viel Zeit zu erklären warum sich die 13 Assassinen zusammenfinden um den sadistischen Oberschurken in eine Falle zu locken. Das ist nicht immer ohne Längen, denn wer nicht wirklich ein großer Fan davon ist halbglatzigen, missmutig dreinschauenenden Männern im Bademantel beim auf dem Boden sitzen und über Ehre reden zu sehen, der muss schon ein bißchen Geduld mitbringen. Zumal es nur bedingt gelingt, die einzelnen Charaktere wirklich unterscheidbar zu machen. Neben dem Anführer, dem Bösewicht und dessen Handlanger, sowie einem durchgeknallten mystischem Kugelschwinger bleiben die anderen Figuren doch eher austauschbares Kanonenfutter. Dafür ist der Schurke in der Tat beeindruckend grausam und der moralische Diskurs zwischen seinem Leibwächter und dem Anführer der Assassinen beeindruckend ausgespielt.</p>
<p>Wenn es nach rund der Hälfe der Spielzeit dann aber losgeht, dreht Miike wirklich auf und zeigt uns einen fulminanten, dreckigen und gänzlich unglamourösen Kampf. Der ungleiche Kampf der 13 Gerechten gegen den übermächtigen Feind ist wirklich nur als schonungsloses Gemetzel zu bezeichnen, bei dem jedes Posing, jeder ehrenhafte Kampf auf der Strecke bleibt und einer reinen, streckenweise panischen, oft schmerzlich-tragischen Kampf ums Überleben im Mittelpunkt steht.</p>
<p>Der Kampf ist nie cooles Abschlachten mit schmissigem One-Liner, sondern blutige Notwendigkeit aus Mangel von Alternativen. Das es Miike dabei gelingt gleichzeitig noch den Ehrbegriff und das Konzept des Samurai auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen, ist mehr als von der im Grunde simplen Story zu erwarten war. </p>

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		<title>Harry Potter und die Heiligtümer des Todes &#8211; Part 2 (Review)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 19:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Emma Watson]]></category>
		<category><![CDATA[harry]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter And The Deathly Hollows]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;We&#8217;ve kept him alive so he can die at the proper moment. &#8220; Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2 Herstellungsland: Großbritannien/USA 2011 Regie: David Yates Buch: Steve Kloves Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Helena Bonham Carter, Gary Oldman, Ralph Fiennes, Alan Rickman, Tom Felton 3.5 out of 5 stars Noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;We&#8217;ve kept him alive so he can die at the proper moment. &#8220;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2<br />
Herstellungsland: Großbritannien/USA 2011<br />
Regie: David Yates<br />
Buch: Steve Kloves<br />
Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Helena Bonham Carter, Gary Oldman, Ralph Fiennes, Alan Rickman, Tom Felton</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Harry-Potter-Deathly-Hallows-Poster/dp/B0058LHYNM%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0058LHYNM"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LqxhS0oXL._SL500_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Noch immer auf der Flucht und der Mission die Horkrux Voldemorts zu zerstören, müssen Harry, Ron und Hermione erst noch in die Goblin-Bank Gringots einbrechen, ehe sie in Hogwarts die letzte Schlacht und Harry die Erfüllung seines Schicksals erwartet.</p>
<p>Zehn Jahre sind eine verdammt lange Zeit um sie mit einer einzigen großen Story zu verbringen. Und die Potter-Serie ist weit gekommen und hat viel erreicht. Vom eher misslungenen Auftakt, der Malen-Nach-Zahlen-Verfilmung die Chris Columbus damals ablieferte, hat sich Harry-Potter, trotz des Handycaps einen sympathischen, aber eher mitteltalentierten Hauptdarsteller zu haben, zur ambitioniertesten Blockbuster-Serie der jüngeren Kinogeschichte entwickelt. </p>
<p>Nur dank ihres Erfolgs konnte sie es sich allerdings auch leisten, in sehr rücksichtsloser Weise nur noch für die Fans zu erzählen, die jede Auslassung und Andeutung aus dem Kopf ergänzen konnte, während Potter-Unkundige spätestens ab Folge 3 keine Chance mehr hatten irgendetwas zu verstehen.  Die Macher wollten niemanden mehr bekehren, denn sie begnügten sich mit den Millionen und Millionen Fans, die J.K. Rowlings Bücher weltweit generiert hatten. Das ist einerseits mutig, führt aber schon seit Jahren dazu, dass die Filme im Grunde nicht mehr eigenständig funktionieren, sondern nur noch als Companion-Pieces der Buchvorlage. Wo Jacksons-LOTR-Filme auch für Tolkien-Neulinge gute Unterhaltung boten, auch wenn sie nicht alle Referenzen verstanden, ist die Potter-Serie die größte Insider-Veranstaltung der Welt. </p>
<p>Wirklich Sinn macht es daher auch nur Potter-Verfilmungen aus dieser Insider-Perspektive zu betrachten, denn wer nicht auf das Wissen der Bücher und Vorgängerfilme zurückgreifen kann, wird auch mit diesem finalen Teil keinen Spaß haben und wahrscheinlich gar nichts verstehen. Regisseur Yates baut noch stärker als in den vergangenen Teilen auf filmisches Steno, deutet an und lässt die buchkundigen Zuschauer die Lücken im Kopf ausfüllen. Das spart Zeit, ist aber nicht immer elegantestes Filmemachen doch daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Konsequent wird natürlich auch bei Potter 7.2 auf eine einleitende Zusammenfassung verzichtet, die Zuschauer stürzen sofort ins Geschehen. </p>
<p>Und das ist nach Harry Potters Camping-Abenteuern, und einer kleinen Atempause zu Beginn, diesmal zunächst von Hektik geprägt, die durch das schlecht funktionierende 3D noch unkonzentrierter wirkt, als notwendig. An dieser Stelle sei nochmal gesagt: Wer die Möglichkeit hat, möge sich den Film in 2D ansehen, denn die nachkonvertierten Bilder schaden dem Zauber nicht unbeträchtlich und lassen einige Bilder oft schmerzhaft digital aussehen. </p>
<p>Nachdem sich Drehbuchautor Kloves im vergangenen Film viel Zeit für die Figuren gelassen hatte, wirkt sein Buch diesmal ruhelos und nicht wirklich ausgewogen. Der Einbruch in Gringots, im Buch eines der Highlights mit Oceans Eleven-Charme, der gleichzeitig viel über die Beziehung zwischen Zauberern und anderen magischen Rassen verrät, wird hier in einem Tempo heruntergehuddelt, dass kaum nachvollziehen lässt, was eigentlich passiert. Zwar gehört der Drache zu den beeindruckensten und tragischsten Exemplaren der Kinogeschichte, doch weder er noch der ganze Plot um die Todesfalle in der LeStrange-Vault werden wirklich hinreichend dramatisiert und wirken als wollte Kloves das ganze hinter sich bringen, um endlich nach Hogwarts zu kommen. </p>
<p>Dort angekommen ist die Hetze jedoch nicht vorbei, sondern setzt sich bis zum Beginn der finalen Schlacht fort. Leider fallen, wie schon befürchtet, dem Film jetzt im Finale auch viele Auslassungen aus früheren Filmen auf die Füsse, die die dramatische Wucht einiger Szenen beschädigen und einiges einfach hingerotzt wirken lassen. Wenn Aberforth kompletter Story-Arch, der eigentlich in den Vorgängerfilm gehört hätte hier versucht wird in eine einzige Szene zu quetschen in der sowohl Dumbledors Charakter in Frage gestellt, wie auch entschuldigt wird, dann hat dies einfach keine wirkliche emotionale Tiefe mehr, genau wie die Story um seine und Dumbledors Schwester. Der Tod von Tonks und Lupin, deren komplette Lovestory aus den vorigen Filmen herausgestrichen wurde, verpufft ohne wirklichen Eindruck und selbst &#8211; der ins Off-abgeschobene &#8211; Tod von Fred Weasley erschüttert lange nicht so sehr, wie er es sollte.</p>
<p>Nicht ganz so schwerwiegend, aber trotzdem unverständlich ist die fast völlige Eliminierung der Carrows die auf Hogwarts ihr Terror-Regime errichtet haben, zugunsten einer sehr holperigen Szene, in der Harry &#8211; der im Buch nicht als Erlöser kommt, sondern nur um den Horcrux zu suchen &#8211; pathetisch heroisiert wird, wenn sich Severus Snape in der großen Halle entgegenstellt. Rickman, der in den Vorgängern oft bitter ironisch und bedrohlich wirkt, dehnt seine dramatischen Pausen diesmal in eine Länge die fragen lässt, ob der Meistermime eingedöst ist oder noch wach.  </p>
<p>Harry, ein mutiger, aber selten pro-aktiver Charakter in den Büchern, wird hier auf den letzten Metern noch zum Action-Helden umgedeutet, was später auch den Schlusskampf mit Voldemort tangiert, der mehr einem klassischen Hollywood-Showdown, als dem Accidental-Win des Buches entspricht. Was ausnahmsweise mal nicht an Radcliffes Spiel liegt, der wie alle anderen auch schauspielerisch eine gute Figur macht und wie Grint und Watson dafür sorgt, dass das Herz des Film trotz der genannten Schwächen nicht zu sehr beschädigt wird.  Und es gibt natürlich auch wie immer wunderschöne Szenen, allen vorran Harrys letzter Marsch auf dem Weg sich Voldemort zu opfern, die dem Buch sehr nahe kommt und genau an den richtigen Stellen berührt und mitreisst. Auch die surreale Limbo-Szene mit Dumbledore, hätte wohl kaum besser adaptiert werden können und ja, selbst der ziemlich kitschige Epilog, der im Buch eher rangeklatscht und hözern wirkte, funktioniert im Film und sorgt für einen unerwarteten Kloss im Hals, wenn die überlebenden Helden ihre eigenen Kinder in den Hogwarts-Express setzen. </p>
<p>Vorher krankt der Film leider immer wieder an derben Timing-Problemen und &#8211; das ist bei dem Scope und dem gewaltigen Aufwand des Films verwunderlich &#8211; daran, dass die Schlachtszenen zu zerfasert und kleinteilig wirken. Statt gewaltiger Schlachten, die im Buch den Hintergrund des Schlussaktes liefern, gibts hier immer wieder kleine Schlachtausschnitte, während Hogwarts an anderer Stelle ruhig und unumkämpft wirkt. Klar es gibt einige schicke Szenen, sei es die von Neville genial gesprengte Brücke und auch ein paar der Raufereien im Innenhof, aber es stellt sich nie dieses Everything-but-the-kitchen-sink-Feeling ein, dass Rowling im Buch so genial zu vermitteln wusste. Hier scheinen die Kämpfe immer wieder praktisch anzuhalten, wenn sich zwei Figuren mal eben unterhalten wollen, der Film rast mit 200 Sachen, stoppt auf Null und rast dann weiter. Auch deswegen wirken Voldemorts Ultimaten nicht wie befreiende Atempausen, weil die Kämpfe eh dauernd ins Stocken geraten und Yates oft etwas überfordert zwischen Szenen hin und herschneidet, ohne damit die Spannungskurve wirklich anzuziehen. </p>
<p>Und so löblich es ist, dass jeder wichtige Charakter nochmal seine &#8220;eine wichtige Szene&#8221; bekommt, stellenweise bremsen auch diese Momente den Film ungut aus, denn es ist fast spürbar, wie alle anderen Schauspieler zurücktreten um mal Neville, mal McGonnagal, mal der (aus unerfindlichen Gründen schon in Hogwarts befindlichen) Molly Weasley ihren Moment zu gönnen. Natürlich haben sich die Figuren das verdient, doch an vielen Stellen wäre es schöner gewesen nicht das Gefühl zu haben im Theater zu sitzen und jedem Schauspieler bei der Einzelverbeugung zuzusehen, sondern eine Figur die die Handlung tatsächlich vorrantreibt. </p>
<p>Aber vielleicht muss man nach so langer Zeit auch gnädiger sein, wenn die Macher und Crew des Films nach so vielen Jahren den Getreuen ein würdiges, vielleicht auch zu pathetisches Send-Off geben möchte. Denn auch sie haben viel Zeit mit den Figuren verbracht und bei aller Kritik, ist es immer noch erstaunlich, wieviel Gefühl und Liebe zum Detail immer noch in den Filmem steckt. Die Tricks, die Ausstattung, die Kostüme &#8211; all das kann überzeugen und auch die Musik, zum zweiten Mal von Alexandre Desplat komponiert, findet diesmal die richtigen Töne um den Abschied kraftvoll und einfühlsam zu unterstützen. </p>
<p>Natürlich ärgert es, wenn Snapes Abgang aus unerfindlichen Gründen in ein Bootshaus verlegt wird, genau wie die Veränderung des finalen Kampfes, doch gleichzeitig gibt es stimmungsvolle Rückblenden, wie die genial montierten Erinnerungen, die Harry Snapes wahre Natur offenbaren und tatsächlich emotional berühren.  Und es gibt viele kleine Momente, etwa das Schicksal der Malfoys, die nach und nach Voldemort entgleiten und am Ende nur noch als Familie überleben wollen, die sogar runder inszeniert sind, als die Buchvorlage dies vermochte.  Wenn nach der Schlacht nur müde Erleichterung, Melancholie und eine gewisse Taubheit zurückbleibt, niemand lauten Jubel anstimmt sondern die Verletzten versorgt und die Verstorbenen betrauert werden, dann fühlt sich das sehr richtig, sehr menschlich und sehr befriedigend an, genau wie das letzte Gespräch des Triumvirats Harry, Ron und Hermione &#8211; die sich auf den Weg in eine Zukunft machen, die erstmals nicht vorgezeichnet ist.</p>
<p>Und der Epilog, mit dem unter hauchdünnen Altersmakeup immer noch erkennbaren Helden, lässt dann doch wünschen, eines Tages wieder nach Hogwarts zurückzukehren.</p>
<p>Yates und Kloves haben die Serie zu einem stimmigen Abschied geführt, der viele kleine und ein paar große Probleme hat, aber trotz allem das Gefühl gibt eine lange Reise  würdevoll beendet zu haben. Und das ist weit mehr als der erste Teil je erhoffen ließ.</p>

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		<title>Transformers 3 (Review)</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 21:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Clusterfuck!&#8221; Originaltitel: Transformers: Dark of the Moon Herstellungsland: USA 2011 Regie: Michael Bay Drehbuch: Ehren Kruger Darsteller: Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley, Ken Jeong, John Malkovich, Patrick Dempsey, Alan Tudyk, Frances McDormand, John Turturro 1.5 out of 5 stars Batzman 1 out of 5 stars Jet Strajker (Review gibt&#8217;s hier) Wie sich herausstellt, war das &#8220;Race [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Clusterfuck!&#8221;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: Transformers: Dark of the Moon<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Michael Bay<br />
Drehbuch: Ehren Kruger<br />
Darsteller: Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley, Ken Jeong, John Malkovich, Patrick Dempsey, Alan Tudyk, Frances McDormand, John Turturro<br />
1.5 out of 5 stars Batzman<br />
1 out of 5 stars Jet Strajker</strong> (Review gibt&#8217;s <a href="http://psycho-rajko.blogspot.com/2011/07/kino-transformers-dark-of-moon.html">hier</a>)</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Transformers-Poster-Movie-Plakat-Inches/dp/B0052T6I0A%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0052T6I0A"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51W2Qo4eVFL._SL500_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Wie sich herausstellt, war das &#8220;Race into Space&#8221; ganz anders als alle dachten: Amis und Russen wollten unbedingt als erste auf den Mond, weil sie dort irgendwas ausserirdisches vermuteten. Die Amerikaner haben wie bekannt gewonnen und fanden ein Raumschiff der Autobots. Meanwhile back in the 21. Centure arbeiten die Autobots als Auftragskiller für die Regierung und warten darauf, wann die Decepticons mal wieder zuschlagen, während Sam (Shia LeBeouf) mit der Gesamtsituation unzufrieden ist und sich von der Welt nicht ausreichend geliebhabt fühlt, obwohl er sie doch geretettet hat. Wie gut, dass Megatron und seine Bande zur Hand sind, um.. das zu machen was sie immer machen&#8230; Sachen kaputt und so.</p>
<p>Herr Batzman, wo bleibt denn das Positive? Je nun. Transformers 3 ist ein Jota weniger furchtbar als Teil 2, was vor allem dem 3D geschuldet ist. Nicht das es besonders beeindruckend wäre, denn die Mischung aus CGI-3D, echtem und Fake3D sieht nur in wenigen Szenen wirklich gut aus.</p>
<p>Aber dank 3D muss sich Bay von seinem üblichen Nahaufnahmen/Wackelcam-Schnittinferno verabschieden und tatsächlich mal zeigen, was eigentlich gerade passiert. Das hilft teilweise der Übersicht und lässt die wirklich hervorragend gerenderten Schlachten besser zur Geltung kommen, als in den Vorgängern.</p>
<p>Leider ist das die einzig wirklich Verbesserung, denn der Rest ist immer noch in erster Linie laut und lang. 158min geht dieser Teil, der sich für die erste Stunde in quälend langatmiger und ziemlich dummer Exposition dahinschleppt nur um dann in der restlichen Zeit ermüdende Daueraction abzufeuern, die sich in ihrer Penetranz gegenseitig aufhebt. Bay hat immer noch nicht kapiert, das eine spektakuläre Szene nur dann wirkt, wenn sie aus dem restlichen Umfeld heraussticht. Ein Berg ist nur dann beeindruckend hoch, wenn das umliegende Land flacher ist. Doch für Bay ist nur mehr mehr und deswegen verkommen dutzende Szenen, die vielleicht das beeindruckende Highlight eines eigenen Films wären (wie das kippende Hochhaus &#8211; das wie die ähnliche Szene aus Cloverfield auf Stereoiden wirkt), hier zu einem monotonen Action-Grundrauschen.</p>
<p>Bay kitzelt nicht die Sinne, er sorgt nicht für Wow! sondern sorgt nur für Ermattung und Ermüdung. Jemand der in einem Vortrag einmal die Stimme hebt und etwas schreit bekommt Aufmerksamkeit, aber wer einen ganzen Vortrag herunterschreit nervt und verhindert, dass man ihm zuhören möchte.</p>
<p>Wobei Bay auch nichts zu sagen hat, selbst gemessen an den geringen Maßstäben die ein Action-Blockbuster erfüllen sollte. SPOILER AHEAD.</p>
<p>Die Story versucht wie in Teil 2 irgendwas sehr kompliziertes, ein pathetisches Drama um Vertrauen, Verschwörung und Verrat aufzubauen &#8211; wird aber immer wieder durch die eigenen Dummheit und dem Fehlen von Figuren die in irgendeiner Form ernstzunehmen wären sabotiert. Sam (im Dauerhysterie-Modus gespielt von Shia LeBeouf der mittlerweile aussieht wie fertige Anfang 30 und Kettenraucher) ist samt seiner immer noch grenzdebilen Familie, dem neuen T&#038;A-Wunder Rosie Huntington-Whiteley ein einziger schlechter Witz. Es gibt keine Dialoge im herkömmlichen Sinne, sondern nur Geschrei, Grimassieren und schlechten Slapstick, die sie als menschliche Wesen weniger glaubhaft und mitfühlbar wirken lassen als den Road Runner. Noch immer begleiten notgeile Minitransformer die Menschen, noch immer hat Sam zu Bumblebee eine autorerotische Beziehung (inkl. Beziehungskrisen) und noch immer ist er für die gesamte Story im Grunde herzlich überflüssig, müssten er und die Sex-Blinse nicht stellvertretend für die zu rettende Menschheit einstehen. Die Inszenierung wirkt, als wäre Sam samt Meshpoke im ersten Drehbuchentwurf nichtmal vorgekommen und erst im letzten Draft in einer hastigen Rewrite-Session eingefügt worden &#8211; so unwichtig ist seine Rolle.</p>
<p>Als wären die Witwicky-Bande nicht schon Comic-Relief genug, wimmelt es natürlich von weiteren überkandidelten Nebenfiguren, deren Szenen ebenfalls mit dem subtilen Witz eines Armeestiefels ins Skrotum vorgetragen werden. Am besten kommt dabei noch John Malkovich weg, dessen Auftritte für sich genommen immerhin eine ähnliche Wirkung haben wie Dustin Hoffmans Overacting in Hook. Frances McDormand als Verteidigungsministerin ist hingegen ebenso verschwendet wie Alan Tudyk und John Turturro.</p>
<p>Das große Drama spielt sich zwischen den Robotern selbst ab, die noch menschlicher agieren als zuvor und diesmal noch expliziter spucken, sabbern und bluten. Bay verortet sich dabei politisch natürlich gewohnt subtil und reaktionär: Die Autobots als ultimative Amerikaner  die im Krieg gegen den Terror auch keine Gefangenen machen, während die Decepticons sich als Al-Kaida-Bots mit allem Bösen der Erde verbünden und Megatron als als metallener Bin-Laden, inkl. Beduinenfeddel in der Wüste seine Getreuen um sich sammelt. Was die technisch hervorragend animierten Schlachten zwischen den Transformers sehr verstörend macht, wenn man sieht, wie brutal sie sich gegenseitig Abschlachten. Dafür das hier &#8211; wie uns der Film immer wieder deutlich macht &#8211; intelligente und angeblich fühlende Lebewesen agieren ist es erschreckend wie unglaublich sadistisch &#8220;gesplattert&#8221;, verstümmelt, gefoltert, geblutet  und exekutiert wird. Selten hat ein PG13-Film so brachial und gnadenlose Gewalt gegen Lebewesen glorifiziert &#8211; die nur deswegen als harmloser wahrgenommen wird, weil es dem Äusseren nach Roboter sind. Es ist auch bezeichnend, dass Bay und Kruger nur gegenüber den Robotern irgendwelche Gefühle und dramatische Momente antesten &#8211; während ihnen die Menschen lästiges Klamaukfutter im Getriebe sind, holen Sentinel und Megatron die große Pathos-Keule raus.</p>
<p>Dumm leider, dass die ganze Story so unglaublich schlecht erzählt ist. Bay streckt auf Stunden aus, was inhaltlich und dramaturgisch keine 20min füllt und ignoriert wie dumm die gesamte Aufhängung des Plots ist. Nachträglich wird versucht eine übergeordnete Verschwörungsstory in die Continuity zu bringen, die aber leider so gar keinen Sinn machen will. Warum Roboter die es bis zum Mond geschafft haben und fliegen können, eine Laser-Katzentür brauchen um die restlichen paar Meter bis zur Erde zurückzulegen, bleibt genauso unnachvollziehbar wie der restliche Plan um ihren Schrottplaneten ins Erdorbit zu bringen und die Menschheit zu versklaven. Wenn der Film einfach sagen würde, Böse Roboter wollen die Menschheit versklaven, wäre es vermutlich unproblematischer &#8211; erst durch die überkomplizierten Plots und Verschwörungsszenarien, schiesst sich die Story wirklich ins Knie. Häschenwitze sollten nicht mit Verweisen auf Nanotechnologie erzählt werden.</p>
<p>Es bleibt also alles beim Alten. Bay macht langweiligen, aber gut getricksten Lärm, dessen Action nicht funktioniert weil sie zu beliebig ist und sich gegenseitig auslöscht, die Story ist von Ehren Kruger in seinem Pflegeheim wahrscheinlich mit Wachsmalern auf ein abgerissenes Stück Tapete gemalt worden, der Humor wendet sich abermals an notgeile 9jr Jungen mit ADHS und auch die üblichen Bay-Standards vom homophoben Witz, rassistische Ausfälle von Araber mordenden Autobots bis zu bösen Russen in Tchernobyl, bis zum Armee-Zeitlupen-Porno mit schlechtem Poprock sind wieder vertreten.</p>
<p>Mittlerweile mag ich mich darüber allerdings nicht mal mehr aufregen, denn war der erste Teil noch ein Markstein für den Niedergang des Actiongenres und der zweite ein grausamer Höhepunkt an Zuschauerverachtung, ist das Blockbuster-Niveau mittlerweile dergestalt, das Bays Gräueltät nur noch eine von vielen Scheusslichkeiten ist die kaum mehr als resigniertes Seufzen provoziert. So wie ein mittelmässiger Film wie &#8220;Pirates of the Caribbean 4&#8243; im Vergleich besser wirkt als er es ist, wirkt Transformers 3 weniger schlimm.</p>
<p>Und das ist das eigentlich Traurige an der Sache. </p>

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		<title>X-Men: Erste Entscheidung (Review)</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 12:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Kickass]]></category>
		<category><![CDATA[Matthew Vaughn]]></category>
		<category><![CDATA[X-Men]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Peace was never an option&#8221; Originaltitel: X-Men: First Class Herstellungsland: USA 2011 Regie: Matthew Vaughn Buch: Ashley Miller, Zack Stentz Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Rose Byrne, January Jones, James McAvoy, Nicholas Hoult, Kevin Bacon 4 out of 5 stars Anfang der 60er Jahre. Hochzeit des kalten Krieges. Vor dem Hintergrund der Kubakrise kreuzen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Peace was never an option&#8221;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: X-Men: First Class<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Matthew Vaughn<br />
Buch: Ashley Miller, Zack Stentz<br />
Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Rose Byrne, January Jones, James McAvoy, Nicholas Hoult, Kevin Bacon</strong><br />
4 out of 5 stars</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/06/x-men-first-class-poster.jpg" alt="" title="x-men first class poster" width="270" height="400" class="alignleft size-full wp-image-20077" /></p>
<p>Anfang der 60er Jahre. Hochzeit des kalten Krieges. Vor dem Hintergrund der Kubakrise kreuzen sich die Wege von Professor Charles Xavier (James McAvoy) und Eric Lehnsherr (Michael Fassbender) &#8211; beides Mutanten. Im Dienst der zunächst skeptischen US-Regierung nehmen sie zusammen mit einer Gruppe junger Mutanten den Kampf gegen den übermächtigen Gegner Sebastian Shaw (Kevin Bacon) auf&#8230;</p>
<p>Was für eine erfreuliche Überraschung. Nachdem dummen Wolverine-Soloabenteuer und dem wirklich dummen Trailer hatte ich schon die schlimmsten Befürchtungen für dieses X-Men-Prequel. Zumal die beiden neuen Darsteller jetzt nicht wirklich viel gemein mit Patrick Stewart und Ian McKellen zu haben schienen und nur die übliche Blockbuster-Krach-Bumm-Action im Vordergrund zu stehen schien. Doch das glatte Gegenteil ist der Fall. X-Men:First Class ist ein Charakter-Film, der sich trotz Mutanten-Effekten immer auf seine Figuren konzentriert und die beiden Hauptprotagonisten in all ihren Ambivalenzen lebendig werden lässt. Als würdiges Prequel (trotz einiger ärgerlicher Continuity-Fehler zu den ersten drei X-Men-Filmen) inszeniert Vaughn teilweise mit kammerspielartiger Intensität und nimmt sich die Zeit Figuren emotional aufzubauen, ehe er sie ins Actiongetümmel schmeisst. </p>
<p>Auch wenn das gesprochene Deutsch der Darsteller in der Eingangsszenen im KZ nicht ohne komische Momente ist, legt dieses Intro einen wuchtigen Grundstein für Magnetos Figur und all das, was später aus ihm wird. Kevin Bacon spielt den Schurken hier mit diabolischer Präsenz und einem perfekten Gespür für den feinen Grad zwischen comichafter Überhöhung und völliger Karikatur. Zwischen ihm und Eric spielt sich eine teuflische Hassliebe ab, die als Parabel über Kindesmissbrauch angesehen werden kann, wenn aus dem Opfer langsam ein neuer Täter wird.  Fassbender überrascht hier mit einer Intensität, die ich ihm bislang nicht zugetraut habe. Sein Eric Lehnsherr ist genau wie McKellens ein getriebener, unsteter Geist. Zerrissen zwischen Angst und Rachegefühlen. Wenn er sich in Südamerika an ein paar Altnazis rächt ist das sowohl als Actionthrill, wie auch als Psychodrama hochspannend &#8211; genau wie seine finale Konfrontation mit Bacons Sebastian Shaw.</p>
<p>McAvoy bildet den ruhigeren Gegenpool und es scheint folgerichtig, das aus dem behüteten Jüngelchen aus reichem Hause, ein arroganter und bisweilen naiver junger Mann wurde &#8211; der erst durch seine Erfahrungen zum nachdenklichen Professor X aus den späteren Filmen reifen wird.  Es ist die fehlende Reife, die den Reiz in dern Konfrontation der beiden Erzfreunde ausmacht &#8211; denn noch steht die moralische Überlegenheit Xaviers auf wackligen Füssen, wenn er sich anmaßt die Führung übernehmen zu können.  Vaughn nimmt sich viel Zeit für die Gespräche der beiden, die in vieler Hinsicht spannender sind, als jede Actionszene. Das Vaughn dabei trotz Drama den Humor nicht vergisst (selten war das eine &#8220;Fuck!&#8221; das einem PG13-Film erlaubt ist so brillant eingesetzt wie hier) macht ihn nochmal sympathischer, denn er schafft es meist witzig zu sein ohne albern zu werden.</p>
<p>Etwas durchwachsener sind die jungen Mutanten die hier die Grundlage der späteren X-Men bilden. Während einige, wie der vom nerdig-putzigen Nicholas Hoult dargestellte Beast oder die junge Mystique, sehr gut funktionieren und ihr eigenes Dilemma und Drama durchleben, bleiben andere eher blass und touchieren mit ihren Kräften mehr als einmal die Albernheitsgrenze. Zugute zu halten ist dem Film, das er sich der Lächerlichkeit bewusst ist und diese sogar thematisiert, wenn die Jungmutanten ihre Kräfte vorführen und sich gegenseitig aufziehen und mobben. Leider bleiben die meisten von ihnen etwas flach und austauschbar, ob nun die Stubenfliegenfrau, der Evolutionsmann, Havoc oder Sonic Boom. </p>
<p>Überraschend gut funktioniert hingegen Swarowski-Girl als Bacons Handlanger. Sieht sie auf den ersten Blick auch eher albern aus, entpuppt sie sich doch als würdiger und vor allem gefährlicher Gegner mit ihrem ganz eigenen sadistischen Charme. </p>
<p>Der gelungene optische Look, der sich stark vom geleckten Blockbuster-Style der Vorgänger unterscheidet schafft es die Retro-Stimmung gut einzufangen und auch die Actionszenen sind insgesamt effektiv und vor allem deutlich inszeniert. Keine Wackelcam kein hibbeliges Schnittgewitter &#8211; Vaughn kann &#8211; wie er schon mit Kick Ass bewiesen hat &#8211; Action so inszenieren, dass sie rasant wirkt und trotzdem jederzeit deutlich ist, was eigentlich passiert. Ein größerer Wermutstropfen sind dabei lediglich die Spezialeffekte, die für einen Film dieser Größenordnung erschreckend billig und schäbig aussehen. Gerade das Finale mit seinen dutzenden Schiffen wirkt dabei in einigen Einstellungen fast wie einem Asylum-Film entsprungen. Detailarme Texturen sorgen dafür, dass die digitale Herkunft der Flugzeugträger und U-Boote jederzeit offensichtlich ist, genau wie beim Rest der Umgebung. Für einen Film der sich mit Effekten insgesamt zurückhält, überrascht es, wie schlecht hier teilweise gearbeitet wurde. Während die Mutanteneffekte im großen und ganzen okay sind (kein Vergleich zu den billigen Digi-Klingen die Wolverine im letzten Film tragen musst) sieht die gesamte Seeschlacht aus wie mit der heißen Nadel gerendert, ja streckenweise als hätte man ein halbfertiges Previz genutzt.</p>
<p>Einem schwächeren Film, wie dem Vorgänger, würde das vielleicht schaden &#8211; doch da hier die Story und die Figuren im Mittelpunkt stehen, ist es nur ein kleiner Störfaktor, der den Genuss des Films, der vom Gefühl zwischen klassischem Bond und dem ersten X-Men anzusiedeln ist, nicht wirklich schaden kann.</p>
<p>Vaughn hat die Serie erfolgreich revitalisiert &#8211; nicht rebootet, denn bis auf ein paar dumme Kleinigkeiten funktioniert der Film als normales Prequel, und dafür gesorgt, dass nach all dem überkandidelten und albernen Comic-Buch-Mist der letzten Marvel-Verfilmungen wieder die berechtigte Hoffnung besteht, das Genre auch zukünftig ernst nehmen zu können. </p>

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		<title>Wer ist Hanna? (Review)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 01:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Hanna]]></category>
		<category><![CDATA[joe wright]]></category>
		<category><![CDATA[The Lovely Bones]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;I just missed your heart.&#8221; Originaltitel: Hanna Herstellungsland: Deutschland / Großbritannien 2011 Regie: Joe Wright Drehbuch: David Farr, Seth Lochhead Darsteller: Cate Blanchett, Saoirse Ronan, Eric Bana, Olivia Williams, Tom Hollander 4.5 out of 5 stars Batzman 4 out of 5 stars Jet Strajker (Review gibt&#8217;s hier) Von ihrem vermeintlichen Vater in der Wildnis aufgezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;I just missed your heart.&#8221;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: Hanna<br />
Herstellungsland: Deutschland / Großbritannien 2011<br />
Regie: Joe Wright<br />
Drehbuch: David Farr, Seth Lochhead<br />
Darsteller: Cate Blanchett, Saoirse Ronan, Eric Bana, Olivia Williams, Tom Hollander</strong><br />
<strong>4.5 out of 5 stars Batzman<br />
4 out of 5 stars Jet Strajker </strong>(Review gibt&#8217;s <a href="http://psycho-rajko.blogspot.com/2011/05/kino-hanna.html">hier</a>)</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Hanna-Poster-Plakat-Korean-Inches/dp/B0052T6CXI%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0052T6CXI"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51E59Hq6TEL._SL500_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Von ihrem vermeintlichen Vater in der Wildnis aufgezogen und zur Kämpferin ausgebildet, lernt die 16jr Hanna (Saoirse Ronan) bei ihrer Rückkehr in die Zivilisation, wer sie wirklich ist und warum eine Spezialeinheit versucht sie und ihren Vater umzubringen&#8230;</p>
<p>Inmitten eines Kinojahrs das noch trauriger wirkt als 2010, überrascht &#8220;Wer ist Hanna?&#8221; mit einer skurrilen Story, die in ungewöhnlichen Bildern mit wunderbarem Gespür für Tempowechsel, Emotionen und Action serviert werden.<br />
Was auf dem Papier noch wie ein &#8220;Hit Girl &#8211; der Film&#8221; wirkte wird unter der Regie von Wright zu einem einfühlsamen, mitreissenden, humorvollen und immer wieder sehr surrealen Trip irgendwo zwischen Bourne mit SciFi-Einschlag und Entwicklungsroman.</p>
<p>Als Glücksgriff entpuppt sich dabei Saoirse Ronan die Hannas kindliche Verletzlichkeit, die Naivität ebenso wie ihre kämpferische und grausame Seite brillant spielt. Schon in Peter Jacksons (leider misratenem) Loveley Bones war sie eines der Highlights und hier kann sie jetzt zeigen was sie wirklich draufhat. Zwischen Schock, Angst, Überlebenswillen und überraschend zärtlicher Erotik trägt sie als Hanna meisterlich den Film über seine oft verwirrende und sicher nicht absolut logische Story.</p>
<p>Cate Blanchet als fast comichafte Antagonistin, steht ihrer jugendlichen Widersacherin nur wenig nach und spielt die Schurkin als eine Art Dana Scully in der Menopause. Wie ihre Neonazi-Handlanger ballanciert sie gekonnt auf dem schmalen Grad zum Grotesken, zum Overacting ohne je komplett lächerlich zu werden und erschafft somit Gegner die man zu hassen liebt.</p>
<p>Doch auch technisch überrascht Joe Wright immer wieder und lässt den 30 Mio.$-Streifen spannender und Abwechslungsreicher aussehen, als viele Blockbusterstreifen mit Effektoverkill. Die wenigen Action-Szene sind geschickt über die Laufzeit verteilt, halten das Tempo und lassen doch immer wieder viel Zeit zwischendrin, um Hanna kennenzulernen und mit ihr eine fremde Welt zu erkunden. Ob die waghalsig-montierte Flucht aus dem geheimen Regierungsgebäude, das Zusammentreffen mit US-Touristen, mit deren Tochter sie sich anfreundet oder der Showdown im phantasievoll-treffend inszenierten Berlin &#8211; irgendwo zwischen Großstadthölle und Märchenwald &#8211; immer findet Wright passende Bilder und balanciert perfekt Spannung, Härte, Humor und Gefühle.</p>
<p>Mal zärtlich langsam und poetisch verträumt, mal schmerzhaft brutal, absurd komisch und voller Tempo, wird Hanna nie eine Sekunde langweilig und schafft es wieder und wieder zu überraschen, obwohl die eigentlichen Storymechanismen im Grunde weder neu noch wirklich komplex sind.</p>
<p>Eindeutig schon jetzt ein Highlight des Jahres und das von einem Regisseur, der bislang eher durch gepflegtes Ambitionsdrama, denn durch innovative Bilder auffiel.</p>

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		<title>Source Code (Review)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 00:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jet Strajker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Jake Gyllenhaal]]></category>
		<category><![CDATA[Moon]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Source Code]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;This is not time travel. This is time re-assignment.&#8221; Originaltitel: Source Code Herstellungsland: USA/F 2011 Regie: Duncan Jones Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright, Russell Peters, James A. Woods, Michael Arden, Cas Anvar 2.5 out of 5 stars Jet Strajker 2.5 out of 5 stars Batzman Und täglich grüßt der Source Code. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;This is not time travel. This is time re-assignment.&#8221;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: Source Code<br />
Herstellungsland: USA/F 2011<br />
Regie: Duncan Jones<br />
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright, Russell Peters, James A. Woods, Michael Arden, Cas Anvar<br />
2.5 out of 5 stars Jet Strajker<br />
2.5 out of 5 stars Batzman</strong></p>
<p><a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/06/03/source-code-review/source-code/" rel="attachment wp-att-19948"><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/06/Source-Code.jpg" alt="" title="Source Code" width="250" height="354" class="alignleft size-full wp-image-19948" /></a>Und täglich grüßt der Source Code. Immer wieder muss der einst im Irak stationierte Helikopterpilot Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) acht Minuten eines tragischen Zugunglücks durchleben, das alle Fahrgäste nach einem Bombenanschlag in den Tod schickt. Gefangen in der geheimen technologischen Superwaffe eines Konzerns (angeführt von Jeffrey Wright), dem so genannten Source Code, wird Stevens gegen seinen Willen so lange in die entscheidenden Minuten vor der Explosion zurückgeschickt, bis er die Ursache für den Crash gefunden und damit das Unglück verhindert hat. Gelingt es ihm, die Bombe im Körper eines anderen zu finden, ist seine Mission erfüllt.</p>
<p>***Spoiler***</p>
<p>Ein weiterer Science-Fiction-Gebrauchsfilm von Bowie-Sohnemann Duncan Jones, der abermals ein klassisches Sujet des Genres nutzt, um Fragen nach dem Wert menschlichen Lebens, wissenschaftlicher Ethik und moralischer Verantwortung zu stellen. Diese Fragen spielen, wie bereits in &#8220;Moon&#8221;, keine allzu ausgeprägte oder gar diskursfähige Rolle, weil &#8220;Source Code&#8221; zugunsten straffer Handlung und reißerischer Spannung ausreichend mit einem Drehbuch voll von Zeitschleifen und Emotionen und Liebesgeschichte vergnügt ist. Erneut erinnert dies an viele schon da gewesene Filme, etwa an &#8220;12:01&#8243;, &#8221; Deja Vu&#8221; oder &#8220;Inception&#8221;, wobei Jones seine ausweglose Paradoxieromanze vermutlich eher in Richtung &#8220;La Jetée&#8221; und damit besonders &#8220;Twelve Monkeys&#8221; gedacht wissen möchte.<span id="more-19946"></span></p>
<p>Müßig zu erwähnen, dass er keinen geistigen Anknüpfungspunkt an letztgenannte findet, sondern &#8220;Source Code&#8221;, wenn überhaupt, nur ein neuer von unzähligen Genrefilmen ist, die die Terrorbilder der letzten Dekade kanalisieren. Geknüpft an die Frage nach dem Wert menschlichen Lebens (Bewusstseins), rückt Jones nach Klonen nun künstlich am Leben erhaltene Soldaten als Avatare in den Mittelpunkt. Was auch immer den Regisseur so faszinieren mag an der tragischen Vorstellung, den Mensch als technologische Ware und zweckdienliche Apparatur zu begreifen, es gelingt ihm auch mit diesem Vorgängerrecycling nicht recht zu vermitteln. &#8220;Source Code&#8221; ist viel zu glatt und gefällig, um auch nur annähernd aufwühlend oder gar verstörend wirken zu können.</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Batzman%20(Oliver%20Lysiak).jpg"><b>Batzman meint:</b></p>
<p>Was vom Setup her ein Thriller sein könnte, verliert unter der behäbigen Regie von Duncan Jones leider spätestens nach der Hälfte derart an Schwung, das sich statt Spannung und Empathie leider eher Ungeduld und Langeweile einstellt. Der Halbgare Mix aus bekannten Zeitschleifenfilmen wie Groundhog Day, Retroactive oder 12:01 mit einem zu großen Schuss Twelve Monkeys, macht leider wenig aus der Prämisse, die ihm doch so viele Möglichkeiten eröffnet. </p>
<p>Schauspielerisch und technisch absolut okay und für sein Budget sogar ganz schick, krankt er daran dass sich die Drehbuchautoren und auch Jones leider wenig für den Thrillerpart interessieren und meinen sie müssten in den Seelenqualen des Zeitschleifenden Jake Gylenhaal baden. Die aber leider nicht sehr interessant sind, denn nachdem klar ist, wer und was er ist (und das ist ziemlich schnell klar) bestehen seine endlosen Dialoge die er aus seiner Blechdose mit deiner Vorgesetzten führt, im Grunde immer wieder aus demselben Geplänkel, das wohl als moralisches Dilemma gemeint ist, aber eigentlich nur ausbremst.  Wie die Briefing-Szenen aus Twelve Monkeys in Spielfilmlänge, wird was eigentlich Subplot sein sollte zum Hauptstrang. </p>
<p>Dabei hilft es nicht wirklich, dass der Tech-Babble mit dem der ganze Source Code erklärt wird, nichtmal im Rahmen seiner eigenen Prämisse irgendeinen Sinn macht. Jones wäre besser gefahren, wenn er weniger versuchen würde zu erklären, aber da er es versucht, lenkt die Doofheit der Movie-Science nicht unwesentlich von der Handlung ab. Die im Grunde gar nicht so schlecht ist, wenn sie denn tatsächlich mal im Zug spielt, in dem Jake versucht herauszubekommen, wer der Attentäter ist der alles in die Luft sprengt. Wenn man von der soßigen Lovestory absieht, die mehr behauptet wird, als wirklich spürbar ist (die Chemie zwischen dem Paar ist etwa so echt wie in einer Daily-Soap in der die Darsteller Gefühle nicht spielen sondern aussprechen), ist es durchaus spannend die Auflösung des Rätsels mitzuerleben.</p>
<p>Doch wie schon in Moon verliert sich Jones mit dieser sehr ähnlichen Story in belanglosem Befindlichkeitsgeschwurbel, klebrigen Emotionen von Charakteren die ansonsten leider nicht durch viel Tiefe überzeugen, sondern eher wie bessere Cartoonfiguren wirken. </p>
<p><strong>*Spoiler ahead*</strong></p>
<p>Das Parallelwelt-Ende bei dem alle überleben, außer dem eigentlichen Besitzer des Leihkörpers, versucht dann auch noch alles zu sauber aufzuwischen. Zeitschleifen sind ein kraftvolles, witziges und spannendes Grundkonstrukt, das schon oft sehr effektiv eingesetzt wurde &#8211; hier bleibt es leider nur Katalysator für die Katharsis eines Soldaten mit Daddy-Issues der sein Love-Interest findet. Wenn in &#8220;Lola rennt&#8221; statt den Läufen die Dialoge zwischen Lola und Manni den Haupteil des Films eingenommen hätten, wäre das ein guter Vorgeschmack auf Source Code gewesen.</p>
<p>Duncan Jones hat Talent &#8211; ich hoffe wirklich, dass er es das nächste mal in eine wirklich gute Story investiert. </p>

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		<title>Hangover 2 (Review)</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 17:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jet Strajker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Hangover]]></category>
		<category><![CDATA[Hangover 2]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;It happened again.&#8221; Originaltitel: The Hangover Part II Herstellungsland: USA 2011 Regie: Todd Phillips Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Ken Jeong, Paul Giamatti, Jamie Chung, Mason Lee, Mike Tyson 0.5 out of 5 stars Jet Strajker 2.5 out of 5 stars Renington Steele 2 out of 5 stars Batzman Nachdem Phil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;It happened again.&#8221;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: The Hangover Part II<br />
Herstellungsland: USA 2011<br />
Regie: Todd Phillips<br />
Darsteller: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Ken Jeong, Paul Giamatti, Jamie Chung, Mason Lee, Mike Tyson<br />
0.5 out of 5 stars Jet Strajker<br />
2.5 out of 5 stars Renington Steele<br />
2 out of 5 stars Batzman</strong></p>
<p><a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/06/01/hangover-2-review/hangover2/" rel="attachment wp-att-19866"><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/05/Hangover2.jpg" alt="" title="Hangover2" width="250" height="370" class="alignleft size-full wp-image-19866" /></a>Nachdem Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms), Alan (Zach Galifianakis) und Doug (Justin Bartha) den schwersten Filmriss ihres Lebens halbwegs verdaut haben, reisen die vier einmal um die halbe Welt, um in Thailand die Hochzeit von Zahnarzt Stu zu feiern. Obwohl sich die (Noch-)Junggesellen geschworen haben, es nicht wieder zum Äußersten kommen zu lassen, wachen drei von ihnen nach einer durchfeierten Nacht in einem Hotelzimmer in Bangkok auf (aus irgendeinem Grund ist der vierte im Bunde, Doug, erneut nicht direkt ins Geschehen verwickelt). Wieder haben die Jungs keine Erinnerungen daran, was passiert ist, und wieder bringen ihre Exzesse unangenehme Konsequenzen mit sich. Und der irrelustige asiatische Schwule (Ken Jeong) ist auch wieder mit von der Partie.</p>
<p>Der männliche Ritus, sich zum Ende der Junggeselligkeit mit Freunden noch einmal richtig abzuschießen, bevor es dem heiligen Bund der Ehe beizutreten gilt, kann sehr amüsant sein. Darüber wurden schon diverse komische Filme gedreht, zum Beispiel eben die elliptische Katerkomödie <a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2009/07/22/hangover-review/">&#8220;The Hangover&#8221;</a>. Sie verstand die letzte große Bachelor Party als Erinnerungslücke, die ihre Protagonisten nach einem bösen Erwachen Stück für Stück und voller Verzweiflung zu füllen bemüht waren. Die enthüllten Details der folgenreichen Sausenacht bewegten sich zwischen schwer harmlos und leicht aufregend und führten am Schluss selbstverständlich zur ehelichen und freundschaftlichen Versöhnung zwischen Mann und Frau und – garantiert platonisch – auch zwischen Mann und Mann.</p>
<p>Nicht ohne finale An- wie Aussprachen, leicht sentimentalem Läuterungsgestus und etwaigen geschmacklosen Witz wiedergutmachender Harmonie folgte &#8220;The Hangover&#8221; artig den neuerlichen Konventionen der US-Komödie, nach denen jedes Unheil stets wieder zur Ordnung gebracht und jede normative Verunsicherung gebannt werden muss.<span id="more-19864"></span> Selbst noch die verrücktesten Begebenheiten im Alkoholrausch könnten nie ernstlich einen Status Quo aufheben, denn im Männerwolfsrudel (&#8220;The Wolfpack&#8221;) ist am Ende alles ungefährlich – und lustig natürlich sowieso. Dass die bemerkenswert langweilige, witzlose und himmelschreiend verklemmte Prollblödelei 2009 zum Überraschungshit des Jahres avancierte, versteht sich von selbst: Reaktionäre Doofheit war schon immer mehrheitsfähig, besonders beim amerikanischen Publikum.</p>
<p>Nun ist so ein besonders böser Kater nicht wirklich fortsetzungstauglich, erst recht nicht, wenn sich anschließend alles sogar noch zum Besseren wendet. Freilich aber musste Todd Phillips seine Spießerbande in Serie schicken und dem Hangover einen Part II hinterher kippen. Gemäß dem Niveau des Vorgängers greift das Sequel dessen einzige Idee wieder auf und lässt das Wolfpack nach einer durchzechten Nacht erinnerungslos zurück. Neue Stadt, neue Heirat, neuer Kater, alles noch mal nach Erfolgsrezept. Diese 1:1-Kopie des Erstlings ist tatsächlich noch einmal wesentlich tempoärmer als der ohnehin schon schnarchige Vorläufer und feuert seine Wahnsinnsgags dieses Mal im Dreiviertelstundentakt ab.</p>
<p>Man kann nicht sagen, aus &#8220;Hangover 2&#8243; wäre irgendwie die Luft raus, denn das hieße ja, der erste Film sei kein Platten gewesen. Aber konnte man dort zumindest noch nachvollziehen, was das leicht zufrieden zu stellende und bierfreudige Jungs- und Jungmännerpublikum an der Geschichte attraktiv zu finden schien (Klemmi-Humor und ein kurzzeitiger Anflug von Normwandlung), lässt einen die Wiederholung eher ratlos zurück. Die durchschaubaren Versuche des Films, Ideen- und (offenbar auch) Lustlosigkeit mit noch zotigeren Einlagen im Ballermann-Modus abzuwehren, münden jedenfalls in abermals schlimmen Verunglimpfungen von Minderheiten und allem, was heterosexuelle Ängste auszulösen vermag.</p>
<p>Als Stu, einst zahnlos und nun auch noch durch ein Tattoo entstellt (auweia!), in Erfahrung bringen muss, während seines Rauschs Sex mit einem Transvestiten gehabt zu haben (und das auch noch in der Rolle des passiven Parts), sind sich seine Freunde und er einig, dass einem Menschen wohl nichts Schlimmeres im Leben widerfahren könne. Entsetzt stellt er fest, einen Dämon in sich zu haben, der ihn offenbar betrunken zu dieser Schrecklichkeit getrieben habe. Das Wolfpack vereinbart Stillschweigen auf Lebenszeit, und dann kommt auch schon wieder das lustige rauchende Äffchen um die Ecke, das dem Film ein ums andere mal aus der Misere helfen muss. Machwerke wie &#8220;The Hangover Part II&#8221; setzen wohl endgültig einen biederen Schlusspunkt unter das Erbe von John Waters, der solche und andere Derbheiten einst subversiv in den Mainstream schmuggelte – nicht ahnend, zu welch fraglicher Konformität sie einmal beitragen würden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Renington%20Steele.jpg"><b>Renington meint:</b> Ich habe mir neulich den ersten Hangover zum ersten mal <i>ohne Hangover</i> angesehen und muss meine Meinung über den Film korrigieren. Hielt ich den Film bislang für eine weitere Prolo-Komödie a la Beerfest (<a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/10/08/bierfest/">mein Review dieses Machwerks</a> ist nach all den Jahren immer noch als Statement zu lesen), so entpuppte sich Hangover dann doch als stellenweise wirklich witziger, handwerklich gut gemachter und stellenweise sogar recht einfallsreich – relativ zu seinem Genre. Und da Hangover 2 praktisch derselbe Film ist, kann man ihn nur genauso bewerten, minus einem halben Stern für die völlige Abwesenheit von Originalität.</p>
<p>Der Film erzählt exakt die gleiche Story unter ein paar halb veränderten Vorzeichen, ergeht sich in der Darstellung von dem, was Versicherungsvertreter für abgefuckt halten, bleibt dabei aber völlig harmloser Mainstream und bietet außer nur scheinbarer Grenzüberschreitung praktisch: Nix. Mission fullfilled, no movie to fuck around. Das macht er aber stellenweise recht lustig, zugegeben.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Batzman%20(Oliver%20Lysiak).jpg"><b>Batzman meint:</b></p>
<p>Ein Film der sowenig neue Ideen hat, wird zwangsläufig ähnlich beurteilt wie sein Vorgänger. Das Drehbuch scheint mit der Suchen und Ersetzen Funktion geschrieben worden zu sein, ansonsten ist im Grunde fast alles beim Alten. Vier grundunsympathische Typen, denen man allesamt die baldige Verleihung des Darwin-Awards wünscht, lassen im Rausch mal wieder ihren hinter Spießerfassaden gefangenen Kleinbürger-Wilder-Mann-Phantasien freien Lauf. Statt einem blöden Baby gibts diesmal den Affen aus Fluch der Karibik (wahrscheinlich hat er nix besseres angeboten bekommen) und statt Timing gibts mal wieder zotigen Witz, für Leute die es für shocking halten einen Pimmel zu sehen. </p>
<p>Einzig positiv ist, dass die Macher auch nicht mehr so wirklich versuchen lustig zu sein. Ein grimmer, schwarzer Unterton treibt den Film vorran und wirkliche Sympathie bringen anscheinend nichtmal die Schauspieler für die Figuren auf die sie darstellen. Der Film geht nicht mit ihnen, er betrachtet sie von außen, teilweise schon fast kopfschüttelnd, wenn sie neuerlich die Trümmer der Nacht zusammensuchen und herausfinden, dass Mönche entführen, das Tatoo eines geistig behinderten Boxers inken zu lassen, Tiersex und sich Bareback von Chicks with Dicks ficken lassen, sowie eine gepflegte Amputation die wahren Sehnsüchte sind, die echte Männer umtreiben, wenn sie mal wirklich loslassen wollen. Son zünftiges Honey, Ich habe dir was mitgebracht: AIDS &#8211; ist sicher genau das richtige für eine romantische Hochzeitsnacht. Wobei son richtiger Kerl, wartet mit der Überraschung sicher bis seine Angetraute mindestens einmal zünftig beschlafen hat, ehe ihr beichtet.</p>
<p>Schauspielerisch ist das alles durchschnittlich. Da das Drehbuch keinen wirklichen Drive entwickelt, wird auch von den Darstellern wenig verlangt außer irgendwie perma-fertig aus der Wäsche zu gucken. Den Rest erledigen die Kostüme und das Make-Up. Es ist im Grunde deprimierend, wie jemand grundwitziges wie Galifianakis (der erst jüngst in der schönen Psychatrie-Comedy &#8220;Its kind of a funny story&#8221; mal wieder gezeigt hat war er kann) hier im absoluten Humorvakuum agiert &#8211; denn diesmal sieht nichtmal er wirklich aus, als würde er den ganzen Trip genießen. Genausowenig wie seine beiden Begleiter. Im Vorgänger war zumindest noch jene klemmige Art von Vatertagshumor spürbar, die Männer gerne verströmen wenn sie ihre Olle mal daheim gelassen haben um mit den &#8220;Jungs&#8221; einen draufzumachen. Hier reagiert im Grunde nur Angst und Panik &#8211; und erst im Nachhinein wird sich das Ganze dann als romantische Erlebnistrip schön geredet, der in einer dümmlichen Rede wider das Spießertum endet, zu dem doch alle vier im Grunde ohne Wenn und Aber gehören. </p>
<p>Das der Abspann diesmal im Gegensatz zum Vorgänger auch gar keine Überraschungen oder wirklich deftigen Momente bereithält und eher für unruhiges Füssescharren, denn lautes Gelächter sorgte, passte dann zum Rest dieses Films, der wohl am besten mit Hangover II: The Cash-In betitelt worden wäre. </p>

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		<title>Pirates Of The Caribbean &#8211; Fremde Gezeiten (Review)</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/05/19/pirates-of-the-caribbean-fremde-gezeiten-review/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 01:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jet Strajker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Depp]]></category>
		<category><![CDATA[Pirates Of The Caribbean]]></category>
		<category><![CDATA[Pirates Of The Caribbean 4]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Captain, I wish to report a mutiny. I can name fingers and point names.&#8221; Originaltitel: Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides Herstellungsland: USA 2011 Regie: Rob Marshall Drehbuch: Ted Elliott, Terry Rossio Darsteller: Johnny Depp, Penélope Cruz, Geoffrey Rush, Ian McShane, Stephen Graham, Gemma Ward, Richard Griffiths, Sam Claflin 1.5 out of 5 stars [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Captain, I wish to report a mutiny. I can name fingers and point names.&#8221;</em></p>
<p><strong>Originaltitel: Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides<br />
Herstellungsland: 	USA 2011<br />
Regie: Rob Marshall<br />
Drehbuch: Ted Elliott, Terry Rossio<br />
Darsteller: Johnny Depp, Penélope Cruz, Geoffrey Rush, Ian McShane, Stephen Graham, Gemma Ward, Richard Griffiths, Sam Claflin<br />
1.5 out of 5 stars Jet Strajker<br />
3.5 out of 5 stars Batzman (okay eigentlich eher 3.25 aber ich runde mal auf)<br />
4 out of 5 stars Nilz N. Burger</strong></p>
<p><a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/05/19/pirates-of-the-caribbean-fremde-gezeiten-review/pirates4poster/" rel="attachment wp-att-19565"><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/uploads/2011/05/Pirates4Poster.jpg" alt="" title="Pirates4Poster" width="240" height="356" class="alignleft size-full wp-image-19565" /></a>Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), Captain Barbossa (Geoffrey Rush), Captain Blackbeard (Ian McShane), Angelica (Penélope Cruz) und ein Äffchen im Flaschenschiff machen sich auf die Suche nach der magischen Quelle ewiger Jugend. Ihre Wege kreuzen Nixen, Zombies und eine Handvoll miese One-Liner, ehe sich unterschiedliche Interessen zu einem finalen Kampf zuspitzen. That’s pretty much it.</p>
<p>Aus der vielleicht irgendwann einmal halbwegs reizvollen Idee, eine Disneyland-Attraktion zum digitalen Piratenfilm mit milden Fantasy- und Horroreinlagen aufzublasen, ist längst ein süffiger Familien-Franchise mutiert. Alle Versuche, aberwitzige Abenteuer auf See als epische Bombasttrilogie mit losem &#8220;Star Wars&#8221;-Mittelteil aufzuziehen, verlaufen sich in &#8220;Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides&#8221; nunmehr im verkrampften Vorhaben, Jack Sparrow nach Entledigung bisheriger Nebenfiguren endgültig die One-Man-Show überlassen und ihn als tapsigen Seemann zur Piratenversion eines Indiana Jones hochstilisieren zu können.</p>
<p>Ein grotesk überbezahlter Johnny Depp schultert den Film in gewohnt exaltiert tuntigen Posen und ungekonnter Komik im Over-Acting-Überbietungsduell mit Geoffrey Rush, der als Captain Barbossa noch einmal mehr aufdreht als in den Vorgängern.<span id="more-19564"></span> Neuzugang Penélope Cruz wiederum gibt ganz die geheimnisvolle Exotin &#8211; in der Tradition eines der langbärtigsten (vormals rassistischsten) Hollywoodklischees sind ihr größter Vorzug fremdartige Unnahbarkeit und eine große Klappe. Der Rest ist Schweigen.</p>
<p>Dem dramaturgischen Kauderwelsch der bisherigen &#8220;Pirates&#8221;-Episoden hält dieser vierte Film eine verhältnismäßig gradlinige Geschichte vor, die um die Suche verschiedener Parteien nach einem magischen Jungbrunnen kreist. Der Regiewechsel verleiht der Serie allerdings keine neuen Impulse. Ob sich nun ein facettenloser Gore Verbinski oder ein mit leicht missglückten Musicals erprobter Rob Marshall an den strikten Auflagen Jerry Bruckheimers orientiert, ist letztlich unentscheidend – &#8220;Pirates of the Caribbean&#8221; ist zielstrebiges Produzentenkino in Reinkultur, Knöpfe drücken kann jeder.</p>
<p>Trotz einer etwas überschaubareren Handlungskonstruktion bleiben die teils parallel gezogenen Plotstränge episodisch und zerfahren wie eh und je. Von Schauplatz A wird munter zu Situation B gehopst (Schauplätzchensituatiönchen), und am Ende wird sowieso alles wieder auf Null, also Neutrilogie, gesetzt. Umso unverständlicher, dass auch der vierte Teil erneut nahezu zweieinhalb Stunden veranschlagt, um seine popelige Schrumpfmodellausgabe eines großen Abenteuerfilms zu basteln.</p>
<p>Restliche Unerträglichkeiten garantiert abermals Hans Zimmer, der die bekannten Themen seines Joint-Venture-Zöglings Klaus Badelt weiterhin unverändert über jede noch so kleine Regung donnert und mit dieser Gebrauchsmusik ein neues Kapitel im persönlichen Manifest der Vordinglichkeit aufschlägt. Die Penetranz seines &#8220;Pirates&#8221;-Getöses hat mich jedenfalls zum ersten Mal in vielen Jahren Kinogängerei dazu veranlasst, meine Ohren mit kleinen, aus Taschentuch geformten, Kügelchen zu schonen, was eigentlich einer Praxis spießiger Konzertgänger entspricht, hier aber zum Wohle meiner Sinnesorgane unablässig war. Lautstarke Soundeffekte, die beharrliche Aufdringlichkeit mit epischer Größe verwechseln, verleihen der akustisch gefährlichen Zimmer-Primitivität zusätzliche (Ir)Relevanz.</p>
<p>&#8220;Pirates of the Caribbean 4&#8243; ist eigentlich nichts weiter als maximale Anstrengung. Der Film ist so frei von Spaß, Innovation und Handwerk, dass man weinen möchte ob der ungenutzten Fähigkeiten, dem ja nur allzu sehr gebeutelten Piratenfilm neues Leben einzuhauchen. Selbst noch Blockbuster-Freunde werden Dank geschrumpften Budgets um jedes Spektakel gebracht, weil Action durch endlose Quasseleien und aufregende Spezialeffekte durch nichts weiter als eine Handvoll jugendfrei zugeknöpfter CGI-Meerjungfrauen ersetzt wurden. </p>
<p>Schauwerte gibt es auch keine, die wenigen Momente mit touristischem Karibikflair werden ausgiebig von einem Aschenbecher-3D der besonders unansehnlichen Sorte sabotiert. Unterm Strich ist dieser Film glanz- und niveaulose Sommerunterhaltung, die vor gedankenlosen Zügellosigkeiten nur so strotzt. Nervpotenzial: 10/10 mögliche Flaschenschiffchen.</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Batzman%20(Oliver%20Lysiak).jpg" alt="Batzman" /><strong>Batzman meint:</strong></p>
<p><em>&#8220;The pellet with the poison&#8217;s in the vessel with the pestle; the chalice from the palace has the brew that is true! Right?&#8221;</em></p>
<p>Arrrr! Natürlich ist der vierte Teil schwächer als seine Vorgänger. Das er auf der RED gedreht wurde tut ihm nicht gerade gut, sehen die Bilder doch weniger detailreich aus und gerade in dunklen Szenen teilweise eher billig. Das Color-Grading scheint ebenfalls etwas mit der heißen Nadel gemacht worden zu sein und im großen und ganzen erreicht der Film leider an keiner Stelle den epischen Look und Spektakelgrad der vorigen Teile. Alles wirkte eine Nummer günstiger, angefangen bei den Seeschlachten bis hin zu den Gegnern, die diesmal leider wirklich eher ein schlapper Schlag ins Wasser sind: Meerjungfrauen sind weder interessant noch gruselig und nach Zombie-Piraten und Davey-Jones famos animierter Gruseltruppe tatsächlich eine herbe Enttäuschung. Sie funktionieren als Gegner überhaupt nicht, was anscheinend auch die Macher gemerkt haben, denn abgesehen von einer Wasserschlacht spielen sie als Gegner so gar keine Rolle. </p>
<p>Was man von dem Priester und der einen französischen Nixe leider nicht behaupten kann, die wohl als halbherziger Versuch eines Orlando/Keira-Ersatzes angesehen werden müssen, aber selbst diese beiden noch unterbieten. Die Nixe guckt die ganze Zeit wie ein Guppie der seine Tage hat und der Priester ist im wesentlichen da und verbraucht Luft. Als eigener Subplot sind die beiden zu flach und nichtssagend und machen zuwenig Entwicklung durch (die dann in einem hölzernen Dialog mal einfach behauptet wird) und als witzige Nebenrolle sind sie auch zu egal und verblassen neben den wirklichen Schwergewichten wie Davey Jones und Black Beard.</p>
<p>Der Showdown ist ebenfalls kein echtes Ruhmesblatt, wirkt er doch wie eine Rauferei in der 007-Halle, die nie den Schwung des finalen Duells aus Teil 1 entwickelt und Spektakelmässig auch nicht mit dem Kraken oder der gigantischen Seeschlacht in Teil 3 mithalten kann. Das sich niemand wirklich ernsthaft für die Quelle der ewigen Jugend interessiert, macht die Sache nicht einfacher &#8211; aber dies ist eh kein Film der sich wirklich für seine Story interessiert.</p>
<p>That being said&#8230; ist der Film dennoch wirklich solide Unterhaltung, die zwar viel zu lang ist und locker einen kleinen Schnitt von 40min vertragen hätte, die aber dennoch viele schöne Momente bietet und durch die grandiose Besetzung selbst kleiner Nebenrollen (Richard Griffith als König, Stephen Graham als Scrumm, Judy Dench in einem Cameo und dem unvermeidlichen Auftritt von Keith Richards dessen einer Kalauer schon sein dasein rechtfertigt) immer wieder Punkten kann. Wobei diese nachsichtige Beurteilung sicherlich auch damit zusammenhängt, dass ich im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern und Zuschauern Teil 2 und 3 ebenfalls sehr gern mochte &#8211; trotz ihrer Schwächen. Wer die schon nicht mochte, wird sich vermutlich mit Teil 4 noch wesentlich schwerer tun.</p>
<p>Ich habe mich gefreut Captain Jack mal wieder zu sehen. Johnny Depp spielt wie gewohnt und strauchelt nur ein bißchen, das er diesmal nicht der charismatische Widersacher sondern der positive Held sein soll, was der Figur nicht so ganz zu Gesicht steht und deutlich macht, dass er besser der Katalysator einer Story ist, als deren Motor. Er ist ein Zustand, eine Idee, eine Attitüde, die sich nicht entwickeln kann und darf, wenn sie funktionieren soll. Das er hier den Held spielen soll und es keinen wahren, guten und reinen echten Helden gibt der von Belang wäre und dem Sparrow Antagonist sein kann, lässt den Film oft recht antriebslos erscheinen. Was nicht heißt, dass Sparrow keine guten Momente hat: Seine Flucht aus London, die Zickerein mit Penelope Cruz und sein generelles Jack-Sein, sorgen allerdings dennoch für nostalgische Wiedersehensfreude. Er ist nicht mehr ganz so cool, wie in Teil 1 und so richtig verlieben will ich mich nicht mehr in ihn, aber er behält dennoch einen warmen Platz im Herzen, genau wie Barbossa, den Geoffrey Rush gewohnt souverän mit Leben erfüllt.  Ian McShane, der nach viel Voice-Work hier mal wieder sein markantes Gesicht zeigen kann, ist als Black Beard eine willkommene Ergänzung und hilft das Vakuum aufzufüllen, das nach dem Abschluss der großen Story in Teil entstanden ist.</p>
<p>Natürlich bleiben Probleme, natürlich wirkt das ganze wie Teil 3 sehr episodisch und nicht besonders geschickt ausbalanciert, ja es fehlt neben dem narrativen Zug auch das Gefühl das wirklich etwas auf dem Spiel steht. Trotz einzelner Bedrohungsmomente, spielt Regisseur Rob Marshall schon ziemlich auf Nummer sicher und präsentiert eher eine ulkige Truppe Raufbolde, als tatsächlich blutrünstige Piraten. Die moralischen Scharaden aus Teil 3 sind eher einem leichtfüssigen Fangenspiel gewichen, bei dem nie der Eindruck entsteht, es könnte tatsächlich etwas schlimmes passieren. Fast als wären sich alle Beteiligten dann doch bewusst, das man in einem Spaß, einem Cash-In mitspielt, das nicht wegen seiner zwingend guten Story (die Quelle der ewigen Jugend ist fast nichtmal mehr MacGuffin zu nennen, sowenig Bedeutung hat sie), sondern einfach der Fortführung eines erfolgreichen Franchises wegen gedreht wurde. </p>
<p>Was dem Film hilft ist die immer noch große Liebe zum Detail, die Darsteller, die teilweise witzigen Dialoge und Oneliner, die schmissige Musik die immer neu die ewig gleichen 3 Themen variiert und die Südseekulisse, die dann oft doch ein wenig von echtem Film spüren lässt, der anderen Green-Screen-Orgien heutzutage abgeht. Ja im Grunde profitiert der Film enorm vom Niedergang des Blockbusterkinos der letzten Jahre &#8211; denn so viele Schwächen er auch hat, gemessen an dem was Hollywood einem ansonsten zumutet, ist das Wiedersehen mit Captain Jack Sparrow immer noch schmuddelig-altmodisches  Popcornkino, das sich zumindest ein bißchen für seine Figuren interessiert. </p>
<p>Und wenn sie die dummen Meerjungfrauen, den verkaterten Goldfisch und den Priester rausgeschmissen hätten, wäre er sogar nochmal eine Nummer besser. </p>
<p>PS: Schaut den Film in 2D &#8211; 3D saugt wie immer <strike>und ist natürlich eh wieder nur die postkonvertierte Sparversion, die hauptsächlich für matschig-düsteren Brei sorgt</strike> obwohl Teile des Films sogar in echtem 3D gefilmt wurden.</p>
<p><img alt="" src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Nilz%20N%20Burger.jpg" class="alignnone" width="40" height="40" /><strong>Nilz N. Burger meint:</strong></p>
<p><em>&#8220;Sieht mein Gesicht aus, als wenn ich an der Quelle der ewigen Jugend gewesen wäre?&#8221;</em></p>
<p>Fangen wir mit den Schwächen an: Die Priesterfigur ist nun wirklich eine der dümmsten und ärgerlichsten Figuren, die jemals in ein Drehbuch geschrieben wurden. Vor allem in ein Hollywooddrehbuch, die ja sonst eher für ihre Sorgfalt und ihre sehr bewusste Ausbalanciertheit bekannt sind (im Sinne von: Nichts dem Zufall überlassen). Aber was auch immer Bruckheimer dazu veranlasst hat, diese Figur aufzunehmen, er hat Schläge mit dem Script verdient. Der Kleriker ist nicht nur blass, er hat auch keine wirklich eigene Geschichte (ausser eben praktizierender Christ zu sein), nur nervige Textzeilen und läuft wie der größte Trottel der Welt immer mitten in jede Waffe munter hinein, die in seiner Nähe hochgehalten wird. Eine angestrengte Ernsthaftigkeit mit einer klassischen Telenovela-inneren-Zerrissenheit runden das Bild der überflüssigen Gähnfigur noch ab. Ja, schon klar, man wollte hier einen Bloom-Ersatz schaffen. Aber nur so halbherzig. Das bringt mich aber, nach allem Ärgernis, schon zur positiven Seite vom vierten Teil von &#8220;Fluch der Karibik&#8221;:</p>
<p>ENDLICH! Endlich ist diese total langweilige und von Teil zu Teil immer unnachvollziehbarere und viel zu viel Screentime eingenommen habende Gähni-Gähni-Story von Bloom/Knightley weg! Einer der Gründe, warum ich mit den Filmen, die ich ja eigentlich mochte, nie so richtig etwas anfangen konnte. Diese On/Off-Beziehungsgeschichte mit den 1000 Twists war mir einfach zu kompliziert zu folgen, in all dem Storygewühl. Warum so viele Nebenkriegsschauplätze? Das hat man sich wohl jetzt auch gefragt und gibt dem Publikum endlich das, wofür es ein Ticket zu &#8220;Fremde Gezeiten&#8221; kauft: Jack Sparrow, Jack Sparrow und Jack Sparrow.</p>
<p>Der vierte Teil löst alles ein, was man immer sehen wollte. Jack Sparrow auf großer Fahrt, in Gefahr, mit einem kleinen Love Interest und wie er sich aus dem ganzen Quatsch wieder rauswindet. Endlich hat man den Fim gemacht, auf den die Leute seit drei Teilen warten mussten. Die Quelle der ewigen Jugend ist egal? Stimmt! Egal! Na und? Es geht hier um One-Liner, um ein bisschen Spektakel und jut ist. Ja, ich gebe gerne zu: Die Actionszenen sind nicht gerade prickelnder geworden. Ehrlich gesagt sind die alle relativ lahm und zahm, wenn man sie mit denen vergangener Teile vergleicht (ich denke immer an dieses Mühlrad mit dem die durch den Dschungel planiert sind &#8211; das war toll. Bezeichnenderweise weiss ich aber schon gar nicht mehr, welcher Teil das war&#8230;). Aber immer noch okay. Marshall ist halt ein relativ unvisionärer Regisseur und vielleicht ist das ja auch vollkommen in Ordnung für Fluch der Karibik. Vielleicht muss man Johnny Depp hier einfach machen lassen. Das Ergebnis zahlt sich jedenfalls aus. Ausserdem sind die Nixen coole Figuren. So eine Art Vampir-Meerjungfrauen. SpookySexyCool.</p>
<p>Der Film ist ein Spass. Ein Kindergeburtstag. Ein Wochenendanheizer. Ich kann mir gut vorstellen danach noch auf eine Party zu gehen und den ganzen Abend Rum zu trinken. Dabei mag ich gar keinen Rum. </p>

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		<title>Reviews: Thor, Scream 4</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 13:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Scream 4]]></category>
		<category><![CDATA[Thor]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier zwei Starts der Woche: Thor +++ SCRE4M Thor &#8211; USA 2010 Batzman: 2.5 out of 5 stars Renington: 3 out of 5 stars Thor wird auf Grund seines arroganten Verhaltens aus Asgard auf die Erde verbannt und seiner Kräfte beraubt, derweil Loki die Macht übernimmt&#8230; [Hier Hammerwitz einsetzen]. Das Hauptproblem der quietschigen Göttersohn-Verfilmung ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier zwei Starts der Woche: <strong>Thor </strong>+++ SCRE4M </p>
<p><strong>Thor &#8211; USA 2010</strong><br />
Batzman: 2.5 out of 5 stars<br />
Renington: 3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Poster-Thor-Teaser-Gr%C3%B6%C3%9Fe-91-5/dp/B004SMHM7K%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004SMHM7K"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/417Shs9FHuL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Thor wird auf Grund seines arroganten Verhaltens aus Asgard auf die Erde verbannt und seiner Kräfte beraubt, derweil Loki die Macht übernimmt&#8230;</p>
<p>[Hier Hammerwitz einsetzen]. Das Hauptproblem der quietschigen Göttersohn-Verfilmung ist wahrscheinlich ihre völlige Spannungsfreiheit. Nichts in dieser Geschichte lädt zum Mitfiebern ein, denn ob die aseptisch, nuttige Renderwelt von Asgard zerstört wird (in der abgesehen von einer Handvoll kostümierter Recken anscheinend sonst eh niemand wohnt),die Welt der Eisriesen vom Genozid bedroht ist oder ein austauschbares Wüstenkaff dem Erdboden gleichgemacht wird (was wahrscheinlich noch als Beitrag zur Aktion Unser Dorf Soll Schöner Werden ausgelegt werden kann) &#8211; nie besteht für den Zuschauer irgendein Anlaß sich wirklich über die reine Behauptung hinaus emotional für das Geschehen zu engagieren.</p>
<p>Branagh hat sich natürlich keine leichte Vorlage ausgesucht, denn mit seinem Pidgin-Shakespeare-English, den Regenbogenbrücken, den Rummelplatzkostümen und einem Vokabular das klingt als würde man vom Ikea-Katalog angegriffen, ist Thor tatsächlich ein ziemlich absurder Franchise, der noch schwerer ernstzunehmen ist, als Grüne Leuchte.</p>
<p>Am besten funktionieren dabei &#8211; und das muss man Branagh lassen &#8211; noch die Dialogszenen zwischen Thor, Odin und Loki, in denen er versucht ein bißchen echte Emotionen zu vermitteln. Doch davon gibt es leider viel zu wenig, denn schon nach kurzer Zeit liegt Odin in der galaktischen Tupperdose und Thor stolpert durch das erwähnte Wüstenkaff und dem Film fehlt eigentlich nur noch die Lachspur um völlig auf Sitcom-Niveau herunterzufallen. Chris Hemsworth, ist ja ein ganz sympathischer Kerl, aber sein halb debiles Dauergrinsen nagt, wie die unsäglichen Gags und Kalauer schon gewaltig an den Nerven. Nathalie Portmans Rolle ist fast nicht existent, genau wie eine echte Entwicklung, denn das was hier als Reifeprozess des arroganten Göttersohns gedacht ist, hat weniger Tiefgang als eine Folge der Cosby-Show und weniger Schauwerte als eine Season-Finale von Heroes.</p>
<p>Die einzige wirklich spannende Figur ist Loki, der von Tom Hidleston mit faszinierender Ambivalenz gespielt wird. Sein Charakter hat als einziger etwas Fleisch und emotionale Fallhöhe, er ist kein platter Bösewicht sondern in der Tat eine zerrissene Figur &#8211; die mit Leichtigkeit einen eigenen Film tragen könnte, der um einiges besser wäre als der in dem er hier verheizt wird. Leider gehen seine wenigen Szenen in dem übrigen Tumult fast unter.</p>
<p>Was bleibt ist viel Lärm um gar nichts und das Gefühl einen Pilotfilm gesehen zu haben, der sich mit Andeutungen begnügen muss, weil (wie in Iron Man 2) die ernsthafte Action mal wieder für den Avengers-Film zurückgehalten wird. Statt echtem Drama und großer Action gibt es völlig uninspirierten Renderschlonz nach Schema F, wenn Computerwelten aufeinanderprallen die keine Sau interessieren, weil sich niemand die Mühe gemacht hat sie mit echtem Leben zu erfüllen. Und ganz ehrlich bin ich es langsam leid, wie Genozid zur billige Plotdevice für Lazy Screenwriter verkommt, die sich nicht die Mühe machen wollen, echte Bedrohungen und echte Anteilnahme zu erzeugen. Und kann bitte irgendjemand Thor dieses Grinsen aus dem Gesicht wischen? Danke.</p>
<p>PS: Und spart euch endlich das 3D &#8211; die Sachen sehen nicht beeindruckender sondern nur unschärfer und dunkler aus.</p>
<p><img src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Renington%20Steele.jpg" align="left"><strong>Renington meint:</strong> Wider erwarten eine sehr sympatische Comicverfilmung mit Schwächen. Thor wirkt wie ein buntes Bonbon, das man schnell weglutscht und stellenweise sogar auf ganz neue Geschmacksrichtungen trifft, die einen tatsächlich überraschen. So war die Wahl von Branagh als Regisseur eine wirklich gute Entscheidung, verleiht er dem Film doch stellenweise eine für Comic-Verfilmungen ungewohnte Dramatik und die Parallelen der Marvel-Interpretation nordischer Göttermystik und der Interpretation klassischer Mythen durch Shakespeare ist nun nicht ganz von der Hand zu weisen.</p>
<p>Darüberhinaus spielt sich das gesamte Essemble gut gelaunt durch den Film, es macht Spaß, Natalie Portman dabei zuzusehen, wie sie einen Donnergott anhimmelt und wenn Chris Hemsworth in einen Zooladen latscht und inbrünstig „I NEED A HORSE“ donnert, kann man sich mindestens ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dazu durchaus schicke Effekte und die herausragende Figur des Loki, die entgegen der Beschreibung von Batzi im Film durchaus genug Raum bekommt. Schön!</p>
<p>Hilft allerdings alles nicht wirklich darüber hinweg, dass die Spannungskurve dennoch etwas flach bleibt und der Look, auch wenn er ziemlich genau dem der Comics entspricht, sehr künstlich und kühl wirkt, trotz bunter Regenbogenbrücken. Insgesamt eine nette Comicverfilmung, die sich qualitativ im Genre im Mittelfeld ansiedeln lässt. Klassen besser als die Gurken Elektra oder Daredevil, leider aber fehlen ein paar Funken für einen wirklich gelungenen Blockbuster. DVD-Futter.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><strong>Scream 4 (SCRE4M) &#8211; USA 2010</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Scream-Poster-Teaser-Gro%C3%9Fformatige/dp/B004YMWX78%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004YMWX78"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41sk5CUF0AL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Sidney hat ihre düstere Vergangenheit endlich hinter sich gelassen und in einem Buch verarbeitet. Zum Abschluss einer Promotiontour kehrt sie nach Woodsboro zurück.</p>
<p>Es macht Spaß und fühlt sich angenehm altmodisch an, nach über zehn Jahren noch einmal nach Woodsboro zurückzukehren. Was schonmal positiv ist, denn nach dem völlig indiskutablen dritten Teil, hatte mich der Scream-Franchise doch mit einem etwas tauben Geschmack im Mund zurückgelassen, der nicht unbedingt Appetit auf mehr machte.</p>
<p>Doch mit der Rückkehr Kevin Williamsons der den Großteil des Drehbuchs schrieb (der unsägliche Ehren Krueger durfte dennoch ein paar Rewrites beisteuern), schafft es Wes Craven der Scream-Reihe einen spassigen, neuen Eintrag hinzuzufügen, der zwar nicht an die Qualität des ersten Teils rankommt, aber zusammen mit Teil 2 einen soliden zweiten Platz machen dürfte und die hanebüchenen Dummheiten von Teil 3 gnädig ignoriert. </p>
<p>*SPOILER AHEAD*</p>
<p>Wirklich originell ist er dabei selten, verlässt er sich doch sehr auf die Stärken des Originals, die er ausführlich zitiert und varriert. Noch immer ist der Killer ein bißchen unbeholfen, noch immer ist Sidney sensibel, Gale tough und Dewey liebenswert und treu. Die größte Überraschung dürfte wohl sein, wie bewusst und aggressiv sich der Film der Erwartungshaltung verweigert ein Reboot, eine Staffelübergabe an eine neue, jüngere Besetzung zu sein, denn der Fokus liegt weiterhin klar auf den liebgewonnenen alten Figuren. Fast trotzig zeigt Williamson dem Reboot-Wahn den Stinkefinger, nachdem er zuvor sorgsam für jede alte Figur ein junges Gegenstück eingeführt hat. Mit dem Leidverliebten Folterpornos will er ebenso wenig zu tun haben, wie mit den beschissenen  &#8220;make it dark, make it more gritty and more realistic* Remakes, die Freddy, Jason, Leatherface und viele andere klassische Horrorikonen über sich ergehen lassen mussten. </p>
<p>Scream 4 ist ein Fun-Film &#8211; nicht im kinderfreundlichen Sinne eines blut- und flucharmen PG13-Slashers &#8211; aber als Thrill-Ride, der stets die Balance zwischen Bedrohung und komödiantischen Elementen findet. Versuchte Teil 3 die Metaebene zur Hauptebene zu machen und erschlug die Zuschauer mit platten 4. Wall-Jokes und lahmem Insider-Witz, kehrt Teil 4 dazu zurück die Figuren gerade mit soviel Popkultur-Wissen auszustatten, dass sie die Agenda des Killers erahnen können, ohne das dieses Wissen zur einzigen Triebfeder des Films wird. Noch immer besteht das Fleisch des Films aus dem Katz- und Maus-Spiel das Ghostface mit seinen Opfern treibt, den klassischen Attacken und durchaus blutigen Morden die zu einem Slasher nunmal dazu gehören. Die Dialoge grooven, das Timing stimmt meist und das Tempo ist unhysterisch ohne lahmarschig zu werden.</p>
<p>Anstatt zu versuchen das Genre zu revolutionieren oder weiter zu bringen, zieht sich Williamson ganz bewusst zurück und zelebriert sein Mantra: Don&#8217;t fuck with the original. Die neuen Charaktere bleiben Abziehbilder ohne echten Tiefgang, weil sie nur Köder sind. Wir sollen glauben, dass Gale, Dewey oder Sidney hier nur Extended-Cameos abliefern und entweder sterben oder anderweitig abtreten um ihren Doubles Platz zu machen &#8211; denn das Publikum will junge Stars, will Teenager die Ghostface in den Arsch treten oder von ihm gekilled werden. Doch in Scream 4 werden sie nicht siegen, ja der Kampf Alt gegen Neu ist quasi der Dreh und Angelpunkt des Film &#8211; den Williamson und Craven eindeutig zugunsten der alten Recken entscheiden. Das ist durchaus wertkonservativ. Facebook und Internet betrachten die Macher ebenso unverstehend und als Gimmick, wie dies The Social Network tat. Dieses Internetz, für das Leute ja irgendwie alles machen um berühmt zu werden. Die Chance es als Möglichkeit zur Modernisierung  des Franchise zu nutzen, ignoriert Williamson völlig. Weder spielt Facebook eine Rolle, noch Twitter und auch der angeblich immer Live-Streamende Jungreporter mit der Webcam am Kopf sendet (zumindest im Film und das mag böser Kommentar sein) ohne ein Publikum zu erreichen. Für Williamson und Craven bleibt das Telefon das Mittel der Wahl und Apps, Netz und dieser neumodische Tüddelkram bleiben Buzz-Words die sie ebenso gestelzt einsetzen, wie ZDF-Moderatoren im Jugendprogramm ihre Webadressen durchsagen. </p>
<p>Ein Film von alten Männern, für alternde Horrorfans könnte man meine, was vielleicht auch den bescheidenen US-Erfolg erklären könnte, denn die Zeiten haben sich gewandelt und der altmodische Thrill eines Slashers zieht heutzutage die Teenies nicht mehr in seinen Bann.  Ein bißchen ist Scream 4 deswegen auch Schwanengesang und Huldigung an eine simplere Zeit, die humorvoller und weniger zynisch war, als der moderne Horrorfilm, der zum Lachen ja nichtmal mehr in den Folterkeller geht, sondern es sich gleich ganz verkneift.  Scream 4 erscheint wie das letzte Aufbäumen gegen grittige Remakes, gegen die Platinum-Dunes-Scheisse und ähnliche freudlose Sadismen, ohne Phantasie, Freude und Mitgefühl.</p>
<p>Nach der Vorstellung waren die Meinungen gespalten, ob die Coda den Films, nun beschädigt oder gerettet hat. Für mich war er konsequent und unterstrich die Grund-Attitüde, die im Bewahren liegt und in der trotzigen Weigerung diesen &#8220;jungen Leuten mit ihrem neumodischen Gedöns und Promiwahn&#8221; das Feld zu überlassen. Das ist eine Haltung, die ich nicht teilen muss, aber respektieren kann, denn letztlich ist die Weigerung der Staffelübergabe ja auch schon wieder ein Akt der dem Klischee zuwiderläuft. Geht kacken, Kids &#8211; drei alte Humpel starten durch.</p>
<p>Scream 4 ist damit ein Throwback in die simpleren 90er, der sich strampelnd und schreiend weigert sich zu ändern. Und als solcher macht er dann doch wieder verdammt viel Spaß.</p>

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		<title>Kurzreviews: Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht, Winnie Puuh, Alles was wir geben mussten, World Invasion: Battle Los Angeles (Review)</title>
		<link>http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/04/16/kurzreviews-paul-ein-alien-auf-der-flucht-winnie-puuh-alles-was-wir-geben-mussten-world-invasion-battle-los-angeles-review/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 09:31:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Alles was wir geben mussten]]></category>
		<category><![CDATA[Battle Los Angeles]]></category>
		<category><![CDATA[Paul]]></category>
		<category><![CDATA[Winnie The Pooh]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Starts der Woche: Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht +++ Winnie Puuh +++ Alles was wir geben mussten +++ World Invasion: Battle Los Angeles Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht (Paul) &#8211; UK 2011 3.5 out of 5 stars Zwei Freunde auf USA-Trip (Nick Frost und Simon Pegg) stolpern bei ihrer Reise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Starts der Woche: <strong>Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht</strong> +++ <strong>Winnie Puuh</strong> +++ <strong>Alles was wir geben mussten</strong> +++ <strong>World Invasion: Battle Los Angeles</strong></p>
<p><strong>Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht (Paul) &#8211; UK 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Paul-Ein-Alien-auf-Flucht/dp/B004TECRFO%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004TECRFO"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BO4LeGHOL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Zwei Freunde auf USA-Trip (Nick Frost und Simon Pegg) stolpern bei ihrer Reise zu den berühmtesten UFO-Orten unversehens über ein echtes Alien: Paul. Der ist auf der Flucht vor dem FBI und bittet die beiden um Hilfe&#8230;</p>
<p>Wie immer wenn  Pegg und Frost einen neuen Film ankündigen war gespannt. Aber auch skeptisch, denn ihre Soloprojekte waren bisher ja durchaus durchwachsen und nachdem Edgar Wright diesmal nicht mit von der Partie war, weil er die brillante Scott Pilgrim-Verfilmung umsetzte, hatte ich meine Erwartungen zumindest reduziert. Dann kam der Trailer zum Film und ich senkte sie nochmals erheblich, denn der versprach einen durch und durch amerikanischen Klamauk-Film irgendwo zwischen American Pie und Hangover. </p>
<p>Doch der Trailer täuscht &#8211; zum Glück! Denn was dort krampfhaft auf Pipikaka-Debil-Humor für die Freunde des Urogenitalwitzes getrimmt wird, entpuppt sich dann im Kino (zumindest in der Originalfassung) als sympathischer, witziger und trotz kleiner Schwächen sehr unterhaltsame SciFi-Komödie mit hohem Zitierpotential.</p>
<p>Pegg und Frost, die diesmal erstmals gemeinsam das Drehbuch verfasst haben, unternehmen ihren ersten Ausflug in den Mainstream und bewahren sich dennoch viele der kleinen Eigenheiten die &#8220;Spaced&#8221;, &#8220;Shaun of the Dead&#8221; und &#8220;Hot Fuzz&#8221; so liebenswert machten. Denn trotz einiger Klischees und Charakteren die eher als Karikaturen angelegt sind, vom debilen Redneck bis zum verbohrten Kreationisten, bleiben die Figuren nachvollziehbar und sympathisch und auch Paul, den das Marketing sich müht &#8220;als Total Crazy Proll-Alien zu verkaufen&#8221; ist letztlich viel ruhiger, menschlicher und intelligenter als erwartet und wird von Seth Rogen mit subtilem Witz statt sprachlichen Verrenkungen gesprochen. Weniger American Dad, mehr relaxter Starman. Seine zotigen Momente sind fast alle im Trailer enthalten, denn zumeist ist Paul keineswegs ein notgeiler Alf-Verschnitt sondern ein ganz normaler Typ, der mehr mit Ford Prefect als mit Gordon Shumway gemein hat.</p>
<p>Ähnlich wie &#8220;Shaun&#8221; und &#8220;Hot Fuzz&#8221; ist Paul kein Spoof-Movie, kein &#8220;Not another Alien-Movie&#8221; sondern eine Verbeugung vor den Klassikern. Als Riff auf E.T. und Close Encounters &#8211; gespickt mit dutzenden bekannten Zitaten aus Star Wars, Aliens, Star Trek, Jaws, X-Files und dutzenden anderen Meilenstein des Genres, funktioniert &#8220;Paul&#8221; wie ein Rückfall ins knuffige 80er Jahre Kino. Natürlich singt Regisseur Greg Motola auch diesmal wieder das hohe Lied der Männerfreundschaft zwischen Nerds und schafft es, nachdem er einen oft in kuschlige Behaglichkeit einlullt, dann doch zu überraschen, wenn tatsächlich gestorben und gekilled wird am Ende. Auch das fühlt sich sehr nach 80er Jahre Kino an, in dem Brutalität und Naivität oft nahe beinander lagen.</p>
<p>Neu, edgy und ungewöhnlich ist das nicht &#8211; optisch kommt der Film sehr routiniert und bieder daher &#8211; und in seiner bewussten Ansammlung von Klischee-Referenzen (inkl. ausgedehnter Sterbeszenen) manchmal auch etwas vorhersehbar, aber der Charme der Figuren &#8211; Frost und Pegg sind ausnahmsweise mal ein gleichberechtigtes Paar &#8211; lässt keine Langeweile aufkommen und sorgt für hohes Nerd-Identifikationspotential mit dieser knuffigen Bromance. Und alleine ein Gastauftritt einer bekannten Alien-Jägerin am Ende ist fast das Eintrittsgeld wert.</p>
<p>Paul ist an keiner Stelle so genial inspiriert wie &#8220;Scott Pilgrim&#8221; oder die beiden ersten Folgen der Blood and Ice Cream Trilogy, aber um vieles besser als einige von Peggs-Soloausflügen in Hollywood und ein Beweis, das Frost und Pegg als Screen-Duo auch ohne Wright funktionieren. </p>
<p>Kino von Nerds, für Nerds &#8211; das sich in Zukunft gern noch ein bißchen mehr aus seiner Comfort Zone herauswagen darf.</p>
<p><strong><br />
Winnie Puuh (Winnie the Pooh) &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Winnie-Pooh-Ost/dp/B004OX2HVE%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004OX2HVE"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-AXIJZtmL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Pooh will eigentlich wieder mal nur seinen unstillbaren Appetit auf Honig stillen, doch als er und seine Freunde feststellen, dass I-Ahhs Schwanz verschwunden ist, bricht eine fieberhafte Suche aus, die ein jehes Ende findet, als Christopher Robin von einem furchtbaren Monster entführt wird&#8230;</p>
<p>Disney überrascht. Nach dem extrem stylishen State-of-the-Art Zeichentrick &#8220;Küss den Frosch&#8221;, der die Ära des handgezeichneten Animationsfilms wieder aufleben ließ, kommt jetzt mit &#8220;Winnie the Pooh&#8221; ein in jeder Hinsicht altmodischer Film. Basierend auf den Büchern von A.A. Milne, wendet sich der Film wohl in erster Linie an kleinere Kinder zwischen 5-10 und erwachsene Zeichentrickfreunde, die dem Ganzen aus nostalgischem Reiz zusehen. Mit grobem Strich, ohne Schattierungen und ähnliche Spielereien wirken Puuh, Tigger und Co. wie frisch den 60ern entstiegen &#8211; ja selbst die Direct-to-Video-Filme aus den späten 90ern und frühen Noughties sind technisch verspielter und moderner dahergekommen. Was dem Charme des Films allerdings eher zuträglich ist, denn als Kinderfilm mit warmherzigem Humor, albernem Wortwitz und liebenswerten Charakteren funktioniert der neue-alte Pooh ganz wunderbar.</p>
<p>Zumindest im Original, denn wie oft bleibt bei der Synchro leider ein Teil des Charmes auf der Strecke. Wo im Englischen stets mit melancholisch-brüchigem Unterton gesprochen wird, der dem ganzen Film eine nachdenkliche, leise Note gibt, hobelt die Synchro dann doch sehr viele Nuancen glatt und lässt das ganze (inkl. Spongebob-Stimme für Piglett) dann wie ein gewohnter Kindercartoon klingen. Das mag die lieben Kleinen nicht stören, ist für erwachsene Animationsfans dann aber doch schade. Besonders die Songs leiden unter der Lokalisierung. Im Original von der großartigen Zooey Deschanel mit sanften, jazzigen Sound intoniert, der direkt aus den frühen 60ern zu stammen scheint, sorgen platte Intonation und ein liebloser Mix dafür, dass Barbara Schönebergers Gesang wie ein Kinderlied für einen Samstagmorgen-Cartoon klingt.</p>
<p>Ein Meilenstein des Genres ist Puuh natürlich nicht, denn auch wenn wie immer viele Gags auf der Interaktion mit dem Buch und den Buchstaben basieren und somit die vierte Wand immer mal wieder touchiert wird, bleibt der Film doch immer im Rahmen des erwartbaren und spielt auf Nummer sicher. Ganz nostalgisch eben und somit eine sichere Bank für Fans des Bären von geringem Verstand. Die etwas Älteren dürfen aber gespannt sein, in welche Richtung Disney Zeichentrick-Abteilung weitergehen wird. </p>
<p><strong><br />
Alles was wir geben mussten UK &#8211; 2010</strong><br />
2 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Never-Poster-Movie-Plakat-Inches/dp/B004N7O70U%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004N7O70U"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-WoByOyDL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Dreiecksgeschichte um eine Gruppe von &#8220;Menschen&#8221; (Andrew Garfield, Keira Kinghtly und Carey Mulligan), die seit sie Kinder sind wissen, dass sie eine besondere Berufung haben und nicht sehr lange leben werden. Sie akzeptieren ihr Schicksal was nicht so einfach ist, als sie Gefühle füreinander entwickeln.</p>
<p>Als wenn Sophie Coppola &#8220;Die Insel&#8221; neu verfilmt, bringt diese Romanverfilmung nach einem Script des überschätzten Alex Garland leider so gar nichts neues oder interessantes an den Tisch.</p>
<p>SPOILER ahead!</p>
<p>Aus der schon in vielen anderen Filmen und Büchern durchverhandelten Prämisse von Klonen als Organlager wird wirklich nichts gemacht. Weder wird das Thema gesellschaftlich diskutiert, noch aus Sicht der Klone ansatzweise aufgearbeitet. Stattdessen schleichen schlechtgelaunte Figuren 90min durch malerisch-depressive Kulissen &#8211; alles wundervoll fotografiert &#8211; ergehen sich im elegisch dreinschauen, untermalt von bedeutungsschwerer Drama-Musik und haben doch so gar nichts interessantes zu sagen oder zu tun. Hinter ihren Augen glimmt keine echte Persönlichkeit, kein Lebenswille sondern nur die bemitleidenswerte Dumpfheit von Tieren die bereitwillig zur Schlachtbank stapfen. Wobei ich an dieser Stelle vielen Kühen und Schafen wohl bitter unrecht tue.</p>
<p>Wenn wir am Ende als didaktisch, ungeschickt intoniertem &#8220;Was haben wir gelernt&#8221;-Text noch mit auf den Weg bekommen, dass es ja keinen so großen Unterschied zwischen den Spender- und den Empfänger-Leben gäbe &#8211; dann soll das wohl nachdenklich stimmen, bleibt aber letztlich auch nur bedeutungsschwangere Inhaltlosigkeit.</p>
<p>Dazwischen bleibt nur Elegie ohne jede Spannung. Dank des platten Introtexts, ist von Anfang an klar worum es geht und auch die Auflösung, die wohl irgendwie berühren oder schockieren soll verpufft in Banalität. Keira Knightly verwechselt ungeschminkt und ungewaschene Haare mit hoher Dramakunst und spielt gruselig unsubtil und der sonst so gute Andrew Garfield hat einfach so gar nichts zu tun, weil er seine Figur auch gut durchtelefonieren könnte. Mulligan vermag als einzige zu überzeugen, doch bleibt auch ihre Figur viel zu distanziert um an ihrem Schicksal irgendwie Anteil zu nehmen.</p>
<p>Es bleibt eine verquaste Dreiecks-Lovestory, die aus irgendeinem Grund mit einem Sci-Fi-Rahmen aufgepumpt wurde, der viele Fragen und moralische Dilemma impliziert, für den sich aber weder Autor noch die Macher wirklich zu interessieren scheinen. Am Ende bleibt nur die Erinnerung an viel wabernde Schwulstmusik und der endlose Blick in diese leeren Gesichter, denen jeder Antrieb und Lebenswille zu fehlen scheint und für die die &#8220;Completion&#8221; wahrscheinlich die bessere Lösung ist.</p>
<p>Denn: Nicht nur Pferde verdienen manchmal den Gnadenschuss.</p>
<p><strong>World Invasion: Battle Los Angeles (Battle L.A.) &#8211; USA 2011</strong><br />
1.5 out of 5 stars<br />
<img alt="" src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Mal%20Sehen.jpg" class="alignleft" width="40" height="40" />Mal Sehen: 2.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/World-Invasion-Battle-Los-Angeles/dp/B004LRZ3XM%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004LRZ3XM"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51i5p-znh9L._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Böse Aliens invasieren die Welt. Marine-Sgt. Imtoold F. Orthisshit (Aaron Eckhardt) muss zusammen mit Lt. Scaredy Cat (Ramon Rodriguez) und einer Truppe austauschbarer Marine-Darsteller eine Handvoll Zivilisten aus L.A. herausholen, ehe die ganze Stadt von der Armee bombardiert wird, damit sie nicht in Feindestentakel fällt. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn die Aliens Zugriff auf Apfelsinen, schlechte Filme und Plastische Chirurgie Kliniken bekämen. </p>
<p>Battle L.A. oder World Invasion: Battle Los Angeles (wie er zwischenzeitlich umgetitelt wurde, nachdem den Machern wohl einfiel, wie egal Los Angeles im Grunde als Invasionsort ist) ist in erster Linie laut. Die ersten 50 Minuten sind völlig handlungsfrei und bestehen aus ungewaschenen Männern, die man nur anhand eindeutige Accessoirs wie Brille, Schnauzbart und bebender Unterlippe auseinanderhalten kann, die sich pausenlos anschreien, schießen und dabei herumrennen. WAS AUF DIE FAST ZWEI STUNDEN LAUFZEIT GESEHEN GENAUSO ANSTRENGEND IST WIE EINEN TEXT ZU LESEN, DER IN KAPITALEN GESCHRIEBEN IST. Nach 50 Minuten kommen dann austauschbare Zivilisten hinzu, die mitgeschleppt werden weil sie hinreichend mitleidig und niedlich aussehen und die Kinder süss salutieren können.</p>
<p>Es folgen weitere Scharmützel mit den langweiligsten Aliens des Universums, bis der Film irgendwann vorbei ist, nachdem er das Ende von Independence Day geklaut hat, der im Vergleich mit diesem Streifen wie pures Kinogold wirkt. Selbst jemand vom Kaliber eines Aaron Eckhardt, der sich auch hier redlich müht und die schlimmen Pathos-Dialoge mit einer Verve herauskaut die bewundernswert ist, schafft es nicht wirklich, über die nicht existierende Story und die fehlende Spannung hinwegzutäuschen.</p>
<p>Im Grunde ist es auch völlig egal, dass es sich hier im Aliens handelt, der Film würde genauso funktionieren wären die Invasoren Iraker, Afghanen, Russen oder Rotchinesen. Es wird gerannt, es wird geballert, es wird gebrüllt bis man sich freut wenn endlich mal jemand erschossen wird, damit zumindest für ein paar Sekunden mal Ruhe ist. Die hastig eingestreute Idee der Kolonialisierung der Rohstoffe wegen (die bösen Aliens wollen unser Wasser als Treibstoff) ist eine beinamputierte Metapher für die diversen Kriege der USA, die an keiner Stelle wirklich ausgearbeitet wird. Genauso wie die Aliens selber, gegen die die Invasoren aus Spielbergs Krieg der Welten und selbst die Hirnfresser aus Skyline noch dreidimensional und glaubhaft wirkten. Sollten die Strause-Bros (wie von Sony behauptet) tatsächlich einen Teil ihrer Ressourcen mit denen sie Battle L.A. tricksen sollten in Skyline umgeleitet haben: More Power to them. Denn auch wenn beides keine guten Filme sind, macht Skyline zumindest als reiner, debiler Schlock-Trash noch Spaß und hat ein paar optisch interessante Bilder und Monster zu bieten, während dieser Film wirkt wie in der Mittagspause gelangweilt weggerendert. 08/15-Aliens in 08/15-Raumschiffen, die unlogisches Zeug anstellen.</p>
<p>Battle L.A. hat zwar genauso dumme Charaktere und Dialoge wie Skyline, versucht aber mit Wackel-Kamera und Orchester-Getöse großes, bewegendes Drama anzutäuschen und nimmt seine Motivationsrede so ernst, dass selbst General Patton und Bill Pullmans Präsident aus ID4 dagegen wie augenzwinkernde Scherzbolde wirken.  Eckhardt spielt hier großes Drama, dass leider so gar nicht zu dem egalen Rest passen will und niemand der Beteiligten scheint zu merken, dass hier genau die Army-Klischees mit hehrem Ernst verkauft werden, die Paul Verhoeven in &#8220;Starship Troopers&#8221; so gekonnt seziert hat. Hier wird die &#8220;lasst uns weiterkämpfen für unser Vaterland&#8221;-Rhetorik für bare Münze genommen und kein ironisches &#8220;Do you want to know more?&#8221; unterbricht das Geschwurbel.  </p>
<p>Regisseur Jonathan Liebesman, der vorher schon die Gurken &#8220;Der Fluch von Darkness Falls&#8221;, &#8220;Texas Chainsaw Massacre: The Beginning&#8221; und &#8220;The Killing Room&#8221; abgeliefert hat (und als nächstes ein Sequel zu &#8220;Clash of the Titans&#8221; dreht), ist so verliebt in seine Kriegsinszenierung, sein hibbeliges Nachäffen des Looks von &#8220;Private Ryan&#8221; und &#8220;Black Hawk Down&#8221;, dass er nie daran denkt tatsächlich irgendeine Geschichte zu erzählen. Und sei es auch nur ein Remake des dreckigen Dutzends oder von Predator &#8211; der wusste zumindest, wie man ein paar Soldaten interessant gestaltet und unterscheidbar macht.</p>
<p>So dämlich wie die Bombardierung L.A.s ist, so dämlich ist die Rettungsmission der Marines, so hingehustet ist die Auflösung mit der die Schwäche der Aliens entdeckt wird. Sein Landsmann Neill Blomkamp lieferte mit &#8220;District 9&#8243; einen originellen, wenn auch nicht fehlerfreien Action-SciFi ab, der mit einem Drittel des Budgets wesentlich beeindruckendere Bilder und interessantere Charaktere erschaffen hat. Liebesmann fällt zum Thema Aliens leider nur 116min Gebrüll und Geballer ein, nachdem nicht ein einziges interessantes Bild im Kopf bleiben wird  und das Gefühl das Doppelremake von Aliens und Krieg der Welten für Idioten gesehen zu haben.</p>
<p>Join the Army &#8211; we do, you know&#8230; stuff and shit. </p>
<p><img alt="" src="http://www.fuenf-filmfreunde.de/wp-content/themes/F5_2/autoren/Mal%20Sehen.jpg" class="alignleft" width="40" height="40" /><strong>Mal Sehen sagt dazu:</strong><br />
Wenn ich zu McDonalds gehe, erwarte ich kein Filet Mignon, sondern Pappbrötchen mit &#8220;Fleisch&#8221;-Ersatzimmitatnachbau durchsetzt von Geschmacksverstärkern. Ich mag das manchmal. Man hat zwar im besten Fall danach genausoviel Hunger, wie davor &#8211; im schlimmsten Fall hörbar fiese Verdauungsprobleme, aber man ist niemals enttäuscht. Warum? Weil man ohne Ansprüche reingeht.  </p>
<p>So und nicht anders geht es mit World Invasion. Ich habe ein Big Mac erwartet und habe ein Big Mac bekommen. Solide Actionszenen durchsetzt mit überflüssigen Dialogen, Hurra-patriotischem Rumgeschwurbel und jeder Menge Explosionen. Warum eine handvoll Soldaten mehr ausrichten kann, als die gesamte amerikanische Armee, kann mir zwar danach niemand sagen, was zu fiesen Verdauungsschwierigkeiten führt, aber das ist egal: Wer McDonalds erwartet, wird nicht enttäuscht.</p>

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		<title>Kurzreviews: Rio, The Mechanic, Trollhunter (Review)</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 23:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Batzman (Oliver Lysiak)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
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		<category><![CDATA[Troll Hunter]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Neustarts der Woche im Überblick: Rio +++ The Mechanic ++ Trollhunter Rio &#8211; USA 2011 3.5 out of 5 stars Der seltene Papagei Blu, der als verwöhntes Haustier in einem Buchladen aufwuchs, kehrt erstmals in seine Heimat Rio zurück, weil der dort mit dem letzten Weibchen seiner Art eben jene retten soll. Doch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Neustarts der Woche im Überblick: <strong>Rio </strong>+++ <strong>The Mechanic</strong> ++ <strong>Trollhunter<br />
</strong><br />
<strong>Rio &#8211; USA 2011</strong><br />
3.5 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Rio-Movie-Storybook-Jodi-Huelin/dp/0062022709%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D0062022709"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tlUsugcTL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Der seltene Papagei Blu, der als verwöhntes Haustier in einem Buchladen aufwuchs, kehrt erstmals in seine Heimat Rio zurück, weil der dort mit dem letzten Weibchen seiner Art eben jene retten soll. Doch nicht nur die Vogelschützer sind die blauen Flatterviecher scharf, sondern auch sinistre Schurken und schon bald befindet sich der kleine, flugunfähige Nerd Bird auf der Flucht durch ein ihm unbekanntes Land.</p>
<p>Überraschungsfreier aber sehr unterhaltsamer Film der Ice-Age-Macher, der wesentlich witziger und optisch opulenter daherkommt, als die Abenteuer von Sid, Manni und Co.<br />
Jesse Eisenberg als Fish-out-of-water Nerd-Bird sorgt im Zusammenspiel mit Anne Hathaways Jewel für viele liebenswerte Momente und auch wenn man schnell weiß wie die Story dieser Flucht-in-Ketten-Variante verlaufen wird und wahrlich jedes Rio-Klischee aus der Kiste gekramt wird, fällt es schwer bei der temporeichen Geschichte nicht doch mitzuwippen.</p>
<p>Denn die Schauwerte sind beachtlich, die Sets überzeugen durch knallige Farben und hohe Detailfülle und die Nebenfiguren sorgen für soliden Sidekick-Humor. Die Werbekooperation mit dem Erfolgs-Mobile-Game Angry Birds, die sich in kurzen Momenten auch im Film wiederfinden, dürfte dabei nur eine von vielen netten Ideen sein, die der Film für sich verbuchen kann. Emotional erreicht diese Liebeserklärung des brasilianisch-stämmigen Regisseurs Carlos Saldanha an seine Heimat zwar nie die Tiefe vergleichbarer Filme, hat aber dennoch einige rührende Momente und das knuffige Screwball-Gezicke der beiden Papageien lässt die 90min schnell ver&#8230; ähm -fliegen. </p>
<p>Nette Unterhaltung ohne Ewigkeitsanspruch, mit einer zumindest im Original, hervorragenden Voice-Cast.</p>
<p><strong>The Mechanic &#8211; USA 2010</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Mechanic-Jason-Statham/dp/B004SKKMGA%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004SKKMGA"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/5195hFrFVNL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Auftragskiller (Jason Statham) wird von seinen Bossen dazu manipuliert seinen Mentor abzuknallen. Als er rausbekommt das er getäuscht wurde, nimmt er zusammen mit dem Sohn des Mentors blutige Rache&#8230;</p>
<p>Unterhaltsam und hart, versteht dieses Remake es durchaus zu unterhalten und liefert altmodische Auftragskiller-Spannung ab. Das guckt sich ganz nett weg, haut aber auch nicht zwingend vom Hocker, wenn es auch insgesamt alles sehr ordentlich inszeniert und gespielt ist.</p>
<p>Ein bißchen unspektakulärer und kleiner, als man es von Statham-Filmen gewöhnt ist, bietet der Film letztlich für einen Kinofilm dann aber doch etwas wenig und kommt nie so ganz darüber hinweg, dass die Chemie zwischen den Hauptdarstellern ein bißchen egal ist und es dank ihrer Charaktere auch nie so ganz gelingen will, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Ben Foster entwickelt als rachehungeriger Sohn dann doch etwas zuviel sadistische Freude am töten und Stathams Charakter bleibt einfach zu Statham &#8211; es ist okay ihnen zuzusehen, aber im Grunde auch nicht so wichtig, ob sie leben oder sterben.</p>
<p>Zudem passiert im Grunde auch recht wenig und von der Hochhaus-Nummer abgesehen, ist die Action auch eher guter Durchschnitt, so das sich beim Zuschauen immer mal wieder Distanzierung breit macht, die verhindert wirklich in die Story einzutauchen und das Geschehen nicht wie eine Ameisenfarm mit amüsiertem Interesse zu beobachten.</p>
<p>Okay, aber mehr auch nicht. </p>
<p><strong>Trollhunter &#8211; Norwegen 2010</strong><br />
3 out of 5 stars</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Hunter-Poster-Plakat-German-Inches/dp/B004N7GLOK%3FSubscriptionId%3DAKIAIYEUAKABP2E6WNOQ%26tag%3Ddiefunffilmfr-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004N7GLOK"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51rqAu3yYYL._SL160_.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Eine Mockumentary über ein Filmteam, das sich einem offiziellen Trolljäger anschliesst.</p>
<p>Ein Film den man so gerne lieber hätte, als es dann tatsächlich der Fall ist. Denn er ist originell gemacht, liebevoll getrickst und streckenweise ziemlich witzig. Die Schilderung der Trolle, die sich viel Inspiration aus der norwegischen Mythenwelt gezogen hat und sie mit all den Tricks aufbereitet, die er sich bei Blair Witch, Cannibal Holocaust oder Rec abgeschaut hat. </p>
<p>Doch alle guten Ideen und die knorrige Besetzung bewahren den Film leider nicht davor, dass er seine initiale Idee dann doch nicht mit genug interessanter Handlung auffüllen kann, die einen Spielfilm rechtfertigt. Spätestens bei der dritten Troll-kommt, Crew rennt-Wackelcam-Aktion schleicht sich dann doch etwas Langeweile ein, zumal es an dramaturgischem Zug mangelt und einem klaren Ziel &#8211; was dazu führt, dass die Szenen mitunter recht beliebig wirken und auch der angedeutete Wahnsinn der Produzenten, die um jeden Preis weiterdrehen wollen nicht wirklich nachfühlbar wird.</p>
<p>Eindeutig ein Beweis dafür, dass auch Norwegen eine interessante Filmszene hat, die auf weitere schräge Filme hoffen lässt. Ob wir allerdings wirklich das US-Remake von Troll Hunter brauchen, sei mal dahingestellt.</p>

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